Die „wissenschaftliche Herangehensweise“

GEDANKENAUSTAUSCH MIT EINEM PENSIONIERTEN STUDIENRAT

Ich führe seit einigen Tagen einen Briefwechsel mit jemandem, der offenbar aus dem Gegenstandpunkt-Umfeld stammt und mich darüber zu belehren versucht, wie man eigentlich wissenschaftlich vorgehen und publizieren solle.
Ich veröffentliche das jetzt in Auszügen, weil die ganze Vorgangsweise des Briefschreibers recht typisch ist für eine Haltung, mit der man sich und anderen das Leben schwer macht, ohne daß irgendwer etwas davon hat.

Mein Kontrahent bezeichnet seinen Vornamen mit einem Buchstaben + Punkt, sodaß ich nicht weiß, ob es sich um einen Er oder eine Sie handelt.
Nennen wir in in Hinkunft Anonymus, damit ist allen gedient.

Anonymus macht sich wirklich Mühe, seinen Standpunkt zu vertreten – eine Anstrengung, die einer besseren Sache würdig wäre. Man merkt auch, daß Anonymus Angst hat, 14 Euro zu verschleudern für ein Buch, das ihm womöglich nicht zusagt.
Und das ist sicher nicht, weil Anonymus Hartz IV-Bezieher wäre. Ich bin sicher, für Objekte des Konsums, – Wohnkomfort, Mobilität, Nahrungsmittel, Sportgeräte und Urlaubsreisen hat Anonymus genug Kohle. Aber ein Buch, ein Produkt des menschlichen Geistes – oh, da muß man schon vorsichtig sein und jeden Cent umdrehen, weil sonst kommt womöglich Gift ins Haus!

So beschwert sich Anonymus z.B. über den Klappentext meines Buches:

„Anlass für die Nachfrage zu dem Buch war, dass man aus dem Bewerbungs-/ Werbetext dazu keinerlei Auskünfte zur der Stoßrichtung desselben erhielt.
Dort stand im Wesentlichen, dass es als Zusammenfassung von Blogbeiträgen über ein „anonymes Autorenkollektiv“ zustande gekommen sei.“

Allerdings. Und wenn jemand sich dazu näher informieren möchte, so braucht er ja nur auf den Blog gehen und nachlesen, was dort so steht.
Das ist aber die Sache von Anonymus nicht, obwohl das nicht einmal etwas kosten würde. Zumindest kein Geld. Wenn Anonymus mit seiner Zeit auch so knausrig ist, so wäre er besser beraten, doch dort einmal nachzuschauen, anstatt sich in Mutmaßungen darüber zu ergehen, was denn in dem Buch drin stehen könnte; und was drin stehen sollte, aber wahrscheinlich nicht drin steht.

Er fordert jedenfalls eine

„gediegene politökonomische Kennzeichnung der modernen Geld- und Schuldenwirtschaft“.

Dazu habe ich zu sagen, daß „gediegen“ gar nicht in meinem aktiven Sprachschatz vorkommt. Bei dem Wort denke ich an Eichenschreibtische oder andere Elemente der Wohnkultur. Wie soll denn eine Erklärung oder Kommentierung von ökonomischen Ereignissen „gediegen“ sein?
Man merkt, wir beide spielen in verschiedenen Ligen. Mir geht es in erster Linie darum, die Dinge so darzustellen, daß sie für jedermann verständlich sind.

Anonymus hat es nicht so mit den Fakten, Hauptsache, die „Stoßrichtung“ stimmt:

„Am Beispiel des … Stichworts „Schuldenschnitt in Griechenland“:
Es gab … keinen Schuldenschnitt, sondern auf unabsehbar die Verpflichtung des Landes zur Bedienung längst uneinbringlicher Schulden – die Abschreibung von Schuldtiteln wurde von den EU-Oberen explizit untersagt.“

So kann man sich natürlich mit der geschwellten Brust des Besserwissers an die Produktion von Fake-News machen. Der griechische Schuldenschnitt von 2012 hat nämlich die griechischen und zypriotischen Banken versenkt und war also durchaus folgenreich. Aber das paßt nicht ins Bild von Anonymus, der mich dann naseweis darüber belehrt, warum es gar keinen solchen Schuldenschnitt hat geben können.

Anonymus liest anscheinend keine Zeitungen und ist vom Tagesgeschehen relativ unberührt. Er möchte es offenbar durch eine Brille, eine Art Filter betrachten und hat bei meinem Buch – begründeter Weise! – den Verdacht, daß es dieses Bedürfnis nicht befriedigen wird:

„explizierend ergibt sich diese Notwendigkeit daraus, dass e i n e r Verlaufsform kreditfinanzierter Akkumulation die Klärung dessen vorangehen müßte, was das Bestimmende am Kredit ist, das die Konsequenz seiner Überakkumulation in sich trägt.“

