Update Coronavirus 2021

GROSSE RATLOSIGKEIT

Hier wieder einmal die Todesraten weltweit – gemeldete Coronavirus-Tote im Verhältnis zur Bevölkerung.

0,001748866237451 Belgien
0,001427643380787 Slowenien
0,001305988853665 Italien
0,001254738550148 Nordmazedonien
0,001213482598773 Bosnien
0,001203647745823 UK
0,001203256991064 Tschechien

0,001101349551286 Spanien
0,001117422768656 Montenegro
0,001068629122846 Ungarn
0,001027043653412 Kroatien

0,001008553132417 Frankreich
0,000956305884488 Schweiz
0,000913378717918 Schweden
0,000879225605573 Moldawien
0,000841707820376 Luxemburg
0,000820310828525 Rumänien
0,000797152839339 Polen
0,000746090579733 Österreich
0,000737186002712 Portugal

0,000717134481587 Kosovo
0,000709572690225 Holland
0,000497756623790 Serbien
0,000488674080429 Irland
0,000488446035188 Ukraine
0,000481088261990 Deutschland
0,000421011887164 Rußland

0,001218059706342 Peru
0,001126274353300 USA
0,001049050252465 Panama
0,001026579452484 Mexiko

0,000990576002729 Argentinien
0,000965858489952 Chile
0,000951027691494 Brasilien
0,000941409402457 Kolumbien
0,000841827947081 Bolivien
0,000820303451471 Ecuador

0,000441617331180 Kanada
0,000353270463388 Honduras

0,000684814373899 Iran
0,000543839684279 Südafrika
0,000327577488789 Irak
0,000269977762130 Türkei
0,000109108379396 Indien

Zuwachsraten:
Kroatien + 0,000249840777213
Slowenien + 0,000275161669591
Tschechien + 0,000224576636848
Ungarn + 0,000220890962366

UK + 0,000184344074822
Panama + 0,000184178889157

Bosnien + 0,000163968827232
Schweiz + 0,000168370258399
Deutschland + 0,000155116491867
Italien + 0,000152932337636
USA + 0,000152603621593

Österreich + 0,000135489420141
Montenegro + 0,000136954322621
Portugal + 0,00013587921183

Nordmazedonien + 0,000134574582154
Polen + 0,000132971789123

Luxemburg + 0,00012298197755
Belgien + 0,000113284402636
Serbien + 0,00011051812313
Mexiko + 0,000104710808777
Rumänien + 0,000100637915168

Moldawien + 0,000097159780244
Frankreich + 0,000097726628155
Kolumbien + 0,000098448990141
Ukraine + 0,000075040725551

Kosovo + 0,000055567437901
Spanien + 0,000055498471817
Iran + 0,000026919226879

Die fettgedruckten Länder sind diejenigen, die andere in der Reihenfolge überholt haben.

An den 3 Statistiken kann man sehen, daß Österreich, die USA und Belgien unterschiedlich betroffen sind. Während Österreich nach wie vor mit einer zweiten, viel schwereren Welle als im Frühjahr kämpft, hat Belgien bei der zweiten Welle nicht die Spitzenwerte der 1. erreicht.
In den USA hingegen geht es stetig bergauf in einer Kurve, die nach einer dritten Welle aussieht, und derzeit scheint nicht einmal ein Rückgang der Todeszahlen in Sicht.


https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Belgien


https://covid19-dashboard.ages.at/dashboard_Tod.html


https://covidusa.net/?autorefresh=1

Bezüglich Lateinamerika kann auch keine Entwarnung gegeben werden: Mexiko, Kolumbien und Panama haben in den letzten 3 Wochen kräftig zugelegt, und auch in Brasilien, Argentinien oder Peru kann keine Entwarnung gegeben werden. Lediglich in Bolivien und Ecuador scheint sich die Lage beruhigt zu haben. In Nicaragua und Venezuela sind die Covid-19-Zahlen niedrig, dafür haben die dort andere Probleme … Völlig unbemerkt hat im Schatten des Coronavirus der Hurrikan Iota im November schwere Schäden in Nicaragua, El Salvador und Honduras angerichtet.

In Europa wächst die Zahl der Toten vor allem in ehemals sozialistischen Staaten stark an, die im Frühjahr relativ glimpflich davongekommen waren. Das inzwischen schwer getroffene Slowenien verkündete im Mai 2020 noch stolz das Ende der Pandemie im Inland!
Deutschland hat an Todesrate das ebenfalls stark betroffene Rußland überholt, wo in den letzten Wochen erstmals seit Ausbruch der Krankheit ein nennenswerter Rückgang der Neuinfektionen zu beobachten ist.


https://yandex.ru/covid19/stat


195 Antworten auf „Update Coronavirus 2021“


  1. 1 Kehrer 14. Januar 2021 um 22:55 Uhr

    Heute wurde wieder gejammert über die 1200 Toten in Deutschland. Dabei wurde auch erwähnt, dass 80% dieser Tode in Alten-und Pflegeheimen stattfinden. Nach 10 Monaten Corona und der andauernden Forderung, man müsse die Risikogruppen schützen, nachdem zwei bald drei Impfstoffe verfügbar sind, wird immer noch hauptsächlich in Alten- und Pflegeheimen gestorben. Wie dämlich muss eigentlich eine politische Klasse sein, wenn sie das nicht abstellen kann.
    Und Wiehler posaunt jeden Tag raus: Es gibt keine Alternative zum Lockdown. Und wenn die Zahlen 10x so hoch wären, dann würde er immer noch dasselbe sagen: Wir brauchen mehr Lockdown. Die Leute reduzieren die Kontakte nicht, wir brauchen mehr Maßnahmen. Etwas anderes kommt da nicht mehr.

    Die Chinesen impfen übrigens nicht die Alten, weil die Alten in klinischen Tests nicht oder wenig vertreten sind.

  2. 2 Neoprene 14. Januar 2021 um 23:22 Uhr

    „Wie dämlich muss eigentlich eine politische Klasse sein, wenn sie das nicht abstellen kann?“

    Gar nicht. Jedenfalls dann, wenn es ihr auch gar nicht um die alten Menschen in Heimen geht. So eine Sichtweise ist ja allenthalben in herrschenden Kreisen sehr wohl vorhanden, nicht nur in Schweden.

    „Die Chinesen impfen übrigens nicht die Alten, weil die Alten in klinischen Tests nicht oder wenig vertreten sind.“

    Weist du das und wenn ja woher, oder vermutest du das nur?

  3. 3 Nestor 15. Januar 2021 um 13:12 Uhr

    @Kehrer

    In China ist die Impfung überhaupt nicht besonders Thema, weil die ja die Ansteckung durch Quarantänen abgestellt haben und deshalb die Impfung gar nicht brauchen. Also die impfen gar nicht groß dort, auch die Jüngeren nicht.

    Ob die Impfung die Alten in den Altersheimen überhaupt schützt, ist ja übrigens noch gar nicht heraußen.

    Aber natürlich, irgendwas muß da in Deutschland unterblieben sein, da hast du schon recht, wenn dort noch immer so viele Tote in den Altersheimen anfallen.

    @Neoprene

    Es dürfte eine Mischung aus Euthanasieprogramm und der herkommlichen prekären Beschäftigung des Pflegepersonals sein, an der sich in dem letzten Jahr ja nichts geändert hat.

    Aber es scheint doch auch bei euch im Fernsehen dauernd das zu geben, was in der jW in einer Kolumne als „Impfporn“ bezeichnet wird: Alte Leute werden beim Impfen gezeigt und so vorgeführt, wie gut „Wir alle“ uns um die Alten sorgen.

  4. 4 Kehrer 16. Januar 2021 um 1:56 Uhr

    „Weist du das und wenn ja woher, oder vermutest du das nur?“
    Das hat ein deutscher Arzt in China bei einer Zuschalte in einer Talkrunde gesagt. Ich glaube bei Lanz. Genauer weiß ich es nicht mehr. Jedenfalls genau mit der Begründung oben, dass die Alten in den Tests nicht vertreten gewesen seien und man nicht genau weiß wie die Impfung wirkt. (- Kann natürlich gelogen sein und die Impfen die Alten nicht, weil die nicht mehr gebraucht werden.)

    https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/impfen-in-china-arbeiter-zuerst-100.html

    „Das Impfen soll in drei Stufen ablaufen: In der ersten Gruppe sind Menschen, die aufgrund ihres Berufs einem besonders hohen Infektionsrisiko ausgesetzt seien – wie Angestellte im Gesundheitssystem, auf Märkten und im öffentlichen Nahverkehr. Wer aufgrund des Alters oder durch Vorerkrankungen gefährdet ist, soll erst im zweiten Schritt geimpft werden. Durch die niedrigen Infektionszahlen in China sind sie im Alltag einem vergleichsweisen geringen Risiko ausgesetzt. Die restliche Bevölkerung ist in der dritten und letzten Gruppe.“

    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-01/corona-impfstrategien-china-brasilien-indien-suedafrika?
    Als Risikogruppen gelten in China laut Ärzteblatt: „Zu den Risikogruppen zählten Polizisten, Feuerwehrleute, Zollbeamte, Fracht- und Transportarbeiter, Grenz­beamte, Altenpflegekräfte, Bestatter, Mitarbeiter der Müllabfuhr und der öffentlichen Versorgungs­betriebe. Auch Personen, die wegen Arbeit oder Studium ins Ausland reisten, könnten sich impfen lassen.“

    „Aber natürlich, irgendwas muß da in Deutschland unterblieben sein, da hast du schon recht, wenn dort noch immer so viele Tote in den Altersheimen anfallen.“ Die 80% haben mich echt schockiert. Bei rund 1000 Toten sind das 800 Tote in Altersheimen und Pflegeheimen pro Tag. Ich mein, warum sprechen wir noch über den Lockdown. Die Alten, die krepieren sind im Alten- und Pflegeheim eh im Lockdown.

    Dieser Lockdownmodus ist so zum Kotzen und vor allem die Epidemiologenlogik macht alles kaputt. Sinnvolle Maßnahmen ok, wissenschaftlich überprüft, dass sie was bringen. Aber diese unsägliche Kontakte vermeiden Logik und wenn die Zahlen nicht sinken sind die Leute schuld, was noch härtere Maßnahmen rechtfertigt. Das ist ein ekelhafter Gewaltzirkel.
    Talk im Hangar 7 aus Österreich ist immer ganz gut.

    Und diese Inkompetenz ärgert mich auch. Zuerst wird ein ganzer Sommer lang quasi auf den Impfstoff gewartet und sonst nichts unternommen. Der Impfstoff ist der Erlöser, soll „uns“ aus der Pandemie führen. So wird das oft explizit gesagt. Aber wenn man schon auf den Impfstoff setzt, warum ist er dann nicht da wenn er zugelassen ist. Heute hab ich so eine Laufzeile im TV gesehen. „Stockende Lieferung von Biontech Impfstoff“ „erhöhte Auslieferung ab Mitte Februar“ Da fällt mir gar nichts mehr ein. Hilflosigkeit wohin man sieht. Man merkt das auch an den zusätzlichen härteren Coronamaßnahmen.
    Die wissen einfach nicht, was sie noch machen sollen und machen deshalb irgendwas, was bloß noch die Kontaktelogik bedient, aber gar nicht mehr auf Wirksamkeit berechnet ist.

  5. 5 Neoprene 16. Januar 2021 um 11:53 Uhr

    „Bei rund 1000 Toten sind das 800 Tote in Altersheimen und Pflegeheimen pro Tag.“
    Wahscheinlich sind es nicht 80% aller Coronatoten, die in Heimen gelebt haben. Aber auch wenn es „nur“ 50% sind (bei 1% aller Menschen, die in Heimen leben), ist das immer noch das größte Risikofeld. Deshalb sind allgemeine Kontaktverringerungen zwar sicherlich wirksam, um die Infektionen in der Gesamtbevölkerung zu senken, für die Altersheime bringt das aber wahrscheinlich eher wenig, denn dort sind die Kontakte ja schon länger sehr begrenzt. Solange die dort Beschäftigten aber nicht in kurzen Abständen getestet werden, können die natürlich Infektionen weiter in den Heimen verbreiten.

  6. 6 Nestor 16. Januar 2021 um 15:41 Uhr

    @Kehrer

    Jedenfalls genau mit der Begründung oben, dass die Alten in den Tests nicht vertreten gewesen seien und man nicht genau weiß wie die Impfung wirkt.

    Noch einmal, die impfen meines Wissens wenig in China, und hatten ja auch kein Problem mit Altersheimen. Da dort die meisten Alten im Familienverband leben, gibt es gar keinen Grund, die alten Leute zu impfen.
    Außerdem sind die alten Leute in den meisten asiatischen Ländern hochgeachtet und niemand hat dort die Ansicht, sie „würden nicht mehr gebraucht.“

    Ich will sagen, die Aussage des Arztes ist billig, die Tatsache ist da: Wenn keiner geimpft wird, so werden auch die Alten nicht geimpft.
    Ich weiß, daß in China vor allem unter Beamten und beim Militär geimpft wird. Aber wie flächendeckend das gemacht wird oder geplant ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Und ich glaube, auch derjenigen des deutschen Arztes.

    Ich würde aber diesen Gedankenaustausch über China gerne bleiben lassen, weil mir kommt vor, da reden ein paar Blinde von der Farbe.

  7. 7 Nestor 16. Januar 2021 um 16:03 Uhr

    Was die Kontaktbeschränkungen und Lockdowns betrifft, so helfen die vor allem, Bergamo-Zustände zu verhindern – mehr ist bei dem Ausmaß der Verbreitung einfach nicht mehr drin, so wie ich die Sache sehe.

  8. 8 Neoprene 16. Januar 2021 um 16:48 Uhr

    Ich glaube auch, daß es den Regierungen mehr um den „Schutz“ der Krankenhäuser geht, als um den Schutz der „vulnerablen“ Gruppen. So sehen jedenfalls ihre Maßnahmenkataloge aus. Und selbst da geht das sehr gemächlich: In Berlin haben sie erst jetzt angefangen, wenigstens die Besatzungen der Notarztwagen der Feuerwehr zu impfen. Die Coronainfektionen lagen insgesamt be den Berufsfeuerwehrleuten übrigens ungefähr doppelt so hoch wie bei der Berliner Bevölkerung (5,8 % zu 3,x).
    Die früher mal so heiß diskutierten Luftfilter für Schulen (1000 wurden bewilligt, also einer(!) pro Schule) werden in Berlin nicht zentral beschafft, sondern daß darf jeder Bezirk machen wie er will. Einige haben ihre paar Filter deshalb schon, andere haben es noch nicht mal geschafft, überhaupt welche zu bestellen.

  9. 9 Nestor 16. Januar 2021 um 16:57 Uhr

    Ich glaube, die Begeisterung für diese Filter hat sich inzwischen gelegt.
    Vielleicht wurden sie woanders schon ausprobiert und brachten nichts.

  10. 10 Neoprene 16. Januar 2021 um 18:53 Uhr

    Ein paar Fundstellen zur Frage der Luftfilter:

    EPA-Filter, wie im Airfresh Clean Connect von Soehnle (Filterklasse: E12) filtern 99,5 Prozent der Schadstoffe aus der Luft. Hepa-Filter der Klasse H13 wie sie im Philips AC2939/10 der Series 2000i , im Mi Air Purifier 3H von Xiaomi und im Beurer LR 310 stecken, machen sogar bis zu 99,97 Prozent aller Allergene bis zu einer Größe von bis zu drei Mikrometer („µm“, entspricht je einem Zehntel Millimeter ) unschädlich. Dazu zählen auch Corona-Luftpartikel.

    Auch wenn sich einige Raumluftfilter aus diesem Test wirksam gegen Viren erwiesen, werden sie vom Umweltbundesamt im Kampf gegen Corona allenfalls als „flankierend“ empfohlen

    Das Robert Koch Institut warnt allerdings davor, beim Einsatz von Filtergeräten auf andere Schutzmaßnahmen zu verzichten. So müsse die Abstandsregel von 1,50 Meter eingehalten oder eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Das Problem: Selbst hoch wirksame Filter können nur Aerosole, also feinste Tröpfchen, aus der Luft entfernen. Das Risiko einer Ansteckung im Nahbereich, etwa bei einer Unterhaltung, reduzieren sie nicht. Auch die indirekte Übertragung durch Viren auf Oberflächen wird nicht gemindert.

    Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass mobile Luftreiniger mit integrierten HEPA-Filtern etwa in Klassenräumen nicht ausreichen, „um wirkungsvoll über die gesamte Unterrichtsdauer Schwebepartikel (z. B. Viren) aus der Raumluft zu entfernen. Dazu wäre eine exakte Erfassung der Luftführung und -strömung im Raum ebenso erforderlich wie eine gezielte Platzierung der mobilen Geräte“.

    „Wenn man einen guten Filter will, der Sars-CoV-2-Viren zuverlässig aus der Luft entfernt, dann muss es ein H14-Schwebstofffilter sein, der nach der EU-Norm EN1822-1 geprüft ist“, sagt Kähler. Schon eine Klasse kleiner reicht nicht: H13-Filter scheiden nur noch die im Vergleich zu Viren deutlich größeren Bakterien zuverlässig ab.

    Manche Kultusministerien haben die Anschaffung der Filter für Schulen allerdings bereits mit Verweis auf die Kosten abgelehnt. Für den SPD-Politiker Lauterbach ist das unverständlich – auch wenn ein Profigerät, das die Luft eines Klassenraums effektiv reinigt, um die 3000 Euro kostet. „Pro Schüler sind das maximal 80 bis 100 Euro“, so Lauterbach. „Kinder dürfen uns nicht weniger wert sein als Wirtschaft.“

  11. 11 Kehrer 16. Januar 2021 um 21:26 Uhr

    Nestor, wenn du meine Links nicht liest, dann brauch ich sie nicht mehr zu bringen. Glaubst du dem ZDF nicht? „Bis Mitte Februar sollen in China 50 Millionen Menschen gegen das Corona-Virus geimpft sein. Die Impfstrategie sieht vor, dass zuerst die 18- bis 59-Jährigen geimpft werden, die arbeitende Bevölkerung mit erhöhter Ansteckungsgefahr im Alltag.“ Es ist schon genau so wie ich das mitgeteilt habe.

    Wahrscheinlich sind es nicht 80% aller Coronatoten, die in Heimen gelebt haben.

    Gut, dann eben b i s z u 86%. https://www.bz-berlin.de/deutschland/bis-zu-86-prozent-der-corona-toten-in-deutschland-kommen-aus-pflegeheimen

    Auch wenn es nicht überall „so“ tragisch ist – tragisch ist das allemal noch.

  12. 12 Neoprene 16. Januar 2021 um 21:30 Uhr

    „Auch wenn es nicht überall „so“ tragisch ist – tragisch ist das allemal noch.“

    Unbestreitbar. Ich wollte nur die Zahl konkretisieren. Und der Skandal bleibt ja, auch wenn es „nur“ 50% statt 86% wären oder sind.

  13. 13 Nestor 17. Januar 2021 um 0:38 Uhr

    @Kehrer

    Glaubst du dem ZDF nicht?

    Im Grunde nein. Wo die den Impfplan herhaben, weiß ich nicht. Aber seis drum. Vielleicht wollen die chinesischen Häuptlinge wirklich so viele Leute durchimpfen. Mir fehlt allerdings die Begründung, warum. Wenn es ohnehin kaum Fälle gibt und die Wirtschaft brummt, warum dann so viele Leute impfen?

    An dem mit den alten Leuten halte ich fest. Es gibt in China keinen Grund, sie zu impfen. Sie sind dort keine gefährdete Gruppe.

    Ich habe gerade aus Ungarn eine komische Kritik an der Impfung gelesen.
    Eine dortige Gruppe von EU-Fans – ich weiß nicht, wieviele Mediziner und Pfleger die überhaupt repräsentieren – schimpft auf die Entscheidung der Regierung Orbán, Impfstoff von Sinopharm anzukaufen, mit der Begründung, der sei nicht zeitgemäß!
    Dieser Impfstoff ist offenbar so wie die bisherigen Grippe-Impfstoffe aus deaktivierten Viren hergestellt. Und das halten sie für hoffnungslos überholt. Aus dem 19. Jahrhundert, hilft nix, schadet nix, so lautet der Tenor dieses Schriebes.
    Modern und effektiv – so hätten manche Impf-Fans in Ungarn den Impfstoff, um sich als verläßliche Partner deutscher Labor-Wertarbeit zu präsentieren.

  14. 14 Kehrer 17. Januar 2021 um 1:12 Uhr

    Es gibt ja noch mehr Artikel als den einen, da ist von zwei Dritteln die Rede, die in Heimen versterben. Einen Durchschnitt über Deutschland gibt es anscheinend nicht. In BW sind es weniger. Ein Skandal bleibt es.

    Nestor du hast immer noch nicht die Links angeklickt. Oder machst du das prinzipiell nicht, weil es sich um deutsches Fernsehen handelt? Wenn du dir den Link angeschaut hättest, dann hättest du festgestellt, dass China offiziell seine Impfstrategie vorgestellt hat. Kannst du nicht bitte mal versuchen dir deine Ignoranz abzugewöhnen. Da präsentiert man dir die Fakten auf dem Silbertablett und du weißt es besser als das öffentlich rechtliche Fernsehen, das in Deutschland mit einer Zwangsabgabe finanziert wird. Verstehst du, die können wenn sie wollen ganze Heerscharen von chinesischen Übersetzern anstellen, da werden sie wohl wissen was die chinesische Führung als Impfstrategie sich zurechtgelegt hat.

    „Mir fehlt allerdings die Begründung, warum. Wenn es ohnehin kaum Fälle gibt und die Wirtschaft brummt, warum dann so viele Leute impfen?“ Du hast aber schon mitgekriegt, dass die wegen ein paar Fällen eine ganze Region dicht gemacht haben. Die schätzen das Virus, also als große Gefahr für China ein. Du hast weiterhin mitgekriegt, dass die Chinesen der Welt zeigen wollen wie toll sie mit dem Virus fertig werden und du kennst die Versprechen die sie afrikanischen und vielen anderen Staaten wegen der Bereitstellung von Impfstoffen gemacht haben. Und da wunderst du dich, dass China eine Impfstrategie hat.

    „Außerdem sind die alten Leute in den meisten asiatischen Ländern hochgeachtet und niemand hat dort die Ansicht, sie „würden nicht mehr gebraucht.“ Das kann ja sein. Aber daraus zu schließen sie seien keine gefährdete oder Risikogruppe ist falsch. Dann ist Corona wohl doch ein chinesisches Virus, wenn dort die Alten verschont bleiben, während auf der ganzen übrigen Welt hauptsächlich die über 80jährigen sterben. Vielleicht sollten sich die Pflegeheime in Deutschland mit Lämmerblut einen chinesischen Drachen über den Türsturz malen, damit sie wie einst die Israeliten vom Virus verschont bleiben.

    Hier übrigens noch ein Beleg. Diesmal von Indonesien, das auch mit dem chinesischen Impfstoff impft und „zufälligerweise“ hat Indonesien dieselbe Strategie wie China.

    Nach dem medizinischen Personal, Beamten und religiösen Führern sollen es nämlich zunächst die 18- bis 59-Jährigen sein. Das hat mehrere Gründe: Zum einen ist der chinesische Impfstoff in Indonesien nur an ihnen getestet worden, daher sollen die Älteren abwarten, bis das Gesundheitsministerium sie über die Sicherheit des Impfstoffs informieren kann, so heißt es offiziell. Zum anderen gelte: „Es wird helfen, die Wirtschaft wieder anzukurbeln“, so Widodo.

    Gemäß der alten Regel: „It’s the economy, stupid.“ Die arbeitende Bevölkerung soll als erste Sicherheit erhalten, damit sie wieder ans Werk gehen kann, aber dabei nicht die Krankheit mit nach Hause zu den Alten und Schwachen bringt – viele Indonesier leben in Mehr-Generationen-Haushalten.

    https://www.tagesschau.de/ausland/asien/impfstrategie-indonesien-101.html Aber halt auch bloß deutsche Tagesschau.

  15. 15 Nestor 17. Januar 2021 um 23:51 Uhr

    Noch einmal: Die Alten sind dort keine besondere Risikogruppe, weil sie nicht in Abstellräumen für Unbrauchbare aufbewahrt werden, wie hier. Sie sind auch im Schnitt um Einiges besser beinander als die Alten hier.
    Das habe ich schon öfter dargelegt, daß es nicht das Alter allein ist, was die Alten in unseren Breiten gefährdet.

    Ich glaube schon, daß China eine Impfstrategie hat, aber warum? Anstatt mir Links zu schicken, die ich zugegebenerweise nicht aufgemacht habe, weil ich Wichtigeres zu tun hatte, kannst du ja das vielleicht herauskriegen und der Welt mitteilen.

    In Indonesien ist es etwas anderes, dort hat sich das Coronavirus sehr ausgebreitet und dort hoffen sie es durch Impfen in den Griff zu kriegen.

  16. 16 Kehrer 18. Januar 2021 um 1:17 Uhr

    „Noch einmal: Die Alten sind dort keine besondere Risikogruppe, weil sie nicht in Abstellräumen für Unbrauchbare aufbewahrt werden, wie hier.“

    Wie kann man nur so einen apodiktischen Quatsch erzählen. Wer nicht in einem Altenghetto lebt, hat vielleicht ein vergleichsweise geringeres Risiko, weil es kein Personal gibt das mit vielen Leuten zu tun hat. Die Anzahl der Kontakte ist im Heim größer, weil sich die Pflegekräfte um viele Patienten kümmern müssen. Auch dadurch, dass von Außen Besuch kommt. Und auch dadurch, dass viele Menschen in einem Gebäude beisammen sind.

    Dafür ist in China der Familienverband größer und gerade in Italien wurde das als Grund angegeben, dass dort soviele Alte gestorben sind. Ja es ist nicht das Alter allein, aber es ist das Alter zum großen Teil. Das Immunsystem ist einfach schlechter beieinander im Alter und das ist in China nicht anders. Hierzulande wird eben auch nicht nur in Heimen gestorben. Die Alten sterben auch an Corona, wenn sie nicht im Heim sind. Fazit: Zu behaupten in China seien die Alten keine Risikogruppe ist einfach Blödsinn.

    „Ich glaube schon, daß China eine Impfstrategie hat, aber warum?“

    Oben stehen ein paar Argumente. Geh wenigstens drauf ein. Gegen deine Bockigkeit und deine Weigerung Argumente und Links zur Kenntnis zu nehmen, kann ich nicht anargumentieren. Und will es auch nicht.

    „weil ich Wichtigeres zu tun hatte, „

    Und ich habe wichtigeres zu tun als deine e i n g e s t a n d e n e Ignoranz als Gegenargument zu nehmen. Wenn du nicht willst, dann eben nicht.

    „kannst du ja das vielleicht herauskriegen und der Welt mitteilen.“

    Jetzt schlägt’s aber dreizehn. Das hab ich doch! Dass du „Wichtigeres“ zu tun hast als deinen eigenen Blog zu lesen, dafür kann ich nichts. Ist dir eigentlich gar nichts peinlich? Wie gehst du denn mit den Leuten um? „All I‘m askin‘(Oo) Is for a little respect Hey baby (just a little bit)“ Denk mal darüber nach.

    „In Indonesien ist es etwas anderes, dort hat sich das Coronavirus sehr ausgebreitet und dort hoffen sie es durch Impfen in den Griff zu kriegen.“

    Das Argument war nicht, dass Indonesien eine Impfstrategie hat, sondern das es seine Impfstrategie 1:1 von den Chinesen abkupfert, nicht zuletzt weil von dort der Impfstoff kommt.

    Übrigens gab es vorhin eine gute Reportage: Corona – Impfen um jeden Preis? Die Reportage ist gut, weil sie nicht dem gleichgeschalteten bundesdeutschen Pressemainstream gehorcht. Sogar für nestor, der den deutschen Medien ja prinzipiell nichts glaubt, könnte das was sein – lief nämlich auf Servus TV.

  17. 17 Nestor 18. Januar 2021 um 12:59 Uhr

    @Kehrer

    Wie kann man nur so einen apodiktischen Quatsch erzählen.

    Mäßige deinen Tonfall bitte.
    Du bestätigst doch im Folgenden nur das, was ich geschrieben habe: Altersheime sind Hochrisikozonen.
    Ich habe Beschimpfung nicht gerne, wenn du dich nicht anders mit jemandem ins Benehmen setzen kannst, so werde ich dich in Zukunft wieder sperren.

  18. 18 NN 18. Januar 2021 um 21:52 Uhr

    Verlängerte Maßnahmen erwartet
    Debatte vor nächstem Bund-Länder-Treffen am Dienstag

    Vor den Beratungen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Coronakrise zeichnete sich am Montag eine Verlängerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis in den Februar hinein ab. Zusehends in den Blick rückt dabei auch, das Arbeiten von zu Hause breiter durchzusetzen. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten wollen an diesem Dienstag erneut beraten – der kürzlich verschärfte Shutdown ist vorerst bis Ende Januar vorgesehen.

    Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte am Sonntag abend gegenüber Bild, er gehe davon aus, »dass das schon 14 Tage sein können, die noch einmal dazukommen«. Die SPD-Parteivorsitzenden Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken erklärten am Montag, dass es weniger um »Verschärfung durch zusätzliche Maßnahmen als um Verschärfung durch eine konsequentere Anwendung« gehe. Derzeit arbeiteten lediglich 15 Prozent der Beschäftigten im Homeoffice.

    Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) äußerte sich skeptisch zu einer eventuellen FFP-2-Maskenpflicht. Bevor eine solche beschlossen werde, müsse klar sein, ob die Masken auch in ausreichenden Mengen zur Verfügung stünden. »Da gibt es unterschiedliche Nachrichten«, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. Es dürfe nicht zu einem Engpass, etwa in medizinischen Bereichen kommen.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verwies am Montag in Berlin auf neue Virusvarianten, die sich offenbar leichter ausbreiten. Positive Coronatests sollen ihm zufolge künftig systematischer auf den genauen Virustyp untersucht werden. Labore, die solche Gensequenzierungen vornehmen, sollen mit einer neuen Verordnung von diesem Dienstag an verpflichtet werden, die Daten an das Robert-Koch-Institut (RKI) zu übermitteln. Sie bekommen dann 220 Euro pro Datenübermittlung als Vergütung.

    Dem RKI haben die deutschen Gesundheitsämter am Dienstag 7.141 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Das sei der niedrigste Wert an Neuinfektionen seit dem 20. Oktober. Allerdings seien aus Rheinland-Pfalz am Sonntag Daten unvollständig übermittelt worden, teilte eine RKI-Sprecherin am Montag mit. Außerdem wurden 214 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden registriert, wie das Institut am Montag bekanntgab. (dpa/jW)

  19. 19 Nestor 18. Januar 2021 um 23:23 Uhr

    Positive Coronatests sollen ihm zufolge künftig systematischer auf den genauen Virustyp untersucht werden.

    War bisher wohl nicht so.

  20. 20 Kehrer 19. Januar 2021 um 1:03 Uhr

    „Mäßige deinen Tonfall bitte.“ Entschuldigung, aber manche Dinge kann man nicht höflich ausdrucken. Das ist nunmal apodiktischer Quatsch und zwar ganz objektiv und wenn hier schon Objektivität nicht mehr geht, weil man von dir dann zur Ordnung gerufen wird, dann bin ich ganz schnell raus hier. Dafür ist nämlich mir meine Zeit zu schade vor dir den Bückling zu machen, weil du hier die Macht hast. Das musst du schon schlucken, wenn du kein Gegenargument weißt.

    „Du bestätigst doch im Folgenden nur das, was ich geschrieben habe: Altersheime sind Hochrisikozonen.“ Du hast nicht geschrieben, dass Altersheime Hochrisikozonen sind. Da hätte ich dir nämlich zugestimmt. Du hast geschrieben, dass Alte in China keine Risikogruppe sind. Du hast ein Urteil über China abgegeben. Und jetzt hätte ich gerne, dass du dieses Urteil, weil es falsch ist, hochoffiziell zurücknimmst. Oder steht dir da dein Ego im Weg?

    „Ich habe Beschimpfung nicht gerne,“ Ich auch nicht und ich habe keine Beschimpfung ausgesprochen. Die müsstest du mir erstmal zeigen. Ich halte es aber für völlig unter aller Kanone Links nicht zu lesen und im gleichen Atemzug von anderen Links einzufordern.

    Ach ja. Und geh auf meine Argumente ein, wenn du nicht mit ihnen einverstanden bist und ignoriere sie nicht. Das ist nämlich auch eine Frage der Höflichkeit. Argumente muss man widerlegen und sie nicht ignorieren. Wenn du sie ignorieren willst und dich nicht damit auseinandersetzen willst, dann sag wenigsten nichts dazu. Ich mache hier Recherche und du wischt sie einfach vom Tisch, weil du angeblich was wichtigeres zu tun hast. Ist ja in Ordnung, wenn du lieber Spazieren gehst oder sonstwas machst, aber bist du echt der Meinung das sei ein Argument? Ein Argument das du dich auch noch traust öffentlich zum Besten zu geben?

    Weißt du was ich für eine Beschimpfung halte? Wenn jemand Links nicht liest mit der Begründung, dass er Wichtigeres zu tun hat. Das ist nämlich nicht nur Missachtung, sondern das ist schon Verachtung. Das heißt nämlich: Was willst du kleiner Wurm eigentlich? du bist es doch gar nicht wert, dass ich großartige Persönlichkeit mich mit deinem Geschwafel auseinandersetze – ich habe schließlich besseres zu tun als deinen Geistesergüssen zu folgen. So ein Verhalten könnte ich ja noch akzeptieren, wenn das was du sagst richtig wäre. Ist es aber nicht. Und das geht m.E. gar nicht.

  21. 21 Nestor 19. Januar 2021 um 15:21 Uhr

    @Kehrer

    Ich habe keine große Freude, wenn ich sozusagen auf eine Meta-Ebene übergehen muß, aber seis drum:

    1. Ich habe auch anderes zu tun als diesen Blog.
    2. Der macht zudem einiges an Arbeit, z.B. Inhaltsverzeichnisse updaten, Posts freischalten oder löschen und selber Beiträge verfassen.
    3. Zusätzlich muß ich ihn bald übersiedeln, weil Blogsport zusperrt.

    Ich habe daher nicht immer die nötige Konzentration, um auf Posts zu antworten, mir alles an Links hineinzuziehen, und es ist mir außerdem fremd, immer auf Teufel-komm-raus recht behalten zu wollen.

    Wenn du diese Lockerkeit nicht verträgst, dann poste nicht hier.

  22. 22 NN 19. Januar 2021 um 15:38 Uhr

    @Nestor
    „Zusätzlich muß ich ihn bald übersiedeln, weil Blogsport zusperrt.“

    Steht denn schon fest, wohin du umziehst?

  23. 23 Nestor 19. Januar 2021 um 16:52 Uhr

    Ich habe mit immerda.ch eine Art Abkommen, aber wie die Übersiedlung dorthin ausschaut, weiß ich nicht, weil ich dafür einen Computer-Fuzi habe, der sich das alles erst einmal anschauen muß.
    Ich habe aus politischen Gründen versucht, etwas außerhalb Österreichs, und sogar der EU zu finden.

    Falls die Sache über die Bühne gegangen ist, so werde ich natürlich überall Hinweise posten.

  24. 24 Phineas 19. Januar 2021 um 19:05 Uhr

    ZeroCovid: Ein Irrweg der Linken

    Nach monatelangem Schweigen haben linke Aktivisten einen politischen Appell zur Pandemiebekämpfung gestartet. Ein europaweiter und verschärfter Lockdown müsse kommen, dieser soll allerdings „solidarisch gestaltet“ sein. Das ist ein Etikettenschwindel, denn mit ihren Vorschlägen forcieren die Initiatoren eine unsoziale Politik, die sich weit von demokratischen Prinzipien entfernt hat.

    „Für einen solidarischen europäischen Shutdown“, lautet die Forderung der Initiative ZeroCovid. Die Strategie von „Flatten the Curve“ sei gescheitert, deshalb müsse die Regierung nun konsequenter vorgehen. Das neue Ziel lautet: Crush the Curve – Zerschlage die Kurve. „Das Ziel darf nicht in 200, 50 oder 25 Neuinfektionen bestehen – es muss Null sein.“

    Beitrag:

    https://multipolar-magazin.de/artikel/zerocovid-irrweg

    Der oben kritisierte „linke“ Aufruf hier:

    https://zero-covid.org/

  25. 25 Nestor 19. Januar 2021 um 23:51 Uhr

    In dem Lockdown-kritischen Artikel werden verschiedene Dinge durcheinandergeworfen:

    Obwohl die Regierungen sehr unterschiedliche Maßnahmen (Grenzschließungen, Lockdowns) anwandten, verliefen die Ansteckungs- und Sterblichkeitskurven in den untersuchten Ländern sehr ähnlich. Ein Zusammenhang mit den politischen Vorgehensweisen konnte nicht belegt werden. Andere Faktoren (Demografie, Gesundheit, Entwicklung, Umwelt) waren wichtiger.

    Komisch. Ich schaue mir regelmäßig verschiedene Kurven und Verläufe an, sie sind überall unterschiedlich.
    Was mit den anderen „Faktoren“ und „wichtiger“ ausgedrückt sein soll, ist mir erst recht unklar. Faktoren von was und wichtig für was?

