Pressespiegel: El País, 21.2. 2016

AL ASSAD: ES GIBT 80 STAATEN, DIE DIE TERRORGRUPPEN IN SYRIEN UNTERSTÜTZEN

Interview mit Baschar Al Assad, geführt von dem Sonderkorrespondenten David Alandete in Damaskus

El País: In dieser Woche haben Sie den humanitären Zugang zu sieben belagerten Gebieten erlaubt. Es gibt Schätzungen, daß in diesen Regionen 486.000 Menschen leben, viele von ihnen seit mehr als drei Jahren unter Belagerung. Warum wurde die Gewährung dieser Hilfe in diesen Konflikt so lange verzögert?

Al Assad: In Wirklichkeit wurde das nicht erst kürzlich genehmigt. Das läuft seit dem Beginn der Krise. Wir haben keine Sperre über irgendein Gebiet in Syrien verhängt. Es gibt einen Unterschied zwischen einem Embargo und einer Armee, die eine bestimmte Umgebung belagert, weil es dort Aufständische gibt, und das ist etwas Natürliches in diesem Fall, was Sicherheit oder militärischen Lage angeht. Aber das Problem in diesen Gebieten ist, dass die bewaffneten Gruppen die Lebensmittel und andere lebenswichtige Güter der Bewohner konfisziert haben und sie entweder an die Aufständischen übergeben oder zu sehr hohen Preisen an die Bevölkerung verkaufen.
Was die Regierung angeht, haben wir nie die Hilfelieferungen in irgendein Gebiet verhindert, nicht einmal derjenigen, die unter der Kontrolle des Islamischen Staates sind, wie die Stadt Rakka im Norden des Landes, die ist jetzt unter seiner Kontrolle ist und vorher unter der der Al-Nusra Front [örtliche Filiale der Al-Qaida] war, seit fast drei Jahren. Wir schicken bis heute in diese Gebiete die Pensionen, die Gehälter der Beamten und Impfstoffe für Kinder.

El País: Das heißt, Sie schicken nach Rakka Lebensmittel und Gehälter?

Al Assad: So ist es. Wenn wir die Gehälter sogar nach Rakka schicken, weil wir als Regierung glauben, daß wir Verantwortung für alle Syrer tragen, wie sollten wir das für andere Gebiete nicht tun? Dies wäre widersprüchlich. Deshalb sagte ich, dass die Lieferung von humanitärer Hilfe nicht erst kürzlich stattgefunden hat. Wir haben von Anfang an nie die Lieferung von Hilfen oder Lebensmitteln verboten.

El País: Und findet diese weiterhin statt?

Al Assad: Natürlich.

El País: Russland und die USA haben letzte Woche eine Waffenruhe angekündigt. Ist die syrische Regierung bereit, die Waffenruhe und die Aussetzung der militärischen Operationen in Syrien zu respektieren?

Al Assad: Selbstverständlich. Außerdem haben wir angekündigt, dass wir dazu bereit sind, aber die Sache hängt nicht bloß von einer Ankündigung ab. Sie hängt davon ab, was wir im Feld erreichen werden. Ich denke auch, daß das Konzept „Waffenruhe“ nicht angebracht ist, weil eine Waffenruhe kann nur zwischen verfeindeten Armeen und Ländern geschlossen werden. Besser wäre es, das Konzept des „Einstellens der Kampfhandlungen“ zu verwenden. Es geht in erster Linie um eine Feuerpause, aber auch um andere ergänzende Faktoren, die wichtiger sind, wie zum Beispiel zu verhindern, daß die Terroristen die Gelegenheit ergreifen, ihre Positionen durch die Feuerpause zu verbessern. Sie hängt auch davon ab, anderen Ländern, insbesondere der Türkei, zu verbieten, Männer, Waffen oder jede Art von logistischer Unterstützung an die Terroristen zu schicken.
Außerdem gibt es einen Beschluß des Sicherheitsrates der UNO(1) zu dieser Frage, der nicht umgesetzt wurde.
Wenn nicht alle diese Bedingungen für die Einstellung der Kampfhandlungen garantiert sind, wird dies einen negativen Effekt haben und zu mehr Chaos in Syrien, und auch zur de-facto-Teilung des Landes führen. Die Einstellung der Kampfhandlungen könnte also positive Auswirkungen haben, aber nur, wenn die notwendigen Voraussetzungen gegeben sind.

El País: Wird es also Kämpfe geben, trotz der Waffenruhe, zumindest gegen einige bewaffnete Gruppen?

Al Assad: Ja, sicherlich, wie gegen den IS, Al Nusra und andere Organisationen oder terroristische Vereinigungen, die mit Al-Qaida verbundenen sind. Derzeit nennen Syrien und Russland vier Namen: Ahrar al-Sham und Jeish el Islam [Armee des Islam] zusätzlich zu der Al-Nusra-Front und dem IS.

El País: Ihre Truppen haben Aleppo umzingelt, eine Hochburg der Opposition. Wann rechnen Sie damit, die volle Kontrolle über diese Stadt zurückgewinnen?

Al Assad: Eigentlich sind wir bereits im Stadtzentrum und ein Großteil der Stadt ist unter der Kontrolle der Regierung. Die Mehrheit der Bewohner der Vororte sind aus dem Gebiet unter Kontrolle der bewaffneten Aufständischen auf Gebiete unter der Kontrolle der Regierung gezogen. Die Frage ist nicht mehr, die Kontrolle über die Stadt zurückzugewinnen. Tatsächlich geht es darum, die Straßen zwischen der Türkei und den terroristischen Gruppen in blockieren. Das ist derzeit das Ziel der Kämpfe in Aleppo, und es ist uns vor kurzem gelungen, die Haupt-Verbindungsrouten zu blockieren.
Es gibt keine komplette Absperrung zwischen Aleppo und der Türkei, aber es macht die Beziehung zwischen der Türkei und den Terroristen sehr viel schwieriger. Es ist aus diesem Grund, daß die Türkei seit kurzem die Kurden bombardiert.

El País: Was ist als nächstes nach Aleppo dran? Ist die syrische Armee bereit, auf Rakka, die selbsternannte Hauptstadt des IS, vorzustoßen?

Al Assad: Im Prinzip werden wir überallhin vorstoßen, aber im Moment sind wir in Syrien an mehr als zehn Fronten im Einsatz. Wir bewegen uns auf Rakka zu, aber wir sind noch weit davon entfernt. (…) die Zeit hängt von den Ergebnissen der verschiedenen derzeit stattfindenden Kämpfe ab und deshalb lassen sich Zeitpunkte nicht genau definieren.

El País: Russland hat eine intensive Kampagne von Luftangriffen gegen die wichtigsten Positionen der Opposition begonnen. Das stellte einen Wendepunkt in der Auseinandersetzung dar. So sehen das inzwischen viele so, daß die Initiative jetzt bei Ihnen ist. Meinen Sie, daß dies auch ohne Hilfe von außen erreicht hätten?

Al Assad: Zweifellos war die russische und iranische Unterstützung wesentlich für unsere Armee, um diesen Fortschritt zu erzielen. Aber zu sagen, daß wir nicht in der Lage gewesen wären, diese Erfolge zu erringen, ist hypothetisch. Ich will damit sagen, daß darauf niemand eine eindeutige Antwort geben kann. Aber auf jeden Fall brauchen wir diese Hilfe, aus einem einfachen Grund: mehr als 80 Länder unterstützen die Terroristen auf unterschiedlichen Art und Weise. Einige direkt mit Geld, logistischer Unterstützung, Waffen oder Kämpfern. Anderen Länder leisten politische Unterstützung in verschiedenen internationalen Foren. Syrien ist ein kleines Land. Wir können kämpfen, aber es gibt eindeutig eine bedingungslose Unterstützung für diese Terroristen und es ist offensichtlich, dass wir in dieser Situation internationale Unterstützung benötigten. (…)

El País: Was die russischen Luftangriffe angeht: Beunruhigen Sie die zivilen Opfer nicht? Am Montag wurde ein Krankenhaus bombardiert und dabei 50 Menschen getötet. Die USA beschuldigen dafür Russland.

Al Assad: Andere Verantwortliche aus den USA sagten, dass man nicht weiß, wer die Tat begangen hat, allerdings kamen diese Aussagen erst später. Diese widersprüchlichen Aussagen sind häufig in den USA, aber niemand hat einen Beweis, wer den Angriff beging und wie. Was die Opfer angeht, so ist dies ein Problem in jedem Krieg. Natürlich bin ich über den Tod jedes unschuldigen Zivilisten in diesem Konflikt sehr traurig, aber das ist eben Krieg. Kriege sind schlecht, es gibt keinen guten Krieg, weil es immer Zivilisten und Unschuldige geben wird, die den Preis zahlen werden.

El País: Wie erklären Sie also Ihrem Volk, den Syrern, daß eine fremde Armee in seinem Gebiet operiert, die zivile Opfer verursacht? Sehen Sie das als etwas Unvermeidliches?

Al Assad: Es gibt keinen Beweis dafür, daß die Russen zivile Ziele angegriffen haben. Sie sind sehr präzise in ihren Angriffen und greifen täglich Basen und Positionen der Terroristen an. Es sind die Amerikaner, die zahlreiche Zivilisten im Norden von Syrien getötet haben. Bisher kam es zu keinem einzigen russischen Zwischenfall mit Zivilisten, da die Russen nicht Zivilisten angreifen und sich bei ihren Angriffen vor allem auf ländliche Gebiete konzentrieren.

El País: Wo wir bei den ausländischen Armeen sind: Wie würden Sie reagieren, wenn die Türkei und Saudi-Arabien ihre Drohungen wahrmachen, Truppen in Ihr Land zu entsenden, unter dem Vorwand, den IS zu bekämpfen?

Al Assad: Wie Sie sagen, handelt es sich um einen Vorwand. Sollten sie das machen, so werden wir mit ihnen genauso verfahren wie mit den Terroristen. Wir werden unser Land verteidigen. Ein solches Vorgehen stellt eine Aggression dar. Sie haben kein Recht, in Syrien zu intervenieren, politisch oder militärisch. Es wäre eine Verletzung des Völkerrechts und für uns als syrische Bürger gäbe es nur die Möglichkeit, zu kämpfen und unser Heimatland zu verteidigen.

El País: Die Türkei hat begonnen, von ihrem Territorium aus syrischen Gebiete zu bombardieren.

Al Assad: In der Tat. Davor schickte die Türkei Terroristen. Sie arbeitet auf das gleiche Ziel hin und erzielt die selben Effekte mit verschiedenen Mitteln. Die Türkei ist in die Ereignissen in Syrien seit Anfang an involviert.

El País: Saudi-Arabien hat versucht, die Opposition auf einer Konferenz in Riad zu vereinen. Einige mit al-Qaida verbandelte Kämpfer nahmen an den Sitzungen teil. Gibt es eine Gruppe der bewaffneten Opposition, die Sie als legitime Partei erkennen würden, mit denen du verhandeln können?

Al Assad: Beziehen Sie sich auf Gruppen, die im Feld im Einsatz sind?

El País: Ja.

Al Assad: Nein. Unter rechtlichen und verfassungsmäígen Gesichtspunkten ist jeder, der Waffen ergreift gegen gegen das Volk und gegen die Regierung, ein Terrorist, in seinem Land, in unserem Land oder in jedem anderen Land der Welt. Wir können nicht sagen, dass diese Menschen Legitimität genießen. Sie können legitim werden, wenn die Waffen niederlegen und am politischen Prozess teilnehmen. Dies ist die einzige Möglichkeit in jedem Land, für den Wiederaufbau oder Änderungen im Gesetz, der Verfassung oder der Regierung. Dies kann mittels eines politischen Prozesses durchgeführt werden und nicht mit vorgehaltener Waffe.

El País: Sie betrachten also alle bewaffneten Kämpfer als Terroristen?

Al Assad: Immer, solange sie nicht bereit sind, sich den politischen Prozess einzubeziehen. Nur dann werden wir kein Problem mit ihnen haben.

El País: Unabhängig von ihrer Absichten, wenn sie ihre Waffen aufgeben und zurückkehren wollen, so können sie es tun?

Al Assad: Wir werden ihnen Amnestie gewähren, und dies hat bereits in den letzten zwei Jahren stattgefunden und sich in letzter Zeit beschleunigt. Viele von ihnen legten ihre Waffen nieder und einige traten in die Reihen der syrischen Armee ein und bekämpfen zur Zeit den IS. Sie werden dabei von der syrischen Armee und den russischen Kampfjets unterstützt.

El País: Wenn Sie also alle diejenigen, die die Waffen gegen die Regierung erhoben haben, als Terroristen betrachten, mit wem verhandeln Sie dann in Genf?

Al Assad: In Genf war eine Mischung geplant. Auf der einen Seite die Terroristen und Extremisten, die in Saudi-Arabien ausgebildet wurden und von denen einige Al-Qaida angehören. Die andere Seite sollten Oppositionelle stellen, die im Exil oder in Syrien leben. Mit Letzteren können wir verhandeln, als patriotische Syrer, die mit ihrem Heimatland verbunden sind, aber keinesfalls werden wir mit Terroristen verhandeln, und deshalb ist die Konferenz gescheitert.

El País: Und die Führer und Aktivisten der Opposition, die bereits vor dem Ausbruch des Konflikts 2011 in Syrien inhaftiert wurden und bis jetzt in Haft sind?

Al Assad: Die wurden alle längst entlassen und bilden heute einen Teil der Opposition.

El País: Alle?!

Al Assad: Jeder kam vor 2010 aus dem Gefängnis, darunter auch einige Terroristen, die bis zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden waren, zum Beispiel auf fünf Jahre. Sie saßen die Haftstraße ab und kamen frei, und als die Krise begann, integrierten sie sich wieder in terroristische Gruppen .

El País: Haben Sie dafür Beweise?

Al Assad: Ja. Einer von ihnen starb vor kurzem, Zahran Alloush. Er wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil er in Verbindung mit Al Qaida war. Als die Krise begann, gründete er seine eigene Terrorgruppe.

El País: Nach einigen Schätzungen gibt es 35.000 ausländische Dschihadisten in Syrien, darunter 4.000 aus Europa. Die spanische Regierung erklärt, dass etwa 300 davon einen spanischen Paß besitzen. Was geschieht mit ihnen, wenn sie in die Hände der syrischen Armee fallen?

Al Assad: Die Spanier?

El País: Die ausländischen Dschihadisten im allgemeinen.

Al Assad: Zunächst verfahren wir uns mit ihnen wie mit anderen Terroristen. Aus rechtlicher Sicht gibt es keinen Unterschied aufgrund der Staatsangehörigkeit, aber wenn Sie die Frage der Auslieferung an hre Heimatländer ansprechen, so wird diese im Rahmen der institutionellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern stattfinden .

El País: In diesem Zusammenhang: Was ist es aus Ihrer Sicht, das so eine große Zahl an Ausländern nach Syrien zieht?

Al Assad: In erster Linie die Unterstützung, die sie erhalten. Sie erhalten echte Unterstützung von außen. Saudi-Arabien ist der wichtigste Financier dieser Terroristen. Sie setzen sie in Flugzeuge und schicken sie in die Türkei und dann nach Syrien. Der andere Faktor der Anziehungskraft liegt im Chaos, denn das ist ein Nährboden für Terroristen. Der dritte Faktor ist die Ideologie, auf Grundlage ihrer Verbindung mit Al-Qaida. Dieses Gebiet hier hat in unserer religiösen Kultur, der des Islam, eine sehr prominenter Lage nach Mekka, Jerusalem und anderen heiligen Stätten.(2) Sie denken, sie können herkommen und hier ihren Staat einrichten und sich von hier in der Folge territorial ausbreiten. Aber die Idee ist zunächst, dass sie kommen können, um für Allah und den Islam zu kämpfen und zu sterben, das ist für sie der Dschihad.

El País: Wenn die Regierung wieder die Kontrolle über das gesamte Territorium Syriens erlangt, würden Sie dann einen politischen Prozess einleiten? Wären Sie bereit, wieder Wahlen zuzulassen?

Al Assad: Das Normalste wäre die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit, die alle politischen Strömungen versammelt, die daran teilnehmen wollen. Diese Regierung sollte die Bedingungen für die Ausarbeitung einer neuen Verfassung vorbereiten, weil wenn man über die Zukunft Syriens sprechen und sie mit den verschiedenen Parteien diskutieren will, und wie die internen Problem zu lösen wären, so muß eine Verfassung ausgearbeitet werden. Die Verfassung muss unbedingt mittels einer Volksabstimmung bestätigt werden. Und auf die neue Verfassung sollten vorgezogene Wahlen folgen. Wenn die Menschen oder die verschiedenen Parteien, Wahlen abhalten wollen, werden wir sie abhalten. Aber den politischen Teil des Problems zu lösen, hat nichts mit meiner persönlichen Meinung zu tun.

El País: Wo sehen Sie sich in 10 Jahren?

Al Assad: Das Wichtigste ist, wie ich mein Land sehe, weil ich ein Teil meines Landes bin. Deshalb möchte ich nach zehn Jahren sagen können: ich habe Syrien gerettet, aber das bedeutet nicht, dass ich dann noch Präsident sein muß. Ich spreche über meine Vision für diese Zeitspanne. Syrien wird in Ordnung kommen und ich werde die Person sein, die ihr Land gerettet hat. Das ist jetzt mein Job, und das ist meine Pflicht. So sehe ich mich in Bezug auf meine Stellung und für meine Person als syrischen Staatsbürger.

El País: Aber werden Sie in 10 Jahren an der Macht sein?

Al Assad: Das ist nicht mein Ziel. Mich interessiert mein Machterhalt nicht. Wenn das syrische Volk mich an der Macht will, ist, dann werde ich dort sein, und wenn nicht, dann nicht. Wenn ich meinem Land nicht helfen kann, dann müßte ich es sofort verlassen.

El País: Lassen Sie mich ein Teil des Berichts des Menschenrechtsrats der UNO zu Syrien zitieren, der am 3. Februar veröffentlicht wurde: „Einige von der Regierung Verhaftete wurden zu Tode geprügelt oder starben als Folge der durch Folter erlitten Verletzungen.“ Es wird hinzugefügt, daß die Regierung Kriegsverbrechen begangen hat.

Al Assad: Das ist ähnlich wie das, was Katar vor ungefähr einem Jahr in einem gefälschten Bericht mit nicht überprüfbaren Bildern von verletzten Menschen veröffentlicht hat, gestützt auf Informationen aus zweifelhaften Quellen. Diesen Bericht schickte es dann an die UNO. Dies ist Teil der Medienmanipulation gegen Syrien. Das ist das Problem, der Westen und seine Medienkampagne. Ungeprüfte Informationen werden verwendet, um Syrien zu beschuldigen und verantwortlich zu machen und dann Maßnahmen gegen Syrien zu ergreifen.

