Opfer des entfesselten Imperialismus

DAS SYRISCHE SCHLACHTFELD

Auch hier muß wieder ein neues Schwarzes Brett eingerichtet werden, da sich erstens die Ereignisse im Syrienkrieg überschlagen und zweitens weniger denn je ein Ende abzusehen ist.


150 Antworten auf „Opfer des entfesselten Imperialismus“


  1. 1 Nestor 24. August 2016 um 18:19 Uhr

    Mehrere Fragen tauchen auf: wie steht die syrische Regierung zu dem Einmarsch türkischer Truppen? Weil eine Protestnote heißt ja noch nichts, die muß Syrien machen, wenn ein fremder Staat einmarschiert.
    Vor allem angesichts der Tatsache, daß die offizielle türkische Stellung ja immer noch ist: Assad muß weg – vielleicht nicht gleich, aber doch. Damit erklärt sie sich ja de facto zuständig dafür, wer in Syrien reagiert.

    Was ist die jetzt wiederauferstandene FSA, die immer wieder popup-mäßig auftaucht, wenn jemand irgendeinen Joker braucht, um Einmischungen zu rechtfertigen? Also, welchen Dschihadisten wurde damit ein neues Kapperl aufgesetzt, um sie zu anständigen Menschen zu erklären?

    Was geschieht in und um Rakka? Man fragt ja nur … Die Stadt und ihre IS-Besatzer scheinen von der Landkarte verschwunden zu sein.

  2. 2 Nestor 24. August 2016 um 22:04 Uhr

    Und noch was: was sagen die kurdischen Milizen und ihre Partei dazu, daß der Einmarsch der Türkei nach Dscharabulus durch die US-Luftwaffe unterstützt wurde?

  3. 3 Tibulski 25. August 2016 um 0:53 Uhr

    Türkei meldet raschen Erfolg nach Militär-Aktion in Syrien

    Die Türkei meldet einen raschen Erfolg nach ihrem Einmarsch in Syrien. Die Stadt Dscharablus soll bereits unter Kontrolle der mit den Türken offenbar kooperierenden Söldner der Freien Syrischen Armee stehen. Russen und Amerikaner bewerten den Einsatz der Türkei positiv. Die Regierung in Damaskus hat im eigenen Land offenkundig nicht mehr viel zu bestellen.

    „Unterstützt von einer Offensive der türkischen Armee haben Söldner den Grenzort Dscharablus am Mittwoch unter ihre Kontrolle gebracht. Die sogenannte Freie Syrische Armee habe die Ortschaft zurückerobert, sagte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach einem Treffen US-Vizepräsident Joe Biden in Ankara. Die Kämpfer hätten alle wichtigen Stellen eingenommen. Die FSA ist eine Söldnertruppe, die zunächst von den USA aufgestellt worden war. Im Zuge zahlreicher Umgruppierungen unter den Söldnern verschwand die Truppe vorübergehend von der Bildfläche. Die Russen sprachen von einem „Phantom“, erklärten sich aber bereit, mit den US-Proxys zu kooperieren. Die US-Streitkräfte unterstützen laut dpa die Türken mit ihrer Luftwaffe und Militärberatern, wie aus US-Regierungskreisen verlautete.

    Aber auch die Russen unterstützen den türkischen Vorstoß: Die TASS zitiert mehrere russische Analysten, die davon ausgehen, dass die Türkei Russland vor dem Einmarsch informiert habe. Dies sei schon deswegen notwendig, weil Russland den Luftraum beherrscht. Offiziell begrüßte Russland laut SANA den Einsatz der Türken, mahnte die Türkei jedoch, die konkreten Aktionen mit der Syrischen Armee zu koordinieren, um den Kampf gegen den IS möglichst effizient zu führen. Die syrische Regierung kritisierte zwar den Einmarsch der Türkei und spricht von einer Verletzung der syrischen Souveränität. Das Statement kam allerdings erst Stunden nach dem Einmarsch und ist im Tonfall eher gemäßigt. Die Regierung von Präsident Assad begrüßt zwar den Kampf gegen den IS, fordert jedoch dringend, Einsätze mit der Syrischen Armee abzusprechen. Die türkische Aktion könne laut der syrischen Regierung dazu führen, dass „eine Terror-Gruppe im Norden durch eine andere ersetzt wird“.“

    Turkish Operation in Jarablus Was ‚Coordinated With US, Russia‘

    On Wednesday, Turkey launched a military operation in the bordering area in the Syrian city of Jarablus.

    Erdogan confirms Syrian opposition fully controls border town of Jarablus

    The Islamic State terrorists were compelled to flee the city

    „“As a result, we took a decision after consultations with the international coalition (to conduct an operation on the Syrian territory – TASS,“ Erdogan said.

    „The Turkish Army and the Syrian Free Army entered Jarablus with support from the air by forces of the coalition,“ he said. (…)

    As he mentioned the broader prospects for settling the conflict in Syriua, Erdogan surmised that Syria would not be successful in changing over to democracy under President Bashar Assad’s leadership.“

    IS auf dem Rückzug aus Dscharabulus in Richtung Aleppo

    Kämpfer der Dschihadistenmiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) ziehen sich aus der im Laufe der letzten zwei Jahre von ihnen kontrollierten nordsyrischen Stadt Dscharabulus zurück. Das teilt der türkische TV-Sender NTV am Mittwoch mit.

    Türkei fordert Kurden-Abzug vom Euphrat-Westufer

    Die Türkei, die am Mittwoch eine Militäroffensive in Nordsyrien gestartet hat, hat die Kurdenmilizen ultimativ dazu aufgefordert, sich vom Westufer des Euphrat zurückzuziehen: Sonst werde es Konsequenzen geben.

    Turkish Op in Syria Indicate Progress in Closing Border to Daesh – White House

    Ankara’s military operation against Daesh in Jarablus, Syria indicates progress in closing the Turkey-Syria border to the terror group’s forces, White House spokesperson Josh Earnest said in a press briefing on Wednesday.

    US Supports Turkish Military in Jarablus – Vice President Biden

    The United States strongly supports the Turkish military operation in Syrian Jarablus and provided air cover for it, US Vice President Joe Biden said on Wednesday.

    Turkey, US Agree PYD, YPG Kurdish Forces Must Not Move to West of Euphrates

    Ankara and Washington decided to ban Kurdish units from moving to the west of Euphrates river in Syria. Otherwise Washington will deprive them of support.

    „“There is a point we agree with that PYD elements should not go to the west of the Euphrates and they should not get involved in any of the activities here. We evaluated this issue in our meeting today and saw the determination of the United States about this issue so these YPG and PYD elements will not be existing in the west of the Euphrates,“ Yildirim told journalist at the joint press conference with Biden. (…)

    „They [YPG] must move back across the river, they cannot, will not and under no circumstances get American support,“ Biden added. (…)

    „The United States of America should know that at the end of a day, they [PYD, YPG] are a terrorist group. Maybe you can beat the other one [Daesh] with the terrorist organization but at the end it will become another question how to deal with these terrorist organizations. So for that reason they should review their stance,“ Yildirim told journalists.“

    Claims of US Involvement in Turkish Coup Should Not Sour Relations – Turkish PM

    The allegations of Washington’s role in the thwarted coup in Turkey in July should not be an obstacle for the development of bilateral relations, the Turkish prime minister said.

    „“Nothing can deteriorate, we should not allow those things to deteriorate our relations, and today your visit is going to eliminate these misunderstandings, speculations, and we see that the American people, the American government is in solidarity with the Turkish government and the Turkish people,“ Yildirim said a joint press conference after holding a meeting with US Vice President Joe Biden.“

    Moskau fordert: Syrien-Krise durch Dialog mit Teilnahme von Kurden beilegen

    Die Regelung der Syrien-Krise ist nur auf der Grundlage des Völkerrechtes, mittels eines Dialogs unter Teilnahme der Kurden, möglich. Das geht aus einem Kommentar des russischen Außenministeriums zum Beginn des türkischen Militäreinsatzes in Syrien hervor.

    Peace in Middle East Impossible Without Incorporating Kurdish Stance – Official

    Stability and peace in the Middle East, hit by a jihadists insurgency, can not be reached without taking into account the stance of Kurds on the issue, the Russian parliament’s Deputy Speaker Sergei Zheleznyak said.

    ____________

    Ja, es wird wirklich immer verwickelter. Zunächst mal fällt auf, dass es offenbar eine überraschend leichte Übung war, den Daesh aus Dscharabalus zu vertreiben – aus der Stadt also, deren strategische Bedeutung in Syrien (Hauptroute für den Nachschub an Menschen und Material) ziemlich weit oben angesiedelt sein dürfte! Es soll kaum ernsthaften Widerstand gegeben haben, vielmehr seien die Jihadisten nach Süden in Richtung Aleppo abgezogen. (Einem Gerücht zufolge, habe sich der Daesh jedoch bereits vor einigen Wochen unbehelligt aus dem Staub gemacht; was natürlich nahe legt, dass diese Aktion schon seit längerem geplant und angesagt war).

    Diese abziehenden Daesh-Kopfabschneider könnten dann im Norden auf den Belagerungsring der syrischen Armee treffen. Ob sie dann allerdings den Versuch unternehmen würden, diesen Ring zu durchbrechen ist fraglich, weil seit neuestem eine der dort kämpfenden moderaten Kopfabschneider-Gruppen sich mit den im Nordosten Aleppos siedelnden Kurden gegen die SAA verbündet haben soll. Damit hätten wir neben al-Hasakah bereits die zweite Region, in der sich die Kurden mit dem syrischen Staat angelegt haben. Es spricht also einiges dafür, dass die syrischen Kurden bei ihrem Staatsgründungskrieg in der Tat alles auf die Ami-Karte gesetzt und damit u.U. einen folgenschweren Fehler begangen haben.

    Der Ausgang des Treffens von Biden mit Yilderim muss ja für YPG & Co ein Schock gewesen sein. Der Ami hat schließlich dem von kurdischer Seite angepeilten Lückenschluss an der türkischen Grenze und damit der entscheidenden Voraussetzung für eine Verbindung der drei Kantone zu einem West-Kurdistan eine definitive Abfuhr erteilt und der Türkei in dieser Hinsicht freie Hand erteilt:

    „There is a point we agree with that PYD elements should not go to the west of the Euphrates and they should not get involved in any of the activities here. We evaluated this issue in our meeting today and saw the determination of the United States about this issue so these YPG and PYD elements will not be existing in the west of the Euphrates,“ Yildirim told journalist at the joint press conference with Biden. (…)

    „They [YPG] must move back across the river, they cannot, will not and under no circumstances get American support,“ Biden added“

    Vielleicht wird ja jetzt einigen Kurden klar, dass sie vom Bündnispartner ihrer Wahl wirklich nur als eine weitere (wenn auch wichtige) Proxy-Truppe neben anderen, eben als boots on the ground, insbesondere als Kanonenfutter für die Schlacht um Raqqa vorgesehen sind. Gut möglich, dass sich da Verbitterung breit macht.

    Die türkische Führung ist offenbar schon wieder obenauf: Erdogan hält es für angebracht, mal wieder daran zu erinnern „that Syria would not be successful in changing over to democracy under President Bashar Assad’s leadership.“ und auch Yilderim hat fast schon wieder vergessen, dass es neulich einen versuchten Militärputsch gab, bei dem die USA doch beteilgt gewesen sein sollen:

    „Nothing can deteriorate, we should not allow those things to deteriorate our relations, and today your visit is going to eliminate these misunderstandings, speculations, and we see that the American people, the American government is in solidarity with the Turkish government and the Turkish people,“ Yildirim said a joint press conference after holding a meeting with US Vice President Joe Biden.“

    Ein funktionelles (i.e. interessiertes) Kurzzeitgedächtnis kann doch was Feines sein …

    Und Russland? Dass sie vorher informiert worden sind, wird wohl so sein. Die S-400, mit denen sie den größten Teil des syrischen Luftraums zur Flugverbotszone machen können, wurden bisher ja nicht abgezogen. Die DWN-Behauptung „Aber auch die Russen unterstützen den türkischen Vorstoß“ halte ich dagegnen für falsch. Die Grenze mag zwar jetzt dicht sein – allerdings nur für den Daesh und die Rolle des Türstehers übernimmt die von den Türken kontrollierte FSA. Ich denke, dass von russischer Seite entschieden wurde, angesichts des kurdischen Vormarschs nach Westen und dem insofern absehbaren Einmarsch der Türkei, vorläufig nicht einzugreifen und so eine unmittelbare Konfrontation mit der Türkei und den Amis, die diese Aktion ja erklärtermaßen unterstützt haben, zu vermeiden. Das letzte Wort ist damit aber mit Sicherheit noch nicht gesprochen. Mit der FSA im Norden von Aleppo wäre die Entscheidungsschlacht m.E. wieder offen und die Gefahr einer von Türken und Amis etablierten Flugverbotszone in dieser Region auf einmal akut!. Und das werden sowohl die Syrer als auch die Russen mit (fast) allen Mitteln verhindern wollen.

    Interessant scheint mir auch folgende Meldung:

    „Die Regelung der Syrien-Krise ist nur auf der Grundlage des Völkerrechtes, mittels eines Dialogs unter Teilnahme der Kurden, möglich. Das geht aus einem Kommentar des russischen Außenministeriums zum Beginn des türkischen Militäreinsatzes in Syrien hervor.“

    Scheint mir eine doppelte Botschaft zu sein. An die Türkei, dass von russischer Seite auf der Einbeziehung der Kurden bei zukünftigen Verhandlungen bestanden wird. Und an die Kurden, dass sie aus Fehlern lernen und ihre Entscheidung, die Rolle der nützlichen Idioten für die USA zu spielen, vielleicht doch noch einmal überdenken sollten.

  4. 4 Tibulski 25. August 2016 um 9:00 Uhr

    Ergänzungen

    Zu der „Freien Syrischen Armee“ (FSA), deren Hauptaufgabe offenkundig nicht darin besteht, den Daesh aus Dscharabalus, sondern die SDF/YPG aus Manbidsch zu vertreiben, sofern die nicht freiwillig abziehen:

    Überfall auf Dscharabulus

    Unterstützt von islamistischen Terrorgruppen, hat die türkische AKP-Regierung einen militärischen Angriff auf die syrische Grenzstadt begonnen

    „Dass Erdogans Streitkräfte nicht in Syrien eingefallen sind, um dschihadistische Terroristen zu bekämpfen, zeigt sich schon an der Koalition »moderater« Rebellen, die als Bodentruppen Ankaras dienen: Mit dabei sind Kämpfer dschihadistischer Banden wie »Ahrar Al-Scham« und der turkmenischen »Sultan-Murad-Brigaden«. Sogar die Islamistenmiliz »Harka Nur Al-Din Al-Senki«, die vor kurzem weltweit bekannt wurde, weil ihre Mitglieder vor laufender Kamera ein zwölfjähriges Kind enthaupteten, nimmt offiziell an dem Einmarsch teil. Den überwiegenden Teil der Fußsoldaten Ankaras eint ein enges Verhältnis zur türkischen AKP-Regierung sowie der Wunsch, in Syrien einen islamischen Staat auf Grundlage der Scharia zu errichten.

    Unter Berufung auf Augenzeugenberichte von aus Dscharabulus nach Manbidsch geflüchteten Zivilisten berichtet die Nachrichtenagentur ANF zudem, dass die Stadt weitgehend kampflos vom IS an die anderen dschihadistischen Gruppen »übergeben« werde. Kommentatoren sprechen von einer »Wachablöse« an der Grenze.“

    und

    Türkische Offensive in Syrien mit US-Unterstützung

    Moskau und Damaskus protestieren, die türkische Regierung fährt einen gefährlichen Kurs, um mit dem IS in Dscharabalus auch gleichzeitig die Kurden zu treffen

    „Dscharabalus soll mittlerweile vom IS befreit worden sein. Die von der Türkei unterstützte Rebellenorganisation Faylaq Al-Sham verkündete, die ganze Stadt inzwischen zu kontrollieren. Gezeigt werden Bilder von leeren Straßen, teilweise noch mit IS-Fahnen. Von türkischer Seite werden die Rebellen als Angehörige der gemäßigten Freien Syrischen Armee bezeichnet. Aber das muss man nicht ernst nehmen. Damit hätten allerdings nur andere islamistische Milizen die Kontrolle über die strategisch wichtige Grenzstadt. Ganz abwegig scheint nicht zu sein, dass sich der IS in einem Deal aus der Stadt zurückgezogen hat. Der Türkei ging es vor allem darum, dass die syrischen Kurden ihr Territorium nicht erweitern konnten.

    Erstaunlich ist, dass offenbar Washington Ankara weit entgegen gekommen ist und die Offensive, bei der türkische Panzer, Flugzeuge und Soldaten in Syrien eingedrungen ist, ◥unterstützt haben. So sollen einige Luftangriffe auf Dscharabalus geflogen worden sein. Der Sprecher des Weißen Hauses Josh Earnest bezeichnete die Offensive als „wichtigen Fortschritt“.

    Ganz gibt Washington die Kurden nicht auf, ◥verlangt aber, wie US-Vizeräsident bei seinem Besuch in Ankara deutlich machte, dass sie sich östlich des Euphrat zurückziehen müssen, wenn weiterhin eine Kooperation mit den USA möglich sein soll. Das war bereits vor der Offensive auf Manbij mit der Türkei ausgemacht worden, aber vermutlich will Washington die Türkei umgarnen, nachdem diese Avancen auf Moskau und Damaskus unternommen hat.“

    Erklärung eines russischen Analysten zu dieser Invasion:

    Turkey crosses into Syria: Unipolar Conspiracy or Multipolar Coordination?

    Zum Streit um den iranischen Flugplatz:

    Kein Zerwürfnis

    Strategische Partnerschaft zwischen Moskau und Teheran ununterbrochen fortgesetzt

    und

    Trouble between Moscow and Tehran?

    ACHTUNG: Ein Beleg dafür, dass die Behauptung, Russland unterstütze diese ganze Aktion, nicht so ganz stimmen kann:

    Russia Kicks Off Major Combat Readiness Check

    The inspection will allow to assess how three military districts would react to crises in the Russian southwest.

    MOSCOW (Sputnik) — Snap combat readiness checks will take place on August 25-31 in Russia’s Southern, Western and Central military districts, as well as the Northern Fleet, Aerospace Forces and Airborne Troops, Russian Defense Minister Sergei Shoigu said Thursday.

    „“Today, another unannounced inspection begun in accordance with a decision by the Supreme Commander of the Armed Forces of the Russian Federation. Forces of the Southern [military district], as well as parts of the forces of the Western and Central military districts, the Northern Fleet, the High Command of the Aerospace Forces, the command of the Airborne Troops are set on full combat readiness starting 7:00 Moscow time [4:00 GMT],“ Shoigu said at a meeting with military leadership.

    According to the minister, the inspection will allow to assess how the three military would react to crises in the country’s southwest.

    „During regrouping, the Southern Military District’s readiness to promptly deploy self-sufficient forces to localize crises will be assessed. The capabilities of the Western and Central military districts to increase efforts in the southwestern strategic direction will be checked,“ he stated.

    „I instruct Deputy Defense Minister Anatoly Antonov to inform foreign military attaches about the unannounced comprehensive combat readiness inspection that is being carried out,“ Shoigu added.“

    und

    Putin verordnet russischem Militär Probealarm

    „Schoigu ordnete zudem an, alle ausländischen Militärattachés über die Übungen zu informieren. Der Minister beauftragte zudem die stellvertretende Verteidigungsministerin Tatjana Schwezowa „auch das System der Finanzierung der Kommandobehörden und Truppen in der strategischen Südwestrichtung beim Übergang von Friedens- zu Kriegszeiten zu überprüfen“.

    Die Prüfungen sind für den Zeitraum vom 25. bis 31. August angesetzt.“

    Offenkundig stellt man sich auf russischer Seite auf eine ernsthafte Eskalation ein und bereitet sich entsprechend vor. Dazu passt auch, dass die beiden Raketenkreuzer vor der syrischen Küste, die eigentlich wieder ins Schwarze Meer zurückkehren sollten, zunächst mal vor Ort bleiben!

  5. 5 Nestor 25. August 2016 um 9:17 Uhr

    Ja, das hat was.

    Mir erscheint langsam, daß der IS zu einer Art Phantom oder Vogelscheuche wird. Auf einmal gibt es nur mehr lauter gemäßigte Rebellen, die IS-Fuzis rasieren sich um und wechseln ihre Fahnen aus, und Rakka wird vielleicht auch auf einmal geräumt und „gute“ Aufständische ziehen ein … Rebranding nennt man sowas, oder?

    Die Türkei scheint sich mit den Amis doch wieder ins Bett legen zu wollen. Einmal sehen, was daraus wird.

  6. 6 Tibulski 25. August 2016 um 14:18 Uhr

    Obama stärkt Erdogan: Kurden in Syrien bekommen keinen Staat

    Die USA und die Türkei haben am Mittwoch eine gewissen Weichenstellung über die Zukunft der Kurden getroffen: Die USA lehnen eine kurdische Sezession von Syrien ab. DAmit steigen die Chancen auf einen Kurden-Staat im Nordirak. Mit dieser Lösung könnten auch die Russen leben.

    Triumph für Erdogan: US-Regierung buhlt um die Gunst der Türkei

    Der türkische Präsident Erdogan hat am Mittwoch erste Früchte seiner Kooperation mit Russland geerntet: US-Vizepräsident Biden hofierte Erdogan und zeigte volle Solidarität mit den Maßnahmen Erdogans nach dem Putsch. Der Grund dürfte darin liegen, dass die US-Regierung kein gesondertes Interesse am Bekanntwerden aller Hintergründe des Putschs hat.

    Kerry Assures Ankara That Syrian Kurds Start Retreating East of Euphrates

    Syrian Kurdish forces started retreating to the east from the Euphrates river, a Turkish official said citing John Kerry.

    Syrian Democratic Forces Moving East for ‚Eventual Liberation of Raqqa‘

    The Syrian Democratic Forces are moving east across the river of Euphrates and are preparing for liberating Raqqa, the Syrian city which Daesh militants consider their capital, the US-led anti-Daesh coalition said Thursday.

    Syrien: Türkei nennt Bedingungen für Truppen-Abzug

    Die Einheiten der türkischen Armee werden so lange im Norden Syriens bleiben, bis die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA) die Situation dort unter Kontrolle bekommt, wie der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik am Donnerstag gegenüber dem TV-Sender NTV sagte.

    Some 350 Turkish Troops Deployed in Euphrates Shield Operation in Syria

    About 350 Turkish service personnel are taking part in the military operation Euphrates Shield in northern Syria, media reported on Thursday.

    You Shall Not Pass: Turkey ‚Wants to Control 100Km Corridor‘ on Syrian Border

    Turkish President Recep Tayyip Erdogan said that the military campaign on the border with Syria is meant to free the town of Jarablus from Daesh, but Ankara’s true goal involves retaining control over a 100-kilometer-long corridor that will help Turkey to assist radical groups in the war-torn Arab country, analyst Stanislav Ivanov told Izvestiya.

    Turkey Plans to Use Aleppo as ‚Trump Card‘ in Future Political Talks

    Ankara plans to expel militants, including the Kurdish armed forces, from Aleppo, in order to use the Syrian province as a trump card in future political negotiations, a member of the Democratic Union Party, formed by Syrian Kurds, said.

    Syrian FM to Discuss Turkey’s Operation in Syria With Iraqi Authorities – Source

    Syrian Foreign Minister Walid Muallem arrived in Baghdad to discuss with the Iraqi authorities Turkish military operation in northerner Syria, a source in the Foreign Ministry told Sputnik on Thursday.

    UN-Botschafter Syriens: „Nur ehrliche Koalition“ kann IS besiegen

    Der syrische UN-Botschafter Baschar al-Dschaafari hat im Sputnik-Exklusiv-Interview zur aktuellen Situation an der syrisch-türkischen Grenze Stellung genommen.

    Intense Fighting Resumes at Military Academies in Syrian City of Aleppo

    The Syrian government army resumed on Thursday an active offensive against terrorists on the territory of military training facilities in Aleppo, a RIA Novosti correspondent reported.

    Echo auf türkischen Syrien-Einsatz: „Erdogan braucht Russlands Komplimente nicht“

    Nachdem die Türkei einen Militäreinsatz im Norden Syriens gestartet hat, beschäftigen sich russische Experten mit den Motiven der türkischen Führung und möglichen Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Ankara und Moskau.

    „Diesem Standpunkt stimmte auch der russische Orientalist Alexander Wassiljew zu. Er sagte der Tageszeitung „Kommersant“: „Der Einsatz zielt hauptsächlich darauf ab, die kurdischen Kantone daran zu hindern, sich zu einer einheitlichen Enklave im syrisch-türkischen Grenzgebiet zusammenzuschließen.“

    Der „Kommersant“ kommentierte dies am Donnerstag: „Wie dem auch sei, die türkische Operation ‚Schild des Euphrat‘ ist eine unangenehme Überraschung für Moskau und ein Beleg dafür, dass die nach dem jüngsten Treffen von Putin und Erdogan aufgetauchten Hoffnungen auf eine Annäherung der Positionen zu Syrien offensichtlich verfrüht waren.“

    Mit seinem Entschluss, einen Einsatz in der syrischen Stadt Dscharabulus, sende Erdogan „ein Signal, dass die Beziehungen zu den USA für ihn vorrangig bleiben; dass er bevorzugt, im Rahmen jener Anti-Terror-Koalition zu agieren, die nicht von Moskau, sondern von Washington angeführt wird“, heißt es im Kommentar.“

    Wie die türkische Bodenoffensive das Kräfteverhältnis in Syrien verändert

    Die Bodenoperation „Schild des Euphrats“ der türkischen Armee im syrischen Grenzgebiet bringt der Region einen neuen Entwicklungsschub, wie die Zeitung „Wedomosti“ am Donnerstag schreibt.

    „Erdogan hat einen optimalen Zeitpunkt für die Offensive gewählt, an dem mit kaum Widerstand zu rechnen ist. Das syrische Außenministerium bezeichnete die türkische Operation als Verletzung der Souveränität, doch es ist nicht ausgeschlossen, dass es sich nur um eine offizielle Stellungnahme handelt, die inoffizielle Vereinbarungen zwischen Damaskus und Ankara überdecken soll.

    Im Unterschied zur Situation im Winter 2015 bzw. Frühjahr 2016, als solche Handlungen der Türkei Vorwürfe seitens Russlands wegen Aggression und Verletzung der Völkerrechtsnormen hätten auslösen können, ist die Reaktion Moskaus jetzt zurückhaltend. Das russische Außenministerium ist „tief beunruhigt“ über die Zuspitzung der Situation an der syrisch-türkischen Grenze, unter anderem wegen möglicher Opfer unter der Zivilbevölkerung. Scharfe Kritik kam aber nicht aus Moskau. Diese Reaktion könne einen Kurswechsel bei den Prioritäten der russischen Syrien-Politik bedeuten, so Frolow. Moskau setzt nicht mehr auf die Kurden, nachdem man sich mit der Türkei und anderen Konfliktteilnehmern über die Trennung der Interessen in Syrien geeinigt hat. Russland und die syrische Regierung kontrollieren das Zentrum des Landes, Damaskus und die Küstengebiete, wo die Stützpunkte der russischen Fliegerkräfte und Flotte liegen. Der Norden des Landes gehört zum Einflussbereich der Türkei, die verpflichtet wurde, die Handlungen der Verbündeten gegen den IS zu intensivieren.

    Russland und die USA spielen dabei weiterhin eine wichtige Rolle als Vermittler, die Konflikte zwischen Syrien, der Türkei und kurdischen Aufständischen verhindern, die die Hauptrolle beiden Kampfhandlungen gegen den IS im Irak und im Osten Syriens spielten. US-Vizepräsident Joe Biden sagte am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem türkischen Premier Binali Yildirim, dass die Türkei weiterhin unterstützt werde.

    Allerdings könnte die Effizienz der neuen Konstellation erneut infrage gestellt werden. Ein situationsbedingter Wechsel der Verbündeten in Syrien könnte zu Misstrauen unter den Konfliktteilnehmern führen.“

  7. 7 Tibulski 25. August 2016 um 23:22 Uhr

    Russian, Turkish General Staff chiefs to meet in Ankara — media

    TASS does not have an official confirmation of the report on the part of Russia’s Defense Ministry

    Türöffner für Intervention

    Syriens Kurden bauen im Norden des Landes autonome Strukturen auf und geraten damit zwischen die Fronten

    Hillary Clinton-Backed ‚No-Fly Zones‘ Taking Shape in Syria

    The US may establish a no-fly zone in northern Syria, following the Turkish „Euphrates Shield“ operation, in addition to one Washington has allegedly implemented in Hasakah, Dr. Ron Paul and Daniel McAdams suggested.

    Turkey’s Operation ‚Not Limited to Jarablus‘ in Attempt to Secure Border Areas

    İsmail Hakkı Pekin, former head of the General Staff of Turkish intelligence, spoke to Sputnik about the operation to liberate the Syrian town of Jarablus and what the next step is for the US- led coalition.

    Free Syrian Army Set to Seize Strategic City in Aleppo From Daesh

    The Free Syrian Army plans to start an operation to liberate the strategic city of al-Bab in Syria’s Aleppo province, Redif Müslim a lawyer and representative of the FSA told Sputnik in an interview.

    US-Led Coalition’s Pledge to Take Raqqa May Turn Into Hot Air

    Although the Syrian Democratic Forces (SDF) have recently pledged to retake Raqqa in the near future, the task is actually not as easy as it seems: sectarian concerns and conflicts of interests may upset the ambitious plan.

    US Continues to Support Both Turkish, Kurdish Allies Amid Jarabulus Op – General

    The US military continues supporting both its Turkish and Kurdish allies as operations to rid the Turkish-Syrian border city of Jarabulus of Daesh terrorists continue, Joint Chiefs of Staff Vice Chairman Gen. Paul Selva said on Thursday.

    US Still Backs Kurdish Forces in Syria Despite Demand for Kurds to Relocate

    The United States will continue backing Kurdish fighters as a key member of the US-backed Syrian insurgency, despite ordering the Kurds to vacate a town during a Turkish incursion on Wednesday, US Department of State spokesperson Elizabeth Trudeau said in a briefing on Thursday.

  8. 8 Tibulski 26. August 2016 um 17:07 Uhr

    Türkischer Giftgasangriff?

    Attacken türkischer Truppen und verbündeter dschihadistischer Milizen auf Selbstverteidigungskräfte Rojavas eskalieren. Berichte über Giftgaseinsatz südlich von Jarabulus

    Türkei nimmt US-Verbündete in Syrien unter Beschuss

    Die Türkei hat am Donnerstagabend erstmals die mit den USA verbündeten Kurden in Syrien unter Beschuss genommen. Der Angriff ist überraschend: US-Vizepräsident Biden hatte eigentlich zugesagt, dass sich die Kurden zurückziehen werden. Die Entwicklung zeigt, dass die US-Regierung nur mehr bedingt Einfluss auf die Söldner und Milizen nehmen kann.

    Russland und Syrien starten Groß-Offensive gegen Söldner in Aleppo

    Russland und Syrien haben am Donnerstag im Norden und Süden von Aleppo eine massive Offensive gestartet. Die Entwicklung erweckt den Anschein, als hätten die USA und Russland vereinbart, dass die Syrische Armee Aleppo befreien soll. Unklar ist die Rolle der Türkei. Sie nahm am Donnerstag US-Verbündete unter Beschuss.

    Putin, Erdogan Agree to Step Up Humanitarian Efforts in Syria’s Aleppo

    Russian President Vladimir Putin and Turkish President Recep Tayyip Erdogan agreed in a phone call on Friday to step up efforts to ensure reliable deliveries of humanitarian aid to residents of Syria’s besieged city of Aleppo, Turkey’s Anadolu news agency reported.

    Himmel über Syrien: Moskau will Zwischenfälle mit Ankara vermeiden

    Russlands Verteidigungsministerium hat sich mit der Bitte um zusätzliche Information über den Luftwaffen-Einsatz bei der Anti-IS-Offensive in Syrien an die Türkei gewandt. Somit wolle Moskau neue Zwischenfälle zwischen russischen und türkischen Kampfjets vermeiden.

    Turkey ‚Could not Have Launched Jarablus Operation Without Russia’s Consent‘

    Turkey could not have started a military operation in the Syrian city of Jarablus without Russia’s consent, a Turkish political journalist told Sputnik.

    This is How Erdogan’s Military Operation in Jarablus Complicates Syrian Puzzle

    Turkey’s military offensive in northern Syria was meant to achieve a local goal, but President Recep Tayyip Erdogan „has succeeded in creating troubles“ for all stakeholders involved in the deadly conflict, including Russia and the United States, Russian journalist and political analyst Eugeni Krutikov wrote for online newspaper Vzglyad.

    ‚Good Terrorist, Bad Terrorist‘: Shifting Syrian Alliances Reveal US‘ Hand

    With Turkey’s recent unsanctioned intervention in the Syrian town of Jarablus, Radio Sputnik’s Loud & Clear spoke with journalists Alaa Ebrahim and Kevork Almassian, about the shifting alliances of Syria’s bloody five-year civil war.

    Militärexperte: Keine Unstimmigkeit zwischen Russland und Iran zu Hamadan-Basis

    Moskau und Teheran haben keine Differenzen bezüglich der Nutzung des iranischen Militärflughafens Hamadan durch die russische Luftwaffe. Mit diesen Worten weist der russische Militärexperte Leonid Iwaschow am Freitag diesbezügliche Medienberichte zurück.

  9. 9 Nestor 26. August 2016 um 17:53 Uhr

    Mein Eindruck ist, daß die USA die syrischen Kurden mit allen möglichen Versprechungen ködern, um einen Keil zwischen die syrische Regierung und die YPG zu treiben, was natürlich die Gegner von Assad stärkt.

  10. 10 Tibulski 27. August 2016 um 13:58 Uhr

    Lavrov, Kerry round up 12-hours-long talks in Geneva

    „We have reached specific understandings,“ Lavrov said. „These understandings will be implemented after technical details that still remain are agreed“

    Lawrow zur Syrien-Lage: Russische und US-Streitkräfte treten in Kontakt

    Moskau und Washington haben sich über eine Kontaktaufnahme der russischen und US-Militärs in Syrien verständigt, wie Russlands Außenminister Sergej Lawrow bei der Pressekonferenz mit seinem Amtskollegen John Kerry nach den Verhandlungen in Genf mitteilte. Demnach ist auch ein gemeinsames Syrien-Abkommen geplant.

    Pentagon Says Still No Agreement With Russia on Cooperation on Syria

    There is still no substantial agreement between Russia and the United States on effective cooperation on Syria, US Department of Defense spokesperson Peter Cook told RIA Novosti.

    Syria Violence to increase: Peace talks fail as situation deteriorates

    Russia and US fail to agree on Syria and Ukraine

    Russian Defense Ministry Officials Could Soon Visit Turkey for Talks on Syria

    High-ranking officials from the Russian Defense Ministry could soon visit Ankara for talks on the Syrian issue, the Russian Kommersant newspaper reports.

    Turkey ‚Has to Coordinate‘ Its Military Operation With Moscow and Damascus

    If Turkish leadership wants to make its military operation in northern Syria legitimate, it will have to coordinate these activities with major stakeholders involved in resolving the Syrian conflict, including Damascus, Moscow, Washington and Tehran, political analyst Yasin Atlioglu told Sputnik.

    ‚Euphrates Shield‘: Turkish Operation to Reshape Balance of Power in Syria

    The Turkish-led „Euphrates Shield“ operation is likely to swing the balance in favor of Washington, some analysts say, while others warn that the US may alienate its Kurdish allies in Syria. They agree, however, that Ankara’s involvement will dramatically change the course of the war.

    Kurds Say Something’s Fishy About Turkey’s Swift Victory in Jarablus

    Turkish armed forces and Syrian rebels pushed Daesh out of Jarablus within hours, despite previous unsuccessful attempts to free the border town since 2013, prompting Syrian Kurds to suspect that something was fishy with Ankara’s military incursion into the neighboring nation.

    Turkish intervention in Syria may complicate Raqqa operation: Analysts

    Die türkische Offensive in Syrien wird von massiver Propaganda begleitet

    Auch die türkische Regierung praktiziert den viel zitierten „hybriden Krieg“

  11. 11 Tibulski 27. August 2016 um 21:31 Uhr

    „Schutzschild Euphrat“ hätte schon vor zwei Jahren starten sollen – Medien

    Der türkische Militäreinsatz in Syrien ist bereits vor zwei Jahren geplant worden, hat sich dann jedoch durch Widerstände aus Anhängerkreisen des in die USA ausgereisten Predigers Fethullah Gülen sowie den Zwischenfall mit dem Abschuss der russischen Su-24 hinausgezögert, wie die Zeitung Hurriyet am Samstag berichtet.

    Turkey’s Military Operation Makes Syrian War More ‚Unpredictable‘

    Turkey’s operation in Syria makes the conflict unpredictable and dangerous not only for Middle Eastern countries, but also for Europe, German newspaper Die Welt wrote.

    Two Birds With One Stone: US ‚Sacrifices‘ Its Kurdish Allies in Syria

    By sacrificing its Kurdish allies in northern Syria, Washington wants to mend relations with Ankara and prevent Turkey from strengthening its ties with Moscow, thus far killing two birds with one stone, expert on Middle Eastern affairs Jean Perier believes.

    US Poised to ‚Divide Northern Syria Into Several Zones of Influence‘

    Washington has supported the Turkish military operation in Jarablus, northern Syria. After Kurdish YPG forces leaves Manbij, the US could try to divide northern Syrian into several zones controlled by different players, a political analyst said.

    Syrien: Hunderte Kämpfer strecken Waffen – und verlassen mit Kindern Damaskus

    270 Mitglieder bewaffneter Einheiten, die sich bereit erklärten hatten, ihre Waffen niederzulegen, haben durch einen speziell eröffneten Korridor mit ihren Familien die syrische Stadt Daraja im Vorort von Damaskus verlassen, wie Korrespondenten russischer Medien berichten.

  12. 12 Nestor 27. August 2016 um 22:26 Uhr

    Wenn der Spiegel und die türkische Regierung einander der Propaganda bezichtigen, hat das etwas Kabaretthaftes.

    Der IS hat jetzt offenbar von Amis und Türken das Angebot bekommen, sich etwas umzuziehen und als ordentliche syrische Opposition für die Zeit nach Assad warm gehalten zu werden.
    Einmal sehen, ob sie darauf einsteigen. Es wäre ja doch die Aufgabe der Expansion und des Kalifats.