    Abgesagte oder verschobene Operationen, die Versorgung von Krebs-, Schlaganfall- oder Herzpatienten und die Aussetzung von Früherkennungsmaßnahmen dürften zu vielen zusätzlichen Todesfällen geführt haben.

    Das alles geschieht nicht deswegen, weil es Lockdowns, also Sperren von Geschäften, Bars usw. gibt, sondern deswegen, weil die Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten voll sind.

    Die wichtigsten politischen Aktionsformen der Lockdown-Verlierer sind Demonstrationen und Streiks

    Allerdings mit wenig Effekt, was ihre zweifelsohne prekäre Situation betrifft.

    Was den linken Aufruf betrifft, so merkt man daran die grenzenlose prostaatliche Energie, die diese Art von Linken verströmt: Vater Staat wird es schon richten, wenn ihr alle brav seid.

    Ich kann beiden Statements wenig abgewinnen.

    Das Problem bei den ganzen bisherigen Lockdowns ist ihre Halbherzigkeit.
    Im Frühjahr gelang es in vielen Ländern mit strengen Lockdowns, die Zahlen nach unten zu drücken, und dann war die Möglichkeit gegeben, durch Contract tracing und Quarantänen lokale Ansteckungsherde einzugrenzen.
    Aber da wollte man auf Seiten der Politiker-Entscheidungsträger lieber glauben, das Schlimmste sei vorbei, und die Wirtschaft wieder ankurbeln. Und keiner wollte die Kosten für die Kontakt-Tracer übernehmen. So war es zumindest in Österreich.

    Dann kam der Herbst und die – angekündigte! – 2. Welle und die Wirtschaftskammer und die Unternehmerverbände marschierten auf und sagte: Noch so ein vollständiger Lockdown, das halten wir nicht aus! Und dann kam erst ein halber, und dann noch einmal ein halber, und so weiter.

    Und seither weiß niemand ein noch aus und jede Maßnahme blamiert sich spätestens 2 Wochen später als wirkungslos.

    Der einzige positive Effekt ist das Vermeiden von Bergamo-Zuständen, aber das wars eben auch schon.

  26. 26 Nestor 20. Januar 2021 um 0:12 Uhr

    Doch seit dem März 2020 scheinen diese eigenen herrschafts- und kapitalismuskritischen Denktraditionen wie weggeblasen zu sein.

    Aber nein.
    Die ganze Neoliberalismus-Kritik lebt doch vom guten Glauben an die eigene Herrschaft und ihre Werte, die sie durch „maßloses Gewinnstreben“ gefährdet sehen.

    Die Trostlosigkeit der Neoliberalismus-Kritik: DIE SELBSTBEWUSSTE LEUGNUNG DER WIRKLICHKEIT

  27. 27 Anthrazit 20. Januar 2021 um 9:00 Uhr

    Das Lästige beim Argumentieren mit den Querdenkern ist, dass diese weder ihre Kritik am Kapitalismus noch die an der Linken erst mal für sich ernst nehmen, sondern, unter falschen Hinweisen auf eine relative Ungefährlichkeit des Virus, beides darin kulminieren lassen, von allem sowieso eher gar nichts halten zu wollen. Staat sei verkommen, Linke sei verkommen, Virus sei relativ ungefährlich. Hauptzweck des Argumentierens ist also leider nicht Erkenntnis. Sondern moralische Einsortierung. Daher interessieren die Details dann schon gar nicht mehr, bzw. nur noch dafür. Zum Beispiel in dieser These, in der von der Linken nicht die Rede ist. Sondern von der sonstigen Hauptdiagnose der Querdenker:

    „Die Bilder von Bergamo zeigen keine Viruserkrankung in erster Linie, sondern ein durch falsche Führung und insuffiziente Organisation zusammenbrechendes lokales Gesundheitssystem, das nicht adäquat ausgestattet und nicht vorbereitet war.“

    Wie wird hier der Zweck des kapitalistischen Gesundheitssystems bestimmt?

    Warum wird Wert gelegt auf eine „abwägende“ Argumentation „keine in erster Linie, sondern…“, – als seien die beiden Seiten der Abwägung von gleicher Art?

  28. 28 Leser 20. Januar 2021 um 9:11 Uhr

    Suitbert Cechura: Der falsche Kurs der Impfskepsis

    Wenn Impfen zu einer Frage der Solidarität oder Pflicht wird

    (…) Gegen Virenerkrankungen gibt es bislang so gut wie keine effektiven Medikamente. Durch eine Impfung wird der Körper dazu angeregt, Widerstandskräfte gegen Viren zu entwickeln und damit einer drohenden Erkrankung zu entgehen. Die schnelle Entwicklung von Impfmitteln in der jetzigen Pandemie gilt geradezu als ein großer Erfolg der Medizin beziehungsweise der Pharmazie. Dass es gegen ein solches Mittel Vorbehalte gibt, auch zu großen Teilen beim medizinisch gebildeten Personal, ist schon verwunderlich und Grund zum Nachdenken.

    Schließlich wird doch immer wieder auf die strenge Überprüfung dieses Mittels verwiesen, bevor es eine staatliche Zulassung erhält. Dabei ist dieses Verfahren verräterisch. Wieso braucht es eigentlich staatliche Prüfstellen für die Zulassung solcher Mittel? Sind nicht die staatlichen Zulassungsstellen selber institutionalisierte Impfskepsis?

    Eine solche staatliche Überprüfung wäre doch gänzlich überflüssig, wenn der Wissenschaft zu vertrauen wäre, dass sie ihr Bestes gibt, um die Menschen vor den Gefahren einer Infektion zu schützen. Dann reichte eine sorgfältige Prüfung unter den anerkannten Experten vollkommen aus…

    (Forts.):

    https://www.heise.de/tp/features/Der-falsche-Kurs-der-Impfskepsis-5030122.html?seite=all

  29. 29 Nestor 20. Januar 2021 um 11:13 Uhr

    In dem von Phineas geposteten Multipolar-Artikel läuft die Botschaft letztlich darauf hinaus, daß das Virus und die Lockdowns, wenn schon nicht ganz erfunden, aber willkommene Anlässe für „Umverteilung“ sind.

    Aus diesem Anlaß ist einmal darauf hinzuweisen, daß weder Verteilung noch Umverteilung zu den Zielen des bürgerlichen Staates gehört.
    Der vorliegende gesellschaftliche Reichtum ist durch die Eigentumsordnung im Besitz verschiedener Individuen. Das Privateigentum unter den Begriff „Verteilung“ einzuordnen wäre verkehrt.
    Bei „Verteilung“ ist eine Instanz vorgestellt, der eigentlich alles gehört und die es den einen gibt und den anderen nimmt.
    Beim Privateigentum entäußert sich jedoch die Staatsgewalt und überläßt es seinen Bürgern, sich innerhalb gewisser rechtlicher Rahmenbedingungen darum zu raufen.

    Daß das alles nicht vom Himmel fällt oder aus der Menschennatur kommt, hätte man spätestens nach der Selbstaufgabe der Sowjetunion und ihrer Satellitenstaaten bemerken können, als tatsächlich das staatliche Eigentum bei allen möglichen undurchsichtigen „Privatisierungen“ an die Rücksichtslosesten übergeben wurde, mit der Auflage: Bereichert euch!

    Die Idee der Verteilung ist ein staatsbürgerliches Ideal, das unbedingt immer der politischen Klasse nachgetragen wird, immer zusammen mit der Beschwerde, daß sie ihrer vorgestellten Rolle nicht nachkommt: Anstatt von oben nach unten zu verteilen, mache sie es genau umgekehrt!

    Ich weiß nicht, was bei diesem Gejammer anderes herauskommen soll als die Bekräftigung des guten Glaubens an die „eigentlichen“ schönen Zwecke der Staatsgewalt.

  30. 30 NN 20. Januar 2021 um 23:35 Uhr

    Kein Plan, nirgends
    EU berät über Umgang mit der Coronakrise
    Jörg Kronauer

    »Es muss fix gehen«: Finanzminister Olaf Scholz mahnte beim Onlinetreffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister am Dienstag energisch zur Eile. Die Runde befasste sich mit allerlei Maßnahmen, die im Kampf gegen die Coronakrise helfen sollen; diese aber schlägt länger und härter zu, als so mancher gedacht hätte. Über 400.000 Todesopfer verzeichnet die EU inzwischen, mehr als die wegen ihres desaströsen Umgangs mit der Pandemie weltweit in Verruf geratenen USA. Und wenngleich die Bevölkerung der Union größer, ihre Sterbequote also – noch – ein wenig geringer ist: Die EU taumelt von Lockdown zu Lockdown vor sich hin. Hatte es Anfang 2020 mit Blick auf die harten Schritte, die China damals im Kampf gegen die Pandemie einleitete, nicht immer wieder geheißen, im »freien Westen« seien solche Maßnahmen ganz unvorstellbar? Die Überheblichkeit der alten Kolonialmächte rächt sich nun: Auch der Westen kommt, wie sich zeigt, nicht ohne drastische Schritte aus, und da sie viel zu spät erfolgen, dauern sie auch länger an.

    Und zwar so viel länger, dass trotz aller falschen Rücksichtnahme auf Interessen der Industrie die Wirtschaft ernsthaft ins Wanken zu geraten droht. Während Chinas Wirtschaft 2020 letztlich sogar gewachsen ist, ist die der EU doppelt so stark eingebrochen wie diejenige der USA. Gestern befassten sich die Wirtschafts- und Finanzminister mit der Welle an Unternehmenspleiten, die in diesem Jahr auf die europäischen Banken zuzurollen droht. Was tun, um ein Abgleiten in eine desaströse Finanzkrise zu vermeiden? Scholz und Kollegen beschlossen nun dazu, den Sekundärmarkt für faule Kredite auszubauen, um die Banken zu entlasten; es wird also schon jetzt recht wild jongliert. Außerdem ging es am Dienstag um das 750 Milliarden Euro schwere Coronahilfsprogramm, auf das sich die Union Ende vergangenen Jahres mit Hängen und Würgen einigen konnte. Auf den Beschluss folgen, wie üblich, die Mühlen der Bürokratie; bis die EU-Staaten ihre Pläne in Brüssel einreichen dürfen, um sich die Gelder bewilligen zu lassen, wird der Februar vergangen sein, und bis die Bewilligung dann erfolgt, vergeht noch mehr kostbare Zeit.

    Nicht ohne Grund dringt Scholz auf Tempo: Die Krise wartet nicht auf die EU – und Entspannung an der Virenfront, die auch die Wirtschaft entlasten könnte, zeichnet sich nicht ab. Neue Virusmutationen lassen ein Ende der Lockdowns außer Sicht geraten; die Impfungen wiederum kommen in der EU, die sich fälschlich immer noch für das Zentrum des globalen Fortschritts hält, deutlich langsamer voran als anderswo. Das verlängert vor allem natürlich menschliches Leid, daneben aber auch das Siechen von Teilen der Wirtschaft. Kaum drei Monate ist es her, da befand Entwicklungsminister Gerd Müller in der Welt, die EU habe »das Zeug zur Weltmacht«. In der Coronakrise, soviel darf man festhalten, bestätigt die Union diese stolze These nicht.

  31. 31 Nestor 21. Januar 2021 um 11:36 Uhr

    Kaum drei Monate ist es her, da befand Entwicklungsminister Gerd Müller in der Welt, die EU habe »das Zeug zur Weltmacht«.

    Wenn man sich erinnert, daß die EU in Maastricht mit dem Anspruch angetreten ist, Weltmacht zu werden, ist es eigentlich ein Eingeständnis des Scheiterns, wenn 28 Jahre später gesagt wird, sie hätte das Zeug dazu.

  32. 32 Nestor 21. Januar 2021 um 12:05 Uhr

    Scholz und Kollegen beschlossen nun dazu, den Sekundärmarkt für faule Kredite auszubauen, um die Banken zu entlasten; es wird also schon jetzt recht wild jongliert.

    Das heißt auf gut Deutsch, daß jede nötige Finanzsumme aus EZB und den jeweiligen Nationalbanken zur Verfügung gestellt wird, um Bad Bank-artige Parkplätze für uneinbringliche Bankschulden einzurichten.
    D.h., die Zusage wird gemacht, auf jeden Fall mit Staatskredit den Bankkredit zu stützen – und daran die Forderung geknüpft, daß die Banken ihrerseits auch ohne Einschränkung den Staatskredit zu stützen, also Staatsanleihen zu kaufen haben.

    Es hat hier auf dem Blog seit einiger Zeit von Neoprene und Krim/Kehrer wohlbegründete Zweifel gegeben, daß das ewig gutgehen könnte, aber bisher hat sich das Finanzsystem auf diese Art und Weise voranbewegt.

  33. 33 Nestor 21. Januar 2021 um 12:06 Uhr

    Seufz. Den Beitrag zur Impfung mußte ich wieder übersiedeln, das macht viel Arbeit.

  34. 34 Nestor 22. Januar 2021 um 10:23 Uhr

    @Neoprene

    Auch den Beitrag zur Impfung mußte ich übersiedeln.
    Ist das wirklich so schwierig, einen Beitrag zur Impfung unter dem Thema Impfung zu reihen?

  35. 35 Phineas 23. Januar 2021 um 18:34 Uhr

    Linksradikale kritisieren die #ZeroCovid-Bewegung

    Ein linkes Bündnis um die Rechtsanwältin Christina Clemm aus Berlin, die im Impressum steht, fordert #ZeroCovid. Sie wollen einen europaweiten totalen Lockdown, auch die Industrie soll komplett lahmgelegt werden. Sie wollen, dass es null weitere SARS-CoV-2 Infektionen gibt.

    Der Aufruf setzt so ein:

    „Nach einem Jahr Pandemie sind wir in ganz Europa in einer äußerst kritischen Situation. Tausende Menschen sterben jeden Tag und noch viel mehr erkranken. Das neue Coronavirus breitet sich rasend schnell aus, von Mutationen noch beschleunigt. Die Maßnahmen der Regierungen reichen nicht aus: Sie verlängern die Pandemie, statt sie zu beenden, und gefährden unser Leben.“

    Daran sieht man bereits wie unwissenschaftlich und Panik getrieben hier agitiert wird. Es gibt nicht den Hauch eines wissenschaftlichen Belegs, dass es nun auch noch eine gefährlichere Variante von Corona gibt. Wer stirbt und wo? Seit wann sterben im Winter nicht schon immer mehr Menschen? Wie gefährlich soll ein Virus für die gesamte Menschheit sein, wenn die Weltgesundheitsorganisation wissenschaftlich belegt zeigt, dass die Infektionssterblichkeit bei ca. 0,23 Prozent oder darunter liegt wie bei 0,14 Prozent – basierend auf über 750 Millionen „Infektionen“ weltweit, Stand Oktober 2020, mittlerweile werden es noch weit mehr Menschen sein, die mit SARS-Cov-2 in Berührung kamen, wobei fast alle davon nichts merkten oder kaum Symptome hatten.

    Nach einer ganz aktuellen neuen Festlegung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 20. Januar 2021 ist ein bloßes positives PCR-Testergebnis kein Beweis dafür, dass ein Mensch infektiös, also ansteckend ist. Ohne das Öffentlichmachen des Ct-Wertes, also des Anreicherungswertes, der nicht über 26 oder 30 liegen darf, aber de facto fast überall weit über 30 liegt (darüber berichtete die New York Times schon vor Monaten) und ohne ärztliche Untersuchung eines positiv getesteten Patienten ist überhaupt keine Krankheit oder eine Ansteckungsgefahr für andere vorhanden. Damit ist einer der Hauptgründe der nicht definierten „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, wie sie der Deutsche Bundestag festlegte, dahin. Die ganze Krise basiert ja zu 100 Prozent auf diesen PCR-Tests. Zu keinem Zeitpunkt seit März 2020 war das deutsche Krankenhaussystem überlastet, auch das hat von Anbeginn diese „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ als illegal und absurd erscheinen lassen, bis heute.

    Ganzer Beitrag:

    https://www.clemensheni.net/linksradikale-kritisieren-die-zerocovid-bewegung/

  36. 36 Neoprene 23. Januar 2021 um 19:07 Uhr

    „Die ganze Krise basiert ja zu 100 Prozent auf diesen PCR-Tests. Zu keinem Zeitpunkt seit März 2020 war das deutsche Krankenhaussystem überlastet.“

    Welche Belege bzw. Statistiken gibt es denn für diese Thesen?

    Was ich dazu auf die Schnelle gefunden habe, beestätigt diese Entwarnung leider nicht:

    „Mit dem rasanten Anstieg der Infiziertenzahlen ist auch die Zahl der in den deutschen Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten spürbar gestiegen. Die Zahl der Intensivpatienten spiegelt die Zahl der Neuinfektionen vor mehreren Wochen. Derzeit verzeichnen wir einen leichten Rückgang der Patientenzahlen auf den Intensivstationen. Ob dies nur ein kurzer Trend oder eine nachhaltige Entwicklung ist, bleibt abzuwerten. Mit rund 5800 intensivbehandelten Covid-19-Erkrankten hat die Belegungszahl Anfang Januar ihren (bisherigen) Höhepunkt erreicht. Im Frühling lag der Höchstwert mit ca. 2900 bei genau der Hälfte.

    Mit wachsender Zahl von Covid-19-Patienten verringern sich vor allem die Intensivkapazitäten stetig. Dabei verringert sich nicht nur die Zahl der freien Intensivbetten, sondern auch deren Gesamtzahl. Hintergrund ist, dass ein Covid-19-Patient weitaus mehr Pflegepersonal beansprucht als ein durchschnittlicher Intensivpatient. Da die Zahl der Intensivbetten nicht die bloße Bettenzahl abbildet, sondern die Zahl der mit ausreichend Personal betreibbaren Intensivbetten, müssen wir dieses Phänomen registrieren. … Seit November verzeichnen die Krankenhäuser regionale Engpässe im Intensivbereich. In der Folge müssen Patienten in andere Krankenhäuser verlegt werden. Um mehr Kapazitäten freihalten zu können, fahren die Krankenhäuser die Regelversorgung nach Bedarf herunter. „

    https://www.dkgev.de/dkg/coronavirus-fakten-und-infos/

    „Zweite Welle: Intensivstationen stehen zunehemend unter Druck
    Bis kurz vor Weihnachten verweilte die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf hohem Niveau. Gerade das sorgt dafür, dass die Intensivstationen zunehmend unter Druck geraten. Denn neben dem Normalbetrieb müssen die Intensivmediziner auch weiterhin eine konstant hohe Zahl an Corona-Patienten behandeln. So zeigt die folgende Grafik deutlich, wie mit dem Aufkommen der zweiten Welle auf immer mehr Intensivstationen in den norddeutschen Landkreisen die Kapazitäten knapper wurden. Waren Ende April in nur wenigen Kreisen die Intensivstationen mehr als 80 Prozent ausgelastet, sind es zum Beispiel am 17. Dezember schon 33 Kreise, deren Krankenhäuser kaum noch Kapazitäten für Intensiv-Patienten frei haben.“

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/Corona--Intensivbetten-Norddeutschland-Deutschland-Kapazitaet-Auslastung,intensivbettenhintergrund100.html

  37. 37 Nestor 23. Januar 2021 um 19:24 Uhr

    @Phineas

    Ich bin schon einmal mit dem Titel des Artikels überfordert:

    „Linksradikale kritisieren die #ZeroCovid-Bewegung“

    Wer ist jetzt links bzw. linksradikal? Die, die einen totalen Lockdown fordern oder die, die diese Leute kritisieren?
    Ich kann bei beiden nicht entscheiden, ob und wie seht die „linksradikal“ sind, was immer das heißen mag.

    Daran sieht man bereits wie unwissenschaftlich und Panik getrieben hier agitiert wird.

    Leider ist die Gegenposition um nichts wissenschaftlicher.

    Es gibt nicht den Hauch eines wissenschaftlichen Belegs, dass es nun auch noch eine gefährlichere Variante von Corona gibt.

    Nachdem die Verfasser dieses Gegentextes meinen, auch Covid-19 selbst sei harmlos, ist diese Formulierung zumindest zweideutig, wenn nicht umsinnig.
    Wenn man jedoch davon ausgeht, daß es sich um eine Krankheit besonderer Art handelt, so ist natürlich eine schnellere Verbreitung gefährlicher, weil sie mehr Leute erfaßt.

    Wer stirbt und wo?

    Das ist kein Geheimnis und bei etwas Zeitaufwand kann man sich über die verschiedenen Staaten Klarheit verschaffen.
    Warum wird das hier als eine Art Mysterium gehandhabt?

    Seit wann sterben im Winter nicht schon immer mehr Menschen?

    Die Frage müßte doch lauten: Warum sterben (in unseren Breiten, wohlgemerkt, wo es kalte Winter gibt) im Winter soviel mehr Menschen?
    Die Verfasser tun so, als wäre das das Natürlichste von der Welt.
    So eine Art von Geschreibsel halte ich für sehr unwissenschaftlich: Man zeigt auf das Faktum und behauptet eine Notwendigkeit, weil es da ist.

    Wie gefährlich soll ein Virus für die gesamte Menschheit sein, wenn die Weltgesundheitsorganisation wissenschaftlich belegt zeigt, dass die Infektionssterblichkeit bei ca. 0,23 Prozent oder darunter liegt wie bei 0,14 Prozent – basierend auf über 750 Millionen „Infektionen“ weltweit, Stand Oktober 2020,

    Da fing die 2. Welle in Europa und die 3. in den USA erst an. Wenn auf solche „wissenschaftlich belegten“ Studien der WHO oder anderer Institutionen verwiesen wird, wäre es auch gut, diese zu verlinken. Es zeigt sich nämlich des öfteren, daß dort nicht ganz das drinsteht, was in solchen etwas atemlosen Coronadissidenten-Statements behauptet wird.

    mittlerweile werden es noch weit mehr Menschen sein, die mit SARS-Cov-2 in Berührung kamen, wobei fast alle davon nichts merkten oder kaum Symptome hatten.

    Das ist jetzt aber wirklich sehr unwissenschaftlich.
    Wenn die Leute selber gar nichts gemerkt haben, woher will dann der/die Verfasser(innen) des Textes davon wissen?

  38. 38 Nestor 23. Januar 2021 um 20:02 Uhr

    Auch hier verstehe ich entweder etwas falsch, oder aber der Satz ist unsinnig:

    Ohne das Öffentlichmachen des Ct-Wertes, also des Anreicherungswertes, der nicht über 26 oder 30 liegen darf, aber de facto fast überall weit über 30 liegt (darüber berichtete die New York Times schon vor Monaten) und ohne ärztliche Untersuchung eines positiv getesteten Patienten ist überhaupt keine Krankheit oder eine Ansteckungsgefahr für andere vorhanden.

    Also wenn der Anreicherungswert über 30 liegt, so ist man infektiös?
    Fast überall liegt er über 30?
    Also sind fast alle infektiös?

    Ist das nicht das, was von den Autoren dieses Textes gerade widerlegt werden soll?

  39. 39 Neoprene 23. Januar 2021 um 20:33 Uhr

    „wenn der Anreicherungswert über 30 liegt, so ist man infektiös?“
    Nein, genau andersrum wird da argumentiert: Wenn es mehr als 30 Runden braucht, um Corona nachzuweisen, dann kann da in der Ausgangsprobe auch nicht viel davon da gewesen sein. Also egibt nur ein Test mit „niedrigem“ Ct-Wert eine „echte“ Infektion.

    „Der Ct-Wert bzw. Ct-Wert, abgekürzt für engl. cycle threshold (wörtl. „Zyklus-Schwelle“), ist eine variierende theoretische Größe bei der Quantifizierung von DNA-Molekülen während einer Real Time Quantitative PCR.
    Bei diesem Verfahren werden in aufeinanderfolgenden Verfahrensschritten einer Polymerase-Kettenreaktion (PCR) Kopien von Desoxyribonucleinsäure durch Verdopplung erzeugt und die Menge der entstandenen Desoxyribonucleinsäure mithilfe eines fluoreszierenden Farbstoffs photometrisch bestimmt. Je mehr Desoxyribonucleinsäure vor dem PCR-Test in der Probenlösung vorlag, desto mehr Kopien entstehen in den Polymerisierungszyklen und dementsprechend früher steigt die detektierbare Fluoreszenz über den definierten Hintergrund- bzw. Schwellenwert. “

  40. 40 Neoprene 23. Januar 2021 um 20:40 Uhr

    Eine informative Übersicht zur aktuellen Krankenhauslage hat RTL. Da kann man sich bis auf den Landkreis runtergebrochen die Belegungszahlen anschauen.
    https://www.rtl.de/cms/intensivbetten-belegung-im-corona-lockdown-die-corona-lage-in-deutschland-nach-weihnachten-4636680.html

  41. 41 Phineas 23. Januar 2021 um 20:53 Uhr

    Und täglich grüßt das Murmeltier…e su questa base ci addio…

  42. 42 Neoprene 23. Januar 2021 um 21:08 Uhr

    Aktuell aus meiner Zeitung:
    „Sachsen ist von der Corona-Pandemie besonders heftig betroffen. Gemessen an der Bevölkerungsgröße ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen bundesweit am höchsten. Und auch die Zahl der an Covid-19 Gestorbenen. Fast 9700 Menschen seien im Dezember in dem Bundesland gestorben, teilte das Statistische Landesamt gerade mit. Das seien so viele wie noch nie in einem Monat in den vergangenen 40 lahren und fast doppelt so viele wie im Dezember 2019. Dass in Sachsen derzeit so viel mehr Menschen sterben als sonst üblich, bringt die rund 200 Bestattungsunternehmen und vor allem die zehn Krematorien des Freistaats an ihre Kapazitätsgrenzen. Nicht nur auf dem Döbelner Geyersberg türmen sich buchstäblich die Särge.“

  43. 43 Neoprene 23. Januar 2021 um 23:24 Uhr

    Ein Artikel aus dem Freitag:
    „Einsam und verlassen
    Corona – Seit langem ist bekannt, dass Covid-19 für Ältere lebensgefährlich ist. Ihr Schutz wurde trotzdem vernachlässigt. Nun steigen die Todeszahlen rasant
    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/einsam-und-verlassen“

  44. 44 NN 24. Januar 2021 um 23:12 Uhr

    Heils Bezugsscheine
    Nach Kritik von Sozialverbänden an teurer Maskenpflicht: Bundesarbeitsminister will nun doch Pandemiezuschuss für Arme
    Von Susan Bonath

    Ohne medizinische Einwegmaske kommt ab jetzt niemand mehr in Busse, Bahnen und Geschäfte. Wieder einmal hatte die Bundesregierung den ärmeren Teil der Bevölkerung bei dem Beschluss nicht mitgedacht. Doch wer als Alleinstehender 17, als Partner 15 und als erwachsenes oder jugendliches Familienmitglied rund 13 Euro jeden Monat für die gesamte Körperpflege zur Verfügung hat, kann nicht einfach 20 Euro für wenige Tage Maskenvorrat ausgeben. Die Alternative wäre: weniger oder schlechter essen, die kaputten Schuhe weitertragen, das Jobcenter oder Sozialamt um ein Darlehen ersuchen. Bisher waren die Rufe der Sozialverbände nach einem Pandemiezuschuss für Ärmere an der Regierung abgeprallt. Nun, nach der Einführung der bußgeldbewehrten Pflicht, schwenkt Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) um.

    So verkündete Heil in einer am Freitag veröffentlichten Videobotschaft seinen guten Willen. Man müsse schauen, wie man in der Pandemie mit den sozialen Unterschieden umgeht, sagte der Minister. Er sprach von einem »Krisenmodus« und »sozialen Sorgen«, die »vor allem Kinder, Ältere, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen und Langzeitarbeitslose« belasteten. Damit die Bevölkerung »sozial zusammen bleibt«, müsse bei einer Pflicht für medizinische Masken auch gesichert werden, dass Betroffene versorgt seien, so Heil. Man müsse ihnen wenigstens Bezugsscheine für die Produkte zur Verfügung stellen, welche Ältere bereits erhielten. Sein Programm: »Wir arbeiten mit Hochdruck an Konzepten für einen Coronazuschuss und wollen das so schnell wie möglich umsetzen.«

    Es geht dem SPD-Mann also speziell um den Erwerb von Einwegmasken, weniger um geschlossene Tafeln, fehlende Ausstattung für geforderte Heimbeschulung der Kinder, wegfallende kostenlose Schul- und Kitamahlzeiten, höheren Stromverbrauch für tägliches Kochen und so weiter. Doch selbst diese Rechnung hat Heil ohne die Koalitionspartner seiner Fraktion, die Unionsparteien CDU und CSU, gemacht. Man wollte am Wochenende darüber beraten, versprach Heil. Bisher aber stemmte sich die Union strikt gegen jeden Zuschuss für die Ärmeren. Einziger Hoffnungsschimmer: Kurz zuvor, am Donnerstag, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erklärt, wenn die Pflicht für diese Medizinprodukte über viele Wochen gelte, müsse die Regierung darüber nachdenken, »ob wir an dieser Stelle noch mal nachbessern müssen oder nicht«.

    Sozialverbände wie Tacheles rieten schon nach dem vorangegangenen bayerischen Vorstoß zur FFP-2-Maskenpflicht dazu, beim Jobcenter oder Grundsicherungsamt einen Mehrbedarf zu beantragen. Werde dies abgelehnt, könne man wenigstens dagegen klagen. Doch die rechtlichen Mühlen mahlen meistens langsam. Eine »Sofortunterstützung für Bedürftige« forderte vergangene Woche die Diakonie. Die Coronakrise reiße tiefe Löcher in deren schmalen Geldbeutel, sagte Maria Loheide vom Vorstand. Auch Caritas-Präsident Peter Neher mahnte, die Regelsätze seien »so knapp kalkuliert, dass notwendige, unvorhersehbare Ausgaben unmöglich zu schultern sind«. Für Arme wären auch zwei Euro Zuzahlung zuviel, so Neher. Die Linke-Kovorsitzende Katja Kipping erinnerte daran, dass ihre Partei seit Beginn der Pandemie einen Zuschlag auf existenzsichernde Sozialleistungen fordert. Sie und die Grünen begrüßten Heils Ansinnen zwar, sein Vorschlag komme allerdings ein Dreivierteljahr zu spät, hieß es.

    Unter der sogenannten Armutsgefährdungsschwelle, die mit 60 Prozent des Medianeinkommens (gut 1.000 Euro pro Monat für einen Alleinstehenden) beziffert wird, lebte Ende 2019 immerhin jeder sechste Bundesbürger. Das geht aus einer aktuellen Antwort von Heils Ministerium auf eine Anfrage der Linke-Bundestagsfraktion hervor, über die die Neue Osnabrücker Zeitung am Wochenende berichtete. Aktuell leben rund 5,6 Millionen Menschen von Hartz IV und mehr als eine Million von Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung.

  45. 45 Nestor 25. Januar 2021 um 1:10 Uhr

    So, wieder einmal eine Coronavirus-Statistik – Todesraten im Verhältnis zur Bevölkerung:

    0,001808613918533 Belgien
    0,001589404355227 Slowenien
    0,001447508148875 UK
    0,001422287365219 Tschechien

    0,001418738969255 Italien
    0,001339936846763 Nordmazedonien
    0,001289944746187 Bosnien
    0,001208963464553 Ungarn
    0,001190568827329 Montenegro

    0,001177081398636 Spanien
    0,001138243082429 Kroatien
    0,001086501574791 Frankreich
    0,001065592366234 Schweden
    0,001049728719376 Schweiz
    0,000963489479171 Portugal
    0,000938366341374 Moldawien
    0,000910152787193 Polen
    0,000897608719262 Luxemburg
    0,000876071688189 Rumänien
    0,000823497056082 Österreich
    0,000782386449862 Holland
    0,000758547949457 Kosovo
    0,000621621040734 Deutschland
    0,000602705032587 Irland

    0,000545364430677 Serbien
    0,000542616880711 Ukraine
    0,000458723691472 Rußland

    0,001262081413489 USA
    0,001257275536989 Peru
    0,001197403221928 Panama
    0,001147411575002 Mexiko
    0,001048229975846 Kolumbien
    0,001042081569514 Argentinien
    0,001016092789637 Brasilien
    0,001012063102527 Chile
    0,000890832296917 Bolivien
    0,000843293954135 Ecuador

    0,000490238832583 Kanada
    0,000374505895065 Honduras

    0,000699569826598 Iran
    0,000672164045865 Südafrika
    0,000330299457517 Irak
    0,000298105957481 Türkei
    0,000111002576804 Indien

    Zuwachsraten:
    UK + 0,000243860403052
    Portugal + 0,000226303476459

    Tschechien + 0,000219030374155

    Slowenien + 0,00016176097444
    Panama + 0,000148352969463
    Deutschland + 0,000140532778744

    Ungarn + 0,000140334341707
    USA + 0,000135807060189

    Südafrika: + 0,000128324361586
    Mexiko + 0,000120832122518
    Polen + 0,000112999947854
    Italien + 0,00011275011559

    Kroatien + 0,000111199429017
    Kolumbien + 0,000106820573389

    Schweiz + 0,000093422834888
    Nordmazedonien + 0,000085198296615
    Frankreich + 0,000077948442374
    Österreich + 0,000077406476349
    Bosnien + 0,000076462147414
    Spanien + 0,00007573184735
    Montenegro + 0,000073146058673
    Brasilien + 0,000065065098143

    Belgien + 0,000059747681082
    Moldawien + 0,000059140735801

    Luxemburg + 0,000055900898886
    Rumänien + 0,000055760859664
    Ukraine + 0,000054170845523

    Das Epizentrum, das sieht man an den Todesraten, ist nach wie vor Europa – 5 EU-Staaten und 2 Nachfolgestaaten Jugoslawiens liegen noch vor den USA, und es ist nicht abzusehen, wann diese Entwicklung zu der von allen angestrebten Beruhigung führen könnte.
    Besonders betroffen sind das UK, das sich bald auf 100.000 Tote zubewegt, und Portugal – beide Staaten haben auch die höchsten Zuwachsraten weltweit, gefolgt von Tschechien.
    In Amerika ist das Bild gemischt. Die USA hat inzwischen alle überholt. In Panama und Mexiko zeichnet sich keine Abschwächung an, während sich in verschiedenen südamerikanichen Staaten die Kurve etwas verflacht hat.

  46. 46 Neoprene 25. Januar 2021 um 12:17 Uhr

    „Apropos Homeoffice:

    Wie sieht’s da eigentlich in den Bezirken aus? Der Checkpoint hat nach der Auslieferung von 5000 Notebooks nochmal gefragt, hier die Übersicht:

    Treptow-Köpenick:
    306 von 1347 Beschäftigten mit Büroarbeitsplätzen verfügen über einen VPN-Zugang und Hardware für Homeoffice (23%). Davon sind 136 Gruppen-Zugänge, die von 571 Beschäftigten abwechselnd genutzt werden können (42%). Für 147 Beschäftigte ist die Arbeit dauerhaft oder überwiegend im Homeoffice möglich (11%). Für die Beschäftigten von 409 Arbeitsplätzen ist kein Homeoffice möglich. Perspektive: Homeoffice tageweise für 1110 Büroarbeitsplätze möglich (82%).

    Friedrichshain-Kreuzberg:
    Derzeit gibt es für etwa 100 Beschäftigte einen Laptop mit VPN-Zugang, weitere 1006 Notebooks werden vorbereitet.

    Pankow:
    Aktuell befinden sich zwischen 25% und 30 % der rund 2.300 Dienstkräfte im (teilweisen) Homeoffice. Für knapp 50 Prozent der Dienstkräfte ist aufgrund der Eigenheiten des Aufgabengebietes das mobile Arbeiten gar nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Derzeit verfügen ca. 10 Prozent der Dienstkräfte über eine eigene dienstliche IT-Ausstattung zum mobilen Arbeiten. Wenn die zugesagten 600 Notebooks zur Verfügung gestellt sind, werden voraussichtlich im 2. Quartal über 700 Dienstkräfte von 2.300 Mitarbeitenden über ein eigenes dienstliches Gerät verfügen.

    Tempelhof-Schöneberg:
    Die Entscheidung, wer im Homeoffice arbeitet, wird jeweils in den einzelnen Fachabteilungen getroffen. Von rund 2000 Mitarbeitenden haben 420 Zugänge zum Computernetzwerk.

    Reinickendorf:
    Etwa 450 Mitarbeitende von 1700 nutzen in verschiedenen Formen das Homeoffice. Perspektivisch soll eine Erweiterung auf mindestens 850 entsprechende Arbeitsplätze erfolgen. Pro Büro ist nur eine Person anwesend. „Damit liegt Reinickendorf weit über dem Landesdurchschnitt.“

    Noch keine Antwort gab es aus den anderen Bezirken.“

    Tagesspiegel Checkpoint vom 25.01.21

  47. 47 Leser 26. Januar 2021 um 8:48 Uhr

    Und täglich grüßt das Murmeltier – oder:
    Den guten Glauben an eine eigentlich mögliche viel bessere kapitalistische Gesundheitspolitik schürt mal wieder die Linke mit einer Veranstaltungsreihe, die in geradezu zynischer Weise das Elend der Pflegekräfte für ihre alternativen Kapitalismusvorstellungen vorführt. Um bei welchen „Forderungen“ – bzw. Bitten – zu landen?