Man beachte hier den wissenschaftlichen Widerspruch, oder die eigenartige Definition von Wissenschaft: Der „Verlaufsform“, also dem, was geschieht, müsse seine „Klärung“ vorausgehen: Der Filter muß vorher da sein, um die Ereignisse richtig einreihen zu können. Die geistige Tätigkeit besteht also im Erstellen des richtigen Begriffsapparates, wo dann oben Fakten hneingelehrt werden und unten Wissen herauskommt. Oder aber, wie in seligen DDR-Zeiten, des richtigen Fernrohrs:

Begriffs-Rohr

Weil ansonsten, so Anonymus, droht Furchtbares, man verfällt dem bürgerlichen Moralismus und ist unrettbar verloren:

„Der bürgerliche Standpunkt ist einem zuwider: ob Athen Schuldenerlass oder überhaupt »unseren« Euro verdienen würde.“

Anonymus spart nicht mit wohlgemeinten Ermahnungen, wie man dieser Gefahr entkommen könnte:

„die Thematisierung der F o r m e n von Geld und Kredit mögen zwar für sich irgendwelche Relevanz haben, sie ersetzen nicht das an Geld und Kredit an und für sich Eigentümliche, welches erst wiederum die verschiedenen Sorten von Geld und Kredit er- bzw. begründen würden.“

Geht es nur mir so, oder halten andere Leute dieses Satz auch für blanken Nonsens?

„Thematisierung der F o r m e n“ – ??
„Relevanz“ – auf Deutsch: Bedeutung, Wichtgkeit für etwas anderes, – wie kann etwas „für sich“ relevant sein?!
„an und für sich Eigentümliche“ – was soll denn das sein? Wie soll eine „Form“ etwas „Eigentümliches“ ersetzen? Weil sonst müßte man das ja nicht dementieren.
„verschiedene Sorten von Geld und Kredit“ die durch das Eigentümliche „begründet“ werden? Sorten? Ist Geld und Kredit so etwas wie ein Sortimen in einem Warenhaus?

Hier werden inhaltsleere Begriffe und falsch verwendete Fremdwörter aneinandergereiht, was vielleicht unter Bildungsbürgern gut ausschaut bzw. klingt. Wer dieses Bedürfnis jedoch nicht hat, greift sich an den Kopf.

Irgendetwas, man weiß nicht so genau was, hat Anonymus gegen Geschichte:

„insbesondere die Betonung auf Geschichtliches bei Wirtschaft und Geld hegt den Verdacht, dass das Begriffliche an den verschiedenen Wirtschaftsweisen zumindest überlagert wird durch eine Schilderung von Abfolgen in der Zeit, welche eigentlich Ausgangspunkt für die Klärung der politökonomischen Eigenart der jeweiligen Epoche wären.“

Ich habe – anfangs noch gutwillig – gemeint, daß ich keinen Widerspruch zwischen geschichtlicher Abfolge und Begriff sehe, und mich nur gegen Geschichtsteleologie und ein falsches Verständnis von Entwicklung verwahrt.

Darauf kam von Anonymus:

„“Man kommt also nicht umhin, sich mit dem Vergangenen zu beschäftigen, wenn man über einen Gegenstand etwas herauskriegen will.“ Dies stimmt m.E. so nicht: Der Klassiker hat sich das Studium des Kapitalismus am Material der damals fortgeschrittenen bürgerlichen Produktionsweise in England vorgenommen.“

Ich wußte nicht, soll ich lachen oder weinen? Meinereins, der kleine Erdenwurm, darf sich das, was Marx gemacht hat, keineswegs erlauben!
Das Ganze wird immer absurder:

„Um etwas über den heutigen Kapitalismus, sei es in D. oder Österreich, herauszukriegen, muss man sich nicht das ganze empirische Material zum englischen Kapitalismus des 19. Jh. erneut vornehmen.“

???

Anonymus bemüht sich, mich darüber aufzuklären, welche Fehler ich in meiner Unvollkommenheit machen könnte, um dann fest dagegen anzukämpfen, – wobei seine Ausführungen oftmals dunkel bleiben.

Das ist eine recht verbreitete Taktik der heutigen verkommenen Diskussionskultur: Man denkt sich eine verkehrte Position aus, unterstellt die dem Kontrahenten und zieht dann dagegen los. Es ist ein Sich-Drehen um die eigene Achse, eine Spiegelfechterei, wo der andere Mensch zu einer Art Steckplatz gemacht wird, in den man mißliebige Anschauungen hineinsteckt, um ihn dann abzuwatschen und sich dabei als Kämpfer für die Wissenschaft selbst zu genießen.

Ich habe das alles hiermit einmal thematisiert, um alle diejenigen aufzumuntern, denen auch Anonymusse über den Weg laufen, die mit erhobenem Zeigefinger und schwülstigen Phrasen darauf hinweisen, daß du ein ziemlicher Depp bist und noch viel lernen mußt.
Gebt diesen arroganten Bildungsbürgern ordentlich Saures!