  13. 13 Tibulski 29. August 2016 um 13:47 Uhr

    Syrien: Russland kämpft gegen Söldner, Türkei gegen Kurden

    Am Samstag haben Kurden-Milizen der YPG einen türkischen Panzer in Syrien abgeschossen. Die YPG soll dabei eine deutsche Panzerabwehrwaffe des Typs MILAN eingesetzt haben.

    Friendly Fire: Intense Clashes on Turkey-Syria Border Endanger US Forces

    Tensions rise following the first death of a Turkish soldier at the hands of US-backed YPG Kurdish forces with whom American Special Forces are often embedded.

    US Not Involved, Not Supporting Clashes Between Syrian Militias, Turkey

    Brett McGurk, Special Presidential Envoy for the US-led coalition countering the Daesh militant group, stated that clashes between Turkish armed froces and Syrian and Kurdish militias in northern Syria are unacceptable.

    Syrien-Regelung: Moskau und Washington kurz vor dem Durchbruch

    Russland und die USA könnten sich bald auf gemeinsame Schritte in Syrien einigen, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Montag.

    Nordsyrien: Türkei-Islamisten-Allianz greift Anti-IS-Allianz an

    Die von der Türkei und al-Qaida unterstützten Islamistengruppen nehmen sich das vor 2 Wochen durch die SDF vom IS befreite Manbij als nächstes Ziel vor

    Kampflose Eroberung von Dscharablus: Wer an der türkischen Offensive auf Dscharablus beteiligt war

    Was als Offensive der türkischen Regierung gegen den IS angekündigt wurde, entpuppt sich als Kriegserklärung gegen die „Föderation – Nordsyrien – Rojava‘

    Wie man Jihadisten fördert

    Unter Nutzung deutscher „Leopard“-Panzer und begleitet von erklärten „Sympathien“ der Bundesregierung setzt Deutschlands NATO-Verbündeter Türkei seinen Krieg auf syrischem Territorium fort. Bereits der Einmarsch türkischer Truppen am vergangenen Mittwoch ist Berichten zufolge mit deutschen Kampfpanzern erfolgt. Die Bundesregierung drückt ausdrücklich ihre Zustimmung zu den türkischen Operationen aus. Diese zielen weniger auf die Ausschaltung des „Islamischen Staats“ (IS/Daesh) als vielmehr darauf, mit der Errichtung der schon lange geplanten „Schutzzone“ auf syrischem Territorium das Entstehen eines zusammenhängenden Gebietes „Westkurdistan“ zu verhindern. Berlin unterstützt Ankara, obwohl die türkische Regierung auch bei ihren aktuellen Operationen in Nordsyrien insbesondere islamistische, teils sogar jihadistische Milizen fördert und ihnen damit zum Aufbau entsprechender Herrschaftssysteme verhilft.

  14. 14 Nestor 30. August 2016 um 18:41 Uhr

    In der Komsomolskaja Pravda war eine lange Reportage über Syrien mit dem Titel: „Warum Syrien unbedingt vernichtet werden soll“. Die Journalistin Darja Aslamova gelangte mit Hilfe syrischer Offiziere sogar bis in die Festung Aleppos.

    Wenn man dem Link zu dem Artikel folgt, so kann man wenigstens die Fotos anschauen.

    ZUSAMMENFASSUNG

    Es ist nach wie vor höchst gefährlich, fast unmöglich, in den umkämpften Ostteil Aleppos hineinzukommen, da alle Zufahrtswege von Heckenschützen bestrichen werden. Nachts ist es sowieso unmöglich. Die Gotteskrieger – IS, Al-Nusra und andere, die sich in diesem Frontabschnitt verbündet haben – haben sich in dem weitläufigen Tunnelsystem der Altstadt Aleppos verschanzt, und dieses auch noch ausgebaut. Deshalb sind sie auch mit Bombardements schwer zu bekämpfen.
    Im Ostteil der Stadt, der auch das alte Zentrum umfaßt, befinden sich mit Ausnahme einzelner, die nicht rechtzeitig abhauen wollten oder konnten, nur mehr Militär und Aufständische. Das Gerede von der „humanitären Katastrophe“, das durch die Medien geht, ist daher ein unglaublicher Schmarrn. Es wäre auch unmöglich, in diesem Trümmerfeld zu existieren.
    In West-Aleppo hingegen, das immer in Regierungshand war, gibt es keine Zerstörungen und das Leben geht seinen gewohnten Gang. Sie wundert sich selbst, als sie durch Ruinenfelder in diese Oase kommt, wo die Leute in Kaffeehäusern sitzen und Wasserpfeife rauchen, während man in der Ferne Detonationen hört und hin und wieder auch von den Dschihadisten abgefeuerte Granaten einschlagen.
    Was bleibt uns anderes übrig? sagen die Leute.
    Sie schätzt, daß im friedlichen Westteil noch höchstens eine Million Menschen lebt, im umkämpften Ostteil höchstens 1-200 Zivilisten.

    Sie findet es auch bemerkenswert, wieviel Syrien unter den ungünstigen Bedingungen immer noch produziert und daß aus dem Westteil Aleppos immer noch mit Textilerzeugnissen beladene Lastwägen hinausfahren, vermutlich zu irgendeinem Hafen an der Küste.

    Sie berichtet über die langsame Wiederbesiedlung Palmyras, das vom IS ja völlig vermint worden war. Die Minen mußten erst geräumt und dann die Infrastruktur – Strom und Wasser – wiederhergestellt werden, die völlig zerstört war. Es gilt als eine Art kleines Wunder, wieder ein Kind dort auftauchen zu sehen.

    Die syrische Armee ist schwach, und zwar nicht wegen schlechter Ausrüstung. Die Kampfmoral ist mäßig. Die Leute wurden nie zu einem ordentlichen Patriotismus erzogen, wie die Russin entrüstet vermerkt – jetzt will sich niemand fürs Vaterland verheizen lassen. Die Einheit Syriens verkörperte immer die Familie Assad. Soll ich mich für Assad abknallen lassen? fragen viele. Um so mehr, als die Syrer das gute Leben und Essen und das Diesseits schätzen, ihre islambesessenen Gegner jedoch das irdische Leben nur als ein Sprungbrett ins Paradies betrachten, das man sich durch einen Tod im Kampf verdienen muß.
    Im Zusammenhang damit ist zu sehen, daß bis heute keine Generalmobilmachung verkündet wurde. Von solchen Zwangsmaßnahmen hält die syrische Regierung nichts. Das Leben soll weitergehen, die jungen Leute sollen studieren, man will nicht alle Ressourcen für den Krieg einsetzen. Deserteure werden mit ein paar Monaten Gefängnis bestraft und dann wieder ins Heer integriert. Unhaltbare Zustände für die russische Journalistin, die meint, die müßte man doch sofort vor ein Standgericht stellen und erschießen. Es gebe auch keine Disziplin und Ehrfurcht gegenüber den Offizieren. Wenn an einem Posten ein General vorbeifährt, so steht ein Soldat vom Teetrinken auf und macht ihm den Schlagbaum auf, aber von Salutieren – keine Rede!

    Sie geht auch auf das gespannte Verhältnis der USA zu Erdogan ein. Sie meint, daß die USA weiterhin alles unternehmen werden, um ihn zu stürzen, und sich dabei auf das stetig anwachsende Lager seiner Gegner stützen werden – die Verhafteten, die Entlassenen, die Kurden und die Gülenisten – und vielleicht auch den IS, den die USA sich durchaus zu diesem Zwecke warmhalten könnten.

    Die Reporterin weist in Fragen der USA-Bündnispartner auf den Fall des 10-jährigen Buben hin, der im Juli von einer vom Westen unterstützten Gruppe öffentlich enthauptet wurde – Die USA gaben daraufhin bekannt, ihre Unterstützung zu überdenken.

    Es ist eine seltsame Situation für Rußland und Syrien, daß sie ihren Hauptfeind von gestern – Erdogan – heute unterstützen müssen, weil er das geringere Übel von allen Optionen bedeutet.

    Diesen Krieg als Bürgerkrieg zu bezeichnen, ist absoltuter Schmarrn, meint ein syrischer Politologe, und weist darauf hin, daß in englischen Zeitungen vor kurzem veröffentlicht wurde, daß in den vergangenen 5 Jahren mindestens 40.000 Söldner in Syrien gekämpft haben und dafür von den Unterstützer-Staaten um die 45 Mrd. Dollar zur Verfügung gestellt wurden.
    Es ist auch ein Blödsinn, daß es sich im einen Krieg der Konfessionen handelt. 78 % der Bevölkerung Syriens sind Sunniten, sie stellen das Gros der Soldaten der Armee und halten die Regierung an der Macht – die restlichen Minderheiten hätten gar nicht die Mannstärke und die Ausbildung, um das durchzuhalten.

    Schließlich geht sie darauf ein, warum auswärtige Regierungen Assad stürzen und Syrien vernichten wollen.
    Israel will die Golanhöhen haben und die Unterstützung für Hisbollah und Hamas kappen.
    Die Türkei als Rechtsnachfolger des Osmanischen Reiches betrachtet Syrien als begehrliche Beute, die ihr aus historischen Gründen zusteht.
    Katar und Saudi-Arabien wollen eine Pipeline durch Syrien bauen und träumen davon, die Sunniten Syriens zum Wahhabismus zu bekehren, mit Feuer und Schwert, damit sie ihnen nachher aus der Hand fressen.
    Alle diese Interessen kommen nur deshalb zum Zug, weil die USA entschlossen sind, den friedlichen säkulären Islam zu zerstören, um die ganze arabische Welt der Fuchtel des Wahhabismus zu unterwerfen.

    Im Wesentlichen, so schließt der Report, findet in Syrien ein Weltkrieg gegen den Terrorismus statt. Es ist notwendig, daß keiner dieser Terroristen lebendig heimkehrt. Man muß sie hier begraben.

  15. 15 Krim 31. August 2016 um 10:37 Uhr

    Wenn ich das richtig sehe, hast du den Artikel für Leute wie mich, die nicht russisch können zusammengefasst. Danke dafür.
    Dass die Usa Erdogan stürzen wollen, war mir neu, ebenso dass sie den friedlichen säkularen Islam zerstören wollen. Was haben die USA vom Wahabismus. Ihnen ist daran gelegen vermittelt über Saudi Arabien Einfluss in der arabischen Welt zu haben. Aber wer sagt denn, dass es sich Saudi Arabien nicht irgendwann anders überlegt und dann haben sie es mit dem Wahabismus als Feind zu tun. Es ist immer derselbe Widerspruch. Das Stärken eines Verbündeten kann sich auch als Stärkung eines zukünftigen Widersachers erweisen.

  16. 16 Nestor 31. August 2016 um 11:18 Uhr

    Um Saudi-Arabien zu ihrem Statthalter – nicht nur im arabischen Raum, sondern in der ganzen muslimischen Welt – einsetzen zu können, ist es notwendig, daß die säkulären Regierungen gestürzt werden und alle die Führungsrolle Saudi-Arabiens anerkennen, und das geht nur über den Wahhabismus. Der ist das ideologische Instrument, mit dem sie andere Regierungen fernsteuern wollen. Ein sehr brutales Ideal, das ständig praktiziert wird, und dem auch die verbreitete Sichtweise geschuldet ist, daß die USA lediglich Chaos und Zerstörung anrichten wollen, also gar keinen positiven Zweck mehr verfolgen.

    Erdogan war den USA schon länger lästig, weil nicht zu übersehen ist, daß er aus der Türkei eine Regionalmacht machen will, die sich nicht zum nützlichen Idioten der USA macht, sondern eigene Ziele verfolgt.
    Anfangs dachte ich nicht, daß die USA hinter dem Putsch stehen, aber was inzwischen durchgesickert ist über die Gülenisten, halte ich es doch für eher wahrscheinlich.
    Es ist vom Standpunkt der konzessionierten Souveränität und der eigenen Statthalter, die man auf den Thron hievt, natürlich sehr praktisch, wenn man den spirituellen Führer einer neuen Regierungsmannschaft bei sich zu Hause hat, ihm die Befehle erteilt und er dann die Regierung fernsteuert. So könnte der naive Traum der CIA- und anderer Strategen aussehen.
    Es ist allerdings bei der derzeitigen Verfaßtheit der USA-Führung durchaus möglich, daß nicht alle Entscheidungsträger hinter dem Putsch gestanden sind, was auch einer der Gründe seines Scheiterns sein kann.

    Der Widerspruch bleibt immer: man zieht sich ein vermeintliches Schoßhündchen heran und flugs wird daraus ein unkontrollierbares Raubtier, das unersättlich ist – wie bei Al Kaida, beim IS, den Taliban, Erdogan, usw.

  17. 17 Krim 31. August 2016 um 18:41 Uhr

    Dass ich es für eine Milchmädchenrechnung halte über den quasi extremistischen Wahabismus den Islam kontrollieren zu wollen, heißt nicht, dass die Cia bzw. die amerikanische Regierung nicht genau das will. Die sind in der Beziehung ja bemerkenswert unideologisch. Solange es klappt ist es gut und wenn es nicht mehr klappt, wird eben der nächste Freund aufgebaut. Bloß klappt das halt auch nicht immer wie man am syrischen Beispiel sehen kann, als sie Kämpfer versuchten einzuschleusen, die dann regelmäßig die Waffen beim IS abgegeben haben.

  18. 18 Tibulski 01. September 2016 um 13:27 Uhr

    UPDATE: SAA in Aleppo makes progress

    Waffenruhe zwischen Türken und Kurden? Washington und Ankara widersprechen sich

    Die Kontroversen zwischen den USA und der Türkei im Zusammenhang mit der Situation in Syrien werden zunehmend größer, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Erdogan ernennt Kritiker der USA zum Innenminister

    Der türkische Präsident Erdogan hat den bisherigen Arbeitsminister Süleyman Soylu zum neuen Innenminister ernannt. Die Personalie ist bemerkenswert: Soylu hatte als erster Minister die USA beschuldigt, hinter dem gescheiterten Putsch-Versuch zu stecken. US-Präsident Obama hat die Anschuldigungen energisch zurückgewiesen.

    Turkey, Syria Fear That ‚US-Backed Autonomous Region Will be Created in Syria‘

    Turkish leadership is ready to „promote tactical cooperation“ with Damascus since it currently views Daesh and the Kurds as the greatest threat to the country, not Bashar al-Assad, political analyst Oytun Orhan, told Sputnik, adding that both countries are also concerned that a US-backed autonomous region will be created in northern Syria.

    Lavrov Expresses Russia’s Concern Over Turkey-Led Military Operation in Syria

    Russian Foreign Minister Sergei Lavrov expressed Moscow’s concern over the actions by the Turkish army and Ankara-backed opposition units in northern Syria and their potential impact on peace efforts in the Syrian conflict, according to the statement of the Russian Foreign Ministry.

    Syrische Kurden wollen „Freund Moskau“ behalten

    Die syrischen Kurden wollen ihre Beziehungen zu Russland ausbauen, weil das Land zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts im Nahen Osten beiträgt, wie der Leiter der Vertretung des syrischen Kurdistans in Moskau, Rodi Osman, am Mittwoch sagte.

    Iran’s Supreme Leader Urges Bolstering Military Might Against ‚Bullying‘ Powers

    A week after a military incident between American and Iranian naval vessels in the Persian Gulf resulted in the firing of guns as a warning, Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei has called on the Islamic Republic to bolster its attack and defense capabilities, to protect the country from world’s “bullying powers.”

  19. 19 Nestor 02. September 2016 um 20:26 Uhr

    Es ist wieder einmal so weit, daß sich keiner auskennt.
    Dazu noch das Video:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/syriens-tourismusministerium-wirbt-mit-urlaubsclip-um-touristen-14414832.html
    Wenn man die Meldungen der Medien – mit Schaum vor dem Mund – liest, so kann man das syrische Propagandaministerium nur beglückwünschen.

  20. 20 Tibulski 02. September 2016 um 22:22 Uhr

    Syrian Army Makes Strategic Breakthrough in Western Aleppo

    The Syrian Army took control over the ruins of the Air Force technical college in western Aleppo and now controls over 60 percent of the 1070 Apartments District and the district of al-Hamadaniah.

    Operation Euphrates Shield: A Trap for Turkey or ‚Endless War‘ for Syria?

    Turkey’s military operation in northern Syria could become a trap for Ankara if its campaign turns into a long-term engagement, defense analyst Leonid Nersisyan asserted, adding that even a brief offensive will not pay off. In addition, it will not help to speed up the peace process in the war-torn Arab country.

    Turkey is ‚Pulling US‘ Chestnuts Out of the Fire in Syria‘

    Washington has endorsed Turkey’s „Euphrates Shield“ to manipulate Ankara into pulling the US‘ chestnuts out of the fire in Syria, experts note, adding that Turkish President Erdogan may seek further rapprochement with Russia, Iran and China.

    Jarablus Operation Shows ‚Ankara Turning to Moscow and Tehran‘

    The Turkish operation in Jarablus shows that Ankara is changing its stance towards Syrian President Bashar Assad and is ready to cooperate with the key regional players, including Moscow and Ankara, an analyst said.

    Russia Should Build ‚Strategic Cooperation‘ With Kurds – Turkish Lawmaker

    By establishing strategic ties with the Kurds, Russia could significantly contribute to the Syrian settlement and stability in the Middle East, a lawmaker of a pro-Kurdish party in the Turkish parliament told Sputnik in an exclusive interview.

  21. 21 Nestor 03. September 2016 um 11:08 Uhr

    Was ist eigentlich mit dem IS los?
    Man hört inzwischen weder über Rakka noch über die geplante Einnahme von Mosul etwas.
    In Afghanistan scheint er nicht sehr erfolgreich zu sein:
    http://derstandard.at/2000043733748/Islamischer-Staat-in-Zentralasien-Einsam-in-Afghanistan

  22. 22 Tibulski 03. September 2016 um 11:56 Uhr

    Stimmt. Raqqa wird gar nicht mehr erwähnt. Die Behauptung seitens der Amis, die Kurden würden sich wieder hinter den Euphrat zurückziehen und den Angriff auf Raqqa vorbereiten, ist ein schlechter Scherz.

    Im Vorfeld des angekündigten Sturms auf Mosul scheint es hinter den Kulissen ein heftiges Gezerre um die schiitischen Milizen zu geben. Die USA und sunnitische Iraker (und irakische Kurden?) versuchen offenbar, diese möglichst raus zu halten – was von denen, Teilen der Regierung und dem Iran natürlich nicht akzeptiert wird. Der Angriff auf Mosul wird aber auf jeden Fall kommen.

    In Afghanistan geht’s wohl ziemlich wild durcheinander. Dass sich offenbar einige hochrangige ISler abgesetzt haben (Standard) wusste ich nicht. M.W. gibt’s seit einigen Wochen, eine Zusammenarbeit des IS mit den Taliban. Diese wurde angeblich möglich, nachdem der vormalige Taliban-Chef, der ein strikter Gegner einer Zusammenarbeit war, von den Amis abgeschossen wurde. Dieses neue Bündnis ist wohl recht erfolgreich. Jedenfalls sprechen die letzten Meldungen über Geländegewinne der Taliban im Osten, Norden und Süden dafür. Und dass sich vor einigen Tagen Vetreter des iranischen und afghanischen Sicherheitsapparats getroffen und eine engere Zusammenarbeit vereinbart haben, ist wohl auch kein Zufall.

  23. 23 Tibulski 03. September 2016 um 13:54 Uhr

    Energie-Krieg um Syrien: Kämpfe nur entlang künftiger Pipelines

    Der Krieg um Syrien ist nur auf den ersten Blick unübersichtlich. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Kämpfe zwischen Söldnern und Regierungstruppen finden nur dort statt, wo wichtige Pipelines verlaufen oder geplant sind. Russland, die West-Mächte und die Golfstaaten kämpfen um die beste Ausgangsposition für Gas- und Öl-Lieferungen für den europäischen Markt. Deutschland spielt in dieser Auseinandersetzung keine Rolle.

    Washington’s Two Strategies in Syria Canceling Each Other Out

    The United States has pursued two strategies to resolve the Syrian crisis – one led by the CIA, the other devised by the Pentagon, but instead of reinforcing each other they are getting in each other’s way, with Turkey’s military operation in northern Syria serving as tangible evidence of this trend.

    Lavrov, Kerry Could Meet at G20 if US Separates Terrorists, Opposition in Syria

    Washington’s decision to finally make a distinction between terrorists and opposition in Syria would pave the way toward a meeting between Sergei Lavrov and John Kerry in China, Russia’s deputy foreign minister said.

    G20 Summit is ‚Obama’s Last Chance‘ to Come to an Agreement With Putin on Syria

    The upcoming G20 summit is the „last chance“ for Barack Obama and Vladimir Putin to try to resolve the Syrian and Ukrainian crisis, two issues that have seriously damaged Russia-US ties.

  24. 24 Nestor 04. September 2016 um 10:29 Uhr
  25. 25 Tibulski 04. September 2016 um 14:44 Uhr

    US-Russia Set to Complete a Major Military Alliance Agreement in Syria

    The deal would call for full-coordination between US and Russian military and intelligence forces in Syria in exchange for Moscow forcing Assad to ground the Syrian Air Force.

    Key Obstacle Preventing Russia and US From Reaching Breakthrough Deal on Syria

    Russia and the United States are working on ironing out the kinks to finalize an agreement that will see both nations work together to resolve the devastating Syrian crisis. The deal is expected to achieve a nationwide ceasefire and pave the way for an unprecedented military cooperation between Moscow and Washington.

    Moscow, Washington Close to Reaching Deal on Syria – Russian Deputy FM

    Moscow and Washington are about to reach a deal on Syria, Russia’s deputy foreign minister said.

    Obama fordert von Russland Zugeständnisse

    Nach dem Statement Wladimir Putins über nahenden Kompromiss mit den USA in Syrien spricht US-Präsident Barack Obama von anhaltenden „schweren Differenzen“ und fordert von Moskau Zugeständnisse.

    „Tauwetter“ zwischen Moskau und Washington? Putin nennt Bedingungen

    Solange Washington nicht beginnt, Moskaus Interessen anzuerkennen und zu respektieren, solange wird es in den russisch-amerikanischen Beziehungen kein „Tauwetter“ geben, wie Russlands Präsident am Samstag beim 2. Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok sagte.

    Putin, Obama to Meet Monday, Format Yet to Be Agreed Upon – Kremlin Spokesman

    The Russian president and his US counterpart will meet on Monday, but the format of the talks still should be discussed.

    Lavrov, Kerry Discuss Steps to Resolve Syrian Conflict, Including Truce – Moscow

    Russian Foreign Minister Sergei Lavrov discussed with US Secretary of State John Kerry at a meeting in Hangzhou further steps to resolve the conflict in Syria, the Russian Foreign Ministry said in a statement on Sunday.

  26. 26 Tibulski 05. September 2016 um 12:35 Uhr

    Vorstoß bis Aleppo? Türkei eröffnet neue Front gegen IS

    Die Türkei hat eine neue Front gegen den so genannten „Islamischen Staat“ (IS) eröffnet, schreibt die Zeitung „Wedomosti“ am Montag.

    Syrien: Russland will politische Lösung erst nach Sieg über Söldner

    Russlands Präsident Putin hat sich am Rande des G20 zurückhaltend auf das Drängen von US-Präsident Obama geäußert, in Syrien einen Waffenstillstand zu vereinbaren. Die Türkei und Russland wollen militärisch klare Verhältnisse schaffen. Russen und Syrer fürchten, dass die internationalen Söldner eine Kampfpause nutzen wollen, um zu fliehen und sich anderswo neu zu formieren.

    Obama Fails to ‚Score Gains for Clinton‘ in Meeting With Putin

    It seems that by meeting with Russian President Vladimir Putin in China, the outgoing US leader Barack Obama tried to effectively complete his term, political analyst Sergey Sudakov told the Russian news website Life.ru.

    Remaining Differences Between US, Russia On Syria ‚Technical‘ – White House

    The White House official after the meeting between US President Barack Obama and Russian President Vladimir Putin on the G20 sidelines in China described the remaining differences in US, Russia views on Syria as „technical.“

    Bridging the Differences: What’s Behind the Russia-US Talks on Syria

    Amid the reports that Russia and the US have failed to bridge the differences on the Syrian issue at the bilateral talks on the sidelines of the G-20 Summit in Hangzhou, China, Reuters has revealed the details of a possible deal on the resolution of the ongoing conflict.

    Kreml-Sprecher: Putin-Assad-Erdogan-Treffen ist eine „Ente“

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat Medienmitteilungen über ein mögliches trilaterales Treffen der Präsidenten Russlands, der Türkei und Syriens als eine Falschmeldung bezeichnet. „Das ist eine ‚Ente‘“, sagte Peskow gegenüber Journalisten.

    Russia Interested in Egypt’s Leadership on North Africa Security – Shoigu

    Russian Defense Minister Sergei Shoigu stated that Moscow is interested in Cairo’s leading position in strengthening regional security and stability in North Africa.

    Egypt Strives to Equip Army With Modern Russian Weaponry

    Egypt is going to provide its army with modern Russia-produced weaponry, Russian Defense Minister Sergei Shoigu said Monday.

    Construction of North-South Pipeline to Begin Shortly

    Pakistani Ambassador to Russia Qazi Khalilullah stated that the constriction of the North-South gas pipeline in Pakistan will begin shortly, and country’s authorities see no terrorist threat to this project.

    Pakistan Values Russia’s Readiness to Supply Arms for Counter-Terrorism Fight

    Pakistani Ambassador to Russia Qazi Khalilullah stated that Pakistan appreciates Russia supporting Pakistan’s efforts in fighting terrorism, and also appreciates its readiness to supply arms for these goals.

    Pakistan in Talks With Russia on Purchase of Su-35 Jets

    Pakistan Air Force Chief of Staff had fruitful talks in Moscow in July on purchasing of Russian Su-35 fighter jets.

  27. 27 Nestor 06. September 2016 um 16:15 Uhr

    Beunruhigend.

  28. 28 Tibulski 06. September 2016 um 17:58 Uhr

    In der Tat!

    Washington: Es kann nur ein US-konformes Syrien-Abkommen mit Moskau geben

    Die USA sind zu einem Ausstieg aus den Verhandlungen mit Russland über die Koordinierung des Vorgehens in Syrien bereit, falls ein diesbezügliches Abkommen in einer den USA genehmen Form nicht zustande kommen sollte. Das verlautete laut amerikanischen Medienberichten inoffiziell aus der Administration des US-Präsidenten.

    ‚Plan B‘: Washington Still ‚Seeking to Divide Syria Into Separate Enclaves‘

    The US actions in Syria have all the earmarks of implementing the much-discussed „Plan B“ voiced by US Secretary John Kerry in February 2016, Russian academic Stanislav Ivanov suggests, adding that Washington is seeking to divide Syria into a number of enclaves.

    Russia-US Deal on Syria: ‚Turkey Might Play Some Role‘

    Following his meeting witht the US president on Monday on the sidelines of G20 meeting, Vladimir Putin said that the two countries may reach a deal on Syria “within the next few days” despite previous obstacles; Russian politicians suggest that it is Turkey which might have turned the tide of the issue.

    US-Spionagejets nähern sich erneut russischen Stützpunkten in Syrien

    Zwei Seefernaufklärer der US-Marine haben am Dienstag einen weiteren Patrouillenflug zu den russischen Stützpunkten an der syrischen Küste unternommen. Das berichten russische Medien unter Berufung auf Onlinedienste, die die Position von Flugzeugen in Echtzeit anzeigen.

  29. 29 Tibulski 07. September 2016 um 14:15 Uhr

    US, Turkey Not Likely to Liberate Raqqa Without Green Light From Russian, Iran

    Commenting on the recent announcement of the Turkish president that „Ankara sees no problem“ in joining forces with the US to free the Syrian city Raqqa from Daesh, Russian political analyst Boris Dolgov said that such an operation will be held only after consultations with Russia and Iran.

    Turkey Sees ‚No Problem‘ in Joining US in Liberation of Raqqa, Syria

    Turkish President Tayyip Erdogan said that Ankara sees no problem in accepting Washington’s proposal for a joint operation to free the Syrian city Raqqa from Daesh.

    180-Degree Turn in Russo-Turkish Relations Caught West by Surprise

    Russian expert Stanislav Tarasov believes that Moscow and Ankara are sending a „multidimensional message“ to the US and EU, signaling that Russia and Turkey may establish alternative economic and political alliances and remain the two influential players on the Syrian chessboard.

  30. 30 Tibulski 07. September 2016 um 18:14 Uhr

    Moscow voices profound concern over Turkish troops’ movement into Syrian territory

    According to the Russian Foreign Ministry, the movement puts in question Syria’s sovereignty and territorial integrity

    Turkey’s Operation in Syria: ‚Benefits Both Russia, US‘

    Turkey’s direct entrance into the Syrian military conflict is of benefit to both Russia and the US: the opening of a northern front creates an opportunity for the US-backed rebels to re-group, while their retreat from Aleppo left the city to the government forces, backed by Russia, according to France 24’s specialist in jihadist movements.

    Syria’s Kurdish Problem and Why ‚It’s Easier to Forgive an Enemy Than a Friend‘

    Syria’s Kurds have been among the bravest and most effective force in the war against Daesh. Sadly however, as things stand, they may also be on course to be the most treacherous.

  31. 31 Tibulski 07. September 2016 um 23:21 Uhr

    Operation Raqqa: ‚Two Turkish Mechanized Brigade Groups Can Defeat Daesh‘

    Recep Erdogan’s announcement about the possibility of a US-Turkish operation against Raqqa, Daesh’s stronghold in Syria, has provoked a lively debate among experts regarding the potential consequences of the joint military assault.

  32. 32 Tibulski 08. September 2016 um 13:02 Uhr

    US Awaiting Russian Response to Washington’s Syria Proposal

    The United States has made a final proposal to Russia on cooperation on the Syria issue and is awaiting a response from Moscow in the coming days, The Washington Post reports.

    Türkei bei Befreiung von Rakka dabei – will dafür aber Freiheit in der Kurden-Frage

    In der Syrien-Krise ist eine einschneidende Wende zu erwarten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erklärte sich bereit, den USA bei der Befreiung der IS-Hochburg Rakka zu helfen, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Ground Operation in Raqqa Crucial for Daesh Defeat – Turkish Foreign Minister

    Turkey’s Foreign Minister Mevlut Cavusoglu said that a ground operation in the the Syrian city of Raqqa against the Daesh could not be carried out by Turkey alone and must be thoroughly planned.

    Turkish Foreign Minister Stresses Focusing on Syria’s Future Rather Than Assad

    For Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu Syria`s future is of major importance.

    Türkischer Premier: Grenzüberquerung außerhalb Kontrollpunkten gilt als Aggression

    Die Türkei wird laut Premier Binali Yıldırım die Grenzübergänge des Landes sichern und alle Versuche, die Grenze außerhalb der Grenzkontrollpunkte zu überqueren, als einen Akt der Aggression beurteilen.

    Unlike the US, Russia and Turkey ‚Understand Each Other‘ in Syrian Chess Game

    Diplomacy and „chess strategy“ are the key factors defining developments on the battlefield in Syria, and Russia and Turkey understand each other well, unlike the US, Turkish political scientist Mesut Hakkı Casın told Sputnik Turkiye.

    Euphrates Shield Trap: Turkey May Find Itself Bogged Down in Northern Syria

    Turkey’s „Euphrates Shield“ operation may result in Ankara getting bogged down in northern Syria, experts warn, suggesting that by being sucked deeper into the region, the Turks could be subjected to attacks from various state and non-state actors on the ground.

  33. 33 Tibulski 08. September 2016 um 21:44 Uhr

    Washington Gives Russia an ‚Ultimatum‘ on Syria, Moscow Responds

    On Wednesday, The Washington Post published an article saying the White House is at its wits‘ end, and has issued the Kremlin an ultimatum on Syrian peace. The paper noted that the Obama administration „expects a decision from Moscow in the next several days.“ The question now is whether the Kremlin will allow itself to be bullied into agreement.

    Moscow’s Criticism of Turkish Syria Intervention ‚Proves There’s No Secret Deal‘

    The Russian Foreign Ministry has expressed „grave concern“ over Turkey’s military involvement in Syria, stressing that the Syrian government did not approve of the intervention. Political analyst Elena Suponina says that this is a clear sign that Ankara’s move is not the result of any backroom deal with Moscow, as previously assumed.

    Putin, Erdogan Discuss Syria Action in Phone Call

    Vladimir Putin and Recep Tayyip Erdoğan agreed in a phone call on Thursday to continue coordination of efforts aimed at resolving the Syrian crisis.

    Syrian Army Retakes Lost Ground in Aleppo

    A key district in southern Aleppo has been reclaimed by the Syrian Army and its allies.

  34. 34 Tibulski 09. September 2016 um 14:25 Uhr

    Lavrov, Kerry Begin Talks on Syria in Geneva

    Russian Foreign Minister Sergei Lavrov and US Secretary of State John Kerry met early Friday for talks on Syria at a Geneva hotel.

    Islamistische Söldner in Syrien in Panik: „USA lassen uns fallen“

    Die islamistischen Söldner in Syrien fühlen sich von der US-Regierung im Stich gelassen. Einer ihrer Sprecher sagte, die USA würden nur noch Lippenbekenntnisse liefern. Russen und Syrer sind nicht bereit, die von den Saudis aufgestellten Milizen in Aleppo entkommen zu lassen.

    Washington ‚Does Not Plan to Give Turkey Full Control‘ Over Raqqa Operation

    The United States will not carry out a ground operation in Raqqa without Turkey’s involvement, but Washington „does not intend to give Ankara full control over such an offensive,“ Turkish MP Mithat Sancar of the pro-Kurdish Peoples‘ Democratic Party (HDP) told Sputnik.

    ‚Annexation‘: Kobani Residents Slam Turkey’s Wall on Syrian Border

    Thousands of residents of Kobani canton in northern Syria are protesting against Turkey’s construction of a wall along their joint border. In an interview with Sputnik Kobani canton’s deputy head Enver Müslim condemned the construction as an attempt by Turkey to annex Syrian territory.

    Taliban haben weitgehend die Provinzhauptstadt Tarin Kot erobert

    Kämpfe finden auch in Helmand und Kunduz statt

  35. 35 Nestor 09. September 2016 um 15:53 Uhr

    Die ganzen Entwicklungen und die Panik der USA deuten schon darauf hin, daß es vor dem türkischen Einmarsch eine Absprache zwischen Rußland und der Türkei gegeben hat.
    Die Frage ist nur, was dabei vereinbart wurde und ob sich die Türkei auch dran halten wird.
    Die Kurden werden jedenfalls vorgeführt und ihnen wird gezeigt, was die Freundschaft der USA wert ist.

  36. 36 Tibulski 09. September 2016 um 18:00 Uhr

    „Die Frage ist nur, was dabei vereinbart wurde und ob sich die Türkei auch dran halten wird.“

    Richtig. Ich blick da kaum noch durch. Die Amis haben ja die türkische Invasion durch Biden demonstrativ abgenickt und den Kurden zu verstehen gegeben, dass sie sich von ihren Staatsgründungsplänen verabschieden und hinter den Euphrat zurückziehen sollten. Sie wären nämlich für den Sturm auf Raqqa vorgesehen – und das, obwohl die YPG mehrfach betont haben, dass sie sich daran eigentlich nicht beteilgen wollten. Dann war zu lesen (allerdings nur in einem Nebensatz und ohne dass darauf andernorts weiter eingegangen wurde), dass die Amis den Kurden quasi als Trostpflaster eine eigene Region im Nordosten bei Hasakah zugesagt hätten (wo sie selbst bereits zwei Flugplätze installiert haben).

    Als neueste Entwicklung hat Erdogan angekündigt, dass sich die türkische Armee an der Eroberung von Raqqa beteiligen wolle – gemeinsam mit den Kurden unter amerikanischer Anleitung oder wie?? Das kann nicht wirklich ernst gemeint sein. Sinn machen würde allerdings ein Szenario, das eine türkische Kontrolle der Regionen nördlich von Raqqa, bei Jarabulus und auch noch Afrin im Westen (da sind vor einigen Tagen bereits die ersten türkischen Geschosse eingeschlagen) beinhaltet, also der gesamte Norden Syriens – nicht unter kurdischer, sondern türkischer Herrschaft. Das wäre dann die seit langem immer wieder ins Spiel gebrachte „Safe/No-Fly-Zone“, wäre aber ohne eine ethnische Säuberung der Kurden nicht zu haben. Ob da die Amis und auch die Russen mitmachen?

    Letzte Wendung: Der türkische Aussenminister hat sich heute für die Einrichtung solch einer Flugverbotszone ausgesprochen, allerdings mit dem bemerkenswerten Hinweis, dass darüber nicht die beteilgten Parteien, sondern der UN-Sicherheitsrat entscheiden müsse … WTF!

    Kann jemand das erklären?

  37. 37 Nestor 09. September 2016 um 18:05 Uhr

    Ich denke mir, die Russen und die Syrische Armee konzentrieren sich jetzt einmal auf Aleppo und schauen, was sie da weiterbringen.
    Sobald das erledigt ist, und Aleppo in syrischer Hand, werden sie sich den restlichen Fragen zuwenden.

  38. 38 Tibulski 09. September 2016 um 18:42 Uhr

    Das ist klar. Allein schon deshalb, weil die Ressourcen der pro-syrischen Allianz (incl. russischer Luftwaffe, iranischen „Beratern“ und schiitischen Milizen aus dem Libanon, Irak und Afghanistan) für einen Mehrfrontenkrieg bei weitem nicht ausreichen.

    Mir ging’s eher um den türkischen Aussenminister und seinen Vorschlag hinsichtlich des UN-Sicherheitsrats. Wie kommt so jemand darauf, den selbst ins Spiel zu bringen? Damit liefert er den beiden Veto-Mächten Russland und China doch eine Steilvorlage, diesen entscheidenden Hebel für eine Einflussnahme auf alle innersyrischen Entwicklungen einfach abzuschmettern.

    Mag sein, dass ich da einen Winkelzug einfach übersehe. Deshalb meine Frage.

  39. 39 Nestor 09. September 2016 um 20:00 Uhr

    Steilvorlage erst dann, wenn das ganze in den Sicherheitsrat käme, – was ich bezweifle.

  40. 40 Tibulski 10. September 2016 um 13:48 Uhr

    Russia, US coordinate 5 documents on Syria — Lavrov

    „All this created conditions for resuming the political process which has been stalling for too long,“ the foreign minister said

    US, Russia Pledge Deeper Cooperation in Syria Should Ceasefire Hold

    Russia and the United States have reached new terms on reimplementing a ceasefire in Syria that will take effect in 48 hours and could lead to the creation of a Joint Implementation Center.

    Russian, Turkish FMs Discussed Syrian Crisis Amid Russia-US Talks – Moscow

    Russian Foreign Minister Sergei Lavrov discussed the Syrian conflict with his Turkish counterpart Mevlut Cavusoglu amid the recent Russia-US talks, the Russian Foreign Ministry said Saturday.