    „Enttäuscht ist Hedemann von der Politik. Nachdem eine u.a. von ihr initiierte Petition für grundlegende Reformen in der Gesundheitsversorgung im April sehr viele Unterstützer fand, habe Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen »offenen Dialog auf Augenhöhe« versprochen. Doch das öffentliche Gespräch sei dann eine »Selbstbeweihräucherungsveranstaltung« gewesen.“

    (…) „Auch Benjamin Gampel, der als Krankenpfleger am Klinikum Augsburg arbeitet, berichtet von untragbaren Arbeitsbedingungen. Der ohnehin problematische Betreuungsschlüssel sei unter Corona-Bedingungen nicht geändert worden, obwohl der zeitliche Aufwand etwa durch das ständige An- und Ablegen der Schutzkleidung beträchtlich gestiegen sei. Sein Fazit: »Das Personal ist ausgelaugt, psychisch wie physisch.« Es gebe Tage, »da fühle ich mich wie im Feldlazarett, mit Schichten, in denen drei bis vier Patienten sterben. Und man muss einfach weitermachen«. Keine der Forderungen der Personalvertretungen sei umgesetzt worden.“

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1147412.alten-und-krankenhauspflege-personal-ist-am-ende.html

    ---

    Ganzes Berliner Krankenhaus unter Quarantäne:

    https://www.heise.de/tp/features/Pendelquarantaene-in-Berlin-5035548.html

    ---

    Auch bezüglich der Gewinnausrichtung der dt Krankenhäuser bringt Covid die bisherigen Strategien und Bilanzen nicht nur ein bisserl durcheinander.
    Als „realistisch“ angesichts der neu verschärften „roten (Bilanz-…) Zahlen“ gelten diverse ‚Weiter-so-Optimierungs-Vorschläge‘: „(…) Die Interessensvertretung der gesetzlichen Krankenkassen ist weiter für eine leistungsorientierte (sic !) Krankenhausvergütung, in der „Vorhaltekosten“, beispielsweise für Bereitschaften und Notfallversorgung, „stärker berücksichtigt werden“.
    https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/krankenhaeuser-103.html

    ---

    Und wie systemrelevant sind die Pflegekräfte?

    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/was-ist-systemrelevant

  48. 48 jana 26. Januar 2021 um 10:59 Uhr

    long covid/ langzeitschäden

    https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2021/01/23/corona_und_die_spaetfolgen_genesen_aber_nicht_gesund_drk_20210123_0905_54afcbbd.mp3

    und ich bin eine von den „pechvögeln“ (nicht das glück einen vernünftigen hausarzt zu haben), die dort erwähnt…
    ich hab nur die erste viertel stunde gehört und mag auch nicht weiter hörn – meinem herz zuliebe…..vielleicht erzählt die rehaklinikfrau ja noch, wie sie zu patienten kam oder diese zu ihr, die mit den folgen der rausgezögerten tests und deren darausheraus negativ-ergebnis , so also denen der nichtbehandlung leben müssen…ka…

  49. 49 Nestor 26. Januar 2021 um 11:40 Uhr

    Einmal ein kleiner Rundblick zu den am stärksten betroffenen Staaten – Deutschland scheint sich übrigens auch dort einzureihen, wenn ich eure Posts so anschaue –:

    Three weeks into harsh lockdown, weary Brits fear it will take much longer to beat the new variant

    London (CNN)People in the United Kingdom have been living under lockdown for the past three weeks, hoping their sacrifice would bring the country’s latest coronavirus surge — caused by the new, more contagious variant of the virus — under control.
    But despite the harsh restrictions, case numbers are not dropping as fast as experts have hoped. Deaths continue to rise and public health experts and government are starting to warn people that the country will be in this battle for the long run.
    The new variant, known as B.1.1.7, has wreaked havoc in the UK, fueling a surge in cases towards the end of 2020 despite a national lockdown being in place. Data showing an uptick in cases in younger people suggests this was largely because schools had stayed open, enabling the variant to spread rapidly.

    The UK is a cautionary tale of what could happen elsewhere.

    https://edition.cnn.com/2021/01/25/uk/coronavirus-uk-variant-lockdown-gbr-intl/index.html

  50. 50 Nestor 26. Januar 2021 um 11:46 Uhr

    Zu Portugal find ich nichts Aktuelles auf Deutsch oder Englisch, also einmal die Seite des portugiesischen Gesundheitsministeriums:

    https://covid19.min-saude.pt/ponto-de-situacao-atual-em-portugal/

    Vor 2 Wochen war die Landkarte noch hauptsächlich gelb mit en paar roten Flecken …

    Im Algarve leben viele Briten, die sich dort einen halbwegs erschwinglichen Lebensabend leisten können, so erkläre ich mir die Verbreitung der neuen Variante in Portugal. Diese Briten sind noch vor 3 Wochen munter hin- und hergeflogen für die Feiertage.

  51. 51 Neoprene 26. Januar 2021 um 12:10 Uhr

    Ja, ein Eintrag der B.1.1.7-Variante in die Algarve macht Sinn. Wenn man sich aber die Inzidenzen im ganzen Land anschaut, sind die im Landesinnern, Im Norden usw. zum Teil noch viel höher, weit über 1000, kleiner Orte haben sogar über 5000! Das scheinen mir keine Tourismusfolgen zu sein. Jedenfalls nicht so schnell.

  52. 52 Nestor 26. Januar 2021 um 13:01 Uhr

    Das Coronavirus kam ursprünglich nach Portugal über Porto, also vermutlich gar nicht mit Tourismus, sondern mit Fracht.
    Im Frühjahr waren der Großraum Porto und Lissabon besonders betroffen und dort gab es auch Ausgangssperren usw.

    Dann breitete sich das Virus vor allem im Norden aus. Ich vermute, eher über Pendler bzw. in den urbanen Agglomerationen Lebende, die ihre Familien auf dem Land besuchten.

    Der Algarve war komischerweise kaum betroffen, trotz großem Besuch von Einheimischen. Er ist auch bis jetzt noch die am wenigsten betroffene Region. Das mit den Briten, die übrigens nicht wirklich als Touristen zu bezeichnen sind – eigentlich wäre „Aussiedler“ die korrekte Bezeichnung – ist nur eine Vermutung von mir.
    Diese Aussiedler flüchten halt nicht vor einem „Regime“, sondern der Kombination von hohen Immobilienpreisen, niedrigen Renten, und nicht zuletzt dem NHS.

    Ich habe wirklich keine Erklärung, warum gerade im Norden und im mittleren Inland, in den Grenzregionen zu Spanien so eine Verbreitung stattgefunden hat. Dort ist nämlich eine ökonomisch ziemlich tote Hose, das sind Abwanderungsgebiete. Der kleine Grenzverkehr dort fällt inzwischen wegen gesperrter Grenzen und geschlossener Geschäfte auch flach, wie ich im Herbst bei einem Lokalaugenschein in Bragança feststellen konnte! :-)

    Es herrscht auch seit dem Frühjahr Maskenpflicht, im Norden waren die Abstandsregelungen sehr strikt, überall mußte man Hände desinfizieren, also man kann wirklich nicht sagen, daß sie dort die Zügel schleifen hätten lassen. Dennoch hat Portugal seit ca. 2 Wochen die höchste oder zweithöchste Inzidenz weltweit.

  53. 53 Neoprene 26. Januar 2021 um 13:18 Uhr

    „Norden und im mittleren Inland, in den Grenzregionen zu Spanien“
    Das hat mich aus den gleichen Gründen auch irritiert.

  54. 54 Leser 26. Januar 2021 um 14:31 Uhr

    Mal abgesehen von der logischen Unwucht, dass immer und überall alles Schlechte je aus dem jeweiligen Ausland stammt, und da das generell und überall gelten soll, kann es ja irgendwie doch gar nicht logisch aufgehen :-)
    - weist die offizielle Deutung auf die superschnelle Ausbreitung der neuen britischen Variante hin:

    „Die Situation sei „dramatisch“, warnt der sozialistische Regierungschef António Costa. Vor allem die höchst ansteckende britische Virusmutation wirkt als Infektionstreiber. „Vergangene Woche hatte die britische Mutation einen Anteil von acht Prozent an allen Fällen. Diese Woche sind es schon 20 Prozent. Und nach den Prognosen können es bald 60 Prozent sein“, so Costa. Ein Dominoeffekt, dessen Ende noch nicht abzusehen ist. Mehr als 30.000 Briten leben in Portugal. Kontakte mit der alten Heimat lassen die Zahlen nach oben schießen.“

    https://www.waz.de/politik/portugal-der-derzeit-schlimmste-corona-hotspot-der-welt-id231391753.html

    - Und ist es erst einmal irgendwo in enem Land weiter verbreitet, dann passiert die sprunghafte Erhöhung der Zahlen an ganz anderen Orten im Ländle doch ratzfatz quasi automatisch. Zum Beispiel mittels familiärer Weihnachtsbesuche, Sylvesterfeiern, und und und…. Und da viele Infizierte von ihrem Pech gar nichts wissen, und es obendrein dauert, bis aus Ansteckungen Tote geworden sind, scheint mir der Zusammenhang mit den diversen Festivitäten plausibel. Im Winter ist Portugal zusätzlich ja auch ein klasse Tourismus-Land, mit warmen Temperaturen mitten im europäischen Winter, bzw. mitten im britischen kalten Dauerregen….

  55. 55 Neoprene 26. Januar 2021 um 14:57 Uhr

    Ich glaube nicht an B.1.1.7 als alleinigem Grund: Wenn diese Variante irgendwo häufiger aufgetreten ist, sie wurde wohl zuerst in GB entdeckt, und merklich infektiöser ist, dann sollten dort die Zahlen früher und stärker in die Höhe gegangen sein als in den Gebieten wie Portugal, wo diese Viren erst etwas später hingekommen sind und zumindest nach den offiziellen Zahlen auch noch einen relativ geringen Anteil an allen Infektionen haben. Aber ausgerechnet Portugal hat die höchsten Inzidenzwerte der ganzen Welt.

  56. 56 Leser 26. Januar 2021 um 15:52 Uhr

    Die Ansicht, dass die Mutationen sehr viel gefährlicher seien, scheint sich auch in deutschen Regierungskreisen herumzusprechen. So

    „…soll sich Angela Merkel deutlich für mehr Strenge ausgesprochen haben, da Deutschland aufgrund der neuen Virus-Mutationen auf einem „Pulverfass“ sitze. Besonderes Unbehagen bereiten ihr die Reisemöglichkeiten. „Warum können wir das Reisen nicht verbieten?“, wird sie in Medienberichten zitiert. Da es hierbei zu viele Einwände gebe und ein solches Verbot nicht durchsetzbar sei, wolle sie Hindernisse aufbauen, damit keine Mutationen über Auslandsreisen ins Land kommen.“

    https://www.heise.de/tp/features/Merkel-Wir-brauchen-ein-haerteres-Grenzregime-5036324.html

    Dass etwas tote Hose sei und Abwanderungsgebiet, heißt übrigens nicht unbedingt, a) dass dort nicht Großeltern zu besuchen sind, b) Tourismus gar nicht stattfindet – denn eine Touristin hat ja berichtet, dass da nichts stattfindet … :-)

  57. 57 Neoprene 26. Januar 2021 um 16:08 Uhr

    „Dass etwas tote Hose sei und Abwanderungsgebiet, heißt übrigens nicht …“
    Natürlich nicht. Aber es ist eher unwahrscheinlich, daß ausgerechnet in einer der abgelegensten Ecken von Westeuropa diese Infektion sich rasender verbreitet als in Metropolregionen wie London oder Lissabon oder eben auch Berlin, wo ja auch Touris aus GB schon infiziert angekommen sind (und einige weitere nachwesilich angesteckt haben wie die bekannte Studentin)

  58. 58 Neoprene 26. Januar 2021 um 16:52 Uhr

    Problemfeld Schulen:
    „2019 beschließt die Bundesregierung, die Digitalisierung an Schulen mit fünf Milliarden Euro voranzutreiben. Gut zwei Jahre später sind rund 80 Prozent des Geldes noch immer nicht investiert. Einige Bundesländer machen von dem Angebot kaum Gebrauch.“
    https://www.n-tv.de/politik/Mittel-aus-Digitalpakt-Schule-kaum-genutzt-article22317790.html
    Es sind also weder vor Corona noch nach dem Ausbruch wirklich was hingekriegt. Aber überdie Wiederöffnung der Schulen wird trotzdem schon wieder diskutiert.

  59. 59 Leser 26. Januar 2021 um 17:53 Uhr

    Vor einer Wocche bereits wurde in der ARD berichtet:

    „Das Land (Portugal) mit rund 10,3 Millionen Einwohnern hatte am Mittwoch einen neuen Höchstwert an Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet: Mit fast 14.700 neue Ansteckungen ist dies ein Anstieg gegenüber dem Vortag um 40 Prozent.“

    Und dieser Anstieg geht anscheinend eben anschließend nicht schlicht „linear“ weiter, – sondern „exponentiell“. Das war meiner Erinnerung zufolge eine der ersten Auskünfte, die im März 2020 damals über das Virus bekannt gemacht wurden.

    (In Irland muss ähnliches passiert sein; auch dort waren 2020 die Werte angeblich noch eher „im Normalbereich“.)

  60. 60 Neoprene 26. Januar 2021 um 18:56 Uhr

    Der Seite der portugiesischen DGS kann man entnehmen, daß die Infektionszahlen sich im Oktober merklich erhöht haben, im November dann linear weniger wurden und so ungefähr ab Weihnachten ein starker, ebenfalls linearer aber erheblich steilerer Anstieg angefangen hat. Das schon exponenziell zu nennen scheint mir sehr pessimistisch zu sein. Auf jeden Fall kann man den Zahlen natürlich nicht entnehmen, was diese Entwicklungen jeweils verursacht hat.

  61. 61 Leser 26. Januar 2021 um 19:29 Uhr

    Bezogen auf Irland hatte das zdf diese Vermutung:

    „Nach Weihnachten – Explodierende Corona-Zahlen in Irland
    Ein früher Lockdown machte Irland zum Vorbild in der Pandemie. Während der Weihnachtsfeiertage wurden die Regeln dann gelockert – mit heftigen Konsequenzen.“ (zdf, 11.01.21)

    Dass das gemeinschaftliche Betätigen religiöser oder verwandtschaftlicher Rituale dem Grips eher schaden, hatte der meinige mir lange vorher schon geflüstert. Aber eben anscheinend unter Pandemie-Bedingungen nicht nur dem Grips, wie man 2020 an diversesten Beispielen lernen durfte.

  62. 62 Neoprene 26. Januar 2021 um 19:36 Uhr

    Wieder mal ein Highlight der Impfstoffprüfungen, hier beim AstraZeneca-Impfstoff:

    „Die Studien wurden in Brasilien, Großbritannien und Südafrika durchgeführt. Nur in Südafrika wurde eine Salzwasser-Lösung als Placeboimpfung verwendet. Die Mehrzahl der Teilnehmer der Kontrollgruppe erhielten eine Meningokokken Impfung. Außerdem erhielten zahlreiche Teilnehmer standardmäßig Paracetamol nach den Impfungen, was die Erfassung der Nebenwirkungen ebenfalls erschwert.“

    https://ehgartner.blogspot.com/
    Wenn das stimmen sollte, war eigentlich diese „Prüfung“ für den Mülleimer. Kein Wunder, das selbst die EMA erst Bauchschmerzen hatte, das Zeugs
    durchzuwinken.

  63. 63 Leser 26. Januar 2021 um 20:45 Uhr

    „Der Anteil der Senioren bei den klinischen Tests war im Fall von Astra-Zeneca äußerst gering, so dass die Daten nicht sehr aussagekräftig sind. Bekannt ist auch, dass zumindest die herkömmlichen Grippeimpfungen bei einem Drittel der Älteren nicht ausreichend wirken. Das liegt daran, dass das zu aktivierende Immunsystem der geimpften Personen mit zunehmendem Alter weniger effektiv arbeitet. Biontech, Moderna und Astra-Zeneca behaupten zwar, dies gelte nicht für die mRNA- und die Vektorimpfstoffe, doch genau wird man dies erst belegen können, wenn viele Millionen Menschen geimpft und die Daten ausgewertet sind. Dies gilt auch für die Frage, wie wirksam die Impfstoffe gegen die bekannten Virusmutationen sind, auch wenn hier bislang eher Entwarnung gegeben wird.“

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1147505.impfstoff-versorgung-bruessel-gegen-astra-zeneca.html

    Mag also ja sein, dass das Immunsystem durch die unterschiedlichen Impfstoffe unterschiedlich angereizt wird. Und der eine oder der andere Impfstoff besser an Jüngere verimpft wird.

  64. 64 Neoprene 26. Januar 2021 um 21:10 Uhr

    „Mag also ja sein, dass das Immunsystem durch die unterschiedlichen Impfstoffe unterschiedlich angereizt wird. Und der eine oder der andere Impfstoff besser an Jüngere verimpft wird.“
    Ja, davon ist natürlich auszugehen. Es liegen ja einige Studien zur geringen Wirkung klassischer Grippeimpfstoffe bei über 65jährigen vor. Und der AstraZeneca-Impfstoff ist ja offensichtlich relativ nah verwandt.
    Was mich aber dann doch wundert, daß die EMA offensichtlich die ganze Zeit der Erprobung und Prüfung alles so hinorganisiert hat, so einen Impfstoff auch gegen Covid durchzukriegen, obwohl der gerade der Gruppe von Menschen, die da was besonders Wirksames bräuchten, so gut wie nichts bringen kann.Haben die ernsthaft in ihrer Hybris geglaubt, dieses Zeugs an der Öffentlichkeit vorbei zu kriegen, wenn es wirklich nur Placebowirkung hat bei alten Menschen??

  65. 65 Leser 26. Januar 2021 um 21:53 Uhr

    Auszug aus dem Unterkapitel: „Die Pharmaunternehmen“

    „(…) Einigermaßen wirksam, dabei gut genug verträglich und zudem transport- bzw. lagerfähig, muss das neu zu erfindende Produkt sein, damit es als ‚marktgängiger‘ Kassenschlager gelten darf. Das ist in klinischen Studien aufwendig zu ermitteln und zu beweisen; doch es werden weder Kosten noch Mühen gescheut, in kurzer Zeit hinzubekommen, was sonst Jahre dauert. Die Verlockung eines Riesengeschäfts rechtfertigt die dazu nötigen Vorschüsse und Investitionen allemal (…). Stolz vermelden die einander sonst in Fragen des geistigen Eigentums wenig freundlich gesonnenen Wettbewerber Partnerschaften und Kooperationen für den beschleunigten Fortschritt – im Dienste der privaten Bereicherung, die ihnen reihum winkt. Immerhin können sie mit nicht weniger als einer schier endlosen Nachfrage nach ihrer Medizin rechnen, die ohnehin keiner von ihnen alleine erschöpfend bedienen könnte. Um sie schnellstmöglich ausschöpfen und abkassieren zu können, kümmern sie sich sogleich um die vorauseilende Produktion von zig Millionen Impfdosen pro Monat, lange bevor deren Wirksamkeit und Sicherheit überhaupt feststehen und sie eventuell zugelassen werden.

    Die reihum stattfindende Spekulation auf die rechtzeitige Entwicklung des passenden Impfstoffes, die so viel Aufwand und Risiko ökonomisch rechtfertigt, lebt von einer in der Konkurrenz der Kapitalisten eher ungewöhnlichen Sicherheit. Dass sie mit der Präsentation eines biotechnischen Gebrauchswertes zur rechten Zeit über eine Gelddruckmaschine verfügen, die alle getätigten Investitionen und jeden sonstigen Aufwand auf einem quasi nicht zu sättigenden Absatzmarkt garantiert rechtfertigen, verdanken die Unternehmen der Staatenwelt…“

    Fortsetzung also – Die Kalkulationen der Staatenwelt:

    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wettlauf-um-den-corona-impfstoff#section3

  66. 66 Nestor 26. Januar 2021 um 23:13 Uhr

    Es ist ja nicht so, daß in London und Berlin nichts los wäre, siehe neuere Statistik von mir oben.

    In Portugal war heuer der größte Teil des Tourismus Inlandstourismus. So wer wie ich, die mit dem Auto hinfährt, ist die Ausnahme bzw. völlig unüblich.
    Die vielen dorthin – nicht nur britischen – Übersiedelten, die natürlich nicht die Bande mit der Heimat abgebrochen haben, machten den größeren Teil des Flugverkehrs aus.

    Vielleicht ist diese Art von Geschäftsmodell des Südrands ein Grund der Infektionsraten.

  67. 67 Neoprene 26. Januar 2021 um 23:18 Uhr

    Eine akribische Zusammenstellung von unendlich vielen Stellungnahmen und Studien von Kritikern der Lockdown-Politik:
    https://www.martin-hirte.de/coronavirus/
    Das dieser Arzt neben der Pflege dieses Mammutwerks überhaupt noch Zeit für seine Praxis gefunden hat, muß geradezu übermenschlich gewesen sein.

  68. 68 Neoprene 26. Januar 2021 um 23:41 Uhr

    auf der Webseite https://www.impf-info.de/82-coronoia/335-covid_impfstoffe.html#literatur habe ich folgende harsche Aussage zur Studienqualität bezüglich der bisher untersuchten Corona-Impfstoffe gefunden:

    „Die STIKO moniert, dass bei beiden Impfstoffen ein nicht unerheblicher Teil der ursprünglichen Probanden in der Endauswertung nicht berücksichtigt wird und spricht von einem relevanten Verzerrungsrisiko bezüglich der Studienergebnisse („some concerns“ bezüglich des risk of bias). Die Berichtsqualität in den Studien sei „mangelhaft“, darüber hinaus seien beide Studien nicht vollständig „verblindet“, woraus sich ein zusätzliches Risiko der Verzerrung vor allem auch für die Nebenwirkungen ergäbe.

    Insgesamt sei – so die STIKO – der Evidenzgrad (also das Maß an wissenschaftlicher Vertrauenswürdigkeit) der Daten

    bezüglich des Verhinderns jedweder COVID-19-Erkrankung über alle Altersgruppen moderat („bescheiden“)

    bezüglich des Verhinderns schwerer COVID-19-Verläufe sehr gering

    bezüglich der Impfstoff-Wirksamkeit bei Über-75-Jährigen gering“

    In dem „Beschluss der STIKO zur 1. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung“
    https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/02/Art_01.html
    aus derLiteraturliste habe ich diese Beurteilungen erst nicht gefunden, dann doch: Auf Seite 33 zum Moderna-Impfstoff mRNA-1273

  69. 69 Neoprene 27. Januar 2021 um 13:12 Uhr

    Ney York Times:
    „It’s entirely possible that more contagious variants are already circulating in the U.S. because the country has no national program to sequence or detect the virus. (The Brazil variant was discovered in Minnesota hours after Mr. Biden reimposed travel restrictions.)“

  70. 70 Nestor 27. Januar 2021 um 13:25 Uhr

    Interessant, wieviele nationale Varianten des Coronavirus inzwischen umgehen.

    Die Mutationsfähigkeit des Virus scheint unbegrenzt.

    Man fragt sich, was heißt das für die Wirksamkeit der verschiedenen Impfungen?

  71. 71 Neoprene 27. Januar 2021 um 13:36 Uhr

    „Die Mutationsfähigkeit des Virus scheint unbegrenzt.“

    Das ist aber wirklich keine Überraschung, so wie die sich vermehren. Über Grippeviren weiß das ja schon jedes bessere Schulkind und die Impfschutzwirkung fällt dementsprechend in manchen Jahren lausig aus.
    Ob diese neuartigen m-RNA-Vakzine auch bei Varianten gut anschlagen, ist noch nicht raus, wird wohl aber von vielen vermutet. Wird man ja noch diesen Frühling/Sommer wissen, wenn erst mal hinreichend viele Menschen geimpft sind und die Varianten sich erheblich verbreitet haben.

  72. 72 Neoprene 27. Januar 2021 um 22:42 Uhr

    Ein beliebtes Argument der Impfgegner ist es, die Entwicklung der Todesfälle mit der gleichzeitig begonnen Impfkampagne zu vergleichen und damit mehr oder weniger exolizit zu unterstellen, daß die Menschen aufgrund von Impfungen verstorben seien. Zuerst ist mir das hier aufgefallen:

    “ 53 Tote nach Impfung in 10 Tagen in Gibraltar
    Mit oder an Impfung gestorben:
    https://healthimpactnews.com/2021/53-dead-in-gibraltar-in-10-days-after-experimental-pfizer-mrna-covid-injections-started/

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Pendelquarantaene-in-Berlin/53-Tote-nach-Impfung-in-10-Tagen-in-Gibraltar/thread-6633770/

    Das gibt es anderswo natürlich auch:
    https://www.francesoir.fr/opinions-tribunes/le-vaccin-pfizer-augmente-t-il-le-risque-de-contamination-et-de-mort-par-covid19

    Das Paul-Ehrlich-Institut hat über die Todesfälle nach den mittlerweile ja massenhaft vorgenommenen Coronaimpfungen folgendes veröffentlicht:
    https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-bis-17-01-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5

    „Dem Paul-Ehrlich-Institut wurden 21 Todesfälle bei Patienten im Alter von 56 bis 99 Jahren (14 Frauen, 7 Männer) in einem zeitlichen Abstand von 1 Stunde bis 14 Tagen nach Impfung mitgeteilt. Der Median des Alters betrug 87 Jahre, das mittlere Alter 83,5 Jahre. …
    Bis zum Stichtag 17.01.2021 wurden gemäß Impfquoten-Monitoring des Robert Koch-Instituts (Stand 18.01.2021) insgesamt 1.139.297 Erstimpfungen durchgeführt. Bei einer kumulativen Exposition von 673.579 ersten Impfdosen
    an Personen, die auf Grund ihres Alters geimpft wurden sowie Pflegeheimbewohnerinnen und Pflegeheimbewohner, wären bei einer jährlichen Hintergrundinzidenz von 98,8 Todesfällen pro 100.000 Personen im Alter von 65 Jahren und älter innerhalb von vier Tagen 7,3 Fälle von plötzlichem Tod I46.1 nach ICD-10) oder Tod mit unbekannter Ursache (R96-R99 nach ICD-10) zu erwarten. Berücksichtigt man die neun berichteten Fälle mit unklarer Todesursache (s. oben), beträgt die standardisierte Mortalitätsrate (Standard Mortality Ratio, SMR) 1,23 (95%-Konfidenzintervall 0,56–2,34; p= 0,30917).
    Das bedeutet, dass die beobachtete Zahl die erwartete nicht signifikant übersteigt.“

    Auf gut deutsch, diese Menschen starben zwar *nach* einer Impfung, wahrscheinlich aber nicht *wegen* der Impfungen.

  73. 73 Nestor 28. Januar 2021 um 20:25 Uhr

    Diese Studien sind doch allesamt nichts wert.

    Erstens gibt es zu wenig Daten.

    Zweitens läßt sich daraus nicht erkennen, ob die Impfung für Leute oberhalb eines gewissen Alters überhaupt Schutz bietet.

    Und drittens, ob sie eine Gefahr für Menschen im Allgemeinen und Ältere im Besonderen darstellt.

    Da müßte erst einmal eine gewisse Impftätigkeit stattgefunden haben, und wenn sich dann verdächtige Tode häufen, so könnte man Untersuchungen starten.
    Da müßte man dann auch Autopsien machen und alles mögliche checken, wovon ein Nicht-Biologe keine Ahnung hat.

  74. 74 Neoprene 28. Januar 2021 um 20:53 Uhr

    „Diese Studien sind doch allesamt nichts wert. Erstens gibt es zu wenig Daten.“

    Na ja, 1 Million Geimpfte sind schon eine recht gute Basis für fundierte Schlußfolgerungen.

    „Zweitens läßt sich daraus nicht erkennen, ob die Impfung für Leute oberhalb eines gewissen Alters überhaupt Schutz bietet.“

    Mittlerweile sollte das auch nicht mehr so schwierig sein, denn ein Großteil der Geimpften in Deutschland sind ja besonders alte Menschen. Hundertausende vermutlich und nicht nur Hunderte, wo man wirklich nichts erkennen könnte.

    „Und drittens, ob sie eine Gefahr für Menschen im Allgemeinen und Ältere im Besonderen darstellt.“

    Natürlich schon. Sei Beginn der Impfungen ist jedenfalls so viel Zeit verstrichen, daß der Berg der zu erwartenden oder eben auch unerwarteten Nebenqwirkungen schon hinter uns liegt, jedenfalls „bald“ abgeschlossen sein wird. Und was heißt „Gefahr“? Von der Antwort hängt natürlich ab, was man von dem verimpften Zeugs hält.

    „Da müßte erst einmal eine gewisse Impftätigkeit stattgefunden haben.“

    Nochmal: Hat doch oder reicht dir eine Milion allein in der BRD nicht? Oder Reicht dir die Zeit nicht, die seit den Impfungen verstrichen ist, das ist ja ein weiteres Argument.
    Bisher haben sich jedenfalls in der BRD keine „verdächtigen Toten “ gehäuft.
    Und selbstverständlich sind gerade jetzt sorgfältige Autopsien enorm wichtig für die Bewertung der Vakzine.

  75. 75 Nestor 28. Januar 2021 um 21:08 Uhr

    Soweit ich das mitkriege, wird ja gerade erst einmal einen Monat lang geimpft. So lange sieht man diese endlosen, zur Nachahmung anregen wollenden Impf-Werbespots im Fernsehen.

    Also Million hin oder her, so schnell kann man das sicher nicht sagen.

    Außerdem habe ich bei diesen Studien, die du zitierst, nicht den Eindruck, daß die eine Million Menschen untersucht haben. Gibraltar?
    Das Ehrlich-Institut zitiert eine Statistik, nicht mehr. Eine Studie nenn ich das nicht.

  76. 76 Neoprene 28. Januar 2021 um 21:48 Uhr

    „Ältere und gebrechliche Menschen gelten als besondere Risikogruppe in der Pandemie. Das wird auch in anderen Statistiken deutlich. So waren laut Corona-Lagebericht 1.850 der bislang 2.101 Corona-Toten in Berlin – also 88 Prozent – 70 Jahre oder älter. Nicht alle davon lebten in Seniorenheimen. Allerdings gab es in der Vergangenheit in solchen Heimen immer wieder größere Corona-Ausbrüche.
    Deshalb gehören die Menschen dort zu den ersten, die gegen das Coronavirus geimpft werden. Bis Dienstag waren laut Gesundheitsverwaltung 82 Prozent der Bewohner stationärer Pflegeeinrichtungen geimpft, 38 Prozent bereits zum zweiten Mal. …
    Insgesamt wurden seit Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember in Berlin laut Robert Koch-Institut (RKI) rund 103.600 Dosen gespritzt. Etwa 22.400 Menschen erhielten bereits ihren zweiten Pikser. Die Impfquote gibt das RKI mit 2,2 Prozent an.
    Insgesamt sind in Berlin bisher mehr als 92.000 Impfungen verabreicht worden. Darunter seien 75.183 Erstimpfungen und 17.316 Zweitimpfungen. 48.120 Impfungen seien durch mobile Teams in den Pflegeheimen erfolgt, 32.312 hätten in Impfzentren und 12.067 in Krankenhäusern stattgefunden.“
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/corona/beitraege/2021/01/berlin-zwei-drittel-corona-tote-sterben-in-pflegeheim.html

    Ja, es wird erst seit einem Monat geimpft. Und da sind eben die vom RKI berichteten 1 Million Impfungen zusammen gekommen. Willst du das bestreiten als Fake-News?
    Was kann man deiner Meinung nach dieser doch schon verhältnismäßig großen „Studie“ noch nicht sicher sagen?
    Die wirklichen Studien, die ich zitiert habe, sind die in der Tat daran gemessen verdammt kleinen Phase-III-Studien, wo gerade mal bei Comirnaty halbwegs aussagekräftige Daten vorliegen und zu ganz alten Menschen nicht mal da.
    Gibraltar ist ein verdammt kleiner Fleck Erde, wo gerade mal rund 30.000 Menschen leben. Jede Zahl von da ist nicht besonders aussagekräftig. Und die unterschwellige Behauptung, daß dort die alten Menschen wie die Fliegen sterben, weil sie mit der Corona-Schutzimpfung umgebracht wurden, ist insbesondere haltlos.

  77. 77 Nestor 28. Januar 2021 um 22:28 Uhr

    Und da sind eben die vom RKI berichteten 1 Million Impfungen zusammen gekommen. Willst du das bestreiten als Fake-News?

    ???

    Was kann man deiner Meinung nach dieser doch schon verhältnismäßig großen „Studie“ noch nicht sicher sagen?

    Wie bereits gesagt, das Herbeten von statistischen Daten ist keine Studie.

  78. 78 Kehrer 29. Januar 2021 um 12:21 Uhr

    Die allergischen Reaktionen sind bekannt. Was nicht bekannt ist, sind Nebenwirkungen, die sich erst viel später als 1 Monat zeigen. Wie bei der Schweinegrippe die Narkolepsie.

  79. 79 Nestor 29. Januar 2021 um 12:55 Uhr

    Ja, es ist wichtig, daran zu erinnern, daß zu den Nebenwirkungen von Impfungen nicht nur unmittelbare Schmerzen oder Todesfälle gehören.

    Weil dann ist es billig, zu sagen: Es is eh keiner g’strbn und des bißl Brennen wird wer wohl aushalten!
    Also ist die Impfung unbedenklich.

    ------

    „Portugal ist somit das 6. Land der EU, das die Schließung seiner Grenzen beschließt, um der 3. Welle Herr zu werden. Als erstes unternahmen das Dänemark, am 12. 11., gefolgt von Ungarn, Österreich, Finnland und Belgien. Außerdem Norwegen, das zum Schengenraum, aber nicht zur EU gehört.“

    El País, 29.1.

    Wobei hinzuzufügen ist, daß die Grenzschließung in Österreich nicht sehr komplett ist, weil alle möglichen Schifahr-Fans entdeckt haben, daß sie unbedingt Schilehrer werden wollen und deshalb eine Ausbildung brauchen, sodaß die verschiedenen Virenstämme durch Schilehrer-Ausbildungskurse inzwischen auch bei uns gelandet sind.

  80. 80 Neoprene 29. Januar 2021 um 15:01 Uhr

    „Im Dezember 2020 sind in Deutschland so viele Menschen gestorben wie seit rund 50 Jahren nicht mehr. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, starben nach vorläufigen amtlichen Informationen bundesweit mindestens 106.607 Menschen. Mehr als 100.000 Sterbefälle in einem Dezember hatte es demnach zuletzt 1969 gegeben, als weltweit die sogenannte Hongkong-Grippe wütete. Auch Deutschland war betroffen.
    Die Zahl der Verstorbenen im Dezember 2020 lag dabei nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 29 Prozent oder fast ein Drittel über dem durchschnittlichen Monatsvergleichswert für 2016 bis 2019. Die Differenz betrug etwa 24.000. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete für den vergangenen Dezember 20.043 Todesfälle von Menschen mit einer durch Labortests bestätigten Corona-Infektion.“
    https://www.n-tv.de/panorama/So-viele-Tote-im-Dezember-wie-zuletzt-1969-article22325497.html

  81. 81 NN 30. Januar 2021 um 15:04 Uhr

    @Nestor

    Ich poste den Artikel und die Ergänzung mal in diesen Thread:

    Die neuen Hilfssheriffs
    Nach den Ausschreitungen in Niederlanden: Rechte »Fußballfans« verbünden sich mit Polizei
    Von Gerrit Hoekman

    Als am Sonntag auf dem Museumsplein in Amsterdam die Schlacht mit der Polizei begann, standen die kampferprobten Fußballhooligans des Hauptstadtklubs Ajax laut Beobachtern in der ersten Reihe. Nach den Ausschreitungen am Montag abend – in Rotterdam wurde unter anderem eine Polizeistation angegriffen und ein Juwelier ausgeräumt – haben sich einige von ihnen aber inzwischen mit der Polizei verbündet und streifen als Hilfssheriffs gegen potentielle »Plünderer« durch die Stadt.

    »Ein schönes Signal und ein klares Statement, das ich unterschreibe«, sagte der Bürgermeister von Alkmaar, Emile Roemer, am Dienstag abend beim lokalen Nachrichtensender NH Nieuws. Er sei stolz auf die 50 Fans des ortsansässigen Erstligisten AZ, die ganz in Schwarz gekleidet gemeinsam mit der Polizei durch die Straßen der Stadt patrouillierten. Die Botschaft ist laut Roemer: »Vom Eigentum anderer Leute lasst ihr die Finger!«

    Roemer war bis September 2017 Fraktionschef und Spitzenkandidat der Sozialistischen Partei (SP) im niederländischen Parlament. Seit seinem Rücktritt tingelt er als vom König eingesetzter, kommissarischer Bürgermeister durch das Land. Roemer springt ein, wenn der Amtsinhaber überraschend ausscheidet und kein neuer in Sicht ist. Erst in Heerlen, jetzt in Alkmaar.

    Ein Sozialist, der als »Law and Order«-Apologet in den höchsten Tönen über eine Bürgerwehr aus gewaltbereiten Hooligans spricht? »Er macht einen Fehler«, kritisierte der Soziologe Vasco Lub am Mittwoch bei NH Nieuws. »Es ist keine Aufgabe für Bürger und schon gar nicht in einem organisierten Kontext«, so Lub. »In einem Land weit weg von hier nennen sie das Milizen«, zitierte der Nachrichtensender am Mittwoch einen Kommentar aus den sozialen Medien. »Wir haben jetzt den Punkt erreicht, an dem Schläger mit Zustimmung des Bürgermeisters durch die Straßen gehen.« In fast allen Städten, die einen Profifußballklub beherbergen, spielen sich rechte Fans nun als Beschützer auf.