El País: Die Welt wurde durch das Bild des Buben Aylan Kurdi schockiert, eines syrischen Flüchtlings, die drei Jahre alt war, als er tot an einem Strand in der Türkei gefunden wurde. Was für Gefühle hat dieses Bild bei Ihnen ausgelöst?

Al Assad: Es ist eines der traurigsten Momente des syrischen Konfliktes, daß es Menschen gibt, die ihr Land aus verschiedenen Gründen verlassen. Aber jenseits der empfundenen Gefühle ist das die Frage, die die syrischen Staatsbürger uns als politisch Verantwortliche stellen: was werden wir tun? Welche Schritte wurden unternommen, um den Flüchtlingen die Rückkehr zu ermöglichen, oder gar nicht erst flüchten zu müssen?
Es gibt da zwei Gründe für die Flucht. Der erste, mit dem wir konfrontiert sind, ist natürlich der Terrorismus, weil die Terroristen nicht nur die Bevölkerung bedrohen, sondern den Menschen auch ihre Existenzgrundlage entziehen. Der zweite Grund ist das Embargo, das gegen Syrien durch den Westen, vor allem den USA, verhängt wurde und weitere Schwierigkeiten für das Leben der Menschen hier verursacht hat, vor allem im Gesundheitssektor. Wir müssen uns diese Gründe bewußt machen, um zu verhindern, daß diese Tragödie noch eine weitere lange Zeit andauert.

El País: Sie haben erwähnt, daß einige dieser Flüchtlinge vor dem IS fliehen, aber einige sagen, sie flüchten vor der Regierung oder den militärischen Angriffen, die die syrische Regierung in einigen Regionen durchführt.

Al Assad: Ich könnte Ihnen Tatsachen nennen, die dem widersprechen, was Sie auch während Ihres Aufenthalts in Syrien sehen können: die meisten Menschen aus Regionen unter Kontrolle von Terroristen sind in die Gebiete umgezogen, die unter Kontrolle der Regierung sind. Wenn sie vor der Regierung flüchten, warum dann in Gebiete unter deren Kontrolle? Da stimmt etwas nicht.
Jetzt hingegen, wenn es Kämpfe, Schießereien oder Auseinandersetzungen zwischen der Regierung und den Terroristen in bestimmten Gebieten gibt, so ist es natürlich, dass die meisten der Bewohner die Gegend verlassen, aber das bedeutet nicht, daß sie vor der Regierung fliehen. Manche von denen, die auf Gebiete unter der Kontrolle der Regierung flüchten, sind selbst Verwandte von Rebellen.

El País: Nach internationalen Schätzungen sind rund fünf Millionen Menschen aus Syrien geflüchtet. Eine Million haben Europa durchquert. Welche Garantien gibt es für diese Leute, frei und ohne Angst vor Repressalien zurückkehren zu können?

Al Assad: Selbstverständlich können sie zurückkommen, ich meine, sie haben das Recht dazu. Sie sind, sofern es sich nicht um Terroristen oder Mörder handelt, nicht vor der Regierung geflüchtet. Einige von ihnen, vermutlich eine große Anzahl, sind Anhänger der Regierung und flüchten nicht vor ihr, aber wie gesagt, die Lebensbedingungen haben sich in den letzten fünf Jahren beträchtlich verschlechtert. Sie können jedenfalls zurückkehren, ohne daß die Regierung irgendwelche Maßnahmen gegen sie ergreifen würde. Wir wollen, daß die Menschen nach Syrien zurückkehren.

El País: Was kann Ihre Regierung tun, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen, der zum Ertrinken so vieler Menschen im Mittelmeer geführt hat?

Al Assad: Wie gesagt, das hängt nicht nur von Syrien, sondern auch vom Rest der Welt ab. Zunächst muss Europa das Embargo gegen das syrische Volk aufheben, denn es ist in Wirklichkeit nicht ein Embargo gegen die syrische Regierung, sondern gegen das syrische Volk. Zweitens sollte die Türkei aufhören, Terroristen nach Syrien zu schicken. Drittens, was uns als Regierung betrifft, so müssen wir unbedingt die Terroristen bekämpfen, und wir müssen die Lebensbedingungen der Bürger mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verbessern, um zu ermöglichen, daß die Syrer zu Hause bleiben. Dies ist der einzige Weg, diese Menschen zurück zu bringen oder davon zu überzeugen, in ihre Heimat zurückzukehren. Ich bin sicher, dass die meisten von ihnen nach Syrien zurückkehren möchten.

El País: Als Sie Ihr Amt antraten, versprachen Sie demokratische Reformen in einer Zeit, die „Damaszener Frühling“ genannt wurde. Einige glauben, wenn diese Reformen schneller umgesetzt worden wären, hätte das viele Menschenleben retten können. Vor allem die Opposition und die USA behaupten: daß, wären Sie zurückgetreten, hätten viele dieser Leben gerettet werden können. Was sagen Sie dazu?

Al Assad: Die Frage ist die: Welches Verhältnis besteht zwischen dem, was Sie hier erwähnen und dem Senden von Geld und Waffen und direkter Unterstützung von Terroristen durch Katar? Wie ist das Verhältnis zwischen dem von Ihnen Erwähnten und der Rolle der Türkei als Unterstützer der Terroristen? Welcher Zusammenhang besteht zur Anwesenheit von IS und al-Nusra in Syrien? Der hier hergestellte Zusammenhang ist also nicht korrekt. Wenn Sie den Premierminister in einem beliebigen Regime ändern möchten, ob in Ihrem Land oder in jedem anderen Land, so müssen Sie das mittels eines politischen Prozesses tun. Nicht mit Waffen. Der Einsatz von Waffen kann nicht der Weg sein, ein Regime zu ändern oder eine Demokratie aufzubauen. Demokratie läßt sich nicht mit vorgehaltener Waffe einrichten, wie die Erfahrung der USA im Irak zeigt. Das Gleiche wie im Jemen. Präsident [Ali Abdullah] Saleh trat wegen der gleichen Vorwürfe zurück. Was ist im Jemen geschehen? Ist es dort vielleicht jetzt besser? Keinesfalls, und es gibt keinen Zusammenhang [zwischen erzwungenen Rücktritten und Demokratisierung]. Wir können Demokratie durch Dialog und gleichzeitig die Anhebung des Niveaus der Gesellschaft in Richtung Demokratie erreichen, um die Demokratie zu errichten. Wahre Demokratie muss auf der Grundlage der Gesellschaft selbst festgelegt werden: inwiefern wir uns gegenseitig akzeptieren. Diese Region ist ein Schmelztiegel, der die verschiedensten ethnischen Gruppen, Sekten und Religionen vereint. Können sich die alle gegenseitig akzeptieren? Wenn es gelingt, dann könnte die Akzeptenz eine politische Dimension erreichen und dann die wahre Demokratie einrichten. Es ist also keine Frage des Präsidenten. Sie haben versucht, das Problem zu personalisieren, nur um zu beweisen, dass es ein einfaches Problem ist und daß alles gut wird, wenn der Präsident sein Amt verlässt. Diese Ansicht entbehrt jeder Grundlage.

El País: Angesichts so vieler verlorener Leben und zerstörter archäologischer Stätten in den vergangenen 5 Jahren: hätten Sie etwas anderes getan?

Al Assad: Generell – wenn wir schon über Prinzipien reden wollen –, so haben wir von Anfang an gesagt, daß wir Terroristen bekämpfen werden und daß wir bereit sind für einen Dialog. Wir führen einen offenen Dialog mit allen, außer mit Terrorgruppen. Gleichzeitig haben wir auch den Terroristen eine Türe geöffnet, ihre Waffen niederzulegen und ins normale Leben zurückzukehren, indem wir eine allgemeine Amnestie angeboten haben. Das ist also der Beginn einer umfassenden Lösung. Jetzt, fünf Jahre später, kann ich nicht sagen, dass dies ein Fehler war, und ich denke, wir werden unsere Grundsätze nicht ändern. Die Durchführung der Maßnahmen muß man den Umständen anpassen, da das von verschiedenen Entscheidungsträgern, Institutionen, Personen und Individualitäten abhängt. Jeder kann Fehler machen, das kann passieren. Also, wenn wir etwas ändern wollen, wenn wir diese Fehler vermeiden könnten, die auf verschiedenen Gebieten begangen worden sind, hätten wir es getan; das ist es, was ich tun würde, wenn ich das Rad der Zeit zurückdrehen könnte.

El País: Aus Ihrer Sicht waren also von Anfang an diese Proteste in Deraa und Damaskus terroristisch und durch ausländische Streitkräfte infiltriert. Wie haben Sie diese ersten Demonstrationen gegen die Regierung erlebt?

Al Assad: Am Anfang war es eine Mischung von Demonstranten. Zunächst bezahlte Katar Demonstranten, um sie dann auf Al Dschasira groß herauszubringen und im weiteren die Weltöffentlichkeit davon überzeugen, daß sich das Volk gegen den Präsidenten erhoben habe. Das Maximum waren 140.000 Demonstranten in ganz Syrien, das ist keine große Menge, und verursachte uns keine Besorgnis. Dann unterwanderten sie die Demonstrationen mit Bewaffneten, die Feuer auf Polizei und Demonstranten eröffneten, um weitere Proteste zu provozieren. Als das auch scheiterte, begannen sie die Terroristen mit Waffenlieferungen zu unterstützen. Gab es auch Demonstranten, die von lauteren Absichten bewegt waren? Was wollten sie? Sicher gab es solche auch, aber nicht alle waren so. Weder kann man sagen, daß alle ehrbar waren, noch kann man sagen, daß alle Terroristen waren.

El País: Sie besuchten Spanien zweimal. Die Präsidenten José María Aznar und Jose Luis Rodriguez Zapatero haben ebenfalls Syrien während Ihrer Amtszeit besucht. Wie gestalteten sich seither Ihre Beziehungen zu Spanien?

Al Assad: Spanien ist generell gegen eine riskante Lösung in Syrien. Das ist etwas, was wir zu schätzen wissen. Es hat keine militärische Aktion gegen Syrien unterstützt und sogar davor gewarnt, daß dergleichen die Situation weiter komplizieren würde. Nie brachte Spanien zur Sprache, den Präsidenten zu stürzen oder versuchte, sich in unserem inneren Angelegenheiten einzumischen. Die spanischen Politiker sagten, daß jede politische Lösung auf Basis eines politischen Prozesses erfolgen muss. Das ist sehr gut. Gleichzeitig ist Spanien ein Teil der EU und damit auf die Entscheidungen der Union verpflichtet. Wir erwarten, daß Spanien eine Vermittlerrolle spielen und unsere Botschaft weitergeben, und unsere politische Vision des Konflikts in Syrien in der EU verbreiten wird.

El País: Ist Lateinamerika die Region, von der Sie die meiste Unterstützung erhalten?

Al Assad: Generell ist es seltsam und bedauerlich zugleich, daß jene Länder, die am weitesten von Syrien entfernt sind, ein viel realistischeres Bild von dem haben, was in Syrien geschieht, als die Europäer, die uns von der Distanz her näher wären, uns jedoch als ihren Hinterhof betrachten. Ich spreche hier gleichermaßen von der offiziellen Ebene als auch von Bürgern. Die Lateinamerikaner kennen uns viel besser und unterstützen Syrien in allen internationalen Foren und haben ihre Position seit dem Beginn der Krise nie geändert.

El País: Die größte syrische Exilgemeinde befindet sich in Brasilien. Wie ist Ihr Verhältnis zur brasilianischen Regierung?

Al Assad:Die Beziehungen sind normal, genau wie mit Argentinien, Venezuela, Kuba und allen lateinamerikanischen Ländern. Unsere Beziehungen haben sich durch die Krise nicht geändert, sie verstehen die Situation mit jedem Tag besser und gewähren Syrien jede erdenkliche Unterstützung. Darin unterscheiden sie sich sehr von der europäischen Position.
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(1) Es handelt sich um den Sicherheitsratsbeschluß 2254, der im Dezember 2015 gefaßt wurde.

(2) Al Assad bezieht sich hier auf den Umstand, daß die erste Dynastie der Kalifen, die der Omayaden, ihren Sitz in Damaskus hatte. Dem Territorium Syriens kommt also eine große Bedeutung in den Anfangszeiten des Islam und seiner Verbreitung zu.
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Wenn die größte spanische Zeitung einen Sonderkorrespondenten nach Damaskus schickt und Baschar Al Assad die Gelegenheit gibt, sich in einem langen Interview von seiner Schokoladenseite zu präsentieren und ein befriedetes Syrien als möglichen Hort der Stabilität im Nahen Osten in Aussicht zu stellen, so hat die Redaktion dieser Zeitung etwas vor.
Sie will sich zum Vorreiter eines Schwenks in der Nahostpolitik machen. Zunächst will sie der spanischen Regierung und Außenpolitik ein Hölzl werfen, daß es hier die Möglichkeit einer Profilierung innerhalb der EU gibt. Sie will der Führungsmacht Deutschland ins Zeug flicken und die Ursachenbekämpfung des „Flüchtlingsproblems“ in den Vordergrund rücken.
Das Interview erwähnt auch, scheinbar am Rande, daß die bei uns in den Medien breitgetretene Sichtweise zum Syrienkonflikt nicht nur in Rußland oder China nicht geteilt wird, sondern auch in der ganzen spanischsprachigen Welt.

Rekapitulieren wir einmal, was einem solchen Schwenk gegenübersteht. Würde man das Feindbild Assad beiseiteschieben und anerkennen, daß er die legitime Regierung Syriens dasteht, die von allen Minderheiten Syriens und praktisch allen säkulär eingestellten Syrern unterstützt wird, so müßte man die syrische Armee und die mit ihr verbündeten kurdischen Milizen gegen den IS, die al-Nusra-Front und andere islamistische Gruppierungen unterstützen.

Das hieße erstens eine völlige Abkehr von der bisherigen Nahostpolitik der USA – und auch der EU.
Es würde eine Brüskierung ihrer Verbündeten Saudi-Arabien und Katar bedeuten.
Es wäre eine Bestätigung der territorialen Integrität Syriens.
Es würde wahrscheinlich zum Zerfall der Türkei führen, was dieses Land als NATO-Partner unbrauchbar machen würde.
Rußlands Außenpolitik wäre triumphal bestätigt und ins Recht gesetzt.
Es würde, wie das Interview zeigt, auch innerhalb der EU weitere Gräben aufreißen, weil die ganze EU- und vor allem die deutsche Außenpolitik blamiert wäre.
Das hätte weitreichende Folgen auch für Beziehungen zwischen EU und USA, und die Ukraine-Politik der beiden westlichen Blöcke,
und damit auch auf TTIP und das System der gegenseitigen Kreditstützung.


206 Antworten auf „Pressespiegel: El País, 21.2. 2016“


  1. 1 Jacko 22. Februar 2016 um 21:37 Uhr

    Danke für die Info!
    Zu deiner Nachbemerkung:

    „Würde man das Feindbild Assad beiseiteschieben und anerkennen, daß er die legitime Regierung Syriens dasteht, die von allen Minderheiten Syriens und praktisch allen säkulär eingestellten Syrern unterstützt wird, so müßte man die syrische Armee und die mit ihr verbündeten kurdischen Milizen gegen den IS, die al-Nusra-Front und andere islamistische Gruppierungen unterstützen.“ (Nestor)

    Und daraus leitest du dann noch weitere Schlüsse ab.
    Dass die Regierung Assad die legitime Regierung Syriens sei, das scheint mir aber bereits die Basis für den Plan der Genfer Gespräche zu sein. Insofern steckt darin, dass der Westen sich darauf eingelassen hat, bereits das Zugeständnis drin, dass das Regime Assad die Blaupause für das Nchkriegssyrien sein soll.
    Ideologisch wird das verbrämt damit, dass sich alle (!) Parteien dort auf den Titel „Kampf gegen islamistischen Terrorismus“ verständigt haben.
    Auch auf die „terrotoriale Integrität“ Syriens wurde sich bei der Agenda in Genf geeinigt. (!)
    Umstritten ist, ob und welche weiteren Gruppen in das Nachkriegssyrien offiziell mit aufgenommen werden sollen. Und an der Figur des Herrschers hängt inzwischen der Hauptvorbehalt des Westens (die ihn gerne durch einen Cousin oder Neffen ersetzt sähen).
    Dass Obama und Putin sich auf die Bedingungen des Waffenstillstands heute geeinigt haben sollen, mag ja auch wieder gecancelt werden.
    Aber wenn die Gegensätze zwischen USA, EG und Russland in der Syrien-Krise im Februar 2016 so groß wären, wie du sagst:
    wie hätte es dann je zu den Genf-Verhandlungen und Waffenstillstandsvereinbarungen kommen können?
    (Im vorherigen Thread hattest du noch ausgeführt, dass Libyen und Irak auch für die USA abschreckende Beispiele waren.)

    Dass die Kurden einerseits die Bodentruppen des Westens sein sollen, andererseits die Hauptfeinde der Türkei – dazu hat man allerdings von Seiten der USA nichts mehr gehört.
    Das könnte darauf hindeuten, dass der Türkei vom Westen und der USA freie Hand gelassen wird.

  2. 2 Jacko 22. Februar 2016 um 22:05 Uhr

    Von der Türkei und von Saudi-Arabien
    ist merkwürdigerweise nirgends die Rede

    http://www.fr-online.de/syrien/usa-und-russland-feuerpause-fuer-syrien-verkuendet,24136514,33836028.html

  3. 3 Jacko 23. Februar 2016 um 8:39 Uhr

    Die (derzeit…) offizielle Stellung der USA dazu:
    http://m.state.gov/md253115.htm

    Die Russen haben ihre Drohkulisse gegenüber der Türkei verstärkt

    https://www.tagesschau.de/ausland/syrien-russland-tuerkei-101.html

    Eine RTL-Reportage:

    https://www.youtube.com/watch?v=Fhz2TXCoyBk
    https://www.youtube.com/watch?v=vL5DVJUEITU

  4. 4 Jacko 23. Februar 2016 um 12:58 Uhr

    RTL zeigt, dass die Russen eine wuchtige Drohung Richtung Türkei und Saudi-Arabien losgetreten haben, demzufolge denen nicht nur Luftschläge sondern sogar russische Bodentruppen von Armenien aus angedroht worden seien.

  5. 5 Nestor 23. Februar 2016 um 21:00 Uhr

    Die Gespräche in Genf, da gebe ich dir recht, weisen auf einen Schwenk, wenngleich etwas halbherzig, bei den USA hin. Halten wir einmal fest, daß die EU sich in dieser Frage noch nicht positioniert hat.