Zweitens fällt natürlich an dieser Haltung auch die völlige Sturzzufriedenheit mit dem Status Quo auf. Anonymus und Co haben ihren Filter, ihren Begriffs-Apparat, sie wissen um die Notwendigkeiten und frönen dem Vergnügen, mit Gleichgesinnten liebgewordene Begriffe und Phrasen hin und her zu werfen. Damit bestätigt, anerkennt man einander als Gscheiterl und hat für die anderen da draußen, die im Dunkeln tappen und bürgerlichen Moralismus treiben, nur Verachtung übrig.

Es mutet wie ein Hohn an, wenn Anonymus sich dann auch noch darüber ergeht, was „die Aufgabe praktischer Agitation“ wäre – die er nicht vorhat, aber er wüßte genau, wie sie auszusehen hätte.


19 Antworten auf „Die „wissenschaftliche Herangehensweise““


  1. 1 Hinweis 03. Januar 2019 um 9:54 Uhr

    Ob die spannende Frage, wie gediegen ist das denn, die Mutter aller Probleme ist, – oder umgekehrt, wer eigentlich möchte genau das denn schon wissen …?

    Wer aber was wissen will über Europa, dem sei dieses Skript empfohlen:

    Die EU in Zeiten von „America first!“:
    Das Konkurrenzprojekt „Europa“ in der Krise
    Marburg, Mai 2018

    http://www.contradictio.de/blog/archives/7743

    Und wer was wissen will über das Finanzkapital, der möge meinetwegen auch gediegen die Inhalte dieses Links studieren …

    http://Neoprene.blogsport.de/2018/10/08/ueber-geld-und-kredit-texte-zur-finanzkrise-und-eurorettung/#comment-124795

  2. 2 Neoprene 03. Januar 2019 um 20:56 Uhr

    Auf meinem Blog hat jemand folgende Kritik/Anmerkungen gepostet:

    „Das Buch behauptet zwar den Anspruch, Korrektes zur polit-ökonomischen Qualität von Geld und Kredit des modernen Weltkapitalismus auszubreiten. Es ist in zentralen Punkten fehlerbehaftet: Zwar wird richtig herausgekehrt, was allerdings keine eigene wissenschaftliche Leistung ist, sondern empirische Gewissheit ist, dass das heutige Münz- und Papiergeld keinerlei ‚Deckung‘ durch die sog. reelle Geldware hat,sondern die Gültigkeit des Geldes wird per staatlichem Dekret erklärt. Die behauptete staatliche Garantie ersetzt allerdings nie und nimmer die ökonomische Tauglichkeit der staatlich ins Leben gerufenen Geldmaterie fürs internationale Geschäftswesen – und das Einlassen auf fremde Währungen, auch sog. Leitwährungen, hängt auch ein bisschen am souveränen Mitmachen anderer Staaten, das Konkurrenzgeld oder die Konkurrenzwährungen als Mittel geschäftlicher Benutzung auf dem Weltmarkt anzuerkennen.
    Das zum politischen Kredit:das Kredit a u c h als Instrument des Hineinregierens in andere Nationen eingesetzt wird, macht das Politische am nämlichen Kredit noch lange nicht zum entscheidenden Bestimmungsgrund am Schuldwesen überhaupt. Dieser hat erst mal was ökonomisch Sinnfälliges an sich, als Vorgriff auf noch gar nicht verdienten Vor- und Überschuss so zu tun, der wäre schon so gut wie realisiert, darüber meinetwegen Beschleunigung des Kapitalumschlags, eben Hebel der Akkumulation und damit Garant der Überakkumulation, Krise, Vernichtung haufenweise Reichtums und v.a. der Existenz der lohnarbeitenden Zuarbeiter des schönen kapitalistischen Geldmists.“
    http://neoprene.blogsport.de/2018/10/08/ueber-geld-und-kredit-texte-zur-finanzkrise-und-eurorettung/#comment-125495

  3. 3 Nestor 03. Januar 2019 um 22:04 Uhr

    Ja, danke, daß du mir diese Perle der inhaltlichen Kritik zukommen hast lassen.

    Hier steht zwar: „Es ist in zentralen Punkten fehlerbehaftet“, aus dem folgenden Kauderwelsch wird jedoch nicht ganz klar, wo der Fehler eigentlich liegen soll.

    „Die behauptete staatliche Garantie ersetzt allerdings nie und nimmer die ökonomische Tauglichkeit“.
    Das wird von mir auch nicht behaiuptet. Das staatliche Dekret stellt nur die Grundlage für die geschäftsmäßige Benützung her.
    Die Politiker sind allerdings schon der Meinung, daß ihre Geldpolitik und die Schaffung des Geldes den Erfolg desselben auf dem Weltmarkt hervorbringen wird, und dieser Gedanke stand Pate bei der Schaffung des Euro.

    „das Einlassen auf fremde Währungen, auch sog. Leitwährungen, hängt auch ein bisschen am souveränen Mitmachen anderer Staaten, das Konkurrenzgeld oder die Konkurrenzwährungen als Mittel geschäftlicher Benutzung auf dem Weltmarkt anzuerkennen.“

    Das klingt irgendwie so, als wäre der Weltmarkt gestern erfunden worden.