    In Den Bosch, das am Montag abend besonders von den Ausschreitungen betroffen war, erklärte ein Sprecher der örtlichen Fanszene am Dienstag gegenüber der Tageszeitung Algemeen Dagblad: »Wir versuchen es mit Reden zu lösen, nicht mit Gewalt. Aber wenn Reden nichts nützt, dann gehen wir notfalls dazwischen.« Viele Geschäftsinhaber und Unternehmer unterstützten sie. Die Aktion sei mit der Polizei und der Stadtverwaltung abgesprochen. Die Polizei bestätigte, Kontakt gehabt zu haben.

    Konkret bedeutete diese »Hilfe« unter anderem, dass sich am Dienstag abend eine Gruppe vor einem Einkaufzentrum in einem Viertel postierte, in dem viele Bewohner einen Migrationshintergrund haben. Es blieb ruhig, mit Beginn der Ausgangssperre um 21 Uhr gingen die Rassisten nach Hause. Laut einem Bericht des NRC Handelsblad vom Donnerstag waren bereits in der Vergangenheit einige der »Fußballfans« im Stadion rassistisch aufgefallen.

    In Maastricht marschierten am Dienstag Hunderte der Rechten geschlossen durch die City. »Für alle, die glauben, in unsere Stadt kommen zu müssen, hoffen wir, dass die Polizei euch findet, bevor wir es tun«, drohten sie im Internet den »Plünderern« Prügel an. »MVV-Fans, die durch Maastricht laufen, gaben ein bedrohliches Bild ab, das war doch etwas anderes als ein bisschen Unterstützung anbieten«, sagte Erwin Muller, Professor für Sicherheit und Recht an der Universität Leiden, am Donnerstag im NRC Handelsblad. »Die Grenze wäre erreicht, wenn die Anhänger zusammen mit der Polizei Gewalt gegen andere angewandt hätten.« Soweit ist es noch nicht, aber auch die kommenden Tage wollen sie Wache schieben, kündigten sie auf Facebook an: »Wir bleiben bereit!«

    Pandemie in den Niederlanden: Randale und Proteste zur Sperrstunde

    Demolierte Polizeiautos und Plünderungen: In den Niederlanden gab es bei Protesten gegen die nächtliche Corona-Ausgangssperre erneut gewaltsame Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei.

  82. 82 Leser 31. Januar 2021 um 17:46 Uhr

    Betreffend Portugal, erläutert Ralf Streck bei Heise/Telepolis, „… dass die nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO deutlich ansteckendere Mutante aus Großbritannien das Land fest im Griff hat. Etwa 20 Prozent aller Neuinfektionen werden dieser Variante zugerechnet, im Großraum um die Hauptstadt Lissabon sollen es sogar schon etwa 50 Prozent sein. Hätte man die rechtzeitig erkannt, wären die „Maßnahmen an Weihnachten sicher anders ausgefallen“, erklärte er. Zu den Festtagen hatte man die Schutzmaßnahmen fast völlig außer Kraft gesetzt.

    Experten verweisen darauf, dass die britische Variante Kinder und junge Menschen stärker infiziere. Die Krankenhäuser sind nun – wie die Infektiologie-Abteilung des Dona-Estefânia-Krankenhauses in Lissabon – auch mit jungen Leuten gefüllt. Die Leiterin der Abteilung, Maria João Brito, weist darauf hin, dass man die Kapazität habe ausweiten müssen. Es seien 16 weitere Betten in einem neuen Raum aufgestellt werden, erklärt die Kinderärztin. Von einem 12 Tage alten Kind bis zu 17-jährigen seien nun alle Altersgruppen vertreten. „Diese Variante betrifft jeden, verschont niemanden“, erklärt sie.“
    https://www.heise.de/tp/features/Portugal-macht-Grenzen-in-hoechster-Covid-Not-dicht-5041501.html

  83. 83 Phineas 31. Januar 2021 um 18:19 Uhr

    Im Gespräch: „Die Corona-Aufklärungsoffensive“ (Walter van Rossum und Jens Lehrich)

    https://dein.tube/watch/qtxmdwmCIwuKdbI

  84. 84 Leser 01. Februar 2021 um 9:42 Uhr

    Online-Diskussion (KK-Gruppe Berlin) | 2./16 Februar 2021 |

    Wie eine Seuche zur Verschwörung mutiert
    – Vom Fehler der „Verschwörungstheoretiker“ und vom Fehler derjenigen, die sie als bekloppt ausgrenzen

    Dienstag | 02. Februar 2021 | 19:30 Uhr und
    Dienstag | 16. Februar 2021 | 19:30 Uhr

    Es ist eine Anmeldung per eMail notwendig! Schreib’ dafür eine E-Mail an info@kk-gruppe.net, dann bekommst du ca. 24 Stunden vorher den link per eMail zugesandt. Für den Lesekreis wird discord benutzt (https://discord.com/).

    Referent: U. Taraben (GegenStandpunkt)

    Im Online-Lesekreis besteht an zwei aufeinander aufbauenden Terminen die Möglichkeit, den Artikel „Pandemie X: Von der Pandemie zum Pandämonium des Bösen. Die Bürger und ihre ultimative Wahrheitsfrage – wer ist schuld an der ganzen Misere?!“ aus GegenStandpunkt 2-2020 zu diskutieren. Der Artikel soll vorab gelesen werden:

    https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/wer-ist-schuld-an-corona

    https://kk-gruppe.net/wie-eine-seuche-zur-verschwoerung-mutiert/

  85. 85 Phineas 01. Februar 2021 um 18:11 Uhr

    Impfen gegen Mutanten?

    SARS-CoV-2, ein Erreger grippaler Infekte und der seltenen Viruspneumonie COVID, die auf eintausend über 70-jährige mit dem Virus infizierte Personen zu ein bis zwei Toten führt, steht unter hohem Selektionsdruck. Denn 99,8 Prozent der Infizierten bilden gegen das Virus eine robuste Immunität aus, die auch gegen Mutanten des Virus durch sogenannten Kreuzimmunität wirken kann, dazu unten mehr. Ein immuner potenzieller Wirt kann aber nicht mehr infiziert werden und das Virus nicht mehr weitergeben. Wenn das Virus sich also nicht laufend verändern würde, würde die menschliche Population es durch Herdenimmunität ausrotten. Doch das geschieht nicht.

    https://www.achgut.com/artikel/impfen_gegen_mutanten

    Corona-Impfung: Das Kleingedruckte bei den Risiken

    Einige Geimpfte könnten schwerer erkranken als Ungeimpfte. Obwohl Fachleute vor solchen Szenarien warnen, wird nicht informiert.

    Die Hoffnung aller gilt wirksamen Impfstoffen, welche die Menschen vor schweren Folgen von Covid-19 schützen und das Verbreiten des Virus stoppen. Die Hoffnung darf jedoch nicht dazu verleiten, dass mögliche Risiken kleingeredet werden, nur um skeptische Menschen nicht vom Impfen abzuhalten. Infosperber informiert über relevante Aspekte.

    https://www.infosperber.ch/gesundheit/public-health/corona-impfung-das-kleingedruckte-bei-den-risiken/

  86. 86 Nestor 01. Februar 2021 um 20:06 Uhr

    @Phineas

    Der Artikel „Impfen gege Mutanten“ krankt unter den Dauermängeln dieser Art von Artikeln.

    Zur Letalität von 1-2 auf 1000 fehlen jegliche Untermauerungen. Es wird einfach auf die vorhandenen Zahlen gedeutet und gesagt, die sind aufgeblasen, in Wirklichkeit sind es viel weniger, die sterben.
    Zusätzlich unterscheidet sich die Letalität nach Staaten und Klimazonen, urbanem und ländlichen Gebieten usw.
    Drittens ist die Letalität so, weil die Leute mit schwerem Verlauf behandelt werden. Würden sie das nicht, so erhöht sich die Letaliät.

    Nachdem also eine Zeitlang am Virus und seinen Mutationen herumüberlegt worden ist, kommt in Form einer „Zusammenfassung“ der Satz:

    Der “Impfstoff” ist höchstwahrscheinlich gegen die tödliche Pneumonie bei allen Varianten unwirksam und kann die Kontagiosität Infizierter wahrscheinlich nur teilweise senken.

    Warum eigentlich?
    Man fragt ja nur.

  87. 87 Phineas 01. Februar 2021 um 21:21 Uhr

    Ein genialer Schachzug
    Verschwörungstheoretiker!
    Von Ullrich F. J. Mies

    Verschwörungstheoretiker! Antisemit! Antiamerikaner! Querfrontler! All diese Diskurs-Totschagskeulen werden gezielt eingesetzt, um politische Bewegungen und politisch Aktive zu spalten, Organisationen zu zersetzen, Debatten unmöglich zu machen und den „Verschwörungstheoretiker“ „zu verbrennen“. Diese Strategie geht zu weiten Teilen auf. Auch viele Linke laufen in diese Falle. Beschränken wir uns hier auf die Verschwörungsnummer. Der Begriff stammt von der CIA. In ihrem Dokument „Document 1035-960, Concerning Criticism of the Warren Report“ aus dem Jahr 1968 wurden alle Zweifler an der offiziellen Darstellung des Mordes an John F. Kennedy zu Vertretern einer „conspiracy theory“ und damit zu Spinnern erklärt: Ein genialer Schachzug des Dienstes.

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23016

  88. 88 Neoprene 01. Februar 2021 um 21:46 Uhr

    Und es ist alles andere als ein genialer Schachzug, jedem Artikel, in dem „Verschwörungstheoretiker! Antisemit! Antiamerikaner! Querfrontler!“ vorkommt, mit der Retourkutsche zu kommen, daß das alles nur „Diskurs-Totschagskeulen“ seien. Eigentlich ja sowieso letztlich vom CIA.
    Statt Labeln sind halt leider immer noch erst mal Argumente und Fakten nötig und daran mangelt es auch dieser Tage wieder sehr, befürchte ich.

  89. 89 Nestor 02. Februar 2021 um 10:33 Uhr

    @Phineas

    Ich kann nicht wirklich einen Zusammenhang zwischen meinem und deinem letzten Beitrag erkennen.

    Südafrika gibt nicht wirklich Anlaß zu Optimismus:

    „Offiziell meldet Südafrika 42.000 Corona-Tote. Addiert man die außergewöhnlich hohe Übersterblichkeit, sind am Kap über 100.000 Menschen mit oder an Covid-19 gestorben. Mr. Big und seine Frau waren auch infiziert.

    »Es war heftig«, sagt der Vater von zwei Kindern. »Zwölf Tage lang war ich sterbenskrank und danach konnte ich lange Zeit nicht mehr laufen. Meine Beine waren taub.« Das war im Juni – in der ersten Infektionswelle. Vor der Mutation und bevor es einen Impfstoff gab. Allerdings hat sich in diesem Punkt hier wenig verändert. In Südafrika wurde bis heute nicht ein einziger Mensch geimpft. …

    22 afrikanische Länder erleben derzeit drastisch ansteigende Infektionszahlen. Todesfälle haben sich in den vergangenen vier Wochen verdoppelt. Das wahre Ausmaß der Pandemie auf dem Kontinent ist jedoch wegen limitierter Testkapazitäten unbekannt. …

    Überdimensionierte Impfstoff-Bestellungen und -Reservierungen Europas und der USA haben den Markt leer gefegt. Südafrika hat bei der Impfstoff-Beschaffung schlecht geplant, sich auf Ankauf durch die Afrikanische Union und das WHO Covax System verlassen. Die dafür nur schleppend bereitgestellten Impfdosen würden für weniger als 40 Prozent der Bevölkerung ausreichen. Die Empörung und der Druck der südafrikanischen Bevölkerung und Wissenschaftler sind groß. Das Gesundheitsministerium wandte sich in den vergangenen zwei Wochen endlich direkt an Hersteller wie Astrazenca oder Biontech/Pfizer. Letztere boten 40 Millionen Impfdosen an. Astrazeneca ließ verlauten, es gäbe grundsätzlich keine Pläne, Afrika zu beliefern.
    Den Südafrikanern wurde geraten, sich an das Serum Institute in Indien zu wenden. Der weltweit größte Impfstoff-Hersteller hat eine Lizenz, das Astrazenca-Präparat zu produzieren. Südafrikas Regierung konnte sich in Indien 1,5 Millionen Dosen sichern. Sie sollen am kommenden Wochenende ankommen. Um Gratis-Impfstoff von der WHO zu beziehen, ist Südafrika nicht arm genug. Also zahlt das Land – und zwar doppelt so viel wie die EU, nämlich 5,25 US-Dollar pro Astrazeneca-Dosis. Die EU bekommt Rabatt im Ausgleich für saftige Finanzspritzen für die Impfstoff-Entwicklung. Für wirtschaftlich angeschlagene Länder wie Südafrika wären derartige Investitionen undenkbar.

    Der hohe Einkaufspreis ist nun eine bedeutende finanzielle Belastung. Wie im Rest der Welt wird das Virus ohne flächendeckende Impfungen nicht unter Kontrolle zu bekommen sein. Die Mutation ist ein zusätzliches Problem. Eine Studie des US-Konzerns Novavax bescheinigt dem Impfstoff-Kandidaten des Konzerns eine hohe Wirksamkeit gegen die britische Mutante (85,6 Prozent). Doch im Kampf gegen die südafrikanische Virus-Variante ist der Novovax-Impfstoff wesentlich schwächer – 49,9 Prozent. Nur die Hälfte der Geimpften wäre geschützt. Fünfzig Prozent Wirksamkeit ist der von der WHO verlangte Mindestwert. Bislang ist der Novovax-Impfstoff weder in der EU noch in Südafrika zugelassen.

    Und dann gibt es für Südafrika noch ein ganz anderes Problem: Reinfektionen. Zwar waren 40 Prozent der Menschen in Khayelitsha wie Mr. Big in der ersten Welle mit der ursprünglichen Form des Virus infiziert. Aber: »Ich glaube nicht, dass ich gegen die Mutation immun bin«, sagt Mr. Big. Konsequent trägt er seine Maske, geht davon aus, sich jederzeit wieder anstecken zu können. »Sagen wir’s so: Vorsicht ist besser als Nachsicht.« Seine Augen lassen ein breites Lächeln hinter der Maske vermuten.

    Die Vorsicht ist gerechtfertigt. Eine neue südafrikanische Studie an 44 Patienten, die wie Mr. Big mit dem ursprünglichen Virus infiziert waren, zeigt: fast die Hälfte erkrankte erneut – am mutierten Virus. … Mittlerweile wurde die südafrikanische Mutation in Botsuana, Ghana, Kenia und Zambia und in 24 nicht-afrikanischen Nationen nachgewiesen. Und ja, die britische Mutation hat nun auch ihren Weg in den Süden angetreten. Gambia und Nigeria melden erste Fälle.

    »Ich gehe davon aus, dass Südafrika noch reichlich Nährboden für eine dritte und vierte Welle bietet«, prognostiziert Professor Wolfgang Preiser von der medizinischen Fakultät der Universität Stellenbosch. »Unser Winter kommt ja erst noch. Wir sind jetzt im Hochsommer. So viel zum Thema Hitze und Sommer verhindern die Virus-Verbreitung.« Die hiesige Mutation zeige, wie aktiv sich das Virus an eine Bevölkerung anpasse, von der immerhin schon ein gewisser Teil Infektionen durchgemacht und Antikörper entwickelt habe. Zeit ohne Impfung ist Zeit für das Virus, sich anzupassen. »So etwas ist gefährlich«, sagt Preiser. »Das sind dann praktisch Natur-Experimente, bei denen man versucht, das Virus gefährlicher zu machen.«“

    https://www.n-tv.de/panorama/So-gefaehrlich-ist-Impfstoff-Nationalismus-article22325737.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

  90. 90 Nestor 06. Februar 2021 um 10:41 Uhr

    Neue Volkskrankheit Long Covid? Allein in der Schweiz könnten Zehntausende betroffen sein – mit gravierenden Folgen für den Sozialstaat

    Zahlreiche Corona-Patienten fühlen sich noch Monate nach der Erkrankung nicht gesund. Long Covid wird zu einer Belastungsprobe für die Invalidenversicherung und die Gerichte – ähnlich wie vormals das Schleudertrauma.

    https://www.nzz.ch/schweiz/volkskrankheit-long-covid-zehntausende-koennen-betroffen-sein-ld.1597691

    dazu Wikipedia:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Long_Covid

  91. 91 Leser 06. Februar 2021 um 11:17 Uhr

    Link zur Kritik der Kritik an „Zero-Covid“
    von Wolf Wetzel bei Heise/Telepolis…

    https://www.heise.de/tp/features/Zero-Covid-und-die-innere-Ausgangssperre-5044601.html

    … und wie weit staatliches Handeln im Kapitalismus unter Pandemie-Bedingungen ein grundsätzlich variiertes werden könne, oder solle, oder müsse, – das ist hier Thema…

    https://www.freitag.de/autoren/ulrike-baureithel/impfen-nach-marktlage

    Eine weitere Variation war die eines hochrangigen SPD-Politikers vor einigen Jahren über Meckerei im Nachhinein: „…Hätte, hätte, – Fahrradkette…“

  92. 92 jana 06. Februar 2021 um 19:09 Uhr

    Other studies mirror this finding. One patient-led study found that people who got tested too late in their infection received negative results, despite exhibiting the same long-term symptoms as those who received positive results by testing earlier.3
    COVID-19 ‚Long-Haulers‘ Search for Answers About Chronic Cases

    “This data implies that the timing of the testing really matters,“ Hannah Wei, a qualitative researcher who analyzed these patient survey responses, tells Verywell. „If you see that the symptoms are similar but the day of testing is off by even a week, it will lead to patients getting denied the treatment that they really need.“

    https://www.verywellhealth.com/covid-19-rtpcr-tests-false-negative-results-5073062

  93. 93 Wolf 07. Februar 2021 um 9:20 Uhr

    Zero- Covid als Basis für linke Bewegungen?

    „Im Mittelpunkt dieses Aufrufs steht also kein Fantasiegebilde, sondern der Vorschlag, die Arbeitswelt, die ungefähr 80 Prozent des Infektionsgeschehens ausmacht, in Corona-Maßnahmen einzubeziehen. Dass man genau dies bis heute nicht macht, hat keine medizinischen Gründe, sondern ausschließlich politische und ökonomische.“

    Politische und ökonomische Gründe werden in Australien, China usw. wohl auch eine Rolle gespielt haben- dort ging man eben den rigorosen Weg des kurzen und harten Lockdowns. Merkel und Co entschieden sich für einen Zickzack- Kurs, der sich jetzt rächt und mit der Hoffnung auf die Impfung einen harten Lockdown unwahrscheinlich macht.

    https://www.heise.de/tp/features/Zero-Covid-und-die-innere-Ausgangssperre-5044601.html

    Fabian Lehr zu Zero Covid: Ich sehe die linken Möglichkeiten optimistisch. Wenn es die mehr rechte Querdenker- Szene schafft, in wenigen Monaten eine große Bewegung aufzubauen, warum sollte eine linke Bewegung das nicht auch schaffen, gerade wenn die Existenznöte und Unzufriedenheiten immer größer werden?

    Ist das eine Form der Verelendungstheorie, und wenden sich die Leute überall im unzufriedenen Zweifelsfall ohnehin nicht eher nach rechts?

    Diskussion mit Fabian Lehr: https://www.youtube.com/watch?fbclid=IwAR2tJ_YVx6t93xsIbscTrVqnGM_kUFWE5GJ5Dg9nmWvHvZtM_H7AjYFQ2II&v=qc0pUS2LxSQ&feature=youtu.be

  94. 94 Kehrer 07. Februar 2021 um 11:53 Uhr

    „Man fährt auf Sicht!“ Das ist die Schönrednerei des in Wahrheit staatlichen Coronablindflugs. Wenn man auf Sicht fährt, kann man immerhin reagieren bevor man irgendwo drauffährt, das ist aber gar nicht der Fall. Man ordnet irgendwas an und schaut sich dann die Zahlen an und ordnet dann wieder etwas an. Das ist try und error, also Blindflug oder Fahrt mir verbundenen Augen – fahren bis es scheppert und dann das Lenkrad korrigieren und wieder fahren bis es scheppert.

    „Diese sehr große Vorläufigkeit der Erkenntnisse und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen der Regierung vorzuwerfen, die sich für Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie entscheiden muss, ist unredlich.“

    Das wäre nur dan unredlich wenn sich die Politik um Erkenntnisse bemühen würde und ihre Entscheidungen nicht nur mit Wissenschaft rechtfertigen würde, sondern in allen Bereichen Wissenschaftliche Forschung befördern würde und sich danach richten würde. Das ist aber nicht der Fall. Die Erkenntnisse sind nicht „vorläufig“ weil da ja nichts mehr kommt. Das wie einer der im Verkehr eine Augenbinde trägt und sich gleichzeitig weigert sie abzunehmen. Oder jemand der Blind ist aber sich weigert einen akustischen Warnapparat entwickeln zu lassen.

    „Diese gemeinsame Inkonsequenz könnte doch eine Basis sein, sich miteinander auseinanderzusetzen, anstatt sich in falschen Überlegenheiten zu sonnen.“

    Wozu das denn? Als wären die Querdenker oder die Geradeausdenker das Problem. Das Problem ist der politische Umgang mit Corona.

    „Alex Demirović führt als notwendige Konsequenz die Schließung von Flughäfen, Häfen und Grenzen an. Auch hier schlussfolgert er etwas, das gar nichts zwingend sein muss.“

    Klar wäre das Zwingend bei Nullcovid. Man kann ja jetzt schon an der Landkreiskarte des RKI sehen, dass der Covid 19 Eintrag hauptsächlich in den östlichen Grenzregionen stattfindet, aus Tschechien und Polen. Dass die Bundesländer am Meer insgesamt besser dastehen, kann ja kein Zufall sein.

    „Es muss doch (gemeinsam) darum gehen, nicht länger hinzunehmen, dass politische und ökonomische Interessen das Corona-Regime dominieren – und dass wir das nicht länger mit Angst, Sanktionen und Einschließungen hinnehmen.“

    Hier stimme ich zu.

  95. 95 Nestor 08. Februar 2021 um 9:29 Uhr

    Na ja, das mit den politischen und ökonomischen Interessen wäre ja vor Corona auch angestanden …

  96. 96 Nestor 08. Februar 2021 um 13:00 Uhr

    So, wieder einmal Sterblichkeits-Zahlen zur Corona-Pandemie:

    0,001867836729795 Belgien
    0,001734943647954 Slowenien
    0,001690435316634 UK
    0,001610202265620 Tschechien
    0,001520543927348 Italien
    0,001411580868916 Nordmazedonien
    0,001355295583906 Portugal
    0,001352247236672 Bosnien
    0,001333329784884 Ungarn
    0,001303301144220 Spanien
    0,001301066064898 Montenegro
    0,001227488976104 Kroatien
    0,001178332064544 Frankreich
    0,001173071469052 Schweden
    0,001116193721312 Schweiz
    0,001016686655890 Polen
    0,000994127606558 Moldawien
    0,000942329438372 Luxemburg
    0,000934764714270 Rumänien
    0,000898094879444 Österreich
    0,000836750972547 Holland
    0,000796291869540 Kosovo
    0,000771546442413 Irland
    0,000739879656532 Deutschland
    0,000591313267442 Ukraine
    0,000582628874758 Serbien
    0,000510699122793 Rußland

    0,001401265585507 USA
    0,001299263322884 Mexiko
    0,001298809523810 Panama

    0,001290246153846 Peru
    0,001107216699801 Kolumbien
    0,001093763919822 Argentinien
    0,001085916330712 Brasilien
    0,000994473684211 Chile
    0,000935043478261 Bolivien
    0,000862298850575 Ecuador

    0,000544622113157 Kanada
    0,000382474226804 Honduras

    0,000774541761604 Südafrika
    0,000714080781324 Iran
    0,000333530205445 Irak
    0,000320906752002 Türkei
    0,000112315616476 Indien

    Zuwachsraten:
    Portugal + 0,000391806104735

    UK + 0,000242927167759
    Tschechien + 0,000187914900401

    Mexiko + 0,000151851747882
    Slowenien + 0,000145539292727
    USA + 0,000139184172018
    Spanien + 0,000126219745584
    Ungarn + 0,000124366320331
    Deutschland + 0,000118258615798
    Montenegro + 0,000110497237569

    Polen + 0,000106533868697
    Südafrika: + 0,000102377715739
    Italien + 0,000101804958093

    Panama + 0,000101406301882

    Frankreich + 0,000091830489753
    Kroatien + 0,000089245893675
    Österreich + 0,000074597823362
    Nordmazedonien + 0,000071644022153
    Brasilien + 0,000069823541075
    Schweiz + 0,000066465001936
    Bosnien + 0,000062302490485
    Belgien + 0,000059222811262

    Kolumbien + 0,000058986723955
    Rumänien + 0,000058693026081

    Moldawien + 0,000055761265184
    Rußland: + 0,000051975431321
    Ukraine + 0,000048696386731

    Luxemburg + 0,00004472071911

    Kosovo + 0,000037743920083
    Serbien + 0,000037264444081
    Iran + 0,000014510954726

    Das Land, das derzeit offensichtlich wirklich in Schwierigkeiten ist, ist Portugal. Die Kombination von britischer Coronavirus-Variante und eifriger Inlands-Reisetätigkeit zum Jahreswechsel haben dort sowohl die Infektions- als auch die Todesrate in die Höhe schnellen lassen, und eine Besserung der Lage ist nicht abzusehen.

    Bemerkenswert ist Irland, das trotz seiner isolierten Lage und geringer Infektionsrate eine relativ hohe Letalität aufweist. Das liegt vermutlich am Gesundheitswesen Irlands. Wenn man dort einen schwereren Krankheitsverlauf hat, kann man schon das Testament machen.
    Es fragt sich, ob dort eine Verbesserung des Gesundheitswesens geplant ist?
    Derzeit gibt es lediglich eine unernste Debatte (in Form dauernder Dementis) um die Einführung eines Total-Lockdowns (Vorbild Australien und Neuseeland) und Besorgnis über die offene Grenze nach Nordirland, die dann wohl definitiv gesperrt werden müßte.

    Im benachbarten UK sollen die beachtlich hohen Zahlen und die fortschreitende Ausbreitung vor allem durch die Impfung abgestellt werden – eine Reform des NHS ist bisher keine Option.

    Spanien befindet sich nach eigenem Empfinden inzwischen in einer dritten Welle, in einer beachtlichen wirtschaftlichen Rezession, die vor allem den letzten prosperierenden Wirtschaftszweig, den Tourismus, versenkt hat. In der allgemeinen Ratlosigkeit klammern sich alle an die Impfung.
    Da aber viel zu wenig Impfstoff da ist, konzentriert man sich auf die Reihenfolge. Als nächstes sollen Leute über 70, Menschen mit Down-Syndrom und Übergewichtige drankommen – alles Personengruppen, an denen die Impfstoffe nicht getestet wurden.

    In Chile gab es einen statistischen Rückgang der Letalität, was dadurch zustandekommt, daß Wikipedia im Jänner die Einwohnerzahlen aktualisiert hat, wodurch es in Chile zu einem statistischen Bevölkerungswachstum kam.

    Vergleichsweise beruhigt präsentiert sich die Lage im Iran, der sozusagen die Avantgarde bei Infektionen dargestellt hat. Der Verzicht auf Aufmärsche und dergleichen scheint dort Effekt zu zeigen.

  97. 97 Phineas 08. Februar 2021 um 16:10 Uhr

    Corona-Ausschuss, Sitzung 38: Angriff auf Mensch und Gesellschaft

    (Prof. Ukrike Kämmerer ab cirka Min. 22:00)

    https://www.youtube.com/watch?v=HMCgF08I6WU&feature=emb_logo

  98. 98 Kehrer 09. Februar 2021 um 0:43 Uhr

    Ich mach mal n paar Links zu Videos von Frau Wagenknecht rein.

    https://www.youtube.com/watch?v=T2bivIDGCMI
    https://www.youtube.com/watch?v=wbUTuwNmxdM
    https://www.youtube.com/watch?v=KUg0UGFjKFU

    Viele Sachen finde ich nachvollziehbar. Bloß „Politikversagen“ stimmt natürlich überhaupt gar nicht als Urteil. Da hat nicht jemand ein korrektes Anliegen, ist dann aber gescheitert weil er einfach zu blöd ist, weil er Politik nicht kann, und an seiner Aufgabe versagt hat. Das ist wirklich eine fatale Verharmlosung. Es ist natürlich Absicht und politischer Wille, was da als Versagen bezeichnet wird.

  99. 99 Nestor 09. Februar 2021 um 1:07 Uhr

    Die Dame war mir bislang immer suspekt, aber diese Sendung von ihr ist 1A. Es gibt doch noch Lichtblicke im Meer der Finsternis!
    Das mit dem „Versagen“ ist schwierig. Natürlich ist es ein Idealismus über die Politik, der mit diesem Begriff transportiert wird, – aber absichtlich und willentlich haben die Politiker aller Couleur diese verfahrene Lage nicht herbeigeführt.

  100. 100 Kehrer 09. Februar 2021 um 3:03 Uhr

    So war das auch nicht gemeint, dass sie absichtlich den Karren in den Dreck fahren wollen. Die Kanzlerin ist ja gar nicht der Ansicht, dass der Karren im Dreck ist und sie meint, dass sie alles richtig macht. Die wollen mit Absicht eben was anderes. Der Idealismus besteht ja darin, dass man den Politikern einen Zweck unterstellt, den sie gar nicht haben und dann Versagen sie nicht an dem Zweck, den sie haben, sondern an dem Zweck, den man ihnen unterstellt und den sie nicht haben.

    Spahn und auch die Kanzlerin ist ja immer noch der Meinung, dass es ausreicht Anreize, Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen, dass man mit Geld steuern muss, aber alles andere muss man der Wirtschaft überlassen und das zieht sie gnadenlos durch. Das geht aber nicht in der Krise, weil man es mit professionellen Profitgeiern zu tun hat, eben Kapitalisten, die keine Menschenfreunde sind, sondern alles des Profites wegen tun. Wenn man von denen was will, dann muss man sie eng an die Kandare nehmen, sonst versuchen sie auszubrechen. Die kann man nicht einfach machen lassen und warten, was sie liefern und sich belehren lassen was geht und was nicht. Das will sie aber nicht kapieren, weil die Wirtschaft eine heilige Kuh ist. Die verstehen sich ganz eindeutig als Diener des Erfolgs des Privatreichtums und daher schaffen sie es nicht die Pandemie zu managen.

    Gerade hab ich auch nochmal die ganze Sendung Anne Will mit Waagenknecht gesehen. Da sagt sie auch nochmal mehr als in dem kleinen Ausschnitt – ich finde nicht übel. Auch hier nochmal das gute Argument, dass Coronamedikamente praktisch nicht gefördert wurden. Am Schluß muss die SPD Tante aus Meckpom Schwesig dann nochmal Parteienkonkurrenz machen, mit Sachen, die Waagenknecht gar nicht behauptet hat. Und die Waagenknecht sitzt da und verzieht keine Miene. Manchmal ist es mir schleierhaft wie die Teilnehmer in den Talkrunden das aushalten. Muss man das trainieren? Jemand sagt dir den größten Stuß mitten ins Gesicht und gewonnen hat man, wenn man sich den Gegensatz nicht anmerken lässt.

    Das Coronaausschussvideo ist auch nicht übel – bloß immer so lang. Das Argument von Wodarg find ich gut, dass es eine Differentialdiagnostik braucht. Man also rausfinden muss, welches Virus ist die Ursache für welches Symptom und man darf nicht alles einfach Corona in die Schuhe schieben, bloß weil das gerade angesagt ist. ab ca. min 58 Multiplextests

  101. 101 Phineas 09. Februar 2021 um 9:02 Uhr

    Wolfgang Wodarg: „das ist keine Impfung, was da jetzt läuft.“. Cirka ab 01:16:00 – 01:28:00.

    https://www.youtube.com/watch?v=HMCgF08I6WU&feature=emb_logo

  102. 102 Kehrer 09. Februar 2021 um 10:46 Uhr

    Bloß wird das halt schlecht begründet, dass da eine genetische Veränderung stattfinden soll.
    „Unser Körper produziert Sachen, die er nicht produzieren würde, wenn wir nicht gentechnisch verändert wären.“ Das ist natürlich Blödsinn, weil dann jedes Virus eine gentechnische Veränderung bewirken würde, indem das Immunsystem drauf reagiert. Auch hier produziert der Körper Sachen, die er ohne Virus nicht produzieren würde.

    Selbst wenn die Impfung eine genetische Veränderung bewirken würde, ist der Gegensatz falsch. Denn die Absicht ist ja immer noch Impfung und nicht genetische Umprogrammierung. Im schlimmsten Fall wird mit genetischen Mitteln eine Immunreaktion hervorgerufen. Was in dem anderen Video (Zusammenhang hab ich vergessen) thematisiert wurde, wo über die Verunreinigungen wegen des nicht beherrschten industriellen Maßstabs gesprochen wurde, rechtfertigt auch nicht zu sagen, dass es sich um keine Impfung handelt. Denn auch wenn der Stoff mies produziert wird und er zu viele Nebenwirkungen hat, ist es immer noch ein Impfstoff.

  103. 103 Nestor 09. Februar 2021 um 10:50 Uhr

    @Kehrer

    Die Kanzlerin ist ja gar nicht der Ansicht, dass der Karren im Dreck ist und sie meint, dass sie alles richtig macht.

    Das ist für die Medien, und wenn sie ihre Pillen genommen hat.
    Als sie den Lockdown verkündet hat, war sie nahe einem Nervenzusammenbruch.

  104. 104 Kehrer 09. Februar 2021 um 11:04 Uhr

    Mich interessiert ja nicht was die Kanzlerin (im stillen Kämmerlein) so denkt, sondern was sie öffentlich äußert.

  105. 105 Nestor 09. Februar 2021 um 11:08 Uhr

    Der Nervenzusammenbruch war ja auch öffentlich.

    Es gehört zum Beruf eines/r Politikers/in, immer den Eindruck zu erwecken, er/sie hätte die Sache im Griff.
    Die können nicht öffentlich zugeben, daß sie alles vergeigt haben, was nur möglich ist.

    Warum Herdenimmunität in Manaus nicht wirkt

    Eigentlich sollte Manaus laut einer Studie längst eine Herdenimmunität erreicht haben. Doch die zweite Corona-Welle trifft die brasilianische Stadt erneut mit tödlicher Wucht. Eine Gruppe von Wissenschaftlern forscht nach den Gründen – und diese sollten auch Europa Unbehagen bereiten.

    https://www.n-tv.de/wissen/Warum-Herdenimmunitaet-in-Manaus-nicht-wirkt-article22335720.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

  106. 106 Kehrer 09. Februar 2021 um 14:07 Uhr

    Der Punkt ist doch, dass wenn ich der Meinung bin ich hätte etwas vergeigt, dann ist die Konsequenz, dass ich daraus lerne und es versuche besser oder zumindest anders zu machen. Ein mea culpa kann ja auch bloß Show sein und dafür da, dass man weitermachen kann wie bisher.

    Wenn man aber die Taten betrachtet, dann sehe ich darin Null (inneres) Eingeständnis, dass Fehler gemacht wurden. Alles geht weiter wie seit Anfang der Krise. Zahlen hoch – Lockdown hart

    Manaus hat die brasilianische Variante. Streek sagte dazu, dass entweder die Durchseuchung doch nicht so groß war wie angenommen oder die Variante erneut krank macht. Ich seh gerade, dass das im Artikel noch genauer auseinandergenommen wird. Soviel ich weiß sind in Manaus auch die ganzen Pharmafirmen mit ihren Phase III tests unterwegs.

    Dass Varianten entweder ansteckender sind oder dem Immunsystem besser entkommen, folgt eigentlich schon aus der Tatsache, dass sie sich verbreiten. Wären sie weniger ansteckend oder würde sie vom Immunsystem erfasst, gäbe es sie schließlich nicht.

  107. 107 NN 09. Februar 2021 um 22:22 Uhr

    Neues aus Wuhan
    »Besseres Verständnis« von Coronaausbruch: Experten aus China und von der WHO veröffentlichen Ergebnisse zu Ermittlungen
    Von Matthias István Köhler

    Nach dem Besuch einer gemeinsamen Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und Chinas in Wuhan bleibt zwar ungeklärt, wie das neuartige Coronavirus SARS-2 auf den Menschen übergegangen ist. Aber WHO-Teamchef Peter Ben Embarek sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Wuhan, es gebe nun ein »besseres Verständnis« über die Ursprünge der Pandemie, auch wenn die Ermittlungen mit den chinesischen Wissenschaftlern vor Ort die Erkenntnisse »nicht dramatisch« verändert hätten.

    »Wir haben jetzt gutes Material, um verschiedene Wege auszukundschaften«, so Embarek. Der »wahrscheinlichste Weg« der Übertragung sei, von Fledermäusen ausgehend, über ein anderes Tier als Zwischenwirt. »Extrem unwahrscheinlich« sei hingegen die unter anderem vom früheren US-Präsidenten Donald Trump in Umlauf gebrachte Theorie, das Virus sei aus einem Labor in Wuhan entwichen.