    Weiters ist bei den Genfer Verhandlungen eigentlich nichts herausgekommen, wie ja auch Al Assad selber erwähnt. Der Erfolg war, daß man sich überhaupt traf. Als richtungsweisend kann man sie also nicht betrachten.

    Was die Türkei betrifft, so ist sie sowohl für die USA wie für die EU ein weher Zahn. Ich vermute, daß die türkische Regierung seit Wochen oder Monaten von der NATO Rückendeckung für einen Einmarsch nach Syrien verlangt und diese nicht kriegt. Allein kann sie sich so einen Schritt nicht leisten. Eine NATO-Aktion hingegen wäre ein klarer Bruch des Völkerrechts, würde auf Rußlands Widerstand stoßen und wäre auch für die NATO vom angestrebten Ergebnis her nicht tragbar. Selbst ohne das Eingreifen der Russen würde ein türkischer Einmarsch den Flächenbrand noch vergrößern und keine Befriedung ermöglichen. Daß die Türkei ihr Territorium auf Kosten Syriens vergrößert, ist ebenfalls nicht im Interesse der USA.
    Andererseits wollen sie die Türkei auch nicht völlig fallen lassen, weil dieser Staat eine große strategische Bedeutung für die NATO hat.

    Man muß sich auch vor Augen halten, daß die Türkei an dem Konflikt auseinanderbrechen könnte. Sie führt im Südosten einen Bürgerkrieg gegen die eigene Bevölkerung und Erdogan hat seit seiner Amtsübernahme einen Kampf gegen die kemalistischen Kader der Armee geführt. Es ist nicht sicher, wie weit das Militär hinter der Politik der AKP steht bzw. wie fähig die Militärs überhaupt sind – also ob da nicht politische Botmäßigkeit gegen militärische Kompetenz ausgetauscht wurde.

    Die türkische Führung hat sich mit dem Abschuß des russischen Militärflugzeugs – laut russischen Quellen sollen auch hinter der Bombe der türkischen Passagiermaschine aus Scharm El Scheich die Grauen Wölfe gestanden sein – auf jeden Fall sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Von der verdeckten Unterstützung der Aufständischen sind sie zur offenen Konfrontation mit Syrien und mit Rußland übergegangen, und das kann sich die Türkei eigentlich nicht leisten.

    Mit Saudi-Arabien werden hinter den Kulissen ähnliche Gespräche laufen, wo ihnen die USA versuchen klarzumachen, daß jetzt Schluß mit lustig ist und sie ihre Unterstützung des IS aufhören müssen.

    Damit wackelt natürlich das ganbze Bündnissystem der USA im Nahen Osten.

  6. 6 Nestor 05. März 2016 um 17:58 Uhr

    Der ARD hat angeblich von diesem Interview berichtet (das hat mir vorige Woche wer erzählt, der ARD geschaut hat) und es zum Anlaß genommen, ein paar Tage später selbst eines mit Assad zu machen.
    Das wurde dann angeblich sehr verkehrt wiedergegeben:
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/02/ard-verdreht-assad-aussagen-aus-eigenem-interview/

    Hat jemand in Deutschland diese Kette von Information und Desinformation genauer als ich verfolgt?

    Ich finde es eigenartig bzw. den heutigen publizistischen Gepflogenheiten angemessen, daß kaum eine deutschsprachige Zeitung das Interview erwähnt, geschweige denn übersetzt hat, und daß der ARD meint, er müßte doch jetzt auch was machen, nachdem er wenigstens darüber berichtet hat. Und dann sind die Aussagen Assads derartig störend für die Möchtegern-Meinungsbildner, daß das „Interview“ teilweise umgeschrieben werden muß.

  7. 7 Jacko 05. März 2016 um 18:13 Uhr

    Ob dieses Interview nun die ungekürzte Version ist,
    weiß ich natürlich nicht.

    (Ehrlich gesagt, finde ich das auch weniger interessant, als die Mitteilung darüber, was genau denn weggelassen wurde…)

    https://www.tagesschau.de/ausland/assad-interview-101.html

    http://www.phoenix.de/content/phoenix/tv_programm/thema:_assads_syrien/1049870

    https://www.youtube.com/watch?v=oSQnimuavcM

  8. 8 Nestor 05. März 2016 um 18:57 Uhr

    Meine Frage ging eher dahin, wie es eigentlich zu dem Interview kam – ob der ARD wirklich über das spanische Interview berichtet und dann beschlossen hat, selber wen hinzuschicken?

    Mit Assad ein ausführliches Interview zu machen, während er in den hiesigen Medien als Monster dargestellt wird, das grundlos Faßbomben auf kleine Kinder wirft, ist nämlich schon ein außergewöhnlicher Schritt.

    Assad wird dadurch Anerkennung als politischem Akteur zuteil und der ARD stellt sich damit gegen de herrschende politische Linie.

    Meine Frage ist also, ob sich der ARD auch als Postillon eines Stimmungsumschwungs präsentieren bzw. einen solchen herbeiführen will? Und als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt womöglich in höchstem Auftrag?

  9. 9 Jacko 05. März 2016 um 19:29 Uhr

    Offiziell wird sich vermutlich die deutsche Regierung so schnell nicht auf diplomatische Kehrtwendungen hinzubewegen, dafür ist das Feld mit Tretminen übersät (Ganzeuropa hat in den einzelnen Staaten unterschiedliche Positionierungen; und dann wäre das ja auch eine Brüskierung der Türkei, die grad angebettelt wird; und auch von den Saudis, denen Waffen verscherbelt werden sollen … Vermutlich wird die EU sich ins Schlepptau der USA begeben, ehe sie Gefahr läuft, in der Frage, ob Russland dabei auch aufgewertet werden soll, sich mit der Vormacht anlegen zu müssen…)
    [Mit der „Herstellung von EU-Einigkeit“ in der Flüchtlingskrise sind sie doch grad übermäßig beschäftigt und immer knapp vor dem Scheitern. Und noch so ein wuchtiges Thema parallel dazu wird die Kanzlerin nicht europaweit auch noch selber aufmachen.]

  10. 10 Nestor 05. März 2016 um 20:49 Uhr

    Ich sehe das auch so wie du, aber warum dann dieses Vorpreschen des ARD? Ein Probeballon?

  11. 11 Jacko 05. März 2016 um 22:38 Uhr

    In der Tagesschau um 20 Uhr wurden nur 2 Min. Ausschnitte gesendet, und dann auch noch sehr parteilich kommentiert. Erst (einen Tag?) später wurde das Interview (wohl in der Sendung ‚Weltspiegel‘ und auf ‚Phoenix‘) in ganzer Länge gezeigt.
    (Aber der komplett abgetippte Text des Interviews war sehr schnell auf der ARD-Seite – vermutlich wurde ARD-Intern verhandelt, welche ausgesuchten Sätze in den allgemeinen ARD-Nachrichten gesendet werden dürfen, und welche nicht.)

    Beim ersten Ausstrahlen gab es so etwas wie einen Hinweis, man habe um die Ausstrahlung jedes einzelnen Satzes gekämpft, falls ich das richtig erinnere – also vermutlich gab es innerhalb der ARD ordentlich Druck. Die einzelnen Senderanstalten sind schließlich nur formell unabhängig (aber parteinah mit Kontrollgremien durchsetzt).

    Die Regierung muss also gar nicht als Zensor einschreiten, denn ihre Mittelsmänner hocken eh in den internen Gremien an den entsprechenden Schaltstellen. „Nicht so übermäßig hoch hängen“, lautete da wohl die regierungstreue Devise.

    (Übrigens hat die ARD vor 1-2 Jahren mitten in der Ukraine-Krise ein langes Interview mit Putin gesendet. Auch das war damals umstritten; vermutlich muss ein öffentlicher Sender auch mal so was bringen, um sich bei den Zuschauern von VOX und ProSieben abzuheben.)

  12. 12 Nestor 06. März 2016 um 12:29 Uhr

    Der Zusammenhang mit dem El País-Interview tät mich auch noch interessieren.
    Ich war nämlich am 22. Feber bei Freunden auf Besuch und wir haben über Syrien geredet. Da hab ihnen erzählt, daß ich das Interview übersetze und da hat einer mir gesagt, daß er im ARD Ausschnitte daraus gesehen hat. Und ich nehme einmal an, das muß das spanische gewesen sein, weil das eigene ARD-Interview war erst später.
    Das ist auch deswegen interessant, weil das EL País-Interview sonst in den deutschsprachigen Medien überhaupt nicht erwähnt wurde.

    Die Besetzungen in den öffentlich-rechtlichen Medien sind ja immer ein Parteien-Gezerre, das ist klar, daß da alle Regierungen die Hand drauf haben. Im ORF mußten die leitenden Stellen immer streng paritätisch besetzt sein und die FPÖ hat eine Zeit kämpfen müssen, um sich den wähleranteilsmäßigen Platz an der Sonne zu erobern.
    In der Griechenland- und Ukraine-Berichterstattung ist mir jedenfalls aufgefallen, daß der ORF weitaus objektiver berichtet hat als die gesamten privaten Printmedien. Da wurde gegen die Sanktionen gewettert und Rußland verteidigt, das war teilweise beeindruckend.
    Es macht also einen Unterschied, welchem Interesse ein Medium verpflichtet ist und wo es sein Geld herkriegt – z.B. zum Entsenden von Korrespondenten, was die meisten österreichischen Printmedien nicht mehr machen.

  13. 13 Jacko 07. März 2016 um 6:56 Uhr

    Dass die Bundeswehr (auf Bitten der Franzosen hin, also „europäisch“) in Syrien militärisch unterwegs ist, das war im Dezember noch eine eher pflichtschuldig berichtete kleine Meldung.

    Inzwischen gibt es darüber (fast) gar keine Meldungen mehr.
    Aber dies habe ich gefunden.

    http://www.tagesspiegel.de/politik/bundeswehr-einsatz-in-syrien-deutsche-tornados-werden-von-russischen-jets-beschattet/12968622.html

  14. 14 Jacko 07. März 2016 um 8:34 Uhr

    Der Standpunkt der Russen scheint zu sein:
    Gegenüber den USA wollen wir uns diese Klarstellung jetzt zwar nicht leisten. Aber gegenüber der BRD sehr wohl:

    Auf eure Einmischungstitel in Syrien pfeifen wir.
    Ihr bewegt euch in Syrien im Rahmen des von uns definierten Rahmens.
    Statt euch sind wir dort die Rechtsetzer, Zuordner und Erlauber.

    Gewöhnt euch also daran, dass eure Aktivitäten im Rahmen dieser von uns definierten und überwachten Grenzen unseres Gewaltmonopols ablaufen.

    (So offensiv ist das jetzt nicht formuliert. Aber genau das scheint mir der Anspruch der Russen zu sein.)

  15. 15 Jacko 07. März 2016 um 9:51 Uhr

    „Neuer Kalter Krieg“, so ja der Titel der Kommentare über die Münchener Sicherheitskonferenz. Auffällig ist allerdings, dass dieser Selbstdarstellung russischer Macht (denn die hat ja diesen Titel ausgerufen!) für Syrien weltweit nicht übermäßig heftig widersprochen wird. (Mit Ausnahme der Türkei, die ihre Hegemonie-Träume abblasen muss und stattdessen auch noch ihren inneren Hauptfeind, die Kurden, gestärkt sehen muss.)

    Aber selbst die Türkei hat n i c h t mit Trara und Säbelrasseln das Tischtuch der Verhandlungen in Genf zerhackt, sondern hat sich von den Russen ihren Platz dort am Verhandlungstisch zuweisen lassen.

    (Oder habe ich da jetzt was verpasst?)

  16. 16 Jacko 07. März 2016 um 13:47 Uhr

    Sogar die syrische Opposition will nicht ausgemischt werden …

    http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Syrische-Opposition-bei-Genfer-Gespraechen-dabei;art46560,1894737

    … – hat also vermutlich keine Paten mehr,
    die sich öffentlich gegen das russisch protegierte Prozedere aufstellen mögen …

  17. 17 Nestor 07. März 2016 um 15:14 Uhr

    Aber selbst die Türkei hat n i c h t mit Trara und Säbelrasseln das Tischtuch der Verhandlungen in Genf zerhackt, sondern hat sich von den Russen ihren Platz dort am Verhandlungstisch zuweisen lassen.

    Ich weiß nicht, ob die Türkei die Möglichkeit gehabt hätte, die Verhandlungen in Genf platzen zu lassen. Sie war ja nicht Veranstalter, sondern nur geladener Gast. Wäre sie den Verhandlungen ferngebleben, so hätten Syrien, Rußland und die USA die Kurden beigezogen, und das wäre für die Türkei der politische Supergau gewesen.
    Also hat sie ihr Gewicht in die Waagschale geworfen und gesagt: entweder wir oder die Kurden!
    Außerdem hätte sie dort auch gerne ihre Einmarschpläne weitergebracht, hatte also eine Agenda, auf die jedoch von den Großen keiner neugierig war.
    Die Türkei hatte also gute Gründe, dort zu sitzen.

    Es ist bemerkenswert, daß die USA der Türkei in letzter Zeit die Kalte Schulter zeigt, während Deutschland so richtig auf Schmusekurs geht.

  18. 18 Jacko 07. März 2016 um 19:22 Uhr

    Angeblich sollen die USA ziemlich hochoffiziell im Kurdengebiet selber militärisch unterwegs sein – und dafür dürften sie die Türkei vermutlich entsprechend eingewiesen haben
    (denn wenn die Türkei die USA dort bombardieren würde,
    - das wäre dann ja mal ein Schauspiel…)

    http://www.n-tv.de/politik/US-Militaer-dementiert-Syrien-Basen-article17157616.html

  19. 19 Nestor 07. März 2016 um 21:01 Uhr

    Rmeilan ist im äußersten nordöstlichen Zipfel Syriens, sehr nahe an der ziemlich zerstörten türkischen Grenzstadt Cizre, und dem irakischen Kurdistan. Wenn sich die USA dort richtig breit machen, könnte das die Türkei empfindlich stören – sowohl in ihrem Aufräumen mit den Kurden als auch ihre Allianzen mit der Barzani-Partie.

    Vielleicht nützen die USA aber auch nur die Gunst der Stunde, um sich in Syrien festzusetzen.

  20. 20 Jacko 08. März 2016 um 8:43 Uhr

    Das Ganze erscheint mal wieder dem Zeitungsleser nur schwer verständlich. Hypothese 1 wäre, dass eine stärkere Regionalisierung Syriens durchgesetzt werden solle, vielleicht gar eine Teilung, wobei die USA die Rolle des Paten für Syrisch-Kurdistan übernehmen würde (analog dem Irak). Das wäre vermutlich mit Syrien und Moskau vorabgesprochen. Dafür spricht, dass die Russen wie die Amis derzeit ja beide wohl die Bodentruppen der Kurden unterstützen.
    Hypothese 2, dass die USA solcherlei Ambitionen als frontales Reingrätschen in russische Gewaltstiftung und also absolut gegen deren Willen vornehmen würden, leuchtet mir deswegen weniger ein, weil die gesamte militärische Aufrüstung einer Region nicht den Russen und Assad-Leuten verborgen geblieben sein kann.
    Also gibt es entweder entsprechende gemeinsame Absprachen / Planungen – oder aber eine akzeptierende stillschweigede Duldung (kömmt im Resultat irgendwie ja auf dasselbe hinaus):
    Die Amis akzeptieren, dass die Russen dort die Regelsetzer sind, wollen aber über die Kurden in der Region verankert bleiben.

  21. 21 Nestor 08. März 2016 um 13:28 Uhr

    Ja, und Assad akzeptiert, daß er zwar bleiben darf und Syrien bestehen bleibt, aber eben in 2 Teilen – einem russisch und einem US-kontrollierten.

    Ich nehme an, daß das eine Lösung ist, mit der die syrische Regierung, die USA, Rußland und der Iran leben können, und der die Türkei und vermutlich auch Saudi-Arabien und Katar sehr stört.

  22. 22 Jacko 09. März 2016 um 15:08 Uhr

    Die ZEIT über die innere Situation in Syrien,
    wie man es von der ZEIT erwartet …

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-03/syrien-waffenruhe-friedensverhandlungen-genf-opposition-proteste/komplettansicht

    So ganz ‚zeit‘gemäß für die BRD scheint mir das aber nicht zu sein,
    immerhin hat die ARD das lange Interview mit Assad gesendet.

    Mal schaun, wie die Agenda in Genf sein wird.

  23. 23 Jacko 10. März 2016 um 8:02 Uhr

    10 Tage alt ist diese Darstellung von Jürgen Todenhöfer über die Kräfteverhältnisse in Syrien

    http://www.fr-online.de/syrien/syrien-die-vierteilung-syriens,24136514,33861004.html

  24. 24 Nestor 10. März 2016 um 19:18 Uhr

    Ja, der Tödenhöfer liegt relativ richtig, es ist nur nicht ganz korrekt, von einem „Rebellengebiet“ zu sprechen, da dort lauter eigentlich nicht kooperierende Gruppen herumfuhrwerken.

    Ich erinnere mich an ein Interview, das die jW-Korrespondentin vor einigen Jahren mit einem Mitarbeiter von Lakhdar Brahimi gemacht hat, worin dieser sinngemäß sagt: So etwas wie hier in Syrien haben wir noch nicht erlebt, jede Gruppe ist gegen alle anderen.

    Irgendwelche Unzufriedenen sind von außen mit Waffen versorgt worden oder haben Militärbestände geplündert und dann eine ihre eigene Machtzone aufgemacht. Da diesen Zustand alle bald satt hatten, haben die Al Nusra-Front und dann der davon abgespaltene IS solche Erfolge feiern können, weil sie als einzige etwas Ordnung in die Bude gebracht und den Aufstand koordiniert haben.

    Die Richtung, die die Zeit vertritt und wo immer noch gegen Assad gegeifert wird, haben Sorge, daß mit den sogenannten „gemäßigten“ Rebellen ihre ideologische Grundlage abhanden kommt und klar ist, daß nur die syrische Regierung und ihre Verbündeten den IS beseitigen können.

  25. 25 Nestor 10. März 2016 um 23:59 Uhr

    Der spanische Außenminister Margallo hat Kerry und de Mistura geschrieben und das Interesse Spaniens bekundet, sich als Vermittler bei den Friedensgesprächen um Syrien zu beteiligen.

    Rußland hat sofort sein Einverständnis gegeben und das in einem persönlichen Brief Lavrovs an Margallo unterstrichen.
    http://politica.elpais.com/politica/2016/03/10/actualidad/1457642811_792718.html

  26. 26 Nestor 15. März 2016 um 21:34 Uhr

    Der russische Teilabzug aus Syrien erwischt die Medien am falschen Fuß, weil es in ihr Bild vom russischen Bären nicht hineinpaßt.