    Russland und die USA versuchen Annäherung im Syrien-Krieg

    Russland und die USA wollen mit einem gemeinsamen Plan versuchen, den Krieg in Syrien zu beenden. Das Problem: Die USA haben wegen ihrer Unterstützung für die verschiedenen Söldner-Trupps die Lage nur bedingt in der Hand. Im Hintergrund mischt auch der Iran mit, der erst vor wenigen Tagen verstärkt Soldaten in die Region geschickt hat.

    Attemtps to present Syrian opposition as one group violation of UN SC resolution — Lavrov

    The Russian foreign minister says talks should be inclusive, with participation of all Syrian sides, in particular groups that were formed at meetings in Moscow, Cairo, Riyadh and other places

    Syria: How Long Will The New Cessation of Hostilities Hold?

    Tehran to Deepen Military-Technical, Anti-Terror Cooperation With Moscow

    Tehran seeks to step up its military and counterterrorism cooperation with Moscow, Iran’s vice-president said.

    Iran & Moscow to Strengthen Infrastructure of Hamadan Airbase

    Iran and Russia are negotiating on the return of the Russian Aerospace Forces to the Hamadan airbase for fighting against terrorists in Syria.

    Turkey’s Incursion Into Syria Adds Extra Challenges

    Turkey’s ongoing Operation Euphrates Shield was supposed to help tackle Daesh in the border regions, but has instead been mostly focused on the Kurds will „hardly have a positive effect“ on the political and security situation in Syria, analyst Timur Dzhukaev wrote for the Vzglyad.

  41. 41 Nestor 11. September 2016 um 13:32 Uhr

    Das Interessante an dem US-Rußland-Deal ist der Umstand, daß die Türkei links liegen gelassen wird. Ob der Deal umgesetzt wird, ist eine andere Frage.
    Die USA versuchen sich offenbar wieder ins Spiel zu bringen, nachdem sie von der Türkei mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt worden sind.

  42. 42 Nestor 11. September 2016 um 14:42 Uhr

    Al-Kaida rebranded als Platzhalter der USA und der Türkei?
    http://derstandard.at/2000044140296/Schlechte-Nachrichten-zu-Al-Kaida

    Die Freundschaft mit Saudi Arabien scheint zu bröseln …
    http://derstandard.at/2000044140134/Zwischen-Fakten-und-Verschwoerung-15-Jahre-nach-911

  43. 43 Tibulski 11. September 2016 um 15:11 Uhr

    Tehran Hopes Syrian Truce Will Not Lead to ‚Transfer of Weapons to Militants‘

    Tehran hopes that the ceasefire in Syria agreed by Russia and the US will not become „an opportunity for transfering militants or sending weapons to terrorists,“ a spokesman for the Iranian Foreign Ministry said Sunday.

    Hezbollah Fighters Support Syrian Ceasefire Deal – Reports

    Lebanon-based Shiite movement Hezbollah, supporting the Syrian government in the conflict, announced that it backs a ceasefire in Syria agreed by Russia and the United States, media reported Sunday

    US May Use Ceasefire in Syria to ‚Help Allied Groups in Aleppo‘

    Washington is not ready for an agreement with Moscow on Syria. The United States is using talks to buy time to help militant groups entrapped in eastern Aleppo, an analyst said.

    ‚No Guarantees‘ that Syrian Rebels Will Respect Russia-US Ceasefire Deal

    Russian Foreign Minister Sergei Lavrov and US Secretary of State John Kerry have inked a long-awaited deal that could put an end to violence in Syria, but there are no guarantees that radical groups backed by the US, the Gulf states and Turkey will respect the upcoming ceasefire, political analyst and journalist Vanessa Beeley told Radio Sputnik.

    This is Who Benefits From Russia-US Agreement on Syria

    Russian and American diplomats would not have reached the deal on reducing the violence in Syria if Washington was able to achieve its goals in the country, primarily change the regime in Damascus, and if the Syrian Arab Army was not embattled by more than five years of fighting, political analyst Dmitry Kosyrev wrote for RIA Novosti.

    USA und Deutschland bilden Kurden aus, die im Iran Anschläge verüben

    Deutsche Soldaten sollen im Nordirak gemeinsam mit US-Amerikanern Kurden-Milizen gegen ISIS ausbilden, die jedoch im Iran Anschläge verüben, berichtet die AP. Die Ausbildungsleitung der Kurden-Milizen im Nordirak hatte zuvor die Bundesregierung übernommen.

    Troops Loyal to Army Chief Haftar Seize Key Oil Ports From GNA Forces in Libya

    Libyan troops loyal to Gen. Khalifa Haftar on Sunday seized key oil ports from the UN-backed government of national accord (GNA), a local media outlet reported.

  44. 44 Nestor 11. September 2016 um 17:17 Uhr

    Ich frage mich, was diese „Ausbildner“ den dortigen Leuten eigentlich beibringen? Die sind doch seit Genrationen den Guerillakampf im Gebirge gewohnt, und dann kommen Experten von der Bundeswehr und zeigen ihnen, wo es langgeht? Was für ein Verhältnis verbirgt sich hinter dem Wort „Ausbildung“? Finanzielle Unterstützung? Waffenlieferungen?

  45. 45 Tibulski 12. September 2016 um 14:23 Uhr

    Russian-US Deal on Grounding Syrian Air Forces Not Signifies No-Fly Zone

    The agreement between Russia and the United States on grounding the Syrian Air Force’s flights does not signify creation of a no-fly zone in Syria, Russian Deputy Foreign Minister Mikhail Bogdanov said Monday.

    Syrian Ceasefire: Washington Orders Rebels to Disband From al-Qaeda Linked Group

    The armed Syrian opposition to President Bashar al-Assad were told that they have a right to defend themselves and retaliate should they come under fire in a letter from the US government.

    Türkei beharrt auf unbefristeter Waffenruhe in Syrien

    Der türkische Premierminister Binali Yıldırım fordert eine unbefristete Feuerpause in Syrien, wie die Agentur Anadolu am Montag meldet.

    Syrian Kurds Announce Readiness to Abide by Russian-US Ceasefire Deal

    The Syrian Democratic Forces (SDF), which include mostly Kurdish, as well as Arabian, Armenian and Turkmenian militias, announced on Monday their readiness to observe the terms of the latest agreement reached by Russia and the United States on ceasefire in Syria, a SDF spokesman said.

    Washington’s Strategy in Syria ‚Depending Heavily on Russia’s Good Will‘

    The long-awaited deal on Syria that Russian and American diplomats reached last Friday has been met with cautious optimism, with Germany’s business newspaper Handelsblatt calling it quite possibly „the brightest ray of hope“ for the country ravaged by more than five years of war.

    War Against Daesh on Hold: Turkey, US Need to Find Common Ground on Syria First

    The Turkish intervention in Syria might be a very unpleasant development for the US, who backs the Kurdish forces in northern Syria. Could this be the reason for America’s pause on attacking Daesh positions in Raqqa?

    Iraq Counting on Russia’s Assistance in Liberating Mosul From Daesh

    Baghdad hopes that Moscow will continue to provide Iraqi security forces intelligence data on the location of Daesh militants and their capabilities during the upcoming operation to free Mosul, the second largest city in the country seized by the group in 2014, Izvestiya reported, citing an unnamed source in the Iraqi Ministry of Foreign Affairs.

    Israeli Lawmaker Slams Defense Minister for Supporting al-Nusra Front Terrorists

    Akram Hasson, a member of the Israeli parliament, criticized on Monday the country’s Defense Minister Avigdor Lieberman for what he described as support for Jabhat Fatah al Sham (previously known as al-Nusra Front, outlawed in Russia) terrorist group in Syria in clashes on the Syrian side of the Golan Heights.

    Ordnungsmächte

    Der für heute geplante Beginn des Waffenstillstands in Syrien versetzt den machtpolitischen Ambitionen Berlins einen Dämpfer. Die Feuerpause ist zwischen Washington und Moskau ausgehandelt worden; während Russland damit punktuell im Nahen und Mittleren Osten wieder auf Augenhöhe mit den Vereinigten Staaten gelangt ist, bleibt Berlin, das seinerseits „Ordnungs“-Ansprüche im Nahen und Mittleren Osten erhebt, außen vor. Gegenüber den Hoffnungen, die die Bundesregierung sich vor vier Jahren machte, ist das ein deutlicher Rückschlag: Damals gingen deutsche Regierungsberater und Außenpolitiker daran, gemeinsam mit syrischen Oppositionellen Pläne für den Neuaufbau Syriens nach Assads Sturz zu erarbeiten, mit dem man damals rechnete. Die Realisierung der Planungen hätte Deutschland exklusiven Einfluss gesichert, Russland hingegen machtpolitisch aus Syrien verdrängt. Daraus ist nichts geworden. Dabei kann der Waffenstillstand keinesfalls als stabil gelten. Zum einen ist nicht klar, ob die aufständischen Milizen ihn respektieren; zum anderen ist ungewiss, inwieweit Washington sich tatsächlich darauf einlassen wird, gemeinsam mit Moskau, wie beschlossen, auch den Al Qaida-Ableger Jabhat al Nusra beziehungsweise dessen Nachfolger Jabhat Fatah al Sham anzugreifen. Dieser kooperiert so eng mit angeblich gemäßigten Milizen, dass die USA in Gefahr geraten, bei Schlägen gegen Fatah al Sham Verbündete des Westens mitzubombardieren.

  46. 46 Tibulski 12. September 2016 um 22:18 Uhr

    Militants Violate New Ceasefire by Shelling Syrian Army Positions in Aleppo

    Militants opened mortar fire at Syrian army positions in northern outskirts of the Aleppo city on Monday, violating a new ceasefire regime brokered by Russia and the United States, a Syrian military source said.

    Trotz Waffenstillstand: Russland setzt Anti-Terror-Kampf in Syrien fort

    Trotz der Waffenruhe in Syrien wird die russische Luftwaffe auch weiter ihre Angriffe gegen die Terrorgruppierung Islamischer Staat und Al-Nusra-Front in Syrien fliegen, wie der Chef der Hauptverwaltung für Operatives im russischen Generalstab, General Sergej Rudskoj, am Montag bei einem Pressegespräch in Moskau sagte.

    Assad Government Able to Strike Nusra Front Under New Syrian Ceasefire

    The government of President Bashar Assad will be able to continue hitting positions of the Jabhat Fatah Al Sham terrorist group.

    Syrian Resistance Force Urges Turkey to Return Two Regions

    Last week, a new political structure was created in the northern Syrian province of Aleppo called the Syrian National Resistance, which includes Arabs, Turkmens, Kurds and Alawites. Secretary General of the movement, Rezan Hido, spoke to Sputnik about the aims and objectives of this new resistance.

    Assad Not Allowed to Go After Terrorists Under Ceasefire – US State Dept.

    The new US-Russia ceasefire deal for Syria does not include approval of strikes by the government of President Bashar Assad against terrorists, US Department of State spokesperson John Kirby said in a statement on Monday.

    US Maintains Contact With Ahrar Al-Sham Regarding Syria Ceasefire – State Dep‘t

    According to the US State Department spokesperson, the country is in contact with Ahrar al-Sham over reports that the group has refused to abide by the US-Russian brokered ceasefire in Syria.

    Syrien: Erste märchenhafte Effekte der US-russischen Abmachung

    Die Dschihadisten sind nun keine solchen mehr, sondern „normale Syrer“

    Russia-US Plan ‚Last Chance to Save United Syria‘ – Kerry

    US Secretary of State John Kerry urged Syrian opposition groups to separate from al-Nusra Front terrorist group and reiterated the call ceasefire in a press briefing on Monday for all parties to the Syrian conflict to join the US-Russian deal on ceasefire in the war-torn country.

  47. 47 Tibulski 14. September 2016 um 12:41 Uhr

    Syrian Deal: ‚Russia Has Nothing to Conceal‘, US Keeps ‚Sensitive‘ Details Quiet

    24 hours into the Syrian ceasefire agreement, the US media was brimming with questions about the country’s future as the key details of the deal were not made public; and while Russia’s Foreign Minister Sergei Lavrov suggested revealing the key points as „Russia has nothing to conceal“, it is the US who refused to reveal „sensitive“ issues.

    Russia, US Have Never Discussed Joint Anti-Daesh Fight – Diplomatic Source

    A joint Russia-US fight against the Daesh terrorist group was never discussed and is not a subject to any agreements, a Russian Foreign Ministry source told RIA Novosti on Wednesday.

    Kerry: ‚Refined Ways‘ Exist to Separate Moderate Opposition From Al-Qaeda

    The United States possesses advanced means to severe the US-backed so-called moderate opposition from jihadists fighting alongside al-Qaeda, US Secretary of State John Kerry said Wednesday.

    Syrien: Al-Nusra-Front und IS verstoßen weiterhin gegen Waffenruhe

    Die Kämpfer der Terrormilizen Al-Nusra-Front und „Islamischer Staat“ (IS, Daesh) haben mehr als 20 Mal syrische Provinzen beschossen, sie behindern die endgültige Herstellung des Regimes der Waffenruhe in Syrien, wie im Bulletin des russischen Zentrums für Versöhnung der Konfliktparteien in Syrien mitgeteilt wird.

    Damaskus warnt Ankara: Syrischer Luftraum ist Tabu

    Damaskus hat die türkische Luftwaffe vor möglichen Verletzungen seines Luftraumes gewarnt, wie Al-Masdar News (AMN) am Dienstag mitteilte.

    Israels Luftwaffe greift erneut Syriens Armee an – Lawrow: Provokationen vermeiden!

    Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht auf Mittwoch die Stellungen der syrischen Regierungskräfte auf den Golanhöhen beschossen, meldet der Pressedienst der syrischen Armee. Die Attacke kam als eine Antwort auf einige vom Territorium Syriens angefeuerte Granaten gelten, die auf dem von Israel kontrollierten Gebiet landeten.

    »Das ist nicht unser Krieg«

    Waffenruhe in Syrien hält. Die Menschen hoffen auf ein Ende des Mordens, kritisieren aber Verhandlungen hinter ihrem Rücken

    Kampf um den Ölexport

    Krieg zwischen Libyens konkurrierenden Regierungen. NATO und EU halten sich alle Optionen offen

  48. 48 Nestor 14. September 2016 um 22:16 Uhr

    Als vorläufige Bilanz der obigen Postings kann man festhalten: die sogenannte Waffenruhe in Syrien ist ein Furz im Wald, d.h. sie taugt nichts und gilt nicht, da keine der beteiligten Konfliktparteien sich daran halten wird und auch die ausgehandelten Positionen von beiden Seiten – Rußland und den USA – unterschiedlich interpretiert werden.

    Außerdem ist noch neues Konfliktpotential aufgetaucht, wenn jetzt auf einmal von einer neuen Konfliktpartei die türkische Provinz Hatay beansprucht wird. Die Türkei, die innenpolitisch neu aufgemischt wird, hat jetzt das außenpolitisch-militärische Problem, daß Teile ihres Territoriums von syrischer Seite beansprucht werden.

    Der Krieg geht also weiter, ohne Aussicht auf irgendeine Lösung.

  49. 49 Tibulski 15. September 2016 um 15:01 Uhr

    Syrien: Die Gegner der fragilen Waffenruhe

    Aleppo wartet auf die UN-Hilfslieferungen und die Milizen mobilisieren den Widerstand

    Russia Adheres to Syria Ceasefire Accord Unlike US

    Russian Defense Ministry spokesman Maj. Gen. Igor Konashenkov said that „only the Syrian Army adheres to the silence regime“ in the three days since its enforcement following the September 9 announcement in Geneva by the Russian and US diplomats.

    Russian Defense Ministry to telecast situation in Aleppo live

    In the near future more monitoring posts will be created

    Extremist Groups Redeploy Units to Aleppo’s Northwest Amid Ceasefire in Syria

    The extremist groups plan to block Castello road near the Syrian city of Aleppo amid nationwide ceasefire, according to a source in the city militia.

    Moscow regrets US sees Syrian ceasefire as a test for Russia’s reputation

    The US considers the ceasefire regime as a kind of a „test for Russia’s reputation“, the Russian Foreign Ministry spokeswoman has stated

    Moscow and US do not see eye to eye on Ahrar al-Sham — Russia’s Foreign Ministry

    Speaking on Russia’s stance on the separation of the moderate opposition from terrorists, the spokeswoman noted that Moscow and US position differ on those matters

    Tehran Welcomes Russia-US Plan on Syria, Rules Out Any Military Solution

    Iran welcomes the conditional ceasefire agreement in Syria brokered by Russia and the United States as a plan that ends the humanitarian plight and promotes political settlement in the country, Iran’s Deputy Foreign Minister Hossein Jaberi Ansari said Thursday.

    No One May Dictate Terms to Syrian People – Tehran

    Iran is against meddling of foreign states into the internal affairs of Syria and will not impose its will on the citizens of the war-torn country, Iran’s Deputy Foreign Minister Hossein Jaberi Ansari said Thursday.

  50. 50 Tibulski 16. September 2016 um 17:24 Uhr

    Kerry, Lavrov Agree on Urgent Need to Start Humanitarian Aid Flow to Syria

    US Secretary of State John Kerry and Russian Foreign Minister Sergei Lavrov agreed on the urgent need for humanitarian aid to begin flowing in Syria, according to US Department of State spokesperson John Kirby.

    US Gives Russia Data About Location of ‚Moderate Rebels‘ in Syria for First Time

    The US handed Russia data on the location of militant opposition groups operating in Syria for the first time, special representative of the Russian Defense Ministry Alexander Zorin told journalists on Friday.

    US List of Moderate Syrian Opposition Contains Groups With Nusra Front Links

    Russian Foreign Minister Sergei Lavrov noted that the list of groups who signed an agreement with the United States on adhering to the ceasefire provided by the US side contains a series of blatantly terrorist formations cooperating closely with Nusra Front, according to the statement of the Russian Foreign Ministry.

    Lavrov to Kerry: Russia-US Agreements on Syria Must be Made Public

    Russian Foreign Minister Sergei Lavrov called for making public the whole package of Russia-US agreements coordinated during the meeting between Lavrov and Kerry on September 9, 2016, as well as for approval of this package by the UN Security Council, according to the statement of the Russian Foreign Ministry.

    Syrien: Warten auf Hilfe, Waffenruhe und Beschuldigungsfeuer

    UN: „Könnten gut ernährte erwachsene Männer bitte damit aufhören, tapferen humanitären Helfern den Weg zu versperren?“

    Auch Saudi Arabien startet Kampfdrohnenprogramm

    Es wird eng an Syriens Himmel: Mindestens sechs Staaten lassen in Syrien Drohnen fliegen und töten

    Syrien: Washington soll das Feld räumen und Moskau überlassen – US-Experte

    Die USA sollen in Syrien Russland die Kontrolle überlassen und das Feld räumen, schreibt der US-amerikanische Militärexperte Enea Gjoza in seinem Gastbeitrag für „The National Interest“. Dieser Schritt ist laut dem Experten vom Think-Tank „Defence Priorities“ zum Schutz amerikanischer Interessen notwendig.

    ____________

    Wie nicht anders zu erwarten denken die Amis nicht im Traum daran, den entscheidenden Punkt der Abmachung umzusetzen: die Separierung der von ihnen unterstützten „moderaten Rebellen“ von den „islamistischen Terroristen“ zu erzwingen und letztere so zum gemeinsamen Abschuss frei zu geben. Vielmehr scheint es um folgendes zu gehen:

    Syrien: Die Gegner der fragilen Waffenruhe

    „Die Waffenruhe sei sehr zerbrechlich, strich auch de Mistura heraus. Die Erfüllung zentraler Punkte wie die humanitäre Versorgung hängt von der Bereitschaft ab, das Abkommen zu unterstützen. Geht es nach dem oben erwähnten ◥New York Times-Bericht, so fällt diese Bereitschaft zum Beispiel im US-Verteidigungsministerium gering aus.

    Kluft zwischen Kerry und Pantagon

    Der Pentagon-Chef Ashton Carter sprach sich nach Informationen der Zeitung bei einer Telefonkonferenz mit Präsident Obama deutlich dagegen aus. Der Chef der Luftwaffe, General Harrigian äußerte größere Zurückhaltung. Die Stimmung im Verteidigungsministerium, lässt der Bericht schließen, ist tendenziell ablehnend.

    Sogar vom Mitinitiator des Abkommens, von US-Außenminister Kerry, heißt es, dass er im Privaten Mitarbeitern und Freunden gegenüber geäußert haben soll, er glaube, dass der Deal nicht funktionieren werde. Öffentlich ◥bekräftigt er hingegen, dass die Abmachung „die letzte Chance sei, Syrien zusammenzuhalten“.

    Lange Liste von FSA-Milizen und Dschihadisten, die gegen die Abmachung sind

    Gegner gibt es genug. Die Webseite Widerview, die sich auf den Anspruch gründet, auch Informationen über Mainstream-Medien hinaus zu einem Thema zu sammeln, veröffentlicht eine ◥längere Liste von gegnerischen Milizen der Regierung Assad, welche den Vereinbarungen der Waffenruhe nicht folgen wollen. Darunter finden sich eine Menge so genannter „moderater FSA-Milizen“ und natürlich die Dschihadisten, die von Anfang ◥dagegen waren.

    Ein Bericht der Nachrichtenagentur AP ◥bekräftigt indessen erneut, worüber in jüngster Zeit häufiger gemunkelt wurde: Dass ein Merger zwischen der al-Nusra-Front und Ahrar al-Sham in Vorbereitung sei. Die beiden Milizen operieren seit längerem militärisch gemeinsam.

    Unwahrscheinlich ist ein noch engeres Zusammengehen nicht, zumal sich innerhalb der Ahrar al-Sham-Miliz Unstimmigkeiten in der Haltung zum russisch-amerikanischen Deal abzeichneten, was zu einer Abspaltung führen könnte.

    Abzulesen ist daran jedenfalls, dass sich mit der Vielzahl und Entschlossenheit der Gegner die Möglichkeiten vermehren, die Waffenruhe und die dazu gehörigen Abmachungen zu torpedieren.“

    Sollte es tatsächlich zu einem Merger zwischen Jahhat Fatah al-Sham (EX-Nusra) und Ahrar al-Sham kommen, dann stünde der US-Allianz eine Proxy-Armee von jihadistischen „boots on the ground“ zur Verfügung, deren militärische Schlagkraft beträchtlich sein dürfte, nicht zuletzt weil in diesem Falle de-facto eine quasi einheitliche Führungsstruktur der diversen Halsabschneider-Fraktionen (neben Daesh) entstünde. Ausserdem hat sich bei den Gefechten in Aleppo gezeigt, wie entscheidend wichtig es sein kann, eine ganze Provinz von der Größe Idlibs unter Kontrolle zu haben und von dort aus den Nachschub zu organisieren.

    Dann wäre auch das kürzliche Rebranding seitens al-Nusras gar nicht so blöd gewesen, wie es zunächst schien. Die Amis haben es wohl nicht ohne Grund immer kategorisch abgelehnt, Ahrar al-Sham zu den terroristischen Organisationen zu zählen. Die haben offenbar noch einiges mit diesem Verein vor.

  51. 51 Tibulski 17. September 2016 um 15:39 Uhr

    Putin: US is already violating Syria agreement, „regrouping“ Al-Nusra

    Putin: USA wollen Kampfpotential der Oppositionskräfte in Syrien erhalten

    Der Verzicht Washingtons, die Vereinbarungen zu Syrien publik zu machen, hängt laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem Streben zusammen, das Kampfpotential der von den USA unterstützten syrischen Oppositionskräfte im Kampf gegen die legitime Regierung zu erhalten.

    Russia, US Agree Not to Disclose 2nd Part of Peace Deal on Syria So Far

    Russia and the United States have reached an arrangement not to disclose the second part of the bilateral deal on the Syrian settlement so far, Russian presidential aide Yuri Ushakov said Saturday.

    Washington nennt Grund für Verheimlichung der Syrien-Vereinbarungen

    Die Bekanntgabe der zwischen Russland und den USA erzielten konkreten Vereinbarungen zur Beilegung der Syrien-Krise bei einem Pressegespräch des UN-Sicherheitsrats hätte sich auf die Sicherheitsmaßnahmen zur Lieferung humanitärer Hilfsgüter auswirken können, wie ein Sprecher der US-Mission bei der Uno sagte.

    Paris Supports Moscow’s Stance on Making Russia-US Syria Peace Deal Public

    French Foreign Minister Jean-Marc Ayrault has voiced support of Russia’s stance on making the recent Russia-US agreements on the Syrian settlement public, the Russian Foreign Ministry said in a statement on Saturday.

    Russian MoD: US Fails to Fulfill Obligations Amid Syria Rebels‘ Truce Violations

    The Russian General Staff said that the United States fails to fulfill obligations on Syria, adding that Washington will be responsible for the breakdown of the ceasefire if the situation does not change.

    Churkin: US-Russia Agreed Truce Holding in Syria, Humanitarian Progress Observed

    The new US-Russia agreed ceasefire has been generally holding in Syria and, most likely, Moscow and Washington will launch the Joint Implementation Center next week, provided that humanitarian requirements are also met, Russian envoy to the United Nations Vitaly Churkin said.

    Syrien: Von USA unterstützte Islamisten verjagen US-Soldaten

    In Syrien haben Islamisten Angehörige eines US-Spezialkommandos verjagt. Sie gehören der „Freien Syrischen Armee“ an. Die Gruppe wird von den USA finanziert. Von einem Waffenstillstand ist Syrien weit entfernt: Russen und Amerikaner melden Gefechte praktisch in allen umkämpften Städten.

    US-Soldaten wurden in Syrien angeblich von „moderaten Rebellen“ bedroht

    USA und Russland scheinen sich nicht einigen zu können, US-Sondereinheiten kooperieren mit türkischen Soldaten, werden aber von mit der Türkei kooperierenden Rebellen abgelehnt

  52. 52 Tibulski 17. September 2016 um 22:24 Uhr

    Russia Wants Emergency UN Security Council Session on US Bombing of Syrian Army

    Russia convened an emergency UN Security Council Session on US-Led coalition airstrikes against the Syrian Army which Moscow fears will undermine the breakthrough ceasefire agreement that just went into effect earlier this week.

    Russian Foreign Ministry: White House ‚Defending the Islamic State‘ Terrorists

    Russia says that the situation in Syria is worsening finding that the rebels have intensified their attacks since the ceasefire came into force on September 12 and laying the blame at the feet of Washington for failing to crackdown on jihadists.

    US Central Command Says Airstrike on Syrian Army Killing 80 Was an Accident

    The United States Central Command released a statement admitting that they hit Syrian Army positions, but claim that they did not intent to target Syrian servicemen in violation of the ceasefire agreement, but were instead targeting Daesh terrorists.

    Pentagon Claims US-Led Coalition Strikes Daesh Supply Routes Near Deir ez-Zor

    According to a statement published by the US Department of Defense website, the US-led coalition on Saturday carried out an airstrike against Daesh terrorist group near the Syrian city of Deir ez-Zor.

    Syrian Army Regains Ground Near Deir ez-Zor After US-Led Coalition Hit – Source

    The Syrian army has restored control over a military airport near the city of Deir ez-Zor after a US-led coalition airstrike killed dozens of Syrian soldiers in the area, a military source told Sputnik on Saturday.

    Daesh Attacks Syrian Forces‘ Stronghold After US-Led Coalition Strike – Source

    Daesh (IS) terrorist group fighters have mounted a heavy offensive against the Syrian army near a military airport in the city of Deir ez-Zor in the country’s northeast, a military source told RIA Novosti Saturday.

    Russian MoD Confirms US-Led Coalition’s F-16, A-10 Jets Attacked Syrian Army

    The Russian Defense Ministry confirmed that Syrian army positions were attacked by two F-16 fighter jets and two A-10 ground attack aircraft of the US-led coalition.

    Damascus Accuses US-Led Coalition of Bombing Syrian Army in Deir Ez-Zor

    The General Command of the Syrian army has accused the US-led coalition of bombing the Syrian army’s positions in Deir ez-Zor, SANA news agency reported.

    Damascus Does Everything to Allow Passage of Humanitarian Aid Into East Aleppo

    Syrian authorities have done everything in their power to allow the passage of humanitarian aid into Aleppo’s rebel-held east, the Syrian Foreign Ministry said Saturday.

    Russia’s Military, Diplomatic Involvement Paved Way for Syrian Ceasefire

    Russia’s involvement in Syrian affairs has shifted the balance of power in the region and helped stabilize the situation. The Syrian ceasefire, brokered by the US and Russia, still holds. However, the so-called „moderate“ rebels pose a challenge to the Russo-American deal.

  53. 53 Nestor 19. September 2016 um 11:36 Uhr

    Der Pentagon betrachtet den Deal zwischen den USA und Rußland anscheinend als eine einmalige Gelegenheit, die Islamisten wieder zu stärken und den Fall von Aleppo in die Hände der syrischen Armee zu verhindern.
    Die Russen haben sich auf den Deal offenbar eingelassen, weil sie auf die internationale Anerkennung scharf waren, die ihnen diese Partnerschaft gebracht hat. Militärisch erscheint mir die Abmachung eine Fehlkalkulation seitens der Russen zu sein. Möglicherweise stehen auch Meinungsverschiedenheiten mit der Türkei dahinter.

  54. 54 Tibulski 19. September 2016 um 13:21 Uhr

    „Die Russen haben sich auf den Deal offenbar eingelassen, weil sie auf die internationale Anerkennung scharf waren, die ihnen diese Partnerschaft gebracht hat. Militärisch erscheint mir die Abmachung eine Fehlkalkulation seitens der Russen zu sein.“

    Ja, diese Kompromissbereitschaft scheint einer der Punkte zu sein, der bisher schon einige Male zum Streit des Iran mit den Russen geführt hat. Auch jetzt wieder der unmissverständliche Hinweis von Gholam Ali Haddad Adel, top adviser to Iran’s Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei:

    „Those who remain optimistic about the Americans and trust them, should learn a lesson from this aggression. The Americans would never refuse to break the promises,“ Adel added.“

    __________

    Russia’s Zakharova Viciously Mocks America’s UN Ambassador for Remarks on Syria

    US Ambassador to the United Nations Samantha Power said that Russia should be “ashamed” for the “stunt” of calling for an emergency UN Security Council meeting after coalition bombs killed 80 Syrian Army forces, but the Russian Foreign Ministry’s spokesperson had a fierce response.

    Russian FM Spokeswoman Strikes Back at US Envoy to UN Over Comment on Syria

    Russian Foreign Ministry spokesperson Maria Zakharova advised American UN envoy Samantha Power to go to Syria to see how people were surviving in the war-torn country and realize what “shame” really is.

    Russian FM: Lethal US Strike on Syrian Army ‚Borders on Connivance With Daesh‘

    The Russian Foreign Ministry released a sternly worded statement following a tense 24-hours of diplomacy after an allegedly „unintentional“ US airstrike killed 80 Syrian Army forces „paving the way“ for a Daesh offensive.

    Russia, US Exchange Verbal Attacks After Coalition Airstrike in Deir ez-Zor

    Moscow and Washington exchanged criticism in the aftermath of the US-led coalition’s airstrike on Syrian army positions near the Deir ez-Zor city on Saturday, putting at risk the ceasefire agreement reached between Russian Foreign Minister Sergey Lavrov and US State Secretary John Kerry during marathon talks just a week before.

    Details of Russia-US Deal on Syria Disclosed After Deir ez-Zor Attack

    Russia’s Envoy to the UN Vitaly Churkin made public to reporters some provisions from the Moscow-Washington agreement on Syria.

    Denmark Took Part in Strikes Near Deir ez-Zor Where Syrian Army Was Hit

    The Royal Danish Air Force participated in the recent airstrikes of the US-led coalition conducted near the Syrian city of Deir ez-Zor, the Defense Command Denmark announced.

    Australia Involved in Coalition Attack Killing Syrian Servicemen

    Australia was involved in a US-led coalition airstrikes which accidentally killed Syrian servicemen, Australian Prime Minister Malcolm Turnbull said.

    Syrian Air Force Jet Downed in Deir Ez-Zor, Pilot Dead – Reports

    A Syrian Air Force plane was shot down in the eastern city of Deir Ez-Zor, SANA news agency reported. The pilot of the aircraft is dead.

    Payback? Syrian Armed Forces Reportedly Shoot Down US Spy Drone Over Deir ez-Zor

    A US Air Force surveillance aircraft was reportedly downed on Sunday in the province of Deir ez-Zor, where American jets bombed Syrian forces encircled by Daesh militants a day earlier, killing 62 personnel.

    ‚They Want to Take Aleppo‘: What’s Behind Syrian Rebels‘ Attacks During Truce

    Shelling of residential areas and Syrian Army positions by militants is intensifying, spokesperson for the Russian Defense Ministry Maj. Gen. Igor Konashenkov said.

    Syria Militant Attacks Intensify Despite US-Russia Truce Deal – Defense Ministry

    Militant attacks against Syrian government troops are on the rise, despite the new Russia-US brokered ceasefire, which only the Syrian government is strictly adhering to, Russian Defense Ministry spokesman Maj. Gen. Igor Konashenkov said Sunday.

    US-Backed ‚Moderate‘ Rebels ‚Take US Weapons and Money But Hate America‘

    Rebels from the US-backed Free Syrian Army appear to have kicked a group of US special operations forces out of a Syrian border town, calling the fleeing Americans „infidels“ and „crusaders.“ This incident, experts say, shows that groups Washington persists on calling „moderate“ are in fact „mercenaries“ and „fanatics.“

    Strikes on Syria Army Reveal Washington’s True Goals – Iranian Official

    Airstrikes carried out by US coalitiom jets against the Syrian army revealed real goals of Washington that are hidden behind pledges taken by the United States under US-Russia plan for the settlement in the war-torn country, Gholam Ali Haddad Adel, top adviser to Iran’s Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei, said Sunday.

    US Coalition’s Attack on Syrian Army Highlights Support for Terrorists – Tehran

    Saturday’s US-led coalition airstrike on the Syrian government positions near Deir ez-Zor highlighted US support for terrorists, a spokesman for the Iranian Foreign Ministry said Sunday.

    Syrien wirft USA geheime Absprachen mit Islamisten vor

    Syrien glaubt nicht, dass der US-Luftangriff auf die syrische Armee am Samstag irrtümlich geschehen sei. Eine Beraterin von Präsident Assad vermutet Absprachen der USA mit islamistischen Milizen. Russland beobachtet, dass Söldner-Verbände die Feuerpause nutzen, um in Aleppo einen neuen Angriff vorzubereiten.

    Assads Beraterin über Koordinierung zwischen US-Luftwaffe und IS-Terroristen

    Die IS-Terroristen haben eine Offensive gleich nach den Luftschlägen der US-geführten Koalition auf die syrische Armee gestartet. Dabei haben die USA ihre Bombardements sofort gestoppt, sobald die Terroristen die Stellungen der Regierungsarmee besetzten, wie Bouthaina Shaaban, Beraterin des syrischen Präsidenten, in einem RT-Interview mitteilte.

    This is Why US-Led Airstrike on Syrian Troops ‚Unlikely to Have Been Accident‘

    The US-led coalition’s bombing of Damascus-led forces besieged by Daesh in the city of Deir ez-Zor constitutes a „massacre,“ writer and activist Dr. Tim Anderson told Radio Sputnik, adding that the airstrike is unlikely to have been unintentional despite the Pentagon’s claims to the contrary.

    ‚Hypocrisy Beyond Classical‘: US-led Bombing of Syrian Army Wasn‘t ‚Mistake‘

    While the Pentagon claimed that US coalition’s strikes on the Syrian Army in Deir ez-Zor was unintentional, Moscow and Damascus said that the attack has led to Daesh’s advance in the region. Sputnik spoke to political analyst and commentator on Middle Eastern affairs, Hafsa Kara-Mustapha.

    Bombenkrieg für den IS

    USA attackieren Stellungen der syrischen Armee. Moskau und Damaskus werfen Washington Unterstützung von Dschihadistenmiliz vor

    USA scheinen sich in Syrien gefährlich zu verheddern

    Offenbar haben US-Kampfflugzeuge nun Stellungen des syrischen Militärs bei Deir-Ez-Zor angegriffen, Russland verlangt eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats

    Im Luftwaffenhauptquartier

    Auch nach dem Luftangriff der Anti-IS-Koalition auf eine Stellung der syrischen Streitkräfte bei Deir al Zor bleibt die konkrete deutsche Rolle im Rahmen weithin kritisierter Luftschläge der Koalition und ihrer Mitgliedstaaten ungeklärt. Die Bundeswehr unterstützt Angriffe auf den IS/Daesh nicht nur mit Luftbetankungen – bisher schon mehr als 1.100 –, sondern vor allem auch mit der Lieferung von Aufklärungsdaten. Diese werden mit Hilfe eines „Informationsraums“ im taktischen Luftwaffenhauptquartier der Anti-IS-Koalition auf der Air Base Al Udeid (Qatar), in dem mehrere Bundeswehroffiziere stationiert sind, allen Mitgliedstaaten der Koalition zur Verfügung gestellt. Beobachter gehen davon aus, dass die Daten etwa von der Türkei bei der Vorbereitung ihrer Operationen gegen kurdische Einheiten in Nordsyrien genutzt werden können. Unklar ist, ob sie auch bei der Vorbereitung von Attacken eine Rolle spielten, denen syrische Zivilisten zum Opfer fielen, etwa von Luftangriffen der Anti-IS-Koalition Mitte Juli in der Region Manbij, bei denen wohl deutlich mehr als hundert Menschen zu Tode kamen. Bereits im Juni hieß es bei der Bundeswehr, man habe mittlerweile mehr als 11.000 Aufklärungsbilder ausgewertet und sie den Verbündeten im Krieg gegen den IS zur Verfügung gestellt.

  55. 55 Nestor 19. September 2016 um 15:11 Uhr

    Diese sogenannte Feuerpause erscheint mehr und mehr als ein Trick zur konzertierten Offensive der USA und ihrer Verbündeten gegen die syrische Regierung und ihre Verbündeten.

    Wollen sie erzwingen, daß ein US- oder dänisches oder australisches Flugzeug abgeschossen wird, um einen NATO-Verteidigungsfall zu haben und einen NATO-Krieg gegen Syrien führen zu können?

    Wie steht die Türkei dazu?

  56. 56 Tibulski 19. September 2016 um 15:25 Uhr

    Russian Defense Ministry says US, Syrian opposition fail to fulfil Geneva deal

    The Russian Defense Ministry believes unilateral observance of ceasefire by Syrian government forces is senseless

    „The United States and the groups of the so-called healthy opposition controlled by it have not met any of the commitments undertaken as part of the Geneva agreements. No separation of the moderate opposition and Jabhat al-Nusra has taken place,“ said Rudskoy, who heads the main operations department of Russia’s General Staff.