    Wie Liang Wannian vom gemeinsamen Expertenteam erklärte, habe man keine Hinweise gefunden, dass das Virus in der chinesischen Metropole bereits vor dem Dezember 2019 übertragen worden sei. Gleichzeitig würdigte er die gemeinsame Arbeit der Forscher als Grundstein für weitere Ermittlungen an möglichen anderen Ursprungsorten des Coronavirus.

    Die Gruppe, bestehend aus 17 Fachleuten aus China und 17 weiteren aus zehn anderen Ländern, hatte 28 Tage lang in Wuhan den Beginn der Pandemie untersucht. Die Vertreter der WHO waren am 14. Januar in der chinesischen Metropole angekommen, wo Ende des Jahres 2019 der erste große Infektionsherd festgestellt worden war. Nach einer 14tägigen Quarantäne besuchten die Forscher gemeinsam unter anderem Krankenhäuser, Tiermärkte, das Zentrum für Tierseuchenprävention und das Institut für Virologie.

    Wie Embarek gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am vergangenen Donnerstag erklärte, sei »sehr offen« mit den chinesischen Kollegen über die verschiedenen Theorien zum Ursprung des Virus diskutiert worden. Zwei Tage zuvor hatte bereits das Delegationsmitglied Peter Daszak von »sehr guten« Fortschritten gesprochen. Für ihn sei es ein »exzellenter« Aufenthalt in Wuhan, wie AFP meldete.

    Begleitet worden war der Einsatz von Unterstellungen westlicher Politiker und Medien, Beijing behindere die Ermittlungen und wolle angebliche Fehler zu Beginn der Pandemie verschleiern. So erklärte beispielsweise der damalige US-Außenminister Michael Pompeo am 16. Januar, die chinesische Regierung halte »entscheidende Informationen zurück«. Man habe »Gründe« anzunehmen, es habe bereits im Herbst 2019 an Covid-19 erinnernde Erkrankungen in Wuhan gegeben.

    Am 27. Januar forderte die Sprecherin des neuen US-Präsident Joseph Biden, Jennifer Psaki, eine »belastbare und klare« internationale Untersuchung. Die Volksrepublik warnte Washington einen Tag später vor einer »Politisierung« des Einsatzes der Experten. Die Wissenschaftler müssten ihre Untersuchungen zum Ursprung der Coronapandemie »frei von politischer Einmischung« vornehmen können, sagte der Sprecher des Außenministeriums in Beijing, Zhao Lijian.

    Unterdessen haben in der vergangenen Woche chinesische Wissenschaftler die WHO aufgerufen, zum besseren Verständnis der Pandemie auch in anderen Ländern ähnliche Untersuchungen wie in Wuhan durchzuführen. Das »Rätsel des Virus« müsse mit mehr Daten aus weiteren Regionen gelöst werden.

  108. 108 Nestor 10. Februar 2021 um 0:14 Uhr

    Ein kleiner Exkurs, weil Sahra Wagenknecht gemeint hat, Portugals Gesundheitssystem sei „marod“.
    Was muß man sich unter dieser Bezeichnung – die ja inzwischen ein sehr gern gebrauchter Begriff ist – vorstellen?

    Wann ist ein Gesundheitswesen „gesund“ und wann „marod“? Beide Adjektive passen nicht zu einer Institution, die sich um die Krankheiten und Geburten ihrer Bevölkerung kümmert. Die Institution selbst und ihre Unterabteilungen haben ein System und funktionieren auf ihre Art und Weise.

    Zum portugiesischen Gesundheitswesen ist zu sagen, daß es 2019 von der WHO als das 9-tbeste von Europa und das 12-tbeste der Welt eingestuft wurde. (https://www.who.int/healthinfo/paper30.pdf#page=18) 3 Punkte hinter Österreich und weit vor Deutschland.
    Gerade viele Engländer, die in Portugal leben, ziehen das portugiesische Gesundheitswesen dem NHS vor.

    Die Behauptung, Portugal hätte ein schlecht eingerichtetes Gesundheitssystem, klingt aus dem Mund von jemand in Deutschland zumindest ignorant, und ist sicher nicht wohlbegründet.

    Das Gesundheitswesen Portugals ist kostenlos und wird aus Steuergeldern finanziert. Es gibt kein Umlagesystem wie hierzulande eine Krankenversicherung. Irgendwelche Versicherungsbeiträge gibt es, sie sind aber gering, weil das ganze System hauptsächlich auf den staatlichen Zuschüssen begründet ist. Jeder wird behandelt, ohne Ansehen seines Geldbörsls oder seines legalen Aufenthaltsstatus’.

    Es gibt Erstaufnahmezentren, wo einfache Hilfeleistungen geboten werden, größere regionale Spitäler, die als Behandlungs- und Verteilerzentren fungieren und spezialisierte Kliniken inner- und außerhalb derselben.

    Portugal hat allerdings weniger niedergelassene Ärzte, eben weil es keine Krankenversicherung gibt und diese Ärzte auch wenig und gar nicht subventioniert werden. Man zahlt also den Arzt aus der eigenen Tasche. Deshalb gibt es auch keine Hausärzte, über die eine regelmäßige Behandlung vor Ort erfolgt. Besonders prekär ist die Situation mit Zahnärzten.

    Die Ambulanzen und Krankenhäuser haben daher einen größeren Teil an Versorgung zu leisten als in Österreich.
    Es mag sein, daß das in Zeiten der Pandemie nachteilig wirkt und die Ansteckungsgefahr erhöht.

  109. 109 Kehrer 10. Februar 2021 um 0:57 Uhr

    Mit anderen Worten die Ärzte gehen dorthin, wo sie mehr verdienen. In Deutschland haben dafür alle „Rücken“ weil sich mit diesen Operationen am meisten verdienen lässt und wenn die Fallpauschale aufgebraucht ist wird man einfach aus dem Krankenhaus entlassen. „Marode“ ist eben eine Charakterisierung, die nicht wirklich viel aussagt. Bei Vertretern von „die Linke“ muss man aufpassen. Weil sie wirklich noch linke Positionen vertreten denkt man manchmal: Ah, hört sich nicht schlecht an. Dann werden aber wieder Sprüche rausgehauen, wo man denkt – aua, da seid ihr doch auf einer ganz anderen Schiene unterwegs.

  110. 110 Nestor 10. Februar 2021 um 1:55 Uhr

    Na ja, es ist ja nicht nur sie – dieses Urteil, ein Gesundheitswesen sei „marode“, wenn alles voll ist mit Coronapatienten – wird seit Corona ziemlich geistlos von allen möglichen Leuten verbreitet.

    Vorher, zu Sparzeiten, hieß es „unwirtschaftlich“, „ineffektiv“ – genauso blöd.

  111. 111 Leser 10. Februar 2021 um 8:13 Uhr

    Genau. Blöd heißt hier offiziell oder insgeheim parteilich mit den Konjunkturen der jeweils vorherrschenden kapitalistischen Rechnungsweise. Bestenfalls wird noch ein ‚eigentlich‘ und ‚könnte besser‘ davor bemüht. So wird dann allseits miteinander ‚verglichen‘ und allseits alternativ kapitalistisch ‚gerechnet‘, dass es der Sau graust. (Das war von dir ja schon bereits u.a. an den Kommentaren zu und in Italien thematisiert worden.) Die Akteure vergeigen jeweils die Größe der Nation bzw. bringen diese in eine strahlende kapitalistische Zukunft, indem sie, je nachdem, sparsam sein sollen oder Geld raushauen. Je nachdem, was die kapitalistische Volksgesundheit aktuell gerade nahe legt.

  112. 112 Kehrer 10. Februar 2021 um 15:14 Uhr

    „dieses Urteil, ein Gesundheitswesen sei „marode“, wenn alles voll ist mit Coronapatienten“

    „Marode“ heißt dann also soviel, wie den Anforderungen nicht gewachsen und das schließt man aus dem Umstand, dass es gerade tatsächlich mit den Coronapatienten nicht fertig wird. Also wäre das deutsche Gesundheitswesen auch marode, wenn es durch Corona überlastet wäre. Also gibt es einen Lockdown, damit das deutsche Gesundheitswesen nicht als marode dasteht. Eigentlich ist es eine Verdopplung, die als Begründung an der Sache erscheinen soll. „Marode“ soll erklären, warum ein Gesundheitswesen nicht mit den Coronapatienten fertig wird, gleichzeitig kommt man auf dieses Urteil aber nur, weil das Gesundheitswesen mit den Coronapatienten nicht fertig wird.

  113. 113 Kehrer 11. Februar 2021 um 1:25 Uhr

    Kurzer Kommentar zu den heute beschlossenen Maßnahmen der Ministerpräsidentenkonferenz: Söder liebt es Schlagzeilen zu produzieren und seine Schlagzeile heute hies: „Vorsicht mit Perspektive.“ Zuerst mal hab ich heute nichts von einem wissenschaftlichen Beratergremium vernommen. Keine Ahnung, ob das jetzt abgeschafft wurde oder ob es einfach nur nicht erwähnt wurde.

    Die „Vorsicht“ heißt harter Lockdown geht genauso weiter bis 7. März. Die „Perspektive“ teilt sich in zwei Abteilungen. a. Kitas und Schulen machen wieder auf. Der Bürgermeister von Berlin hat das präzisiert. Die Kitas und G r u n d schulen machen wieder auf, aber mit besonderen Maßnahmen als da sind Wechselunterricht, Schnelltesten von Lehrpersonal, Luftfilter. Wobei ich persönlich glaube, dass die „besonderen Maßnahmen“ mehr Wunschdenken sind und wenn dann nur vereinzelt umgesetzt werden. b. Frisöre dürfen öffnen und das halte ich eher für so eine Art symbolischen Durchhalteknochen auf dem das Volk rumkauen soll als Geste für Licht am Ende des Tunnels.

    Dann wurde viel über Stufenpläne und Öffnungspläne gesprochen, die aber allesamt unfertig sind. Die Kanzlerin hat offenbar durchgesetzt, dass von der 50er Inzidenz als Öffnungsmarke abgerückt wird und die 35er Inzidenz als Marke für weitere Öffnungsschritte gilt. Also im Prinzip ist es ein weiter so mit einem hint Öffnung.

    Bei Maischberger war die Diskussion zwischen Boris Palmer dem OB von Tübingen und Uwe Janssens Intensivmediziner interessant. https://www.ardmediathek.de/daserste/video/maischberger/maischberger-die-woche/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL21lbnNjaGVuIGJlaSBtYWlzY2hiZXJnZXIvM2UyNDc2NTItNTVhNS00OWFjLThmZjQtMGE5N2JkMzI5MmEw/

    Ab Minute 17 nach Karl Lauterbachs „Turboviren“

  114. 114 NN 11. Februar 2021 um 20:27 Uhr

    Jobabbau mit links
    Die kommunalen Kliniken in Bremen wollen 440 Vollzeitstellen streichen. Die Gesundheitssenatorin von der Partei Die Linke findet das in Ordnung
    Von Daniel Behruzi

    Den deutschen Krankenhäusern geht es schlecht. Als Wirtschaftsunternehmen müssen sie Erlöse generieren. Doch diese sind – darauf wies die Deutsche Krankenhausgesellschaft am Donnerstag erneut hin – im Zuge der Coronapandemie stark eingebrochen. So auch in Bremen, wo die vier im Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) zusammengeschlossenen städtischen Krankenhäuser schon zuvor mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Die einzige Antwort, die dem Management und der »rot-grün-roten« Landesregierung laut einem Bericht des Weserkuriers vom Dienstag darauf einfällt, ist die Vernichtung von 440 Vollzeitstellen bis Ende 2024. Unterstützt wird der Plan auch von der Aufsichtsratsvorsitzenden und Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard von der Linkspartei.

    Enorme Arbeitsbelastung

    Die kommunalen Krankenhäuser stünden »vor großen strukturellen Problemen und Herausforderungen«, erklärte Bernhard am Donnerstag auf jW-Nachfrage. Der Personalbestand sei für eine medizinische Auslastung kalkuliert worden, die »weit über dem liegt, was wir real erwarten«, weshalb beim Personal eine »Anpassung« notwendig sei. Von dieser sei die Pflege »ausdrücklich ausgenommen, betriebsbedingte Kündigungen werden ausgeschlossen«. Dem Weserkurier zufolge könnten wegen der hohen Teilzeitquote bis zu 700 der aktuell rund 8.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Dies betreffe vor allem Ärzte, aber auch Verwaltungsangestellte und Beschäftigte in nichtmedizinischen Bereichen wie den Klinikküchen. Zugleich will die Geschäftsleitung die zuletzt sinkenden Umsätze wieder erhöhen.

    »Erlös- und Fallzahlsteigerungen zu planen und gleichzeitig Personal abzubauen funktioniert nur mit einer erheblichen Arbeitsverdichtung«, kritisierte der zuständige Verdi-Sekretär Jörn Bracker am Mittwoch in einer Mitteilung. »Dabei arbeiten heute schon viele Kolleginnen und Kollegen am Limit.« Ein »kurzsichtiger Abbau von Stellen im Gießkannenprinzip« sei keine erfolgversprechende Strategie, betonte der Gewerkschafter. »Schon gar nicht, wenn dies teilweise damit begründet wird, dass es wegen der Coronapandemie zu Ausfällen bei planbaren Operationen und Behandlungen gekommen ist.« Schließlich müsse auch nach einem Abklingen der Pandemie genug Personal zur Verfügung stehen, um im Vollbetrieb zu bestehen.

    Der Betriebsratsvorsitzende des Bremer Klinikums Links der Weser, Roman Fabian, hält es für »vollkommen verrückt, mitten in der Pandemie Arbeitsplätze in Krankenhäusern abzubauen«. Am Donnerstag widersprach er gegenüber jW der Darstellung, die Pflege sei von den Kürzungen komplett ausgenommen. »Das gilt nur für examinierte oder mindestens einjährig ausgebildete Pflegekräfte, die von den Krankenkassen ohnehin vollständig refinanziert werden und fest angestellt sind«, so der Belegschaftsvertreter. Andere Hilfskräfte und Leihbeschäftigte seien sehr wohl gefährdet. Von letzteren sollen ihm zufolge Dreiviertel »abgemeldet« werden. »Wer soll denn dann die ganze Arbeit machen?« fragte der Betriebsrat. Schon jetzt würden zum Teil nicht einmal in den Dienstplänen die Pflegepersonaluntergrenzen eingehalten, die die Bundesregierung in einigen Bereichen eingeführt hat und die Verdi für völlig unzureichend hält. »Die Arbeitsbelastung ist am Anschlag. Wir bekommen von den Kolleginnen und Kollegen ordnerweise Gefährdungsanzeigen – und jetzt soll auch noch abgebaut werden?«

    Dass die Gesundheitssenatorin der Linken die Personalstreichung dennoch befürwortet, kann Fabian – der selbst für Die Linke im Ortsbeirat aktiv ist – nicht nachvollziehen. »Es kann nicht sein, dass eine linke Senatorin da mitmacht«, kritisierte er. »In der Partei wurde das nicht diskutiert, es gibt dazu keine Beschlüsse. Ich fürchte, dass uns das bei der nächsten Wahl einholen wird.«

    Entschuldung der Kliniken

    Auch das »Bremer Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus« ist empört über die geplanten Kürzungen. Der Zusammenschluss, in dem auch viele Linke-Mitglieder aktiv sind, hat eine Onlinepetition gestartet, die in den ersten Tagen von mehr als 500 Menschen unterzeichnet wurde. Darin wird die Gesundheitssenatorin aufgefordert, die Stellenstreichungen abzulehnen. Die Kliniken müssten entschuldet und von der Gewinnorientierung befreit werden. Zudem müsse das Land Bremen den Krankenhäusern, wie vorgeschrieben, die Investitionskosten zur Verfügung stellen und für eine Abschaffung des Fallpauschalensystems eintreten, »das die Profitlogik in die Krankenhäuser geschleppt hat«.

    Für Bernhard sind die Fallpauschalen ebenfalls »das Kernproblem der Finanzierung der Krankenhäuser«. Daher müssten nach der Pflege »weitere Bereiche aus den Fallkostenpauschalen herausgenommen werden, zum Beispiel die Geburtshilfe und die Notaufnahme«, erklärte sie gegenüber dieser Zeitung. Mit dieser Formulierung bleibt die Senatorin allerdings weit hinter den Linke-Vorsitzenden Bernd Riexinger und Katja Kipping zurück, die in ihrem am Montag präsentierten Programmentwurf zur Bundestagswahl die komplette Abschaffung der Fallpauschalen fordern. Vor allem aber dürfte der konkrete Umgang mit den Folgen dieses Finanzierungssystems in den Bremer Kliniken noch für Kontroversen in der Partei sorgen.

    Helfen oder im Weg stehen
    Linke Regierungspolitik
    Von Daniel Behruzi

    »In den Krankenhäusern wollen wir Personalabbau und Outsourcing stoppen und rückgängig machen.« So steht es im Entwurf für ein Bundestagswahlprogramm, das die Vorsitzenden der Partei Die Linke, Bernd Riexinger und Katja Kipping, zu Wochenbeginn im Berliner Karl-Liebknecht-Haus präsentierten. Das ist kein Satz, zu dem bis zur Verabschiedung des Programms beim Bundesparteitag im Juni größere Kontroversen zu erwarten sind. Eigentlich. Denn wie so manches Mal kollidieren die auf Bundesebene formulierten Ansprüche mit den Realitäten linker Regierungspolitik in Ländern und Kommunen. So hat sich die Gesundheitssenatorin der Linkspartei in Bremen, Claudia Bernhard, hinter den Plan des kommunalen Krankenhausträgers gestellt, binnen vier Jahren 440 Vollzeitstellen zu vernichten.

    Wenn vermeintlich »nur« außerhalb der Pflege Arbeitsplätze vernichtet werden, macht dies die Sache nicht besser. Denn, auch das betonen Politiker der Partei zu Recht immer wieder: Für funktionierende Gesundheitseinrichtungen werden alle Beschäftigtengruppen gebraucht. Wird nicht mehr anständig gereinigt oder qualitativ hochwertig gekocht, leidet die Versorgungsqualität. Da die Pflegepersonalkosten auf Druck der Proteste von Krankenhausbeschäftigten aus den Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups, DRG) genommen und damit der Kürzungswut entzogen wurden, setzen die Klinikleitungen nun verstärkt in anderen Bereichen den Rotstift an. So auch in Bremen – fatalerweise mit Unterstützung der regierenden Linkspartei.

    Sicher ist die Situation kompliziert. Das Millionendefizit der Bremer Kliniken ist nicht nur das Produkt struktureller Zwänge, sondern auch von etlichen Fehlentscheidungen des mittlerweile ausgetauschten Managements. Doch warum sollten die Beschäftigten die Zeche dafür zahlen? Um, so das gängige Argument, die Krankenhäuser in kommunaler Trägerschaft zu erhalten? Die Erfahrung zeigt das Gegenteil: Wenn öffentliche Krankenhäuser ihre Kosten permanent senken und ihre Effizienz erhöhen, wird deren Übernahme für kommerzielle Betreiber noch lukrativer.

    Bundesweit droht eine Welle von Krankenhausschließungen und -privatisierungen. Denn die Kliniken sind trotz ihrer wichtigen Rolle im Kampf gegen die Pandemie unterfinanziert, die kommunalen Kassen leer. In dieser Situation ist es nicht die Aufgabe der Linken, Kürzungen als »Sachzwang« weiterzugeben, sondern Widerstand zu organisieren. Das DRG-System ist porös, es muss komplett weg. Die Investitionen der Länder müssen endlich vollständig bezahlt werden. Doch davon ist auch in Bundesländern mit Regierungsbeteiligung der Partei Die Linke nichts zu sehen. Krankenhäuser brauchen eine bedarfsorientierte Finanzierung und Personalausstattung – dies ist während der Coronakrise ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Das eröffnet ein Zeitfenster, den neoliberalen Umbau des Gesundheitswesens maßgeblich zurückzudrängen. Die Partei Die Linke muss sich entscheiden, ob sie dabei mithelfen oder im Weg stehen will.

  115. 115 NN 11. Februar 2021 um 20:44 Uhr

    Appell an BioNTech und CureVac

    NGOs sehen biomedizinische Firmen auch wegen Forschungsgeldern aus öffentlicher Hand in der Pflicht, Covid-19-Impfstoffe und ihr Wissen darüber weltweit verfügbar machen.

    „Geistige Eigentumsrechte schnellstmöglich teilen“

    Dokumentiert: Offener Brief von NGOs an BioNTech – Appell für weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen

  116. 116 Kehrer 12. Februar 2021 um 2:19 Uhr

    Seit heute Mittag sind Grenzschließungen zu Tschechien und Österreich Thema, weil dort einige Gebiete zum Mutationsgebiet erklärt wurden. Das hat mich erstmal gewundert, weil ich dachte da gäbe es längst Regelungen. Man kann sich ja nicht wirklich über hohe Inzidenzen in den angrenzenden Landkreisen zu Tschechien wundern, wenn in Tschechien vier mal so hohe Inzidenzen herrschen. Das ist ja eigentlich seit Monaten offensichtlich, da muss man sich bloß die Landkreiskarte des RKI ansehen und dann fällt auf im Grenzgebiet ist es dunkelrot.

    Dabei heißt Grenzschließung ja nicht die Grenze ist dicht, sondern es gibt Auflagen. Man muss einen negativen Schnelltest vorweisen. „Allein zehntausende Berufspendler reisen jeden Tag zwischen Tschechien und den Grenzgebieten Sachsen und Bayern hin und her.“ Offenbar ist das alles gebongt. Lindner sieht Grenzschließungen als die Ultima Ration der Pandemiebekämpfung, also das letzte Mittel.

    Das sind so Dinger, wo ich denke, das kann doch wohl nicht wahr sein. Da wird diskutiert über ein „diffuses Infektionsgeschehen“ – soll heißen, nix genaues weiß man nicht, über die Infektionswege, also braucht man einen Holzhammerlockdown. Und dort wo der Infektionsweg noch dem dümmsten Brot ins Auge sticht, genau dort soll es das letzte Mittel sein, etwas dagegen zu unternehmen. Wenn es einen Beweis für die Irrationalität der Pandemiebekämpfung durch die Politik bedurft hätte, wäre er damit erbracht. Irrational natürlich nur vom Standpunkt der Pandemieeindämmung aus. Offenbar kennt die Politik noch höhere Werte und das sind offene europäische Grenzen. Dafür lässt man dann viele Existenzen über die Klinge Springen, da Inzidenzen als Maß der Pandemie dadurch natürlich viel langsamer sinken.

  117. 117 Leser 12. Februar 2021 um 8:12 Uhr

    (…) Es sei, sagte Sachsens CDU-Regierungschef Michael Kretschmer, »allgemein bekannt«, dass man etwa ohne die Ärzte und Krankenpflegerinnen aus Tschechien das Gesundheitssystem »nicht aufrechterhalten« könnte. Ähnliches gilt für den Pflegebereich. Als im Frühjahr das Pendeln unmöglich war, lobte die Landesregierung Zuschüsse für Übernachtungen in Pensionen aus, damit ausländische Arbeitnehmer ihre Jobs weiter erledigen konnten. Jetzt hat man das Programm erneut aufgelegt.

    Es sind aber nicht nur Kliniken, Arztpraxen und Pflegedienste, die ein Ausbleiben der Pendler in Schwierigkeiten brächte. Von etwa 11 000 Tschechen und fast 20 000 Polen, die in Sachsen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, arbeiten 621 (5,6 Prozent) bzw. 352 (1,8 Prozent) im Gesundheitswesen. Dagegen ist ein Fünftel bzw. ein Viertel im verarbeitenden Gewerbe tätig, weitere in Branchen wie Verkehr, Logistik, Bauwesen und im Gastgewerbe. Die Arbeitnehmer von jenseits der Grenze helfen einerseits, verbreiteten Personalmangel zu lindern. Andererseits gelten sie als billige Arbeitskräfte. Obwohl die Löhne in Sachsen ohnehin schon unter dem bundesdeutschen Durchschnitt liegen, verdienen die Polen und Tschechen noch weniger, sagt Anna Bernstorf, die beim DGB für Europäische Regionalpolitik zuständig ist. Mehr als drei Viertel arbeiten im Niedriglohnbereich. Der Anteil, sagt Bernstorf, »ist dramatisch hoch«.

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1148186.corona-und-soziale-folgen-huerden-fuer-helfer-aus-dem-ausland.html

    Und von Tschechien aus: Umgekehrt umgekehrt …

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1148178.corona-in-deutschland-und-weltweit-tschechien-isoliert-drei-bezirke-an-deutscher-grenze.html

  118. 118 Kehrer 12. Februar 2021 um 8:49 Uhr

    Also Gut – billige Arbeitskräfte sind auch so ein höherer Wert. Ich mein ja nur, da lernt man was über Prioritäten. Offenbar sperrt man lieber die halbe Wirtschaft zu als 352 Arbeiter besser zu bezahlen.

    „Noch schwieriger wird die Lage, wenn ein Test in Tschechien erfolgt, wo er kostenlos ist, und positiv ausfällt. Dann stehen Pendler ohne Einnahmen da. Sie zahlen zwar in Deutschland in die Sozialversicherung ein. Weil jedoch bei Quarantäne das Infektionsschutzgesetz greift, erhalten Grenzgänger weder im Heimatland noch am Arbeitsort Geld.“

    What? Und da bleibt denen wohl nichts anderes übrig als mit Corona zur Arbeit nach Deutschland zu fahren. Das wird absurder und absurder. Wenn Gastronomen und der Einzelhandel verrecken, das ist wohl egal, die haben sich schon daran gewöhnt. Aber Grenzpendler aus Tschechien – die haben ja dann kein Geld. Ohhh.

  119. 119 Nestor 12. Februar 2021 um 13:14 Uhr

    Also das Gesundheitssystem Deutschands ist offenbar schwer marod, um dieses Modewort auch einmal verwenden zu dürfen.
    Mitten in der Pandemie, wo es immer heißt, die Lockdowns sind notwendig, damit das Gesundheitswesen die Coronapatienten betreuen kann, werden Kliniken zugesperrt und Leute entlassen.
    Und die Coronapatienten können sowieso nur betreut werden, weil das Gesundheitswesen mit Arbeitskräften aus den Nachbarländern aufgepoppt wird.

    Bei den Grenzkontrollen will ich nur darauf hinweisen, daß die nicht nur wegen der Tagespendler aufwendig sind, sondern weil es dafür kein Personal gibt.
    Mit der Schengen-EU ohne Grenzen wurden große Mengen von Zöllnern und Grenzbeamten in Pension geschickt oder in andere Verwaltungsbehörden gesteckt. In Österreich landeten viele nach Umschulungen im Finanzamt. Deswegen war es ja auch schon bei der Flüchtlingswelle schwierig, Grenzkontrollen einzuführen.
    Deutschland hat jetzt das Problem, sowohl an der Grenze zu Tirol als auch an der Grenze zu Tschechien Kontrollen zu errichten, woher die Leute nehmen?
    Die Polizei ist auch nicht so beinander, daß sie überbesetzt ist und man problemlos von woanders Polizisten abziehen könnte.

  120. 120 Nestor 12. Februar 2021 um 15:04 Uhr

    Ein Artikel zur Lage in Slowenien – wo, siehe oben, die Lage in den letzten 2 Monaten auch recht ernst geworden ist:

    Die Räumung der autonomen Fabrik ROG Slowenien:
    Die antiautoritäre Linke in Zeiten von Corona

    Am 19.10.2020 erklärte die slowenische Regierung, zunächst auf 30 Tage beschränkt, den “pandemischen Notstand”.

    https://www.untergrund-blättle.ch/politik/europa/slowenien-autonome-fabrik-rog-6256.html

  121. 121 Kehrer 14. Februar 2021 um 11:02 Uhr

    Zwei Meldung von tagesschau.de, die gut zueinander passen:

    05:15 Uhr Studie: Corona-Grenzschließungen Anfang 2020 kamen zu spät. Die Grenzschließungen in Europa vor rund einem Jahr kamen einer Studie zufolge zu spät, um das Coronavirus nachhaltig aufzuhalten. Bereits am 8. März 2020 habe es in Europa etwa genauso viele lokale Ansteckungen mit dem Virus gegeben wie durch Reisende aus dem Ausland eingeschleppt wurden, berichten Forscher um die Mathematikerin und Biostatistikerin Tanja Stadler von der ETH Zürich im Fachmagazin «PNAS». Die EU schloss die Grenzen erst am 17. März. Die Forscher hatten die Ausbreitung des Erregers anhand sequenzierter Virus-Genome nachvollzogen. «Wenn man die Grenzen mit dem Ziel geschlossen hat, das Virus nicht reinzulassen: Dafür war es zu spät», sagte Stadler der Deutschen Presse-Agentur. Bei Infektionsgeschehen, wie es am 8. März bereits vorhanden war, sei eine Grenzschließung nur noch verbunden mit einer drastischen Einschränkung der Kontakte im Land sinnvoll. Dann trage die Reduzierung der Kontakte aus dem Ausland etwas dazu bei, die Ausbreitung zu bremsen.

    07:26 UhrKyriakides warnt vor Grenzschließungen wegen Virus-MutantenEU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides lehnt Schließungen der EU-Binnengrenzen aus Furcht vor neuen Varianten des Coronavirus ab. „Die Furcht vor den Mutationen des Coronavirus ist verständlich, aber trotzdem gilt die Wahrheit, dass sich das Virus nicht von geschlossenen Grenzen aufhalten lässt“, sagte sie der „Augsburger Allgemeinen“. Gegen die Mutanten helfe nur „konsequentes Impfen sowie die Einhaltung der Hygiene-Regeln“. „Ich halte es für falsch, dass wir wieder zu einem Europa mit geschlossenen Grenzen wie im März 2020 zurückkehren“, sagte die EU-Politikerin. Sie forderte die EU-Staaten auf, stärker mit Sequenzierungen die Ausbreitung der Mutanten zu untersuchen. Andernfalls stehe die EU dem Problem „blind“ gegenüber. An die Mutanten angepasste Impfstoffe sollen nach Worten der Gesundheitskommissarin zudem per Schnellverfahren zugelassen werden können. „Wir haben nun entschieden, dass ein Impfstoff, der vom Hersteller auf der Basis des bisherigen Vakzins zur Bekämpfung neuer Mutationen nachgebessert wurde, nicht mehr den ganzen Zulassungsprozess durchlaufen muss“, sagte Kyriakides.“

    Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich. Durch geschlossene Grenzen lässt sich das Virus nicht aufhalten, aber durch lockdown schon? Obwohl beides der Kontaktreduzierung dient und geschlossene Grenzen ganz klar die Verbreitung behindern. Das ist ja im Prinzip dasselbe wie eine Abriegelung einer Region in China, also sowas wie eine Quarantänemaßnahme. Die Studie oben meint sogar man muss die Grenzen möglichst frühzeitig, weil sie später a l l e i n e nichts mehr bringt, aber im Lockdown in dem wir uns ja befinden schon. Was nicht sein darf, darf einfach nicht sein. Geschlossene Grenzen sind ein Tabu. Stattdessen empfiehlt die „Füße-hoch-Kommissarin“ und Impfdesaster-Königin, als Königsweg sozusagen, was wohl? Das Impfen. Ja, Frau Kyriakides, wie wär’s dann damit genügend Impfstoff zu beschaffen? Eine Alternative anzuempfehlen, die sie selbst vermasselt hat, ist ziemlich, wirklich außerordentlich dreist. Die Frau hat Eier..stöcke/-Innen. Oder wie heißt das politisch korrekt gegendert?

  122. 122 Nestor 14. Februar 2021 um 21:44 Uhr

    Das Sperren der Grenzen gefährdet offenbar das ohnehin bereits angeschlagene Projekt EU, das sich doch vor allem seiner offenen Grenzen brüstet.

    Mit zweckmäßigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavrus hat das alles nichts zu tun.

  123. 123 Kehrer 15. Februar 2021 um 14:53 Uhr

    ww.spiegel.de/politik/deutschland/corona-deutschland-verteidigt-grenzkontrollen-zu-oesterreich-und-tschechien-a-a25d13a6-03b4-4e85-b11d-beedf5d74d32

    Österreich hat doch selbst Tirol abgeriegelt. So unverständlich können Grenzkontrollen also nicht sein. Anscheinend gibt es mal wieder keine Absprachen. Oder man hat Absprachen versucht, ist aber unterschiedlicher Ansicht.

    Sinnvoll wäre es ja schon die Mobilität einzuschränken oder zumindest mit Schnelltests die Mobilität zu überwachen. Es ist halt so, dass es wenig sinnvoll ist, auf der einen Seite einen Lockdown zu machen, wenn man auf der anderen Seite wieder Schlupflöcher für das Virus offen lässt, dann zieht sich das ewig hin und es ist auch nicht anders zu erwarten.

  124. 124 Nestor 16. Februar 2021 um 1:15 Uhr

    Während in Österreich schon große Ratlosigkeit herrscht, wie weiter, ist Tschechien in einer weitaus schlechteren Position, bei hohen Infektions- und Todesraten.

    Deutschland will zwar einerseits diese Virenschleudern von seinen Bürgern fernhalten, hat aber das Problem, daß dann in den grenznahen Regionen alles stillsteht, weil Tagespendler aus den Nachbarländern dort offenbar unverzichtbar sind.

  125. 125 Kehrer 16. Februar 2021 um 2:44 Uhr

    „weil Tagespendler aus den Nachbarländern dort offenbar unverzichtbar sind.“ Es ist ein Unterschied ob ein Unternehmen s a g t, dass vielleicht bald alles stillsteht, oder ob es das wirklich tut. Wenn es wirklich so ist, gibt es in diesen Bereichen bestimmt Ausnahmen. Es wurde jetzt ja auch schon ne ganze Menge Leute zurückgeschickt. 10 000 hab ich im Hinterkopf. Wenn ich mir vorstelle, dass die ohne Negativtest alle einreisen, ist doch klar dass Ansteckungen passieren.
    Sinnvoll wäre es doch generell an allen Grenzen, wenn nur mit negativem Schnelltest eingereist werden dürfte. Denn wer über die Grenze fährt, legt, abgesehen von Tagespendlern, große Strecken zurück und verbreitet das Virus. Wenn in Österreich die Schüler einen „Nosenbohrerdest“ (österreichische Wortschöpfung) machen können, werden es die Pendler wohl auch schaffen.

  126. 126 Nestor 16. Februar 2021 um 20:53 Uhr

    Gerade erreicht mich dieser Schrieb:

    Wie die Todesfall-Statistik auf üble Weise manipuliert wird

    Die Presse, 14.2.

  127. 127 Nestor 16. Februar 2021 um 20:56 Uhr

    @Kehrer

    Die Grenzschließungen wurden ja im Frühjahr auch schon verfügt. Im Grunde wären ja Tests auch bei Inlandsreisen sinnvoll.

    Aber bei den Grenzschließungen oder Reisebeschränkungen ist die EU in Gefahr und was die Teststrategie angeht, so ist sie, soweit ich das erkennen kann, ausgesprochen erratisch …
    Ob die Leute wirklich unverzichtbar sind, wird sich auch in nächster Zeit herausstellen. Vielleicht finden sich – oh Wunder! – entweder bei besserer Bezahlung oder durch große Not Einheimische, die die Lücke ausfüllen.

  128. 128 Kehrer 17. Februar 2021 um 0:47 Uhr

    „Im Grunde wären ja Tests auch bei Inlandsreisen sinnvoll.“
    Das wurde eben bei Lanz diskutiert. CDU Röttgen sagte, dass die Maßnahme Grenzschließung ja auch für Regionen im Inland angedacht wird. Die Grünen sind soviel ich weiß für sone Art Zonensystem. Und klar wäre das dann auch bei Innlandsreisen sinnvoll. Gerade saß der Pandemiebevollmächtigte von Böblingen Landrat Bernhard bei Lanz. Die machen jetzt kostenlose Schnelltests und machen gute Erfahrungen damit.

    „Aber bei den Grenzschließungen oder Reisebeschränkungen ist die EU in Gefahr“ Was ist denn nicht in Gefahr zur Zeit? Viele Stimmen sagen auch bloß, man hätte es früher kommunizieren sollen, dass man sich darauf einstellen kann. Jedenfalls mache ich mir da keine großen Sorgen. Wenn irgendwas wichtiges dadurch stillgelegt wird, gibt es garantiert Ausnahmen.

    Übrigens kam vorhin im Mdr TV, dass IDT Biologika in Dessau jetzt den Impfstoff von Astra Zeneca produzieren soll. Ihr eigener Impfstoff ist angeblich nicht aufgegeben, aber soll erst Anfang nächsten Jahres auf den Markt kommen. Zu Sputnik V wollte der Firmensprecher nichts verlauten, weil er das nur darf, wenn der Partner das OK gibt. Die Zusammenarbeit mit Astra Zeneca ist jedenfalls jetzt offiziell.

  129. 129 Nestor 17. Februar 2021 um 0:52 Uhr

    AstraZeneca und Galameja produzieren beide sogenannte Vektor-Impfstoffe, dafür hätte dieses Dessauer Unternehmen die Kapazitäten.
    Außerdem sind die beiden offenbar großzügig im Hergeben von Infos, während bei Pfizer/Biontech alles streng geheim und Patent ist.