    Man muß sich die offizielle Stellung Rußlands dazu anschauen:

    „Laut seiner Begründung wurden die zuvor gesetzten Objektive erreicht, so dass es keinen weiteren Bedarf für die Präsenz der russischen Streitkräfte auf syrischen Territorium gibt.“ (RT 14.3.)

    Was waren also die zuvor gesetzten Objektive?

    1. Rußland zeigt, daß es Weltpolitik machen kann und daß die anderen wirklichen oder eingebildeten Großmächte an ihm nicht vorbeikönnen – daß es also keine „Regionalmacht“ ist, zu der es Obama deklassieren wollte.

    2. Rußland hat in Syrien militärische und auf der internationalen Bühne diplomatische Erfolge erzielt. Die Auffassung Rußlands, daß Assad das legitime Oberhaupt Syriens ist, setzt sich durch und das Assad-bashing ist in den Medien nicht mehr salonfähig.

    3. Saudi-Arabien und Katar werden in ihre Schranken gewiesen, und auch die Türkei merkt, daß sie sich nicht mehr alles erlauben kann und ihre Unterstützung des IS und anderer radikaler Gruppierungen einstellen muß.

    4. Wenn die Unterstützung für den IS ausbleibt, ist es nur mehr eine Frage der Zeit, wann er aus Syrien verschwindet und sich woanders versucht breit zu machen.

    5. Der Iran hat im Kielwasser Rußlands einen enormen politischen Erfolg eingefahren und ist jetzt fast mehr Liebkind des Pentagon als Saudi-Arabien, dessen Bombardement des Jemen immer schiefer angeschaut wird.

    6. In den USA selbst scheint sich eine grundlegende Änderung der Nahostpolitik abzuspielen, die die EU oder zumindest Deutschland vollkommen überrascht.

    7. Ach ja, last but not least – Rußland hat gezeigt, daß es militärisch nicht mehr die lahme Ente ist, zu der es in Jelzins Zeiten herabgesunken war.

    Man fragt sich, was für Auswirkungen das alles auf die Ukraine-Krise haben wird.

  27. 27 simply red 16. März 2016 um 18:09 Uhr

    Saudi-Arabien und Katar werden in ihre Schranken gewiesen, und auch die Türkei merkt, daß sie sich nicht mehr alles erlauben kann und ihre Unterstützung des IS und anderer radikaler Gruppierungen einstellen muß.

    Angesichts des Bürgerkriegs in der Türkei eine verständliche politische Alternative. Es liegt im Eigeninteresse der Türkei ihren Kurs zu korrigieren. Aber es ist auch in diesem Fall eine Frage des politischen Ermessens der Regierung, welche Stoßrichtung die Türkei fahren wird. Ich frage mich, wie lange die Armee die Füße still halten wird, oder ob sie sich (wenn sie überhaupt kann, die kemalistische) nicht doch noch in Bewegung setzen wird.

    Die Armee in der Türkei hat es im 20. Jahrhundert nicht geschafft, zwischen den verschiedenen politischen Spektren in der Türkei (Linke, Rechte, ethnisch-religiöse Differenzierungen) nationale Einheit zu ermöglichen. Zu Beginn der 90er Jahre stand die Türkei am Rande des Bürgerkriegs. Nun scheint, daß auch die Alternative Erdogans (Unterstützung der Religion, Ordnung durch Islamisierung des politischen Lebens) nicht zum erhofften Erfolg beigetragen hat. In dieser Zerrissenheit, in diesem Selbstwiderspruch der türkischen Staatsdoktrin (Westen oder Anatolien) müssen auch die außenpolitischen Ambitionen der Türkei gesehen werden.

    Saudi Arabien wird sich ebenfalls neue Wege überlegen, ihre Buddys im Nahen Osten zum Erfolg zu führen, denn es steht durchaus im Raum, daß ihre Komplizen das Königshaus stürzen, und selbst die Staatsmacht übernehmen könnten. Auch hier hat also die Staatsmacht ein Eigeninteresse, ihre Komplizen in Syrien zurückzupfeifen.

    Es hat sich die Hypothese des Westens als Fehleinschätzung erwiesen, daß es an einzelnen Personen (Assad, Saddam Hussein) oder an einer bloßen, repressiven Staatsdoktrin liegt, wenn die ordnungspolitischen Einschätzungen und Interessen der USA widerlegt worden sind. Diese Erkenntnis wird sich durchsetzen.

  28. 28 Nestor 16. März 2016 um 21:19 Uhr

    Ja, an dem allen ist was dran.

    Die Türkei hat sich bereits aus Anlaß des Militärputsches 1980 ein Stück weit vom Kemalismus abgewendet. Damals wurde der Religionsunterricht in den Schulen wieder eingeführt und damit auf die islamische Karte gesetzt. Das Opium für das Volk als Mittel zur Bekämpfung der Revolution wurde wieder entdeckt und eingesetzt.

    Seither, und vor allem seit dem Amtsantritt der AKP wurden die Kemalisten aus Staatsapparat und Militär hinausgesäubert, mit Hilfe von Gülens Bewegung, die in Zusammenarbeit mit der AKP wie eine Art islamisches Opus Dei die gesamten Schlüsselstellen der Verwaltung, Justiz und Unterrichtswesen durch Religiöse besetzte.
    Im Militär wurde auf diese Art Kompetenz durch Loyalität ersetzt, und was das für Folgen hatte, zeigt sich inzwischen klar. Das türkische Militär ist ebenso brutal wie hilflos und kann zwar eine Menge an Zerstörung anrichten, taugt aber für den Zusammenhalt des Landes nichts mehr. Es ist keine Säule der Gesellschaft mehr, sondern eine reine Waffe der AKP in Innen- und Außenpolitik.

    Seit die AKP und Gülen aneinandergeraten sind, ist auch unter den Religiösen ein Streit ausgebrochen. Inmitten des internen Clnches mit religiöser Opposition, Presse und Kurden versucht sich die AKP-Regierung in einem sehr dreckigen Deal mit Deutschland zu sanieren.

  29. 29 Jacko 17. März 2016 um 20:27 Uhr
  30. 30 Nestor 18. März 2016 um 12:59 Uhr

    Es ist schon eine dicke Lüge, wie der Interviewer einsteigt: „Offiziell ging es Russland um die Bekämpfung des IS.“ Und dann wird „entlarvt“, daß es „eigentlich“ um die Stützung Assads ging.
    Dabei hat Rußland immer betont, daß die Regierung Assad die rechtmäßige Regierung Syriens ist und ihre Stützung die Vorbedingung aller Bekämpfung des Terrorismus, worunter keineswegs nur der IS gemeint war.

    Ansonsten gibt die Think Tank-Dame nur die offizielle Position Rußlands wieder, die man dem Internet problemlos entnehmen kann.
    Es ist schon beachtlich, wozu es heutzutage Experten und Think Tanks braucht – um eine Information oder Analyse, die sich jeder am Netz besorgen kann, sozusagen mit einem Beglaubigungsstempel zu versehen.

  31. 31 Jacko 19. März 2016 um 17:02 Uhr

    Die Annahme, Iran sei jetzt das neue Lieblingskind der USA, scheint mir nicht zutreffend zu sein. Sie sind zwar nicht mehr die bad guys. Und der Iran ist die Vormacht in der Region, die die irakische Regierung und Assad unterstützt.
    Die USA scheinen dies zwar zu tolerieren (wegen ‚Stabilität‘), unterstützen selber aber doch eher die Kurden als ihre besten Verbündeten (die aber ja dicke Differenzen zum Iran haben).
    Meiner Erinnerung zufolge wurde letztens ein US-Häuptling von der irskischen Regierung, also der Marionette des Iran, mit Brimborium ausgeladen…

    http://www.welt.de/politik/ausland/article153458578/In-einem-Jahr-ist-der-Islamische-Staat-erledigt.html

  32. 32 Nestor 20. März 2016 um 11:28 Uhr

    „Die Kurden“ ist ein sehr schwammiger Ausdruck, da es eine Einheit aufgrund von ehtnischer Zugehörigkeit unterstellt, entgegen den täglich beobachtbaren Tatsachen.
    Die Führung der syrischen Kurden ist mit den irakischen über Kreuz, wie auch das von dir gepostete Interview erkennen läßt. Sie haben jedoch kein Problem mit dem Iran, sondern mit der Türkei, mit der die irakische Barzani-Partie gut ist.

    Ich weiß nicht, wer behauptet, der Iran sei das neue Lieblingskind der USA. „Lieblingskinder“ hat die USA sowieso nicht.
    Es ist aber unbestreitbar, daß die Obama-Regierung einen radikalen Schwenk vollzogen hat und den Iran eher als stabilisierenden Faktor in dem ganzen Chaos des Nahen Osten ansieht als z.B. die Golfstaaten – vermutlich durchaus im Gegensatz zu anderen maßgeblichen Akteuren des US-Gewaltapparates.

    Daß der russische Abzug, wie der Bürgermeister von Erbil behauptet, deswegen stattfindet, weil Rußland Druck auf Assad ausüben will, halte ich für einen Scharrn. Assad hat immer betont, daß er nicht an seinem Sessel klebt, aber nur unter geordetneten Verhältnissen und mit einer geregelten Nachfolge zu gehen bereit ist, und davon kann zur Zeit keine Rede sein. Und genau das ist auch die Position Rußlands.

  33. 33 notwendig 20. März 2016 um 17:27 Uhr

    KLASSE GEGEN KLASSE

  34. 34 Nestor 20. März 2016 um 20:30 Uhr

    Was sollen solche Parolen?

  35. 35 Jacko 25. März 2016 um 16:04 Uhr

    Ob das 12-Punkte Programm von De Mistura die russische Position widerspiegelt, weiß ich nicht.
    Der Streit darüber wird an der Figur des Präsidenten Assad ausgetragen, und daran, ob die Oppositionellen im Tagungsraum bleiben oder nicht. (Eine andre mögliche Nachkriegs-Konzeption als die der Russen ist aber gar nicht sichtbar.)

    http://www.n-tv.de/politik/Syrien-Gespraeche-sollen-fortgesetzt-werden-article17315491.html

  36. 36 Nestor 25. März 2016 um 17:19 Uhr

    Mein Eindruck ist, daß die Russen und Assad bei den Verhandlungen einfach nur abwarten, wissend, daß die Zeit für sie arbeitet und aller Widerstand früher oder später durch die Kombination von Zuckerbrot und Peitsche eliminiert wird.

  37. 37 Tibulski 31. März 2016 um 15:43 Uhr

    Frage @ Nestor:

    In einem DWN-Artikel wird en passant eine Behauptung aufgestellt, die es in sich hat:

    „Die Russen hatten nach dem Abschuss eines Militär-Jets durch die Türkei auch Interkontinental-Raketen stationiert. Mit diesen Raketen wollten die Russen vor allem ein klares Signal in Richtung Türkei setzen. Diese Raketen vom Tys SS-20 Iskander sind immer noch in Syrien stationiert, wie die russische Militärwebsite military-informant.com am 27. März berichtet.“

    Kannst du bestätigen, dass es in dem russischen Text wirklich um die ballistische Iskander-Rakete geht? Das wäre nämlich ein Hammer. Einerseits, weil mir das bisher komplett entgangen ist und andererseits natürlich, weil diese Dinger ja noch mal eine ganz andere Nummer sind als z.B. die defensiven S-400 Boden-Luft-Raketen. Da erscheint der Spruch von Putin, er ‚hoffe, dass Rusland in Syrien keine Atomwaffen einsetzen müsse‘ auf einmal in einem ganz anderen Licht, nämlich als alles andere als eine leere Drohung.

  38. 38 Nestor 01. April 2016 um 15:16 Uhr

    Im russischsprachigen Internet gibts Infos darüber, daß die Stationierung von Iskander-Raketen in Syrien bereits vor dem arabischen Frühling geplant worden sei und vielleicht sogar einer der Auslöser dafür war.

    Angeblich sollen sie dann bereits im Dezember 2012 angeliefert worden sein, behaupten Blogger, die gesehen hätten, wie sie in Tartus ausgeladen wurden.

    Nachdem das russische Flugzeug von der Türkei abgeschossen wurde, wurde von Syrien und Rußland sozusagen offiziell bekanntgegeben, daß jetzt jedes Flugzeug, das syrischen Luftraum verletze, abgeschossen wird. Es hätte mich gewundert, wenn sie dann auf einmal so ruckzuck dort etwas aufgestellt hätten, als Reaktion.

    Ich halte es auch deswegen für durchaus wahrscheinlich, daß diese Raketen in Syrien sind, als Rußland am Anfang seiner Kampagne in Syrien auch Marschflugkörper eingesetzt hat.
    Abgesehen von einer Demonstration der Macht und dem Sich-Festsetzen in Syrien geht es offenbar auch um Ausprobieren von Waffensystemen unter Realbedingungen, also nicht nur bei Manövern.

  39. 39 Tibulski 10. Mai 2016 um 22:16 Uhr

    Nusra Front Ready to Establish New ‚Islamic State-Like‘ Caliphate in Syria

    Jihadists from the Nusra Front militant group are preparing to create their own Syrian caliphate similar to the one proclaimed two years ago by their terrorist cousins from Daesh, Die Welt reports.

  40. 40 Tibulski 12. Mai 2016 um 17:32 Uhr

    Syrische Extremisten-Milizen: Westen gegen Russlands UN-Initiative

    Ahrar al-Sham und Jaish al-Islam sollten wegen ihrer Verbindungen zu al-Qaida auf die UN-Liste der terroristischen Gruppen. USA, Großbritannien und Frankreich stellen sich dagegen

    Flüchtlingsabkommen zwischen EU und Türkei auf der Kippe?

    Streit über Visaerleichterungen und Anti-Terror-Gesetze schaukelt sich auf: „Dann schicken wir Flüchtlinge los“

    Türkei: Mit wem verhandelt die EU eigentlich?

    Eine unvollständige Bestandsaufnahme der politischen Verhältnisse in der Türkei

  41. 41 Jacko 16. Mai 2016 um 7:40 Uhr
  42. 42 Tibulski 16. Mai 2016 um 12:32 Uhr

    Syrien: Al-Qaida zieht vom Hindukusch ans Mittelmeer

    Führende Mitglieder von al-Qaida drängen nach Syrien, dort droht ein zweiter Gottesstaat. Die Terroristen wollen im Norden des Landes einen neuen Stützpunkt aufbauen – näher an Europa und Israel.

    Investing in Terror: Al-Qaeda Decides to Create a Permanent Base in Syria

    The leadership of al-Qaeda terrorist group made a decision to increase its presence in Syria and create a permanent headquarters in the Middle Eastern nation, US media reported.

  43. 43 Nestor 16. Mai 2016 um 17:26 Uhr

    Wollen die Al-Kaida-Leute dem IS Konkurrenz machen oder versuchen, es auszunützen, daß sie inzwischen ein besseres Image haben?
    Weiß irgendwer hier etwas Aktuelles darüber, wie sich diese beiden Gruppierungen aufeinander beziehen?

  44. 44 Jacko 17. Mai 2016 um 11:56 Uhr

    In den Nachrichten wird berichtet, dass die syrische „Opposition“ eine stärkere Einbeziehung in die Verhandlungslösung dadurch erpressen will, dass sie um Aleppo herum andernfalls eine Verstärkung der Al-Nusra-Front androhe.
    Dazu passt, dass die Russen anscheinend diese Region letztens bevorzugt bombardiert haben sollen.
    (Was davon nun aber [Vorbereitung von…] Verhandlungstaktik ist, was Strategie der Al-Kaida? – Wer weiß das schon…)

    (Als Drohung mutet es irgendwie seltsam an – wen soll solche Verhandlungstaktik beeindrucken? Oder steckt da die Türkei & die USA dahinter [gerüchteweise soll die USA im letzten Sommer ihre paar oppositionelle Hanselns schwer militärisch ausgerüstet haben, die sind dann zur Nusra übergewechselt und haben die neuen klasse US-Wafffen anschließend dem IS übergeben … – angeblich…])

  45. 45 Tibulski 17. Mai 2016 um 12:37 Uhr

    Al-Qaeda Vows to Fight Daesh for Place Under the Syrian Sun

    US and European intelligence and counterterror officials have confirmed to the New York Times that Al-Qaeda’s top leadership has dispatched over a dozen seasoned veterans to Syria, in an effort to spruce up its Nusra Front franchise there and reengage in competition with Daesh (ISIL) for the leadership of the global Islamist terrorist movement.

    Al-Qaeda’s Resurgence in Syria ‘Predictable’, Complicates Peace Process

    The limited scope of US counterterrorism efforts makes al-Qaeda’s rise somewhat predictable in places like Syria, where its close ties with US-backed rebel factions has complicated the peace process, experts told Sputnik.

    Moderate Rebels? Militant Fights Near Syria’s Damascus Kill Over 300

    Violent clashes between rival militant groups over control of a crucial stronghold near Syria’s Damascus have caused hundreds of deaths among civilians and fighters in last couple of weeks.

    DoS Wants Syrian Opposition to Stop Troubling Cooperation With Nusra Front

    The United States expects the armed opposition in Syria to stop the disturbing cooperation with al-Nusra Front terrorists, State Department spokesperson John Kirby said in a briefing on Friday.

    This is Why Al-Qaeda is Greater Threat Than Daesh Now

    Although Daesh is on the run in Syria, al-Qaeda is gaining momentum in the Middle East; to make matters worse, by arming al-Qaeda-allied rebels groups in Syria Washington is shooting itself in the foot.

  46. 46 Nestor 18. Mai 2016 um 9:27 Uhr

    Es sieht so aus, als ob die USA, die Türkei und die Saudis sich auf ein Ende-Nie in Syrien geeinigt haben, da weder ihre Schützlinge den Krieg gewinnen können noch Assads Regierung ihn gewinnen darf.

  47. 47 Tibulski 18. Mai 2016 um 16:35 Uhr

    Erdogan vs. Militärs: „Konflikt nimmt zu und wird ideologisch“

    Präsident Recep Tayyip Erdogan führt die Türkei nach Einschätzung eines russischen Experten „gezielt zu einer islamischen Regierungsform“. Den daraus resultierenden Konflikt mit der Armeespitze schüren nun die Syrien-Differenzen. Ausländische Analysten beschäftigen sich schon mit der Frage, ob ein neuer Militärputsch in der Türkei möglich wäre.

