Der ganz normale Wahnsinn Comments http://NestorMachno.blogsport.de Nachrichten aus der Marktwirtschaft und von der Ideologie-Front Mon, 20 Aug 2018 12:23:48 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Hinweis http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/13/neues-von-der-fluechtlingsfront/#comment-35466 Mon, 20 Aug 2018 12:21:43 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/13/neues-von-der-fluechtlingsfront/#comment-35466 EU-Flüchtlingspolitik auf dem Balkan "Ein Angebot, das mit viel Geld verbunden sein wird" Finanzmittel für Flüchtlingslager auf dem Westbalkan? Solche Ideen kursieren derzeit in der EU. Albaniens Regierung winkte mit markigen Worten ab. Und doch gebe es Kräfte, nicht nur in Albanien, die Geld aus Brüssel gut fänden, sagte der Journalist und Balkanexperte Norbert Mappes-Niediek im Dlf. https://www.deutschlandfunk.de/eu-fluechtlingspolitik-auf-dem-balkan-ein-angebot-das-mit.795.de.html?dram:article_id=421405 ---- Serben sind gegen EU-Sammelzentren in ihrem Land Beim vergangenen EU-Gipfel sprachen sich einige Staatschefs dafür aus, an der EU-Außengrenze Sammelzentren für ankommende Flüchtlinge zu errichten. Gegenüber Serbien hat die EU dazu noch keine offizielle Anfrage gestellt - die Bereitschaft des Landes damit in der Migrationspolitik zu helfen, ist gering. https://www.deutschlandfunk.de/asylpolitik-serben-sind-gegen-eu-sammelzentren-in-ihrem-land.1773.de.html?dram:article_id=425880 --- https://www.tagesspiegel.de/politik/italien-salvini-will-fluechtlinge-nach-libyen-zurueckschicken/22930020.html EU-Flüchtlingspolitik auf dem Balkan

„Ein Angebot, das mit viel Geld verbunden sein wird“
Finanzmittel für Flüchtlingslager auf dem Westbalkan? Solche Ideen kursieren derzeit in der EU. Albaniens Regierung winkte mit markigen Worten ab. Und doch gebe es Kräfte, nicht nur in Albanien, die Geld aus Brüssel gut fänden, sagte der Journalist und Balkanexperte Norbert Mappes-Niediek im Dlf.

https://www.deutschlandfunk.de/eu-fluechtlingspolitik-auf-dem-balkan-ein-angebot-das-mit.795.de.html?dram:article_id=421405

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Serben sind gegen EU-Sammelzentren in ihrem Land

Beim vergangenen EU-Gipfel sprachen sich einige Staatschefs dafür aus, an der EU-Außengrenze Sammelzentren für ankommende Flüchtlinge zu errichten. Gegenüber Serbien hat die EU dazu noch keine offizielle Anfrage gestellt – die Bereitschaft des Landes damit in der Migrationspolitik zu helfen, ist gering.

https://www.deutschlandfunk.de/asylpolitik-serben-sind-gegen-eu-sammelzentren-in-ihrem-land.1773.de.html?dram:article_id=425880

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https://www.tagesspiegel.de/politik/italien-salvini-will-fluechtlinge-nach-libyen-zurueckschicken/22930020.html