    „Moreover, we see not separation but the merge of units of moderate opposition and Jabhat al-Nusra and their preparation for joint offensive,“ Rudskoy said. (…)

    He reminded that the main condition of the ceasefire was separating the moderate opposition from the Jabhat al-Nusra terrorist group, which is outlawed in Russia. „Unfortunately, the American colleagues have not made any real steps in this direction so far,“ Zorin said.

    During the meetings in Geneva on Sunday and Monday, the US experts tried to convince Russia that the task of separating terrorists from the opposition was very challenging and they were working hard on solving it. „Still, no practical results of this activity have been provided so far,“ he added. (…)

    Unilateral ceasefire observance is senseless

    Rudskoy went on to say that the Russian Defense Ministry believes unilateral observance of ceasefire by Syrian government forces is senseless amidst ongoing shelling by militants. (…)

    No air strikes delivered at areas agreed in Geneva

    According to Rudskoy, no air strikes have been delivered by either Russian or Syrian warplanes over the week at areas that were agreed under the Geneva deals.

    He stressed that in conformity with the agreements Syrian government troops „have completely stopped fire at armed groups in territories covered by the agreement.“

    „Bearing it in mind, I think it necessary to answer the ungrounded accusations of U.S. Secretary of State John Kerry concerning the so-called indiscriminate bombing of the Syrian air force. No air strikes have been delivered in the past week by either Russian or Syrian air groups at areas agreed under the Geneva deals. No proof to that has been given to us,“ he said. (…)

    ‘Moderate opposition’, Jabhat al-Nusra prepare joint offensive

    „The moderate opposition hasn’t separated itself from Jabhat al-Nusra. Moreover, rather than separation, we see an intermingling between the moderate opposition and Jabhat al-Nusra forces, and their preparations for joint offensives,“ he said.

    According to Rudskoy, the US has been failing to provide the Russian military with precise data on the deployment of the US-controlled armed opposition groups. At the same time, as he said, the data handed over to Russia on September 13, did not meet the bilateral agreement, as there was only a general list of the militant groups that had agreed to join the ceasefire.

    „There are no coordinates of the areas where these groups operate, no data on the militants’ numbers and no contact information of the armed groups’ leaders,“ Rudskoy explained.

    Humanitarian deliveries

    „The Syrian army has pulled back its heavy weapons, vehicles and personnel from that road to the agreed lines twice. However, due to provocations and the opposition’s reluctance to reciprocate this clause of the agreements has been disrupted,“ Rudskoy said.

    Problems with humanitarian deliveries to the eastern part of Syrian Aleppo come because US-controlled armed groups have failed to pull back their forces and arms from Castello road, have not established a checkpoint at Castello road and have not passed it to the Syrian Arab Red Crescent. (…)

    US has no leverage over Syrian opposition

    According to Rudskoy, the US has no efficient leverage over the moderate Syrian opposition and is unaware of the real situation in Syria.

    „A bombing and striking attack by aircraft of the international coalition on positions of Syrian troops in the area of Deir ez-Zor the day before yesterday and an offensive of Islamic State armed gangs that was launched immediately after that attack testifies to this,“ he said. (…)

    Al-Nusra: Vorbereitungen zum nächsten Emirat in Syrien

    Die koordinierten Angriffe Russlands und der USA gegen die al-Qaida-Miliz sollten plangemäß die nächsten Tage beginnen

    „Die Waffenruhe steht auf sehr dünnem Boden und ist leicht zu sabotieren, wie bereits im Vorfeld von vielen Seiten angemahnt wurde. Bekannt ist zudem, dass auch US-Militärs nicht gerade große Begeisterung für die Zusammenarbeit mit dem russischen Militär äußerten.

    Für den Erfolg entscheidend ist, wie groß der Einfluss und der Wille in Washington und bei seinen Nahost-Partnern auf die Oppositions-Milizen ist. Sieht man sich ein aktuelles ◥BBC-Video, in dem ein in der englischen Sprache sehr versierter Vertreter der al-Nusra-Front zur Lage referiert, so ist es um die Hoffnungen auf ein Gelingen der amerikanische-russischen Abmachungen sehr schlecht bestellt.

    In seinen von einigem Selbstbewusstsein getragenen Ansagen erklärt der al-Nusra-Mann, dass die Gruppe unter neuem Namen mit allen Gruppen verbunden sei und Trennungen unmöglich seien. Für ihn sind die USA mit der Abmachung klar auf der Seite des Feindes der „Revolution“, wodurch es unmöglich sei, sich diesen Abmachungen anzuschließen.

    Das ist eine eindeutige Warnung an die FSA-Gruppen, ausgesprochen von der militärisch stärksten Fraktion der Gegner Assads. Sie würden zum Verräter. Die Drohung bekommt noch dadurch Gewicht, dass der al-Nusra-Sprecher von einer neuen großen Allianz der Revolution spricht, die gerade gebildet würde. Die Abtrünnigen würden sich also einer größeren Front gegenüber sehen.

    Der Nusra-Vertreter betonte das neue Mantra der Jabath Fatah al-Sham, wie eng man mit der syrischen Gesellschaft verwachsen sei. Das Argument ist raffiniert. Es spiegelt die Argumentation derjenigen, die sagen, lieber ein Syrien mit Assad, weil dessen Baath-Regierung eng mit dem Staat verwachsen ist, und ein Regeime-Change Syrien zum nächsten failed state machen würde.

    Und es baut auf eine Tradition islamistischer Gruppen, die mit sozialen Hilfsleistungen und mit dem Versprechen einer stabilen Ordnung versuchen, Hearts and Minds zu erobern. Das ist allerdings auch eine Methode, mit der die Mafia und andere Verbrecherorganisationen Stadtviertel unter Kontrolle halten.

    Für die Bewohner, in deren Häuser die Gewalttäter frei verkehren, wie dies der al-Nusra-Vertreter betont, ist es eine schiere Überlebensfrage, ob man es sich leisten kann, sich mit der Macht im Stadtviertel anzulegen. Ein Flucht ist doppelt risikant, einmal wegen der al-Nusra-Grenzwächter und zum anderen wegen der Skepsis auf der anderen Seite, die die Überläufer für Spione halten können.

    Der Machtanspruch der al-Nusra ist unverkennbar und die al-Qaida-Dschihadisten verstehen es geschickter, ihm eine Tarnkleidung zu verpassen als der IS. Der britische Economist, der zu Syrien meist unkritisch die Perspektiven des Playbooks in Washington und in London widergibt, gibt sich im Fall al-Nusra doch mal wieder wach.

    Er warnt vor der Errichtung eines nächsten Emirats in Syrien, diesmal von der Nusra-Front, ◥mit mehr Pragmatismus und gefährlicher als der IS.“

    Deir Ez-Zor airstrikes ‚mistakenly‘ work toward the fragmentation of Syria

    „The US Air Force has bombed the area killing 60 to 80 loyalist soldiers. Russia requested a meeting of the UN Security Council. The US military pleads „mistake.“ Their embarrassed explanations are very surprising. There were four strikes on target. The number of victims leaves little doubt about the power of the attack, which doubtless surprised the soldiers encircled by the jihadists.

    Certainly, Americans, who have always preferred using their firepower — overwhelming but sometimes approximate — rather than risk the lives of their fighters, regularly commit blunders. But today’s means of observation and intelligence, as well as the possibility of intervening in a very precise way with drones and missiles, as when they eliminate Islamic leaders, for example, arouse suspicions about a bombardment „by mistake“ in a perimeter held since the beginning of the rebellion by the legal army.

    The pretext is an advance by the terrorists. One wonders why the coalition hostile to President Assad would come to the aid of his troops while the US still refuses to coordinate their military actions with Russia, as Moscow has proposed.

    The clearest result of this murderous attack, on the contrary, is providing powerful support for Daech to end the resistance of the Syrian army. Damascus controls most of the useful Syrian territory, along the Lebanese border and the sea, with the majority of the population, including refugees who came in to live in peace and security.

    Government enclaves remained inside the areas held by the Kurds, Hasaka, and Qamishli, and by the Islamic State, Deir ez-Zor. The Kurds expelled government forces from Hasaka in August. This operation and the progress of Daech, restrained for the moment, tend to reinforce the fragmentation of Syria. The penetration of the Turkish army alongside rebels called „moderates“ and supported by US military advisers, north of Aleppo, also pursues this goal.

    A buffer zone created between Turkey and Kurdish sectors will be called „liberated“ by the so-called „Free Syrian Army“ — the rebels reputedly reputable.“

    US Airstrikes on Syrian Army ‚Horrible Incident‘ Jeopardizing Truce – Kremlin

    The Kremlin spokesman said the US-led coalition’s airstrike against the Syrian troops was an awful incident, threatening the ceasefire regime.

    UK Confirms It Took Part in Airstrike in Deir ez-Zor When Syrian Army Was Bombed

    The British Defence Ministry confirmed on Monday that the UK participated in the US-led coalition’s airstrike in Deir ez-Zor, Syria, when the country’s army was bombed.

    Deir ez-Zor Attack: US ‚Still Sees Assad as Principal Problem‘ in Syria

    Moscow was willing to work on a deal with Washington meant to suspend if not completely halt fighting in Syria since Russian officials assumed that the US had finally acknowledged that President Bashar al-Assad was not the key problem perpetuating the years-long war, but the US-led coalition strike on Syrian troops has apparently proved them wrong.

    Syrien: Amerikaner setzen Plan B um

    Die jüngsten Luftangriffe der von den USA angeführten Koalition gegen die Stellungen der syrischen Regierungstruppen sind wohl nicht zufällig gewesen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Erdogan: Syrische Opposition dringt mit Unterstützung aus Ankara Richtung Aleppo vor

    Die Einheiten der syrischen Opposition, die an der Operation der türkischen Armee “Schutzschild Euphrat“ im Norden Syriens teilnehmen, wollen ihren Vormarsch in Richtung der Stadt Aleppo fortsetzen, wie Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag bekannt gab.

  57. 57 Tibulski 19. September 2016 um 15:56 Uhr

    „Diese sogenannte Feuerpause erscheint mehr und mehr als ein Trick zur konzertierten Offensive der USA und ihrer Verbündeten gegen die syrische Regierung und ihre Verbündeten.“

    Offenbar. Nimmt man die letzten Verlautbarungen des russischen Verteidigungsministeriums und der Sprecherin des Aussenmimisteriums als Indiz, dann wird das auf russischer Seite mittlerweile wohl auch so gesehen. Bleibt die Frage, welche Konsequenzen daraus gezogen werden. Ich denke, dass bei einem auch offiziellen Scheitern des Waffenstillstands, die Schlacht um Aleppo auf neuer Stufenleiter fortgesetzt wird. Vermutlich wird man dann wieder von dem iranischen Flughafen hören; demnächst wird ja auch der russische Flugzeugträger eintreffen, der derzeit noch umgerüstet wird.

    „Wie steht die Türkei dazu?“

    Die dürften derzeit mit den Fortschritten ihrer Invasion nicht unzufrieden sein. Beim Vertreiben der Kurden aus der grenznahen Region um Jarabulus haben sie von den Amis ja freie Hand bekommen, womit deren Pläne für eine Vereinigung ihrer Kantone südlich der türkischen Grenze wohl auf unabsehbare Zeit vom Tisch sein dürften. Ob die Türkei auch noch über den Euphrat weiter nach Osten vorrückt, bleibt abzuwarten.

    Fest steht jedenfalls, dass die Türken und ihre FSA-Proxis nach Süden, also in Richtung Aleppo vorrücken – was übrigens eine Bestätigung der Analysen ist, die immer schon davon ausgingen, dass diese syrische Metropole bei den geo-strategischen Planungen der Türkei eine zentrale Rolle spielt. Es läuft vermutlich also darauf hinaus, dass bei der Entscheidungsschlacht um Aleppo eine weitere Partei aktiv mitmischen will/wird.

  58. 58 Tibulski 20. September 2016 um 13:18 Uhr

    Angriff auf UN-Konvoi: Kreml nennt Vorwürfe gegen Russland haltlos

    Nach dem Angriff auf einen UN-Konvoi in Syrien hat der Kreml die Vorwürfe an Russland als haltlos bezeichnet.

    Naming Perpetrator of Attack on Aleppo Aid Convoy Premature – UN

    The United Nations notified Russia and the United States of the attack on a humanitarian aid convoy in Syria, and expects an investigation, a spokesman of the United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) said Tuesday, naming the perpetrator of the attack was premature.

    IFRC Says Unaware of Who Launched Attack Against Aid Convoy in Aleppo, Syria

    The International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies (IFRC) does not know who launched the attack against a humanitarian convoy it had sent to Syria’s Aleppo jointly with the United Nations, the IFRC Africa region office Communication manager told Sputnik on Thursday.

    Türkei bereitet massive Invasion in Syrien vor

    Der türkische Präsident Erdogan kündigt an, im Norden Syriens ein Gebiet von der Größe des Grand Canyon besetzen zu wollen. Um eine sogenannte Sicherheitszone zu schaffen, plant Erdogan die größte militärische Intervention der jüngeren türkischen Geschichte.

    Kremlin sees little hope for restoring ceasefire in Syria

    Moscow is gravely concerned over the situation in Syria

    Kremlin Names Conditions to Resume Syrian Ceasefire

    Terrorists should stop attacking, while the US should stop mistakenly striking Syrian army for the ceasefire to resume, Kremlin spokesman Dmitry Peskov said.

    Aleppo shelling interrupts Russian Defense Ministry’s online video broadcast

    The Russian reconciliation center reports militants from the Jebhat al-Nusra Front have launched a full-scale offensive against Syrian army in Aleppo

    Syrische Regierungskräfte schlagen Großoffensive der IS-Terroristen nieder

    Syrische Regierungstruppen haben in der Nacht zum Dienstag die groß angelegte Offensive der Terrorgruppierung Dschabhat an-Nusra in den Vororten der Stadt Aleppo niedergeschlagen, wie das russische Versöhnungszentrum für Syrien mitteilte.

    Syrien kehrt aus Waffenruhe in den Krieg zurück

    Der von Moskau und Washington am 9. September vereinbarte Waffenstillstand in Syrien hat nur eine Woche gehalten, wie die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag schreibt.

    Pentagon ‚Succeeded in Ruining‘ Lavrov-Kerry Deal on Syria

    The fragile ceasefire deal hammered out by Russian Foreign Minister Sergei Lavrov and US Secretary of State John Kerry earlier this month has been hanging in the balance, with the main threat coming from the Pentagon, Fyodor Lukyanov, editor-in-chief of Russia in Global Affairs, told newspaper Vzglyad.

    Deir ez-Zor Attack Reveals Washington’s ‚True Intentions‘ in Syria

    The United States does not want to resolve the Syrian crisis; instead Washington is trying to perpetuate the years-long conflict to gain leverage and weaken Russia’s influence in the country ahead of possible peace talks, experts told RIA Novosti.

  59. 59 Tibulski 20. September 2016 um 15:19 Uhr

    Russian, Syrian Jets Did Not Conduct Airstrikes on UN Convoy in Aleppo – MoD

    Russian and Syrian aircraft did not carry out any airstrikes against a UN humanitarian aid convoy near the city of Aleppo, Russian Defense Ministry spokesman Maj. Gen. Igor Konashenkov said Tuesday.

    „No airstrikes were carried out against a humanitarian aid convoy in a southwestern suburb of Aleppo by Russian or Syrian aviation. Seeing as the convoy’s route lied through the territories controlled by militants, the Russian reconciliation center monitored its passage yesterday via drones,“ Konashenkov said.

    According to the general, the monitoring finished when all humanitarian aid was delivered at around 10:40 GMT.

    „Further movements of the convoy were not monitored by the Russian side. Only the militants controlling this area know details of the convoy’s location,“ Konashenkov added.

    The examination of video footage reveals no signs of an ammunition strikes on the convoy, he said.

    „We have carefully studied videos by so-called activists from the site and found no signs of any ammunition striking the convoy. There are no shell holes, cars‘ bodies are not damaged and there are no construction faults from the bust wave. All shown on the footage is a direct consequence of the cargo being set on fire. The fire strangely coincided with a major offensive by militants in Aleppo.“

    The ministry emphasized that the perpetrator of the fire, as well as his goal may be known by members of the „White Helmets“ organization that has connection to al-Nusra Front terrorists who have „accidentally“ been at the right time and in the right place with cameras.

    According to the official, al-Nusra Front terrorist group carried out an artillery attack on the southwestern suburb of Aleppo using multiple launch rocket systems.

    The UN said that it is premature to name the party responsible for the attack.“

    Nach Angriffen auf syrische Armee: USA schulden Russland eine Erklärung

    Russland wird mit den USA kein gemeinsames Zentrum für die Koordinierung der Handlungen in Syrien bilden, solange es von Washington keine Erläuterungen zum jüngsten Luftschlag der von den USA geführten Koalition gegen Stellungen der syrischen Regierungstruppen erhalten hat, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Dienstag.

    Russian, Chinese Diplomats Discuss Syrian Ceasefire

    The diplomats of Russia and China exchanged views concerning the Syrian crisis.

    US-Led Bombing of Syrian Army ‚Looks More Like a Warning Than a Mistake‘

    The Pentagon described the US-led coalition airstrike on the Syrian Arab Army in Deir ez-Zor as unintentional, but considering the US Department of Defense’s resources and technical capabilities the attack looks more like a warning than a mistake, French MP Thierry Mariani told Sputnik.

    Turkey Plans to Liberate More Cities, Create Safe Zones in Northern Syria

    Ankara plans to clean the northern Syrian cities of Manbij and al-Bab from Daesh militants soon and create safe zones there, Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu said on Tuesday.

  60. 60 Tibulski 20. September 2016 um 23:17 Uhr

    Russia points finger at Al-Nusra White Helmets over UN convoy „fire“

    „According to him, at around 13:40 on Monday, the entire humanitarian load was safely delivered, after which the Center for Reconciliation stopped monitoring the convoy and its further movement was not tracked by the Russian side.

    Konashenkov added that an analysis of the video from the scene of events showed no signs of the column’s shelling, such as craters or typical damage to vehicles. He remarked that all that was demonstrated in the video footage resembles the direct consequence of a cargo fire.

    Who started the fire and why “can only be answered as always ‘coincidentally’ by those who turn out in the right time in the right place with video cameras – those representatives of the ‚White Helmets‘ organization close to Jebat al-Nusra,” the defense ministry’s official representative concluded.“

    Syrien: Der Angriff auf einen Hilfskonvoi und das Blame-Game

    Das Abkommen zwischen den USA und Russland steht vor einer neuen Zerreißprobe. Update

    dazu Thomas A. Grün:

    Bühnenumbau auf offener Szene

    „Ich bekam gestern frühzeitige Twittermeldungen mit, die auf einen Bericht in Sky News verwiesen. Dort hieß es unmißverständlich, lt. Angaben des syrischen Red Crescent sei der Konvoi einige Zeit nach der Entladung auf dem Rückweg von Aleppo angegriffen worden.

    Kurz darauf berichtete Reuters nur noch von einem „Angriff auf einen Hilfsgüterkonvoi“ und dann wurde das Szenario Zug um Zug umgeschrieben. Das Motiv ist sonnenklar.

    Die ursprünglichen Meldungen sind natürlich überschrieben.“

    Erdogan Denies Territorial Claims in Syria

    Erdogan on Tuesday reaffirmed his commitment to Syria’s territorial integrity, stressing the military operation in its north only aimed to bring peace to the region.

  61. 61 Tibulski 21. September 2016 um 20:48 Uhr

    FALSE FLAG: UN Convoy another Information War Fake?

    Kontrollverlust im Weißen Haus: Barack Obama ist nicht mehr Herr seiner Militärs

    Lavrov slams attack against humanitarian convoy near Aleppo as ‚unacceptable provocation‘

    Russian Foreign Minister has added that the ceasefire in Syria cannot be unilateral and urged all sides of the conflict to guarantee safe passage of humanitarian convoys

    Russia presented all evidence on aid convoy attack, now wants impartial investigation – Lavrov

    US Airstrikes on Syrian Army are Nothing but Flagrant Violation of Ceasefire

    US-Led coalition’s airstrikes on Syrian Army positions in Deir ez-Zor are nothing but flagrant violation of Syrian Ceasefire, Russian Foreign Minsiter Sergei Lavrov said during the UN Security Council meeting.

    US coalition Predator drone spotted at time & place of Syria aid convoy attack – Russian military

    US ‚Predator‘ Attack Drone Was Spotted Around at the Time of UN Convoy Attack

    US-led coalition’s ‚Predator‘ attack drone was spotted around Urum al-Kubra at the time of attack on the UN convoy, the Russian Defense Ministry stated on Wednesday.

    Pentagon Says Predator Drone Not Flying Over Syria’s Allepo When Aid Convoy Hit

    The US Defense Department has refuted Russia’s accusations of US-led coalition drone flying over Syria’s Allepo where an aid convoy was attacked, Pentagon spokesman Adrian J.T. Rankine-Galloway told Sputnik on Wednesday.

    Lavrov wants work on lists of terrorist organizations to be resumed

    „It is time for all to stop excusing the enemies of peace, those who refuse to fulfil agreements and UN resolutions,“ Russian Foreign Minister has said

    Lawrow entschuldigt sich: Abkommen mit USA zu Syrien-Regelung noch nicht publik

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich in einer Ministersitzung des UN-Sicherheitsrates dafür entschuldigt, dass die von Russland und den USA am 9. September erzielten Vereinbarungen noch nicht veröffentlicht sind.

    US Making Preparations for Possible Military Cooperation With Russia in Syria

    ‚All preparations were being made‘ for US-Russia cooperation under the Syria ceasefire deal, John Kerry said during a UNSC meeting in New York.

    Attack on Syrian Army is ‚Case of Pentagon Trying to Show State Dept Who’s Boss‘

    Commenting on Saturday’s attack by US-led coalition fighter jets against Syrian army forces in the besieged city of Deir ez-Zor, respected Middle East expert Evgeny Satanovsky told Russian media that he couldn‘t help but get the feeling that the attack was no accident, but rather a consequence of Washington’s incoherent Syria policy.

    ‚Stab in the Back‘: What Awaits Syria After American ‚Friendly‘ Fire

    With the Syrian government announcing the end of the ceasefire on Monday after the US-led coalition’s air strike on Syrian government troops, the big question is how the situation will develop in Syria in the immediate future, according to RIA Novosti political analyst Alexander Khrolenko.

    Aircraft carrier to reinforce combat capabilities of Russian task force in Mediterranean

    According to Defense Minister Sergey Shoigu, the Russian task force in the Eastern Mediterranean currently includes at least six combat ships

    Iran, Turkey May Play Key Role in Regional Fight Against Terrorism

    Turkey and Iran may play a crucial role in the counterterrorism fight in the Middle Eastern region, Iranian President Hassan Rouhani said.

    Turkey Hopes to Normalize Ties With Egypt as PM Plans to Find Ankara Friends

    Restoring relations with Egypt remains one of the Turkish government’s top priorities, Fevzi Sanverdi of Turkey’s ruling Justice and Development Party told Sputnik.

  62. 62 Nestor 22. September 2016 um 12:10 Uhr

    Ich frag mich, was für Folgen das auf den US-Wahlkampf haben wird, wenn der Präsident und sein Außenminister vom Pentagon sozusagen als bedeutungslose Hampelmänner vorgeführt werden, deren Abmachungen kein Gewicht in der Welt haben?

    Kann Killary dann versichern: mit mir kann das nicht passieren, weil ich mach sowieso immer das, was der Pentagon und die Waffenindustrie mir anschaffen!

  63. 63 Tibulski 22. September 2016 um 14:44 Uhr

    Russia does not rule out strikes against Jaysh al-Islam and Ahrar Al-Sham

    Moscow also believes that Washington’s proposal on banning flights in Syria can’t be working

    ‚Significant Differences Remain‘ Between Russia and US Over Syria Plan

    Russia and the United States continue to stay fundamentally at odds over plans to resolve the Syrian crisis, Russian Deputy Foreign Minister Sergei Ryabkov said Thursday.

    Russia Not Backing Out of Syria Ceasefire Pact With US

    Russia is not backing out of an agreement on an expired week-long ceasefire in Syria, Russian Deputy Foreign Minister Sergei Ryabkov said Thursday.

    Lavrov holds series of contacts with Kerry to discuss Syrian settlement

    During a phone conversation, which occurred on the American side’s initiative, and the meeting that followed as part of delegations, problems of Syrian settlement continued to be discussed

    Kerry’s ‚Parallel Universe‘ in Syria Revealed in ‚Scant, Factless Show‘

    Russian Foreign Ministry spokeswoman Maria Zakharova has repudiated the address given by the US Secretary of State at the UN Security Council regarding Syria, calling it a „show for the mass media and millions of people“ where „he confessed he is in parallel universe in Syria“; meanwhile political analysts suggest what else could be behind it.

    Gabriel: Putin hat kein Interesse, die Lage in Syrien zu verschärfen

    Bundeswirtschaftsminister Gabriel berichtet von seiner Begegnung mit Russlands Präsident Putin: Dieser habe ihm in einem sehr offenen Gespräch den Eindruck erweckt, kein Interesse an einer Verschärfung der Lage in Syrien zu haben. Putin soll sich demnach dafür ausgesprochen haben, dass Russland und die USA künftig UN-Hilfskonvois gemeinsam schützen.

    German Foreign Minister Calls for Temporary No-Fly Zone Over Syria

    German Foreign Minister proposed to introduce a no-fly zone over Syria, as quoted by the ministerial press service on Thursday.

    Nato: Keine Spekulation über Angriff auf UN-Hilfskonvoi in Syrien

    Nato-Generalsekretär Stoltenberg lehnt Spekulationen über den Angriff auf einen UN-Hilfskonvoi in Syrien ab. Es müssten zuerst die Fakten gesammelt und beurteilt werden. Tatsächlich ist aktuell nicht zu beurteilen, wer für den Angriff verantwortlich ist.

    US-Wortoffensive im Syrien-Streit: „Antwort auf Moskaus gerechte Vorwürfe“

    Angesichts des mangelnden Vertrauens zwischen Moskau und Washington wird es äußerst schwer sein, die syrische Waffenruhe-Vereinbarung zu reanimieren, prognostiziert der russische Analyst Georgi Bowt.

    Attack on Humanitarian Convoy in Syria ‚Provocation Aimed to Distract Attention‘

    Commenting on Monday’s attack on the humanitarian convoy in Syria, both Russian experts and representatives of the Syrian Arab Red Crescent, who escorted the convoy, agree that it was a provocation. Russian experts suggest it was aimed at distracting attention from an earlier attack on Syrian army positions by the US-led coalition.

    Syrien: USA unter Beweisdruck

    Das Blame-Game um den Angriff auf den UN-Hilfskonvoi führt vor, dass die US-Regierung in den Panik-Modus geraten ist

    „Die US-Regierung verfällt in Syrien in einen Panikmodus. Der Grund dafür ist weniger im Verhalten Russlands zu suchen als im Verhalten der Opposition. Zu beobachten war der Panikmodus beim gestrigen Auftritt des US-Außenministers Kerry vor dem Sicherheitsrat. Dort ging es um die Krise in Syrien und Kerry verlor seine Contenance.

    Es war ein hitziger, hemdsärmeliger Auftritt, bei dem er die Mitglieder des Sicherheitsrates mit „folks“ ansprach. Das sollte bedeuten: genug der Formalitäten und der damit verbundenen Rücksichten, hier kommt Klartext. Kerry sagte (hier im ◥vollständigen Wortlaut), er habe das Gefühl, dass sein russischer Kollege Lawrow, einschließlich dessen Umgebung, „in einer Art Paralleluniversum leben“, was Syrien angeht.

    Kerry: Wir brauchen ein Flugverbot für die syrische Luftwaffe

    Er begründete dies in erster Linie damit, dass Lawrow gesagt habe, man solle ohne Vorbedingungen reden. Und in zweiter Linie mit dem Vorwurf, dass die russische Regierung die Wahrheit verdrehe und getroffene Abmachungen vereitle. Als weitere Spoiler des Prozesses zur Eindämmung der Kriegshandlungen nannte Kerry im Lauf seiner Ausführungen die syrische Regierung, wie auch die Opposition und – in Andeutungen – ungenannte Proxystaaten. Das ist wichtig.

    Denn es gibt eine Vorbedingung jeglicher Gespräche über einen Friedens-oder Transformationsprozess in Syrien, von welcher der öffentliche und strategische Erfolg dieser US-Regierung abhängt. Es ist die Einrichtung von Zonen, in denen die syrische Armee keine Luftangriffe fliegen darf. Die Einrichtung einer Art No-Fly-Zone war schon in den ersten Konzepten, die bekannt wurden, zentral (vgl. ◢Putin und Kerry: Keine Einigung über Vorgehen gegen al-Nusra).

    Wie wichtig dies ist, untermauerte Kerry gestern erneut an mehreren Stellen seiner Rede, sehr deutlich, drängend und hemdsärmelig:

    So we need to get to the prohibition on flying, my friends.

    Das ist das Gravitationszentrum der Rhetorik Kerrys. Darum kreisen seine Vorwürfe gegen die syrische Regierung und Russlands Militäreinsatz auf verschiedenen Ebenen. Sie werden allesamt von breiter Medienbegleitung unterstützt, so kann man sie anhand von Medienschlagworten aufzählen: der Fassbombenvorwurf (Barrel Bombs), der Vorwurf der Bomben auf Krankenhäuser und der Vorwurf der Bomben auf den UN-Hilfskonvoi.

    Ihnen gemeinsam ist der Vorwurf einer Brutalität ohnegleichen. In den Medienberichten zu den Bombardements taucht regelmäßig die Androhung einer Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen auf.

    Appell an das Gefühl, nicht an den Verstand

    Wer da noch etwas gegen Flugverbotszonen für die syrische Luftwaffe in ihrem Hoheitsgebiet einzuwenden hat, muss ein unbelehrbarer, hartherziger, zynischer Ideologe sein. Das ist der emotionale Schluss, den der überwiegende Teil der Berichterstattung und ihre Bilder aufdrängen.

    Kerrys Rede ist genau darauf ausgerichtet, er appelliert an Mitgefühl mit der syrischen Bevölkerung und entfacht die Wut auf die „Bombenwerfer“. Dabei achtet er sehr darauf, wichtige Akteure im Hintergrund zu lassen, die aber unbedingt in das vollständige Bild hineingehören.

    Aber Kerry beansprucht, von Fakten zu reden. Er kündigt die Lieferung von Fakten an, in der gestrigen Rede Fakten über Angriffe auf Krankenhäuser in Syrien. Man muss darauf warten. Auch beim aktuellen Erregungsanlass, dem Angriff auf den Hilfskonvoi.

    Das Weiße Haus hatte gestern über den Spezialisten für strategische Kommunikation, Ben Rhodes, schwere Vorwürfe an Russland gerichtet: Es seien nach vorläufigen, aber auf Aufklärung beruhende Erkenntnissen, russische Flugzeuge gewesen, die den UN-Hilfskonvoi aus der Luft angegriffen haben (◢Angriff auf den Hilfskonvoi: Russland unter Verdacht). Die Beweise dafür blieb er schuldig.

    Russland hielt den Anschuldigungen von Anfang an entgegen, dass weder russische noch syrische Flugzeuge den Konvoi angegriffen hatten. Kerry legte in seiner Rede nach. Die Vertreter Russlands hätten widersprüchliche Aussagen gemacht, sie würden die Sache verdunkeln („obfuscating facts“). Bei seinen Vorwürfen ging Kerry, um es gelinde auszudrücken, nicht sehr präzise vor.

    Kerrys Vorwürfe gegen Russland

    Er warf dem Kreml-Sprecher Dmitry Peskov vor, dass er behauptet habe, der Angriff auf den Konvoi sei „irgendwie notwendig gewesen als Reaktion auf einen Angriff der al-Nusra“. Eine solche Äußerung findet sich nicht in offiziellen Mitteilungen des Kreml-Sprechers. Hat er sie im persönlichen Gespräch mit Kerry gemacht?

    Seit der ersten offiziellen Stellungnahme hatte Russland erklärt, dass es keinen Angriff auf den Konvoi geflogen habe.

    Später, so Kerry, habe Russland eine andere Version geboten. Das Verteidigungsministerium habe behauptet, dass ein Milizen-Fahrzeug mit einem Mörser den Konvoi begleitet habe. Dafür habe man aber keine Beweise gesehen.

    Das russische Verteidigungsministerium hatte Luftaufnahmen veröffentlicht, auf dem ein solches Fahrzeug samt Anhänger zu sehen war, das neben den Lastwagen entlang fuhr.

    In jedem Fall, so Kerry, würde das noch nicht eine Verletzung der Waffenruhe bedeuten, womit er Recht hat – und Unrecht. Denn nicht umsonst hatten die USA und Russland in ihren Abmachungen bestimmt, dass neuralgische Versorgungspunkte frei sein müssten von militärischer Präsenz. Nun ist die Straße zwischen Idlib und Aleppo konkret als ein solcher Punkt ausgewiesen, aber sie ist auf der Versorgungslinie nach Ramuseh, das ausgewiesen ist. Die Präsenz von Milizen verstößt gegen das, worauf die Abmachung abzielt: die ungestörte Versorgung.

    Dann argumentiert Kerry damit, dass ein Mörser, der sich allem Anschein nach auf dem Anhänger des Fahrzeugs befand, niemals den Schaden anrichten könnte, der bei den Trucks verursacht wurde.

    Das appelliert an die Naivität seiner Zuhörer. Das hat nämlich niemand behauptet. Das Argument soll Glauben machen, dass das Fahrzeug das einzige seiner Art war. Die Gegend wird von Milizen kontrolliert. Wenn Kerry von Waffenfeuer spricht, das zum Zeitpunkt des Abladens der Hilfsgüter zu hören war und von Zeugen berichtet wurde, so kann das als Hinweis gesehen werden, dass dort nicht nur eine einzige Artillerie feuerte.

    Russland kündigt Untersuchung an – „Kerry verdreht Worte“

    Von russischer Seite wird Kerry entgegengehalten, dass er ◥Aussagen verdreht habe. Man kündigt eine genaue Untersuchung an und will Fakten beibringen. Auch Lawrow äußerte sich entsprechend. (…)

    Die Nutznießer: Al-Nusra, Ahrar al-Sham und Verbündete

    Nutznießer davon sind die USA und die Oppositionsallianzen um die al-Nusra-Front und Ahrar al-Sham. Die USA, weil mit der Erregung über den Angriff auf den Konvoi ihr – ob ◥absichtlich oder irrtümlich, in jedem Fall waghalsiger – Bruch der Waffenruhe in Deir ez-Zour überdeckt wird. Ebenfalls überdeckt wird mit dieser Aufregeung ein politisches Versagen, nämlich die Banden der Opposition unter Kontrolle zu bringen.

    Der Angriff auf den Konvoi ereignete sich just zu dem Zeitpunkt, als die Sache mit dem US-Einfluss auf die Opposition kritisch wurde. Die „gute“ sollte sich von der „bösen“ trennen, amerikanisch-russische Angriffe sollten vorbereitet werden. Doch gab es keinerlei auffällige Separationsbewegungen.

    Die Frage, wie groß der Einfluss der USA auf die Gruppen bzw. ihre Sponsor- oder Schutzmächte in der Türkei, in Saudi-Arabien oder in anderen Golfstaaten ist, wurde drängender. Daher auch der Verweis Kerrys in seiner Rede darauf, dass die Proxis nicht richtig mitspielen beim Friedensprozess.

    Man könnte sich auch Fragen dazu stellen, wie groß der Wille der USA überhaupt war oder ist, diese Trennung durchzusetzen. Sie läuft nämlich gegen die Interessen ihrer Partner. An der Separation aber hängen der Erfolg der Waffenruhe und damit der Friedensprozess.

    Der Fluch der bösen Tat

    Die Oppositionsführer, um die sich, wie sich zeigte, mindestens drei Viertel aller Milizen sammeln, al-Nusra und Ahrar al-Sham, machten schnell deutlich, dass sie nicht gewillt sind, sich an die Waffenruhe und die anderen Abmachungen zu halten. Vertreter der Opposition erklärten zudem, dass sie auch ◥gegen die Hilfslieferungen seien. Sie wollen einen militärischen Erfolg, nämlich den Abzug der syrischen Truppen aus „Belagerungspositionen“ im Südwesten Aleppos.

    Das Interesse der bewaffneten Opposition an der Sabotage der ersten Hilfslieferung ist weitaus größer und deutlicher als das Interesse der syrischen Regierung oder der russischen.

    Es ist der „Fluch der bösen Tat“, wie dies der Journalist Peter Scholl-Latour so genannt hat, mit dem die USA zu kämpfen hat und weshalb sie nun mehr und mehr in einen Panikmodus gerät.

    Ob direkt über die ◥CIA oder indirekt über die Partner, zuvorderst Saudi-Arabien und die Türkei, sie haben sich seit mehreren Jahren in Syrien eingemischt und dabei auf eine Seite gesetzt, die das Land zu einem Pandämonium gemacht hat: islamistische Gegner der syrischen Regierung, die mit US-Unterstützung einen Dschihad angefangen haben, den die USA nicht mehr eindämmen können.

    Das späte Erwachen

    Kerry ist spät aufgewacht und hat erst vor ein paar Wochen damit angefangen, die die al-Nusra-Front als das zu bezeichnen, was sie ist eine al-Qaida-Terrorgruppe. Noch immer aber lässt er eine Miliz, so gut es ihm möglich ist, aus dem Bild heraus: Ahrar al-Sham. Die Gruppe erklärte vor ein paar Tagen, dass eine Zusammenarbeit mit der Türkei vollkommen ◥mit ihren Grundsätzen vereinbar ist. Das ist nicht überraschend, aber dennoch signifikant. Demnächst wird die kämpferische Allianz zwischen der Türkei und den „syrischen Taliban“ mit al-Qaida-Anschluss offiziell.

    Der Schluss daraus: Die Milizen folgen ihrem eigenen Ziel, der „islamistischen Revolution“ in Syrien, im Klartext, dem Dschihad gegen die Regierung Bashar al-Assad. Dass nun die Regierung in Damaskus nicht sonderlich darauf erpicht ist, diese Gruppen zu verschonen, ist nachvollziehbar, ebenso wie der Argwohn gegen deren Tricks der Verschleierung und der Bildung neuer Einfallschneisen in Syrien, etwa mit Einrichtung einer Flugverbotszone und Schutzräumen, worauf die Türkei seit Monaten drängt.