  48. 48 Tibulski 19. Mai 2016 um 14:42 Uhr

    Das Al Qaida-Emirat

    Nach den weitgehend ergebnislosen Wiener Syrien-Gesprächen wächst die Gefahr der Gründung eines Al Qaida-Emirats im nordsyrischen Idlib. Dies geht aus einer detaillierten Untersuchung über die strategischen Planungen innerhalb von Al Qaida und ihrem syrischen Ableger Al Nusra hervor, die ein führender Jihadismus-Experte unlängst vorgelegt hat. Demnach debattiert die Al Qaida-Führung schon seit geraumer Zeit über die Errichtung eines staatsähnlichen Gebildes in Nordsyrien, wurde zuletzt allerdings noch durch das Zögern bedeutender Partner gebremst. Bot der Ende Februar erzielte Waffenstillstand die Chance, Al Nusra zu isolieren, so ist es dem Al Qaida-Ableger gelungen, verbündete Milizen zum Bruch der Feuerpause zu veranlassen und in den neuen Kämpfen wieder zu alter Stärke zu finden. Gelingt es nicht, zur Waffenruhe zurückzukehren, sei die Gefahr der Gründung eines Al Qaida-Emirats größer denn je zuvor, heißt es in der Analyse des Jihadismus-Experten. Wegen der räumlichen Nähe zu Europa stiege die Terrorgefahr in der EU drastisch an. Ermöglicht haben diese Entwicklung die engsten Verbündeten des Westens im Nahen und Mittleren Osten, die die salafistisch-jihadistischen Milizen in Syrien in jeder Hinsicht unterstützten, aber auch die westlichen Staaten selbst, die die Entwicklung aus strategischen Gründen in Kauf nahmen – in voller Kenntnis historischer Beispiele, die zeigen, wohin die Förderung von Jihadisten führen kann.

    Arbeitet die türkische Regierung an der Schaffung eines neuen DAISH?

    Erdogan soll an der Gründung einer neuen syrischen oppositionellen „Armee“ namens „Jaisch al-Shamal“ in Nord-Aleppo arbeiten, in die auch Mitglieder der radikalislamistischen Gruppen aufgenommen werden sollen

    Kontra für Erdogan

    Keine Zweidrittelmehrheit für Aufhebung von Abgeordnetenimmunität im türkischen Parlament. Faschisten droht Spaltung

  49. 49 Nestor 23. Mai 2016 um 21:09 Uhr

    Das mit dem Militärputsch halte ich für unwahrscheinlich. Das Offizierskorps wurde seit dem Amtsantritt der AKP so gründlich gesäubert, daß keine Front gegen Erdogan mehr zustandekommen kann. Der Kemalismus ist auf dem Abstellgleis, und eine andere Ideologie zur Rettung der Nation ist nicht in Sicht.

    Wenn die türkische Regierung an einem neuen IS arbeitet, so fragt man sofort, was wird aus dem alten? Gibts vielleicht eine Arbeitsteilung? Saudi-Arabien unterstützt weiter den IS, die Türkei das Al-Nusra-Konglomerat und die USA lassen vielleicht die Kurden fallen, um ihre beiden guten Freunde nicht zu sehr zu ärgern.

  50. 50 Tibulski 24. Mai 2016 um 0:28 Uhr

    Fallen gelassen werden die Kurden vermutlich erst dann, wenn sie sich als „boots on the ground“ bei der Rückeroberung von Raqqa haben verheizen lassen. Danach dürfte ihre Rolle als nützliche Idioten für Ami-Interessen zu einem abrupten und unschönen Ende kommen. Es ist ja nicht ernsthaft damit zu rechnen, dass sie von ihrem eigentlichen Ziel, der Errichtung einer zusammenhängenden kurdischen Region im Norden Syrien ablassen. Und das ist nun mal mit den türkischen Vorhaben schlechterdings unvereinbar.

  51. 51 Nestor 24. Mai 2016 um 12:39 Uhr

    Ist denn die Eroberung von Rakka überhaupt geplant? Man hört ja wenig davon in letzter Zeit …
    Wenn meine These stimmt, daß die Amis den Konflikt dort am Kochen halten wollen, so kann der IS dort noch jahrelang sein Unwesen treiben.

  52. 52 Tibulski 24. Mai 2016 um 15:39 Uhr

    Syrien:

    Angriff auf Rakka geplant

    US-Militär plant offenbar Offensive gegen von IS kontrollierte syrische Stadt

    Syrien: USA ignorieren Russland bei ihrem Sturm auf Rakka

    Am vergangenen Wochenende haben die kurdischen Kämpfer gemeinsam mit ihren Verbündeten aus der von den USA angeführten Koalition eine Offensive gegen Rakka begonnen, wo das Hauptquartier des so genannten „Islamischen Staates“ liegt, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Kurds and US mercenaries launch offensive towards ISIS capital

    USA lehnen gemeinsamen Einsatz mit Russland bei Befreiung der IS-Hochburg Rakka ab

    Die USA haben keine Pläne, die IS-Hochburg Rakka in Syrien gemeinsam mit Russland zu befreien, wie die amtliche Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums Michelle Baldanza gegenüber RIA Novosti sagte.

    Schoigu schlägt USA koordinierte Angriffe gegen Terroristen vor – Pentagon lehnt ab

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat der US-geführten Koalition in Syrien gemeinsame Luftangriffe gegen Dschebhat an-Nusra und andere bewaffnete Formationen vorgeschlagen, die die Feuerpause ignorieren. Derartige Schritte seien bereits zwischen Moskau und Damaskus abgestimmt worden, sagte der Minister am Freitag in Moskau.

    Lavrov, Kerry Discus Moscow’s Proposal on Joint Strikes Against Nusra Front

    Russian Foreign Minister Sergei Lavrov and US State Secretary John Kerry discussed in a phone call on Monday Moscow’s proposal to carry out joint operations against terrorist groups in Syria, the Russian Foreign Ministry said.

    Top US Commander for Middle East Secretly Visits Syria

    The commander of US Central Command, responsible for the Middle East, Northern Africa and Central Asia, made a secret visit to Syria to discuss Raqqa assault.

    ‚US Wants to Balkanize Syria and Create Sectarian States in the Country‘

    The head of US Central Command General Joseph Votel has secretly visited Syria. The news of the visit appeared only after Votel had returned to the US. Investigative journalist and political activist Vanessa Beeley told Radio Sputnik about the true goals of General Votel’s visit to Syria.

    Liberation of Raqqa Similar to ‘Capture of Berlin in WWII’

    The upcoming liberation of the Syrian city of Raqqa from the terrorist group Daesh can be compared geopolitically to the capture of Berlin during World War II, member of political division of the Social-Nationalist Party of Syria, Tariq al-Ahmad said.

    IS-Chefs kämpfen jetzt gegeneinander: 70 Tote bei Gefechten in Rakka

    Die syrische Stadt Rakka wurde zu einem Schauplatz blutiger Kämpfe zwischen rivalisierenden Truppen der Terrormiliz Islamischer Staat, meldet der Pressedienst der Patriotischen Union Kurdistans unter Berufung auf Augenzeugen.

    Syrien: Aktivisten melden über 300 Tote bei Gefechten zwischen Islamisten

    Bei Kämpfen zwischen islamistischen Gruppen sind in Ost-Ghuta in Syrien mehr als 300 Menschen getötet worden. Aktivisten zufolge sind auch Zivilisten unter den Toten.

    Jaish Al-Islam vs Faylaq Al-Rahman – Who „Loves“ Syria More?

    Syrien: Mehr als 150 Tote bei Anschlägen an der Küste

    Am Montag explodierten an der syrischen Küste neun Bomben – die Zahl der Todesopfer in Tartus und Dschableh ist laut Aktivisten deutlich gestiegen. Der IS hat ein Bekennerschreiben veröffentlicht.

    Anschläge auf Alawiten

    Tote und Verletzte bei mehreren Bombenattacken in syrischen Küstenstädten Tartus und Dschabla

    Nach Anschlagsserie in Syrien: Heftige Gefechte zwischen IS und Regierungstruppen

    Syrische Regierungstruppen und die Terrormiliz Islamischer Staat liefern sich im Norden der syrischen Provinz Latakia heftige Gefechte, wie der TV-Sender Al Mayadeen berichtet.

    Nach Anschlagsserie in Syrien: Putin verspricht Terroristen Vergeltung

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat an seinen syrischen Kollegen Baschar al-Assad ein Telegramm geschickt, in dem er zum Tod der friedlichen Bürger kondoliert, die bei mehreren Terroranschlägen am Montag in der syrischen Provinz Latakia ums Leben gekommen sind.

    Showdown: Battle for Aleppo May Put End to ‚Erdogan’s Imperial Designs‘

    The future of Syria is now being decided not in Damascus or Geneva, but in Aleppo. If the Syrian Army and its allies win the battle for Aleppo it will not only end the war but also ruin plans of Turkish President Recep Tayyip Erdogan, who is reportedly supporting radical groups in Syria, analyst Catherine Shakdam wrote.

    Al-Nusra Front Forms 6,000-Strong Group to Block Syrian Army in Aleppo

    The leaders of al-Nusra Front terrorist group are finishing forming a group of 6,000 militants to block the Syrian army in the province of Aleppo with an offensive from the south, the head of the Russian Reconciliation Center said Monday.

    Russian-Syrian-Iranian offensive launched on Shaer in Homs; ISIS retreating

    Forget Assad! US Should Focus on Al-Qaeda ‚Building Proto-State‘ in Syria

    Two radical groups that Russia considers terrorist organizations (al-Nusra Front, al-Qaeda’s offshoot in Syria, and its main ally, Ahrar al-Sham) have made every effort to create a proto-state based on Sharia law in Northern Syria, while the US has failed to address the issue, analyst Nicholas A. Heras wrote for the National Interest.

    Russian-Syrian Operations Killed 28,000 Terrorists From Daesh, Nusra Front

    Since the beginning of joint Russian-Syrian military operations 28,000 terrorists from the Daesh and Nusra Front were killed, according to Russian Security Council Deputy Secretary Evgeny Lukyanov.

    _______________

    Irak:

    Offensive Coming? Iraqi Army Warns Daesh-Held Fallujah Residents to Flee

    The Iraqi army urged the residents of Fallujah to leave the Daesh-held city before a probable offensive.

    Iraqi PM Announces Start of Offensive to Liberate Daesh-Occupied Fallujah

    Haider Abadi announced start of military offensive to reclaim the city of Fallujah occupied by Daesh.

    Iraqi Army Plans to Liberate Fallujah From Daesh Within Days

    The Iraqi army plans to liberate Fallujah in the eastern Anbar province from Daesh terrorists within the coming days, an Iraqi Defense Ministry source said Monday.

    Iraq Counter-Terror Forces Say Not Yet Participating in Fallujah Offensive

    Iraq’s counter-terrorism forces are not yet participating in the ongoing operation against extremists in the central city of Fallujah but will join it later, the head of the forces told Sputnik on Monday.

    US Begins Airstrikes in Support of Iraqi Operation to Reclaim Fallujah

    The United States has launched airstrikes and sent military advisers to support Iraqi security forces during an offensive to retake the city of Fallujah from Daesh, US media reported on Monday.

    Iraqi Army Kills 36 Daesh Militants, Including Fallujah Leader

    The Iraqi Army has killed 36 Daesh militants, including two commanders, one of whom headed the terrorist group in the city of Fallujah, the Iraqi Army’s information bureau told Sputnik on Monday.

    Die nächste Schlacht um Falludscha hat begonnen

    2004 war die Stadt schon einmal von den Amerikanern zerstört worden, jetzt wurde sie wieder zu einer Hochburg des IS, bis zu 100.000 Menschen sollen noch in der Stadt leben

  53. 53 Tibulski 24. Mai 2016 um 21:21 Uhr

    Kurden melden Erfolge bei Offensive auf IS-Hochburg Rakka

    Bei ihrer Offensive auf die IS-Hochburg Rakka im Osten Syriens drängen die kurdischen Kämpfer nach eigenen Angaben die Terroristen erfolgreich zurück.

    USA erörtern mit Russland gemeinsame Einsätze gegen IS in Syrien

    Die USA und Russland ziehen nach amerikanischen Angaben ein gemeinsames Vorgehen gegen die Terrororganisation Daesh (auch Islamischer Staat, IS) in Syrien in Betracht. Konkrete Operationen werden bereits besprochen, wie das US-State Department am Dienstag mitteilte.

    Teile und herrsche

    Sykes-Picot-Abkommen: Vor hundert Jahren zogen Großbritannien und Frankreich die Grenzen des heutigen Nahen Ostens

  54. 54 Nestor 25. Mai 2016 um 20:20 Uhr

    Aha. Die Eroberung Rakkas soll also keineswegs der syrischen Armee gelingen.

  55. 55 Tibulski 26. Mai 2016 um 14:14 Uhr

    Kampf gegen den IS: Der gefährliche Feldzug Richtung Rakka

    Eine von syrischen Milizen angeführte Koalition soll für die USA Rakka zurückerobern, die Hauptstadt des „Islamischen Staats“. Doch der Plan droht nach hinten loszugehen.

  56. 56 Tibulski 30. Mai 2016 um 15:11 Uhr

    Türkei für gemeinsame „zweite Front“ mit USA in Syrien – aber ohne Kurden

    Ankara hat den USA vorgeschlagen, die Bemühungen für eine Sonderoperation in Syrien zu vereinen – unter der Bedingung, dass syrische Kurden nicht daran teilnehmen werden, sagte türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu, wie AFP meldet.

    Neue Nähe Ankara-Moskau? Russland reagiert skeptisch auf türkische Rettungsinitiative

    Die Initiative der Türkei, eine Arbeitsgruppe zur Normalisierung der Beziehungen mit Russland zu schaffen, wird die Spannungen in den bilateralen Beziehungen nicht völlig lösen können. Nur die Regierung in Ankara kann das Problem lösen, wie aus dem Kreml verlautete.

    Türkei will Russland-Verhältnis retten: Vorbedingungen stehen weiter zur Diskussion

    Die Türkei hat die Bildung einer Arbeitsgruppe zur Normalisierung der Beziehungen zu Russland angeregt. Allerdings verlauten aus Ankara noch immer keine Entschuldigungen für den Abschuss des russischen Kampfjets und die Ermordung des russischen Piloten in Syrien im November 2015.

  57. 57 Nestor 30. Mai 2016 um 16:30 Uhr

    Die Türkei kriegt offenbar kalte Füße bezüglich ihrer Syrien-Politik.
    Was mögen die Gründe sein?
    Militärische Erfolge der syrischen Armee?
    Kritik innerhalb der eigenen Reihen an der Militärkampagne im Osten?
    Druck der USA wegen ihrer Unterstützung der Islamisten?

    Man hört ja in letzter Zeit wenig über die „moderaten Rebellen“. Möglicherweise haben einige von ihnen das Versöhnungsangebot der syrischen Regierung genutzt und sich in die syrische Armee eingegliedert.

  58. 58 Hinweis 31. Mai 2016 um 17:23 Uhr

    „Es war Anfang Mai, als der syrische Oppositionsführer Riyad Farid Hidschab den Konferenztisch verließ. Daran änderte auch ein eilends einberufenes Treffen nichts, auf dem Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und UN-Sondergesandter Staffan de Mistura den Vorsitzenden des HNC, der größten syrischen Oppositionsgruppe, überreden wollten, nach Genf zurückzukehren. Jetzt also geht Mohammed Allusch, der nach Hidschab zweitwichtigste Mann.

    (…) Steinbach sieht hinter dem Rückzug des Unterhändlers allerdings noch einen weiteren Grund: Saudi-Arabien. Wie der Islamwissenschaftler und langjährige Leiter des deutschen Orientinstituts der Deutschen Welle sagte, dränge Saudi-Arabien in den letzten Wochen deutlich auf eine verstärkte Unterstützung der syrischen Opposition.
    „Man könnte also den Rücktritt auch so deuten, dass er das Tor zu verstärkten militärischen Maßnahmen öffnet anstelle der Diplomatie gegenüber dem Regime in Damaskus.“

    http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Syrischer-Oppositionsfuehrer-verlaesst-Verhandlungen-in-Genf-_arid,1387881.html

  59. 59 Tibulski 31. Mai 2016 um 23:20 Uhr

    Ankara kritisiert Washington wegen Luftunterstützung für Offensive gegen »Islamischen Staat« in Syrien

    Wie geht es weiter mit der Opposition in Syrien?

    Der Rücktritt des Chefunterhändlers der Oppositionsvertretung: Die Dschihadisten auf der Verliererstraße

    Erdogan says he does not understand what step Russia expects him to take for normalization

    The Russian foreign minister said earlier that „Turkey is obliged to apologize and compensate for the losses“ incurred by the downing of a Russian warplane by a Turkish fighter jet

  60. 60 Nestor 01. Juni 2016 um 19:42 Uhr

    Das ist schon dreist vom Erdogan: Wie kann man denn so überreagieren, nur weil wir ein Flugzeug von euch abschießen und unsere Verbündeten den Piloten massakrieren?! Das ist doch eine Kleinigkeit!

  61. 61 Tibulski 02. Juni 2016 um 17:49 Uhr

    On the Road to Raqqa

    The road to Raqqa, capital of the phony ISIS/ISIL/Daesh “Caliphate”, will continue to be a riddle wrapped inside an enigma at least until the US Presidential elections. Let’s examine why.

    The Race For Raqqa And America’s Geopolitical Revenge In “Syraq” (I)

    The Race For Raqqa And America’s Geopolitical Revenge In “Syraq” (II)

  62. 62 Tibulski 08. Juni 2016 um 0:07 Uhr

    Syrien: Russische Luftwaffe zerstört Stellungen der Islamisten und Söldner

    Die Syrische Armee geht mit Unterstützung der russischen Luftwaffe offenbar erfolgreich gegen den IS und andere internationale Söldner vor. Die Angriffe werden von den Amerikanern unterstützt und sprechen erstmals offiziell davon, dass sie auch die al-Nusra-Front besiegen wollen. Der al-Kaida-Ableger wird von den Saudis finanziert und unterstützt.

    Massaker an Zivilisten

    Augenzeugen berichten von einer Massenhinrichtung in Nusaybin durch türkische Einsatzkräfte

    Assad warnt: Aleppo ist letzte Hoffnung des „Faschisten“ in Ankara

    Syriens Präsident Baschar al-Assad hat das Regime des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan als „faschistisch“ beschimpft.

    „Russophilus“ beim Saker:

    „Russland hat (ziemlich diskret) etwa 3.000 Truppen, vor allem auch Spetsnaz, nach Syrien verlegt. Diese dienen offiziellen Angaben zufolge vor allem dem Schutz der bereits stationierten Truppen sowie als Berater für das syrische Militär.