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by: Hinweis http://NestorMachno.blogsport.de/2018/07/24/imperialismus-heute/#comment-35465 Mon, 20 Aug 2018 09:21:59 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/07/24/imperialismus-heute/#comment-35465 Die alte Aufgabenteilung im Bündnis "Der Westen" sah ja früher mal so aus: die USA markieren die Feindstaatendefinition gegen einen vorzugsweise nahöstlichen Staat, und die BRD teilt diese einerseits, spielt andererseits darin ihre diplomatischen Vermittlerkarten aus, und macht auf der Basis dann dicke Geschäfte (ehemals - wie heute - anscheinend u.a. mit Irak und Iran). In puncto Türkei versucht die BRD gerade ein ähnliches Spiel. Allerdings mit lauter sehr viel unklareren Fronten und Perspektiven. Das Menetekel für die US-Außenpolitik scheint ja zu sein, dass die Türkei sich gänzlich zu Russland hinwenden könnte. Oder dass sie als großer Pate wieder das islamistische Feuer in Syrien neu anfächern könnte. [Vermutlich gegen die noch gestern mit der USA verbündeten Kurden in der Region.] Die Gemetzel in und um Idlib wird das vermutlich allesamt erst recht befeuern: "Die Zahl der Bewaffneten wird auf 70 000 geschätzt, von denen die Hälfte der Al-Kaida-nahen Hayat Tahrir Sham (HTS) angehört. Deren Extremisten kontrollieren 60 Prozent der Provinz und lieferten sich mit konkurrierenden Rebellengruppen immer wieder blutige Scharmützel. Momentan herrscht ein fragiler Burgfrieden. Anfang August schlossen sich alle Nicht-Al-Kaida-Kämpfer zur sogenannten Nationalen Befreiungsfront (NLF) zusammen, einem von der Türkei unterstützten Dachverband, dessen ideologische Bandbreite von der moderaten Freien Syrischen Armee über Muslimbrüder-Verbände bis zu harten, nationalistischen Salafisten reicht. In dieser zugespitzten Lage fällt der Türkei eine Schlüsselrolle zu. Idlib liegt vor ihrer Haustür. Zwölf Militärposten mit 1300 Soldaten, die offenbar jüngst mit Boden-Luft-Raketen ausgerüstet wurden, hat Ankara wie einen Ring um das Gebiet gelegt. Eine Offensive Assads ist für Präsident Recep Tayyip Erdogan eine „rote Linie“, auch weil dies die größte Flüchtlingstragödie des siebenjährigen Bürgerkriegs auslösen könnte. Sollte die Türkei von Verzweifelten überrannt werden, könnte auch die nächste Massenflucht über den Balkan bevorstehen. Bislang will Putin seinen Schützling Assad offenbar von einer offenen Feldschlacht abhalten, dafür aber fordert er die ersten europäischen Milliarden für den Wiederaufbau Syriens." https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.syrien-der-poker-um-idlib.01598d75-763d-4bab-89c6-9da180671bdf.html --- Die hiesige Presse sieht nach dem Treffen von Putin und Merkel - irgendwie erwartungsgemäß, so geht ja immerzu deren Leier ... - Russland in der Klemme: "Putin rückt die erstarkenden bilateralen Wirtschaftsbeziehungen in ein helles Licht. Klar, warum: Der amerikanische Kongress fährt eine ausgesprochen Putin-kritische Politik, die Präsident Trump keinen Spielraum für Avancen lässt. Dem hat Putin in der Substanz wenig entgegenzusetzen. Er ist auch so kein leuchtendes Beispiel in Sachen Friedensbemühungen. Siehe Ostukraine, siehe Syrien. Deswegen hat das Mantra, Moskau sei notwendig für die Lösung von Konflikten, auch etwas von Halluzination." (FAZ - Kommentar von gestern) --- Ein, wie ich finde, 'ungewöhnlicher' Hinweis findet sich bei "Sputnik": Wenn die Westmächte China als Bedrohung sähen - vielleicht gäbe es auch aus russischer Sicht in russischen Einflussgebieten durchaus Gründe, Chinas Expansionsstreben einige Schranken setzen zu wollen? Vieleicht sogar mit dem Westen zusammen? Falls der sich ökonomisch wieder stärker für - und nicht gegen - Russland einsetzen würde??? [Ein merkwürdiges Fundstück...]: "Laut einem Beitrag auf der Online-Plattform "The Daily Beast" versucht der "Vater" der modernen US-Diplomatie, Henry Kissinger, US-Präsident Trump davon zu überzeugen, mit Russland eine strategische Allianz gegen das aufstrebende China aufzubauen. Von Dr. Kamran Gasanov..." https://deutsch.rt.com/meinung/74693-wird-russland-kissingers-antichinesischem-projekt-zustimmen/ Die alte Aufgabenteilung im Bündnis „Der Westen“ sah ja früher mal so aus: die USA markieren die Feindstaatendefinition gegen einen vorzugsweise nahöstlichen Staat, und die BRD teilt diese einerseits, spielt andererseits darin ihre diplomatischen Vermittlerkarten aus, und macht auf der Basis dann dicke Geschäfte (ehemals – wie heute – anscheinend u.a. mit Irak und Iran).