  130. 130 Kehrer 17. Februar 2021 um 1:30 Uhr

    Genau. Und AstraZeneca ist zugelassen, Sputnik V nicht. AstraZeneca hat außerdem Lieferschwierigkeiten, also bietet sich das an.

    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/idt-biologika-will-astra-zeneca-impfstoff-produzieren-123676/

    Auch der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erklärte zu der neu entstandenen Kooperation: »Deutschland wird in dieser Pandemie immer mehr zu einem wichtigen Impfstoff-Hub. Die Zusammenarbeit von AstraZeneca und IDT ist dazu ein weiterer wichtiger Baustein. Das hilft uns in dieser Pandemie, ist aber auch eine Stärkung des Pharma-Standorts Deutschland für die 20er-Jahre.«

    Arrrh. Eben noch geprügelt wegen schlechtem Impfstoffmanagement, klopft er sich jetzt schon wieder auf die Brust.

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121054/Astrazeneca-will-mit-IDT-Biologika-zusammenarbeiten

  131. 131 Phineas 17. Februar 2021 um 17:18 Uhr

    Novo Argumente: Sterben in Zeiten von Corona in Schweden und Deutschland. „Covid-Tote“ zählt jeder, wie er will. Daher sollte man sich die allgemeine Übersterblichkeit ansehen, um Folgen der Pandemie einzuschätzen – Auszug: „In Hinblick auf die Übersterblichkeit sind Deutschland mit Lockdown und Schweden ohne Lockdown recht gut durch die Pandemie gekommen. (…) In einigen anderen Ländern, etwa England, Belgien, Spanien und Frankreich sieht die Bilanz deutlich schlechter aus. Das sind allerdings alles Länder mit langen und harten Lockdown-Maßnahmen.“

    https://www.novo-argumente.com/artikel/sterben_in_zeiten_von_corona_in_schweden_und_deutschland

  132. 132 Nestor 17. Februar 2021 um 18:30 Uhr

    Es ist natürlich gut, gewisse Mythen über den schwedischen Weg zu dementieren.
    Ich erinnere mich, wie im Frühjahr für Schweden Horrorzahlen vorhergesagt wurden, und so hat es dann doch nicht ausgesehen. Man muß Schweden zugestehen, daß die dortige Strategie vielleicht nicht jedem zusagen muß, aber sie hatten wenigstens eine. Zum Unterschied von anderen Staaten, die von einer Ad Hoc-Maßnahme zur nächsten taumeln.

    Es ist allerdings auch nicht so, daß dort nix passiert ist. Weder gab es dort keine Maßnahmen, noch gab es dort keine Corona-Erkrankten oder -Toten.

    Generell kann man allerdings das Virusgeschehen nicht auf die ergriffenen oder nicht ergriffenen Maßnahmen reduzieren.
    Die skandinavischen Staaten hatten sowohl im Frühjahr als auch im Herbst weniger Ansteckungen und Kranke als Mittel- und Südeuropa. Sogar das relativ dicht besiedelte und urbanisierte Dänemark.
    Wollte man über die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen etwas herauskriegen, so wäre es angebrachter, Dänemark – das ja recht ausgiebige Lockdowns verhängt hat – und Schweden zu vergleichen.

    Die Übersterblichkeit als Gradmesser der Schwere der Pandemie herzunehmen, ist angesichts der unterschiedlichen und unzuverlässigen Datenerfassung durch die Financial Times aufgebracht worden und geistert seither immer – teilweise ziemlich unbelegt – durch die Medien.

    Das Argument, daß in einer überalterten Bevölkerung jedes Jahr mehr Leute sterben als im Vorjahr, ist sehr gleichgültig gegenüber den Todesursachen überhaupt. Es sterben ja nicht nur die Alten.
    Außerdem muß die Übersterblichkeit, wenn sie auch nur halbwegs seriös erhoben wird, natürlich die Daten der letzten Jahre als Vergleichspunkt nehmen, und nicht nur das Vorjahr.

    Ich halte aber überhaupt das Argumentieren mit der Übersterblichkeit für eine sehr abgeklärte und kapitalismusfreundliche (Fortschritt! Wissenschaft!) Art und Weise, auf die allgemeine Gesundheit, das Gesundheitswesen und die Pandemie einzugehen.

  133. 133 Kehrer 17. Februar 2021 um 19:33 Uhr

    „Generell kann man allerdings das Virusgeschehen nicht auf die ergriffenen oder nicht ergriffenen Maßnahmen reduzieren.“ Genau. Das sehen viele so – allerdings nicht die Politiker, die Lockdownmaßnahmen beschließen. Die sehen sich bestätigt. Wer sich durchsetzt, hat im nachhinein eben immer recht.

    „Wir nähern uns der Zeit, in der allmählich die systematische Aufarbeitung der globalen Coronakrise das erbärmliche Beschwören derselben ablösen wird. Wir können froh sein, dass wenigstens Schweden Material für diese Aufarbeitung liefert, das dazu dienen kann, den Mythos der Alternativlosigkeit der Lockdown-Politik zu hinterfragen. Auch in Hinblick auf die Auswirkungen des Katastrophenjahrs für Gesellschaft und Demokratie gibt es hier einen Menge zu tun.“ Auch dem stimme ich zu.

    Die Frage ist aber, ob Corona wirklich schon dem Ende zugeht. In Deutschland fallen die Zahlen nicht weiter. In einigen Regionen übernehmen jetzt die Varianten und das heißt möglicherweise, dass die Zahlen stagnieren. Und wenn dann nicht eintritt was Merkel in ihrer Glaskugel gesehen hat, wird es wieder spannend.

    Heute abend übrigens Bill Gates bei maischberger.

  134. 134 Phineas 18. Februar 2021 um 11:37 Uhr

    Mit Schnelltests zum Dauerlockdown? Wie sich mit „manipulierten Zahlen“ die Kurve hochhalten lässt

    Durch den seit Mitte Herbst 2020 verstärkten Einsatz von Antigenschnelltests zum Nachweis sogenannter Neuinfektionen lassen sich die Corona-Zahlen je nach Bedarf „hochfrisieren“ und die Maßnahmen zur Viruseindämmung beliebig in die Länge ziehen. Das moniert der emeritierte Mathematik-Professor Hans-Jürgen Bandelt. Über die Mechanismen und Hintergründe hat RT DE mit ihm gesprochen.

    https://de.rt.com/inland/113265-mit-schnelltests-zum-dauerlockdown-interview/

  135. 135 Leser 18. Februar 2021 um 14:42 Uhr

    Ob Schnelltests nun statistische Kurven hoch- oder runterbugsieren, mag ja meinetwegen das Eine oder das Andere der heiligen Statistiklehre sein.
    Aber: dass es hierzulande einer der Hauptzwecke der regierenden Politiker sei, möglichst viel an überflüssigem Lockdown verhängen zu wollen, ist jedenfalls verkehrt.
    Die mit dem Lockdown einher gehende Beschädigung der kapitalistischen Ökonomie ist kein erwünschter Zustand. Im Gegenteil wird allenthalben wie verrückt nach den Friseuren und Schulen nach weiteren Öffnungsschritten gelechzt und dafür auf das Impfen gesetzt. Der Staat der BRD hat nämlich nicht einen grundlosen Hauptzweck namens „Unterdrückung“ oder „Freiheitsberaubung“.

  136. 136 Phineas 18. Februar 2021 um 15:22 Uhr

    Wie die Todesfall-Statistik auf üble Weise manipuliert wird

    „Es bleibt die Frage: zu welchem Zweck?“

    http://nestormachno.blogsport.de/2021/01/10/update-coronavirus-2021/#comment-41884

  137. 137 Leser 18. Februar 2021 um 15:28 Uhr

    Täuschung, Freiheitsberaubung und Unterdrückung.

    Oder was soll man sich sonst dabei denken?

    Und das ist eben verkehrt!

    http://NestorMachno.blogsport.de/2021/01/10/update-coronavirus-2021/#comment-41906

    Den generellen „Zirkelschluss“ zwischen Lockdown und Öffnungspolitik findet man auch hier beschrieben:

    https://tages-politik.de/Innenpolitik/Seuchenpolitisches_Febr._2021.html

  138. 138 Kehrer 18. Februar 2021 um 15:56 Uhr

    Der Fehler des Artikel ist, dass so getan wird als würde man Antigen oder Schnelltests verwenden, um die Zahlen hoch zu halten. Das ist natürlich Quatsch. Die Schnelltests sind dafür da Infizierte zu finden und das ist wiederum notwendig damit Infektionsketten unterbrochen werden. Der Artikel interpretiert das um zur bösen Absicht, damit die Zahlen hoch bleiben und der Lockdown bleiben kann, damit das Volk weiterhin geknechtet wird.

  139. 139 Phineas 18. Februar 2021 um 16:21 Uhr

    @Leser
    Falls Du zum Beitrag und seiner Sache was zu sagen hast,
    befasse Dich gefälligst auch mit ihm, seinen Argumenten und Schlüssen. Danach kannst Du mir/uns dann ja erklären, was daran verkehrt sein soll.

  140. 140 Leser 18. Februar 2021 um 16:27 Uhr

    Ich halte es hier wie alle anderen – und lese und kommentiere, was und wie ich will.
    Und was man für dich gefälligst tun müsse, mit solchem gefälligst – Befehlen magst du gerne für deine subtile Auffassung von unterdrückter „Freiheit“ – ja ebenfalls hier hausieren gehen…
    Ansonsten schließe ich mich Krim an, den ich für seine Fleißarbeit, all diesen Verstiegenheiten hinterher zu steigen, bewundere. So viel Zeit habe ich selber dafür gar nicht übrig.

  141. 141 Neoprene 18. Februar 2021 um 16:34 Uhr

    Der Fehler mit Infiziertenzahlen aus Schnelltests zu arbeiten ist es schon immer gewesen, daß es nicht um Infizierte per se gehen sollte, sondern um Menschen die mit Symptomen an Covid erkranken und noch schlimmer, schwer erkranken bis hin zum Tod. Und da ist offensichtlich, daß man ohne Kenntnis der Teststrategie in jeweiligen Gebiet/Staat nicht sagen kann, ob das nun in dieser Beziehung ein besonders gefährliches Pflaster ist das besonders einschneidende Maßnahmen erfordern würde.

  142. 142 Phineas 18. Februar 2021 um 16:52 Uhr

    Du liest und kommentierst, lieber Leser und Impfdiplomat, immer noch wie Du „willst“, das stimmt und ist mir selbstverständlich nicht entgangen.

  143. 143 Phineas 18. Februar 2021 um 17:24 Uhr

    Berliner Zeitung: Kritik an Inzidenzwerten: „Die Datenlage zu den Mutationen ist viel zu dünn“ – Der Statistik-Professor Gerd Bosbach fordert repräsentative Stichproben sowie mehr Tests bei Mutanten und kritisiert das Robert-Koch-Institut – Auszug: „Grundlage von Beschränkungen oder Lockerungen sollte die Zahl der aktuell Infizierten sein, nicht der positiv Getesteten. Die Inzidenz wäre eine halbwegs taugliche Krücke, wenn man wüsste, dass die Dunkelziffer gleich hoch bliebe. Tut sie aber nicht. Um die Dunkelziffer zu bestimmen, müsste eine repräsentative Bevölkerungsgruppe getestet werden. Das ist in Deutschland nur punktuell passiert. Eine flächendeckende repräsentative Untersuchung hat das Robert-Koch-Institut, ich muss das leider so sagen: verweigert. Wir wissen daher nicht, wie hoch sie ist. (…) repräsentative Corona-Tests sind bei den politisch Verantwortlichen scheinbar unerwünscht. (…) Das RKI behauptet, das Verfahren sei viel zu kompliziert. Das stimmt aber nicht.“

    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/mathematiker-die-datenlage-zu-den-mutationen-ist-viel-zu-duenn-li.140445

  144. 144 Kehrer 18. Februar 2021 um 17:36 Uhr

    Meines Wissens gehen die Schnelltests nicht in die Infizierten-Fallzahlen ein. Die Schnelltests sind nicht ganz so sicher und geben nur den momentanen Zustand wieder, der morgen wieder anders sein kann. Deshalb werden diese Tests so oft durchgeführt, mindestens 2x die Woche. Oft auch jeden Tag. Die Schnelltests geben bloß eine einigermaßen Sicherheit und sind besser wie nichts. Der Vergleich mit dem Schleppnetz ist nicht schlecht. Der Schnelltest fischt einige heraus. Ist ein Schnelltest positiv, wird meist nochmal ein PCR-Test gemacht. Das Ergebnis dieses zweiten Tests geht dann in die Fallzahlenstatistik ein.
    Also wenn das Netz eingezogen ist, und es sind einige Fische ins Netz gegangen, überprüfen die Fischer, ob der jeweilige Fisch schon groß genug ist, oder ob er wieder freigelassen werden muss.

    „daß es nicht um Infizierte per se gehen sollte, sondern um Menschen die mit Symptomen an Covid erkranken und noch schlimmer, schwer erkranken bis hin zum Tod. Und da ist offensichtlich, daß man ohne Kenntnis der Teststrategie in jeweiligen Gebiet/Staat nicht sagen kann, ob das nun in dieser Beziehung ein besonders gefährliches Pflaster ist das besonders einschneidende Maßnahmen erfordern würde.“ Das stimmt natürlich.

  145. 145 Neoprene 18. Februar 2021 um 17:44 Uhr

    „Sterben Patienten an oder mit Corona? Obduktionen an der Uniklinik Hamburg-Eppendorf zeigen: Die meisten der untersuchten Toten sind Covid-Sterbefälle. Zugleich zeigt die Untersuchung, dass 99 Prozent von ihnen unter teils mehreren Vorerkrankungen litten.

    Das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat bei Hunderten Obduktionen von Corona-Toten regelmäßig Vorerkrankungen festgestellt. „Wir haben nur in einem Prozent der Sterbefälle nachweisen können, dass wir im Autopsie-Ergebnis keine relevante Vorerkrankung finden konnten und trotzdem die Todesursache ein Covid-19-Sterbefall gewesen ist“, sagte Institutsdirektor Benjamin Ondruschka.

    Regelmäßig gab es mehrere Vorerkrankungen, vor allem Bluthochdruck, chronische Niereninsuffizienz, chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), bösartige Tumorerkrankungen oder Diabetes. 20 Prozent der Verstorbenen wiesen ein krankhaftes Übergewicht auf. „Die Datenlage weist daraufhin, dass der letale Verlauf einer Covid-19 Erkrankung auch vom Vorerkrankungsspektrum der mit Sars-CoV-2 infizierten Person beeinflusst wird“, sagte Ondruschka

    Die Hälfte der Verstorbenen war älter als 83 Jahre, 75 Prozent waren älter als 76.“
    https://www.n-tv.de/wissen/Fast-alle-Corona-Toten-waren-vorerkrankt-article22371530.html

  146. 146 Nestor 18. Februar 2021 um 22:30 Uhr

    @Kehrer

    Meines Wissens gehen die Schnelltests nicht in die Infizierten-Fallzahlen ein. Die Schnelltests sind nicht ganz so sicher und geben nur den momentanen Zustand wieder

    Meines Wissens werden – zumindest in Österreich – genau die Schnelltests als Grundlage für die Infektionszahlen genommen.

    Das sind die Antikörper-Tests – deren ich jetzt auch einen gemscht habe, um Haarschneiden zu gehen –, die öffentlich angeboten werden. Und deren Ergebnisse gehen dann in die Statistik ein.

  147. 147 Kehrer 18. Februar 2021 um 22:32 Uhr

    Wie stellt man an einer Leiche Bluthochdruck fest?
    Was ist krankhaftes Übergewicht?

    Man kann natürlich alles als Vorerkrankung definieren. Was ist eine „relevante“ Vorerkrankung. Relevant wofür?

    Von den 735 Todesfällen hätten 618 „sicher als Covid-Sterbefall“ eingeordnet werden können (84 Prozent), so Ondruschka. In sieben Prozent der Fälle waren die Verstorbenen zwar mit dem Sars-CoV-2-Erreger infiziert, die Infektion war aber nicht todesursächlich. „Das waren Herzinfarkte, Lebererkrankungen oder Entzündungskonstellationen – vollkommen unabhängig vom Virus“, so der Institutsleiter. Zwei Drittel der Todesfälle ereigneten sich während der zweiten Pandemie-Welle ab Oktober, die meisten im Dezember.

    Also kann man festhalten, fast alle sterben an Covid + Vorerkrankung. D.h. Sie sterben weder an Covid noch an der Vorerkrankung alleine, sondern an der Kombination aus beidem.
    84% sterben dabei ursächlich an Covid. Nur 7% sterben nicht an Covid, sondern nur an ihrer Vorerkrankung, obwohl sie Covid haben. Macht zusammen 91%. Fehlen 8% zu 99%. Sind das die unentschiedenen, wo man nicht sagen kann, ob Vorerkrankung oder Covid ursächlich sind.

    Die Frage ist halt, was man daraus schließen will. Meines Erachtens wäre es ein falscher Schluss zu sagen, Covid sei halb so schlimm, weil im Wesentlichen nur mit Vorerkrankung tödlich.

    Das mit den Blutverdünnern und Thrombosen wurde aus Hamburg-Eppendorf schon sehr früh kommuniziert. Das ist nicht neu, stimmt aber natürlich immer noch.

  148. 148 Nestor 18. Februar 2021 um 22:38 Uhr

    @Leser

    Ich weiß nicht, was die „heilige“ Statistiklehre sein soll.

    dass es hierzulande einer der Hauptzwecke der regierenden Politiker sei, möglichst viel an überflüssigem Lockdown verhängen zu wollen, ist jedenfalls verkehrt.

    Es hat ja niemand behauptet, daß das ein „Hauptzweck“ sein soll.
    (Was ist das eigentlich, ein „Hauptzweck“?)

    Aber daß Lockdowns verhängt werden ohne ausreichende Begründung, das kommt allerorten vor.
    Die Politiker wollen beweisen, daß sie etwas tun, und mehr fällt ihnen eben nicht ein.

    Ob die Lockdowns etwas taugen oder nicht, und wenn ja, welche? (Schulen? Geschäfte? Wirtshäuser? Fitnesstudios? Fabriken?) ist umstritten.
    In Tschechien ist seit Monaten alles zu, trotzdem sind sie dort derzeit EU-Spitzenreiter an Ansteckungen und Todeszahlen.

    Also bitte, nicht Stellungen erfinden, die niemand hier einnimmt.

  149. 149 Leser 18. Februar 2021 um 23:04 Uhr

    „Mit Schnelltests zum Dauerlockdown? Wie sich mit „manipulierten Zahlen“ die Kurve hochhalten lässt
    Durch den seit Mitte Herbst 2020 verstärkten Einsatz von Antigenschnelltests zum Nachweis sogenannter Neuinfektionen lassen sich die Corona-Zahlen je nach Bedarf „hochfrisieren“ und die Maßnahmen zur Viruseindämmung beliebig in die Länge ziehen.“

    Das hatte Phineas gepostet. Und daran ist verkehrt, dass es ein Interesse an einem „Dauerlockdown“ gben täte, bzw. man wolle „die Maßnahmen zur Viruseindämmung beliebig in die Länge ziehen“. Krim hat es sehr gescheit kritisiert.

    Diese Aussagen stimmen nicht. S i e (Phineas Aussagen oder Zitierungen) sind also erfunden. Nicht aber, dass ich mir solchen Blödsinn überlegen und selber hier aufschreiben würde.

    „Mit Schnelltests zum Dauerlockdown“. Was soll diese Fragestellung denn sonst suggerieren als einen solchen verkehrten „Hauptzweck“?

  150. 150 Kehrer 19. Februar 2021 um 1:22 Uhr

    Meines Wissens werden – zumindest in Österreich – genau die Schnelltests als Grundlage für die Infektionszahlen genommen.

    Vielleicht war ich hier zu schnell geschlossen. Jedenfalls scheint es so zu sein, dass PCR der Standard ist und den Hauptteil der Neuinfektionenzahlen ausmachen. Dass die Schnelltests nicht gelten, habe ich daraus geschlossen, dass ein positiver Schnelltest mit einem PCR-Test „verifiziert“ werden muss. Andererseits muss auch ein positiver Schnelltest im Altersheim an das Gesundheitsamt gemeldet werden und man muss in Quarantäne. Welcher Test dann wie an das RKI gemeldet wird, hab ich nicht rausbekommen.

    https://www.landkreishildesheim.de/-Landkreis-Corona-Schnelltests-positiv-und-dann-.php?object=tx,2829.5&ModID=7&mobile=off&FID=2829.6544.1

  151. 151 NN 19. Februar 2021 um 15:12 Uhr

    Astrazeneca: Individualabwägung vs. Politikerplan

    Nicht jeder von der EU-Führung gekaufte Impfstoff wird von der Bevölkerung in gleichem Maße akzeptiert.

    Corona: Lehrer sollen bei Impfungen vorgezogen werden

    Landräte kritisieren gegenüber Merkel und Söder, dass der Einzelhandel weiterhin „keine Öffnungsperspektive“ hat.

    Corona-Management: „Entscheidungsträger haben sich verrannt“

    Der Internist Matthias Schrappe über den sogenannten Inzidenzwert von 35, Auswege aus dem Lockdown und die Zeit nach der Pandemie.

    Laschets Kampfansage an Merkels Corona-Politik

    Ein politischer Paukenschlag vom neuen CDU-Chef: „Wir können unser ganzes Leben nicht nur an den Inzidenzwerten abmessen“.

    Kommentar FFP2-Masken: Zu wenig Studien, keine Nutzungsschulung

    In einer Metaanalyse fand die ECDC keinen Zusatznutzen für die Bevölkerung. Zudem seien die Masken schwer richtig anzulegen. Warum wird das nicht gelehrt?

    Corona: Apotheker und Laborärzte sehen Schnelltests skeptisch

    Die neue Corona-Strategie von Gesundheitsminister Jens Spahn, wonach alle Bürger einen Anspruch auf Antigen-Schnelltests erhalten sollen, führt zu viel Kritik.

  152. 152 Phineas 19. Februar 2021 um 15:36 Uhr

    Corona Ausschuss, Sitzung vom Mittwoch dieser Woche

    Wolfgang Wodarg ab cirka Min. 0:10:30

    https://www.youtube.com/watch?v=62zbhnsC6SI&feature=emb_logo

  153. 153 Nestor 19. Februar 2021 um 16:01 Uhr

    @Kehrer

    Die Schnelltests sind eben geschwind und werden deshalb großflächig für die Massentests eingesetzt.
    Der PCR-Test kommt erst, wenn man bei einem Schnelltest = Antigentest positiv war, dann wird noch enmal nachgeschaut, ob das wirklich so ist.
    Es sind aber, so weit ich das überblicke, die Schnelltest-Positiven (also die nicht Verifizierten) diejenigen, die in die Infektionszahlen-Statistik eingehen. Es mag sein, daß das aus Gründen der Datenerfassung geschieht, oder weil die Meldesysteme nicht besonders ausgereift sind.

    Vor 2 Monaten war bei uns das Problem, daß das Meldesystem überhaupt am Limit war und 3-4 Tage hinten. Es wurden dafür vermutlich nicht genug qualifizierte Leute angestellt.

    Was die Verlängerung der Lockdowns angeht, so ist das eben die einzige Handhabe, die Politiker haben, um gegen die Ausbreitung des Virus vorzugehen. Ob das wirklich gut ist, frage ich mich auch. Man sieht derzeit an Tschechien, daß es dort wenig geholfen hat.
    Ich habe langsam das Gefühl, daß es mit diesem „Eigenverantwortungs“-Geschwätz zu tun hat, daß aus einer Mischung aus Ratlosigkeit, was zu tun sei, und Ärger über die Bevölkerung die Lockdowns weiter bestehen bleiben, obwohl jeder schon darunter stöhnt.

    Ich kann nur von Österreich sprechen, aber hier war erst der Druck der Industriellenvereinigung und anderer Gremien, nicht zuzusperren.
    Dann, als der Hut im November brannte, wurde doch noch ein Lockdown verhängt, mit der Hoffnung, wie im Frühjahr wäre nach spätestens einem Monat alles wieder in Ordnung.
    Und als diese Hoffnung sich nicht erfüllte, gab es nichts mehr anderes als die Verlängerung.

    Ich hoffe, irgendwie die Aussagen von Phineas und Leser zusammengebracht zu haben.

    Hierzulande werden Leute im medizinischen Bereich und bei den Sicherheitskräften entlassen, wenn sie bestimmte Maßnahmen nicht mittragen.
    Es fragt sich, wie die ersetzt werden? Man kann einen Polizisten oder einen Arzt schlecht einfach so aus dem wachsenden Arbeitslosenpool rekrutieren.

  154. 154 Kehrer 19. Februar 2021 um 16:48 Uhr

    „Es sind aber, so weit ich das überblicke, die Schnelltest-Positiven (also die nicht Verifizierten) diejenigen, die in die Infektionszahlen-Statistik eingehen.“ Bei euch in Österreich mag das so sein. Was ich sicher weiß ist, dass die Anzahl der Tests, die pro Woche insgesamt gemacht werden und dokumentiert werden von Laboren, die PCR-Tests durchführen abgefragt werden. Die Zahl der Testung schwankt so zwischen 1 Million und 1,5 Millionen pro Woche. Da gibt es eine Veröffentlichung des Rki. Die positiv getesteten Fälle kommen aber von den Gesundheitsämtern. In welchem Umfang da Schnelltests verwendet werden, weiß ich nicht. Der Hauptteil sind jedenfalls PCR-Tests.

    „Was die Verlängerung der Lockdowns angeht, so ist das eben die einzige Handhabe, die Politiker haben, um gegen die Ausbreitung des Virus vorzugehen.“ Der Punkt ist doch, dass sich null,null darum bemüht wird andere Handhaben zu entwickeln. Es reichen eben nicht zwei Zauberworte Lockdown und Impfen für eine Strategie. Das ist ungenügend. Man braucht einen Plan B und einen Plan C und einen Plan D. Alles andere ist fahrlässig. Die Kritik von Schrappe halte ich für korrekt im Großen und Ganzen nach dem ersten durchlesen.

    „Ich habe langsam das Gefühl, daß es mit diesem „Eigenverantwortungs“-Geschwätz zu tun hat, daß aus einer Mischung aus Ratlosigkeit, was zu tun sei, und Ärger über die Bevölkerung die Lockdowns weiter bestehen bleiben, obwohl jeder schon darunter stöhnt.“ Was meinst du? Ratlosigkeit ok. Meinst du die Politiker wollen die Leute bestrafen, weil sie sich nicht an die Maßnahmen halten? Ich finde die Volksschelte hat in letzter Zeit abgenommen.

  155. 155 Phineas 19. Februar 2021 um 22:45 Uhr

    Breit angelegte Diskussion als ZielStudie zum Ursprung der Coronavirus-Pandemie veröffentlicht

    Seit mehr als einem Jahr sorgt das Coronavirus für eine weltweite Krise. In einer Studie hat nun der Nanowissenschaftler Prof. Dr. Roland Wiesendanger den Ursprung des Virus beleuchtet. Er kommt zu dem Ergebnis, dass sowohl die Zahl als auch die Qualität der Indizien für einen Laborunfall am virologischen Institut der Stadt Wuhan als Ursache der gegenwärtigen Pandemie sprechen.

    (Universität Hamburg)

    https://www.uni-hamburg.de/newsroom/presse/2021/pm8.html

  156. 156 Nestor 19. Februar 2021 um 23:06 Uhr

    @Kehrer

    Es scheint so zu sein, daß verschiedene Staaten verschiedene Test-Strategien haben, also auch verschiedene Arten von Tests einsetzen.

    In Österreich wurde zunächst die Massentest-Methode aus der Slowakei übernommen. Und zwar deswegen, weil westliche Bundesländer eigenmächtig Massentests durchführen wollten, um die Wintersaison zu retten und gegenüber den Urlaubern und deren Staaten vertrauensbldende Maßnahmen zu setzen.
    Da sagte die Regierung: Nein, machen wir es so wie in der Slowakei und schicken wir alle zu Massentests!

    In der Slowakei sollten die Tests zwingend sein, es wurde Druck auf die Leute am Arbeitsplatz gemacht, ganze Büro- und Fabriks-Belegschaften, Schulklassen usw. wurden zu den Testgeländen getrieben – und von einem Tag auf den anderen sagte der Regierungschef Matovič, daß das nichts bringt und die Aktion wurde wieder abgeblasen.

    In Österreich wiederum hieß es: freiwillig! und dann wurde gejammert, daß so wenige Leute in die Testzentren kommen.
    Inzwischen kann man sich für gewisse Sachen „freitesten“, und jetzt kommt Freude auf, daß mehr Leute testen gehen.

    Wann PCR-Tests hierzulande zum Einsatz kommen, weiß ich nicht – ich vermute, bei Kontaktpersonen oder solchen, die bei den Schnelltests positiv sind. Vielleicht im Krankenhaus, wenn jemand eingeliefert wird.

  157. 157 Kehrer 20. Februar 2021 um 1:56 Uhr

    Zu den von NN geposteten Artikeln kurz:
    FFP2 Masken: Ja es ist praktisch unmöglich die Dinger zu testen. Größen gibt es nicht. Schulung/Anleitung wäre nett, wenn man es schon vorschreibt. Es ist eben immer das selbe. Irgendwas wird vorgeschrieben und die Umsetzung interessiert dann keine Sau mehr. – Andererseits ist das Anlegen so einer Maske auch kein Raketenwissenschaft. Besser als die selbst gehäckelten sind die alle mal.

    „Corona: Apotheker und Laborärzte sehen Schnelltests skeptisch“

    Im Prinzip der selbe Schwachsinn, wie bei den Masken. Ja man braucht Anleitung – aber es ist keine Raketenwissenschaft und Ratschläge der folgenden Art: „Leider gilt: Beim Nasenabstrich müssen einem die Tränen kommen, im Rachen muss der Würgereiz ausgelöst werden.“ – sind ja einfach bloß dämlich. Als ob korrekte Probenentnahme durch Schmerz angezeigt wird. Wann hat sich das bitte evolutionär entwickelt, dass der Körper auf korrekte Probenentnahme durch Schmerz reagiert.

    „Ein weiteres Problem drohe laut dem BDL, da positive Ergebnisse von Selbsttests nicht an die Gesundheitsämter gemeldet werden könnten und die Quarantäne ausbleibe. Dadurch gehe der Überblick über das Infektionsgeschehen verloren.“ Aha, da hat einer Angst, dass sich Positive ohne Symptome nicht in Fallzahlen niederschlagen. Außerdem ist der Überblick längst verloren, sonst bräuchte es keine Selbsttests.

    „Ablenkungsmanöver von Impfdebakel? „Ich habe den Eindruck, dass nun versucht wird, Zeit zu überbrücken“, witterte Bobrowski hinter dem Vorhaben Spahns gegenüber der Welt auch ein Ablenkungsmanöver. „

    Das sehe ich auch so. Durch neue Themen wird Aufmerksamkeit vom Versagen beim Impfen abgelenkt. Sobald die Kanzlerin nach dem Impfen gefragt wird, kommt der Satz: „Ich finde es ist ein großartiger Erfolg, dass jetzt schon Impfstoffe zur Verfügung stehen.“ Ich kann es nicht mehr hören.

    „Auch Laien-Selbsttests etwa per Gurgel- oder Spuckprobe sollten nach ihrer „bald erwarteten Zulassung“ durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte für alle zugänglich sein.“

    Muss man sich dann beim Spuken ins Ohr kneifen, denn wir haben ja gelernt ohne Schmerz ist es keine richtige Probenentnahme.

    „Astrazeneca: Individualabwägung vs. Politikerplan“ Guter Artikel. Ebenso das Interview mit Matthias Schrappe.

    Laschet teilt nicht mehr das Narrativ von der Alternativlosigkeit des Lockdowns. Leider scheint das gar nicht anzukommen bzw. aufgegriffen zu werden. Heute ist es aus den Nachrichten schon raus. Offenbar wurde er zurückgepfiffen. Schon erstaunlich wie totalitär und gleichgeschaltet die Medien in der Demokratie agieren.

    Zum Schluss der neue Impfstoff-Sonderbeauftragte Christoph Krupp, der natürlich von der Sache nicht die geringste Ahnung hat (Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben). Bevollmächtigte zu berufen ist etwas anderes als einen Mangel zu beseitigen. Mal wieder pure Augenwischerei.

  158. 158 NN 20. Februar 2021 um 12:02 Uhr

    Abwägungsfragen
    Von Arnold Schölzel

    Am Freitag berichtete u. a. die Süddeutsche Zeitung (SZ), dass die Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech im Sommer 2020 ihren Impfstoff der EU zu einem unverschämt hohen Preis angeboten haben. Die Meldung ist neu, nicht überraschend. Warum sollten sich Großkonzerne nicht wie Großkonzerne verhalten? Auf Druck und Erpressung verzichten? Das wäre eine andere Gesellschaft, in der organisierte Kriminalität und Monopole sich unterschiedlich verhalten. Die moralische Aufregung über die erwischten Impfstoffhersteller gab es am Freitag reichlich, weil gratis. Im Deutschlandfunk-Interview warf z. B. die SPD-Gesundheitspolitikerin Hilde Mattheis den Pharmaunternehmen vor, »sich zu stark am Gewinn zu orientieren« und brachte eine Regulierung ins Gespräch.

    Die EU, die nichts gegen Pharmamonopole und deren mafiöse Arbeitsweise hat, ist fein raus: Der Vertrag mit Pfizer/Biontech kam zu einem wesentlich geringeren Preis ein paar Monate später zustande. Wie viele Menschen starben, weil Impfstoff später kam, kann niemand sagen. Kapitalismus, also auch Pfizer/Biontech, hat im übrigen Vorrang vor überhöhten Ansprüchen an das Leben. Sagen jedenfalls Hubertus Bardt und Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Sie veröffentlichten am Mittwoch ein 19seitiges Papier unter dem Titel »Aus dem Lockdown ins neue Normal«, das sich gegen die Anhänger der Zero-Covid-Strategie richtet. Bardt und Hüther sind für die Formel »mit dem Virus leben«, und daher gelte: »Wir müssen ökonomisch abwägen, was gesellschaftlich eine ethische Dimension hat, nämlich die Frage, wie viele Coronafälle und auch Coronatote in einer Welt mit umfassend verfügbarem Impfstoff hinnehmbar sind (Endemie-Fall).« Darüber müsse gesellschaftlich debattiert werden. Der alte Fritz nahm einst auch eine »gewisse Sterblichkeit« (Hüther) in Kauf, fragte seine Soldaten aber unverblümter: »Kerls, wollt ihr ewig leben?« Der CDU-Verteidigungsminister und spätere NATO-Generalsekretär Manfred Wörner sah in den 80er Jahren bei Christen in der Friedensbewegung analog eine »Verabsolutierung des Überlebens« und des Friedens. Heute ist es angemessen, wenn Pfizer/Biontech die ethische Dimension ökonomisch abwägen. Jedenfalls für die unideologischen Forscher des IW.

    Für Welt-Chefredakteur Ulf Poschardt ist dagegen die »Demokratie in Gefahr«, so sein Kommentartitel am Freitag auf Seite eins seiner Zeitung, wenn ein Großkonzern sich wie ein Großkonzern verhält, vor allem aber, wenn er dem Großkonzern, bei dem Poschardt beschäftigt ist, in die Quere zu kommen droht: Der »Internetriese« Facebook habe, heißt es auf derselben Welt-Seite, eine »Nuklearoption« gezündet und blockiere »im Konflikt mit Australien über ein Mediengesetz plötzlich Inhalte«. Da weiß der Springer-Angestellte Poschardt frei nach Lenin plus Ludwig Erhard: »Monopole sind die Feinde einer freien, insbesondere einer sozialen Marktwirtschaft.« Und klammert sich an die EU, um »den Überwachungskapitalismus in die Schranken zu weisen«. Warum er im eigenen Laden nicht damit anfängt und z. B. die Enteignung Friede Springers, Mathias Döpfners und der US-Finanzorganisation KKR, die beide als Mehrheitseigner ins Haus geholt haben, fordert, verrät er nicht. Vielleicht, weil Rettung, genauer: Retterinnen, nahe ist: »Glücklicherweise sind die beiden entscheidenden und starken Frauen der (EU)-Kommission kompetent und sensibel.«

    Konkurrenz, lehrt das, belebt Eingreifgelüste. Hier sei vorhergesagt: Das werden die starken Frauen von Brüssel so sensibel wie im Fall Pfizer/Biontech regeln – etwas Profiteinschränkung ist drin, Hauptsache, es wird kein Eigentum angetastet. Reine Abwägungsfrage. Manchmal eben tödlich.

    Vermeintliche Studie »unwissenschaftliche Pfuscherei«

    Der Studierendendachverband FZS forderte am Freitag eine Distanzierung der Universität Hamburg von einem Papier zum Ursprung der Covid-19-Pandemie und eine Klarstellung, dass sie der Wissenschaftlichkeit verpflichtet ist.