    Ich deute das so, dass man Anschläge auf die Basis oder die Umgebung fürchtet und/oder dass man mit dem Schutz der Basis befasste syrische Kontingente frei machen möchte.

    Was türkisistan angeht, so dürfte man dort vor allem durch 2 Umstände aufgeschreckt sein. Zum einen die überraschenden und erheblichen Fortschritte der Syrer insb. Richtung Raqua aber auch um Aleppo sowie die Ereignisse im berühmten 100 km Streifen antlang der türkisistanischen Grenze.

    Wir haben das hier ja schon mehrfach angesprochen: Der Kampf gegen die terroristen wird früher oder später notwendig die Grenzzone abriegeln müssen, um erfolgreich sein zu können, denn sonst werden die terroristen weiterhin aus türkisistan versorgt, auch mit frischen oder erholten terroristen.“

    Russia Could Replace US as Israel’s Primary Ally in Middle East

    Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu is strengthening ties with Russia, while Washington’s influence in the Middle East is waning.

    Netanjahu: Israel will militärische Kontakte mit Russland fortsetzen

    Putin: Russland will Kooperation mit Israel im Anti-Terror-Kampf ausbauen

    Putin: Russland erwägt Kooperation mit Israel im Energiebereich

    Putin: Russland und Israel starten Verhandlungen über Freihandelszone

    Kampf gegen IS: Moskau bereit zu beliebigen Waffenlieferungen an Irak

    Russland ist bereit, Bagdad jede beliebige Militärtechnik für den Kampf gegen den Islamischen Staat zu liefern, wie der russische Botschafter im Irak, Ilija Morgunow, Sputniknews mitteilte.

  63. 63 Nestor 08. Juni 2016 um 10:57 Uhr

    Zu der Sache mit Israel und Russland fällt mir ein, daß schon bei meinem letzten Russlandbesuch vor 8 Jahren die russischen Supermärkte im Fernen Osten voll mit israelischen Lebensmitteln waren. Es ist eines der wenigen Länder, wohin Israel ungestört liefern konnte. In muslimische Länder nicht, und auch in der EU gabs Vorbehalte.
    Dazu kommt die große Gruppe der russischen Emigranten in Israel, die sich inzwischen auch langsam am Poker um die Macht im Lande beteiligen, also diese Entwicklung ist begreiflich.

  64. 64 Tibulski 08. Juni 2016 um 12:28 Uhr

    Putin übernimmt Bezahlung der Renten für Russen in Israel

    Präsident Putin und der israelische Premier Netanjahu haben in Moskau ein Abkommen unterzeichnet, dass die Renten, der russisch-jüdischen Immigranten in Israel sichern soll. Das Abkommen wird Russland in Israel weitere Sympathien eintragen. Dies hat geopolitischen Wert und ist ein geschickter Schachzug, auf die veränderte Demografie des Landes zu reagieren.

    Pivot to Russia? Why Israel Could Shun Washington, Improve Ties With Moscow

    Israel’s relations with Russia could become closer after Avigdor Lieberman, the leader of the far-right Yisrael Beiteinu party, who was born in the former Soviet Union and maintains strong ties with Russia, was appointed as the country’s defense minister – the influential position many consider to be subordinate only to the prime minister.

    OK, Netanyahu? Israeli Generals Come Up With Own Peace Plan

    The famous movement of Commanders for Israel’s Security (CIS) has come up with a plan on how to resolve the Israeli-Palestinian conflict, slamming Tel-Aviv for „passivity and inaction.“

    The Breakup: What’s Behind the US’s ‚Concern‘ Over Israel’s New Gov‘t?

    Washington has indicated that it has ‚legitimate questions‘ about Israel’s future foreign policy following the formation of a right-wing governing coalition whose leaders oppose a two-state solution to the Israeli-Palestinian conflict. Speaking to Sputnik, political scientist Efraim Inbar suggested that Washington has little to be concerned about.

    What to Expect From Israel’s New Defense Minister Avigdor Lieberman

    It was announced this week that one of Israel’s most polarizing political figures, the ultranationalist Avigdor Lieberman, will assume the post of Israeli Defense Minister.

    Avigdor Lieberman: Ultranationalist wird Israels neuer Verteidigungsminister

    Rechtsruck in der israelischen Politik: Avigdor Lieberman erhält einen der wichtigsten Posten im Kabinett. Er ist bekannt für seine verbalen Entgleisungen.

  65. 65 Tibulski 08. Juni 2016 um 22:40 Uhr

    Russia Will ‚Poke US in the Eye‘ if Assad Retakes Raqqa Before Rebels

    The Russia-backed Syrian Arab Army may retake Raqqa ahead of US-supported rebels, „poking the Americans in the eye“ in the region they have long pledged to recapture.

    Daesh to Conquer Aleppo to Make it Militants‘ ‚Capital Instead of Raqqa‘

    Kurdish politician and a member of the opposition “Syrian Democratic Council,” Raizan Heidu, told Sputnik that Daesh militants are going to capture the Syrian city of Aleppo and declare it their new capital instead of Raqqa.

    Ministergipfel von Iran, Russland und Syrien

    Teheran. Die Verteidigungsminister Irans, Russlands und Syriens planen ein trilaterales Treffen in Teheran. Nach iranischen Medienangaben vom Mittwoch sollen bei dem für den heutigen Donnerstag geplanten Treffen die jüngsten Entwicklungen in Syrien sowie der weitere Kampf gegen die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) besprochen werden. Teheran und Moskau unterstützen Damaskus und sind direkt an den Kämpfen gegen den IS beteiligt. (dpa/jW)

  66. 66 Nestor 09. Juni 2016 um 9:24 Uhr

    Soweit ich den reichlich verwirrenden syrischen Kriegsschauplatz verfolge, sond Raqqa und Aleppo sowie deren Umgebung die beiden letzten Bastionen der Islamisten, ob jetzt IS, Al-Nusra oder sonstwas – wenn eine fällt, so ist die andere auf sich allein gestellt und wird über kurz oder lang auch einkassiert werden.
    Die restlichen Fronten – Ghuta, Azaz, Idlib, der Korridor bei Jarabulus usw. – existieren nur auf Grundlage dieser beiden Widerstandszentren.

  67. 67 Tibulski 10. Juni 2016 um 12:48 Uhr

    Syrien: Nato und USA gehen allmählich zu „Plan B“ über

    Die USA sowie sämtliche Nato-Mitgliedsstaaten ziehen immer mehr Kräfte im Nahen Osten zusammen, die offenbar das russische Kräftepotenzial in dieser Region überbieten sollen, wie die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag schreibt.

    Russia, Syria Lead Fight to Free Raqqa from Daesh, US-Backed Forces Retreat

    The Obama administration pledged to play an integral role in liberating the city of Raqqa, but US-backed forces are moving in the wrong direction and are now nearly 80 miles from the Daesh stronghold.

    US Needs to Push for Full Victory Against Daesh in Raqqa

    The US government needs to break free from the baleful influence of its Saudi, Turkish and Gulf Arab allies and embrace the Russian strategy of winning a full military victory by liberating Raqqa, retired US diplomat Jim Jatras told Sputnik.

  68. 68 Nestor 11. Juni 2016 um 10:38 Uhr

    Sputnik hat offenbar Probleme mit der Geographie:

    „Dann würden seine Truppen den Euphrat nördlich von Rakka erreichen und weiter die Nachschubwege des IS in Aleppo blockieren.“

    Rakka liegt am Euphrat.

  69. 69 Jacko 12. Juni 2016 um 9:24 Uhr

    Al Quaida, Nusra, Saudi-Arabien, Türkei, wollen anscheinend die USA in einen Gegensatz zu Russland in Syrien hinein verpflichten. (Mag also sein, dass die vorzeitige Abreise von Erdogan aus den USA beinhaltet, dass die USA sich dem derzeit – noch? – nicht ganz anschließen mögen…) Und ob der Kopf sich vom Wackeln der diversen Schwänze überhaupt beeindrucken lässt?
    Jedenfalls hört man bisher noch nichts davon, dass die USA „ihre Bodentruppen“ in Gestalt der Kurden jetzt schon fallen ließen. (Diese demnächst fällige Drecksarbeit wird der Amtsinhaber vermutlich ja auch seiner Nachfolgerin überlasen.)
    Und Iran? (Hat ja auch ein eigenes ‚Kurdenproblem‘)?

    https://linkezeitung.de/2016/06/10/syrien-usa-wollen-keine-verhandlung-russland-bereitet-neue-runde-vor/

  70. 70 Nestor 12. Juni 2016 um 21:11 Uhr

    Die USA dort in ihrem Sinne hineinziehen wollte die Türkei ja auch mit der Sarin-Attacke in Guta vor 3 Jahren.

    Man muß zur Kenntnis nehmen, daß die USA sich nicht vor den Karren der türkischen Großmachtpolitik spannen lassen werden, aber es sich eben auch nicht leisten können bzw. wollen, die Türkei wirklich zu brüskieren, z.B. durch Beiziehung der Kurden zu Verhandlungen.

  71. 71 Tibulski 14. Juni 2016 um 15:45 Uhr

    @ Nestor

    „… aber es sich eben auch nicht leisten können bzw. wollen, die Türkei wirklich zu brüskieren, z.B. durch Beiziehung der Kurden zu Verhandlungen.“

    M.a.W.: Für die Kurden ist seitens der Amis die Rolle der nützlichen Idioten vorgesehen – was denen natürlich nicht verborgen geblieben ist. Weshalb sie auch nicht wirklich bei der anvisierten Eroberung von Raqqa mitmachen, sondern offenbar unbeirrt an ihrem Vorhaben festhalten, die Lücke an der türkischen Grenze zu schließen und ihre beiden Kantone miteinander zu verbinden, sich also statt nach Süden in Richtung Raqqa eben nach Norden bewegen. Die Konsequenz wird unweigerlich sein, dass die Amis sich zwischen der Türkei und den Kurden entscheiden müssen.

    _______________

    Offensive on Daesh: Kurds Take Control of Village North of Syria’s Manbij

    Kurdish-led Syrian Democratic Forces (SDF) have taken control of the Tal Hatbat village and the surrounding territory north of the city of Manbij in Syria’s Aleppo province, a Kurdish source told Sputnik on Tuesday.

    Russland: Frankreich errichtet Militär-Stützpunkt in Syrien

    Französische Truppen haben laut russische Angaben in Nordsyrien damit begonnen, einen Militärstützpunkt zu errichten. Der Stützpunkt soll sich im Kurdengebiet unweit der türkischen Grenze befinden. Es ist unklar, ob die Operation mit den Russen abgestimmt oder gar gegen sie gerichtet ist.

    At a Crossroads: Syrian Army Has to Choose Between Raqqa, Aleppo

    Damascus reported that the Syrian Army backed by the Russian airstrikes has come close to Raqqa. However, it would be too early to say that government forces would be able to regain control over the city.

    Doomed Caliphate: Why Daesh Will Lose Raqqa, Aleppo and Deir ez-Zor

    Daesh remains a force to be reckoned with. Its terror caliphate once stretched from northern Iraq to eastern Syria, with major cities, large oil fields and key border regions still under militant control, but the group’s power and its reach are significantly weaker than they seem on paper.

    Life After Raqqa: Regions Where Daesh May Move to If Defeated in Syria

    The battle for Raqqa, the de facto capital of Daesh, is underway in Syria. The liberation of the city may turn the tide in the Syrian war. However, after losing its capital Daesh may move its activities to other regions.

    Merkel-Vertrauter fordert Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

    Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europäischen Parlament Weber hat den Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei gefordert. Der EU-Beitritt der Türkei sei die Lebenslüge einer ganzen Politiker-Generation gewesen.

    Ankara’s Migrant Blackmail Weapon Brings Berlin to Its Knees

    According to an alleged leaked cable from Britain’s ambassador to Germany, Ankara’s ability to „open the floodgates“ for the migrant flow into Europe gives President Recep Tayyip Erdogan an upper hand in negotiations with the EU.

    Pivot to Russia: Israel Wants Closer Ties With ‚New Sheriff‘ in Middle East

    Washington’s strategy towards Iran, enmity between US President Barack Obama and Prime Minister Benjamin Netanyahu, as well as Moscow’s growing influence in the Middle East thanks to its anti-Daesh campaign in Syria have contributed to bringing Israel and Russia closer to each other.

    Iran to Sue US at UN Court for Refusal to Return $2 Bln in Frozen Funds

    Tehran has prepared a lawsuit against the US over its refusal to return $2 billion in frozen Iranian assets, Fars news agency reported.

    ‚We Have Seen This‘: Moscow Will Not ‚Bless‘ Another NATO Campaign in Libya

    As a permanent UN Security Service member state, Russia will not endorse a possible NATO operation in Libya, Deputy Foreign Minister Gennady Gatilov said.

  72. 72 Jacko 15. Juni 2016 um 16:04 Uhr

    Die USA scheinen darauf drängen zu wollen, dass die Türkei ihre taktischen „Spielchen“ aufgibt:

    „Die Nato plant nun doch eine direkte Unterstützung der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten an diesem Mittwoch den Weg für den Einsatz von Awacs-Flugzeugen ebnen. Die mit moderner Radar- und Kommunikationstechnik ausgestatteten Spezialmaschinen könnten für die US-geführte Anti-IS-Koalition den Luftraum über Syrien und dem Irak überwachen. Zudem ist denkbar, dass sie als fliegende Kommandozentralen eingesetzt werden.
    Vor allem das Auswärtige Amt in Berlin hatte sich lange klar gegen die von den Amerikanern erbetene Nato-Beteiligung am Kampf gegen den IS ausgesprochen. Als Grund wurde genannt, dass ein Bündnisengagement die Friedensbemühungen im Syrien-Konflikt erschweren könnte.
    Eine Kompromisslösung sieht nun vor, dass die Awacs-Flugzeuge nicht direkt über Syrien oder dem Irak fliegen, sondern aus dem türkischen oder internationalem Luftraum heraus Unterstützung für die US-geführte Koalition leisten. Zuvor war lediglich geplant worden, den USA Awacs-Maschinen für Einsätze außerhalb des Anti-IS-Kampfes zur Verfügung zur stellen. Die Amerikaner hätte dann wiederum eigene Awacs-Flugzeuge verstärkt über Syrien und dem Irak einsetzen. Diese Lösung wurde letztlich aber als unnötig kompliziert verworfen.“ (FR von heute)

    Diejenigen, die einen Beschluss der NATO bisher immer abgelehnt haben, waren übrigens neben den Türken die Deutschen. Natürlich nicht, um ihre Beziehungen zur Türkei nicht weiter zu gefährden, sondern: „um die Friedensbemühungen“ zu unterstützen…

  73. 73 Nestor 15. Juni 2016 um 20:07 Uhr

    Ob das nur gegen die Türkei geht?
    Es scheint doch immer noch so zu sein, daß es eine Art Wettlauf zwischen USA & Kurdeb einerseits, Rußland, Iran, syrischer Regierung andererseits gibt, wer z.B. Rakka einnimmt, oder den Korridor bei Jarabulus für den Nachschub des IS schließt.

  74. 74 Tibulski 16. Juni 2016 um 13:10 Uhr

    Jetzt wird’s interessant:

    Manbij: Was kommt nach dem Erfolg der SDF?

    Die türkische Führung überdenkt laut Medienbericht ihre Position zu Baschar al-Assad

    „Türkei und USA für Halt der Offensive

    Gegenüber al-Monitor bekräftigt der Sprecher des Manbij Military Council zwar, dass man vorhabe, die Stadt zu stürmen. In einem ◥BBC-Bericht sind andere Töne zu hören.

    Der britische Sender hat einen Korrespondenten, Jiyar Gol, der als Kriegsreporter mit den SDF unterwegs ist. Er stellt eindeutig klar, dass die SDF-Kommandeure der kurdischen YPG die Manbij-Offensive am Boden befehligen und die 8.000 SDF-Kämpfer die Operation nicht etwa „nur unterstützen“, gar nur logistisch, wie die offizielle türkeiverträgliche Sprachregelung lautete. Unterstützung käme von amerikanischen und französischen Spezialeinheiten, die Ziele für die Luftangriffe der Koalition bestimmen.

    Über 500 Kilometer der Grenze zur Türkei sollen die SDF nun kontrollieren, heißt es in dem BBC-“embedded“-Bericht, der mit einer interessanten Aussage endet, nämlich dass die Offensive jetzt zu einem Halt gekommen sei. Nicht etwa aufgrund des Risikos eines Stadtkampfes, sondern „wegen des Drucks der Türkei und der USA“.

    Kein Geheimnis ist, dass die türkische Regierung die YPG als Ableger der PKK als Terroristen ansieht und ihre Politik darauf ausrichtet, ein zusammenhängendes Kurdengebiet in Syrien zu verhindern. Dass Kurden die syrische Seite der Grenze in weiten Teilen kontrollieren, ist in den Plänen der türkischen Regierung nicht vorgesehen.

    Gemeinsamer Nenner mit al-Assad

    Nach einem aktuellen ◥Reuters-Bericht andere Ziele auf, die bislang als unumstößlich galten. Angeblich hat die Nachrichtenagentur Informationen über eine Kurskorrektur in der türkischen Regierung. Demnach soll die Absetzung von Baschar al-Assad in der AKP-Führung nicht mehr so wichtig sein, weil man mit ihm die Gegnerschaft zu einem autonomen Kurdengebiet teile. Das habe Priorität.

    Der Bericht der Nachrichtenagentur bettet die Aussage in eine größer konzipierte Ausrichtungskorrektur der türkischen Politik ein, zu der auch eine Annäherung an Russland gehört. Die Frage ist, wie stark die Unterstützung der USA für die SDF bleiben wird. Wie loyal die USA zu ihrem Verbündeten bleiben werden.

    Bei der Aufstockung der Special Forces in Syrien hieß es, man wolle damit den sunnitischen Arabern zur Seite stehen. Was aber, wenn sich Konflikte zwischen arabischen Stämmen und den Kurden auftun? Die Frage ist, wie lange die US-Führung ihren Konflikt über die SDF mit dem Nato-Partner Türkei durchzustehen gewillt ist.“

  75. 75 Nestor 16. Juni 2016 um 14:19 Uhr

    Ich weise darauf hin, daß die syrische Regierung zu den Kurden m.E. keinen besonderen Gegensatz hat, daß sie die Kurden als ihre Verbündeten betrachtet, und alle unfreundlichen Töne, die Assad gegen sie gerichtet haben mag (hat er das überhaupt?) nur dem US-Projekt gelten, dieses Gebiet von Syrien abzutrennen.

    Wenn also die Türkei jetzt pro-Assad-Politik macht, so richtet sich das vor allem gegen die Teilungspläne der USA. Ob das dem Fallenlassen einer Unterstützung des IS gleichkommt, wird sich erst weisen.