In puncto Türkei versucht die BRD gerade ein ähnliches Spiel. Allerdings mit lauter sehr viel unklareren Fronten und Perspektiven.

Das Menetekel für die US-Außenpolitik scheint ja zu sein, dass die Türkei sich gänzlich zu Russland hinwenden könnte. Oder dass sie als großer Pate wieder das islamistische Feuer in Syrien neu anfächern könnte. [Vermutlich gegen die noch gestern mit der USA verbündeten Kurden in der Region.]

Die Gemetzel in und um Idlib wird das vermutlich allesamt erst recht befeuern:

„Die Zahl der Bewaffneten wird auf 70 000 geschätzt, von denen die Hälfte der Al-Kaida-nahen Hayat Tahrir Sham (HTS) angehört. Deren Extremisten kontrollieren 60 Prozent der Provinz und lieferten sich mit konkurrierenden Rebellengruppen immer wieder blutige Scharmützel. Momentan herrscht ein fragiler Burgfrieden. Anfang August schlossen sich alle Nicht-Al-Kaida-Kämpfer zur sogenannten Nationalen Befreiungsfront (NLF) zusammen, einem von der Türkei unterstützten Dachverband, dessen ideologische Bandbreite von der moderaten Freien Syrischen Armee über Muslimbrüder-Verbände bis zu harten, nationalistischen Salafisten reicht.

In dieser zugespitzten Lage fällt der Türkei eine Schlüsselrolle zu. Idlib liegt vor ihrer Haustür. Zwölf Militärposten mit 1300 Soldaten, die offenbar jüngst mit Boden-Luft-Raketen ausgerüstet wurden, hat Ankara wie einen Ring um das Gebiet gelegt. Eine Offensive Assads ist für Präsident Recep Tayyip Erdogan eine „rote Linie“, auch weil dies die größte Flüchtlingstragödie des siebenjährigen Bürgerkriegs auslösen könnte. Sollte die Türkei von Verzweifelten überrannt werden, könnte auch die nächste Massenflucht über den Balkan bevorstehen. Bislang will Putin seinen Schützling Assad offenbar von einer offenen Feldschlacht abhalten, dafür aber fordert er die ersten europäischen Milliarden für den Wiederaufbau Syriens.“

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.syrien-der-poker-um-idlib.01598d75-763d-4bab-89c6-9da180671bdf.html

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Die hiesige Presse sieht nach dem Treffen von Putin und Merkel – irgendwie erwartungsgemäß, so geht ja immerzu deren Leier … – Russland in der Klemme:

„Putin rückt die erstarkenden bilateralen Wirtschaftsbeziehungen in ein helles Licht. Klar, warum: Der amerikanische Kongress fährt eine ausgesprochen Putin-kritische Politik, die Präsident Trump keinen Spielraum für Avancen lässt. Dem hat Putin in der Substanz wenig entgegenzusetzen. Er ist auch so kein leuchtendes Beispiel in Sachen Friedensbemühungen. Siehe Ostukraine, siehe Syrien. Deswegen hat das Mantra, Moskau sei notwendig für die Lösung von Konflikten, auch etwas von Halluzination.“
(FAZ – Kommentar von gestern)

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Ein, wie ich finde, ‚ungewöhnlicher‘ Hinweis findet sich bei „Sputnik“:

Wenn die Westmächte China als Bedrohung sähen – vielleicht gäbe es auch aus russischer Sicht in russischen Einflussgebieten durchaus Gründe, Chinas Expansionsstreben einige Schranken setzen zu wollen?
Vieleicht sogar mit dem Westen zusammen? Falls der sich ökonomisch wieder stärker für – und nicht gegen – Russland einsetzen würde???
[Ein merkwürdiges Fundstück…]:

„Laut einem Beitrag auf der Online-Plattform „The Daily Beast“ versucht der „Vater“ der modernen US-Diplomatie, Henry Kissinger, US-Präsident Trump davon zu überzeugen, mit Russland eine strategische Allianz gegen das aufstrebende China aufzubauen. Von Dr. Kamran Gasanov…“

https://deutsch.rt.com/meinung/74693-wird-russland-kissingers-antichinesischem-projekt-zustimmen/

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by: Hinweis http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/13/neues-von-der-fluechtlingsfront/#comment-35464 Mon, 20 Aug 2018 07:22:41 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/13/neues-von-der-fluechtlingsfront/#comment-35464 Zumindestens Italien scheint mit irgendeiner Gruppe in Libyen, die sie dort als Regierung ansehen wollen, 2017 Abkommen geschlossen zu haben, um Flüchtlinge nach Libyen zurückzuverfrachten: Bis zum Sommer des vergangenen Jahres konnten Migranten, die es aus den Lagern heraus geschafft hatten und die Überfahrt wagten, damit rechnen, nach Italien zu kommen. Wenn sie nicht im Mittelmeer ertranken. Doch mittlerweile hat Italien ein Abkommen mit Libyen geschlossen. Das Land arbeitet verstärkt mit der libyschen Küstenwache zusammen. Für die Migranten heißt das: Wenn sie Pech haben, kommen sie zurück nach Libyen, zurück ins Lager (04.05.2018) https://www.br.de/nachricht/italiens-fluechtlingspolitik-die-folgen-des-libyen-abkommens-100.html https://www.br.de/nachricht/wohin-mit-den-fluechtlingen-100.html (2017) Zwar war 2017 u.a. im STERN die Rede davon, dass in diesen Lagern Sklavenhandel und schlimmste Menschenrechtsverletzungen gang und gäbe seien, Italien zumindestens scheint an den Abkommen aber festhalten zu wollen und sie als Grundlage für Rückführungen benutzen zu wollen. Zumindestens Italien scheint mit irgendeiner Gruppe in Libyen, die sie dort als Regierung ansehen wollen, 2017 Abkommen geschlossen zu haben, um Flüchtlinge nach Libyen zurückzuverfrachten:

Bis zum Sommer des vergangenen Jahres konnten Migranten, die es aus den Lagern heraus geschafft hatten und die Überfahrt wagten, damit rechnen, nach Italien zu kommen. Wenn sie nicht im Mittelmeer ertranken. Doch mittlerweile hat Italien ein Abkommen mit Libyen geschlossen. Das Land arbeitet verstärkt mit der libyschen Küstenwache zusammen. Für die Migranten heißt das: Wenn sie Pech haben, kommen sie zurück nach Libyen, zurück ins Lager (04.05.2018)

https://www.br.de/nachricht/italiens-fluechtlingspolitik-die-folgen-des-libyen-abkommens-100.html

https://www.br.de/nachricht/wohin-mit-den-fluechtlingen-100.html (2017) Zwar war 2017 u.a. im STERN die Rede davon, dass in diesen Lagern Sklavenhandel und schlimmste Menschenrechtsverletzungen gang und gäbe seien, Italien zumindestens scheint an den Abkommen aber festhalten zu wollen und sie als Grundlage für Rückführungen benutzen zu wollen.