    Die Veröffentlichung eines Papiers zum Ursprung des SARS-CoV-2 Virus des Hamburger Physikers Prof. Roland Wiesendanger kommentiert Jonathan Dreusch, FZS-Vorstandsmitglied: »Es ist ein Skandal, dass an der Uni Hamburg ein Professor unwissenschaftliche Pfuscherei dieser Art nicht nur veröffentlicht, sondern dabei auch noch von der Universität unterstützt wird. Es scheint dort keinerlei wissenschaftliche Qualitätsstandards zu geben. Das zeigt auch, wie nichtssagend der Status ›Exzellenzuniversität‹ ist. Wiesendangers Machwerk aus zusammengewürfelten Studien, kritiklos übernommenen Artikeln und Youtube-Videos entspricht diesen Standards von Grund auf nicht.«

    Carlotta Kühnemann, ebenfalls FZS-Vorstandsmitglied, ergänzt: »Wissenschaft muss ergebnisoffen sein. Wiesendanger stellt aber gleich zu Beginn klar, was das ›Ergebnis‹ sein soll: ein vertuschter Unfall in einem chinesischen Labor. Diese Behauptung ohne klare Belege aufzustellen ist fahrlässig, denn sie befeuert antichinesischen Rassismus, der seit Beginn der Pandemie in Europa ohnehin um sich greift. Wissenschaftssenatorin Fegebank und Universitätspräsident Lenzen müssen klarstellen, dass der Missbrauch des prestigeträchtigen Labels ›Universität Hamburg‹ für Unwissenschaftlichkeit und Rassismus nicht zu akzeptieren ist.«

  159. 159 Kehrer 20. Februar 2021 um 14:04 Uhr

    Die Meldung ist neu, nicht überraschend.

    So neu ist die nicht. Das erst was ich gehört habe, war irgendwas um die 40-50$. Deshalb hat es mich eher überrascht, dass die EU für 12€ gekauft hat.

    Warum sollten sich Großkonzerne nicht wie Großkonzerne verhalten? Auf Druck und Erpressung verzichten?

    Vielleicht weil die Forschungsgelder aus öffentlicher Hand stammen? Vielleicht weil Staaten auch anders könnten und die Konzerne einfach zwangsverpflichten?
    Wär ja mal ne Überlegung wert, statt immer nur zu konstatieren, dass was Normalität ist auch mehr oder weniger so sein muss.

    „Das wäre eine andere Gesellschaft, in der organisierte Kriminalität und Monopole sich unterschiedlich verhalten.“

    Ähm. Was ist das denn für eine affirmativer Scheiß. Organisierte Kriminalität unterscheidet sich freilich von Kapitalistischen Unternehmen. Die natürlich keine Monopole sind im Fall von Impfstoffproduzenten z.B. darin dass sich Unternehmen dem Gewaltmonopol des Staates unterwerfen.

    Zur Studie: https://www.n-tv.de/panorama/Ich-kann-die-Kritik-nicht-nachvollziehen-article22374133.html

    „ntv.de: Wie würden Sie Ihre Arbeit bezeichnen? Debattenpapier? Studie?

    Roland Wiesendanger: Es ist eine Studie über den Ursprung der Coronavirus-Pandemie, die eine öffentliche Debatte über die ethischen Aspekte der „Gain-of-Function“-Forschung wiederbeleben soll.“

    Hier gibt der Herr Wiesendanger seine interessierte Sichtweise zu Protokoll. Die mag ehrenwert sein, aber bringt dann halt auch bloß Ideologie hervor.

    „Warum spielt es eine Rolle, wie das Virus entstanden ist? Es ist in der Welt und richtet Unheil an.

    Es ist extrem wichtig, diese Frage zu beantworten, denn politisch sind zwei ganz unterschiedliche Reaktionen möglich: Muss ich diese „Gain-of-Function“-Forschung, die dokumentiert am Wuhan-Institut an Coronaviren durchgeführt wurde, verbieten oder stärker reglementieren? Oder muss ich Zoonose-Prozesse näher untersuchen?“

    Auch wenn anderes behauptet wird. Darüber zu forschen wie ein Virus leichter in den Wirt bzw. die Zelle eindringen kann, kann natürlich nur den Zweck haben Biowaffen zu entwickeln.

  160. 160 Kehrer 21. Februar 2021 um 11:44 Uhr

    Nicht nur die Spatzen, auch Karl Lauterbach, der Einpeitscher der Nation, pfeift es von den Dächern: Die dritte Welle ist im Anmarsch. Die Zahlen sinken nicht mehr. Sie steigen.

    Alles wie gehabt. Alles beim Alten. Die A Strategie, Lockdown und Impfen, funktioniert nicht. 1. Weil kein Impfstoff da ist 2. weil ihn einige nicht wollen und die Regierung nicht in der Lage ist, den Impfstoff an diejenigen zu verimpfen, die ihn wollen. Die Organisation von Impfterminen ist weiterhin eine Chaosbaustelle 3. Weil sich nicht genügend um die Beschaffung von Impfstoffen gekümmert wird. Freigabe von Lizenzen, Zwangsmaßnahmen gegen Konzerne 4. Der Lockdown funktioniert nicht, wenn man immer nur im Privaten verschärft. Ausgangssperren sind Augenwischerei. Ein Lockdown ist eine Mittelaltermethode. 5. Weil k e i n e Wissenschaft betrieben wird außer der die Geld einbringt. Es gibt weiterhin k e i n Monitoring der Seuche. Studien werden im Ausland gemacht. Ansteckungswege werden nicht untersucht. Es wird nicht versucht mit Hygienekonzepten zu arbeiten. 6. Fallpauschalen werden nicht abgeschafft, das Gesundheitswesen ist weiterhin in privater Hand, das Personal wird immer noch nicht besser bezahlt. 7. Es kommen immer die selben Sprüche: Hurra wir haben Impfstoffe, auch wenn sie keine Auswirkung haben bis jetzt, Gründe siehe oben, 8. Der Schutz der vulnerablen Gruppen ist weiterhin ungenügend, das zeigt nicht zuletzt die Ansteckung durch Covid bei Geimpften. 9. Schnelltest für Privat sind weiterhin nicht zu haben 10. Die Bundesregierung lässt sich weiterhin einseitig so beraten, dass ihre Ansicht gestützt wird. Also keine u n a b h ä n g i g e umfassende wissenschaftliche Beratung. Das heißt auch kein wirkliches Abwägen von Schäden.

    Eine gesamte Nation und viele andere auch, wird praktisch in Scheintod versetzt, wie ein Opossum als könnte man damit das Virus überlisten. Der Witz am Scheintod ist aber, dass der Zustand vorübergehend ist.

  161. 161 Neoprene 21. Februar 2021 um 11:53 Uhr

    „Das war anhand der Studienlage in dieser Form nicht zu erwarten gewesen.“
    Pressestelle von Vivantes zu den massiven Nebenwirkungen der AstraZeneca-Impfungen in der Berliner Charité.
    „am Tag nach der Impfung min. 50-75% der Geimpften nicht arbeitsfähig, einige bis zu einer Woche.“
    (Berliner Zeitung vom 20./21.2.2021)
    Was sagt das über die Güte der zur Zulassung vorgelegten Studien aus?

  162. 162 Kehrer 21. Februar 2021 um 14:45 Uhr

    Ja hab ich auch schon gelesen oder gehört. Weiß aber nicht, ob es das selbe Krankenhaus war. Als Arbeitgeber immer bloß 10% zum Impfen schicken. Sonst kannst du deinen Laden dicht machen.

    Bei Sputnik V(übrigens ausgesprochen wie der englische Buchstabe V, V for Vendetta) sind die Nebenwirkungen auch nicht so gravierend. Irgendwo wurde geschlampt (Zeitdruck). Verunreinigungen im Impfstoff, Dosis zu hoch. Kann auch sein, dass es als normale Impfnebenwirkung einfach trotzdem zugelassen wurde.

    Oben noch vergessen: Einen Plan B, einen Plan C, einen Plan D
    gibt es weiterhin nicht. Von Laschet hört man auch nichts mehr in Richtung Aufstand gegen den Coronakurs der Regierung.
    Oben unter 2. hätte ich schreiben sollen: „weil ihn einige aus nachvollziehbaren guten Gründen nicht wollen“

  163. 163 Nestor 21. Februar 2021 um 15:06 Uhr

    Also meine Statistik zeigt an, daß die Pandemie derzeit abflaut, und zwar weltweit. Das schließt weitere Wellen nicht aus, derzeit ist aber eher Talfahrt angesagt.
    (Spanien und die USA hatten übrigens bereits 3 Wellen).

    Todeszahlen im Verhältnis zur Bevölkerung:

    0,001912188229514 Belgien
    0,001808474529074 UK
    0,001806992802770 Slowenien
    0,001777906208750 Tschechien
    0,001590729541560 Italien
    0,001536629742940 Portugal
    0,001470154697839 Nordmazedonien
    0,001450470780484 Montenegro
    0,001447869630523 Ungarn
    0,001424637703683 Spanien
    0,001410018636940 Bosnien
    0,001290247452137 Kroatien
    0,001247040735599 Frankreich
    0,001224777632030 Schweden
    0,001148380444277 Schweiz
    0,001090446889503 Polen
    0,001052986719807 Moldawien

    0,000993438831639 Luxemburg
    0,000980933910907 Rumänien
    0,000937865405754 Österreich
    0,000882613809237 Holland
    0,000862897205192 Irland
    0,000816736492919 Kosovo
    0,000814287140959 Deutschland

    0,000629204172188 Ukraine
    0,000610116715639 Serbien
    0,000551808325612 Rußland

    0,001511597560976 USA
    0,001402547021944 Mexiko
    0,001368892307692 Peru
    0,001359761904762 Panama

    0,001163240556660 Kolumbien
    0,001155324452165 Brasilien
    0,001135857461024 Argentinien
    0,001047210526316 Chile
    0,000990434782609 Bolivien
    0,000889310344828 Ecuador

    0,000819474576229 Südafrika

    Zuwachsraten:

    Portugal + 0,000181334159034
    Tschechien + 0,00016770394313
    Montenegro + 0,000149404715586
    Spanien + 0,000121336559463
    UK + 0,00011803921244
    Ungarn + 0,000114539845639
    USA + 0,000110331975469
    Mexiko + 0,00010328369906

    Irland + 0,000091350762779
    Peru + 0,000078646153846
    Deutschland + 0,000074407484427
    Slowenien + 0,000072049154816
    Brasilien + 0,000069408121453

    Portugal und Tschechien sind noch etwas bedient (trotz Lockdowns und Ausnahmezuständen), aber überall anders gehen sowohl die Neuinfektionen als auch die Todeszahlen zurück.
    In Spanien ist es die Schlagzeile von El Pais: „Die Pandemie geht zurück“.

  164. 164 Kehrer 21. Februar 2021 um 17:40 Uhr

    Die Todeszahlen gehen schon deshalb zurück, weil die Heime schon über die Hälfte voll durchgeimpft sind. 54% Voller Impfschutz (500.909) 82% Erste Impfung (760.490) in D.
    Außerhalb von Heimen sieht es bei den Über 80jährigen noch düster aus. Sagen wir die Hälfte der Toten kommt aus Heimen und davon haben 3/4 einen Impfschutz. Wären das 37,5% weniger Tote. Über den Daumen 1/3 weniger Tote. Alles was darüber oder darunter liegt, muss anders erklärt werden.

    Nestor ich hoffe du hast recht.

  165. 165 Neoprene 21. Februar 2021 um 18:06 Uhr

    Kehrer, du hebst auf die Entwicklung der Todesfälle aufgrund von Covid ab (zu Recht, wie ich meine). Das ist aber gerade nicht der wichtigste Indikator für die Beurteilung der Entwicklung der Pandemie, jedenfalls nicht für die Regierungsstellen. Da werden immer noch die Zahlen der als infiziert bestätigten Fälle als wichtigste Zahl angeführt. Das läuft bekanntlich nicht wirklich parallel.

  166. 166 Kehrer 21. Februar 2021 um 18:28 Uhr

    Genau. Das ist auch noch so ein Punkt der in die obige Aufzählung gehört. Nämlich die Beurteilung des Verlaufs der Pandemie nicht nur an einer einzigen Zahl, die noch dazu sehr fragwürdig zustande kommt. Das ist ja nur die Kehrseite der Feststellung, dass kein realistisches Monitoring der Pandemie stattfindet. Die „Zahlen“ taugen nur für eines: Lockdown Lockern oder Lockdown verschärfen.

    Es wird zwar immer dementiert, dass sich alleine an den Neuinfektionen orientiert wird. Die Wahrheit ist es aber nicht. An was sonst? An Inzidenzen, die von den Neuinfektionen abgeleitet werden? Die Neuinfektionen sind nicht ganz uninteressant, aber vielleicht an fünfter oder Zehnter Stelle. Wichtiger ist die Zahl der tatsächlich an Covid Erkrankten, was soviel ich weiß auch die tatsächliche Bedeutung der Inzidenz ist. Inzidenz als Zahl der positiv Getesteten pro 100 000 Einwohner gab es bisher epidemiologisch nicht. Was da verbreitet wird sind ideologische Angstzahlen. Korrekt wissenschaftlich müsste die Inzidenz die Zahl der Erkrankten pro 100 000 Einwohner erfassen und die Zahl der positiv getesteten müsste sich auf eine bestimmte Zahl von durchgeführten PCR-Tests beziehen z.B. 1 Million. Also wenn weniger getestet wird muss hochgerechnet werden. Wenn mehr getestet wird muss runtergerechnet werden. Sonst sind die Zahlen nicht vergleichbar.

  167. 167 Neoprene 21. Februar 2021 um 18:56 Uhr

    Ja, die berüchtigen „Angstzahlen“:
    In den letzten Tagen bin ich wieder mehrfach auf Verweise auf die berüchtigte Studie „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“ gestoßen, wohl ein Strategiepapier des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

    Die haben damals gleich so losgelegt:
    „Die Vermeidung dieses Worst Case hat … oberste strategische Priorität und ist nach den Berechnungen und Empfehlungen dieses Expertenteams nicht nur zwingend notwendig, sondern auch immer noch möglich.
    Was ist zu tun?
    1) Kommunikation: Der Worst Case ist mit allen Folgen für die Bevölkerung in Deutschland unmissverständlich, entschlossen und transparent zu verdeutlichen …
    Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen.
    Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden.“

    „Das Papier „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“ wurde unter Mitwirkung des BMI im März 2020 durch externe Wissenschaftler erarbeitet. An der Erstellung des Papiers wirkten Experten aus den einschlägigen Bereichen (unter anderem Gesundheitswesen, Krisenmanagement, Verwaltung und Wirtschaft) mit. Das Papier wurde mit dem Ziel erarbeitet, unterschiedliche Szenarien der Ausbreitung des Coronavirus zum Zeitpunkt der Papiererstellung zu analysieren – unabhängig von der Wahrscheinlichkeit ihres Eintritts. Neben den fortlaufend weiterentwickelten Lagebildern sowie zahlreichen Berichten und Auswertungen floss auch das Dokument in die Diskussion über den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie.“
    https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid19.html

  168. 168 Neoprene 21. Februar 2021 um 22:37 Uhr

    Bei Telepolis gefunden:
    „Professor Drosten in der PCR-Test-Zwickmühle
    Es ist von einiger Brisanz, dass das Amtsgericht Heidelberg am 04.02.2021 Herrn Professor Dr. Christian Drosten in einem Bußgeldverfahren auf Antrag von Rechtsanwältin Beate Bahner zum Sachverständigen bestimmt hat. Von Christian Drosten „soll ein schriftliches Sachverständigengutachten erhoben werden“ zu „der Behauptung der Verteidigerin, dass ein PCR-Test keine Infektion im Sinne des §2 Infektionsschutzgesetz nachweisen könne“.
    Die Brisanz des Gerichtsverfahrens liegt in zwei Momenten. Erstens: Bisher haben Gerichte in entsprechenden Corona-Verfahren die Geeignetheit von PCR-Tests zum Nachweis von Infektionen immer als selbstverständlich vorausgesetzt und nie (als erst sachverständig zu klären) infrage gestellt. Zweitens: Auch Drosten wird neues Terrain betreten. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man in einer vermeintlich oder tatsächlich juristischen Grauzone der Regierung, den Medien und der Bevölkerung seine Experten-Meinung erzählt, dass PCR-Tests zuverlässig seien (für welchen Zweck auch immer) und dabei womöglich glaubt, allein die Politiker betreffe eine straf- und zivilrechtliche Haftung für die Rechtskonformität der auf PCR-Tests basierenden Entscheidungen, oder ob man selber als öffentlich bestellter Sachverständiger explizit zum Verhältnis von PCR-Test und „Infektion im Sinne des Gesetzes“ wahrheitsgemäß sich zu äußern genötigt ist.
    Bestreitet oder relativiert Drosten als einer der Regierungsberater vor Gericht die Aussagekraft von PCR-Tests für die Feststellung von Infektionen im Sinne des Gesetzes, könnte dies weitreichende Folgen haben für sich anschließende Corona-Prozesse und große Teile der Corona-Politik. Gelingt es ihm, das kurzfristig zu umschiffen, so könnte ihm ein vorsätzlich falsches Gutachten mittel- oder langfristig zum persönlichen Verhängnis werden, weil dies eine Straftat wäre. Findet er einen Weg, sich um das Verfassen eines Gutachtens zu drücken, machte dies auch nicht gerade einen guten Eindruck.“
    https://www.achgut.com/artikel/professor_drostens_in_der_pcr_test_zwickmuehle
    Im Artikel wird recht ausführlich (und auch für jemand wie mich, der keine Ahnung von solchen Tests hat, nachvollziehbar) ausgeführt, was am Drosten/WHO-PCR-Testprotokoll von Anfang an problematisch war und leider immer noch ist.

  169. 169 Neoprene 21. Februar 2021 um 22:53 Uhr

    Aus einem Kommentar bei achgut:

    „Seit ein paar Tagen findet man auf den Befunden des LGL ( Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit) den folgenden Warnhinweis, analog zu Zigarettenschachteln:“

    „Ct-Werte variieren in Abhängigkeit von Abstrichqualität und Testdetails. Bei der Beurteilung von Ct-Werten sind stets der Zeitpunkt der Probennahme in Bezug auf denKrankheitsverlauf, die Qualität sowie die Art des Materials bzw. der Abstrichort, die Aufarbeitung und das verwendete Testsystem zu berücksichtigen. Der aus der real-time PCR bekannte Ct-Wert stellt nur einen semi-quantitativen und von Labor zu Labor nicht unmittelbar vergleichbaren Messwert dar, solange es keinen Bezug auf eine Referenz gibt. Ein exakt quantifizierter Standard kann dazu verwendet werden, die erhaltenen Ct-Werte in eine RNA-Kopienzahl pro Reaktion und
    ggf. pro Probenvolumen umzurechnen. Diese quantitative Auswertung der real-time RT-PCR kann dazu dienen, Rückschlüsse von der Anzahl an RNA-Molekülen auf die Menge von SARS-CoV-2-Viruspartikeln in einer Probe zu ziehen.
    Inwiefern ermittelte Ct-Werte mit Anzüchtbarkeit auf Zellkultur bzw. Ansteckungsfähigkeit eines Infizierten verbunden sind, kann pauschal nicht beantwortet werden.
    Maßnahmen nur von Ct-Werten abhängig zu machen, ist aus oben erläuterten Gründen grundsätzlich kritisch zu betrachten.“
    Hier zitiert nach der Antwort des bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege (auf eine diesbezügliche Anfrage eine AfD-Abgeordneten.)
    http://www1.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP18/Drucksachen/Basisdrucksachen/0000007500/0000007555_076.pdf

  170. 170 Kehrer 22. Februar 2021 um 8:57 Uhr

    „Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher»“

    1. Wie denkt man denn unbewusst und uneingestanden? Da hat die Postmoderne ganze Arbeit geleistet, wenn solche unmittelbaren Widersprüche gar nicht mehr auffallen. 2. Wer denkt denn so? Der Bösewicht aus einem James Bond Streifen? Uahahahaha – diabolisches Lachen. Also ehrlich – da kennt sich jemand in der Menschenseele aber aus – wahrscheinlich durch Selbststudium. Was für ein Menschenbild haben die Autoren denn?

    „Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen.“

    Die Leute sind böse Konkrrenzgeier, die ihre Eltern in den Tod schicken, damit sie früher erben und am liebsten die halbe Menschheit über die Klinge springen lassen, damit mehr für sie übrig bleibt. Und solche hinterhältigen Vollidioten sollen sich durch hohe Fallzahlen schocken lassen? Wohl kaum.

    Was sind das nur für „Experten“?

    Der Text auf der Webseite Achgut fasst das Elend mit dem PCR Test gut verständlich zusammen. Für mich ergibt sich nun das Bild so, dass es ein Märchen ist, dass symptomlose PCR positive, die sogenannten asymptomatische (nicht die Präsymptomatischen) ansteckend sind. Dieses Märchen wurde erfunden, um den PCR-Test als alleinige Diagnosegrundlage nicht auffliegen zu lassen. So können schwach positive mit viel zu vielen Zyklen getestete und mit einGen-Test getestete als Infiziert durchgehen, die vielleicht (man weiß es ja bis heute nicht) ansteckend sind. Deshalb gibt es auch keine Studien in diese Richtung. Deshalb gibt es keine Kohortentests die Dunkelziffern ermitteln. Da hätte man wahrscheinlich sehr schnell festgestellt, wenn man die CT-Wert festhält und den Patienten zuordnet, dass die positiven symptomlosen alle mit sehr hohen ct-Werten positiv getestet wurden. Es gab ja auch Betriebe wo die ganze Belegschaft positive Testresultate hat aber keinen Einzigen Kranken. Das ist in der Tat ein großangelegter Betrug, der den Zweck hat mit hohen Infiziertenzahlen die Öffentlichkeit in Angst und Schrecken zu versetzen. Und das weil ein paar Experten ein widerliches Menschenbild sich zueigen gemacht haben, das davon ausgeht, dass die Menschheit aus skrupellosen, egoisitischen Konkurrenzgeiern besteht, denn sie glauben, die Welt ist so wie sie selbst.

    Da fragt man sich, was noch alles manipuliert ist, wenn mit solchen Methoden gearbeitet wird. Stimmen wenigstens die ermittelten Daten mit der manipulierten PCR-Realität überein oder werden da nach Gutdünken von Herrn Wieler mal ein paar tausend Infektionen ob draufgepackt, um das Umgreifen der ansteckenderen Varianten glaubwürdig erscheinen zu lassen und um der Politik eine Grundlage für die Aufrechterhaltung der Lockdownmaßnahmen zu geben. Rausfinden und öffentlich machen könnten das nur Mitarbeiter des RKI.

  171. 171 Neoprene 22. Februar 2021 um 10:03 Uhr

    Der Tagesspiegel hat heute folgende Meldung gebracht:
    „Berliner Amtsärzte fordern Abkehr von Lockerungen nach Inzidenzwert
    Berlins Amtsärzte fordern, Lockerungen nicht mehr an generelle Inzidenzwerte zu knüpfen. Es sei „nicht zielführend, Eindämmungsmaßnahmen an Inzidenzen von 20/35/50“ zu koppeln, heißt es in einer Stellungnahme aller zwölf Amtsärzte, die dem Tagesspiegel exklusiv vorliegt. …
    Es sei ein Unterschied, ob Inzidenzen durch Cluster-Ausbrüche oder breite Durchseuchung zustande kämen und auch, welche Altersgruppen infiziert seien, argumentieren die Mediziner. Stattdessen schlagen sie vor, Maßnahmen nach den möglichen Konsequenzen einer Erkrankung auszurichten. …
    Aus dem Kreis der Amtsärzte hieß es, es sei ein gewaltiger Unterschied, ob eine Sieben-Tages-Inzidenz von 50 herrsche, alle Infizierten symptomfreie Kinder seien und die über 80-Jährigen schon durchgeimpft wären oder ob bei einer Inzidenz von 50 vor allem Risikogruppen betroffen seien. Demnach müsste man auch die politischen Maßnahmen entsprechend justieren.“
    https://www.tagesspiegel.de/berlin/20-35-oder-50-nicht-zielfuehrend-berliner-amtsaerzte-fordern-abkehr-von-lockerungen-nach-inzidenzwert/26937634.html?bezuggrd=CHP&utm_source=cp-kurzstrecke
    Was mich an diesem Statement wundert, warum die Amtsärzte diese Binsenweisheiten erst jetzt oder vielleicht gerade jetzt veröffentlich haben. Was wissen die, was wir nicht wissen über weitere geplante Maßnahmen? (Denn sonst macht sowas jetzt ja keinen Sinn)

    Ein Kommentar dazu beim Tagesspiegel:
    „Wie bewerten denn die Amtsärzte die jetzige infektiologische Lage in Berlin? Wie ist das gewichtete Gesamtbild nach allen Faktoren, die sie sehen (z.B. Altersinzidenz, Fälle nach Clusterausbrüchen, Fälle nach breiter Durchseuchung, ich füge hinzu: Mutanten)? Kommt da wirklich unter dem Strich etwas gänzlich anderes heraus als die Einschätzung nach Gesamtinzidenz? Wie sind die Zahlen, Daten und Fakten für Berlin und welche Eindämmungsmaßnahmen wären jetzt und die nächsten sechs Wochen zielführend, und was wäre das Ziel? Und haben sich die Amtsärzte eigentlich zur eigenen Leistungsfähigkeit geäußert? Ist die nicht auch ein Faktor?
    Welche intensiven Maßnahmen der Infektionsprävention für Alte und Kranke schlagen sie vor, die über das jetzige Maß hinaus gehen?“

  172. 172 Kehrer 22. Februar 2021 um 12:32 Uhr

    Drosten hat ja schon vor Wochen angekündigt, dass wenn die vulnerablen Gruppen geimpft sein werden, es sehr schwierig wird zu vermitteln, warum es einen Lockdown braucht. Das erleben wir jetzt. Ich vermute, dass deshalb mit dem Varianten Narrativ gearbeitet wird: Lockdown, wegen Mutanten. (Varianten klingt zu harmlos, da muss man schon an mutierte Monster denken, zumindest an x-Men ähnliche Wesen denen Blitze aus der Hand schießen)

    Die Amtsärtze „befürchten“ wahrscheinlich nur, wie wir auch. Dafür gibt es mehrere Gründe. Der Lockdown wird immer quälender und sein Versagen immer offensichtlicher. Gleichzeitig sind die Alten in Heimen zunehmend geschützt. Das heißt das Szenario „symptomfreie Kinder“ wird wahrscheinlicher. Außerdem wird z.T. über weitere Verschärfungen nachgedacht. Den Amtsärzten wird es auch langsam reichen mit diesem mittelalterlichen Holzhammer. Dafür haben sie ja nicht Medizin studiert, wenn ihnen nach 500 Jahren bei Seuchen immer noch nichts anderes einfällt, wie die Haustüren zuzunageln.

  173. 173 Neoprene 22. Februar 2021 um 14:06 Uhr

    „Biontech wehrt sich gegen Wucherpreis-Berichte“
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/corona-impfstoff-biontech-wehrt-sich-gegen-wucherpreis-berichte-17207979.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
    Danach war es die EU, die mit dem ersten „Wucherpreis“ davon ablenken wollte, daß sie nicht in die Pötte gekommen ist. So wie ich von der Leyen kenne, klingt das sehr glaubwürdig.

  174. 174 Nestor 22. Februar 2021 um 14:20 Uhr

    Ich habe ja an anderer Stelle einen Presse-Artikel gepostet, demzufolge in Österreich die Todesfälle nach oben gedrückt werden. Die Ärzte, die Krankenhäuser haben Anweisung, alle Toten mit COVID-Verdacht als Corona-Tote zu melden, unabhängig von der tatsächlichen Todesursache.

    Warum das geschieht, und ob es anderswo ähnliche Direktiven gibt, weiß ich nicht. Von Belgien habe ich Ähnliches vernommen.

    Auch so sind die Todeszahlen in Österreich sehr niedrig:
    https://covid19-dashboard.ages.at/dashboard_Tod.html

    Was beim Coronavirus schon ins Gewicht fällt, sind die Leute mit schweren Verläufen und Nachwirkungen, die ich auch aus meiner Umgebung bestätigen kann.
    Aber die Infektionszahlen sind auf jeden Fall ein schlechter Indikator. Von 7 Mitarbeitern unserer lokalen Seilbahngesellschaft, die bei einem betrieblichen Routinetest positiv getestet wurden – natürlich alles Männer in Saft und Kraft! :-) – ist einer leicht erkrankt, einer etwas schwerer, 5 merkten überhaupt nichts.

    In Österreich gibt es inzwischen überall Teststellen, wo man sich mit Schnelltests (Antigen-Tests) testen lassen kann, falls man ältere Menschen besuchen, oder zum Haarschneider will. Kostet nichts, geht schnell.
    Obs was hilft, weiß ich nicht, aber es verbreitet ein gutes Gefühl, und belebt das Sozialleben.
    In Deutschland ganz unmöglich, wie mir jemand – mit Bezug auf Leipzig – erzählt.

  175. 175 Phineas 22. Februar 2021 um 14:55 Uhr

    Kehrer:
    „Das ist in der Tat ein großangelegter Betrug (Die PCR-Testerei und ihre beliebig ermittelbaren Daten), der den Zweck hat mit hohen Infiziertenzahlen die Öffentlichkeit in Angst und Schrecken zu versetzen. Und das weil ein paar Experten ein widerliches Menschenbild sich zueigen gemacht haben, das davon ausgeht, dass die Menschheit aus skrupellosen, egoisitischen Konkurrenzgeiern besteht, denn sie glauben, die Welt ist so wie sie selbst.“

    @Kehrer:

    Das mittels PCR Manipulationen in die Welt gesetzte Schreckensszenario wird schon seine Gründe haben. Aber ein besonders „widerliches Menschenbild“ innerhalb der AMTLICHEN Wissenschaftselite „On Demand“(!) mag ja möglicherweise vorhanden und vielleicht auch Voraussetzung für derartige Jobs sein, aber nicht den Grund für ihren Betrug hergeben. Schon die Fragen und legitimen Hypothesen nach Zwecken und Gründen ihrer Augenwischerei ist öffentlich erfolgreich suspendiert und verfemt, inkl. und besonders in einer ehemals „linken Gegenöffentlichkeit“

  176. 176 Kehrer 22. Februar 2021 um 16:32 Uhr

    Erstmal gilt das von mir angesprochene Menschenbild für diejenigen Wissenschaftler, die dieses Papier im Auftrag des BMI verfasst haben.

    „Schon die Fragen und legitimen Hypothesen nach Zwecken und Gründen ihrer Augenwischerei ist öffentlich erfolgreich suspendiert und verfemt,“

    Na klar. Sonst funktioniert’s ja nicht, wenn man die Augenwischerei zugibt. Der Grund ist halt, dass diese Wissenschaftler glauben, dass der Bevölkerung mit vernünftigen Argumenten nicht beizukommen ist und das man sie erschrecken, das heißt manipulieren muss, damit sie spuren. Ein anderer Grund fällt mir jedenfalls nicht ein.

    „Warum das geschieht, und ob es anderswo ähnliche Direktiven gibt, weiß ich nicht.“

    Wurde nicht mal im Coronaausschuß sowas genannt.

    Das RKI zählt demnach einen Sterbefall sogar dann als „COVID-19-Todesfall“, wenn ein SARS-CoV-2-positives Testergebnis lange zurückliegt und die Person inzwischen als genesen galt. Da eine Person, welche vor langer Zeit infiziert war und als genesen galt, nicht am Coronavirus versterben kann, zieht eine solche Art der Diagnostik fälschlicherweise die Anzahl der „COVID-19-Todesfälle“ nach oben. Denkt man hier auf lange Sicht, hätte man praktisch eine Sterberate von 100%, da alle jemals positiv Getesteten schließlich irgendwann sterben werden, was inhaltlich völlig absurd ist.

    Fragwürdig ist diese Art der Todesfall-Diagnostik vor allem auch vor dem Hintergrund, dass in anderen Ländern nicht so diagnostiziert wird. So hat Großbritannien im Juli die Zählung der „COVID-19-Todesfälle“ geändert. Während zuvor wie in Deutschland gezählt wurde (egal wie lange das positive SARS-CoV-2-Testergebnis zurückliegt, galt ein Sterbefall mit positivem Testergebnis als „COVID-19-Todesfall“), wurden von nun an nur noch Sterbefälle als „COVID-19-Todesfälle“ gezählt, die in einem Zeitfenster von 28 Tagen nach der Meldung des positiven Testergebnisses verstorben sind.

    https://www.heise.de/tp/features/Coronavirus-Todesfaelle-Ueber-die-fragwuerdige-Diagnostik-und-die-irrefuehrende-Darstellung-in-4973792.html?seite=all

    „Was beim Coronavirus schon ins Gewicht fällt, sind die Leute mit schweren Verläufen und Nachwirkungen, die ich auch aus meiner Umgebung bestätigen kann.“

    Klar. Das Ranking sieht ungefähr so aus: 1. Todeszahlen derer die ursächlich an Corona gestorben sind, auch wenn eine Vorerkrankung vorlag 2. Schwere Verläufe und Nachwirkungen also alle, die auf einer Intensivstation waren 3. Alle Hospitalisierten 4. Alle Erkrankten

  177. 177 Phineas 22. Februar 2021 um 19:17 Uhr

    „Schon die Fragen und legitimen Hypothesen nach Zwecken und Gründen ihrer Augenwischerei ist öffentlich erfolgreich suspendiert und verfemt,“
    (Phineas)

    „Na klar. Sonst funktioniert’s ja nicht, wenn man die Augenwischerei zugibt. Der Grund ist halt, dass diese Wissenschaftler glauben, dass der Bevölkerung mit vernünftigen Argumenten nicht beizukommen ist und das man sie erschrecken, das heißt manipulieren muss, damit sie spuren. Ein anderer Grund fällt mir jedenfalls nicht ein.“
    (Kehrer)

    @Kehrer

    Wenn der Grund für den hiesigen „pandemischen Notstand“ ausschließlich ihrer mit Wille und Verstand durchgeführten PCR-Schummelei zu verdanken ist, dann ist eben diese ganze Testerei auch das Mittel für den Zweck, solch einen „Notstand“ in die Welt setzen zu können. Diese Wissenschaftler, welche den politischen Beschluss zur Ausrufung eines „pandemischen Notstandes“ unter allen Umständen und mit allen Mitteln das nötige legitimierende(Zahlen)Material lieferten und liefern, wissen doch am allerbesten, auf was dieser Beschluss zum „Notstand“ gründet. Die hatten von Anfang an keine „vernünftigen Gründe“ um uns zu „manipulieren“ damit wir „spuren“ (außer vielleicht dem eines möglichen und uns verheimlichten „Laborausbruchs“. Aber auch da gilt doch noch immer die Regel: Ruhe bewahren und vorsorgliche Vermeidung jeglicher Entstehung von Panik!).

  178. 178 Nestor 22. Februar 2021 um 22:01 Uhr

    Hier in Österreich hat der Bundeskanzler vor einiger Zeit berichtet, daß er sowohl vor dem ersten Lockdown im Frühjahr als auch vor dem 2. im Herbst auf Netanyahu gehört hat:
    https://www.vienna.at/kurz-sprach-mit-netanyahu-ueber-umgang-mit-coronavirus/6809753

    Woher dieser heiße Draht, ist mir unbekannt, aber ich erinnere mich daran, daß damals im Frühjahr sich sogar Deutschland an Österreich orientiert hat.
    Basti war wirklich stolz, daß er sozusagen dank Beni zum Vorbild in Europa wurde. Man darf ja nicht vergessen, daß er der große Jungstar des konservativen Lagers ist.

    Dann sickerte durch, daß die österreichische Politik von Anfang an auf Panikmache setzte, weil sonst machen die Leute die Maßnahmen womöglich nicht mit:
    https://www.news.at/a/kurz-angst-vor-corona-ansteckung-erwuenscht-11460355

    Da wird schon das Menschenbild mitgespielt haben. Die Politiker und Gesundheitsexperten halten die Bevölkerung für eine Horde von unvernünftigen Minderjährigen, denen man irgendwie mit miesen Tricks kommen muß.

    Ich nehme an, so Wissenschaftler wie Drosten wollen dann unbedingt ihren Auftraggebern entsprechen, weil sie ja nicht in einen Topf mit dem dummen Volk geworfen werden wollen, und nehmen deshalb auch zu Horrorszenarien Zuflucht, wenn sie ihre Maßnahmen begründen.

    Ich kann hier keine dunken Zwecke entdecken, sondern nur die Überheblichkeit der Macht und eine ihr dienstbare Wissenschaft.
    Das ist natürlich schlimm genug.

  179. 179 Kehrer 22. Februar 2021 um 23:32 Uhr

    „Wenn der Grund für den hiesigen „pandemischen Notstand“ ausschließlich ihrer mit Wille und Verstand durchgeführten PCR-Schummelei zu verdanken ist, dann ist eben diese ganze Testerei auch das Mittel für den Zweck, solch einen „Notstand“ in die Welt setzen zu können.“

    Covid 19 wird nicht durch eine Schummelei in die Welt gesetzt. Die Krankheit und das Virus sind schon objektiv. Was nicht objektiv ist die Art und Weise, wie ein Schreckenszenario in die Welt gesetzt wird, das die weitgehende Stilllegung ganzer Branchen und des gesamten gesellschaftlichen Lebens rechtfertigen soll. Hier werden mittelalterliche Methoden als Gegenmaßnahmen aus dem Hut gezaubert und für deren Rechtfertigung werden scheinbar wissenschaftliche Kriterien angeführt. Die eben n i c h t wissenschaftlich sind, sondern nur die ergriffenen Maßnahmen als alternativlos erscheinen lassen sollen. So würde ich das Verhältnis von Realität und Ideologie kennzeichnen.