    Auch der „entscheidende Bestimmungsgrund“ ist etwas, was mir fremd ist.

    Aber wie gesagt, ich tue mir schwer, den Ausführungen zu folgen.

  4. 4 Nestor 04. Januar 2019 um 11:15 Uhr

    Anonymus hat mir noch einmal geschrieben, er ist entrüstet über meine „moraltriefende Gehässigkeit“!
    Er ist jetzt richtig böse.

    „Kongenial dem Konter mit der unterstellten fehlenden Kenntnisnahme von schlau sich gebenden Veröffentlichungen ist das abseitige Vortragen der Skepsis, ob unsereins auch defacto an ‚praktischer Agitation‘ gelegen sei: dies ist ein absurder und gehässiger Gegenstandswechsel zugleich: dass man in einem Nebensatz auf den Unterschied der Erklärung der allgemeinen Gesetze des Kapitals und dem Aufzeigen der Widersprüche des Lohnarbeitsverhältnisses, der Gründe daraus resultierender dauerhaft angelegter materieller Schäden, die sich die darin praktisch Befangenen antun, hinaus will, beantworten Sie statt mit der Befassung mit diesem Unterschied damit, ob man überhaupt tatsächliche
    Agitation betreiben wolle.“

    Ich überlasse es dem Leser, sich angesichts dieses Zitats ein Bild von der geistigen Verfassung von Anonymus zu machen.

  5. 5 Neoprene 09. Januar 2019 um 2:20 Uhr

    Von einem Anonymus bei Neoprene:

    „Was soll der theoretische Fortschritt eines Konvoluts
    über Geld und Kredit im Umfang von über 400 Seiten im
    Jahr 2018 bzw. 2019 sein?
    Die Besonderheiten der imperialistischen Weltwirtschaft
    incl. Währungen/Leitwährung sind schon Ende der 70er
    im Buch über den Weltmarkt herausgearbeitet worden – sozusagen in Fortsetzung der „Kapital“-Reihe, die ein
    Marx nicht mehr zu leisten vermochte.
    Aktueller bekannt gewordene „Anwendungsfälle“ des Geld-
    und Kreditschachers wie Griechenland (Stichwort: „Rettungsschirme“), Italien und Spanien (nämlich deren ‚Beitrag‘ zur europaweiten Krise) oder Österreich
    (Stichwort: Pleitebank) sind ebenso bereits
    von kompetenter Seite in Buchform oder als Zeitschriftenartikel auf den Punkt gebracht worden.
    Das Finanzkapital und dessen Eigenheiten sind auch
    schon längst theoretisch auseinander genommen worden
    – wobei nicht, wie ein Schlauer auf neoprene.blogsport.de behauptet, die Fokussierung auf dessen Krise das Erwähnenswerte wäre, sondern: letztere setzt
    die Klärung dessen voraus, w a s da inwiefern in Krise gerät, was das Buch übers Finanzkapital v.a. leistet.

    Schon der Vorspann oder Werbetext zu dem
    Buch lässt in einer Weise aufhorchen, die
    nicht gerade zum Erlesen desselben animiert:
    Erst wird betont, wie vorteilhaft doch der
    direkte Austausch über einen Gegenstand in
    Form von Blogs sei. Dass sich da auch wenig
    überzeugende oder überhaupt nicht überzeugende
    Zeitgenossen melden, dazu wird die Stellung
    des „Aussperrens“ von solchen eingenommen:
    sollte eine theoretisch ernst zu nehmende
    Plattform nicht primär die Haltung zeigen,
    was sich da nicht zusammenreimt,
    zu widerlegen statt zu übergehen oder sogar
    den Übergang zum Debattenverbot zu machen?
    Was soll das „Resümee“, dass sich in dem aus
    Blogbeiträgen Zusammengetragenen der „Geistes
    zustand der Menschheit“ widerspiegele?
    Erstens ist das mit der Menschheit angesichts
    von ein paar Beteiligten übertrieben.
    Zweitens will man sich doch angeblich von den
    falschen und ideologischen Beiträgen der
    „Menschheit“ mit dem Buch absetzen, also gerade
    nicht das Disparateste an Meinungsspektren gelten
    lassen.