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by: Hinweis http://NestorMachno.blogsport.de/2018/05/24/der-euro-kommt-wieder-ins-gerede/#comment-35463 Mon, 20 Aug 2018 05:59:59 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/05/24/der-euro-kommt-wieder-ins-gerede/#comment-35463 Soziales in Griechenland: „Die Menschen werden noch mehr leiden“ Hunderttausende Griechen leben von weniger als 400 Euro im Monat, ohne Aussicht auf Besserung. Experten befürchten „eine Explosion der Armut“. (…) Zum 1. Januar 2019 werden die Renten erneut um bis zu 18 Prozent gekürzt, 2020 sinkt der Grundfreibetrag in der Einkommenssteuer von heute 8636 auf 5685 Euro. Auch nach dem Ende der Kreditprogramme geht also der Sparkurs weiter. Erwin Schrümpf ist besorgt: „Ich denke, die menschliche Krise wird sich in den nächsten Jahren noch dramatisch verschärfen, die Menschen werden noch mehr leiden und hungern als bisher.“ 2012 gründete der Salzburger seinen Verein Griechenlandhilfe. Inzwischen haben Schrümpf und seine 40 Mitarbeiter rund 430 Tonnen Hilfsgüter nach Griechenland gebracht. „Anfangs waren es vor allem Medikamente und medizinisches Zubehör, inzwischen bringen wir auch Babynahrung und Hygieneartikel“, berichtet der 53-Jährige. „Manche Familien haben nicht einmal Geld, um den Kindern eine Zahnbürste oder Schulhefte zu kaufen, in Behindertenheimen fehlt es sogar an Wasch- und Putzmitteln.“ Schrümpf sagt: „Die Not wird nicht kleiner, sondern größer.“ Wer kann, der geht: Rund 500 000 Griechen sind während der Krise ausgewandert, überwiegend Akademiker und gut ausgebildete Fachkräfte. „Die meisten sind nicht vor Arbeitslosigkeit und Not geflohen, sondern vor dem ‚System Griechenland‘ – der Vetternwirtschaft, dem politischen Stillstand und der gesellschaftlichen Apathie“, sagt Nikos Stampoulopoulos. Der Filmemacher wanderte 2009 nach Amsterdam aus, kehrte 2014 nach Athen zurück. Der 48-Jährige betreibt die Webseite „Nea Diaspora“, auf der sich Auslandsgriechen vernetzen und austauschen können. An eine Rückkehr dächten die wenigsten, sagt Stampoulopoulos. „Griechenland hat in den vergangenen Jahren Hunderttausende seiner besten Talente verloren. Dieser Exodus ist die schlimmste Langzeitfolge der Krise.“ http://www.fr.de/wirtschaft/griechenland-die-menschen-werden-noch-mehr-leiden-a-1566011,0#artpager-1566011-1 Soziales in Griechenland:
„Die Menschen werden noch mehr leiden“

Hunderttausende Griechen leben von weniger als 400 Euro im Monat, ohne Aussicht auf Besserung. Experten befürchten „eine Explosion der Armut“.

(…) Zum 1. Januar 2019 werden die Renten erneut um bis zu 18 Prozent gekürzt, 2020 sinkt der Grundfreibetrag in der Einkommenssteuer von heute 8636 auf 5685 Euro. Auch nach dem Ende der Kreditprogramme geht also der Sparkurs weiter.

Erwin Schrümpf ist besorgt: „Ich denke, die menschliche Krise wird sich in den nächsten Jahren noch dramatisch verschärfen, die Menschen werden noch mehr leiden und hungern als bisher.“ 2012 gründete der Salzburger seinen Verein Griechenlandhilfe. Inzwischen haben Schrümpf und seine 40 Mitarbeiter rund 430 Tonnen Hilfsgüter nach Griechenland gebracht. „Anfangs waren es vor allem Medikamente und medizinisches Zubehör, inzwischen bringen wir auch Babynahrung und Hygieneartikel“, berichtet der 53-Jährige. „Manche Familien haben nicht einmal Geld, um den Kindern eine Zahnbürste oder Schulhefte zu kaufen, in Behindertenheimen fehlt es sogar an Wasch- und Putzmitteln.“ Schrümpf sagt: „Die Not wird nicht kleiner, sondern größer.“

Wer kann, der geht: Rund 500 000 Griechen sind während der Krise ausgewandert, überwiegend Akademiker und gut ausgebildete Fachkräfte. „Die meisten sind nicht vor Arbeitslosigkeit und Not geflohen, sondern vor dem ‚System Griechenland‘ – der Vetternwirtschaft, dem politischen Stillstand und der gesellschaftlichen Apathie“, sagt Nikos Stampoulopoulos. Der Filmemacher wanderte 2009 nach Amsterdam aus, kehrte 2014 nach Athen zurück. Der 48-Jährige betreibt die Webseite „Nea Diaspora“, auf der sich Auslandsgriechen vernetzen und austauschen können. An eine Rückkehr dächten die wenigsten, sagt Stampoulopoulos. „Griechenland hat in den vergangenen Jahren Hunderttausende seiner besten Talente verloren. Dieser Exodus ist die schlimmste Langzeitfolge der Krise.“

http://www.fr.de/wirtschaft/griechenland-die-menschen-werden-noch-mehr-leiden-a-1566011,0#artpager-1566011-1