    Auch die Feuerpause in Aleppo sollte man unter dem Gesichtspunkt betrachten, daß die Türkei alle ihre Felle davonschwimmen sieht, wenn es den Kurden und der syrischen Armee gelingt, die Nachschubwege für IS und Al Nusra zu kappen.

  76. 76 Tibulski 17. Juni 2016 um 12:47 Uhr

    Russland meldet Erfolge: Türkei kann Syrien-Krieg kaum noch gewinnen

    Die russische Luftwaffe hat im Norden Syriens ein Waffendepot der Islamisten-Söldner zerstört. Die syrische Armee hingegen hat das Turkmenen-Gebirge komplett befreit. Für den Nato-Staat Türkei ist der Syrien-Krieg damit fast verloren. In Ankara werden daher Stimmen laut, die einen Kurswechsel von Erdogan fordern.

    Kreml warnt vor Sturz Assads

    Ein gewaltsamer Regimewechsel in Syrien würde die Region ins Chaos stürzen und den Antiterrorkampf erschweren. Mit diesen Worten reagierte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow auf Berichte, laut denen mehr als 50 amerikanische Diplomaten von Präsident Barack Obama einen direkten US-Waffengang gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad gefordert haben sollen.

    US Diplomats Urge Washington to Take Military Action Against Assad

    Over 50 mid-level US diplomats have signed a letter urging the United States to carry out military action against the government of Syrian President Bashar Assad.

    Kerry Calls Diplomatic Memo Urging War Against Assad ‚Important Statement‘

    US Secretary of State John Kerry called a letter signed by dozens of US diplomats, urging Washington to carry out military action against the government of Syrian President Bashar Assad „an important statement,“ media reported on Friday.

  77. 77 Tibulski 17. Juni 2016 um 12:59 Uhr

    Nachtrag:

    Jenseits der roten Linie

    Arabisch-kurdische Rebellenallianz hat nordsyrische IS-Hochburg Manbidsch eingekesselt. Türkei droht mit Eingreifen, US-Soldaten fungieren als »Schutzschilde«

    „Unterdessen rückt die Rebellenal­lianz bereits auf die weiter westlich gelegene IS-Hochburg Al-Bab vor. Damit kommt sie ihrem strategischen Ziel näher, einen Verbindungskorridor zwischen den Selbstverwaltungskantonen Kobani und dem nördlich von Aleppo gelegenen Afrin freizukämpfen. Sollte dies gelingen, bestünde die im März ausgerufene föderale Region Rojava/Nordsyrien aus einem durchgängigen Gebiet entlang der türkischen Grenze.

    Die türkische Regierung hatte zuvor erklärt, dass ein Überschreiten des Euphrat durch die YPG, die sie als »Terroristen« ansieht, eine rote Linie darstelle, und für diesen Fall mit einem eigenen militärischen Eingreifen im Nachbarland gedroht. Mehrfach hat die türkische Armee in den vergangenen Monaten bereits SDF- und YPG-Stellungen beschossen. Offen spielt Ankara so die Rolle eines Schutzpatrons für den IS, der weiterhin ein großes Gebiet westlich des Euphrats kontrolliert. Damit fällt den nach US-Angaben als »Berater« und in »geringer Zahl« eingesetzten Angehörigen von US-Spezialeinheiten auf Seiten der SDF die Rolle von Schutzschilden zu. Dass einige der US-Soldaten Abzeichen der YPG an ihre Uniform geheftet hatten, sei eine »öffentliche Botschaft an die türkische Regierung«, schrieb kürzlich der Kolumnist der türkischen Tageszeitung Hürriyet Daily News, Murat Yetkin. »Wenn die türkische Artillerie auf PYD-Kräfte schießt, wie sie es von Zeit zu Zeit tut, sind US-Soldaten darunter, die getötet werden könnten.«

    Der Oberkommandierende des Militärrats, Merxas Kobane, warnte unterdessen, dass eine Reihe von IS-Kämpfern aus Manbidsch in die vom IS gehaltene Grenzstadt Dscharabulus entkommen sei. Von dort hätten sich mehrere Anführer des IS mit ihren Familien mit Hilfe des türkischen Geheimdienstes in die Türkei abgesetzt.“

  78. 78 Tibulski 17. Juni 2016 um 18:11 Uhr

    US-Diplomaten rufen zu Bombenschlägen gegen Assads Truppen auf – Moskau beunruhigt

    Sollten die Meldungen über die Aufrufe von Mitarbeitern des US-Außenministeriums, die syrischen Regierungstruppen zu bombardieren, wirklich stimmen, ist das laut dem russischen Armeesprechers Igor Konaschenkow sehr besorgniserregend.

    US-Vizestabschef will Erlaubnis zum Abschießen russischer Flugzeuge in Syrien

    Die US-Luftwaffe ist bereit, die Bildung von Flugverbotszonen in Syrien zu sichern, dafür sollen sie russische Flugzeuge abschießen dürfen, wie der stellvertretende Generalstabschef der US Air Force David Goldfein am Donnerstag im Senat sagte.

  79. 79 Nestor 18. Juni 2016 um 11:18 Uhr

    Nervosität bei der IS-Führung, wie es aussieht. Und zwar in alle Richtungen.
    Rußland schätzt offenbar die Lage so ein, daß unmittelbare Drohungen, wie bei der Krim, noch nicht nötig sind.

  80. 80 Tibulski 18. Juni 2016 um 12:20 Uhr

    Russische Erfolge gegen den IS: US-Hardliner werden nervös

    Die militärischen Erfolge Russlands in Syrien sorgen offenbar für Panik bei Hardlinern in Washington. Sie fordern von Präsident Obama eine US-Militärintervention gegen Assad, um Russland zu schwächen. Doch US-Präsident Obama kooperiert mit den Russen – weil er als Friedensnobelpreisträger nicht als der Präsident in die Geschichte eingehen will, der einen Krieg gegen Russland ausgelöst hat.

    Neocons Attempt to Hijack US Policy in Syria Via Diplomatic Memo

    Neoconservatives in the US State Department leaked a diplomatic memorandum urging military action in Syria in an attempt to manipulate the next president’s foreign policy agenda, former White House National Security Council advisor Gwenyth Todd told Sputnik.

    Mitarbeiter des US-Außenministeriums für mehr Kriegseinsatz in Syrien

    Ein internes Papier von 51 Diplomaten spricht sich für „gezielte Luftangriffe gegen die syrische Regierung aus“

    „Cyber-Kalifat“: Russland soll hinter Hackerangriffen des IS stecken

    Der „Islamische Staat“ ist nach Einschätzung deutscher Sicherheitsbehörden nicht zu komplexen Computerangriffen fähig. Hinter dem „Cyber-Kalifat“ der Terrormiliz könnten nach SPIEGEL-Informationen in Wahrheit Hacker des Kreml stecken.

  81. 81 Nestor 18. Juni 2016 um 22:52 Uhr

    Die plumpe Dummheit des SPIEGEL ist unglaublich.
    Nimmt irgendwer dieses Blatt noch ernst?

  82. 82 Tibulski 20. Juni 2016 um 19:43 Uhr

    General Staff: It is Russian patience, not US’, that waning over Syria

    The chief of Russia’s General Staff comments on US state secretary’s words Russia should be aware that patience on Assad’s Syria was wearing thin

    Türkischer Parteichef: „Erdogan wird die Hand küssen, in die er nicht beißen konnte“

    Immer öfter erscheinen Berichte über geheime Verhandlungen zwischen Syrien und der Türkei über den Wiederaufbau der Beziehungen. Ankaras Ziel sei es, die Stärkung der syrischen Kurdenpartei PYD zu stoppen.

  83. 83 Tibulski 21. Juni 2016 um 22:56 Uhr

    Kerry Discusses Military Option in Syria With State Department ‚Dissenters‘

    Secretary of State John Kerry met with ten of the 51 diplomats who called for military intervention in Syria in an internal memorandum, while US policy planners were close to develop an official response, US Department of State spokesperson John Kirby told reporters on Tuesday.

    How ‚Neocon-Hopeful‘ Hillary Clinton Planned to Topple Assad

    It was then Secretary of State Hillary Clinton who, along with CIA director David H. Petraeus, developed a plan of arming and training Syrian rebels to overthrow Syrian President Assad in 2012. Will Clinton kick off an all-out war against the Syrian leader if she assumes the presidency?

  84. 84 Nestor 22. Juni 2016 um 10:18 Uhr

    Na ja, die Wahl ist erst im Dezember, da kann noch viel passieren bis dahin. Außerdem ist ja nicht sicher, ob es Killary auch schafft, ins Weiße Haus einzuziehen.

  85. 85 Tibulski 22. Juni 2016 um 13:33 Uhr

    Diese Gelassenheit geht mir völlig ab!

    Ich denke, dass im Falle eines (sehr wahrscheinlichen) Killary-Wahlsiegs im November eine Eskalation der geopolitischen Konfrontation der USA/NATO gegen Russland zu erwarten ist, wie sie bisher noch niemand erlebt hat. Der uralte Spruch „Der Westen will den Krieg!“ erweist sich insofern wieder mal als brandaktuelles Urteil über die buchstäblich lebensbedrohliche zukünftige Weltlage.

    Clinton’s Likely DoD Secretary Pick Vows US Troops in Syria to Topple Assad

    Michele Flournoy, the US civil official predicted by many to head the Pentagon if Democratic frontrunner Hillary Clinton wins the US presidency in November, said she would alter American strategy to battle Daesh by assisting armed militias, called by Washington “moderate rebels,” to crush the legitimate Syrian president Bashar al-Assad.

    „Speaking at a Center for New American Security (CNAS) think tank conference on Monday, Flournoy, a senior fellow of the organization, urged the US military to put boots on the ground in Syria to assist in toppling the al-Assad government, recently successful in reclaiming large areas of the country from Daesh.

    To accelerate the defeat of the legitimate Syrian government, Flournoy introduced the notion of a “no bombing” zone for the moderate rebels. These so-called moderates are widely accepted as being, in reality, the US-backed armed militias that have been tearing the country apart since the beginning of the civil war in 2011.

    To justify her hawkish proposals, Flournoy took the traditional path, resorting to the Russian factor. She claimed that Moscow’s engagement since September 2015 in the war, at the invitation of the Syrian government, does not “support the kind of negotiated conditions we would like to get to.”

    The „conditions“ she was talking about remain unclear, especially in light of positive results brought about by the contribution of international militaries, including Russia, in stripping Daesh in recent months of 45 percent of the Iraqi territories and 20 percent of the Syrian lands it seized in 2014. Currently, the liberation of the crucial cities of Raqqah and Mosul from Daesh is being prepared, and is expected to inflict extensive damage on the extremists, according to Iraqi Foreign Ministry spokesman Ahmad Jamal.

    The Pentagon, however, appears to have other plans in mind for Syria and Iraq. According to a CNAS report, prepared in cooperation with an “ISIS Study Group” co-chaired by Flournoy, Washington must “go beyond the current Cessation of Hostilities.” By that, the paper means a so-called no-bomb-zone, which suggests US retaliation against the Assad government, if Damascus continues to resist the American-backed militants. Proposed retaliation measures include airstrikes on “security apparatus facilities in Damascus.”

    “If you bomb the folks we support, we will retaliate using standoff means to destroy [Russian] proxy forces, or, in this case, Syrian assets,” Flournoy told Defense One.

    At the same time, the report sensibly cautioned against hitting Russian airbases in Syria.

    Flournoy, who served as undersecretary of defense for policy during Obama’s first term in office, has consistently criticized the current US-anti Daesh policy, claiming that using an “under-resourced” military to battle extremists in the Middle East, and offering “underdeveloped” political solutions for the crisis has been ineffective, at best.

    Earlier, she called for increasing the number of combat missions against Daesh, sending more advisors to train Iraqi soldiers and allocating more weapons to Sunni tribes and the Kurds in Iraq. She also called for maintaining the infamously inadequate train-and-equip program that graduated just five moderate rebels, and cost US taxpayers over $500 million.

    According to Washington Post columnist David Ignatius, Flournoy is now on the “short, short” list for the job of US Secretary of Defense.“

  86. 86 Tibulski 22. Juni 2016 um 22:23 Uhr

    Washington’s ‚Objective in Syria Since War Began is to Remove Assad‘

    It is unlikely that US President Barack Obama will follow the State Department’s dissent advice and make a 180-degree shift in his foreign policy toward Syria: it will be up to Obama’s successor how to untie the Syrian knot.

    „These remarks are apparently aimed at evoking US Secretary John Kerry’s „Plan B“ that envisages the partition of Syria. Indeed, back in February 2016 Kerry declared that Washington will implement its Plan B if the Syrian ceasefire fails.

    Interestingly enough, Riyadh is expressing enthusiasm about the plan’s realization.

    „We believe we should have moved to a ‚Plan B‘ a long time ago,“ Saudi Foreign Minister Adel al-Jubeir told reporters in late May, as quoted by Reuters.

    On June 17, commenting of the diplomatic cable, al-Jubeir confirmed that his government supports airstrikes against the Syrian Arab Army and Bashar al-Assad.

    „There should be more robust intervention. If the Bashar regime feels that it can continue in a stalemate, much less prevail, there will be no incentive to take the necessary steps to bring about a transition,“ al-Jubeir told reporters in Washington as cited by the Wall Street Journal.

    What is really remarkable about DePetris‘ article is that he defines Washington’s major objective in Syria — since the very beginning of the Syrian turmoil — as a „regime change.“

    „If the Obama administration’s objective in Syria is the same as it has been since the war began (remove Assad and establish a transitional unity government), then the White House needs to think long and hard about whether more US military force is needed to meet it,“ he writes.

    It looks rather strange, since the White House previously claimed that its goal in Syria and Iraq is to defeat Daesh in the first place.

    However, the analyst acknowledges that Obama is unlikely to make a 180-degree shift in his foreign policy toward Bashar al-Assad.

    Still, experts warn that if Hillary Clinton replaces Barack Obama, it is likely that the dream of the diplomatic memo authors will come true.

    According to former Republican Congressman Ron Paul and US political analyst Daniel McAdams, the proponents of yet another US military intervention in the Middle East are playing with fire.

    In their latest Liberty Report the experts point to the fact that neocons‘ logic that Washington would weaken Daesh by targeting Bashar al-Assad, „is not immediately apparent.“

    Citing American journalist Robert Parry of Consortiumnews.com, Dr. Paul dubbed the memo „State Department’s collective madness.“

    „What they are urging the US administration to do is to stop its focus on ISIS [Daesh] in Syria and start bombing the Assad government,“ Daniel McAdams underscored, stressing that there is no sense in such an approach, since it has been the Syrian Arab Army that was fighting Daesh all these years.

    McAdams called attention to the fact that the memo was signed by only 51 US State Department diplomats. According to the political analyst it is a very small faction. However, the New York Times made a big story out of it.

    This is how warmongering propaganda works, the experts noted.

    Paul and McAdams suggested that the recent demarche is likely „a preview of a Hillary presidency.“ There is a huge neocon group behind Hillary Clinton, they noted, adding that the most likely candidate for the position of the Secretary of State in „Hillary’s administration“ is Victoria Nuland, an apparent mastermind of the Ukrainian coup of February of 2014.

    Those 51 diplomats are looking forward to Clinton’s victory hoping that their political careers would go up, according to the experts.“

    Der „Cyber-Trojaner“ des Kremls: Russland unter dem Deckmantel des IS?

    Das Russland-Bashing in den deutschen Medien erreicht ein absolut neues Niveau. Nun soll der Kreml sogar hinter den Hackerangriffen des IS stehen, wie Spiegel Online berichtet. Dabei führt die Seite, wie so oft bei solchen Berichten, überhaupt keine Beweise an und spricht von zweifelhaften „Indizien“. Solch ein Vorgehen ist aber nicht neu.

  87. 87 Nestor 23. Juni 2016 um 12:05 Uhr

    Also, was ich diesen Postings entnehme ist, daß im Falle eines Wahlsieges von Mrs. Clinton der IS als Verbündeter der USA und „Troops on the Ground“ offiziell anerkannt würde und versucht würde, eine Atombombe auf Moskau zu werfen.

    Das sind doch klare Aussagen.

    Einmal sehen, ob die Amis das auch mehrheitlich wollen und ob der Rest der Welt oder zumindest die EU dabei mitgeht.

    Über die Politik der scheidenden Obama-Regierung sagt das allerdings noch nicht viel aus, da scheinen andere Gesichtspunkte im Vordergrund zu stehen.

  88. 88 Tibulski 23. Juni 2016 um 13:52 Uhr

    Türkei: weder Entschuldigung noch Entschädigung für Abschuss von russischem Kampfjet

    Die Türkei plant vorerst keine Entschuldigungen gegenüber Russland für den Abschuss des Flugzeuges SU-24 im November 2015, teilte der Sprecher des türkischen Präsidenten, Ibrahim Kalin, in einem Interview für Haberturk TV mit.

    Turkey Fueling Tensions Between Russia, NATO in Black Sea

    Amid deepening tensions between NATO and Russia, Moscow has warned that it would neutralize any actions in the Black Sea which could be regarded as a security threat.

    Ankara untersagt Reise zu Bundeswehr-Stützpunkt: Bundestag ruft nach Konsequenzen

    Mehrere Bundestagsabgeordnete fordern Konsequenzen, nachdem die Türkei deutschen Politikern einen Besuch der Bundeswehreinheiten auf dem türkischen Stützpunkt Incirlik untersagt hat, meldet dpa.

    Israeli Official Does Not Want Daesh to Lose in Syria

    While Israel has stated in the past that it prefers Daesh, also known as ISIS/Islamic State, over the Syrian government under Assad, Israeli military intelligence chief Major General Herzi Halevy has taken that assertion further, telling the Herzliya Conference this week that Israel does not, in fact, want to see the fundamentalist group defeated.

  89. 89 Nestor 23. Juni 2016 um 20:13 Uhr

    Auch von mir einmal ein Link:

    http://lowerclassmag.com/2016/06/widerstand-gegen-krieg-und-jihadismus-im-tuerkisch-syrischen-grenzgebiet/

    Die Provinz Idlib ist dominiert von Ahrar-al-Scham und der al-Nusra-Front. Aber Ahrar-al-Scham ist mehr so ein Instrument, da die al-Nusra-Front ja international als Terrororganisation eingeschätzt wird. Das Flüchtlingslager bei Atme wird zum Beispiel von der al-Nusra-Front dominiert, aber es wird so getan, als ob sich Ahrar-Al-Scham und al-Nusra-Front das Lager teilen, damit dort einfacher Lieferungen seitens der Türkei hingeschickt werden können.