    Wenn nun die Milizen, konfrontiert mit der Aussicht, bombardiert zu werden oder eroberte Gebiete aufzugeben, stattdessen auf ihre militärische Eigenmächtigkeit und bessere Bündnispartner als die USA setzen, so schwimmen der Regierung in Washington die Felle weg. Der Norden Syriens ist das Einflussgebiet, das man in Washington halten wollte, allein schon, um Russland Paroli zu bieten und den Kritikern im Homeland. Das geht nur mit einer Opposition, die sich auch entsprechend untertänig verhält. Das tut sie nicht. Sie gibt sich auch nicht mehr den Anschein.

    So trägt sie auch nicht zu einem diplomatischen Erfolg bei, der Obamas Murks in Syrien ein bisschen verschleiert hätte.“

  64. 64 Tibulski 22. September 2016 um 17:39 Uhr

    Russian ambassador to UN says there is progress in Lavrov-Kerry talks on Syria

    The Russian Foreign Ministry said earlier that Lavrov and Kerry had already met several times in New York

    US Still Blames Russia for Aleppo Convoy Attack Despite No Evidence

    Joe Dunford stated that Russia is responsible for the destruction of a UN/Syrian Arab Red Crescent (SARC) humanitarian convoy in Aleppo while admitting that he did not know who carried out the attack.

    Russia Strongly Objects to No-Fly Zone in Syria

    Russia is categorically against implementing a no-fly zone in Syria, Russian Deputy Foreign Minister Sergey Ryabkov said Thursday.

    The War of Nerves and Worlds: US Has ‚No Will‘ to Join Russia in Syria

    As the Russia-US brokered ceasefire agreement in Syria comes under threat after recent attacks on the humanitarian convoy and the Syrian army positions, Russian experts analyze what are the chances for the UN Security Council resolution to support the deal; meanwhile President Assad says that the US „has no will“ to join Russia in Syria.

    LAVROV MAKES HISTORY: ‚Ceasefires‘ were bogus, nixes future ‚unilateral measures‘ [VIDEO]

    RUSSIA‘S COUNTER-BLOW: Info War victory and the destroyed Aid Convoy

    RUSSIA CONFIRMS: UN convoy explosion was a US diversion

  65. 65 Tibulski 22. September 2016 um 23:31 Uhr

    US State Dept. Publishes Text of Syria Ceasefire Deal After Leaks

    The US Department of State published the text of the Syrian ceasefire deal reached with Russia.

    US, Russia Discuss Need to Enhance Measures to Avoid Incidents Over Syria

    Pentagon press secretary Peter Cook said that US Department of Defense and Russian Ministry of Defense officials held a phone conference to discuss avoiding future misunderstandings and accidents in the air space above Syria.

    International Syria Support Group may be close to reaching agreement

    Vitaly Churkin said though that „certain difficulties“ were being created by the US partners

    Turkey Certain Syria Support Group to Decide on Ceasefire, Humanitarian Aid

    Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu stated that International Syria Support Group (ISSG) will reach a decision on the Syrian ceasefire and aid assistance to the country on Thursday.

    Russian defense ministry confirms US drone was present in area of attack on UN convoy

    The Russian Defense Ministry also has proof the drone took off from Turkey’s Incirlik air base

    Syrian Army Announces Major Offensive Against Terrorists in Eastern Aleppo

    Syrian government forces have launched a major operation against terrorists in the eastern outskirts of Aleppo.

    US ‚Betrayal‘ in Syria Lead Moscow and Damascus to Develop New Strategy

    Hawks in the US foreign policy establishment appear to have succeeded in their effort to rip the Russian-US Syrian ceasefire agreement to shreds. However, according to independent political observer Albert Naryshkin, the ‚war party‘ should remember the proverb ‚be careful what you wish for…‘, because Moscow and Damascus aren‘t backing down.

    „Nicht mit Kurden“: Türkei stellt Bedingungen für Befreiung von Rakka

    Sollten kurdische Selbstverteidigungseinheiten mit dabei sein, wird Ankara nicht an der Rückeroberung der IS-Hochburg Rakka teilnehmen, wie der Pressesprecher des türkischen Staatschefs, Ibrahim Kalin, äußerte.

    Waffen für die YPG

    USA erwägen erstmals, kurdische Volksverteidungseinheiten direkt mit Waffen zu versorgen

    __________

    Aus der Gerüchteküche:

    U.S. Coalition Intelligence “Operations Room” Inside Syria, Destroyed by Russian Missile Attack: Thirty Israeli, American, British, Turkish, Saudi, Qatari Intelligence Officials Killed, Report

    „The US and its allies had established a Field Operations Room in the Aleppo region integrated by intelligence personnel. Until it was targeted by a Russian missile attack on September 20, this “semi-secret” facility was operated by US, British, Israeli, Turkish, Saudi and Qatari intelligence personnel.

    According to Fars News, this intelligence facility was attacked by Russia in the immediate wake of the US Air Strikes against Syrian SAA forces at Deir Ezzor in support of the ISIS-Daesh terrorists. “The Russian warships stationed in Syria’s coastal waters targeted and destroyed a foreign military operations room, killing over two dozen Israeli and western intelligence officers”

    “The Russian warships fired three Caliber missiles at the foreign officers’ coordination operations room in Dar Ezza region in the Western part of Aleppo near Sam’an mountain, killing 30 Israeli and western officers,”

    The operations room was located in the Western part of Aleppo province in the middle of sky-high Sam’an mountain and old caves. The region is deep into a chain of mountains.

    The Fars report conveys the impression that the Operations Room was largely integrated by Israelis. In all likelihood, the US was “calling the shots” and the facility was coordinated by Washington’s regional allies, in close liaison with (and on behalf) of the US military and intelligence apparatus.

    With the exception of the Fars report and Sputnik Arabic, this Russian attack directed against a US-led coalition intelligence facility has not made the headlines. In fact there has been a total news blackout. The accuracy of the Fars report is yet to be fully ascertained.

    What is significant is that the Operations Room situated in rebel held territory in the Aleppo region is manned by the main state sponsors of ISIS Daesh and Al Qaeda inside Syria, namely the US, UK (largely involved in the air raids), plus four countries of the region: Turkey, Saudi Arabia, Israel and Qatar. The respective roles of the four regional countries relating to recruitment, training, logistics and the financing of terrorism have been amply documented. (…)

    The Operations Room in the Aleppo region was used to coordinate actions on the ground, drone surveillance as well as air-strikes. According to the Fars report, the intelligence personnel assigned to the US led coalition Operations Room destroyed by Russia was involved in coordinating US and allied sponsored terrorist attacks in Aleppo and Idlib. In all likelihood, the Operations Room destroyed by Russia was also involved in the planning and implementation of the Deir Ezzor attack by the US Air force against Syrian SAA forces, carried out in the immediate wake of the Geneva ceasefire agreement.

    The Syria based “Operations Rooms” were also in liaison with US and allied command as well as Special Forces on the ground (including Western military personnel hired by private mercenary companies) embedded within the various rebel terror groups including ISIS-Daesh and Al Nusra.

    The existence and location of the Aleppo region Operations Room facility must have been known and (until recently) tolerated by both the Syrian government and the Russian military. And until recently no action was taken.

    According to the Fars News Agency report (yet to be fully confirmed), it would appear that Moscow chose to target the Aleppo region (“semi-secret”) Operations Room in the immediate wake the Pentagon’s decision to order the USAF airstrikes against Syrian government forces involved in combating the ISIS-Daesh terrorists in Deir Ezzor.

    The Russian attack against a US-NATO intelligence facility reported by Fars News Agency has not been picked up by the media, nor has it been acknowledged at the official level.

    Assuming that the Fars New Report is accurate, the Russian attack against the US led coalition operations room has significant implications. Does it create a precedent? Russia attacks a US-led intelligence facility in reprisal for the Deir Ezzor attack against Syrian forces

    It constitutes a potentially dangerous watershed in the evolution of the war on Syria, which should be seen within the broader context of military escalation.

    Yet at the same time the Operations Room is an undeclared intelligence facility. Washington has not acknowledged it and Moscow has not provided an official confirmation of the attack. The Russian media is mum on the subject and so is Washington. Neither side has interest in making this issue public.“

    Einem weiteren Gerücht zufolge, wurden bei dem Angriff auf die SAA-Einheiten in der seit zwei Jahren belagerten Stadt Deir ez-Zor auch einige (3-7?) russische Soldaten/Geheimdienstler getötet, die dort gefangene IS-ler verhört hatten. Als unmittelbare Konsequenz dieser Aktion soll dann der Angriff der russischen Schiffe auf das Kommanozentrum erfolgt sein.

    Es wird gemutmaßt, dass der Wutausbruch von Samantha Powers, der offenbar alle diplomatischen Usancen verletzt hat, nicht zuletzt auf diese Vorgeschichte zurückzuführen ist.

  66. 66 Nestor 23. September 2016 um 14:11 Uhr

    Ich finde die Rede von Kerry vor der UNO beachtlich. Er hat die Waffenruhe ausgehandelt, und nachdem sie von den USA gebrochen wurde, sich als Russenfresser zu erkennen gegeben.

    Man fragt sich, war das Abkommen von Anfang an von Seiten der USA nicht ernst gemeint? Oder haben die internen Streitereien in der US-Führung zu einem Richtungswechsel im Außenministerium geführt? Wollen Kerry und Obama nicht als Hampelmänner an der Strippe des Pentagon vorgeführt werden, obwohl sie sich so genau als solche präsentieren?

    Was die Geschichte mit der bombardierten Kommandozentrale betrifft, so haben die USA damit ein Stück weit Kontrolle über die Vorgänge in Syrien verloren – sofern die Geschichte stimmt.
    Es scheint sich hier eine Arbeitsteilung zwischen Rußland und dem Iran abzuzeichnen, wo die iranische Nachrichtenagentur zu einem Sprachrohr für die wirklich heißen News wird.

  67. 67 Tibulski 23. September 2016 um 20:01 Uhr

    Ich muss (vorläufig) erst mal Schluss machen.

    Ciao.

  68. 68 Tibulski 30. September 2016 um 12:14 Uhr

    USA erwägen den direkten Kampf gegen Russland in Syrien

    Die US-Regierung erwägt einem Bericht des WSJ zufolge, die CIA zu ermächtigen, syrische und russische Artilleriepositionen mit schwerem Kriegsgerät anzugreifen. Damit würde der Krieg in Syrien zu einer direkten militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland.

    „Die dpa meldet wörtlich:

    „Nach Informationen des Wall Street Journal wird in der US-Regierung diskutiert, ob der Geheimdienst CIA und seine regionalen Partner Waffensysteme liefern sollten, mit denen Rebellen syrische und russische Artilleriepositionen aus größerer Entfernung angreifen könnten. Überlegt werde auch, ob Verbündeten in der Region wie der Türkei oder Saudi-Arabien grünes Licht gegeben werden sollte, Rebellen mit stärkeren Waffensystemen auszurüsten. In der Diskussion ist nach demnach auch die Lieferung von Flugabwehrsystemen.“

    Diese Meldung ist bemerkenswert: Zum einen wird damit mittlerweile offen eingeräumt, dass die CIA in Syrien für die Koordination der Söldner-Milizen zuständig ist. Der Begriff „Rebellen“ ist in diesem Zusammenhang irreführend: In Syrien kämpfen islamistische und internationale Söldner aus 40 Ländern, um die Regierung von Baschar al-Assad zu stürzen. Bisher war es im Völkerrecht üblich, dass militärische Einsätze in anderen Ländern nur mit Zustimmung der rechtmäßigen Regierung oder im Rahmen eines UN-Mandats erfolgen dürfen. Dass ein Geheimdienst, der in seinen Operationen keiner demokratischen Kontrolle oder Legitimation, im Auftrag anderen Staaten in Kampfhandlungen in andere Staaten eingreifen kann, sieht das Völkerrecht nicht vor.

    Interessant ist auch, dass die Amerikaner offiziell die Türkei und Saudi-Arabien bevollmächtigen wollen, in die Kämpfe einzugreifen.

    Die dpa schreibt in diesem Zusammenhang, dass der Einsatz von schweren Waffen ausdrücklich auch gegen Russland und Syrien erfolgen soll. Bisher war der offizielle Kriegsgrund der Kampf gegen die Terror-Miliz IS. Sollte die von den USA geführte Allianz tatsächlich gezielt russische Flugzeuge abschießen, käme das einer Kriegserklärung gleich.

    Saudi-Arabien drängt bereits seit längerem auf den Einsatz von Luftabwehrraketen – hat sich aber bisher bedeckt gehalten, zumindest, was die direkte Aggression gegen Russland anlangt.

    Außenminister John Kerry hat die Eskalation verbal vorbereitet und angedroht, die Gespräche mit Russland abzubrechen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach am Donnerstag mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Was dabei wirklich besprochen wurde, ist unbekannt. Die offiziellen Statements der Bundesregierung wiederholen die allgemeinen Positionen, die auch von der US-Koalition vorgebracht werden. Allerdings hielt sich Merkel mit einer direkten Kritik an Russland zurück. Sie forderte nach deutschen Angaben Putin auf, sich für einen Waffenstillstand einzusetzen. Putin sagte nach Kreml-Angaben, dass die USA als Partner Russlands ihrer Verpflichtung nachkommen müssten, die moderate Opposition und Terroristen zu trennen. Moskau werde sich seinerseits weiter für einen stabilen Waffenstillstand und die Verbesserung der humanitären Lage einsetzen.

    Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die von Russland unterstützte Offensive des syrischen Regimes und dabei gemeldete „eklatante Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht“ seien nicht hinnehmbar. Die seit Monaten andauernden Verstöße gegen das Völkerrecht durch die US-geführte Allianz erwähnte Seibert nicht. Russland hat zumindest formal eine rechtliche Grundlage, weil die syrische Regierung Russland im Kampf gegen den IS um militärischen Beistand ersucht hat.

    Russland ist beim Kampf um Aleppo zu zweitägigen Feuerpausen zur Versorgung der Zivilbevölkerung bereit. In einer siebentägigen Waffenruhe könnten terroristische Kräfte sich umgruppieren, sagte Vizeaußenminister Sergej Rjabkow in Moskau. Die USA fordern Pausen von sieben Tagen.“

  69. 69 Tibulski 30. September 2016 um 21:48 Uhr

    Losing in Syria, US Resorts to Threatening Russian Cities With Terror Attacks

    Washington looks to have shifted its approach to Russia to language of intimidation and threats. On Wednesday, US State Department Spokesman John Kirby said that if the Syrian army’s offensive does not stop, Russian cities may be faced with the threat of terror attacks. Russian terrorism experts respond, commenting on the implicit threat.

    Lawrow zu US-Erklärung über eventuelle Anschläge in Russland: „Unannehmbare Drohung“

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die jüngsten Erklärungen der USA über mögliche Terroranschläge in Russland im Zusammenhang mit dessen Operation in Syrien als eine „unannehmbare Drohung“ zurückgewiesen. „Möglicherweise ist das ein Signal an jene, die das tun wollen“, sagte Lawrow am Freitag in einem Interview des TV-Senders BBC World.

    Lawrow: USA planen womöglich Einsatz der Terroristen gegen Assad

    Moskau schließt nicht aus, dass die USA Terroristen in Syrien im Rahmen des „Plans B“ zum Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad einsetzen wollen. Die USA hätten es bislang nicht geschafft, die moderate Opposition von den Terroristen abzugrenzen, sagte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Freitag in einem Interview des TV-Senders BBC World.

    USA schließen neue Sanktionen gegen Russland wegen Syrien nicht aus

    Die USA schließen neue Sanktionen gegen Russland wegen seines Kurses in Syrien nicht aus. „Das ist eine der Varianten, die wir prüfen“, sagte US-Außenamtssprecher Mark Toner am Freitag in Washington, ohne auf Details einzugehen.

    Brutalste Heuchelei

    Die westliche Öffentlichkeit und Aleppo

    Raketen für den Jihad

    Berichte über eine womöglich beginnende Aufrüstung der Aufständischen in Aleppo mit schultergestützten Luftabwehrraketen begleiten die Forderungen Berlins nach einer Erneuerung des Waffenstillstands. Die syrische Regierung und Moskau müssten umgehend zu einer Feuerpause zurückkehren, fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel: Die Kriegsgewalt in Aleppo sei unerträglich. Während die Kämpfe immer blutiger werden, war der Waffenstillstand von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil bedeutende aufständische Milizen – Parteigänger des Westens – ihn nicht mittrugen und die Kämpfe weiterführten. Auch verweigerten sie sich einem Hauptelement der Waffenruhe, indem sie die Forderung zurückwiesen, nicht mehr gemeinsame Sache mit Al Qaida bzw. deren syrischem Ableger Jabhat al Nusra/Jabhat Fatah al Sham zu machen. Die Forderung galt als besonders wichtig, weil Al Qaida, wie Experten seit Monaten warnen, dabei ist, ein Jihadisten-Emirat im Norden Syriens aufzubauen. Angesichts der möglichen Eroberung Aleppos durch die syrischen Regierungstruppen zieht Washington nun eine Belieferung der mit Al Nusra kooperierenden Rebellen mit „Manpads“ in Betracht, wie sie ehedem die afghanischen Mujahedin im Krieg gegen die sowjetischen Truppen erhielten. Weil die eigenen Favoriten davon profitieren, schweigt Berlin – obwohl die Raketen bei Al Qaida landen könnten.

  70. 70 Tibulski 01. Oktober 2016 um 12:39 Uhr

    Pentagon ‘Silent’ Coup Undermines US-Russia Engagement on Syria

    Senior US military officials secretly worked to sabotage efforts to cooperate with Russia on implementing a ceasefire in Syria, former White House National Security Council advisor Gwenyth Todd told Sputnik.

    „What we have here is like a silent US military coup,“ Todd stated when asked why US-Russian cooperation on Syria fell apart.

    Anti-Russian hawks within the Defense Department, Todd claimed, undermined cooperation with Russia and prevented the US government from no longer insisting on Syrian President Bashar Assad’s departure.“

    John Kirby’s Terrorist Blackmail: Bluff, Threat, or just Hillary Clinton?

    „There are persistent rumors among well-informed people involved in Russian politics that the Americans received an unexpected surprise in the form of their secret coordination center in Syria being bombed as a response to their recent bombardment of Syrian troops. This symmetrical response is given special intensity given that, according to unofficial information, this strike ended the lives of many American, Saudi, and Israeli officers who had long been working in Syria even though their presence was not officially recognized by anyone.

    In these circumstances, they [the US] didn’t want to accuse Russia of doing something of the sort, but wanted to say something bad. And here Mr. Kirby, in such a sophisticated way, promised to avenge his fallen comrades. Let’s recall that Kirby is not a career diplomat, but a former soldier, so this version holds water.“

    Threatening ‘Body Bags’: Is All-Out War Between Russia and the US on its Way?

    US State Department spokesman John Kirby has made strong statements of late regarding Russia’s involvement in Syria, claiming that if Russia will not cooperate with the US, Moscow will keep sending troops home in “body bags.”

    „At the daily media briefing on Wednesday, former Pentagon Press Secretary and current State Department spokesperson John Kirby said: „The consequences are that the civil war will continue in Syria, that extremists and extremist groups will continue to exploit the vacuums that are there in Syria to expand their operations, which will include, no question, attacks against Russian interests, perhaps even Russian cities, and Russia will continue to send troops home in body bags, and they will continue to lose resources — even, perhaps, more aircraft,“ he said.“ (…)

    Russian Defense Ministry spokesperson Igor Konashenkov responded to Kirby’s statements, saying, „Concerning Kirby’s threat about the possible loss of Russian aircraft, and sending Russian soldiers home ‘in body bags,‘ I will say that we are well informed on where in Syria, including in Aleppo Province, and exactly how many ‘unadvertised‘ specialists are engaged in operational planning and commanding the militants.“

    „Naturally, one can continue to keep telling us they are stubbornly but ineffectually trying to separate Jabhat al-Nusra from the ‘opposition.‘ However, if there are attempts to make good on these threats, it is far from being a fact that the militants will have either body bags or time to save their skins,“ he added. (…)

    „The Pentagon effectively vetoed the decision from the political leadership, the State Department,“ he said.“

    The war against Syria: both sides go to “plan B”

  71. 71 Tibulski 03. Oktober 2016 um 22:02 Uhr

    Kerry Informs Lavrov of US Suspension of Engagement on Syria – State Department

    US Secretary of State John Kerry has notified Russian Foreign Minister Sergei Lavrov about the US decision to suspend engagement with Russia on sustaining a ceasefire agreement in Syria, US Department of State spokesperson Elizabeth Trudeau said in a press briefing on Monday.

    Außenamt: USA setzen Syrien-Kontakte zu Russland auf multilateraler Ebene fort

    Nach der Einstellung des bilateralen Dialogs mit Russland über eine Waffenruhe in Syrien will Washington Syrien-Kontakte zu Moskau auf multilateralen Ebene fortsetzen. Das erklärte US-Außenamtssprecherin Elizabeth Trudeau am Montag in Washington.

    US ADMITS BIG LOSS IN SYRIA: Leaked Kerry recordings expose fear of Russian victory

    Exposed: US Paid Over Half a Billion Dollars for Counterfeit Al-Qaeda Propaganda

    It has been revealed by the Bureau of Investigative Journalism that the Pentagon paid at least $540 million to a UK public relations firm to produce fake Al-Qaeda videos as part of a clandestine propaganda campaign.

    Der hybride Krieg des Pentagon im Irak

    Für eine halbe Milliarde US-Dollar wurde eine britische PR-Agentur beauftragt, gefälschte Videos unter die Menschen zu bringen, um die Zuschauer verfolgen zu können

  72. 72 Tibulski 05. Oktober 2016 um 11:10 Uhr

    US-Regierung diskutiert offen über Krieg gegen Russland

    In der US-Regierung haben jene Kräfte Auftrieb erhalten, die umgehend mit Luftangriffen gegen die syrische Armee beginnen wollen. Ein hochrangiger General warnt vor einem „Krieg gegen Syrien und Russland“. Nun wird überlegt, wie die Angriffe „kinetisch“ durchgeführt werden könnten – also geheim. Die Situation ist gespenstisch.

    „Die Washington Post berichtet am Dienstag, dass die Geheimdienste und Teile des Pentagon nun versuchen, Obama dazu zu bringen, Luftangriffe gegen syrische Flughäfen zu starten. Die Post schreibt, „es bestehe nur eine geringe Aussicht, dass Obama dies bewilligen werde“. Daher haben anonyme „Offizielle des Außenministeriums, der CIA und des Generalstabs“ dem Auto der Post, Josh Rogin, erzählt, dass am Mittwoch beim nächsten Treffen Obamas mit seinen Sicherheitsberatern neue Vorschläge unterbreitet werden sollen: Eine Option sei es, „die Startbahnen der syrische Luftwaffe mit Cruise Missiles und anderen Langstreckenwaffen“ zu beschießen. Die Angriffe sollten von Flugzeugen der US-geführten Koalition und deren Kriegsschiffen gelauncht werden. Eine andere Möglichkeit sei die Bewaffnung der internationalen Söldner, die gegen Assad kämpfen.

    Ein Offizieller sagte der Post: „Ein vorgeschlagener Weg, um die Weigerung des Weißen Hauses betreffend Angriffen gegen das Assad-Regime ohne Beschluss des UN-Sicherheitsrats zu umgehen, könnte darin bestehen, dass die Angriffe verdeckt und ohne öffentliche Anerkenntnis“ gemacht werden können. Mit anderen Worten: Die Hardliner schlagen vor, einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu führen und die Öffentlichkeit darüber zu täuschen, dass dieser von US-Kräften ausgeführt wurde. Die Post berichtet, dass die CIA und der Generalstab diese Strategie unterstützen. Sie werde als eine „kinetische Operation“ bezeichnet. Auch der stellvertretende Vorsitzende des Generalstabs, General Paul Selva, unterstütze eine solche Variante. Damit habe die Idee nun deutlich mehr Unterstützer als noch vor einiger Zeit.

    Wie ernst die Lage ist, zeigt die Tatsache, dass die US-Regierung auch bereits die wichtigsten NATO-Partner konsultieren wird: Im Auswärtigen Amt in Berlin ist für Mittwoch ein Treffen mit den politischen Direktoren der Außenministerien der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Italiens zu Syrien geplant. Nach Angaben von US-Vertretern prüft Washington laut AFP auch die Verhängung von Sanktionen gegen Russland und Syrien, die bei einer internationalen Abstimmung besonders effektiv seien.

    Allerdings gibt es auch Gegner: Außenminister John Kerry soll sich laut Post dafür ausgesprochen haben, die Teams aus Genf noch nicht abzuziehen und den Gesprächsfaden mit Russlands Präsident Wladimir Putin aufrechtzuerhalten. Auch der Nahost-Sicherheitsberater Rob Malley und der IS-Sonderbeauftragte Brett McGurk, seien gegen eine militärische Eskalation.

    Der Autor des Artikels liefert schließlich seine Sicht der Dinge: Wenn die US-Regierung nichts unternehme, um gegen die Russen und Syrer vorzugehen, würde die „Verhandlungsposition der Regierung nach dem Fall von Aleppo“ aus „einer schwächeren Position“ heraus erfolgen.“

  73. 73 Nestor 05. Oktober 2016 um 20:46 Uhr

    Angesichts all dieser Drohungen tauchen bei mir 2 Fragen auf:

    1. haben die Russen nicht irgendwann Abwehrraketen aufgestellt, die sie bisher nur noch nicht eingesetzt haben? Oder war das ein Blöff?
    2. Wie kommt eigentlich die Türkei in dem ganzen Wahnsinn vor?
    Was macht ihre Offensive? Wo steht das türkische Militär, geographisch wie politisch?

    Was den Coup des Pentagon gegen die Regierung angeht, so war der nicht so „still“. Der eine militärische Häuptling hat doch sofort – laut! – gesagt, daß er sich nicht an das Abkommen zwischen Kerry und Lawrow halten wird.

  74. 74 Tibulski 05. Oktober 2016 um 21:35 Uhr

    1. Nein, das war kein Bluff. Die haben einiges an Flugabwehrtechnik vor Ort und zwar mit das Fortgeschrittenste was es so gibt weltweit. Die stellen sich nach den neuesten Ami-Drohungen aber auf weitere Eskalationen ein und haben in den letzten Tagen eine neue Version der S-300 zum Marine-Stützpunkt Tartus gebracht. Deren Besonderheit scheint zu sein, dass sie besser als die anderen Systeme für das Abfangen von cruise missiles taugt. Und das geht eindeutig auf US-Angriffs-Szenarien wie diese: „Eine Option sei es, „die Startbahnen der syrische Luftwaffe mit Cruise Missiles und anderen Langstreckenwaffen“ zu beschießen.“

    2. Die türkische Offensive ist offenbar ein wenig ins Stocken geraten und nicht mehr der Kindergeburtstag der ersten Tage. Die türkischen FSA-Proxis haben es mittlerweile nicht nur mit den Kurden zu tun, sondern jetzt auch mit Daesh-Gruppen. Ausserdem haben sich einige FSA-Untergliederungen abgeseilt, weil sie es ablehnen mit den Amis zusammen zu gehen.

    Als neueste Entwicklung haben türkische Flieger im Norden Aleppos kurdische Dörfer bombardiert mit vielen Toten – wurde von der westlichen Öffentlichkeit m.W. nicht einmal zur Kenntnis genommen. Interessant ist noch, dass bei den Kämpfen in dieser Region wieder SDF-Verbände gemeinsam mit der SAA gegen Daesh vorgehen.

    3. Zum „stillen Putsch“: Stimmt, der Generalstabschef Dunford hat öffentlich verkündet, dass er sich nicht an das vom US-Aussenministerium ausgehandelte Abkommen mit den Russen halten wolle. Das ist nicht weniger als eine Befefehlsverweigerung der Ami-Streitkräfte, also eigentlich eine Ungeheuerlichkeit. Und wieder interessiert das in der hiesigen Öffentlichkeit keine Sau. Ich würde mit nicht mehr wundern, wenn der Trump im Fall seiner Wahl einfach kassiert würde, mit der Begründung eines „nationalen Notstands“ – und das kaum mehr als ein Achselzucken hervorriefe. Die transatlantische Parteilichkeit ist offenbar wirklich unerschütterlich.

  75. 75 Nestor 05. Oktober 2016 um 21:42 Uhr

    Gegen die türkische Luftwaffe werden diese russischen Raketen aber offenbar nicht eingesetzt …

  76. 76 Tibulski 06. Oktober 2016 um 0:05 Uhr

    Was dafür spricht, dass es tatsächlich einen russisch-türkischen Deal gibt. Wobei (mir) allerdings unklar ist, wie weit der reicht und wo seine (sachlichen und geografischen) Grenzen liegen.

    _______

    RAISING THE STAKES: Putin slams US nuke threat with ultimatum (Rostislav Ishchenko)

    „Following the president of the Russian Federation’s decree on suspending Russia’s compliance with agreements with the US on the disposal of weapons-grade plutonium and the submission of the corresponding bill to the State Duma, disputes have begun in the media on whether this is connected to the rupture of the Syria deal. The second stumbling block is a question: Why is Russia, having known that the US has not fulfilled its part of the deal, only reacted now after a few years? (…)

    As for the Syria, this is not the first time, and not only in Syria, that the US concludes agreements only to disrupt their fulfillment and then conclude them again. The form of the Russian reaction is clearly not comparable to Washington’s public rejection of cooperation which, in fact, it has yet to do.

    I think that in order to understand the scale of this incident, it is necessary to pay attention to the fact that Putin has not simply taken Russia out of a contract. He has announced the possibility of returning to it, but he has furnished certain conditions.

    Let’s look at these conditions: (1) the US must lift all sanctions against Russia; (2) compensation should be paid not only for the losses from American sanctions, but also for the losses incurred by Russian counter-sanctions; (3) the Magnitsky Act should be repealed; (4) the US’ military presence in Eastern Europe should be sharply reduced; and (5) the US should abandon its policy of confrontation with Moscow. Only one word fits in determining the essence of Putin’s demands: “ultimatum.” (…)

    But Putin is not demanding any apologies or the release of a few prisoners, but for all of American policy to be changed, and still more for Russia to be compensated for losses due to the US’ sanctions. This is an unmeetable, humiliating demand. This demand essentially means complete and unconditional surrender in the hybrid war which Washington does not consider to be irreversibly lost. And there’s still all those indemnities payments and reparations. (…)

    And so, the first conclusion is: Putin has deliberately and demonstratively humiliated the US. He has shown that it is possible to talk tough to the US, even tougher than the US itself has gotten used to talking down to the rest of the world.

    How was this done? What did Putin actually react to? Did he actually think that the US would fulfill the Kerry-Lavrov deal and is now upset over what happened? Russia also knew that Washington has not been observing the plutonium deal for years, but Moscow has extracted serious profit from this for its nuclear industry by nearly becoming a global monopoly and is clearly not perturbed by the US’ technological backwardness preventing them from disposing of weapons-grade plutonium as stipulated in the agreement.

    Russia’s tough and almost immediate reaction followed the statements of the US Secretary of State’s spokesperson to the effect that Russia will have to start sending its troops home from Syria in body bags, is going to start losing planes, and that terrorist attacks will begin to plague Russian cities.

    In addition, the State Department’s statement was immediately followed by the Pentagon’s announcement that it is ready to launch a preventative nuclear strike on Russia. The Russian Ministry of Foreign Affairs also reported that Moscow knows about the US’ intention to launch an air war against Syrian government forces, which also means against the Russian contingent legally stationed in Syria.

    What else formed the background for Putin’s ultimatum?: The exercises from six months ago involving air and missile defense and strategic missile systems which practiced repelling a nuclear attack on Russia and then launching a responsive counter strike. Add to this the other day’s emergency exercises involving up to 40 million Russian citizens that inspected the readiness of infrastructure and civil defense structures for a nuclear war and provided additional information to citizens on the plan of action in the cause of “X hour.”

    If we take all of this together, then we can see that the US has long since informally frightened Russia with a nuclear conflict, and Moscow has regularly hinted that it is ready for such a turn of events and is not going to back down.

    However, given the end of Obama’s rule and lacking absolute confidence in a Hillary Clinton victory in presidential elections, the Washington hawks have decided to raise their bets once again. And now things have reached an extremely dangerous limit in which conflict begins to reach the stage of developing independently. At this stage, nuclear Armageddon could begin over any kind of incident, including due to the incompetence of some senior Pentagon officials or White House administrators.

    At this precise moment, Moscow has seized the initiative and upped the ante, but by moving the confrontation onto another plane. Unlike America, Russia is not threatening war. It is simply demonstrating its capability of giving a harsh political and economic response which can, in the event of further inappropriate behavior by the US, realize just the opposite of Obama’s dream: tearing apart Washington’s economy and financial system.

    In addition, with these actions, Russia has seriously undermined the international prestige of the US by showing the whole world that America can be beaten with its own weapons. The boomerang has come back. Given such dynamics and turn of events, we might see hundreds of representatives of the American elite at the dock in the Hague not only in our lifetime, but even before the next American president serves their first four-year term in the White House.

    The US has been given a choice. Either it will carry through with its threats and start a nuclear war, or it will accept the fact that the world is no longer unipolar, and begin to integrate into the new format. (…)

    Finally, Putin’s ultimatum is a response to all of those who were outraged that Russian tanks didn’t take Kiev, Lvov, Warsaw, and Paris in 2014 and pondered over what Putin’s plan could possibly be.

    I can only repeat what I wrote back then. If you are going to confront the global hegemon, then you have to be sure that you will be capable of responding to any of its actions. The economy, army, society, and state and administrative structures should all be ready. If everything is not fully ready, then one needs to buy time and build muscle.

    Now things are ready and the cards have been put on the table. Let us see what the US will respond with. But the geopolitical reality will never be the same. The world has already changed. The US has had the gauntlet publicly thrown down before it and they have not dared to pick it up right away.“

    Das ist/wäre mir neu: „In addition, the State Department’s statement was immediately followed by the Pentagon’s announcement that it is ready to launch a preventative nuclear strike on Russia.“

    Bundesregierung überlegt Sanktionen gegen Russland wegen Syrien

    Die Bundesregierung – notabene die SPD – macht sich gemeinsam mit den Grünen für neue Sanktionen gegen Russland stark. Als Anlass soll diesmal der russische Syrien-Einsatz gelten. Russland kämpft in Syrien gegen die Terror-Miliz -IS, die noch bis vor kurzem vom Westen als ernste Gefahr eingestuft wurde.

    „Der SPD-Politiker Gernot Erler hat sich sehr besorgt über eine militärische Eskalation zwischen den USA und Russland geäußert. „Nach der Entwicklung seit Montag im Syrien-Konflikt ist die Gefahr einer unmittelbaren Konfrontation zwischen den Vereinigten Staaten und Russland nicht auszuschließen“, sagte der Russland-Beauftragte der Bundesregierung am Mittwoch im ZDF-Interview. „Es gibt eine ganze Reihe von Signalen aus Russland, die zeigen, dass man im Augenblick vor keiner Konfrontation zurückschreckt.“

    Tatsächlich haben die USA erste Überlegungen angestellt, Russen und Syrer in Syrien mit sogenannten „kinetischen“ Angriffen zu überraschen.

    Erler nennt die Aussetzung des Plutonium-Vernichtungsabkommens ebenso wie die Stationierung von S300- und S400-Flugabwehr-Systemen in Syrien. Die sei eine Warnung an die US-Seite, nicht stärker militärisch in Syrien einzugreifen. „Das zeigt, es ist eine äußerst kritische Situation“, sagte Erler. Die US-Regierung werde darauf reagieren: „Wir hören aus Washington, dass dort im Augenblick ein militärisches Vorgehen neben den diplomatischen, geheimdienstlichen und wirtschaftlichen Optionen geprüft wird.“

    Diese Position ist bemerkenswert, weil sie auf zweierlei hinweist: Zum einen haben die Amerikaner ihre militärischen Pläne gegen Russland in Syrien offenbar schon weiter vorangetrieben als bisher bekannt. Zum anderen deutet sich an, dass Deutschland an der Seite der USA Position gegen Russland beziehen wird. Denn die Schlüsse, die Erler in dem öffentlich-rechtlichen Sender zieht, sind von der Realität nicht gedeckt: Die Drohung des Rückzugs aus der Abrüstung ist eine Folge der Nato-Osterweiterung und auf die britische Ankündigung, die Atomwaffen zu erneuern.

    Zum zweiten kann man den Eindruck gewinnen, dass das ursprünglich ausgegebene Ziel, nämlich der Kampf gegen islamistische Terroristen und Söldner in Syrien in den Hintergrund geraten ist.

    In der Logik des Kalten Krieges hat Deutschland entsprechend Ideen, wie Russland in die Schranken gewiesen werden kann: Es gebe erste Überlegungen für neue Sanktionen gegen Russland wegen der Syrien-Politik, sagte Erler. Zuvor hatten bereits Grünen-Politiker Sanktionen gegen Russland gefordert, weil die russische und die syrische Luftwaffe Stadtviertel in der Stadt Aleppo bombardieren. Am Mittwochnachmittag treffen sich die politischen Direktoren der Außenministerien der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Italiens und Deutschlands in Berlin. Ziel ist es, Wege zur Eindämmung der Gewalt in Syrien zu finden. Die amerikanisch-russischen Vermittlungsversuche waren kürzlich abgebrochen worden.“

  77. 77 Nestor 06. Oktober 2016 um 7:33 Uhr

    Sehr unerfreuliche Perspektiven. Ob die USA-Falken wirklich den III. Weltkrieg ausrufen wollen, bevor womöglich Trump die Wahlen gewinnt und ihnen das Budget abdrehen könnte?

    Vor allem, was sagt der Rest der amerikanischen Polit-Mannschaft dazu? Was ist mit der lahmen Ente, die immer noch Präsident ist? Senatoren und Kongreßabgeordnete, haben die nichts zu sagen in dieser Frage? Können die nur eine Gesundheitsreform kippen, aber nicht den großen Showdown? Gibt es keine Tauben mehr in den USA?

  78. 78 Tibulski 06. Oktober 2016 um 14:16 Uhr

    Syrien und Russland stoßen weiter gegen Söldner in Aleppo vor

    Russland und Syrien haben einen wichtigen Erfolg im Kampf gegen die internationalen und islamistischen Söldner in Aleppo erzielt. Die USA fürchten, dass sie die Niederlage der Söldner nicht ohne Truppen am Boden abwenden können.