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by: Hinweis http://NestorMachno.blogsport.de/2018/05/24/der-euro-kommt-wieder-ins-gerede/#comment-35462 Mon, 20 Aug 2018 05:57:10 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/05/24/der-euro-kommt-wieder-ins-gerede/#comment-35462 Griechenland: „Die Menschen werden noch mehr leiden“ Hunderttausende Griechen leben von weniger als 400 Euro im Monat, ohne Aussicht auf Besserung. Experten befürchten „eine Explosion der Armut“. (…) Zum 1. Januar 2019 werden die Renten erneut um bis zu 18 Prozent gekürzt, 2020 sinkt der Grundfreibetrag in der Einkommenssteuer von heute 8636 auf 5685 Euro. Auch nach dem Ende der Kreditprogramme geht also der Sparkurs weiter. Erwin Schrümpf ist besorgt: „Ich denke, die menschliche Krise wird sich in den nächsten Jahren noch dramatisch verschärfen, die Menschen werden noch mehr leiden und hungern als bisher.“ 2012 gründete der Salzburger seinen Verein Griechenlandhilfe. Inzwischen haben Schrümpf und seine 40 Mitarbeiter rund 430 Tonnen Hilfsgüter nach Griechenland gebracht. „Anfangs waren es vor allem Medikamente und medizinisches Zubehör, inzwischen bringen wir auch Babynahrung und Hygieneartikel“, berichtet der 53-Jährige. „Manche Familien haben nicht einmal Geld, um den Kindern eine Zahnbürste oder Schulhefte zu kaufen, in Behindertenheimen fehlt es sogar an Wasch- und Putzmitteln.“ Schrümpf sagt: „Die Not wird nicht kleiner, sondern größer.“ Wer kann, der geht: Rund 500 000 Griechen sind während der Krise ausgewandert, überwiegend Akademiker und gut ausgebildete Fachkräfte. „Die meisten sind nicht vor Arbeitslosigkeit und Not geflohen, sondern vor dem ‚System Griechenland‘ – der Vetternwirtschaft, dem politischen Stillstand und der gesellschaftlichen Apathie“, sagt Nikos Stampoulopoulos. Der Filmemacher wanderte 2009 nach Amsterdam aus, kehrte 2014 nach Athen zurück. Der 48-Jährige betreibt die Webseite „Nea Diaspora“, auf der sich Auslandsgriechen vernetzen und austauschen können. An eine Rückkehr dächten die wenigsten, sagt Stampoulopoulos. „Griechenland hat in den vergangenen Jahren Hunderttausende seiner besten Talente verloren. Dieser Exodus ist die schlimmste Langzeitfolge der Krise.“ http://www.fr.de/wirtschaft/griechenland-die-menschen-werden-noch-mehr-leiden-a-1566011,0#artpager-1566011-1 Griechenland: „Die Menschen werden noch mehr leiden“

Hunderttausende Griechen leben von weniger als 400 Euro im Monat, ohne Aussicht auf Besserung. Experten befürchten „eine Explosion der Armut“.

(…) Zum 1. Januar 2019 werden die Renten erneut um bis zu 18 Prozent gekürzt, 2020 sinkt der Grundfreibetrag in der Einkommenssteuer von heute 8636 auf 5685 Euro. Auch nach dem Ende der Kreditprogramme geht also der Sparkurs weiter.

Erwin Schrümpf ist besorgt: „Ich denke, die menschliche Krise wird sich in den nächsten Jahren noch dramatisch verschärfen, die Menschen werden noch mehr leiden und hungern als bisher.“ 2012 gründete der Salzburger seinen Verein Griechenlandhilfe. Inzwischen haben Schrümpf und seine 40 Mitarbeiter rund 430 Tonnen Hilfsgüter nach Griechenland gebracht. „Anfangs waren es vor allem Medikamente und medizinisches Zubehör, inzwischen bringen wir auch Babynahrung und Hygieneartikel“, berichtet der 53-Jährige. „Manche Familien haben nicht einmal Geld, um den Kindern eine Zahnbürste oder Schulhefte zu kaufen, in Behindertenheimen fehlt es sogar an Wasch- und Putzmitteln.“ Schrümpf sagt: „Die Not wird nicht kleiner, sondern größer.“