    Es ist eine einzige Begriffsklauberei das
    Hin und Her dessen, wann Eigentum an der
    Arbeitskraft vorliege oder nicht, ob
    mit „Intervention“ durch den bürgerlichen
    Staat oder schon jenseits von ihm erlassener
    „Eigentumsordnung“, ob ohne Qualifizierung
    oder erst mit derselben; ebenso völlig
    danebenliegend, sachfremd die absurde
    Unterscheidung von Besitz und desselben
    als juristische Kategrie.
    Hier verpassen so gut wie sämtliche Kommentare
    die harte Wahrheit dessen, was Arbeitskraft
    ökonomisch der Sache nach ist bzw. unter-
    stellt, nämlich den gewaltsam hergestellten
    A u s s c h l u s s von sämtlichen materiellen
    Lebensbedingungen. Bloße Arbeitskraft zu sein
    oder zu haben ist jawohl für sich eben die
    praktische Verunmöglichung überhaupt sowas
    wie eine Lebensreproduktion zu besorgen -und
    jetzt kommt die zweite politökonomische Bruta-
    lät: dass macht Massen von Enteigneten (von
    allen Produktions- und Lebensmitteln) zuver-
    lässig e r p r e s s b a r durch diejenigen,
    die das Monopol auf Mittel und Bedingungen
    der Produktion haben – und dass ist die erste
    Leistung des bürgerlichen Staates: seine
    Monopolgewalt nötigt diese Scheidung in ge-
    schäftliche Ausnutzern und eigentumsloser Arbeits-
    kraft mit seinem ganzen Rechtssystem auf, also:
    dass, wer nicht als seine Arbeitskraft sein
    „Eigen“ nennt, dem Dienst am fremden Geldreichtum
    verpflichtet ist; altmodisch: Ausbeutung genannt.
    Es wird ebenso verpasst, was die Autoren des
    Sozialstaatsbuchs damit meinen, wie die Betätigung
    der Arbeitskraft als Eigentum überhaupt nur geht,
    bzw. es ist Hinweis neben der grundsätzlichen
    Kennzeichnung der Armseligkeit von bloßer Arbeits-
    kraft, über eine pure Voraussetzung ohne die dafür
    nötigen Mittel zu verfügen, wofür sich kein Arbeiter
    was kaufen kann, eine zweite Trostlosigkeit am
    „Eigentum“ Arbeitskraft vorgeführt wird: noch nicht
    mal als diese Summe Äußerungsvermögen sind Lohnar-
    beiter einfach in der Lage, sich ihren Erpressern
    von der Unternehmerfront anzudienen. Nein: der
    als Konkurrenz in die Welt gesetzte Zwang zur
    Lohnarbeit setzt die Aneignung von Elementar-
    bis weiterführenden Fertigkeiten voraus, eben
    um sich überhaupt als Arbeitskraftangebot zu
    bewähren. Und das Bezeichnende daran ist nicht,
    dass eine Arbeitskraft die andere als Eigentum
    ausschließt: die Unternehmer veranstalten einen
    Vergleich hinsichtliche nützlicher Anwendbar-
    keit und der Billigkeit der Arbeiter – d i e
    schließen darüber Etliche von der Zulassung
    zu den Ausbeutungsplätzen der Nation aus.
    Der Arbeiter macht allenfalls den Fehler,
    auf der Grundlage der unternehmerischen Er-
    pressungsgewalt über ihn sich einzubilden,
    irgendwelcher leistungs- und kostenbezogener
    Nutzenerweis im Vergleich zu Seinesgleichen
    wäre materielles Erfolgsmittel für ihn.“

  6. 6 Nestor 09. Januar 2019 um 13:27 Uhr

    Lustig, wie sich jemand schon angesichts des Klappentextes über ein Buch auslassen kann, von dem er offenbar jedem abraten wil, – um dann seine nicht gerade erhellenden Phrasen an den Mann zu bringen.

    Wer das obige, von Neoprene freundlicherweise hier veröffentlichte Blabla für wissenschaftlich hält, ist natürlich mit meinen Publikationen nicht gut bedient.

    Ich habe auch in meiner Verwandschaft so einen Klappentextleser. Allerdings schwärmt der dann von den jeweiligen Büchern aufgrund des Klappentextes.

    Man muß hier einmal erwähnen, daß man ein Buch unmöglich in einem Klappentext vorstellen kann. Der meinige verweist eben auf den Blog, wo man sich ein Bild machen kann darüber, was in dem Buch so angesprochen wird.

    Für eine etwas inhaltlichere Besprechung habe ich extra eine Bewerbung auf YouTube gestellt:
    https://www.youtube.com/watch?v=qEOz8SpoKbE

  7. 7 Samson 11. Januar 2019 um 14:37 Uhr

    Der meinige verweist eben auf den Blog, wo man sich ein Bild machen kann darüber, was in dem Buch so angesprochen wird.

    Mal abgesehen davon, dass ich dir paar Bestseller-Auflagen nebst Übersetzungen in alle verfügbaren Sprachen wünsche (in der stillen Hoffnung, mittels der Tantiemen tätest du dann eine revolutionäre Guerilla … etc. pp.), stell ich mir schon so bissl die Frage, wen du mit dem Buch erreichen zu können glaubst.

  8. 8 Nestor 11. Januar 2019 um 18:00 Uhr

    Das kann man nie bestimmen.
    Generell läßt sich sagen, daß so Geldthemen nie bestsellerverdächtig sind.

    Ich mach ja auch seit Jahren eine Radiosendung,
    https://o94.at/programm/sendereihen/vekks
    da hat mich auch im Herbst wer gefragt, wen ich damit erreichen will.
    Auch das läßt sich nicht bestimmen.