    „Die hatten von Anfang an keine „vernünftigen Gründe“ um uns zu „manipulieren“ damit wir „spuren“ “ Das verstehe ich jetzt nicht, weil irgendwelche Gründe müssen sie ja haben den Lockdown zu rechtfertigen, wenn auch keine vernünftigen.

    „Ich nehme an, so Wissenschaftler wie Drosten wollen dann unbedingt ihren Auftraggebern entsprechen, weil sie ja nicht in einen Topf mit dem dummen Volk geworfen werden wollen, und nehmen deshalb auch zu Horrorszenarien Zuflucht, wenn sie ihre Maßnahmen begründen.“ Drosten wechselt seine Meinung öfter wie die Unterhose. Der ist einfach bloß karrieregeil.

    „Ich kann hier keine dunklen Zwecke entdecken, sondern nur die Überheblichkeit der Macht und eine ihr dienstbare Wissenschaft.“ Ja so sehe ich das auch. Und wer es noch nicht gewusst hat, daran zeigt sich, was für verheerende Auswirkungen eine dienstbare Wissenschaft hat.

    Wenn ich die Stimmung, die über die Medien verbreitet wird richtig interpretiere, sind jetzt alle wieder dabei über Öffnungsschritte und Öffnungsperspektiven nachzudenken. Dann hört man immer wieder den Satz: Nur nicht zu früh, weil wenn zu früh, gehen die Zahlen hoch und dann gibt es wieder einen Lockdown. Und wenn man dann wartet und macht dann auf und die Zahlen gehen trotzdem hoch? Was dann? Der Punkt ist: Es ist scheißegal was man tut, ob die Politik öffnet oder schließt. Mit so einer Pandemieeindämmungsstrategie kann man bloß scheitern. Ein Regime das Infektionszahlen nur benutzt um mittelalterliche Kontaktbeschränkungen zu rechtfertigen kommt zurecht nicht aus der Pandemie heraus. Das ist die institutionalisierte Dummheit. Es rächt sich eben wenn man die Wissenschaft nur als Rechtfertigungsinstrument für politische Maßnahmen heranzieht.

  180. 180 Nestor 23. Februar 2021 um 10:35 Uhr

    Hier einmal eine Reportage aus Indien und Afrika:

    WHY DOES THE PANDEMIC SEEM TO BE HITTING SOME COUNTRIES HARDER THAN OTHERS?

    While the virus has ravaged rich nations, reported death rates in poorer ones remain relatively low. What probing this epidemiological mystery can tell us about global health.

    https://www.newyorker.com/magazine/2021/03/01/why-does-the-pandemic-seem-to-be-hitting-some-countries-harder-than-others

  181. 181 NN 23. Februar 2021 um 14:00 Uhr

    Corona-Tests: Zu viele offene Fragen

    Corona-Kabinett stoppt Start der Selbsttests, während sich in Österreich bereits Schulkinder selbst testen. Zudem warten in Deutschland 2,5 Millionen ungenutzte Impf-Dosen

    Der Corona-Impfpass kommt – via Israel

    Regierung Netanjahu führt Privilegien für Geimpfte ein und schafft damit Fakten. Auch für die EU

    Corona: Menschenopfer zur Rettung der Industrie?

    Während sich eine dritte Welle der Corona-Pandemie ankündigt, wollen Ökonomen eine gewisse Sterblichkeit hinnehmen

    Mehr Tracking und weniger Lockdown gegen Covid-19

    Staaten in Asien haben offensichtlich mehr Erfolg bei der Pandemiebekämpfung als die westliche Welt. Staatliches Tracking stößt auf weniger Widerstand als in Deutschland

  182. 182 NN 23. Februar 2021 um 14:28 Uhr

    „Böse Überraschungen“
    Deutsche Grenzschließungen zur Pandemiebekämpfung stoßen auf Protest. US-Leitmedien spekulieren über weitreichende Folgen für die EU.

    BERLIN/WIEN/PRAG (Eigener Bericht) – Die partielle Schließung der deutschen Außengrenzen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie führt zu neuen Konflikten in der EU. Gegen die Maßnahmen an den Grenzen, die zur Abweisung von knapp 16.000 Einreisewilligen führten, wird Protest vor allem in Österreich und in Tschechien laut; während Wien sich über „extrem strenge“ Grenzvorkehrungen beschwert, hat sich Prag mit der Bitte um Beistand gegen Berlin an die EU gewandt. Paris warnt vor „bösen Überraschungen“ – in Erinnerung an die einseitige deutsche Grenzschließung vor knapp einem Jahr, die der Bevölkerung französischer Grenzgebiete schwere Belastungen brachte. Kritik kommt auch aus der deutschen Industrie, die um ihre Lieferketten etwa nach Tschechien, in die Slowakei und nach Ungarn fürchtet, wohin deutsche Konzerne arbeitsintensive Fertigungsschritte im großen Stil ausgelagert haben; der Warenverkehr sei „systemrelevant“, heißt es aus den Wirtschaftsverbänden. US-Leitmedien spekulieren bereits, die offenen binneneuropäischen Grenzen könnten der Pandemie gänzlich zum Opfer fallen; dies könne den Charakter der EU massiv verändern.

    „Störungen der Freizügigkeit“

    Die Bundesrepublik befindet sich im Zentrum pandemiebedingt zunehmender Auseinandersetzungen um eine der zentralen Errungenschaften der Europäischen Union: die offenen binneneuropäischen Grenzen. Wie berichtet wird, wächst derzeit der Druck auf Berlin angesichts der weiterhin aufrecht erhaltenen Kontrollen an deutschen Außengrenzen, die sowohl in Brüssel wie auch in mehreren EU-Ländern Missfallen erregen.[1] Demnach hat die EU-Kommission abermals deutliche Kritik an den deutschen Grenzkontrollen und Einreiseverboten geübt. Ein Kommissionssprecher etwa äußerte kürzlich, die einschlägigen Empfehlungen der Kommission seien „sehr deutlich“ und müssten als „Kompass aller EU-Länder“ genutzt werden; andernfalls drohten „Zersplitterung und Störungen der Freizügigkeit“. Zwar sollten nicht absolut notwendige Reisen aus Regionen mit hohen Infektionszahlen vermieden werden, doch müssten pauschale Einreiseverbote unterbleiben. Brüssel erwarte „von allen Mitgliedstaaten, dass sie diesem abgestimmten Ansatz“ folgten, heißt es weiter. Die EU-Kommission werde ihre Haltung in einem Schreiben an die Mitgliedstaaten abermals bekräftigen.

    „Absoluter Ausnahmefall“

    Diese öffentliche Rüge richtet sich vornehmlich gegen die Bundesregierung. Bundesinnenmister Horst Seehofer ließ abwehrend über seinen Sprecher verbreiten, die Kontrollen an den deutschen Außengrenzen stellten einen „absoluten Ausnahmefall“ dar; sie seien unabdingbar, um das deutsche Gesundheitswesen vor der Überlastung zu bewahren. Ähnlich reagierte Kanzleramtssprecher Steffen Seibert, der von „zeitweiligen“ Grenzkontrollen sprach, die man nicht als „Grenzschließungen“ bezeichnen könne. Zuvor war freilich, wie es in Berichten heißt, auch aus Österreich „Protest laut geworden“: In einem „konstruktiven Gespräch“ habe das österreichische Außenministerium dem deutschen Botschafter vermittelt, die „extrem strengen“ Grenzvorkehrungen Berlins würden in Wien als „unverhältnismäßig“ angesehen.[2] An den Grenzen würden nur noch Bundesbürger und Menschen mit Wohnsitz in Deutschland durchgelassen; für weite Teile Tirols gelte faktisch ein Einreiseverbot. Auch in Frankreich mehren sich die Stimmen, die vor verschärften Grenzkontrollen warnen, heißt es unter Verweis auf den französischen Europa-Staatssekretär Clément Beaune. Dieser habe Kontakt zu den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland aufgenommen, um sicherzustellen, dass es an den Grenzen keine „bösen Überraschungen“ gebe. Es dürfe keine Entscheidungen geben, die nicht abgestimmt seinen, warnte Beaune mit Blick auf einseitig verhängte deutsche Grenzschließungen im März 2020.[3] In Frankreich wurden jüngst hunderte von Infektionen der südafrikanischen Mutation des Covid-19-Virus registriert, gegen die die vorhandenen Impfstoffe nur schwach wirken.

    20 Kilometer Stau

    Die tschechische Regierung wiederum hat direkt in Brüssel interveniert, um Berlin zu einer Lockerung des derzeitigen Grenzregimes zu bewegen.[4] Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš erklärte kürzlich, er habe sich an EU-Ratspräsident Charles Michel mit der Bitte gewandt, darauf hinzuwirken, dass die Kontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze gemildert würden. Auch in Tschechien – wie in Tirol – sind besonders ansteckende Virusmutationen aufgetaucht; das hat Berlin veranlasst, die Grenzen dichtzumachen. Was in Deutschland passiere, verstoße gegen die Regeln des Binnenmarkts und sei „ein großes Problem für uns alle“, klagte Babiš anlässlich eines Treffens der mittelosteuropäischen Visegrad-Gruppe (Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn) in Krakau. Die langen Wartezeiten und Schlangen von bis zu 20 Kilometern an der Grenze weckten Befürchtungen bezüglich „Störungen der Lieferketten“, heißt es, da die Industrien der Visegrad-Staaten, in die arbeitsintensive Fertigungsschritte für deutsche Konzerne ausgelagert wurden, als verlängerte Werkbänke „eng mit Deutschland verflochten“ seien. Große Mengen an Waren aus Ungarn, der Slowakei und Tschechien würden nun an den Grenzen Tschechiens und Österreichs aufgehalten, da nur solche LKW-Fahrer die deutsche Grenze passieren dürfen, die einen negativen Coronatest vorweisen können.

    Warenverkehr: „Systemrelevant“

    Berichten zufolge wurden in der Tat allein in der Woche vom 14. bis zum 20. Februar knapp 16.000 Einreisewillige an den Grenzen der Bundesrepublik zurückgewiesen, wobei insgesamt rund 104.000 Grenzgänger kontrolliert wurden, nachdem Berlin Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols zu „Virusvariantengebieten“ erklärt hatte.[5] Inzwischen warnen auch einflussreiche Verbände der deutschen Wirtschaft vor den ökonomischen Folgen der Grenzschließungen. Der Ostausschuss der deutschen Wirtschaft etwa sprach sich für einen ungehinderten Grenzverkehr bei Warenströmen aus, die zumeist innerhalb der europäischen Produktionsketten deutscher Exportkonzerne ablaufen. Man müsse vermeiden, dass es „wie im Frühjahr 2020 zu langen Grenzstaus und Lieferausfällen“ komme, forderte der Vorsitzende des Ostausschusses, Oliver Hermes.[6] Ein reibungsloser Warenverkehr sei „systemrelevant“, da die Lieferketten der deutschen Industrie aufrechterhalten werden müssten. Die Region trage zur konjunkturellen Stabilisierung der Bundesrepublik bei, erklärte Hermes, da seit November der „Handel mit Mittel- und Osteuropa sogar über dem Niveau des Vorjahres“ liege. Polen sei mit einem Importvolumen von 58,1 Milliarden Euro bereits zum viertgrößten Lieferanten der Bundesrepublik aufgestiegen.

    Brechende Lieferketten

    Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Joachim Lang, warnte sogar vor dem „Zusammenbruch von Lieferketten“ in ganz Europa in den kommenden Wochen, sollten nicht bald industriefreundliche Lösungen gefunden werden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier verhandelte in der Sache inzwischen mit rund 40 Repräsentanten der Industrie; er stehe, heißt es, auch mit seinen Amtskollegen in Österreich und Tschechien in Kontakt.[7] Die Autoindustrie sei bei lange anhaltenden Grenzschließungen besonders stark von Lieferproblemen bedroht, heißt es unter Verweis auf Volkswagen, den größten Fahrzeughersteller Europas. Dessen Unternehmenssprecher erklärte, die Gegenmaßnahmen zur Vermeidung von Materialmangel seien nur „über einen gewissen Zeitraum“ wirksam. Bei „längeren Staus an den Grenzen“ drohten die Lieferketten bei vielen deutschen Pkw-Herstellern zu brechen und die „Produktion zum Stillstand“ zu kommen, warnte die ehemalige CDU-Politikerin Hildegard Müller, heute Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

    „Festung Europa“

    In US-Leitmedien wird mittlerweile bereits die Frage diskutiert, inwiefern die EU die Pandemie überhaupt in ihrer bisherigen Gestalt überstehen wird.[8] Die neuen Virusmutationen verleiteten EU-Staaten dazu, den grenzüberschreitenden Verkehr einzuschränken, heißt es; dies entwickle sich längst zu einer „Standardmaßnahme“ und werfe die Frage auf, ob die offenen Grenzen als zentrale „Säule der europäischen Integration“ die Pandemie noch überleben würden. Auseinandersetzungen um Grenzschließungen tobten in der EU bereits seit März 2020, wobei derzeit vor allem Deutschland und Belgien neue Restriktionen eingeführt hätten, was in Wechselwirkung mit den EU-Maßnahmen einen „sich permanent wandelnden Flickenteppich“ von Grenzregeln zur Folge habe: Es herrsche „Chaos“. Doch selbst bei einer Überwindung der Pandemie in Europa bleibe die Zukunft des Schengen-Systems, das die offenen EU-Binnengrenzen garantiere, „höchstwahrscheinlich weiterhin umstritten“, mutmaßt die New York Times. Demnach hätten etliche Länder bereits vorgeschlagen, die EU-Binnengrenzen könnten nur dann offen bleiben, wenn die „externe Grenze undurchdringlich“ werde; die Rede sei von einer „Festung Europa“. Überdies häuften sich in der EU Initiativen, die eine verstärkte Überwachung an den innereuropäischen Grenzen zum Ziel hätten.

    Kluft zwischen Nord und Süd

    Grenzschließungen und Reisebeschränkungen lassen nicht zuletzt die sozioökonomische Kluft zwischen Nord- und Südeuropa weiter wachsen. Für viele Länder der südlichen Eurozonen-Peripherie stellt der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle dar, die nun katastrophal kollabiert. Insbesondere das deindustrialisierte Griechenland, das während der Eurokrise besonders schwer unter der Berliner Austeritätspolitik zu leiden hatte, ist vom Tourismus abhängig: Rund 31 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts entfielen kurz vor Ausbruch der Pandemie auf den Tourismussektor.[9] Griechenland könnte aufgrund rasch steigender Infektionszahlen bald von der Liste der sicheren Reiseländer gestrichen werden; seine Tourismusbranche fiele dann den geschlossenen Grenzen zum Opfer.[10]

  183. 183 Phineas 23. Februar 2021 um 15:26 Uhr

    „Covid 19 wird nicht durch eine Schummelei in die Welt gesetzt. Die Krankheit und das Virus sind schon objektiv.“ (Kehrer)

    @Kehrer
    Ich schrieb nicht, dass das Virus und die mögliche Auslösung von Krankheit objektiv nicht vorhanden sind. Ich schrieb und meinte, dass erst durch eine „wiss.“ herbei geschummelte Legitimation die Installierung eines „pandemischen Notstandsregimes“ (anfangs mittels maßlos übertriebener Horror-Hypothesen, dann durch Schummelei und letztens durch „Monstren& Mutanten“) verwirklicht werden konnte und sich diese Scharade bis heute in einer Wiederholungsschleife befindet. Ohne diese ganze aufgepumpte Zahlentrickserei und den regierungsamtlich angeordneten Panikattacken, kein wiss. legitimiertes Notstandsregime.

    „Die hatten von Anfang an keine „vernünftigen Gründe“ um uns zu „manipulieren“ damit wir „spuren“ Das verstehe ich jetzt nicht, weil irgendwelche Gründe müssen sie ja haben den Lockdown zu rechtfertigen, wenn auch keine vernünftigen.“
    (Kehrer)

    Da bezog ich mich auf Deine Aussage, dass der Grund ihrer „wiss.“ Augenwischerei darin bestehen soll,

    „(dass) diese Wissenschaftler glauben, der Bevölkerung mit vernünftigen Argumenten nicht beizukommen ist und das man sie erschrecken, das heißt manipulieren muss, damit sie spuren. Ein anderer Grund fällt mir jedenfalls nicht ein.“,

    wo Du ihr Mittel der Panikmache und Manipulation gleichzeitig auch zum „Grund“ ihrer Panikmache und Manipulation erklärst, ohne zu erklären wobei und zu welchen Zwecken die Bevölkerung denn nun spuren soll. Sollen die spuren um des spuren willens, wo doch die sog. „Volksgesundheit“ (und die kapitalistische Ökonomie insgesamt) von Anfang an keiner ernsthaften viralen Bedrohung ausgesetzt war noch ist, stellt sich auch die Frage:

    Warum schädigen kapitalistische Nationen überhaupt und offenbar mutwillig und so hartnäckig Teile ihrer Wirtschaft(subjekte)?

  184. 184 Kehrer 23. Februar 2021 um 16:18 Uhr

    Im ersten Punkt sind wir uns einig.

    „Sollen die spuren um des spuren willens, wo doch die sog. „Volksgesundheit“ (und die kapitalistische Ökonomie insgesamt) von Anfang an keiner ernsthaften viralen Bedrohung ausgesetzt war noch ist, stellt sich auch die Frage:“

    Nein, nicht um des Spurens willen, dann würde ich den Staat ja als Unterdrückung um des Unterdrückens willen, also Unterdrückung als Selbstzweck bestimmen. Und das war noch nie meine Ansicht. Die haben schon gedacht, dass das Virus, wenn nicht staatlich kontrolliert und gezähmt sich exponentiell verbreitet und das Menschenmaterial aus dem der schöne Profit kommt, zu großen Teilen dahinrafft. Und damit das nicht passiert und weil die Bevölkerung freiwillig mitmachen muss beim Lockdown muss man sie schocken. Das war die Überlegung m.E.

    „Warum schädigen kapitalistische Nationen überhaupt und offenbar mutwillig und so hartnäckig Teile ihrer Wirtschaft(subjekte)?“ Weil sie eine Schadensabwägung treffen und die heißt, lieber die Gastronomie, Tourismus und die Kultur usw. opfern (das Zeug, das „nur“ das gesellschaftliche Leben ausmacht) statt die Akkumulation der großen international tätigen Kapitale untergraben, die die imperialistische Macht der BRD und der EU begründen. Das eine wird für das andere geopfert und private Kontakte sind sowieso ganz, ganz weit hinten in der Priorität.

    Schau dir nur den Artikel von NN über die Grenzschließungen an. Kaum werden die Betriebe minimal beeinträchtigt 16 000 zu 104 000, geht schon das große Heulen los. „Deutschland macht nationale Alleingänge“ „Die Eu ist am Ende“ Wenn das die Amis sagen, dann ist wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. Ist doch lächerlich, in so einer absoluten Ausnahmesituation vom Ende des EU Grenzregimes zu sprechen.

  185. 185 Phineas 23. Februar 2021 um 20:28 Uhr

    „Die haben schon gedacht, dass das Virus, wenn nicht staatlich kontrolliert und gezähmt sich exponentiell verbreitet und das Menschenmaterial aus dem der schöne Profit kommt, zu großen Teilen dahinrafft. Und damit das nicht passiert und weil die Bevölkerung freiwillig mitmachen muss beim Lockdown muss man sie schocken. Das war die Überlegung m.E.“

    @Kehrer
    Wenn diese sehr nachsichtige Einschätzung zu Beginn dieser Epidemie stimmen würde, hätten Sie doch nach Feststellung der realen Gefährdungslage für ihre eigene Scholle sofort damit aufgehört, Dieser weiterhin auf die ökonomischen Füße zu treten. Für ökonomische Schadensabwägungen gäb’s doch grundsätzlich keinen Anlass mehr. Nur passiert seitdem und ohne Unterlass das krasse Gegenteil und keine Verrücktheit und Absurdität wird ausgelassen, um ihren SCHEINBAREN Wahnsinn Geltung zu verschaffen!

    „Tourismus und die Kultur usw. opfern (das Zeug, das „nur“ das gesellschaftliche Leben ausmacht) statt die Akkumulation der großen international tätigen Kapitale untergraben…Das eine wird für das andere geopfert“

    Da sind wir uns einig.

    Und der erfolgreiche Abschluss dieser „Opferung“ der „einen für das andere“ scheint auch genau – neben der „Impfung“ – einer der wesentlichen Lockdown-Zwecke zu sein, denn warum sonst lassen die sich die abstrusesten Vorwände und Tricksereien einfallen, um diese angeblich nicht gewollten Prozesse („Schädigungen“) so lange als möglich am laufen zu halten, anstatt diese sofort abzustellen?

  186. 186 Kehrer 23. Februar 2021 um 20:50 Uhr

    Die stellen das deswegen nicht ab, weil die an die eigenen Ideologien glauben. Dass die Juden die deutsche Nation zersetzen und zugrunde richten, hat ja auch zu keinem Zeitpunkt gestimmt. Die ganze PCR-Testerei bestätigt ihren Wahn. Ausgangspunkt ist, dass sie glauben das Virus könnte, wenn sich selbst überlassen, sich exponentiell verbreiten und so die ganze Wirtschaft gefährden und zu Grunde richten. Dann legen sie sich eine Teststrategie zurecht, die genau diese Annahme stützt und die ganzen Coranamaßnahmen rechtfertigen soll und das tut sie dann auch. Und dann wird alles was dagegen spricht diffamiert und klein gemacht, damit die eigenen Maßnahmen als alternativlos dastehen und schon bestätigt die Wissenschaft die eigene Paranoia. Und da keine andere Wissenschaft gemacht wird, eigentlich gar keine Wissenschaft gemacht wird, sondern stattdessen „Experten“ und Einpeitscher zu Wort kommen fliegt das auch nicht auf. Eigentlich ist es ja schon längst aufgeflogen. Bloß kümmert das keine Sau. Das offizielle Narrativ ist immer noch: Da gibt es eine Gefahr und wenn wir keine harten Maßnahmen beschließen überrollt uns die Welle. Die dazu passende Wissenschaft für diese Paranoia ist die Epidemiologie, die Modellrechnungen und Kurven macht und die nichts anderes macht als diese Panik sichtbar zu machen. Die Epidemiologie ist dann die einzige Wissenschaft die gilt, weil sie dieses ideologische Narrativ bedient. Vom wem das ausgeht ist ja auch klar. Von der Merkel.

  187. 187 Phineas 24. Februar 2021 um 0:22 Uhr

    „Die stellen das deswegen nicht ab, weil die an die eigenen Ideologien glauben…Die ganze PCR-Testerei bestätigt ihren Wahn. Ausgangspunkt ist, dass sie glauben das Virus könnte, wenn sich selbst überlassen, sich exponentiell verbreiten und so die ganze Wirtschaft gefährden und zu Grunde richten.“

    Obwohl das für GSP, DKP, MLPD, Linkspartei, „Junge Welt“ und andere linke Pharmareferenten und Regierungsanhänger durchaus zutreffen mag, und unabhängig davon, ob nun großzügige Argumentationshilfen aus Peking ihren Wahn befeuerten oder nicht, habe ich bei unseren erfindungsreichen und kreativen Regierungs-Schamanen trotz allem so meine Zweifel. Aber nichts ist unmöglich. Mittlerweile.

    Zum Schluss der Lacher der Woche:

    Absetzbewegung und reingelegt? Alles für die Katz?

    WHO-Vertreter: Ende der Pandemie in Sicht – offenbar auch ohne Impfung

    https://de.rt.com/international/113566-who-ende-pandemie-in-sicht/

  188. 188 Kehrer 24. Februar 2021 um 0:43 Uhr

    Kam vorhin auf Arte, passt eigentlich ganz gut hierher und gehört mittlerweile zur Allgemeinbildung:
    https://www.arte.tv/de/videos/091148-000-A/forschung-fake-und-faule-tricks/

    Das Virus geht wie von Nestor schon bemerkt weltweit zurück:
    https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Ist-das-der-Anfang-vom-Ende-der-Pandemie-article22380150.html

    Als Ergänzung: Mich hat schon gewundert, warum alle mit Öffnungsdebatten beginnen und auch die Kanzlerin in diese Richtung denkt, obwohl die Zahlen das eigentlich nicht hergeben. Zwei Gründe: Die Stimmung im Land ist wirklich ziemlich schlecht, was die Kanzlerin eigentlich wenig stört, weil dem Druck der Straße… Zweitens diese Rückläufige weltweite Tendenz, die die Hoffnung speist, dass die Pandemie rückläufig sich entwickelt.

    Bei Lanz hatten die heute eine Nach-Corona-Diskussionen: der ehemalige Innenminister Thomas de Maziére meinte es müsse einen Ausnahmezustand geben, wo der Bund Weisungsbefugnis hat: Bei Pandemie, Überschwemmung, Stromausfall,… Krieg war nicht dabei, weil dafür gibt es den Notstand Und da soll es dann ein Notparlament mit 50 Mann geben, das die Sachen absegnet. Und es muss Übungen geben, damit das klappt wenn ein Ausnahmezustand eintritt. Irgendwie gruselig und eine Konsequenz daraus, dass zu Zeit praktisch nichts funktioniert.

  189. 189 Kehrer 24. Februar 2021 um 9:38 Uhr

    Die Befürchtungen (Paranoia) der politischen Klasse kommt nicht von ungefähr. Es wurden schon Jahre zuvor entsprechende Szenarien erarbeitet, die dann als Handlungsanleitung genommen werden.

    Bei Lanz wurde ein Papier von 2012 erwähnt:
    „Bericht zur Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz 2012″
    https://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/120/1712051.pdf

    2.3 Risikoanalyse „Pandemie durch VirusModi-SARS“
    Die Risikoanalyse „Pandemie durch Virus Modi-SARS“
    wurde unter fachlicher Federführung des Robert Koch-Instituts und Mitwirkung weiterer Bundesbehörden13 durchgeführt. Auch hier wurde zunächst ein entsprechendes Szenario durch die behördenübergreifende Arbeitsgruppe erarbeitet. Anschließend wurden die anzunehmende Eintrittswahrscheinlichkeit einer solchen Pandemie sowie das bei ihrem Auftreten zu erwartende Schadensausmaß bestimmt. Das Szenario beschreibt ein außergewöhnliches Seuchengeschehen, das auf der Verbreitung eines neuartigen Erregers basiert. Hierfür wurde der zwar hypothetische, jedoch mit realistischen Eigenschaften versehene Erreger „Modi-SARS“ zugrunde gelegt. Die Wahl eines SARSähnlichen Virus erfolgte u. a. vor dem Hintergrund, dass die natürliche Variante 2003 sehr unterschiedliche Gesundheitssysteme schnell an ihre Grenzen gebracht hat. Die Vergangenheit hat bereits gezeigt, dass Erreger mit neuartigen Eigenschaften, die ein schwerwiegendes Seuchenereignis auslösen, plötzlich auftreten können (z. B. SARS-Coronavirus (CoV), H5N1-Influenzavirus, Chikungunya-Virus, HIV).(14) Unter Verwendung vereinfachter Annahmen wurde für dieses Modi-SARS-Virus der hypothetische Verlauf einer Pandemie in Deutschland modelliert, welcher sowohl bundesrelevant als auch plausibel ist.(15)

    Das Szenario beschreibt eine von Asien ausgehende, weltweite Verbreitung eines hypothetischen neuen Virus, welches den Namen Modi-SARS-Virus erhält. Mehrere Personen reisen nach Deutschland ein, bevor den Behörden die erste offizielle Warnung durch die WHO zugeht. Darunter sind zwei Infizierte, die durch eine Kombination aus einer großen Anzahl von Kontaktpersonen und hohen Infektiosität stark zur initialen Verbreitung der Infektion in Deutschland beitragen. Obwohl die laut Infektionsschutzgesetz und Pandemieplänen vorgesehenen Maßnahmen durch die Behörden und das Gesundheitssystem schnell und effektiv umgesetzt werden, kann die rasche Verbreitung des Virus aufgrund des kurzen Intervalls zwischen zwei Infektionen nicht effektiv aufgehalten werden.

    Zum Höhepunkt der ersten Erkrankungswelle nach ca. 300 Tagen sind ca. 6 Millionen Menschen in Deutschland an Modi-SARS erkrankt. Das Gesundheitssystem wird vor immense Herausforderungen gestellt, die nicht bewältigt werden können. Unter der Annahme, dass der Aufrechterhaltung der Funktion lebenswichtiger Infrastrukturen höchste Priorität eingeräumt wird und Schlüsselpositionen weiterhin besetzt bleiben, können in den anderen Infrastruktursektoren großflächige Versorgungsausfälle vermieden werden. Nachdem die erste Welle abklingt, folgen zwei weitere, schwächere Wellen, bis drei Jahre nach dem Auftreten der ersten Erkrankungen ein Impfstoff verfügbar ist. Das Besondere an diesem Ereignis ist, dass es erstens die gesamte Fläche Deutschlands und alle Bevölkerungsgruppen in gleichem Ausmaß betrifft, und zweitens über einen sehr langen Zeitraum auftritt. Bei einem Auftreten einer derartigen Pandemie wäre über einen Zeitraum von drei Jahren mit drei voneinander getrennten Wellen mit immens hohen Opferzahlen und gravierenden Auswirkungen auf unterschiedliche Schutzgutbereiche zu rechnen.

    Für dieses Szenario wurden anschließend sowohl die für
    ein solches Seuchengeschehen anzunehmende Eintrittswahrscheinlichkeit als auch das bei seinem Auftreten zu erwartende Schadensausmaß gemäß der Methode der Risikoanalyse für den Bevölkerungsschutz auf Bundesebene bestimmt. Die Ergebnisse der Risikoanalyse (Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadensausmaß, Szenario) sind dem Bericht in Anhang 4 (ab S.55) beigefügt.

    Fußnote: (14) Ein aktuelles Beispiel für einen neuauftretenden Erreger ist ein Coronavirus, welches nicht eng mit SARS-CoV verwandt ist. Dieses Virus wurde seit Sommer 2012 bei sechs Patienten nachgewiesen, von denen zwei verstorben sind (Stand 26. November 2012)

    Exkurs: Verlauf ohne antiepidemische Maßnahmen
    Das hier vorgestellte Szenario geht davon aus, dass schon früh im Verlauf antiepidemische Maßnahmen eingeleitet werden, die dazu führen, dass jeder Infizierte im Durchschnitt nicht drei, sondern 1,6 Personen infiziert. Die Gegenmaßnahmen werden nur für den Zeitraum von Tag 48 bis Tag 408 angenommen. Würde man davon ausgehen, dass keinerlei Gegenmaßnahmen eingesetzt werdenund jeder Infizierte drei weitere Personen infiziert (bis der Impfstoff zur Verfügung steht), so hätte man mit einem noch drastischeren Verlauf zu rechnen. Zum einen wären die absolute Anzahl der Betroffenen höher, zum anderen wäre der Verlauf auch wesentlich schneller. Während im vorgestellten Modell der Scheitelpunkt der ersten Welle nach rund 300 Tagen erreicht ist, wäre dies ohne antiepidemische Maßnahmen schon nach rund 170 Tagen der Fall. Dieser Zeitgewinn durch antiepidemische Maßnahmen kann sehr effizient genutzt werden, um z. B. persönliche Schutzausrüstung herzustellen, zu verteilen und über ihre korrekte Anwendung zu informieren.

    Die Anzahl Betroffener unterscheidet sich in beiden Szenarien gravierend. Wenn Schutzmaßnahmen eingeführt werden und greifen, sind auf den Höhepunkten der Wellen jeweils rund 6 Millionen (1. Welle), 3 Millionen (2. Welle) und 2,3 Millionen (3. Welle) erkrankt. Ohne Gegenmaßnahmen sind es rund 19 Millionen (1. Welle), rund 6,5 Millionen (2. Welle) und rund 3,3 Millionen (3. Welle). Die Zahlen für Hospitalisierte bzw. Patienten, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen, verhalten sich ähnlich.

  190. 190 Phineas 24. Februar 2021 um 12:16 Uhr

    Nicht nur für „linke“ Chinafreunde interessant:

    Freiwillige digitale Knechtschaft.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=38402

    Corona und China: Eine Diktatur als Vorbild?

    Ab ungefähr Min. 1:11:00 – 1:20:00 über ID2020

    https://www.youtube.com/watch?v=xcjMUVrsBVg

    Mehr zum Thema ID2020:

    https://norberthaering.de/?s=ID+2020

  191. 191 Kehrer 24. Februar 2021 um 13:23 Uhr

    Ja da ist was dran. In dem Zusammenhang soziales Ratingsystem für botmäßige Bürger kann ich auch nochmal von Marc Kling, Qualityland empfehlen, das ich als Hörbuch genossen habe. Da gibt es auch so ein Ratingsystem. Eine sehr weitsichtige Satire, die so futuristisch gar nicht mehr ist.

  192. 192 Nestor 24. Februar 2021 um 13:46 Uhr

    Na ja, das ist das chinesische soziale Belohnungssystem. Das läßt sich aber hier sowieso nicht durchsetzen, wegen der Staatenkonkurrenz.

    Jedes System funktioniert nur, wenn die Leute mitmachen. In China stehen die Leute zu ihrer Regierung, deswegen stört die Kontrolle sie nicht.
    Hierzulande wird die Kontrolle als Gefahr wahrgenommen, und sie paßt auch nicht wirklich zum freiwilligen Mitmachen in der Konkurrenzgesellschaft.

  193. 193 NN 24. Februar 2021 um 13:52 Uhr

    Profit vor Gesundheit
    Die Pandemie und der Westen
    Von Jörg Kronauer

    Nein, Gedenken allein reicht nicht. »Wahrlich düster, herzzerreißend« sei es, dass die Vereinigten Staaten die Schwelle von einer halben Million Coronatoten überschritten hätten: Mit gefühlvollen Worten stellte sich US-Präsident Joseph Biden, an die gewaltige, immer noch rapide steigende Zahl der Pandemieopfer erinnernd, der Öffentlichkeit. Doch so wichtig es ist, der Opfer zu gedenken: Wer über die Coronatoten spricht, sollte von den Ursachen des Massensterbens nicht schweigen. Und nein, damit ist keinesfalls allein das SARS-2-Virus gemeint. So katastrophal der Erreger bereits Ende 2019, Anfang 2020 zugeschlagen hat: Staaten wie China oder Vietnam, Südkorea oder Australien haben gezeigt, dass man seiner tödlichen Wirkung Grenzen setzen kann. Die bislang 500.000 Todesopfer in den USA sind nicht zuletzt besonderen sozioökonomischen Verhältnissen geschuldet, die sich als völlig unfähig erwiesen haben, der Pandemie Einhalt zu gebieten – und das beileibe nicht nur in Nordamerika.

    Dort, aber auch in Westeuropa und anderswo galt von Anfang an, dass der Profit Vorrang vor dem Leben hat. Schutzmaßnahmen wurden Anfang 2020 viel zu spät eingeleitet und viel zu früh wieder aufgehoben, um das Gewinnstreben der Privatwirtschaft nicht zu stören. Aus demselben Grund wurde – und wird – die Fahrt zum Arbeitsplatz den meisten trotz Ansteckungsgefahr zugemutet. Die nicht zu vermeidenden Einschränkungen werden soweit wie möglich auf den persönlichen Alltag konzentriert. Kommt dann noch eine geballte Ladung an Ignoranz oder Inkompetenz hinzu, dann schnellen die Opferzahlen schwindelerregend in die Höhe, und das nicht nur in den USA oder in Brasilien, das inzwischen eine Viertelmillion Coronatote verzeichnet, sondern auch in der EU, die die Schwelle von einer halben Million der an oder mit dem Virus Gestorbenen schon ein paar Tage vor den USA überschritten hat. Nebenbei: Ihrerseits eine Gedenkveranstaltung mit einem Auftritt ihrer Kommissionspräsidentin abzuhalten – das war »den Europäern« das Massensterben auf dem eigenen Kontinent wohl nicht wert.

    Mörderisch ist das Profitstreben des Westens auch im Weltmaßstab. Während China schon im März 2020 zahlreiche Länder mit Hilfslieferungen im Kampf gegen die Pandemie unterstützte und etwa Kuba anderen mit der Entsendung seiner Ärztebrigaden beistand, verweigern die Mächte Nordamerikas und Westeuropas bis heute die dringend nötige Freigabe der Impfstoffpatente, kaufen die verfügbaren Vakzine vom Markt – und setzen missliebige Länder mit brutalen Sanktionen unter Druck: Venezuela, Syrien oder Iran, ohnehin hart von der Pandemie getroffen, wird mit neuen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen zugesetzt. Die Coronatoten in diesen und anderen Ländern, an sie erinnerte Biden in seiner emotionsgeladenen Ansprache natürlich nicht.

  194. 194 Phineas 24. Februar 2021 um 15:01 Uhr

    Ihre desaströse Geldverlegenheit scheint die junge Welt ja erfolgreich aus der Welt geschafft zu haben.
    Gleichzeitig leider auch jeglichen Lese-Nutzen.

  195. 195 Nestor 24. Februar 2021 um 21:41 Uhr

    Allerdings.
    Eine Moral-Suderei sondergleichen.

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