Wer kann, der geht: Rund 500 000 Griechen sind während der Krise ausgewandert, überwiegend Akademiker und gut ausgebildete Fachkräfte. „Die meisten sind nicht vor Arbeitslosigkeit und Not geflohen, sondern vor dem ‚System Griechenland‘ – der Vetternwirtschaft, dem politischen Stillstand und der gesellschaftlichen Apathie“, sagt Nikos Stampoulopoulos. Der Filmemacher wanderte 2009 nach Amsterdam aus, kehrte 2014 nach Athen zurück. Der 48-Jährige betreibt die Webseite „Nea Diaspora“, auf der sich Auslandsgriechen vernetzen und austauschen können. An eine Rückkehr dächten die wenigsten, sagt Stampoulopoulos. „Griechenland hat in den vergangenen Jahren Hunderttausende seiner besten Talente verloren. Dieser Exodus ist die schlimmste Langzeitfolge der Krise.“

http://www.fr.de/wirtschaft/griechenland-die-menschen-werden-noch-mehr-leiden-a-1566011,0#artpager-1566011-1

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by: Hinweis http://NestorMachno.blogsport.de/2018/05/24/der-euro-kommt-wieder-ins-gerede/#comment-35461 Mon, 20 Aug 2018 05:33:59 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/05/24/der-euro-kommt-wieder-ins-gerede/#comment-35461 Griechenland: Auf eigenen, schwachen Beinen Europas Spardiktat verhindert auch künftig, was die griechische Wirtschaft jetzt am dringendsten bräuchte – starkes Wachstum. Es ist so weit: Am 20. August, endet das dritte Kreditprogramm der Gläubiger für Griechenland – und es wird kein neues geben. Künftig soll das Land auf eigenen Beinen stehen, was bedeutet: Es finanziert sich selbstständig an den Kapitalmärkten, ohne Unterstützung der europäischen Staaten. Mittelfristig dürfte das gelingen. Langfristig jedoch bleiben Zweifel. "Denn Griechenlands Beine sind schwach, der Weg ist weit und die Last wiegt schwer…" - das meint Stefan Kaufmann in der FR … http://www.fr.de/wirtschaft/griechenland-auf-eigenen-schwachen-beinen-a-1566017,0#artpager-1566017-1 --- https://www.jungewelt.de/artikel/338119.griechenland-kaiser-von-kreta.html Griechenland: Auf eigenen, schwachen Beinen

Europas Spardiktat verhindert auch künftig, was die griechische Wirtschaft jetzt am dringendsten bräuchte – starkes Wachstum.

Es ist so weit: Am 20. August, endet das dritte Kreditprogramm der Gläubiger für Griechenland – und es wird kein neues geben. Künftig soll das Land auf eigenen Beinen stehen, was bedeutet: Es finanziert sich selbstständig an den Kapitalmärkten, ohne Unterstützung der europäischen Staaten. Mittelfristig dürfte das gelingen. Langfristig jedoch bleiben Zweifel.

„Denn Griechenlands Beine sind schwach, der Weg ist weit und die Last wiegt schwer…“ – das meint Stefan Kaufmann in der FR …

http://www.fr.de/wirtschaft/griechenland-auf-eigenen-schwachen-beinen-a-1566017,0#artpager-1566017-1

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https://www.jungewelt.de/artikel/338119.griechenland-kaiser-von-kreta.html

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by: Grieche http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/06/italien-ein-paar-nummern-zu-gross/#comment-35460 Sun, 19 Aug 2018 07:29:35 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/06/italien-ein-paar-nummern-zu-gross/#comment-35460 Kaiser von Kreta Das deutsche Staatsunternehmen Fraport hat sich Griechenlands Flughäfen unter den Nagel gerissen. Jetzt wird »modernisiert«… https://www.jungewelt.de/artikel/338119.griechenland-kaiser-von-kreta.html Kaiser von Kreta