    „Robert Ford, ehemaliger US-Botschafter in Syrien, sagte auf Fox News: Die syrische Armee und ihre Verbündeten befinden sich in einer anhaltenden Offensive, um Ost-Aleppo von den Rebellen zu befreien (…). Wenn das aktuelle Mächteverhältnis zu Boden sich nicht drastisch verschiebt, wird es dem Assad-Regime gelingen, ganz Aleppo und die Außenbezirke von Damaskus von den oppositionellen Kämpfern zurückzuerobern. Das kann Monate dauern, doch die Balance ist sehr günstig für die syrische Regierung.“

    „Aleppo ist die Syrien-Krise und ihre Befreiung wird Pläne zur Teilung Syriens beenden“, zitiert Fox News den ehemaligen libanesischen General Amin Hoteit.“

    Syrien: Medienkampagne für US-Militärschläge

    Manche fürchten, dass es zu einer direkten Konfrontation zwischen den USA und Russland kommen könnte

    Obamas miese Optionen im Syrienkrieg

    Der Krieg in Syrien droht zum Desaster für Barack Obamas Außenpolitik zu werden. Die Berater des US-Präsidenten sollen nun eine neue Strategie entwerfen. Schon jetzt ist klar: Alle Optionen sind schlecht.

    Mindestens 20 Tote durch Explosion an Grenze zur Türkei

    Mehrere syrische Rebellen sind an der syrisch-türkischen Grenze offenbar bei einem Selbstmordanschlag des „Islamischen Staates“ getötet worden. Dutzende wurden verletzt, wie Zeugen berichteten.

    „Ein Attentäter soll sich mit einem Fahrzeug in die Luft gesprengt haben: Bei einer Explosion an einem Grenzübergang zwischen Syrien und der Türkei sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 20 syrische Rebellen getötet und 20 weitere verletzt worden. Bei den Opfern soll es sich mehrheitlich um Mitglieder der Gruppe Dschabhat Fatah al-Scham handeln, die von der Türkei im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ unterstützt werden. Das berichten Zeugen, wie die Agentur Reuters schreibt.

    Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) übernahm die Verantwortung für den Anschlag.“

    Es ist bezeichnend, dass SPON es offenbar für nicht weiter erklärungsbedürftig hält, dass Jabhat Fatah al-Sham (Ex-Nusra) von der Türkei unterstützt wird, z.B. indem sie einfach zur FSA gezählt wird.

    USA im Abseits: Türkei und Russland kooperieren in Syrien

    Unbeachtet von der Weltöffentlichkeit verfolgt die Türkei in Syrien ihre militärischen Ziele, um einen Kurden-Staat zu verhindern. Das NATO-Land kooperiert eng mit den Russen, während die USA genau jene Kurden bewaffnen wollen, gegen die die Türkei kämpft.

    Syrien: USA erörtern Gewalt-Optionen gegen Moskau – Russland verstärkt Schutz

    Während Washington über ein Einwirken per Gewalt auf Moskau nachdenkt, hat Russland seine Luftwehr in Syrien verstärkt und die Militärpräsenz im östlichen Mittelmeer ausgebaut, wie die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag schreibt.

    „Die russische Staatsduma (Parlament) will bereits am Freitag ein neues Abkommen zwischen Moskau und Damaskus über die ständige Stationierung des Luftwaffenverbands in Syrien ratifizieren. Dieser Beschluss wurde nach der schmerzhaften Reaktion Washingtons auf das Auftauchen des russischen Flugabwehrsystems S-300WM Antej 2500 nahe der syrischen Stadt Tartus getroffen, die von der russischen Marine als materiell-technische Versorgungsstelle genutzt wird.

    Nach der Ratifizierung eines solchen Abkommens werden die Stützpunkte in Syrien für die gesamte Vertragszeit de facto zu russischem Territorium. Dann wird es keinen Unterschied mehr geben, wohin eine gegnerische Rakete flog – auf den Stützpunkt Hmeimim oder nach Kamtschatka. Die zu erwartende Reaktion wird diesselbe sein.

    Laut dem stellvertretenden Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Föderationsrats, Franz Klinzewitsch, brauche es westliche Partner nach der ständigen Stationierung der russischen Fliegerkräfte überhaupt nicht mehr zu interessieren, welche Kräfte und Mittel, außer Atomwaffen, zum Schutz genutzt würden. Zugleich komme das Abkommen mit Assad rechtzeitig, um den USA zu zeigen, dass ihre Demarche die Pläne Moskaus und Damaskus nicht geändert haben.“

    Russian options against a US attack on Syria

    The tensions between Russia and the USA have reached an unprecedented level. I fully agree with the participants of this CrossTalk show – the situation is even worse and more dangerous than during the Cuban Missile Crisis. Both sides are now going to the so-called “Plan B” which, simply put, stand for, at best, no negotiations and, at worst, a war between Russia and the USA.

  79. 79 Tibulski 06. Oktober 2016 um 17:06 Uhr

    Russian Defense Ministry warns US against missile, air strikes on Syrian troops

    According to the ministry, such air strikes would create a threat to the Russian military

    „MOSCOW, October 6./TASS/. Any missile or air strikes on the territory under control of the Syrian government will pose an obvious threat to the Russian military, Russian Defense Ministry spokesman Igor Konashenkov told a briefing on Thursday in comments on western media reports about possible strikes on Syrian troops.

    „Most officers of the Russian Centre for Reconciliation of the Warring Parties currently work ‘on the ground,’ delivering humanitarian aid and conducting negotiations with heads of settlements and armed groups in most Syrian provinces,“ he reminded.

    „That is why any missile or air strikes on the territory under control of the Syrian government, will create an obvious threat for Russian military. And finally, I draw attention of ‘hotheads’ that after a strike on Syrian troops in Deir ez-Sor by planes of the coalition on September 17, we have taken all necessary measures to rule out any such ‘mistakes’ against Russian military and military facilities in Syria,“ the spokesman said. (…)

    The military top official noted that the crews of Russian air defense systems stationed in Syria would have no time to make inquiries about the exact flight path or nationality of approaching missiles, should the positions of government forces be attacked.

    „The crews on duty will hardly have the time to calculate the missiles’ flight path or try to find out their nationality. As for the laymen’s illusions about the existence of ‘invisible planes’ they may confront a disappointing reality,“ he said. Konashenkov recalled that Russia’s bases in Hmeymim and Tartus were protected by S-400 and S-300 air defense systems, „whose range of operation may prove a surprise to any unidentified flying object.“

    And the Syrian army has at its disposal S-200 and Buk systems and other weapons that underwent overhaul last year. (…)

    The spokesman has advised Washington to thoroughly figure out the possible consequences of strikes on government forces in Syria.

    „A number of influential Western media published leaks on discussion in the White House administration of a possibility to deliver missile and air strikes on the positions of Syrian troops,“ Konashenkov said.

    „History shows that often such injections turn out to be a prologue of real actions,“ he said.

    „I would recommend colleagues in Washington to thoroughly analyze the consequences of implementation of such plans,“ Konashenkov said.“

  80. 80 Nestor 06. Oktober 2016 um 20:44 Uhr

    Das Dreieck Türkei – Al Nusra – IS gibt einige Rätsel auf.

    Die Türkei hat irgendwann aufgehört, den IS zu unterstützen.
    Warum?
    Offenbar deshalb, weil dieser keine territorialen Grenzen anerkennt und dadurch über lange Sicht auch die der Türkei nicht respektieren würde.

    Während man lange Zeit den Eindruck hatte, daß Al Nusra und IS in Syrien zumindest nicht gegeneinander kämpfen, haben sie sich offensichtlich inzwischen zu erbitterten Gegnern gewandelt.
    Die Türkei will die syrische Al Nusra offenbar zu ihren Agenten aufbauen.
    Das wird – oder würde – sie über kurz oder lang in Konflikt mit Rußland und Syrien bringen.
    Es ist nicht wirklich vorstellbar, daß die Russen und Assad das nicht wissen.

    Ost-Aleppo wird doch hauptsächlich von Al Nusra-Leuten gehalten. Wie steht die Türkei zu einer etwaigen Niederlage derselben?

    Wie wird eigentlich das militärische Engagement der Türkei in Syrien in der Türkei selbst betrachtet?

  81. 81 Nestor 06. Oktober 2016 um 21:02 Uhr

    Die militärische Intervention der Türkei in Syrien ist auch in diesem Lichte zu betrachten:

    http://www.infosperber.ch/FreiheitRecht/Hexenjagd-Turkei-Ahmet-und-Mehmet-Altan

    „Kemalistische Strukturen zerstören

    Die grösste Säuberung fand innerhalb der Armee statt. 3725 höhere Offiziere mussten gehen, was die Kommandostruktur der Armee empfindlich traf: Von den insgesamt 325 Generälen der Armee, Marine und Luftwaffe wurden 149 entlassen. Das entspricht 45,8 Prozent der türkischen Armeespitze. Die überwiegende Mehrheit der Offiziere, die festgenommen, suspendiert oder unehrenhaft entlassen wurden, waren laut Metin Gürcan, einem guten Kenner der Materie, sogenannte «Atlantiker». So werden jene Offiziere bezeichnet, die eng mit der NATO zusammengearbeitet haben und die in der Regel als Kemalisten für eine dem Westen zugewandte Türkei einstanden.“

  82. 82 Tibulski 07. Oktober 2016 um 16:39 Uhr

    Russland ruft UN-Sicherheitsrat wegen Eskalation um Syrien an

    Russland hat für Freitag eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrat beantragt. Präsident Putin will nach Paris reisen, um mit Frankreich über eine Deeskalation zu sprechen. Die syrische Armee meldet weitere wichtige Geländegewinne in Aleppo.

    „Der russische Präsident Wladimir Putin wird Agenturmeldungen zufolge am 19. Oktober zu Gesprächen über die Lage in Syrien und der Ukraine nach Paris reisen. Putin wolle mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande zusammenkommen, meldeten russische Nachrichtenagenturen am Donnerstag unter Berufung auf Außenminister Sergej Lawrow. Russland werde alles in seiner Macht Stehende tun, um die Lage in Syrien zu deeskalieren. Die Regierung in Moskau sei auch willens, über französische Vorschläge zu einer Resolution des UN-Sicherheitsrats zu beraten. Der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, erklärte sich unterdessen bereit dazu, in die von den islamistischen und internationalen Söldnern belagerte Großstadt Aleppo zu reisen.

    Er würde in den Osten der Stadt gehen und bis zu 1.000 Islamisten von al-Nusra aus dem Gebiet eskortieren, wenn dies dem Beschuss durch das russische und syrische Militär ein Ende setze, sagte er in Genf. „In spätestens zwei, zweieinhalb Monaten wird Ost-Aleppo wohl vollständig zerstört sein, wenn der Beschuss so weitergeht“, sagte de Mistura. Dies gelte besonders für die weltberühmte Altstadt. Die islamistischen und internationalen Söldner verwenden in Syrien Zivilisten als menschliche Schutzschilder. Sie unterhalten unter anderem ein weitverzweigtes unterirdisches Tunnelsystem, um den Angriffen der syrischen Armee zu entgehen. Die Söldner hatten vor vier Jahren Aleppo überfallen und den Ostteil der Stadt unter ihr Kontrolle gebracht.

    Lawrow sagte nach einem Treffen mit dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault, sein Land sei interessiert an de Misturas Vorschlag. Die Idee werde sorgfältig studiert.

    Ayrault bemühte sich bei seinem Besuch in Moskau um die Unterstützung Russlands für eine Resolution des UN-Sicherheitsrates, die die Waffenruhe wieder in Kraft setzen und Hilfslieferungen nach Aleppo ermöglichen soll. Lawrow sagte eine Prüfung des Textes zu. Am Freitag reist Ayrault nach Washington, um auch die USA von dem Plan zu überzeugen.

    Die russische Regierung ist sehr vorsichtig geworden, nachdem Kampfjets der US-geführten Koalition die syrische Armee bei Deir Ez Zoor völlig unerwartet angegriffen hatten. US-Verteidigungsminister John Kerry hatte vor dem UN-Sicherheitsrat gesagt, der Angriff sei irrtümlich erfolgt. Die islamistischen Söldner hatten den Angriff zu einer Offensive genutzt. Wenig später war ein Hilfskonvoi angegriffen worden. Die USA beschuldigen die syrische Regierung hinter dem Angriff zu stecken. Russland weist eine Beteiligung kategorisch zurück. Die Nato warnt vor Spekulationen und will eine Untersuchung abwarten. Nach den beiden Vorfällen war der kurzzeitige Waffenstillstand zusammengebrochen. Die Russen sind alarmiert, weil in der US-Regierung offen über einen Angriff gegen Syrien diskutiert werde. Daher wollen sich die Russen offenkundig nur auf Vereinbarungen verlassen, die unter der Schirmherrschaft der UN geschlossen werden.

    Die syrische Armee hat bedeutende Geländegewinne im Kampf um die Großstadt Aleppo erzielt. Die Truppen brachten nach schweren Kämpfen etwa die Hälfte des Bustan-al-Bascha-Viertels unter ihre Kontrolle, wie die syrische Nachrichtenagentur SANA meldet. Auch das Militär erklärte, es sei in dem Viertel vorgerückt, das eine Hochburg der Rebellen sei. In der Nacht zum Donnerstag rief das Militär Rebellen und Bewohner von Ost-Aleppo zum Verlassen der Metropole auf.

    Russland verstärkt unterdessen weiter seine militärische Präsenz in der Region. Ein mit Marschflugkörpern bewaffnetes russisches Kriegsschiff lief nach Agenturmeldungen aus seinem Heimathafen Sebastopol im Schwarzen Meer in Richtung Mittelmeer aus. Dort werde die Korvette „Mirasch“ zu einer Gruppe weiterer russischer Kriegsschiffe stoßen, meldeten Nachrichtenagenturen unter Berufung auf einen Flottensprecher. Zugleich warnte das Moskauer Verteidigungsministerium die USA vor Angriffen auf Ziele der syrischen Armee. Sie kündigten an, unbekannte Flugobjekte ohne Vorwarnung abzuschießen. Besonders gefährlich ist die Lage, weil die CIA vorgeschlagen hat, die Angriffe verdeckt durchzuführen und dann die Urheberschaft zu bestreiten, wie die Washington Post berichtet.

    In ihrem Misstrauen bestärkt dürfte sich die Regierung in Moskau auch durch einen Vorfall fühlen, der sich in der Nacht zum Freitag im Irak abgespielt haben soll: Der Chef der irakischen Miliz „Freiwilligenzentrum Volksmobilmachung“ („Hashd al-Sha’abi ), Zulfikar al-Baldawi, hat der staatlichen russischen Agentur Sputnik gesagt, dass die US-Luftwaffe am Donnerstagabend die Miliz im Süden von Mossul bombardiert habe, während sich jene Miliz in Kämpfen mit der Terror-Gruppe ISIS befand. Sputnik schreibt: „Diese Miliz befand sich in Gefechten mit ISIS. An dem Gefecht waren auch hochrangige Personen der Miliz beteiligt. ISIS war dabei, Waffen von Mossul nach Niniveh zu transportieren. Der Transport-Konvoi wurde von der Miliz umzingelt. Die Gefechte zogen sich über drei Stunden hin. Doch die Koalitions-Flugzeuge starteten Angriffe gegen Angehörige der Miliz, obwohl sie die irakische Flagge trugen. Luftschläge gegen ISIS wurden nicht ausgeführt. Die Kämpfe fanden weder im Waldgebiet noch im Gebirge statt. Von der Luft aus konnte man alle Details beobachten, da die Auseinandersetzung auf einer offenen Fläche stattfand. 18 Personen, die gegen ISIS kämpften wurden getötet. Es gibt zahlreiche Verletzte. Doch die ISIS-Kämpfer konnten mit ihren Anführern fliehen. Die Koalitions-Flugzeuge haben nicht einen einzigen Luftschlag gegen den ISIS-Konvoi ausgeführt. Zwischen den Anti-ISIS-Milizen und der US-Luftwaffe wird alles koordiniert. Die Amerikaner wissen zu jedem Zeitpunkt, wo sich die Anti-ISIS-Milizen befinden.“

    Ob sich das Geschehen tatsächlich so zugetragen hat, ist von unabhängiger Seite nicht zu beurteilen. Offizielle Bestätigungen oder neutrale Berichte liegen dazu nicht vor.“

    General Konashenkov: Russia will take down any unidentified flying objects in Syria

    Terroristen aus Aleppo bringen: Moskau unterstützt Vorstoß von de Mistura

    Russland hat die Anregung des UN-Syrien-Beauftragten Staffan de Mistura, Terroristen der al-Nusra-Front aus Aleppo zu bringen, begrüßt und sich bereit erklärt, auf die Regierung in Damaskus entsprechend Einfluss zu nehmen.

    Frankreich ergreift die Initiative bei Syrien-Vermittlung

    Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault ist dringend nach Moskau gereist, um mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow die Syrien-Frage zu besprechen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Merkel fordert neue Sanktionen gegen Russland

    Die Bundesregierung lanciert die Idee von neuen Sanktionen gegen Russland. Merkel macht sich damit die Forderung des CDU-Hardliners Röttgen zu eigen. Interessant: Niemand in der US-Regierung hat bisher Sanktionen gefordert. Die Sanktionen würden vor allem Deutschland schwer schaden.

    „Ich hoffe die Vernunft siegt“: Lawrow über mögliche Sanktionen seitens Berlins

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hofft nach eigenen Aussagen, dass in Deutschland die Vernunft und der Wunsch, Moskau nicht stets für alles verantwortlich zu machen, die Oberhand gewinnen. Damit reagierte er auf die Berichte über mögliche neue Sanktionen der Bundesregierung gegen Russland wegen Syrien.

    Abkommen ratifiziert: Duma segnet unbefristete Militärpräsenz Russlands in Syrien ab

    Die russische Luftwaffe darf unbefristet in Syrien bleiben. Die Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus) hat am Freitag ein entsprechendes Abkommen mit der syrischen Regierung ratifiziert. Für die Ratifizierung des Abkommens vom August 2015 stimmten 446 der insgesamt 450 Abgeordneten.

  83. 83 Tibulski 07. Oktober 2016 um 18:23 Uhr

    Is the first secret bloody clash between Russia and NATO in Syria – the reason for Putin’s plutonium ultimatum?

    „In the presidential decree the key part is not demands for the US, but completely different words: the contract is suspended in connection with the „fundamental change of circumstances, the threat to strategic stability as a result of hostile actions.“

    It is doubtful that the „fundamental changes of circumstances“ is Washington’s violation of obligations. Is it the first time?

    On September 20, three days after the American attack on Syrian positions, our „Kalibers“ destroyed the command post of the Western coalition in Deir ez-Zor, killing 30 officers — employees of the American, Israeli, British, Turkish, Saudi and Qatari intelligence services.

    That is, we quite deliberately attacked NATO troops and their allies, causing very serious damage. And methodically. However, the Americans for some reason didn‘t say a word about their losses.

    And we are silent. Why?

    It seems to me, there is only one logical explanation for our silence about the attack on the coalition headquarters, and a sharp deterioration of relations with Americans: our Russian soldiers were killed in the treacherous bombardment by the coalition of Syrian positions on September 17.

    In this case, everything falls into place — the death of 30 Western spies was an act of retaliation, which the US was forced to swallow, leaving no response.

    But at the same time Putin came to the conclusion that the there is nothing more to talk about with our American ‚partners‘. And soon raised the stakes to an unacceptable for Washington level, presenting the ultimatum. These are the fundamental changes of circumstances, the emergence of „threats to strategic stability as a result of hostile actions,“ as states the decree on suspension of weapons-grade plutonium agreement.

    An American tragedy is not that we have suspended the cooperation in sectors sensitive for the U.S. Apparently, the first direct clash between Russia and NATO had taken place in Syria. And NATO, in front of everyone had lost this local, but so important for the prestige of the United States battle.

    The halo of power No. 1 around the White house went out.“

    [KK: Whether this explanation is true or not, Putin certainly possesses more accurate information about American actions that had crossed the red line. We can only guess and assume they warranted the response, given Putin’s notorious patience…

    No wonder whatever happened caused the French Foreign Minister to pay an urgent unplanned visit to the Kremlin.]

  84. 84 Tibulski 08. Oktober 2016 um 13:29 Uhr

    Russians may soon ask Foreign Ministry to cease contacts with Kerry, spokeswoman says

    Kerry earlier said that the actions of Russia and Syrian government forces should be investigated as war crimes

    USA testen Abwurf von Atombomben-Attrappen, Russland rüstet in Syrien auf

    Russland wird Frankreichs Resolutionsentwurf ablehnen, syrische Opposition will sich nicht von al-Nusra in Aleppo distanzieren

    Russland bringt alternativen Resolutionsentwurf zu Syrien im Weltsicherheitsrat ein

    Im Streit um die Lösung des Syrien-Konflikts wird Russland am Samstag im UN-Sicherheitsrat einen alternativen Resolutionsentwurf einbringen. Wie die russische UN-Vertretung in New York mitteilte, wird das russische Dokument nach der Abstimmung über eine von Frankreich vorgelegte Resolution erörtert.

    From the Very Start, US ‚Had No Intention of Honoring Syria Ceasefire Agreement‘

    The current aggravation over the differences between the Russian and US stance on Syria comes as no surprise to Moscow. The US began planning to sabotage the ceasefire even while the ink on the agreement was still wet, Russian military expert Igor Korotchenko told Radio Sputnik.

  85. 85 Tibulski 10. Oktober 2016 um 14:10 Uhr

    Wessen Täuschung fliegt auf in Syrien?

    Erdogan unterstützt Putin diskret im Kampf gegen Söldner in Syrien

    Die Türkei bietet Russland und Syrien auf diskrete Weise Unterstützung gegen die vom Westen und den Golfstaaten geführten Söldner in Syrien. Präsident Erdogan ist dabei bedacht, sich dem NATO-Partner USA nicht direkt militärisch entgegenzustellen.

    „Die Partnerschaft zwischen der Türkei und Russland lässt die israelische Geheimdienstwebsite Debkafile zu einem weitreichenden Schluss kommen: „Der türkische Führer schirmt sich mit seinem geheimen Deal mit Putin ab, wobei seine Armee freie Hand im Norden Syriens ohne russische Einmischung hat, während Aleppo eine russisch-syrischen Zone wird, die tabu für die Türkei ist. Dieser geheime Deal hat auch zur Neutralisierung der US-Spezialkräfte im Norden Syriens und den kleinen syrischen Rebellen-Milizen, die durch sie trainiert wurden, geführt. Washington hat daher jede Hebelwirkung verloren, die Ereignisse in diesem Teil des Landes zu beeinflussen. Da die Amerikaner von allen Seiten eingeklemmt sind, weigert sich Obama eine Militärintervention in einem Gebiet unter türkisch-russischer Kontrolle durchzuführen.“

    Der türkische Admiral a.D. Soner Polat schreibt in einem aktuellen Artikel für den Sender Ulusal Kanal, dass in Aleppo ein Kräftemessen zwischen Russland und den USA stattfinde. Aufgrund der Erfolge der Russen und Syrer in Aleppo werde das Pentagon die Syrien-Krise weiter verschärfen und eskalieren lassen. Die Zukunft Syriens hänge direkt von den Ereignissen in Aleppo und Idlib ab. Wenn die Regierungstruppen dieses Gebiet, was auch als „Herz Syriens“ gilt, befreien sollten, wird die Regierung in Damaskus die Möglichkeit haben, die territoriale Integrität Syriens zu wahren. Polat wörtlich: „Russland hat verstanden, dass nicht gegen die USA, sondern gegen den ,tiefen Staat‘ der USA gekämpft werden muss. Die USA haben die Terroristen mittlerweile mit modernen Waffen ausgestattet. Es darf keinen wundern, wenn Russland die T-90-Panzer, die weitgehend robuster gegenüber diversen Panzerabwehrwaffen sind, einsetzt. Russland hat zudem seine Anzahl an Kampfjets erhöht und baut seine Präsenz im östlichen Mittelmeer aus. Die Anzahl der U-Boote und der Calibre-Raketen-Systeme wird ebenfalls erhöht. Aufgrund der Bedrohung durch US-Tomahawks haben die Russen das Luftabwehrsystem S-300 V4 nach Syrien entsendet.“

    Der türkische Admiral erwähnt in seinem Artikel speziell das Pentagon als Urheber der aktuellen Eskalation in Syrien. (…)

    Stratejik Ortak berichtet, dass sich an der Operation „Euphrats Shield“ 1.500 Mitglieder der FSA beteiligen. Die FSA-Mitglieder setzen sich aus Turkmenen und Arabern zusammen.

    Die Beteiligung von 1.500 FSA-Mitgliedern an der türkisch geführten Operation hat eine positive Auswirkung aus die Operationen der Russen und Syrer in Aleppo. Ein wichtiger Teil der Fsa-Kämpfer ist in Nordsyrien mit der Terror-Miliz ISIS beschäftigt und kann somit nicht in die Schlacht um Aleppo eingreifen, um gegen Russland und Syrien zu kämpfen.

    Die Lesart der radikal-islamistischen Organisation Hizbut-Tahrir, die nach Angaben des Hudson Institutes vor allem in Großbritannien aktiv ist und sich dort frei bewegen kann, bezüglich der türkischen Operation ist interessant. Die Gruppe kritisiert auf ihrer türkischsprachigen Website die Operation scharf. Das Ziel sei es, die Konzentration der FSA-Kämpfer auf ISIS zu richten, um Russland und Syrien in der Schlacht um Aleppo zu entlasten. Hizbut-Tahrir wörtlich: „Vor der Operation ,Euphrats Shield‘ war die Belagerung durch die syrische Armee in Aleppo durchbrochen worden. Es fehlte nicht mehr viel, um Aleppo vollständig zu säubern. Doch nach Beginn der Operation ,Euphrats Shield‘ gewannen die Russen und die Regime-Kräfte wieder die Oberhand, weil die bewaffneten Gruppen der FSA anfingen, verschiedene Ziele zu verfolgen. Die Beteiligung an der türkischen Operation ist eine Sünde. Die Operation ,Euphrats Shield‘ verfolgt das Ziel, die Befreiung Aleppos vom Regime zu verhindern.“

    Turkey Seeks to Unite Russia, Iran, US in Syria – Prime Minister

    Turkish Prime Minister said that Turkey’s role in Syria is to unite Russia, the United States and Iran in order to put an end to the „bloodshed“ in the country.

    Russian Foreign Minister Says US is Not Fighting Al-Nusra in Syria

    Russian Foreign Minister Sergey Lavrov said that Moscow does not see any signs that the US fighting the Al-Nusra terrorist group in Syria.

    „Moscow „doesn‘t see any facts that the US is seriously battling Al-Nusra [now known as Jabhat Fateh al-Sham],“ Lavrov said in an interview to Channel One Russia on Sunday.

    He said that American fighter jets return to their air bases with unspent ammunition. The jets make a lot of flights but their efficiency is very low, about 15-20%. Washington even called on Moscow to cease bombing runs in Aleppo, because „there are also allegedly representatives of the „moderate opposition,“ who are surrounded and have nowhere to go except to Al-Nusra,“ he said.

    These calls are suspicious, the minister said. According to Lavrov, Washington officials ask, „So don‘t touch Al-Nusra, because it is not humane in relation to the normal guys, and we will fight Al-Nusra later.“ But „this ‘later‘ never comes. They promised to separate these normal guys from Al-Nusra back in February,“ he added. (…)

    „After the administration of Ronald Reagan created al-Qaeda, and the administration of George W. Bush created Daesh we would not like the administration of Barack Obama to go down in history as the one which reinforced and ensured the success of another terrorist organization called Nusra Front,“ the minister continued.“

    Russland richtet in Syrien ständige Marine-Basis ein

    Die russische Kriegsmarine baut seine Versorgungsbasis im syrischen Tartus zu einem ständigen Stützpunkt aus. Das teilte Vize-Verteidigungsminister Nikolai Pankow am Montag mit.

    Bald auch Syrien-Sanktionen gegen Russland? – EU nennt Diskussions-Termin

    Die Außenminister der 28 EU-Mitgliedsstaaten erwägen, wegen des Konfliktes in Syrien bei einer Sitzung am 17. Oktober neue Sanktionen gegen Russland zu erörtern, wie eine Quelle aus diplomatischen Kreisen gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti sagte.

    Sanktionen von EU und USA verhindern zivile Hilfen für Syrien

    Die Vereinten Nationen stellen in einem Bericht fest, dass die von den USA und der EU verhängten massiven Sanktionen gegen Syrien sich vor allem gegen die Zivilbevölkerung richten. So könnten Hilfslieferungen nur sehr eingeschränkt erfolgen. Auch der Wiederaufbau in Gebieten, in denen gekämpft wird, sei praktisch unmöglich.

    Kreml kommentiert Absage-Spekulationen um Putin-Hollande-Treffen

    Moskau setzt trotz aller Unstimmigkeiten seine Vorbereitung auf den bevorstehenden Besuch von Präsident Wladimir Putin in Paris weiter fort, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag mitteilte. Damit kommentierte er frühere Medienberichte über eine mögliche Aufhebung des Treffens.

    Russia, France’s Joint Mission: ‚To Stop Syrian Bloodshed‘

    Kremlin spokesman Dmitry Peskov has said that Russia continues preparations for an upcoming visit of President Putin to Paris on October 19, which is set to focus on the ongoing Syrian conflict and the situation in Ukraine; meanwhile the French foreign minister has confirmed that the two countries have a common goal: to end the Syrian massacre.

    France Wants ICC to Investigate War Crimes in Syria

    French Foreign Minister Jean-Marc Ayrault said that France intends to get in touch with the International Criminal Court (ICC) for consultations over how the investigation into the war crimes possibly committed in Syria can be launched.

  86. 86 Tibulski 11. Oktober 2016 um 14:27 Uhr

    Putin sagt Paris-Reise zu Hollande ab

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat die für den 19. Oktober geplante Reise nach Paris abgesagt. Grund seien die zuvor für den Besuch „gestrichenen Veranstaltungen“, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag mitteilte.

    Hollande Slams Russia’s Veto of France’s UNSC Resolution on Syria

    Russia prevented France from bringing an end to bombing in Syria and instigation of truce in the country when it vetoed a French resolution on the issue, French President Francois Hollande said Tuesday.

    Hollande: Putins Absage für Paris-Reise behindert keine anderen Diskussions-Formate

    Die Absage der Paris-Reise des russischen Präsidenten Wladimir Putin wird anderen Gesprächsmöglichkeiten nicht im Wege stehen, wie der französische Staatschef François Hollande bei seinem PACE-Auftritt sagte.

    Nach Hollande-Affront: Putin sagt Reise nach Frankreich ab

    Der Kreml hat überraschend verlauten lassen, dass Präsident Putin nicht nach Paris reisen wird. Hintergrund der Absage ist eine Brüskierung Putins durch Francois Hollande.

    _____________

    Im Streit mit dem Westen: „Erdogan versucht, wie Putin zu spielen“

    Im Hinblick auf Wladimir Putins Besuch in Istanbul beschäftigen sich russische Analysten mit der Frage, worin die Syrien-Differenzen zwischen Russland und der Türkei bestehen und ob eine Kooperation möglich wäre.

    Ankara empört über Clintons Kurden-Aufrüstungspläne

    Der türkische Premier Binali Yildirim hat die von der US-Präsidentenkandidatin Hillary Clinton bekundete Bereitschaft kritisiert, im Falle ihres Wahlsieges die kurdische Volkswehr mit Waffen zu versorgen, meldet Reuters.

    Russland und China bauen an einem Tandem in Syrien – Experten

    Experten der beiden Länder haben in ihren Interviews mit Sputnik Chinas Unterstützung der russischen Politik in Syrien als Bildung eines neuen pragmatischen Tandems bewertet. Jedenfalls stärkt China Russland nicht zufällig den Rücken, da es in Syrien eigene Interessen hat.

  87. 87 Nestor 11. Oktober 2016 um 17:20 Uhr

    Die Franzosen wollten sich offenbar mit Hilfe Rußlands profilieren, haben aber dann kalte Füße bekommen.
    Was da wohl im Hintergrund Druck gemacht wurde, und von wem allen?

  88. 88 Tibulski 12. Oktober 2016 um 12:31 Uhr

    Russian MoD Denies UK Allegations of Involvement in Aleppo Aid Convoy Attack

    The Russian Defense Ministry denies UK Foreign Secretary Boris Johnson’s allegations of Moscow’s involvement in the attack on a UN humanitarian convoy in Syrian Aleppo, the ministry’s spokesman Maj. Gen. Igor Konashenkov said on Wednesday calling the accusations „a storm in a glass of muddy London water“.

    US Could Become Country Supporting Terrorism – Turkish Foreign Minister

    Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu said on Tuesday that the United States could become a terror-supporting country, referring to US presidential candidate Hillary Clinton’s remarks about arming Kurdish fighters whom Ankara considers as terrorists, media reported.

    Syrian Rebels Seek ‘Brotherly Countries’ to Supply Anti-Aircraft Weapons

    Syria’s main opposition group asked its foreign allies Monday to give them man-portable air defense systems (MANPADS) to repel airstrikes in Aleppo.

    Russia ‚Understands the Direction That Washington Wants Syrian War to Go‘

    Policymakers in the United States have never been intent on degrading and destroying terrorist groups fighting in Syria, international relations analyst Salman Rafi Sheikh wrote for New Eastern Outlook, adding that Washington’s primary goal has remained to remove President Bashar al-Assad from power and Russia is aware of this.

  89. 89 Nestor 12. Oktober 2016 um 20:49 Uhr

    Ziemlich gut ausgerüstet, der IS:

    http://www.reuters.com/article/us-france-iraq-iraq-idUSKCN12B2QI?il=0

    Laut El País verwendete der IS bisher Drohnen nur für Videoaufnahmen für Propagandavideos, aber jetzt werden sie offensichtlich auch anders eingesetzt.

  90. 90 Tibulski 12. Oktober 2016 um 23:28 Uhr

    Syrien verhandelt mit Söldnern über Abzug, al-Nusra will kämpfen

    Die syrische Armee verhandelt offenbar mit einigen Söldnern über deren Abzug aus Ost-Aleppo. Das würde bedeuten, dass sich mindestens Teile der Söldner geschlagen geben. Die von den Golfstaaten unterstützte a-Nursa Front will dagegen weiter kämpfen. Russland bietet den USA dagegen einen Waffenstillstand an.

    Zweierlei Maß: Lehrstunde der US-Diplomatie im Nahen Osten

    Der Sprecher des US-Außenministers musste gestern wieder einmal erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Feindbilder aufrechtzuerhalten, Saudi-Arabien nicht zu verärgern und die Duldung von al-Qaida in Ost-Aleppo zu übertünchen

    Russian Foreign Ministry Confirms Lavrov, Kerry to Discuss Syria in Lausanne

    Russian Foreign Minister Sergey Lavrov and US State Secretary John Kerry will meet in the Swiss city of Lausanne this Saturday to set out steps needed to bring peace to Syria, the Russian Foreign Ministry said Wednesday adding that the foreign ministers from the key Middle Eastern states would participate in the meeting.

    Weißes Haus: Bilaterales Treffen Kerry-Lawrow in Lausanne nicht geplant

    Das Weiße Haus rechnet nicht mit einem bilateralen Treffen der Außenminister der USA und Russlands, John Kerry und Sergej Lawrow, am Samstag in Lausanne. Syrien-Gespräche würden nur unter Teilnahme regionaler Akteure geführt, sagte US-Regierungssprecher Josh Earnest am Mittwoch in Washington.

    US Aims to Reach Syria Ceasefire Framework at Meeting in Switzerland

    The United States is hopeful to be able to reach a framework for reaching a ceasefire in Syria at the upcoming multilateral meeting in Lausanne, Switzerland on Saturday, US Department of State spokesperson John Kirby said in a briefing on Wednesday.

    Lawrow: Neue Syrien-Gespräche mit USA am Samstag

    Russland und die USA werden am Samstag neue Syrien-Gespräche führen. Laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow werden daran auch regionale Mächte wie Saudi-Arabien und die Türkei teilnehmen. Nach Angaben aus Moskau findet das Treffen in Lausanne statt.

    Putin says US is unaware how to bridle terrorists they use against Assad regime in Syria

    In an interview with French channel TF1 the Russian president has shared his views on Syrian crisis – the responsibility for the situation in Aleppo rests first of all with the US and its allies

    Lawrow: Russland mischt sich nicht in Amerikas Angelegenheiten ein

    Russland mischt sich laut Außenminister Sergej Lawrow nicht in die inneren Angelegenheiten der Vereinigten Staaten ein, obwohl die USA dies umgekehrt sehr wohl tun.

    France disregards Russia’s proposals on Syria to accuse Moscow of vetoing it — Putin

    Serving foreign interests of one’s strong political allies is not „serious politics,“ Vladimir Putin assumes

    Putin begründet Verschiebung seines Paris-Besuchs

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch beim Investitionsforum „Russland ruft!“ die Aussetzung seines Paris-Besuchs mit der Position der französischen Seite erklärt, laut der jetzt nicht die rechte Zeit dafür sei.

    NATO zieht in Syrien-Krieg

    Gegen die Kurden und gegen Russland: Mit dem Einsatz von AWACS-Flugzeugen eskaliert der Krieg im Nahen Osten weiter

    Front gegen Russland

    AWACS-Einsatz im Syrien-Krieg

    Pentagon droht Jemen

    Nach angeblichem Raketenbeschuss eines Kriegsschiffs ziehen USA »Vergeltungsschläge« in Erwägung. Angeblicher Zwischenfall aber unbewiesen

    Saudi Media Launches Attack on 9/11 Law That Allows Victims to Sue

    Now that American citizens are allowed to sue Riyadh for its alleged role in the 9/11 terror attacks, the Saudi press has launched an assault against the legislation.

  91. 91 Nestor 13. Oktober 2016 um 16:28 Uhr

    Na, die Saudis werden aber ordentlich frech. Das sind nicht mehr bloß Verbndete der USA, sondern Konkurrenten um die Macht im Nahen Osten. Dort wollen sie die erste Geige spielen …

  92. 92 Tibulski 13. Oktober 2016 um 21:39 Uhr

    Keine Ausflüchte: „Opposition“ in Aleppo kämpft Schulter an Schulter mit Terroristen

    Der Informationskrieg um die Gefechte bei Aleppo wird zunehmend verbissener, wie die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag schreibt.

    Turkish FM says improved ties with Russia not to change Ankara’s position on Syria

    The minister says Ankara is not ready ‚to change its position on Syria and President Assad‘

    Washington and Riyadh ‚Plan to Let Daesh Leave Mosul and Move to Syria‘

    Intelligence agencies of the United States and Saudi Arabia plan to allow more than 9,000 Daesh fighters leave the Iraqi city of Mosul and travel to eastern Syria where they will take part in a major offensive to recapture Deir ez-Zor and Palmyra among over things, an unnamed source in military and diplomatic circles in Moscow told RIA Novosti.

    Mosul Operation to Include a ‚Corridor‘ for Deash Terrorists Fleeing to Syria

    During the planned operation to liberate the Iraqi city of Mosul from Daesh a corridor will be left for terrorists to escape to Syria, a Kurdish representative said.