    Man kann nur so gut es geht irgendwo mitteilen, das gibts, Leute, und hoffen, daß es wer liest.

    Ich hab es – wie meine anderen Bücher – auch in ein paar Bibliotheken getragen, dort werden die Bücher dann auch hin und wieder ausgeborgt und vermutlich bei der Gelegenheit auch gelesen. ;-)

    Vielleicht sollte ich auch einmal eine Aussendung an Bibliotheken im deutschsprachigen Raum machen, die müßte ich mir halt zusammensuchen.

  9. 9 Samson 11. Januar 2019 um 21:11 Uhr

    Man kann nur so gut es geht irgendwo mitteilen, das gibts, Leute, und hoffen, daß es wer liest.

    Ja eben. Und immerhin verweist der Klappentext darauf, dass man als Autor(in) im Blog auf die Mitteilungen direkte Reaktionen bekommt, also etwas dass mit Büchern bestenfalls bei Lesungen möglich wäre. Was ‚leistet‘ quasi das Buch, das vermittels Blog nicht ‚machbar‘ sein sollte?

    Btw, für Sammler gibts bei Bestellung in GB schon ‚Liebhaberpreise‘ ;)

  10. 10 Nestor 11. Januar 2019 um 22:03 Uhr

    Witzig.

    Ich habe mir gedacht, als Buch ist das ganze handlicher, übersichtlicher. Manche Leute haben lieber Papier. Vor Weihnachten hatte ich ein Geschenk usw.
    Es ist übrigens nicht das erste Buch, das ich publiziert habe. Nur das erste mit Blogtexten.

    Ich müßte wieder einmal die, die vergriffen sind, neu herausgeben, aber das ist zeitaufwendig.

  11. 11 Samson 11. Januar 2019 um 22:36 Uhr

    Ich sage ja nicht prinzipiell gegen das Publizieren von Büchern, nur denke ich, der ‚Teil‘ von meinetwegen Öffentlichkeit, also inhaltlichem Interesse an deinen Mitteilungen, den du mit deinem Blog erreichst, ist mittels Buchpublikation kaum zu erweitern.

    Und verschwurbelt vorgetragene Gedankenfürze Kritik von Leuten, die sich einbilden, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen, weil sie dem Wissenschaftsbetrieb entsprungen sind, ein Anrecht auf ‚wissenschaftliche Korrektheit‘ o.s.ä., tragen zur Klärung von vermeintlichen Ungereimtheiten im Interesse potentieller Leser wenig bei, stehlen dir aber andererseits die Zeit und Nerven, die zur Neuausgabe vergriffener Werke notwendig wäre ;)

  12. 12 Karlo 12. Januar 2019 um 18:12 Uhr

    Warum kaufte und las ich dieses Buch ?

    a) Regelmäßig Blogberichte lesen ist zeitaufwändig und themenbezogen etwas unübersichtlich.

    b) Interessiert war ich speziell an den Berichten zu Österreich und Balkanländer. (Ein Thema wie Zypern war auch interessant, weil man ja im Lauf der Jahre diese Vorgänge gar nicht mehr erinnert und eine Auffrischung nicht schadet).

    c)Stundenlang am Bildschirm lesen belastet meine Augen. Ein Buch lesen führt im schlimmsten Fall zum frühzeitigen Einschlafen.

    Die Anmerkung der Verfasserin zu „Anonymus“,

    „Der „Verlaufsform“, also dem, was geschieht, müsse seine „Klärung“ vorausgehen: Der Filter muß vorher da sein, um die Ereignisse richtig einreihen zu können.“

    teile ich so nicht. Warum soll eine Erklärung ein „Filter“ sein ? Was sich ein Leser dabei denkt ist doch seine Entscheidung.

    Empfehle das Buch zum Lesen. Eine Neuauflage – keine Ahnung welche Zeit und Muse die Verfasserin ha – mit der von „Anonymus“ monierten fehlenden Erklärung würde meiner Empfehlung keinen Abbruch tun.

  13. 13 Nestor 13. Januar 2019 um 16:42 Uhr

    @Karlo

    Ich weiß gar nicht, welche Erklärung Anonymus fehlte, aber ich nehme einmal an, eine andere, als ich habe.
    Er wußte es auch nicht, weil er hat nur den Klappentext gelesen und dann einmal angenommen, daß er in dem Buch das nicht finden würde, was er suchte.
    Und da hat er wahrscheinlich recht.

    Meine Kritik an ihm an diesem Punkt war, daß ihm zufolge die Erklärung der Erfassung der Fakten vorausgehen müsse, und das halte ich für die simple Logik des Vorurteils, wo man die Fakten nur mehr in eine fertige Sichtweise einreiht.

  14. 14 Nestor 13. Januar 2019 um 16:44 Uhr

    @Samson

    Das Lesen von Blogs ist keine allgemeine Beschäftigung interessierter Leute. Gerade ältere Semester greifen lieber zu einem Buch.