Das deutsche Staatsunternehmen Fraport hat sich Griechenlands Flughäfen unter den Nagel gerissen. Jetzt wird »modernisiert«…

https://www.jungewelt.de/artikel/338119.griechenland-kaiser-von-kreta.html

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by: Hinweis http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/06/italien-ein-paar-nummern-zu-gross/#comment-35459 Sun, 19 Aug 2018 05:54:19 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/06/italien-ein-paar-nummern-zu-gross/#comment-35459 Italien - "das neue Griechenland"??? https://www.deutschlandfunk.de/verschuldet-eu-kritisch-unberechenbar-ist-italien-das-neue.724.de.html?dram:article_id=425801 https://www.sueddeutsche.de/politik/italien-fragiler-riese-1.4095314 --- Vgl. dazu auch drei ältere Artikel aus dem Juni 2018 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/06/italien-ein-paar-nummern-zu-gross/#comment-34883 http://www.fr.de/wirtschaft/italien-kehrt-die-krise-zurueck-a-1520693 http://www.fr.de/politik/italien-hartz-iv-fuer-italiener-a-1512843 --- Was da mancher Italiener obendrein und dazu ausdrückt, das passt übrigens spiegelgenau auf den selben Eimer wie die ideologischen Erzeugnisse der hiesigen Gesichter: 'Die Ausländer sind es, die machen das Gute unseres Volkes kaputt'... [Und zwar sowohl die von jenseits der Alpen, als auch die, jenseits des mare nostrum...] Italien – „das neue Griechenland“???

https://www.deutschlandfunk.de/verschuldet-eu-kritisch-unberechenbar-ist-italien-das-neue.724.de.html?dram:article_id=425801

https://www.sueddeutsche.de/politik/italien-fragiler-riese-1.4095314

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Vgl. dazu auch drei ältere Artikel aus dem Juni 2018

http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/06/italien-ein-paar-nummern-zu-gross/#comment-34883

http://www.fr.de/wirtschaft/italien-kehrt-die-krise-zurueck-a-1520693

http://www.fr.de/politik/italien-hartz-iv-fuer-italiener-a-1512843

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Was da mancher Italiener obendrein und dazu ausdrückt, das passt übrigens spiegelgenau auf den selben Eimer wie die ideologischen Erzeugnisse der hiesigen Gesichter:
‚Die Ausländer sind es, die machen das Gute unseres Volkes kaputt‘…
[Und zwar sowohl die von jenseits der Alpen,
als auch die, jenseits des mare nostrum…]

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by: Hinweis http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/13/neues-von-der-fluechtlingsfront/#comment-35458 Sun, 19 Aug 2018 05:51:19 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/06/13/neues-von-der-fluechtlingsfront/#comment-35458 Viel LÄRM um 150 Flüchtlinge ... https://www.deutschlandfunk.de/rueckfuehrungsabkommen-mit-griechenland-viel-laerm-um-150.720.de.html?dram:article_id=425799 Viel LÄRM um 150 Flüchtlinge …

https://www.deutschlandfunk.de/rueckfuehrungsabkommen-mit-griechenland-viel-laerm-um-150.720.de.html?dram:article_id=425799

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by: Nestor http://NestorMachno.blogsport.de/2018/05/11/macris-schwanengesang/#comment-35457 Sat, 18 Aug 2018 17:11:13 +0000 http://NestorMachno.blogsport.de/2018/05/11/macris-schwanengesang/#comment-35457 Die Frage ist nur, was wird aus den bisher aufgelaufenen Schulden Argentiniens – bei westlichen Gläubigern, US-Banken usw., und bei China? Der IWF soll offensichtlich wieder mißliebige Regierungen drangsalisieren und braven Regierungen den Rücken stärken – aber was heißt das für das internationale Kreditwesen? Die Frage ist nur, was wird aus den bisher aufgelaufenen Schulden Argentiniens – bei westlichen Gläubigern, US-Banken usw., und bei China?

Der IWF soll offensichtlich wieder mißliebige Regierungen drangsalisieren und braven Regierungen den Rücken stärken – aber was heißt das für das internationale Kreditwesen?

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