    Egypt Will Not Abandon Its ‚Sovereign Foreign Policy‘ Amid Row With Saudi Arabia

    Egypt will continue its independent foreign policy, even in a difficult economic situation and despite financial aid from oil-rich Saudi Arabia, an Egyptian political analyst said.

    Iran Deploys 2 Warships in Yemen’s Waters to Protect Naval Routes

    Iran sent on Thursday two warships to the waters of Yemen to ensure safety of merchant ships‘ navigation from pirate attacks, media reported.

  93. 93 Tibulski 14. Oktober 2016 um 11:58 Uhr

    US-Präsident Obama entscheidet über Krieg gegen Syrien

    US-Präsident Obama will am Freitag entscheiden, ob die USA Syrien direkt angreifen sollen. Russland plädiert dagegen für den von den UN vorgeschlagenen Abzug der al-Nusra-Front, die die Einwohner von Aleppo als menschliche Schutzschilder verwenden.

    Türkische Medien: USA und Türkei befinden sich faktisch im Krieg

    Die Türkei fährt in Syrien einen anderen Kurs als die USA. Türkische Medien sprechen davon, dass sich die beiden NAto-Staaten faktisch im Krieg miteinander befänden.

    Syrian president says he trusts Russia and its foreign policy

    Russia, Iran and the Hezbollah movement are Syria’s key allies in the fight against the Islamic State terrorist group, Bashar Assad said

  94. 94 Nestor 15. Oktober 2016 um 14:23 Uhr

    Das sind ja sehr abstruse Überlegungen der USA und der Saudis: Daesh weg aus Mossul und hin nach Rakka – gegen Nichtangriffsgarantie oder was?
    Ganz ernst kann das wohl nicht gemeint sein, und es ist auch unwahrscheinlich, daß der IS darauf einsteigen würde – das käme ja einem Rückzug und einer Niederlage gleich und würde das ambitiöse Kalifat endgültig zu einem Befehlsempfänger seiner Unterstützer machen.

    Dazu kommt noch die Türkei, wo ein hoher Regierungsbeamter in einem Interview gegenüber der Izvestija wieder einmal bekräftigt hat, daß Assad weg muß – weil er nämlich demokratische Reformen verabsäumt hat!

    Wenn es nicht so tragische Folgen hätte, könnte man sich krümmen vor Lachen …

  95. 95 Tibulski 15. Oktober 2016 um 19:21 Uhr

    Lavrov, Kerry Holding Bilateral Meeting on Sidelines of Syria Talks in Lausanne

    According to a source in the Russian delegation, Sergey Lavrov and US State Secretary John Kerry are holding a bilateral meeting on the sidelines of the Syrian settlement talks in the Swiss city of Lausanne.

    Kollision zwischen Russland und USA verhindern – Experte zu Gesprächen in Lausanne

    Die Verhinderung eines nichtsanktionierten Feuerwechsels zwischen Truppenverbänden Russlands und der USA in Syrien ist nach Worten des namhaften russischen Militärexperten Dr. Konstantin Siwkow eines der Ziele der Syrien-Gespräche am Samstag in Lausanne.

    What Lies Behind Claims of US-Russia Clash in Syria

    ‚Shadow CIA‘ think tank Stratfor predicts in its 2016 Fourth-Quarter Forecast that at the end of this year, „the potential for clashes“ between Russia and the US in Syria „will rise“; however Russian experts explain the real purpose behind these claims.

    Russlands Marineverband mit Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ startet ins Mittelmeer

    Ein Marineverband der russischen Marine unter der Führung des Flugzeugträgers „Admiral Kusnezow“ und Atomkreuzers „Pjotr Weliki“ ist um 15 Uhr Ortszeit (15 Uhr MESZ) zu einer Mittelmeermission aufgebrochen. Dies teilte der Pressedienst der Nordflotte mit.

    UN Staff Arrive in Aleppo to Begin de Mistura Proposed Militants‘ Evacuation

    UN staff arrived in Syria’s Aleppo on Saturday to carry out militants‘ evacuation from the eastern part of the city, a source on the ground told Sputnik.

    The Simple Truth Behind the Crisis in French-Russian Relations Over Syria

    Last week, Russian President Vladimir Putin cancelled his planned trip to Paris after President Francois Hollande questioned the usefulness of a meeting with the Russian leader, citing the situation in Aleppo. However, according to Expert magazine contributor Igor Gashkov, Russia’s the one with the grievance – and the reason is simple.

    Balancing Act: Egypt Tries to Find Middle Ground Between Moscow and Riyadh

    Commenting on the recent public row between longtime allies Egypt and Saudi Arabia over Cairo’s vote in favor of two different Syrian resolutions at the UN Security Council, political analysts argue that regardless of the current tensions between the two countries, Egypt is unlikely to break ties with Riyadh for the sake of friendship with Moscow.

  96. 96 Nestor 15. Oktober 2016 um 20:18 Uhr

    Frankreich sinkt langsam von der zweiten Geige der EU in weitaus subalternere Positionen ab. Wenn es schon hinter Saudi-Arabien verschwindet, von Polen brüskiert wird, und den USA wie ein Dackel mit heraushängender Zunge nachläuft, so sieht die Zukunft noch bitterer aus.

    Die Demontage der Grande Nation verläuft eindrucksvoll.

    Die Frage ist nur, inwieweit dieser Abstieg von der Front National beim Kampf um die Macht verwertet werden kann, oder ob diese Oppositionspartei sich in einer Art Mischung zwischen UKIP und Podemos aufreibt.

  97. 97 Nestor 16. Oktober 2016 um 15:20 Uhr

    Es gibt noch mehr Teilnehmer am syrischen Krieg als man meint:
    http://www.latimes.com/world/middleeast/la-fg-iraq-militia-syria-snap-story.html

  98. 98 Tibulski 17. Oktober 2016 um 16:49 Uhr

    Mosul Offensive ‚Risks Becoming Even More Bloody Than the Battle for Aleppo‘

    As the Kurdish Peshmerga forces and the Iraqi army launch an offensive on the northern Iraqi city of Mosul, currently occupied by Daesh terrorists, experts predict that it might be even more of a blood bath than the fight for Aleppo and explain what consequences it might have for Syria.

    „Said Mamuzini, a representative of the Kurdistan Democratic Party (KDP), one of the main Kurdish parties in Iraqi Kurdistan, told Sputnik earlier that a corridor will be left for terrorists to escape to Syria. Those retreating this way will not be captured. Currently, there are some 7,000 Daesh militants.

    A similar view was echoed by the news website EurAsia Daily, which also says that the US and Saudi Arabia are planning for the „transfer“ of Daesh militants from Iraq to Syria.

    Citing military-diplomatic sources in Moscow, the website says that the Iraqi government forces will provide for the secure transfer of jihadists to the Syrian city of Deir ez-Zor.

    The key players in the large-scale operation are the US military command in the Middle East and the Saudi General Intelligence Department. The latter plays a special role, given the high number of nationals of the largest Arab monarchy fighting under the black flag of the self-proclaimed Caliphate on the Iraqi frontlines,“ it says.

    The outlet notes that the head of the US Central Command (CENTCOM), General Joseph Votel, already indirectly confirmed the above plans when he said that there is „the need to avoid the rush and to combine military and political plans for the liberation of Mosul.“

    „It is easy to guess what is meant by this ‚military-political combination‘,“ the website says.

    It further explains that the arrival of fresh Daesh forces into Deir ez-Zor will create more problems for the Syrian government, Russia and Iran in this area of the front line.

    It also suggests that in order to avoid being targeted by Russian airstrikes, the Daesh militants might use their family members as a human shield and will later accuse Russia of „humanitarian barbarism.“ Under such a scenario, this operation might even be more of a blood bath than the fight for Aleppo.

    „In fact, the US started preparing a new breeding ground for the Mosul branch of Daesh in Deir ez-Zor in the middle of September. The US airstrike on Syrian army positions, which has been presented as a ‚mistake‘, perfectly fits into the ‚combinatory‘ logic of Pentagon,“ the website says.

    One of the far-reaching aims of the Mosul operation, it suggests, is to drive the Syrian government forces from the east of Syria and to break into the province of Homs. The terrorists might also attempt to recapture Palmyra.

    „The ‚jihadist transfer‘ from the Iraqi metropolis into Syrian Deir ez-Zor might become a key point of the ‚reply‘ to the Russians from the outgoing US administration,“ the website finally says.“

    Golfstaaten machen aus Syrien neues Afghanistan – Medien

    Über kurz oder lang wird Aleppo unter Kontrolle der syrischen Regierung geraten, wie das Handelsblatt schreibt. Dies allerdings werde den Krieg nicht beenden, solange die Golfstaaten bereit sind, Syrien zu einem zweiten Afghanistan zu machen.

    Syrien-Konferenzen: Den Druck auf Russland erhöhen, die Opposition stärken

    Der britische Außenminister Boris Johnson gibt den Beißer. Er kritisiert den mangelnden Willen im Westen zu militärischen Interventionen

    Rätselraten um Strategie des „Islamischen Staats“

    Die für den IS symbolische Stadt Dabiq wurde praktisch kampflos geräumt, in Mosul steht der „Endkampf“ bevor – oder dürfen die IS-Kämpfer nach Syrien fliehen?

    Mogherini: EU erwägt keine Sanktionen gegen Moskau wegen Syrien

    Die EU will Russland wegen dessen Rolle in der Syrien-Krise nicht mit Sanktionen belegen, wie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Montag vor einer Sitzung der EU-Außenminister erklärte.

  99. 99 Nestor 17. Oktober 2016 um 18:24 Uhr

    Die Pläne für Mosul schauen etwas zu detailliert aus, um wahr zu sein.

    Erstens, ist der IS eine Truppe, die sich so schachfigurenmäßig hin und her schieben läßt? Immerhin gehorchen die nur dem Allerhöchsten.

    Zweitens, andere Zeitungen, wie El País, weisen auf die heterogene Ausrichtung der Belagerer hin:

    Eine irakische Armee, von der man sich fragt, woraus die eigentlich besteht

    Schiitische Milizen und kurdische Peschmergas, die sich nicht direkt an den Kämpfen beteiligen sollen (was sonst? fragt man sich …)

    Türkisches Militär, das unbedingt mitmischen will, gegen den Willen der Bagdader Regierung

    US- und französische Flugzeuge und sonstige Truppen (Militär„berater“? Fremdenlegion?), deren Agenda auch nicht ganz klar ist

    Wo ist eigentlich der Iran?

    Bevor die weitere Destabilisierung Syriens in Angriff genommen wird, ist eher der völlige Zerfall des Irak zu befürchten.

  100. 100 Jacko 20. Oktober 2016 um 8:01 Uhr

    Türkei tötet bei Aleppo 200 Kämpfer der YPG,
    (die bekanntlich als Bodentruppe des Westens gelten)…

    http://www.n-tv.de/politik/Tuerkei-toetete-bis-zu-200-kurdische-Kaempfer-article18896796.html

    … und „demonstriert“ damit nachdrücklich,
    dass an ihren regionalen Interessen dort
    garantiert kein Weg vorbei führen dürfe…

  101. 101 Nestor 22. Oktober 2016 um 9:36 Uhr

    Die YPG-Leute müßten sich langsam einmal entscheiden, was sie wollen und mit wem sie es halten.

    Eine eigene Region, mit Hilfe der USA, die sie inzwischen zum Abschuß freigegeben haben?
    Oder doch einen Schulterschluß mit der syrischen Regierung, dann könnten sie auf Hilfe der Syrischen Armee und ihrer Verbündeten hoffen – auch gegen die Türkei – müßten sich auber auf die Aufrechterhaltung der territorialen Integrität Syriens verpflichten.

    Ich nehme an, daß dergleichen Verhandlungen seit einiger Zeit laufen. Das wäre heikel in Anbetracht dessen, daß die USA im Kurdengebiet einen Flughafen eingerichtet haben.

  102. 102 Tibulski 22. Oktober 2016 um 22:31 Uhr

    Aleppo: Radikal-islamistische Milizen bereiten Offensive vor

    Nachdem sie die Zivilbevölkerung im Osten der Stadt mit Scharfschützen und Granaten davon abgehalten haben, die Evakuierungskorridore zu nutzen, kündigen sie nun eine Offensive an, unterstützt von Sponsor-Staaten

    „Die von Russland initiierte Feuerpause in Aleppo läuft heute Abend aus. Geht es nach jüngsten Informationen aus Kreisen der militärischen Gegner der syrischen Regierung wird sie wohl kaum verlängert: Denn eine Allianz der dschihadistisch-salafistischen Milizen, angeführt von Ahrar al-Sham, kündigte eine Offensive an, um die Versorgungsstraße Castello Road zurückzuerobern. Die al-Qaida-Miliz al-Nusra-Front wird sich an der Offensive beteiligen.

    Die Informationen zum militärischen Vorhaben der Milizen können als verlässlich eingestuft werden, da sie von ◥Charles Lister stammen. Der britische Nahostexperte und Autor des Buches „The Syrian Jihad“ verfügt über sehr gute Kontakte in die Kreise der Milizen, die die syrische Regierung absetzen und einen islamistischen Staat in Syrien errichten wollen, bzw. ein Emirat, wenn es nach Vorstellungen der al-Nusra-Front-Führung geht.

    Lister: Für eine „Strategie der Eskalation“

    Listers Position ist von einer deutlichen Sympathie für die Gegner Assads bestimmt. Als Mitglied der Shaikh Group’s Track II Syria Initiative und des Brookings Institute, die eng ◥mit der katarischen Herrscherfamilie verknüpft sind, eignet er sich wie kein zweiter als wertvoller Verbindungsmann zwischen einer Opposition, die Wert darauf legt, als moderat geschildert zu werden, und einer westlichen Öffentlichkeit, die in überwiegenden Teilen genau dies bestätigt haben will.

    Er verfügt über sehr gute Verbindungen zum amerikanischen Militär und zu großen amerikanischen Medien, wie sein aktueller ◥Artikel in der Washington Post, den er zusammen mit General John Allen verfasst hat, dokumentiert.

    Der Artikel plädiert für ein größeres Engagement der USA in Syrien, für eine stärkere Unterstützung der oppositionellen Milizen, für die Absetzung von Baschar al-Assad, für Sanktionen gegen Russland – und zuletzt für die Option einer „Eskalation“, ganz wörtlich: Die zweite Option – neben der Ermutigung der europäischen Partner zu einer eskalierenden Reihe von Sanktionen gegen Russland und Syrien – bestehe darin, Russland damit zu überraschen, dass die USA „den Konflikt eskalieren“.

    Die USA müssen den Status quo herausfordern und die Kriegsverbrechen des Regimes beenden, wenn nötig mit militärischer Gewalt.

    Soweit zur Position Listers im Syrienkrieg. Wenn Lister nun mitteilt, dass auch die al-Nusra-Front bei der Offensive in Aleppo ◥mit von der Partie ist, dann ist dies kein Manöver, um die oppositionellen Milizen im Sinne der „russischen Propaganda“ als dschihadistisch geprägt zu diskriminieren, sondern eine verlässliche Information.

    Die Allianz für die „entscheidende Schlacht“

    Die anderen Milizen, die laut Lister die Angriffs-Allianz bilden, sind Ahrar al-Sham, Zinki, Jabhat al-Shamiya, die Free Idlib Army und Fastaqm Kama Umirt. Von Ahrar al-Sham ist bekannt, dass auch die Salafisten, die gerne mit den Taliban in Afghanistan verglichen werden wollen, über enge Kontakte zu al-Qaida verfügen. ◥Nour al-Din al-Zenki, die durch die Enthauptung eines palästinensischen Jungen, einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde, folgt ebenfalls einer extremistischen islamistischen Agenda.

    Die Nennung der anderen Gruppen, der Sham-Front und der beiden FSA-Gruppen, ist nicht wirklich beruhigend. Weil sie Empfänger von Waffenlieferungen der CIA sind und ihre Verbindungen zu den religiösen Extremisten wie ersichtlich sehr eng. Die militärische Führerschaft von al-Nusra und Ahrar al-Sham wird von keinem Beobachter in Zweifel gezogen, auch nicht dass sich alle Gruppen in Aleppo der Sharia als gemeinsame Richtline – und zwar in einer rigiden Ausprägung – unterworfen haben.

    Laut Al-Jazeera ◥erklärte der Al-Nusra-Kommandeur in Aleppo den „kommenden Kmapf zur entscheidenden Schlacht, die die Regierung und ihre Verbündeten überraschen wird.

    Die Kriegsgegner Assads und seiner Regierung hatten von Anfang an klargemacht, dass sie von der humanitären Pause in Aleppo „nichts halten und sich zu nichts verpflichtet fühlen“, wie al-Jazeera ◥berichtet. Die von der syrischen Regierung bereitgestellten acht humanitären Korridore, sechs für Zivilisten, zwei für Mitglieder der Milizen, wurden angegriffen, ebenso die Busse, die dafür bereitgestellt wurden.

    Zivilisten, die als Geiseln gehalten werden

    Dies wurde gestern von mehreren Quellen bestätigt. Da bei solchen Meldungen immer auch der Verdacht oder der Vorwurf geäußert wird, sie seien bloße Propaganda einer Kriegspartei, soll in diesem Fall auf einen Berichterstatter verwiesen werden, nämlich Dan Rivers, der ◥Zeuge von Mörserangriffen auf Busse war und dies auch aus einer größeren Perspektive ◥bestätigte.

    Rivers hält sich als Reporter in Aleppo auf und sein ◥Bericht über die Situation dort, der im britischen Mirror erschien, mag manchem nicht gefallen, weist den Journalisten aber als jemanden aus, der gewiss nicht im Dienste des russischen Verteidigungsministeriums arbeitet.

    Auch in seiner ◥aktuellen Reportage aus der Stadt werden russische Angriffe in drastischen Worten geschildert, erneut ist dort auch die Rede von Scharfschützen, die auf Evakuierungswillige feuerten, von Granatenbeschuss auf die Zivilbevölkerung, die in der Busse waren und „von Zivilisten die in Schrecken davonliefen“. Bestätigt wird das Feuer der „moderaten Milizen“ auf die Zivilisten, die nach West-Aleppo wollten, ◥hier und ◥hier.

    Mobilisierung mit substantieller Unterstützung der Regionalstaaten

    Die Milizen, die die Bevölkerung in Ost-Aleppo wie Geiseln hält, braucht Nachschub für ihre Kämpfer. Derzeit laufe eine Generalmobilisierung, wie ◥mitgeteilt wird. Bei Charles Lister ist von ◥abschließenden Vorbereitungen die Rede und davon, dass ◥“regionale Staaten substantielle Unterstützung für die Offensive geliefert hätten.

    Die vereitelte Waffenruhe, so ◥berichtet der US-Journalist Sam Heller, habe die „syrischen Rebellen und die USA wieder einander nähergebracht“. Weitere Gräueltaten sind also zu erwarten. Sie werden auch künftig von deutschen Politikern und den größeren Medien wenig beachtet bleiben, wie es aussieht. Das Putin-Kino, das Merkel für ihren Wahlkampf aufzieht, ist leichter an die Öffentlichkeit zu vermitteln – dank solcher Experten wie Charles Lister.“

  103. 103 Jacko 23. Oktober 2016 um 7:43 Uhr

    „Erdogan behält sich quasi das Recht vor, im Bereich des gesamten ehemaligen Osmanischen Reichs militärisch zu intervenieren. In mehreren aggressiven Reden hat er territoriale Ansprüche im Nahen Osten, im Kaukasus und – besonders brisant – auf dem Balkan angemeldet. Griechische Politiker reagierten darauf äußerst ungehalten. Griechenland hatte im späten 19. und im frühen 20. Jahrhundert darüber drei Kriege mit der Türkei geführt und war 1974 nahe daran, wegen der türkischen Invasion auf Zypern einen vierten auszulösen.
    Bei einer Rede in Istanbul am 17. Oktober griff Erdogan Washington an, weil es die Türkei an einer Beteiligung am Angriff auf Mossul hindere. Washington stützt sich bei dieser Offensive auf kurdische Milizen, denen die türkische Regierung sehr feindlich gesonnen ist. Außerdem nimmt die Türkei es den Vereinigten Staaten übel, dass sie dem Führer der Gülen-Bewegung, Fethulla Gülen, Aufenthalt in den USA gewährt. Erdogan beschuldigt Gülen, der Drahtzieher des Putschs vom Juli zu sein.
    „In Mossul sind schon Operationen im Gang“, erklärte Erdogan. „Was sagen sie uns? Sie sagen: ‚Die Türkei soll sich aus Mossul heraushalten.‘ Wie komme ich dazu, mich aus Mossul herauszuhalten? Ich habe eine 350 Kilometer lange Grenze mit dem Irak und werde von jenseits der Grenze bedroht … Die Türkei wird sich an der Operation in Mossul beteiligen, und wir werden mit am Tisch sitzen. Es kommt gar nicht in Frage, dass wir uns da heraushalten. Wir haben eine Geschichte in Mossul.“
    Erdogan hatte Washington auch schon in einer Rede am 14. Oktober heftig kritisiert, weil es sich in Mossul auf kurdische Milizen stütze: „Schande über Euch! Sind die kurdischen PYD/YPG-Milizen euer Nato-Partner, oder ist es die Türkei? Wenn es die Türkei ist, dann müsst ihr euch mit uns an einen Tisch setzen und mit uns gemeinsam handeln.“ (…) Erdogan erhebt nicht nur Anspruch auf Mossul, sondern er hat in den letzten Tagen weitere territoriale Ansprüche formuliert. In dieser Hinsicht hat er auch Westthrakien erwähnt, zu dem heute ein Teil Südbulgariens und Nordgriechenlands gehört.
    An der Recep-Tayyip-Erdogan-Universität in der Provinz Rize sagte er am 15. Oktober: „Können wir Mossul sich selbst überlassen? Wir gehören zur Geschichte Mossuls. Und was tun sie nun? Sie haben sich verschworen, Mossul den Menschen von Mossul zu rauben … Die Türkei kann Aleppo nicht den Rücken zuwenden. Die Türkei kann ihre Landsleute in Westthrakien, Zypern, auf der Krim und anderswo nicht im Stich lassen. Wir können Libyen, Ägypten, Bosnien und Afghanistan nicht mit ihren Problemen allein lassen.“
    Er fügte hinzu: „Im Nahen Osten und in Afrika findet man einen Teil von uns in jedem Land zwischen Hatay [an der türkisch-syrischen Grenze] und Marokko. Auf diesem ganzen Weg von Thrakien bis Osteuropa findet man Spuren unserer Vorfahren.“
    Am Mittwoch erklärte der griechische Präsident Prokopis Pawlopoulos, Erdogans Äußerungen stellten den Vertrag von Lausanne von 1923 in Frage. Mit diesem Vertrag wurde der Konflikt zwischen den Alliierten-Mächten und der Türkei im 1. Weltkrieg endlich beigelegt. Dieser Vertrag besiegelte die Auflösung des Osmanischen Reiches und die koloniale Aufteilung des Nahen Ostens unter Frankreich und Großbritannien, und er legte die aktuelle Grenze zwischen Griechenland und der Türkei fest.“

    https://www.wsws.org/de/articles/2016/10/22/moss-o22.html

  104. 104 Nestor 23. Oktober 2016 um 10:24 Uhr

    @Tibulski

    Heise ist für mich im Syrien-Konflikt eine zwiespältige Quelle geworden, weil sie sich in eine komische Position hineinmanövriert haben, wo sie die syrische Regierung unbedingt als Kurdenfeinde hinstellen wollen und daher eine schiefe Optik auf alle anderen Akteure entwickeln.

    So ist auch dieser Artikel keine besondere Enthüllung. No na, kann man sagen. Natürlich wollen sich die Dschihadisten in Aleppo halten, es ist ja eine ihrer wichtigsten Bastionen, und klar werden sie da von Katat, Saudi-Arabien und den USA unterstützt. Das ist ja nichts Neues. Heise tut so, als wären sie da erst gestern draufgekommen.

    Die Russen schicken daher ja auch ein paar dicke Brummer auf dem Meer, die in ca. einer Woche vor der Küste Libyens startbereit sein werden. Der WK III winkt wieder einmal …

    https://de.sputniknews.com/politik/20161021313047321-admiral-kusnezow-passiert-aermelkanal/

    @Jacko

    Wobei der Witz ist, daß die griechischen Regierungen, vor allem unter dem Obristenregime, den Vertrag von Lausanne ja auch gerne revidiert hätten, um sich auf das Gebiet der Türkei zu erweitern … Das wurde ihnen von den USA im Rahmen der NATO so richtig verboten.
    Die türkischen Expansionsgelüste kommen natürlich zu einem Zeitpunkt, wo viele ihrer Nachbarstaaten wacklig bzw. in Auflösung begriffen sind – begreiflich, daß der Sultan sich da was ausrechnet.

    Auch bei Griechenland …
    Konstruktiver Vorschlag: die Türkei übernimmt die Grenzsicherung in der Ägäis verläßlich mittels Besetzung einiger griechischer Inseln durch türkisches Militär. Assistiert von Frontex übernehmen sie den Rücktransport auf türkisches Festland.
    Na, wär das nicht was?
    Wenn man doch in Libyen auch noch einen Erdogan fände!!

  105. 105 Tibulski 23. Oktober 2016 um 12:38 Uhr

    S Arabian minister invites Russian counterpart to GCC oil ministers meeting

    The meeting will be held at the Council’s headquarters in Riyadh on Sunday

    Anleger stecken ihr Geld in den Pleite-Staat Saudi-Arabien

    Der Run auf die Anleihe Saudi-Arabiens demaskiert die Schwächen der Finanzwelt. Die Investoren stärken damit einen Staat, der den Terror finanziert und eigentlich schon längst zahlungsunfähig ist.

  106. 106 Nestor 23. Oktober 2016 um 15:33 Uhr

    Man sollte die Anleger in Saudi-Anleihen nicht so schlecht machen.

    China, Japan, Rußland und die Banken und Regierungen der EU-Staaten unterstützen seit Jahren, ja Jahrzehnten die US-Kriege durch ihre Anleihenkäufe.

    Das ist eben das Schöne am Kreditwesen: über die Ausgabe von Wertpapieren anonymisieren sich sowohl Nutznießer als auch Anleger – die Konkurrenz der Nationen wird zu einer rein kommerziellen Transaktion mit bloßem Profitinteresse.

  107. 107 Tibulski 24. Oktober 2016 um 15:26 Uhr

    Wo steckt IS-Führer al-Baghdadi?

    Auch die IS-Anhänger in Mosul sind verunsichert. Hat er sich abgesetzt nach Raqqa? Lebt er noch? Was ist die Post-Mosul-Strategie?

    Russland: Teilung Syriens wäre verheerend für den Nahen Osten

    Russland warnt vor den Folgen einer Aufteilung Syriens. Es bestehe die Gefahr, dass Terroristen dann in Damaskus die Macht übernehmen – mit unabsehbaren Folgen.

    „Vier Tage zuvor hatte sich Putin telefonisch mit Erdogan in Verbindung gesetzt, um gemeinsame Schritte in Aleppo zu unternehmen. Erdogan sagte am Mittwoch, dass er und Putin eine Entscheidung in der Frage um Aleppo getroffen hätten. Al Jazeera zitiert Erdogan: „Gestern sprach ich mit Putin über den Rückzug von Al-Nusra. Wir sprachen über Aleppo (…) Wir haben unseren Kollegen die notwendigen Anweisungen gegeben und beginnen in dieser Richtung zu arbeiten, damit Al-Nusra Aleppo verlässt (…) Wir haben eine Einigung getroffen (…) An welche türkischen Städte grenzt Aleppo? An Kilis und Gaziantep. Wenn der befürchtete Flüchtlingsstrom von Aleppo stattfinden würde, dann würden nach den konservativsten Schätzungen etwa eine Million Menschen in die Türkei kommen. Wir können diese Kosten nicht decken.

    Die russische Nachrichtenagentur Sputnik bestätigte die Vereinbarung zwischen Putin und Erdogan, die im Verlauf eines Telefonats beschlossen wurde. Das Gespräch fand vor dem Deutschland-Besuch Putins statt.“

    „Schutzschild Euphrat“ – Moskau teilt mit Ankara Aufklärungsdaten aus Syrien

    Russland versorgt die Türkei mit Aufklärungsinformationen für den Einsatz „Schutzschild Euphrat“, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Montag.

    Moskau: Aleppo-Evakuierung gescheitert – Wie weiter aus russisch-syrischer Sicht?

    Eine mögliche Wiederaufnahme der humanitären Pause im syrischen Aleppo steht zurzeit nicht auf der Tagesordnung, wie Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Montag gegenüber Journalisten sagte.

  108. 108 Tibulski 24. Oktober 2016 um 19:01 Uhr

    Ankara und IS Hand in Hand

    Nordsyrien: Türkische Truppen und verbündete Dschihadisten liefern sich heftige Gefechte mit kurdischen Milizen und deren Alliierten

    Weltpolitik nach Obama (I)

    Das deutsche Außenpolitik-Establishment bereitet sich auf Kursänderungen in der US-Außenpolitik nach der bevorstehenden Präsidentenwahl vor. Ein Sieg Donald Trumps hätte „wohl weitreichende Konsequenzen“, heißt es in einer aktuellen Analyse der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP); doch sei auch unter einer Präsidentin Hillary Clinton mit spürbaren Veränderungen zu rechnen. Dies gelte vor allem für die Syrien-Politik. Tatsächlich diskutieren die außenpolitischen Eliten in Washington schon jetzt intensiv über neue militärische Maßnahmen in Nahost. Experten plädieren nicht nur für die Einrichtung einer sogenannten Schutzzone für angeblich gemäßigte Rebellenmilizen; darüber hinaus sind auch Luftangriffe auf die syrischen Regierungstruppen sowie Attacken mit Cruise Missiles im Gespräch. Zuweilen ist von einer „Koalition der Willigen“ die Rede, für die Verbündete gewonnen werden sollen; dies träfe nicht zuletzt die Bundesrepublik. Auf einer Veranstaltung des einflussreichen Council on Foreign Relations ist unlängst sogar ein möglicher Mord an Syriens Präsident Bashar al Assad erörtert worden. Stimmen, die vor einer militärischen Eskalation warnen, sind nicht verstummt, aber in die Defensive geraten.

    Spiel mit dem Weltkrieg (II)

    Die Bundesregierung begleitet die am Wochenende gestartete Militäroffensive jihadistischer Milizen in Aleppo mit der Verstärkung ihres Drucks auf Russland. Moskau müsse „als wichtigster Unterstützer des Regimes“ in Damaskus dafür sorgen, dass nun „eine tragfähige Übereinkunft für Aleppo“ möglich werde, fordert Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Tatsächlich ist der von Russland Ende letzter Woche initiierte Waffenstillstand von den aufständischen Milizen gebrochen worden, die, wie ein britischer Journalist aus Aleppo berichtet, auch die Evakuierung der Zivilbevölkerung mit dem Beschuss von Fluchtkorridoren verhinderten. Über ähnliche Praktiken des IS im irakischen Mossul heißt es zutreffend, er benutze Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“. Die Bundesregierung erhöht ihren Druck zu einem Zeitpunkt, zu dem Moskau seine militärische Stellung im östlichen Mittelmeer stärkt, aktuell mit der Entsendung einer Flugzeugträgerkampfgruppe vor die syrische Küste. Sie soll dazu beitragen, Russland auf Augenhöhe mit den westlichen Mächten zu bringen; auch die Bundeswehr beteiligt sich mit einer Fregatte am Einsatz des französischen Flugzeugträgers „Charles de Gaulle“ in der Region, in die der russische Flugzeugträger „Admiral Kusnezow“ derzeit strebt. Forderungen insbesondere aus der Parteiführung von Bündnis 90/Die Grünen, eine Flugverbotszone für Syrien zu verhängen, bereiten eine weitere, den direkten Krieg mit Russland riskierende Eskalation vor.

  109. 109 Nestor 25. Oktober 2016 um 13:36 Uhr

    Wenn einmal die Russen und Syrer dort eine Flugverbotszone ausrufen, dann gehts rund …
    Was wollen denn diese gründen Kriegstreiber? fragt man sich. Glauben die, das ist sowas wie der Jugo-Krieg ’99, wo man als Juniorpartner der USA ungestört herumbomben kann? Oder sind sie auch scharf auf WK III?

  110. 110 Tibulski 25. Oktober 2016 um 14:59 Uhr

    Der ehemalige NATO-General Kujat hat das in einer Talkrunde bei Anne Will mal so ausgedrückt: ‚Er verstehe immer nicht, wenn in der Öffentlichkeit eine Flugverbotszone über Syrien gefordert werde. Eine solche existiere doch bereits. In Syrien müssten selbst die Spatzen zu Fuß gehen, wenn die Russen es so wollten.‘

  111. 111 Tibulski 25. Oktober 2016 um 22:23 Uhr

    Erdogan: „Aleppo gehört dem türkischen Volk“

    Die türkische Armee setzt die territorialen Aspirationen ihres Präsidenten militärisch im Norden Syriens um. Als Helfer bieten sich die Dschihadisten an

    US Intelligence Chief Claims Russia Has ‚Some Intent‘ to Use S-300 in Syria

    Office of the Director of National Intelligence head James Clapper said Russia had delivered S-300 air defense systems to Syria having some intent to use them.

  112. 112 Nestor 26. Oktober 2016 um 11:41 Uhr

    Oh, oh – Spanien in der Zwickmühle!

    „Acht russische Kriegsschiffe sollen in der spanischen Exklave Ceuta aufgetankt werden. Da sie für den Kriegseinsatz in Syrien vorgesehen sind, üben Nato-Partner heftige Kritik an der Regierung in Madrid.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/spanien-veraergert-nato-verbuendete-mit-russland-hilfe-a-1118300.html

    Ceuta, ein ökonomischer Zuschußbetrieb des Mutterlandes, hat seine Haupt-Einnahmequelle im Hafen …

  113. 113 Tibulski 27. Oktober 2016 um 14:46 Uhr

    Russland und USA im Tandem: Gemeinsame Befreiung von IS-Hochburg Rakka?

    Russland will den USA vorschlagen, die Handlungen bei der Befreiungsoperation der IS-Hochburg Rakka zu koordinieren, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag.

    Washington Making ‚Extremely Weird Mistakes‘ in Syria

    Washington is making „extremely weird“ mistakes in Syria and Iraq, Russian defense analyst Konstantin Sivkov, President of the Academy of Geopolitical Problems, told Radio Sputnik, adding that what some describe as errors are in fact „planned“ steps aimed at helping US-backed radical forces.

  114. 114 Tibulski 27. Oktober 2016 um 15:21 Uhr

    »Zweitmoral«: Handelsblatt-Herausgeber Steingart über die Medien und den Krieg

    Gabor Steingart, Herausgeber des Handelsblatts, kommentierte am Mittwoch in seinem Newsletter die Berichterstattung deutscher Medien über die Kriege im Nahen und Mittleren Osten:

    „Wer heute morgen die Zeitungen liest, traut seinen Augen nicht: Über die Bombardierung von Aleppo durch die Truppen von Assad und Putin wird mit Abscheu und Entsetzen berichtet. Der Vormarsch auf die nordirakische Stadt Mossul, ein Gemeinschaftswerk von Kurden, Irakern und westlichen Einheiten, kann dagegen nicht schnell genug erfolgen. Ungeduldig erwartet man die ersten Kampfeinsätze in der Innenstadt. Der moderne Mensch weiß offenbar zwischen richtigen und falschen Toten zu unterscheiden. Wenn es Erst- und Zweitwagen gibt, warum soll es dann nicht auch eine Erst- und eine Zweitmoral geben? Letztere lässt sich vor allem sonntags gut tragen.“

    Ein Karl Held Tribute, das von dieser Seite dann doch nicht unbedingt zu erwarten war:

    „Fakten statt Gedichte“: Sicherheitsrat ist kein Theater – Russlands UN-Botschafter

    Der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin hat den stellvertretenden UN-Generalsekretär Stephen O’Brien dazu aufgerufen, konkrete Fakten über die Lage in Syrien vorzulegen, anstatt „Gedichte vorzutragen“.

  115. 115 Tibulski 27. Oktober 2016 um 17:52 Uhr

    Moskau: Terroristen in Aleppo verwenden tragbare Luftabwehrsysteme aus USA

    Extremisten im syrischen Aleppo setzen tragbare Luftabwehrsysteme aus US-amerikanischer Produktion ein, wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag bei einem Pressegespräch sagte.

    ‚Hotheads in Washington‘ Behind Plan B in Syria Miss Major Flaw of This Strategy

    Hardliners in the Obama administration have tried to convince the White House to send more powerful weapons, including MANPADs, to US-backed rebels in Syria, but this strategy does not only pose a risk to Russian aircraft and Damascus-led forces, but also the US military, journalist Vladimir Bychkov wrote for Sputnik.

    Mossul vs. Aleppo: „Spiegel“ antwortet mit IS-Bildern auf Propaganda-Vorwurf

    In einem knapp vierminütigen Video hat der Spiegel Online-Politikredakteur Christoph Sydow die Berichterstattungslinie seiner Redaktion über Aleppo und Mossul verteidigen wollen – allerdings mithilfe von Propagandamaterial der Terrormiliz Daesh. Dafür ernten Journalist und Online-Zeitung scharfe Kritik von BILDblog.

  116. 116 Nestor 27. Oktober 2016 um 20:21 Uhr

    Na ja, ich glaube nicht, daß Tschurkin oder O’Brien sich jemals den Konkret-Kongreß zu Gemüte geführt haben … ;-)

    Die österreichischen Abendnachrichten waren ein Schaustück der Rührseligkeits-Propaganda. Die Fernsehsprecherin hat sich verschluckt, war den Tränen nahe und ist fast vom Sessel gefallen über die unfaßbare Grausamkeit der Bombardierung eine Schule.
    (Gaza?
    Afghanistan?
    Pakistan?)

    Der Analyst hingegen hat mehr oder weniger gesagt, daß es jede der dort beteiligten Parteien gewesen sein könnte, man hat aber gemerkt, daß er dabei nicht ganz das gesagt hat, was die Tussi und höhere Chargen von ihm erwartet haben.

  117. 117 Tibulski 27. Oktober 2016 um 22:16 Uhr

    „Na ja, ich glaube nicht, daß Tschurkin oder O’Brien sich jemals den Konkret-Kongreß zu Gemüte geführt haben … ;-)

    Nein, natürlich nicht.