  15. 15 Karlo 14. Januar 2019 um 19:03 Uhr

    @Nestor

    „Mir geht es in erster Linie darum, die Dinge so darzustellen, daß sie für jedermann verständlich sind.“

    „„die Thematisierung der F o r m e n von Geld und Kredit mögen zwar für sich irgendwelche Relevanz haben, sie ersetzen nicht das an Geld und Kredit an und für sich Eigentümliche, welches erst wiederum die verschiedenen Sorten von Geld und Kredit er- bzw. begründen würden.“ (zitiert von Nestor)

    Geht es nur mir so, oder halten andere Leute dieses Satz auch für blanken Nonsens?

    „Thematisierung der F o r m e n“ – ??“

    Ich verstehe „Anonymus“ Einwand so:

    Nur als Beispiel: Die Erscheinungsform des Geldes kann Papiergeld sein, Kedit,Buchgeld etc. An der konkreten Ware (Gebrauchswert) ist der Gebrauch der Maßstab. Am Geld ist der Maßstab grenzenlos. Man tauscht nicht einen Euro gegen einen Euro.

    Eine solche Art der Erklärung läßt sich natürlich nicht in deine Artikel einbauen. Als Vorwort oder Anhang schon. Dein Buchtitel heißt: „Geld und Kredit“. Darunter ließe sich schon mehr unterbringen.

    Anderes Beispiel: In deinem Artikel zur Hypo Alpe Adria ist schön dargestellt wie solche Geschäfte ablaufen.
    Nur wird der normale Mensch wenn er das liest in der Regel die Beurteilung dieser Vorgänge seinem Alltagsverstand (Gier, Verkommenheit von Personen etc.) anbequemen.
    Im Fall Hypo ging es ja wesentlich nicht um persönliche Bereicherung. Es ging um Konkurrenz von Finanzkapital.

    Schade, dass Anonymus (Buchstaben + Punkt) sich hier nicht einbringt.

  16. 16 Nestor 15. Januar 2019 um 14:44 Uhr

    @Karlo

    Ich möchte doch festhalten, daß sich Geld und Kredit sehr voneinander unterscheiden, das sind nicht einfach verschiedene Erscheinungsformen des Gleichen, auch wenn beim modernen Geld – durch die Form seines Zustandekommens, Ausgabe und Ankauf von verzinslichen Staatsanleihen – der Unterschied ein Stück weit aufgehoben ist.

    Aber um den traditionellen Unterschied festzuhalten: Geld als Zirkulationsmittel vermittelt den Händewechsel der Ware, in seiner Eigenschaft als Maß der Werte gibt es überhaupt einmal den Waren einen Preis, der dann auch auf der Ware draufsteht und sie mit anderen vergleichbar macht.

    Kredit setzt Geld voraus, hat jedoch schon den Anspruch des Mehr-Werdens. Kredit wird bzw. wurde traditionell ja vergeben, damit sich der Gläubiger über dieses Manöver bereichert. Der Schuldner muß die aufgenommene Summe + Zinsen zurückzahlen.

    In diesem traditionellen Verhältnis hat es schon mehrere Verwerfungen gegeben. Erst die Fremdwährungskredite, die durch das Wechselkursrisiko – das dann auch eingetreten ist – das Verhältnis von Schuldsumme und Zinsen ziemlich auf den Kopf gestellt haben.
    Und zweitens durch die Null- und Negativzinsen, die das Verhältnis auf andere Weise verzerren.
    Die neueste Absurdität des Kreditwesens

    Auch Buchgeld und Bargeld sind nicht einfach verschiedene „Formen“ von Geld.
    Hier liegt ein grundlegender Fehler von Verallgemeinerung vor, wo man an verschiedenen Dingen das Gemeinsame festhält, den Unterschied jedoch wegläßt.

    Wie ich schon vermutete, diese Art von „Erklärung“, die Anonymus einfordert, kann und will ich nicht liefern.

  17. 17 Karlo 18. Januar 2019 um 15:12 Uhr

    @Nestor

    „Ich möchte doch festhalten, daß sich Geld und Kredit sehr voneinander unterscheiden, das sind nicht einfach verschiedene Erscheinungsformen des Gleichen,……..Auch Buchgeld und Bargeld sind nicht einfach verschiedene „Formen“ von Geld.
    Hier liegt ein grundlegender Fehler von Verallgemeinerung vor, wo man an verschiedenen Dingen das Gemeinsame festhält, den Unterschied jedoch wegläßt.“

    Ein Fehler liegt hier nicht vor. Eher meinerseits eine fehlende Ausführung worin die Unterschiede zwischen Gleichem und Verschiedenheit bestehen. Letzteres liegt in der Erscheinungsform. Z.B. beim Buchgeld liegt der Inhalt der Form im Gegensatz zum Papiergeld natürlich nicht in der stofflich unterschiedlichen Form (Papier und elektronisch).

    Inhaltliche Verschiedenheit macht sich praktisch so geltend, dass für Papiergeld die staatliche Garantie gilt (Inland). Für Buchgeld garantiert der Staat bestenfalls im Rahmen des Einlagensicherungsfond.