    War auch nur als Reminiszenz an Karls Todestag im Oktober gedacht. :-)

  118. 118 Tibulski 27. Oktober 2016 um 23:18 Uhr

    Putin zu Syrien und US-Vorwürfen: „Alles hat seine Grenzen“

    Russland verhält sich in Syrien vorerst zurückhaltend und antwortet nicht grob auf Vorwürfe der USA. „Doch alles hat seine Grenzen“, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am Donnerstag in der Plenarsitzung des Valdai-Diskussionsclubs in Sotschi am Schwarzen Meer.

    Moskau dementiert Meldungen über Luftangriff auf Schule in Idlib – Video ist ein Fake

    Moskau hat den Videobericht über einen Luftangriff auf eine Schule in der syrischen Siedlung Hass bei Idlib als ein Fake zurückgewiesen. „Das Video wurde aus rund zehn diversen Fragmenten montiert“, erklärte Generalmajor Igor Konaschenkow vom Verteidigungsministerium in Moskau am Donnerstag.

    Russia Registered US Attack Drone in Area Where Idlib School Was Attacked – MoD

    Russian reconnaissance means have registered a US attack drone in the area where a school in Syrua’s Idlib had been bombed, the Russian Defense Ministry said Thursday.

    US Claims It Saw Info Showing Russia or Syria Conducted Idlib School Attack

    The US government has seen information that implicates Russia and Syria as being responsible for carrying out an attack on a school in Idlib, US Department of State spokesperson John Kirby said in a briefing on Thursday.

    White House Claims Idlib School Attack Carried Out by Damascus or Moscow

    The United States believes that either Syrian President Bashar Assad or Russia is responsible for the recent airstrike on a school in Idlib, however has no evidence, White House Press Secretary Josh Earnest said in a briefing on Thursday.

  119. 119 Nestor 29. Oktober 2016 um 14:29 Uhr

    Na, wenn sie die Info gesehen haben, so können sie sie ja auch zeigen, sollte man meinen.

    Diese ganze Show mit „Wir wissen was, wir haben Beweise, aber die sind top secret“ ist inzwischen die Propagandamasche Nr. 1 der USA-Regierung und zieht sich von den Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins über den Flugzeugabschuß in der Ukraine bis zum Syrienkrieg.
    Es ist bemerkenswert, mit welchem Schwung die Medien die Verbreitung dieses Unfugs betreiben.

  120. 120 Nestor 03. November 2016 um 13:09 Uhr

    Offizelle Feuerpause von Seiten der Syrischen Armee und Rußlands
    Offensive der Islamisten auf West-Aleppo
    Der russische Kriegsschiff-Konvoi dürfte inzwischen vor der Küste Syriens angekommen sein
    Bald gibt es dort einen Big Bang, so meine Vermutung

  121. 121 Nestor 07. November 2016 um 12:26 Uhr

    Russland gibt Türkei freie Hand in Nordsyrien

    Die türkische Luftwaffe führt Operationen in Nordsyrien durch. Die Regierung in Syrien ist gegen den Einsatz, doch Russland gibt den Türken freien Zugriff auf Nordsyrien.

    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/11/07/russland-gibt-tuerkei-freie-hand-in-nordsyrien/?nlid=c7a1710824

  122. 122 Nestor 28. November 2016 um 12:18 Uhr

    Über diesen alten Artikel bin ich gerade gestolpert, also das ist wirklich bodenlos:

    Das neue Syrien kommt aus Wilmersdorf
    http://www.zeit.de/2012/31/Syrien-Bundesregierung

  123. 123 NN 29. November 2016 um 14:01 Uhr

    Russland meldet Durchbruch bei Schlacht um Aleppo

    Die russische Regierung meldet, dass Syrien den Durchbruch bei der Schlacht um Aleppo erreicht habe.

    Kein Vertrauen in Obama: Putin will Syrien-Deal erst mit Donald Trump

    US-Außenminister John Kerry will überraschend ein Syrien-Abkommen mit Russland schließen. Doch Russlands Präsident Putin zögert. Er würde nach den vielen Konflikten mit der Obama-Regierung lieber mit Donald Trump verhandeln.

  124. 124 NN 30. November 2016 um 15:36 Uhr

    Erdogan suddenly „declares war“ on Syria, Russia demands an explanation

    Turkish, Russian Foreign Ministers Will Discuss Rapprochement – Ankara

    Russian Foreign Minister Sergey Lavrov and his Turkish counterpart Mevlut Cavusoglu will discuss the normalization of Russian-Turkish relations during Thursday’s bilateral meeting, the Turkish Foreign Ministry said Wednesday.

    Nach Erklärung zu Assad-Sturz: „Erdogan hat sich verplappert“

    Nachdem Recep Tayyip Erdogan erklärt hat, er wolle Baschar al-Assad militärisch entmachten, beschäftigen sich russische Politiker und Experten mit möglichen Folgen für die Lage in Syrien sowie für die Beziehungen zwischen Ankara und Moskau.

    Erdogan’s Remarks on Assad Not Signifying Struggle Against Syrian Army

    Recent statements made by Turkish President Recep Tayyip Erdogan on his intention to depose his Syrian counterpart Bashar Assad does not mean that Ankara’s forces would fight against the Syrian Armed Forces, the Russian upper house of parliament’s defense committee chair said Wednesday.

    Putin stoppt Erdogans Kriegs-Pläne gegen Syrien

    Moskau hat offenbar die türkischen Ambitionen in Syrien gestoppt. Präsident Erdogan bleiben nur noch martialische Sprüche – die Russen wollen in Syrien auf Nummer Sicher gehen.

    Nachschub für Assad: Russisch-syrische Koalition bekommt neue Verbündete

    Die russisch-syrische Koalition könnte durch Soldaten aus Serbien, China, Ägypten und GUS-Ländern erweitert werden, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

  125. 125 Nestor 30. November 2016 um 16:16 Uhr

    Die Türkei sieht offenbar ihre Felle davonschwimmen, wenn die Dschihadisten in Aleppo aufgerieben werden.

    Die Ankündigungen Erdogans würde ich eher als Probeballon werten – die Türkei wird sich nicht auf einen Krieg gegen Rußland einlassen. Um so mehr, als sie sich der Rückendeckung der USA nicht mehr sicher sein kann.

  126. 126 Nestor 01. Dezember 2016 um 16:01 Uhr

    Darüber findet man wieder einmal nix in deutschprachigen Publikationen:

    „Syrische Rebellengruppen verhandeln in Ankara mit Rußland über einen Waffenstillstand

    Die Geheimgespräche in Ankara finden nach der Offensive des Regimes gegen die Aufständischen statt“

    http://internacional.elpais.com/internacional/2016/12/01/actualidad/1480588987_177902.html

  127. 127 Jacko 01. Dezember 2016 um 16:11 Uhr

    Desungeachtet – sei kein Ende in Sicht,
    findet Michael Lüders

    http://www.deutschlandfunk.de/syrien-der-krieg-wird-noch-jahrelang-weitergehen.694.de.html?dram:article_id=372682

    - wobei Lüders unterstellt, dass die Dschihadisten auch weiterhin aus diversesten Quellen unterstützt werden. [Sollten sie – also in großer Mehrheit – nun wirklich einen Schwenk Richtung Russland hinlegen, dann würden diverse Widerlinge wohl etwas blass ausschauen…]

  128. 128 Nestor 01. Dezember 2016 um 18:19 Uhr

    … genauso wie bei Trumps Wahl.

    Die lernen nicht, die Affen.

  129. 129 Jacko 07. Dezember 2016 um 10:13 Uhr

    Zumindestens die Zwiespältigkeit der US-Politik – einerseits Kampf gegen den Islamismus in Form des IS, andererseits Unterstützung des Islamismus in Form verdeckter Hilfe für Al Nusra etc, die dann als „gemäßigte Opposition“ gelabelt werden – das scheint Trump beenden zu wollen.
    Und zu: Türkei, Kurden, Saudis, Iran?

    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/amerikanische-militaerpolitik-trump-will-keine-regimewechsel-mehr-erzwingen-14562733.html

  130. 130 Nestor 07. Dezember 2016 um 11:28 Uhr

    Daß Trump von der Regime Change-Politik seiner beiden Vorgänger nichts hält (– angefangen hat das eigentlich schon unter Clinton mit den Jugoslawien-Kriegen und dem Sturz Milosevics), ist ja nichts Neues.
    Es ist übrigens angesichts der Ergebnisse nicht verwunderlich, daß da einer kommt und sagt: das bringt nix! Es war eher verrückt, so wie Killary zu sagen: weiter so, und noch mehr davon!

    Was der positive Inhalt einer neuen US-Außenpolitik sein wird, weiß derzeit vermutlich er selbst noch jemand anderer seiner Mannschaft.

    Es mag sein, daß er wie F.D. Roosevelt (mit der SU) eine Art Partnerschaft mit Rußland anstrebt, im Rahmen derer sich die restlichen Nationen weiter hinten einreihen sollen. Eine Art dualistisches Weltsystem – das, was Mao mit seiner 3-Welten-Theorie auch der SU vorgeworfen hat, also daß sie auch so etwas anstrebt.
    Ob er damit durchkommt, ist allerdings fraglich – die Widerstände im Apparat werden zu groß sein.

  131. 131 Jacko 08. Dezember 2016 um 5:04 Uhr

    Dass er auch vom überlegenen US-Standpunkt, die Welt quasi als „Weltinnenpolitik der USA“ zu behandeln, und überall verdeckte Drohnenangriffe durchführen zu können und das selbstverständlich zu dürfen und zu tun, Abstand nähme, das erscheint mir aber doch eher unwahrscheinlich (einen Schaden für die USA kann man sich dabei ja allenfalls als schlechte Meinung über die USA einfangen, und auf solcherlei diplomatisches Wohlverhalten pfeift er momentan ja demonstrativ, um die Stärke Amerikas herauszustellen). [Zumindestens in dem, was man öffentlich hört. Und es verhält sich die deutsche Bundesregierung ja dazu genau passend: Bündnispartnerschaftlich als Jasager, Vorreiter, gar Einpeitscher innerhalb der EU. – Oder hat jemand anderes anlässlich von Trump gehört?]

    http://konterblog.blogsport.de/2016/12/05/drohnenkrieg-aus-deutschland/

  132. 132 Nestor 08. Dezember 2016 um 10:51 Uhr

    Zum Drohnenkrieg hat Trump sich auch nicht geäußert, sondern nur gegen Interventionen, Stellvertreterkriege und Regime Change-Abenteuer.

    Der Drohnenkrieg ist ja von Obama sehr gründlich getestet worden, also der kann durchaus auch ausgeweitet werden.

    Man sieht, auch beim Militär werden möglicherweise weltweit Arbeitsplätze abgebaut!

    Die Frage, die sich hier allerdings aufdrängt, ist die, was damit erreicht werden soll. Eine Regierung läßt sich nicht stürzen, höchstens ein unliebsamer Regierungschef beseitigen.
    Als Drohmittel lassen sich die Drohnen einsetzen, aber was man mit ihnen ohne begleitende militärische Maßnahmen noch anfangen kann, ist unklar. Zumindest ein paar Marschflugkörper müßten da auch im Spiel sein.

    Dazu kommt, daß Trump ja ein paar Kriegsschauplätze erbt, die er auch irgendwie handhaben muß.

  133. 133 Nestor 10. Dezember 2016 um 15:18 Uhr

    Karlsruhe fordert Klärung des Status syrischer Flüchtlinge

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/10/karlsruhe-fordert-klaerung-des-status-syrischer-fluechtlinge/?nlid=c7a1710824

    Die Frage ist interessant, weil wenn Deutschland Syrien unter Assad weiterhin als Unrechtsregime qualifiziert und Assad sich durchsetzt und Syrien wieder unter seiner Herrschaft vereint, so müßte jeder Syrer in Deutschland Asyl erhalten.

    Wenn die deutsche Regierung hingegen verhindern will, daß halb Syrien nach Deutschland überschwappt, so müßte sie sich außenpolitisch anders positionieren.

    Eine interessante Zwickmühle, in die sich die deutsche Politik da hineinmanövriert hat.

    Eine Änderung der Einstufung der syrischen Regierung würde auch eine andere Politik gegenüber Rußland beinhalten …
    Auf diesem Gebiet können eindeutig die rechten Parteien wie FPÖ oder Front National punkten. Die sagen: Assad und Putin unterstützen und Flüchtlinge zurück!

  134. 134 NN 11. Dezember 2016 um 13:27 Uhr

    Watch Canadian Journalist Completely Dismantle Mainstream Narrative on Syria

    Freelance journalist Eva Bartlett is no stranger to the Syrian conflict, having visited the country repeatedly since the conflict began to get a sense of the realities on the ground. This week, confronted by a mainstream journalist regarding the lies presented in media coverage of Syria, Bartlett succinctly laid out exactly what the problem was.

    The full press conference can be found here.

  135. 135 Nestor 15. Dezember 2016 um 21:41 Uhr

    Bei Syrien hat sich die EU wirklich in eine Sackgasse manövriert.

    Heute wurde bei einem Treffen in Brüssel – im ORF – ein „Bürgermeister von Ostaleppo“ präsentiert – aus welchem Zylinder wurde dieser Typ gezogen? – der angeblich irgendwelchen in Brüssel versammelten EU-Häuptlingen von angeblichen Greueltaten der syrischen Armee berichtet hat. Das kam so als 20-Sekunden-Meldung, in der Art eines Kurz-Werbe-Spots.

    Dann Bilder von abziehenden Bussen mit Anti-Assad-Kämpfern unter russischem Schutz – man weiß ja nicht, wohin die gebracht werden und was aus ihnen wird, meinte die schmerzerfüllte Stimme des Kommentators im Hintergrund.

    Schließlich händeringend die ORF-Blondine an den Korrespondenten in Brüssel: was kann die EU jetzt tun? – und der Korrespondent, sich windend, in einem ca. 2-minütigen Statement: nichts!

    Neben der Demonstration der weltpolitischen Bedeutungslosigkeit der EU verweist dieses Kabarett auch auf das Problem der Asylpolitik und den ungeklärten Status der syrischen Flüchtlinge.

  136. 136 NN 18. Dezember 2016 um 23:12 Uhr

    Ausländische Offiziere in Aleppo festgenommen

    Aleppo. Mindestens 14 ausländische Offiziere sollen im Osten von Aleppo von syrischen Spezialeinheiten festgenommen worden sein. Das berichteten am Wochenende verschiedene Me­dien unter Berufung auf den syrischen Geschäftsmann und Parlamentsabgeordneten Fares Shehabi aus Aleppo. Laut Shebabi sollen die Offiziere aus Saudi-Arabien, Marokko, Israel und den USA stammen. Der Journalist Said Hilal Al-Charifi geht davon aus, dass sich unter den Festgenommenen auch Offiziere aus Frankreich und Deutschland befinden. Keiner der genannten Staaten bestätigte diese Behauptungen. (kl)

  137. 137 Nestor 19. Dezember 2016 um 16:06 Uhr

    Ich nehme an, hinter den Kulissen laufen derzeit die Telefone heiß. Die Syrer und Russen werden den betroffenen Staaten Angebote machen, was sie von ihnen wollen, damit sie diese Leute nicht in den Medien und international vorführen.

    Ich hielte ja eine Veranstaltung dieser Art für zielführender: „Das Gesicht des Dschihad“, frei nach dem kubanischen Vorbild
    http://enzensberger.germlit.rwth-aachen.de/verhoer.html

    „dokumentarische Literatur“, die „sich auf historische Faktizität und authentischen Wortlaut vor einem öffentlichen Tribunal in Habana auf Kuba noch während der Invasion in der Schweinebucht durch ein Söldnerheer im Auftrag der CIA und der amerikanischen Regierung stützt.

    Die herrschende Klasse, die kubanische Bourgeoisie, bekleidet mit amerikanischen Fallschirmjäger-Uniformen, muss hier Rede und Antwort stehen. Sie sehen sich selbst als Idealisten, die bei der Invasion für Prinzipien kämpften und keinerlei materielle Interessen kannten …“

  138. 138 NN 19. Dezember 2016 um 19:03 Uhr

    Kämpferabzug aus Aleppo: Ausländische Offiziere wollen auch raus – Diplomat

    Ausländische Offiziere, die sich zusammen mit Kämpfern der „gemäßigten Opposition“ in Ost-Aleppo aufhalten, versuchen, die Stadt gemeinsam mit den Terroristen zu verlassen. Dies teilte der syrische UN-Botschafter, Baschar Dschaafari, am Montag mit.

    „Viele ausländische Offiziere – Kriegs- und Aufklärungsoffiziere —, die sich zusammen mit Terrorgruppen im östlichen Teil von Aleppo aufhalten, versuchen, deren Hochburg zu verlassen“, so Dschaafari.

    Der Diplomat nannte mehrere Offiziere beim Namen und gab ihre nationale Zugehörigkeit an. Das sind Bürger der Türkei, der USA, Israels, Katars, Saudi-Arabiens, Jordaniens und Marokkos. (…)

    Auf die Frage, ob die syrischen Behörden diesen Personen erlauben würden, die Stadt zu verlassen, sagte Dschaafari: „Wir werden sie fangen und Ihnen zeigen.“ Derzeit würden die restgebliebenen Terroristen aus einigen Stadtbezirken zurückgeführt, so der Diplomat.“

  139. 139 NN 20. Dezember 2016 um 13:43 Uhr

    Russland und Türkei halten an Kooperation in Syrien fest

    Russland und die Türkei wollen sich auch nach dem Mord am russischen Botschafter in Ankara nicht von einem gemeinsamen Weg in Syrien abbringen lassen.

    Poroschenko vom Anschlag in Berlin „erschüttert“ – Kein Wort zu Mord in Ankara

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat seine „tiefe Erschütterung“ über die Attacke auf den Berliner Weihnachtsmarkt zum Ausdruck gebracht.

    How Low Can You Go? Ukrainian MP Calls Russian Ambassador’s Murderer a ‚Hero‘

    On Monday, Russian Ambassador to Turkey Andrey Karlov was killed by a terrorist gunman in Ankara. The ambassador’s murder has met with condemnation from politicians worldwide. But in Kiev, some lawmakers are actually celebrating the killing. Among them is Volodymyr Parasiuk, who called the ambassador’s murderer a ‚hero‘.

    Russland-Gegner in USA gegen Erdogans Annäherung an Putin

    Die enge Kooperation zwischen Russland und der Türkei sorgt für Unbehagen in Washington. Der türkische Präsident Erdogan wird als Urheber der Kooperation gesehen. Die US-Neocons rechnen sogar mit seiner Ermordung.

    Aleppo, Mossul und die Hegemonie 20.12.2016

    BERLIN/DAMASKUS/BAGDAD (Eigener Bericht) – Angesichts eines möglichen massiven Einflussverlusts der westlichen Mächte im Nahen Osten verschärfen deutsche Außenpolitiker ihre Sanktionsdrohungen gegen Moskau. Mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen müssten angebliche oder tatsächliche Kriegsverbrechen russischer Militärs in Ost-Aleppo geahndet werden, fordert der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU). Harte Kritik an der auch in Deutschland tobenden Propagandakampagne zu der brutal geführten Schlacht um Ost-Aleppo übt der renommierte britische Nahostkorrespondent Robert Fisk. Fisk konstatiert, es sei bemerkenswert, dass die Milizen in Ost-Aleppo als „Rebellen“ bezeichnet würden; da unter ihnen eine der stärksten ein Al Qaida-Ableger sei, werde damit immerhin die Organisation aufgewertet und in Schutz genommen, die für die Anschläge vom 11. September Verantwortung trage. Davon abgesehen werden die zahlreichen zivilen Todesopfer westlicher Luftangriffe im Krieg gegen den IS beschwiegen; eine bekannte US-NGO beziffert sie auf bislang mehr als 2.000. Die berüchtigten doppelten Standards der westlichen Propaganda begleiten vergebliche Bemühungen europäischer Mächte und der USA, russische Einflussgewinne in Nah- und Mittelost zu verhindern.

  140. 140 Nestor 20. Dezember 2016 um 17:32 Uhr

    Deutschland sieht seine Felle davonschwimmen in Sachen Weltmacht und Einfluß und versucht innerhalb der EU zu punkten mit den Anti-Rußland-Sanktionen, um sich wenigstens hier als Führungsmacht zu positionieren.
    Das wird vermutlich ziemlich in die Hose gehen, vor allem, wenn die USA tatsächlich eine Aussöhnung mit Rußland in die Wege leiten.

  141. 141 NN 20. Dezember 2016 um 20:06 Uhr

    Noch einmal: Russland und Türkei halten an Kooperation in Syrien fest

    „Anna Glazova vom Russian Institute of Strategic Research (RISI) sagte der Nachrichtenagentur Tass: „Dieses Treffen wird ein neues Format der Verhandlungen über Syrien verkünden, an dem die Konfliktparteien in Syrien direkt beteiligt sei werden, und wo die US-Regierung keine direkte Rolle spielen wird (…) Russland beginnt damit, direkt mit den in Syrien kämpfenden militanten Kämpfern zu sprechen, die die Bereitschaft zeigen, ihre Waffen niederzulegen. In der Tat ist dies ein weitaus effektiveres und zuverlässigeres Format, das uns den Frieden näher bringt und das Land ohne überflüssige, leere und sinnlose Verhandlungen rekonstruiert.“

    Zur aktuellen Syrien-Politik der USA sagt Glazova: „Die ausgehende US-Regierung versucht, Schritte zu ergreifen, die die ohnehin schlechte Situation weiter verschlechtern, während die künftige US-Regierung ihre Absicht zur Zusammenarbeit mit Russland in Syrien um im Nahen Osten im Allgemeinen erklärte. Dies hat Russland und allen Ländern der Region gezeigt, dass es in diesem Stadium keinen Sinn macht, mit den Vereinigten Staaten zu sprechen.“

    RISIS-Analystin Jelena Suponina sagte der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Sputnik: „Russland hat das Unmöglich möglich gemacht und einen Dialog zwischen der Türkei und dem Iran aktiv herbeigeführt. Die Einigung in Bezug auf Aleppo ist ein erstes klares Zeichen dafür. Dies wurde aufgrund der Vermittlung Russlands erreicht“

    Russland und Türkei wollen Frieden für Syrien ohne die USA

    Russland, die Türkei und der Iran haben sich darauf geeinigt, als Garantiemächte in Syrien aufzutreten, um den dortigen Konflikt zu lösen. Die USA werden als Garantiemacht ausgeschlossen.

    „Die Außenminister Russlands, der Türkei und des Iran haben sich am Dienstag auf eine „Moskauer Deklaration“ geeinigt, berichtet Haberturk. Die Deklaration, die bereits unterzeichnet wurde, legt fest, dass alle drei Staaten künftig als offizielle Garantiemächte in Syrien agieren werden, um den Waffenstillstand zu sichern und weitere Vereinbarungen zu treffen.

    Russland, die Türkei und der Iran wollen ohne den Westen Friedensverhandlungen für Syrien auf den Weg bringen. Nach Gesprächen von Russlands Außenminister Sergej Lawrow und Verteidigungsminister Sergej Schoigu mit ihren Kollegen aus Ankara und Teheran in Moskau kündigten die drei Staaten gemeinsam einen entsprechenden Vorstoß an. Sie würden als Garantiemächte für ein Abkommen zwischen der syrischen Regierung und der Opposition einstehen. Lawrow zufolge stimmen die drei Staaten überein, dass der Kampf gegen den Terrorismus Vorrang vor einem Regierungswechsel in Syrien haben müsse. Er kündigte zudem an, die Evakuierung der umkämpften Gebiete in Aleppo werde in zwei Tagen abgeschlossen sein.

    Die drei Staaten sollen als Vermittler zwischen der syrischen Regierung und der syrischen „Opposition“ fungieren, um ein Abkommen aushandeln zu lassen, und anschließend als Garantiemächte jenes Abkommens zu handeln. Eine kriegerische Lösung des Syrien-Konflikts lehnen Moskau, Ankara und Teheran ab, berichtet die russische staatliche Nachrichtenagentur Sputnik.

    „Alle bisherigen Anläufe der USA und deren Partner zu einem koordinierten Vorgehen waren zum Scheitern verurteilt. Sie haben keinen Einfluss auf das Geschehen vor Ort gehabt“, zitiert The Daily Mail den russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu.

    Die Nachrichtenagentur Anadolu zitiert den türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu: „Wir sprechen hier über einen Waffenstillstand für ganz Syrien. Allerdings gilt das nicht für die Terrororganisationen ISIS und Al-Nusra. Diese Organisationen werden wir weiterhin bekämpfen (…). Es gibt die Hisbollah und noch weitere Gruppen. Die Hilfen für all diese Gruppen müssen abgeschnitten werden.“

    In der Erklärung hieß es, man habe alle Länder zur Teilnahme an dem neuen Vorstoß aufgerufen, die „einen Einfluss auf die Situation am Boden“ hätten. Lawrow sagte, Kasachstan habe sich als Gastgeber für neue Friedengespräche angeboten.

    Russlands Präsident Wladimir Putin hatte vor einigen Tagen erklärt, er und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan arbeiteten an einem neuen Vorstoß ohne Beteiligung der USA oder den Vereinten Nationen (UN). Die neue Erklärung zeigt nicht nur die tieferen Beziehungen zwischen Russland, der Türkei und dem Iran. Die Regierung in Moskau hat zudem zuletzt ihren Unmut über die nach ihrer Darstellung langwierigen und sinnlosen Verhandlungen mit den USA über Syrien geäußert. Lawrow sprach vergangene Woche von einem „ergebnislosen Herumsitzen“.“

  142. 142 Nestor 21. Dezember 2016 um 5:26 Uhr

    Die USA ist derzeit aus dem Geschehen völlig abgemeldet, was schon bemerkenswert ist.
    Das liegt neben den Aktivitäten Rußlands und ihrer Diplomatie auch am Regierungswechsel in den USA.
    Ich halte es für möglich, daß das Syrien-Desaster in den USA für eine Schwächung des CIA verwendet wird, mit dem der neue Präsident in den Ring steigen wird. Eines der Ziele von Trump dürfte die Zurückstutzung dieser ehrenwerten Institution sein.

    Wer weiters in Syrien völlig außen vor bleibt, sind die EU und Saudi-Arabien.

    Für die EU markiert die Syrien-Politik praktisch das Ende ihrer Weltordnungs-Ambitionen. Sie ist als Weltmacht abgemeldet. Das außenpolitische Fiasko, das sich auch bei Libyen zeigt, hat natürlich auch Wirkungen auf ihren inneren Zerfall: GB und Frankreich sehen sich nach neuen, rein national bestimmten außenpolitischen Zielen um.
    Deutschland versucht, mit dem Wasser bis zum Hals das sinkende Schiff noch auf Kurs zu halten, mit den ökonomisch schädlichen und politisch wirkungslosen Sanktionen gegen Rußland. Die militärisch aussichtslose, wirtschaftlich extrem schädliche Konfrontation mit Rußland befördert die Opposition innerhalb Deutschlands, und auch innerhalb der EU.

    Der Verfall des Euro hat also nicht nur ökonomische, sondern auch politische Gründe.

    Saudi-Arabien steht inzeischen mit seiner Zerstörung des Jemen außenpolitisch isoliert da, hat aber die Kosten dieses Abenteuers zu tragen und wird auch an anderen Fronten (Afghanistan, Pakistan) zunehmend in die Defensive gedrängt. In den USA ist durch die Wahl Trumps jede Unterstützung abhanden gekommen.

    Die US-Außenpolitik wird völlig neu gestaltet werden und es sieht so aus, als ob der Nahe Osten für die USA – u.a. wegen der Fracking-Selbstversorgung – an Bedeutung verliert.

  143. 143 NN 21. Dezember 2016 um 15:41 Uhr

    Syrien legt Liste mit ausländischen Militärs und Agenten in Aleppo vor

    Der syrische UN-Botschafter hat am Montag die Namen von ausländischen Geheimdienstmitarbeitern in Ost-Aleppo genannt. Diese stecken dort fest und sollen von der UN evakuiert werden.

    „Nachdem der UN-Sicherheitsrat am Montag eine Beobachtermission für Aleppo beschlossen hat, trat der syrische UN-Botschafter Bashar al-Jaafari vor die Presse und verlas die Namen von ausländischen Agenten und Militärberatern, die im Osten Aleppo festsitzen.

    Bei den saudischen Geheimdienst- und Militärmitarbeitern handelt es sich um Muhammad Ahmad Al-Sabyan, Abd Al-Monaem Fahd Al-Hrej, Ahmad bin Nawfal Al-Drej, Muhammad Hassan Al-Subayi, Qassem Saad Al-Shummari, Ayman Qassem Al-Thalibi.

    Weitere Personen sind David Scott Winner (US-Amerikaner), David Schlomo Aram (Israeli), Murtaz Oglacan Oglu (Türke), Muhammad Sheikh Al-Islam Al-Tamimi (Katari), Amajd Qassem At-Tyrawi (Katari) und Muhammad Al-Sharifi Al-Idrissi (Marokkaner).

    Al-Jaafari wörtlich: „Diese Individuen der syrischen moderaten Opposition haben ausländische Staatsbürgerschaften und versuchen, aus dem Osten von Aleppo zu flüchten – gemeinsam mit den Terroristen. Und deshalb haben sie in den vergangenen drei Tagen diesen hysterischen Schritt im Sicherheitsrat beobachten können. Denn das Hauptanliegen besteht darin, wie man diese terroristischen Ausländer und Geheimdienstoffiziere, die aus denselben Staaten kommen, die diese Resolution verabschiedet haben, rettet.“

  144. 144 NN 21. Dezember 2016 um 16:06 Uhr

    At Least 14 US Coalition Military Officers Captured by Syrian Special Forces in East Aleppo Bunker

    DAMASCUS – According to two reports coming out of Aleppo today, at least 14 US Coalition military officers were captured this morning in an East Aleppo bunker by Syrian Special Forces.

    Syrien: Die Türkei als Garantiemacht der Opposition?

    Die Evakuierung aus Ost-Aleppo, verdeckte Operationen und der Dreier-Gipfel in Moskau mit Ankündigung eines Friedens-Fahrplans

  145. 145 Nestor 24. Dezember 2016 um 14:16 Uhr

    Erdogan meldet bei einem Treffen für Außenhandel in Istanbul, daß die EU von den 3 Milliarden €, die der Türkei versprochen wurden, bisher 677 Millionen ausgezahlt hat. Er fügte hinzu, daß dieses Geld der türkischen Landesorganisation des Roten Halbmonds übergeben wird und nicht in das türkische Budget eingeht.
    (Izvestija, 24.12. 2016)

  146. 146 Jacko 26. Dezember 2016 um 12:33 Uhr

    Dass die Türkei inzwischen auch ganz offiziell als Garantiemacht für die syrischen Dschihadisten auftritt – ist vermutlich darin der Versuch eines Alleinvertretungsanspruchs, und darin wohl dann auch ein Affront gegenüber den USA und den Golf-Staaten.

    https://www.wsws.org/de/articles/2016/12/23/syri-d23.html

    (Wobei den USA, spez. der Trump-Regierung, – diese Wendung möglicherweise gar nicht mal ungelegen kommt?)

    Weiteres zur UNO-Position etc:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/de-mistura-naechstes-aleppo-verhindern-14587900.html

  147. 147 Nestor 26. Dezember 2016 um 13:58 Uhr

    Rußland hat das alles sehr geschickt gemacht. Es hat die Türkei als Juniorpartner mit ins Boot genommen und bietet ihr jetzt weitaus bessere Konditionen des Mitredens als die NATO.
    Was das alles für die NATO heißt, wird sich erst weisen. Aber es scheint, wenn sie die Türkei im westlichen Bündnis behalten will, ist eine Einigung mit Rußland unumgänglich, und das würde eine völlig neue Ausrichtung der NATO nach sich ziehen.

    Man beachte auch die Symbolkraft der „Moskauer Deklaration“. Bisher wurde damit die Erklärung von 1943, in der die Allierten die Nachkriegsordnung Europas festlegten, bezeichnet.

    Der UNO-Gesandte gibt ein trostloses Bild seiner Parteilichkeit ab, wenn er evakuierte Dschihadisten als „Schutzsuchende“ bezeichnet, die nicht in Idlib auch noch eine Niederlage erleiden dürfen.
    Letztes Japsen eines Freien Westens, der seine Felle in Syrien davonschwimmen sieht.

  148. 148 Jacko 03. Januar 2017 um 7:30 Uhr

    Innerhalb der Türkei scheint es Kritik an den „Notstandsmaßnahmen“ der Regierung dahin gehend zu geben, dass die Absetzung und Inhaftierung von Polizisten und Richtern, die wirklich oder angeblich mit linkem oder Gülem-Gedankengut sympathisieren, die Türkei derart enorm geschwächt habe…

    „Die entlassenen Staatsbediensteten werden wie schon in früheren Fällen namentlich im Anhang des Dekrets benannt. Diese Praxis ist hoch umstritten, da die Betroffenen damit öffentlich an den Pranger gestellt werden, ohne jemals von einem Gericht verurteilt worden zu sein.
    Seit Verhängung des Ausnahmezustands kann Erdogan per Dekret regieren. Die Dekrete haben Gesetzeskraft und gelten ab ihrer Veröffentlichung. Das Parlament muss sie nur nachträglich bestätigen. Der bereits einmal verlängerte Notstand gilt mindestens bis Mitte Januar. Nach dem gescheiterten Putschversuch Mitte Juli wurden mehr als 30.000 Menschen festgenommen und mehrere zehntausend entlassen.“ (Stand Nov’16)
    http://www.msn.com/de-de/nachrichten/welt/t%C3%BCrkei-entl%C3%A4sst-tausende-sicherheitskr%C3%A4fte/ar-AAkAT8q?li=AA520o

    … dass das inzwischen die Zukunft der Türkei bedrohe – auch, weil der IS anscheinend es derzeit sehr leicht findet, den Terror nun in die Türkei zurückzutragen…
    (Einige der letzten als dem IS in der Türkei zugehörig Identifizierten waren ja augenscheinlich offizielle türkische Polizisten oder Sicherheitskräfte.)
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-als-anschlagsziel-brutaler-kampf-an-allen-fronten-a-1128250.html

  149. 149 NN 03. Januar 2017 um 14:30 Uhr

    Waffen für Dschihadisten

    Syrien: Nach der Befreiung der Stadt Aleppo wurde dort tonnenweise Kriegsgerät aus den USA und anderen Ländern sichergestellt

    „Ganz still wurden die westlichen UN-Botschafter aber, als der syrische Geschäftsmann und Parlamentsabgeordnete, Faris Shehabi, auf seiner Facebook-Seite die Namen von 14 ausländischen Militär- und Geheimdienstoffizieren nannte, die in Ostaleppo ausfindig gemacht und festgenommen worden seien. Die Männer seien aus der Türkei, USA, Israel, Marokko, Jordanien, Katar und Saudi-Arabien, so Shehabi. Unmittelbar danach einigte man sich im UN-Sicherheitsrat fast stillschweigend auf eine UN-Mission, die die Evakuierung derjenigen kontrollieren sollte, die nach Idlib oder in die Türkei gebracht werden wollten.

    Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und der Syrische Arabische Rote Halbmond (SARC) waren zu diesem Zeitpunkt schon seit Tagen an der Seite der Menschen in Ostaleppo gewesen. Nach Idlib und in die Türkei wurden schließlich 35.000 Menschen evakuiert. Darunter waren 4.000 Kämpfer, deren Angehörige, Verletzte und Unterstützer. Mit den letzten Bussen hätten ausländische Geheimdienstoffiziere und Militärs den Osten von Aleppo verlassen, berichtete der libanesische Sender Al-Mayadeen. Westliche Medien schwiegen ebenso wie die syrische Regierung und deren Verbündete.

    Im US-Internetportal Veterans Today (»Veteranen heute«), das nach eigenen Angaben »die Position von Mitgliedern der militärischen Gemeinde und von Veteranen aus dem Bereich der nationalen Sicherheit, geopolitischen Stabilität und Innenpolitik vertritt«, war am 17. Dezember zu lesen, dass die genannten 14 Namen vermutlich falsche Identitäten gewesen seien. Veterans Today bezieht sich dabei auf einen Artikel des Internetportals Southfront. Es sei »gängige Praxis, falsche Identitäten zu benutzen, wenn man in einer geheimen Operation diene«, heißt es dort im Beitrag eines Autors namens »Gordon«. Auch Southfront steht vermutlich Geheimdienstkreisen nah und bietet nach eigenen Angaben »mit einem Expertenteam aus allen vier Ecken der Erde (….) Analyse und Aufklärung über militärische Operationen und die militärische Position der wichtigsten Weltmächte« an.

    Von »eigenen syrischen Quellen« habe Southfront erfahren, dass 128 ausländische Offiziere mit den Kämpfern, Angehörigen und Verletzten aus Ostaleppo evakuiert worden seien. Es habe »eine Vereinbarung zwischen allen beteiligten Parteien« darüber gegeben. Demnach hätten Offiziere aus den USA (22), Großbritannien (16), Frankreich (21), Israel (7) und der Türkei (62) Ostaleppo verlassen. Westliche Medien berichteten darüber nicht, und auch Syrien schwieg.

    Was die abziehenden Kämpfer und ausländischen Offiziere zurückließen, wird nun von russischen und syrischen Spezialkräften dokumentiert. Mehr als 14.000 Minen und Sprengfallen wurden entschärft, Tausende selbstgebaute Bomben zusammengetragen. Fundorte waren demnach unter anderem vier Schulen, ein Kindergarten und neun Moscheen. Pioniere der russischen und syrischen Armee fanden Waffenlager, die »randvoll« mit großkalibriger Munition für schwere Waffen – Gewehre, Raketen, Artillerie – gewesen seien. Als Herkunftsländer des Kriegsgeräts nannte der russische Major Iwan Gromow unter anderen die USA, Deutschland und Bulgarien. Außerdem habe man nagelneue 122-mm-Mörsergranaten, Handgranaten und Granatwerfer sowie Raketen für Mehrfachraketenwerfer und Granaten für Haubitzen gefunden, sagte Gromow am 28. Dezember dem Sender Rossija 24. Bilder und Filmaufnahmen wurden verbreitet. Die Herkunft von vielen der Waffen in Originalkisten sei durch Aufkleber erkennbar gewesen, auf denen »Aus den USA für die gegenseitige Verteidigung« gestanden habe.

    Auch Massengräber mit Dutzende Leichnamen seien gefunden worden, teilte das russische Verteidigungsministerium am 26. Dezember mit. Die Toten hätten Schusswunden am Kopf, Verstümmlungen und deutliche Spuren von Folter aufgewiesen. Eine Sprecherin der UN-Kommission für Menschenrechte in Genf erklärte, die Kommission prüfe die Angaben.“

  150. 150 Nestor 03. Januar 2017 um 19:49 Uhr

    Leute, geht bitte zu den neueren Beiträgen zu Syrien über, der ist schon recht voll mit Kommentaren.

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