    Geld selbst ist ja auch nicht nur Zirkulationsmittel sondern wird als Währung selbst zur Ware. Um im internationalen Handel Waren tauschen zu können bedarf es der besonderen Ware Weltgeld. Auch hier wieder die spezifische Form. (Voraussetzung ist der durchgesetzte ökonomische Erfolg und ein entsprechend vorhandener Gewaltapparat ist dabei nicht schädlich).

    Verstehe wirklich nicht die Einwände gegen Begriffe wie Formen (Erscheinungsformen, Verlaufsformen).

    „Wie ich schon vermutete, diese Art von „Erklärung“, die Anonymus einfordert, kann und will ich nicht liefern.“

    Anhand meines Einwands zur Hypo Alpe Adria wo ich schrieb:

    „In deinem Artikel zur Hypo Alpe Adria ist schön dargestellt wie solche Geschäfte ablaufen.
    Nur wird der normale Mensch wenn er das liest in der Regel die Beurteilung dieser Vorgänge seinem Alltagsverstand (Gier, Verkommenheit von Personen etc.) anbequemen. Im Fall Hypo ging es ja wesentlich nicht um persönliche Bereicherung. Es ging um Konkurrenz von Finanzkapital.“

    - wäre eine weitergehende Erklärung kein „Filter“ sondern ein Angebot an den Leser. Der soll sich doch selber seine Gedanken dazu machen.

    Wenn man Anonymus „Art der Erklärung“ für falsch hält greift man sie natürlich nicht auf. Welche andere „Art von Erklärung“ stellst du dir den vor ?

  18. 18 Nestor 18. Januar 2019 um 23:40 Uhr

    @Karlo

    Mein erster Einwand war ja, daß ich diese Unterschiede nicht als solche der Form bezeicnen würde.
    Aber der Einwand von dir + und vielleicht auch Anonymus, ich bin da nicht so sicher – geht ja weiter: Du meinst – wenn ich das richtig verstehe –, ein Buch, das Geld und Kredit in der Überschrift trägt, müßte erst einmal eine allgemeine Abhandlung enthalten über diese Dinge, und dann dürften erst die konkreten Fallbeispiele folgen.

    Da muß ich sagen, daß ich erstens eigentlich nie so vorgehe, auch bei anderen Themen nicht. Ich finde nicht, daß dem Leswer damit gedient ist, daß man ihm als erstes einmal gleich die harten Sachen vor den Latz knallt. ;-)

    Dieses Buch ist eine Art Nachschlagwerk, was damals und dort eigentlich geschehen ist, bzw. wie die Finanzwirtschaft der EU eigentlich ausschaut, und was die Widersprüche des Euro sind.
    Mehr will es nicht sein.

    Was deinen Einwand zu den Hypo Alpe Adria-Artikeln betrifft, so ist es eine Illusion, zu glauben, man hätte es in der Hand, was sich ein Leser zu einem Artikel denkt. Dagegen, daß Leute Erklärungen, die für sie zu sperrig sind, irgendwie umdeuten, damit sie in ihr Weltbild hineinpassen – dagegen ist kein Kraut gewachsen.

  19. 19 Karlo 20. Januar 2019 um 15:58 Uhr

    @Nestor

    „Dieses Buch ist eine Art Nachschlagwerk, was damals und dort eigentlich geschehen ist, bzw. wie die Finanzwirtschaft der EU eigentlich ausschaut, und was die Widersprüche des Euro sind. Mehr will es nicht sein.“

    Das wäre die Beantwortung von „Anonymus“ Frage nach der „Stoßrichtung“. In der Einleitung deines Buches steht als Titel: „Eine Anti-Alzheimer-Artikelsammlung“. Das trifft es ganz gut. (Es muss natürlich nicht gleich Alzheimer sein, damit etwas aus der Vergangenheit nicht immer präsent ist).

    Viele Bücher bringen bei ihrer Bewerbung eine Leseprobe mit. Deine Einleitung im Buch wäre so etwas ähnliches. Ob „Anonymus“ damit zufrieden wäre dafür würde ich nicht meine Hand ins Feuer legen. Dass er aber mit seinen Einwänden nur daneben gelegen habe beurteile ich nach wie vor anders.

    @Nestor

    „Was deinen Einwand zu den Hypo Alpe Adria-Artikeln betrifft, so ist es eine Illusion, zu glauben, man hätte es in der Hand, was sich ein Leser zu einem Artikel denkt.“ (aus deinem letzten Beitrag)

    In meinem Beitrag davor schrieb ich:

    „– wäre eine weitergehende Erklärung kein „Filter“ sondern ein Angebot an den Leser. Der soll sich doch selber seine Gedanken dazu machen“.
    Ergo: Nix Illusion nur Spatz in der Hand.

    Ich hoffe, dass zumindest dieser Punkt abschließend geklärt ist.

    Wie es aussieht bleibt das ein Zwiegespräch. Für einen blog wird das auf Dauer langweilig.

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