  90. 90 Tibulski 27. Juni 2016 um 21:05 Uhr

    Erdogan’s spokesman confirms deep condolences were expressed in letter to Putin

    According to the Turkish presidential spokesman, „Turkey and Russia agreed to take the necessary steps for the development of bilateral relations“

    Erdogans Entschuldigung bei Putin zeigt Richtigkeit der russischen Reaktion

    Entschuldigung und Bereitschaft zu jedweder Initiative zur Unterstützung der Familie des getöteten russischen Piloten – das sind die beiden Kernbotschaften des Schreibens des türkischen Präsidenten Erdogan an den russischen Staatschef Wladimir Putin, wie Konstantin Kossatschew, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrats, sagte.

    Turkish defense minister says expects serious progress in relations with Russia

    Turkish President Recep Tayyip Erdogan has offered his apologies to Russian President Vladimir Putin for the death of the pilot of the downed Russian plane

    Lawmaker says Russia wants Turkey to change approaches to Syria, Iraq

    „Clearly, disputes between Russia and Turkey are much deeper and they are of more systematic character than the recent tragedy, which of course shocked us all,“ he said. „They refer to reasons, to development and possible results of certain conflict situations now in Syria, in Iraq, in some other conflict areas.“

    Experte: Normalisierung der Beziehungen Russland-Türkei durch Paketabkommen möglich

    Bedingungen für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und der Türkei werden demnächst in einem Paketabkommen festgehalten. Diese Ansicht vertrat Igor Morosow, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates und Veteran der russischen Auslandsaufklärung, am Montag in Moskau.

    Gazprom open for dialogue with Turkey on Turkish Stream gas pipeline project

    Turkish President Recep Tayyip Erdogan has offered his apologies to Russian President Vladimir Putin for the death of the pilot of the downed Russian plane

    Nusra Front in Northern Syria Receives 100 Surface-to-Air Missiles

    The Nusra Front militants in the north of Syria got 100 surface-to-air (SAM) missiles, designed to be launched from the ground to destroy aerial targets, in particular, aircraft or other missiles, according to local media.

  91. 91 Nestor 28. Juni 2016 um 9:54 Uhr

    Wenn die Türkei ihre Unterstützung für Al Nusra und IS in Syrien aufgibt, so wäre das das Ende des syrischen Bürgerkriegs.
    Ich nehme an, billiger werden es die Russen nicht geben.

  92. 92 Tibulski 28. Juni 2016 um 15:52 Uhr

    Putin ruft am Mittwoch Erdogan an – Kreml-Sprecher

    Auf Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin findet am Mittwoch ein Telefonat mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan statt, wie Kreml-Pressesprecher Dmitri Peskow gegenüber Journalisten sagte.

    Türkischer Premier dementiert eigenes „Kompensationsversprechen“ für russische Su-24

    Der türkische Ministerpräsident Binali Yıldırım hat laut dem Sender CNN Turk erklärt, dass sein Land keinen Schadenersatz für die abgeschossene Su-24-Maschine an Russland zu zahlen beabsichtigt.

    „Bei Bedarf“: Ankara bereit zu Kompensationszahlung für Su-24-Abschuss an Russland

    Ankara ist bereit, für die im November vergangenen Jahres abgeschossene Su-24 Schadensersatz an Moskau zu zahlen, wie der türkische Premier Binali Yıldırım am Montagabend sagte.

    Erdogan Apologized: What’s next?

  93. 93 Tibulski 29. Juni 2016 um 13:18 Uhr

    Putin, Erdogan Agree to Hold Personal Meeting – Turkish Presidential Office

    Russian President Vladimir Putin agreed to meet his Turkish counterpart in person over the course of a phone conversation, Turkish President Recep Tayyip Erdogan’s office said in a statement Wednesday.

    Putin Instructs Gov‘t to Start Talks With Turkey on Restoring Ties

    President Vladimir Putin ordered the Russian government to launch the process of restoring cooperation with Turkey, including in the spheres of trade and economic ties, after phone conversation with his Turkey counterpart earlier in the day, the Kremlin said Wednesday.

    Russian, Turkish FMs to Discuss Bilateral Ties, Syria on July 1 – Kremlin

    The Russian and Turkish foreign ministers will meet in Sochi on July 1 to discuss bilateral relations and the Syrian conflict settlement, the Kremlin press service said Wednesday.

    Istanbul-Anschläge galten russisch-türkischer Versöhnung – russischer Außenpolitiker

    Der Anschlag in Istanbul richtet sich gegen die Normalisierung der Beziehungen zwischen der Türkei und Russland, wie der Chef des Auswärtigen Ausschusses des russischen Föderationsrats (Oberhaus des russischen Parlaments), Konstantin Kossatschjow, am Mittwoch in seinem offiziellen Facebook-Account schreibt.

    Erdogan sagt sorry

    Ankara will Beziehungen zu Russland normalisieren und schließt Pakt mit Israel. Geheimverhandlungen mit syrischer Regierung

    Was bedeutet die Annäherung zwischen Moskau und Ankara für die Kurden?

    Bislang hat Russland die syrischen Kurden ebenso wie die USA unterstützt, das könnte sich ändern, ebenso die Haltung zum Assad-Regime

    Five Minutes of Common Sense: Erdogan apologizes – that’s it?

    Turkish Stream ‚Highly Ready‘ for Project Financing – Gazprom

    The Turkish Stream is highly ready for project financing, Gazprom’s First Deputy Department Head Igor Shatalov said Wednesday.

  94. 94 Nestor 30. Juni 2016 um 10:29 Uhr

    Also daß die Russen Assad fallenlassen, glaube ich nicht. Erstens gibt es dafür keinen positiven Grund, also er hat sich gegenüber Rußland nichts zuschulden kommen lassen. Zweitens gibt es niemanden, der ihn ersetzen könnte.
    Drittens haben er und auch die Russen immer wieder betont – siehe auch obiges Interview – daß er nicht an seinem Sessel klebt und sich einen Rückzug aus der Politik vorstellen könnte, wenn er die Staatsgeschäfte einer stabilen Nachfolgeregierung geordnet übergeben könnte.

    Die Kurden sind eine andere Frage, aber das hängt eben auch mit der Stellung zu Assad zusammen. Wenn die Kurden und die syrische Regierung sich auf eine lose Föderation einigen können, so müssen die Türken, die Saudis und die USA die Krot fressen – das ist meiner Ansicht nach die Stellung der russischen Regierung, von der sie nicht heruntergehen wird.

    Das interessante ist, was eigentlich Erdogan zu diesem politischen Schwenk bewogen hat und da vermute ich, daß ihm vor allem innerhalb der Türkei die Unterstützung abhanden kommt. Die Kemalisten, das Militär, die von Gülens Leuten durchsetzte Justiz und das Unterrichtswesen, schließlich der Rücktritt Davutoglus und der Bürgerkrieg im Südosten, dazu noch die Weigerung der USA, einen türkischen Einmarsch in Syrien zu unterstützen – der bisherige Weg erwies sich als nicht mehr gangbar.
    Dazu kommt noch die außenpolitische Isolation. Frau Merkel schleckte ihm zwar vor einiger Zeit die Schuhe, aber seither ist auch da einiges den Bach hinuntergegangen (Böhmermann, Visafrage). Es ist auch nicht klar, ob die Türkei wirklich die 3 Milliarden gekriegt hat, und woran die Auszahlung konkret gebunden ist. In der Region hat er sich mit allen angelegt, und seine Unterstützung der Krimtartaren und Aserbaidschans hat zwar Staub aufgewirbelt, der Türkei aber weder finanziell noch politisch etwas gebracht.

  95. 95 Tibulski 30. Juni 2016 um 14:56 Uhr

    Putin: ‚Outcome of Fight Against Daesh Being Decided on Syrian Soil‘

    Syria is the place where the outcome of the fight against Daesh is being decided, President Putin said.

    Obama Administration Offers Russia Deal on Military Cooperation in Syria

    The Obama administration has offered Russia a deal to increase military cooperation on carrying out airstrikes against terrorist targets in Syria.

    Damascus Initiates Meeting of Defense Ministers of Russia, Syria, Iran

    Damascus has asked for a meeting between the defense ministers of Russia, Iran and Syria.

    Syria Hopes Russia Influences Turkey to Close Southern Border to Terrorists

    Syria hopes Russia will influence Turkey to close its southern border to prevent terrorists from traveling to the war-torn country, Syrian Ambassador to Moscow Riyad Haddad told Sputnik on Thursday.

    Western Officials in Secret Talks With Syrian Leadership – Assad

    According to the Syrian president, Western officials are in secret talks with the leadership of Syria, repeating what the US want them to say.

    Moscow Expects Closer Cooperation With Turkey on Syrian Settlement

    Russia expects closer cooperation with Turkey on settling the Syrian conflict, Russia’s Permanent Representative to the UN Office in Geneva said Thursday.

    Russia Expects Compensation for Downed Su-24 to Restore Ties With Turkey

    Russia expects Turkey to pay damages for downing of the Su-24 combat jet last fall in order to restore bilateral relations, Russian Ambassador to Ankara Andrey Karlov said Thursday.

    Russia Lifting Turkey Restrictions Not at Expense of Domestic Producers

    The Russian government will gradually lift restrictions against Turkey, but not at the expense of Russian producers and partners, Russian Prime Minister Dmitry Medvedev said Thursday.

    Fort Russ guest analyst Eduard Popov: Russian-Turkish Reset is a Dead End

    ISIS will wichtigsten Handelsweg für Öl nach Europa kontrollieren

    Der sogenannte Islamische Staat hat ein Video veröffentlicht, in dem er sein strategisches Ziel auf einer Landkarte darstellt. Demnach wollen die islamistischen Söldner die wichtigsten Handelsroute für Erdöl nach Europa kontrollieren. Sollte dies gelingen, wäre ein sicherer Transport von Öl auf dem Seeweg nach Europa gefährdet. In die Bresche könnten die USA springen: Sie haben mit der Lieferung von Flüssiggas nach Europa begonnen.

  96. 96 Nestor 30. Juni 2016 um 16:43 Uhr

    Na, ob die Saudis damit so eine Freude haben werden, wenn sie ihr Öl nicht mehr nach Europa verkaufen können?
    Auch sonst erscheint mir der DWN-Artikel eher Kaffeesatzleserei. Natürlich mögen US-Thinktanks und der CIA Pläne aller Art haben, aber ob etwas draus wird, steht auf einem anderen Blatt.

  97. 97 Tibulski 01. Juli 2016 um 0:43 Uhr

    Ministerium: „In Syrien befinden sich keine deutschen Soldaten“

    Das Bundesverteidigungsministerium dementiert einen Bericht der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, wonach deutsche Soldaten in Kampfhandlungen in Syrien verwickelt sein sollen. Das Ministerium stellt klar: In Syrien befänden sich keine deutschen Soldaten.

    Türkei: Regierung verweigert Untersuchung von Flughafen-Anschlag

    Alle drei türkischen Oppositionsparteien fordern die Einsetzung einer parlamentarischen Untersuchungskommission, um den Anschlag vom Flughafen Istanbul untersuchen zu lassen. Doch die türkische Regierung lehnt eine Untersuchung ab.

  98. 98 Nestor 01. Juli 2016 um 10:27 Uhr

    Na ja, man sagt ja der Türkei seit jeher einen „Schattenstaat“ nach, wo Geheimdienst, Graue Wölfe und ähnliches Gesindel an verdeckten Operationen zur Bekämpfung linker Umtriebe und (vor allem kurdischem) Separatismus zusammenarbeiten.
    Der Papst-Attentäter Ali Agca und der Typ, der den armenischen Journalisten ermordet hat, sollen mit diesem Dunstkreis zusammenhängen, und man vergesse nicht das Giftgas, das den syrischen Rebellen für den Angriff auf Ghuta durch den türkischen Geheimdienst zur Verfügung gestellt wurde.

    Es hat also gute Gründe, wenn eine Untersuchung von der Opposition gefordert und von der Regierung verweigert wird.

    Es ist in diesem Zusammenhang auch zu beachten, daß der IS sich zu dem Anschlägen in Paris und auf den Brüsseler Flughafen bekannt hat, zu dem auf den Istanbuler nicht. Er hat ihn allerdings auch nicht dementiert.

  99. 99 Tibulski 01. Juli 2016 um 17:07 Uhr

    USA schlagen ein Bündnis mit Russland gegen al-Nusra vor

    Die Antwort aus Russland steht noch aus. Man hat Besseres zu tun und schmiedet mit der Türkei ein neues Bündnis gegen Terroristen in Syrien

    Russia and Turkey have no differences on who are considered terrorists in Syria — Lavrov

    Accordign to the Russian foreign minister, the Turkish side agrees that the Syrian opposition should withdraw from the terrorists’ positions

    US DoS Preparing ‚Roadmap‘ for Clinton’s Muscular Policy in Syria

    Signs emerge that Washington is trying to convince the US public of the necessity of exercising a more muscular policy in Syria. John Kerry has been for years advocating military actions against the Syrian government, Gareth Porter notes, adding that Kerry’s views on Syria are strikingly similar to those expressed in the recent „dissent memo.“

  100. 100 Nestor 01. Juli 2016 um 22:46 Uhr

    Halten wir doch fest: Nichts Neues im Verhältnis USA – Russland – Syrien.

    Die russische Stellung ist: Assad ist die legitime Regierung Syriens, die gehört wiederhergestellt und die Terroristen vernichtet, sofern sie nicht von selbst die Waffen niederlegen und sich in den Prozess des Wiederaufbaus eingliedern. Das ist auch Assads Stellung, siehe Interview oben.

    Die USA sagen: Assad muß weg, und wir bewaffnen und unterstützen in erster Linie die Opposition gegen ihn.
    Diese Clinton- und sonstwas inspirierten Drohungen sind doch genau der gleiche wiederaufgewärmte Schmarrn von vorgestern, und sollen nur bekräftigen, daß Assad auf jeden Fall weg muß, und alles andere, also auch die Bekämpfung des IS, zweitrangig ist.

    In dem Sinne werden die USA jetzt auch versuchen, die Türkei zu beeinflussen. Fragt sich nur, was sie dafür im Gegenzug bieten.

  101. 101 Tibulski 02. Juli 2016 um 13:35 Uhr

    US Proposed Deal on Syria Offers ‚Major Concessions to Russia‘

    The deal on Syria proposed by the United States to Russia offers a number of significant concessions to Moscow and would contribute to de-escalating the conflict, according to US analysts.

    Crowded Seas: Why US Warship ‚Provoked‘ Russian Frigate in Mediterranean

    The United States has deployed too many warships to the Mediterranean Sea when it needs only one carrier strike group for its anti-Daesh operation, Mikhail Nenashev, Chairman of the All-Russia Fleet Support Movement, asserted. This is one of the reasons why the USS Gravely came dangerously close to a Russian patrol boat.

    Flugdeckkreuzer „Kusnezow“: Kurs auf Syrien – Einsatzpläne für Herbst und Winter

    Bordgestützte Fliegerkräfte vom Flugdeckkreuzer „Admiral Kusnezow“ werden sich laut militärdiplomatischen Quellen in Moskau vom Osten des Mittelmeeres aus an Einsätzen gegen IS-Kräfte in Syrien beteiligen. Der einzige russische Flugdeckkreuzer hat eine „Erneuerungskur“ in Murmansk absolviert und soll im Oktober vor Syriens Küste eintreffen.

    Turkey on the ropes

  102. 102 Tibulski 04. Juli 2016 um 13:03 Uhr

    Turkish FM Denies Saying Ankara Will Open Incirlik Airbase to Russia

    Turkey is ready to cooperate with Russia on the fight against the Islamic State terrorist group, but there are no talks on using the Incirlik airbase, Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu said Monday.

    Russia and Turkey held no official talks on use of Incirlik air base — Kremlin

    According to the Kremlin, Moscow is going to analyze Turkey’s statement saying Russia could be allowed to use the Incirlik air base to fight the Islamic State

    Turkey could let Russia use its Incirlik air base to fight Islamic State

    Currently, the United States, Germany, the UK, Qatar and Saudi Arabia are allowed to use the air base

    Incirlik: Weiterhin keine Besuchserlaubnis für deutsche Politiker

    Türkei: 65 Millionen Euro für den Ausbau einer Militärbasis, auf der man nicht gerne gesehen ist?

    Auf die lange Bank geschoben – Erdogan revidiert Pläne zur Zerrüttung Syriens

    Etwa drei Millionen syrische Flüchtlinge könnten die türkische Staatsbürgerschaft bekommen. Das gab Präsident Recep Tayyip Erdogan während seines jüngsten Aufenthalts in der Stadt Kilis an der syrischen Grenze zu verstehen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Wie Al-Nusra die anderen Oppositionsgruppen ausmanövriert

    Nimmt Washington den Kampf gegen die Terrororganisation endlich ernst?

  103. 103 Nestor 04. Juli 2016 um 18:55 Uhr

    Erdogans „600.000 Tote“ in Syrien sind aus den Fingern gesogen – man fragt sich, was auf diese Übertreibung folgen soll? Warum in einer Grenzstadt so vom Leder gezogen wird?
    Man hört derzeit gar nichts aus Syrien selbst – da wird offenbar heftig verhandelt.

  104. 104 Tibulski 04. Juli 2016 um 19:38 Uhr

    @ Nestor

    Verhandelt wird da sicherlich, und zwar von russischer Seite mittlerweile sowohl mit den Amis als auch seit neuestem mit der Türkei. Erstaunlich wenig hört man gerade von der Front um Raqqa und zwar sowohl von russisch/syrischer Seite, aber auch von den Kurden.

    In und um Aleppo und Idlib geht’s aber wohl richtig zur Sache. Das ist vermutlich noch nicht die Entscheidungsschlacht, aber al-Nusra und Co. sind ja in den letzten Wochen genau zu diesem Zweck massiv mit Menschen und Material verstärkt worden. Gut möglich, dass ihnen das aber nichts mehr nützt. Sollten die o.a. Verhandlungen nämlich nicht scheitern, die USA also tatsächlich praktisch gegen al-Nusra vorgehen und die Türkei zusätzlich noch ihre Grenzen dicht machen, dann dürfte das der „game-changer“ zumindest für den Norden und Westen Syriens sein. Ich vermute, dass dann in Raqqa und dem Osten „nur noch“ ein „mopping up“ gegen Daesh ansteht, wie es so abgeklärt zynisch bezeichnet wird.

    Ein unmissverständlicher Hinweis, dass entscheidende Entwicklungen anstehn ist m.E. die Entsendung des einzigen russischen Flugzeugträgers vor die syrische Küste. Das geht wohl zum einen gegen die neuerdings dort anwesenden beiden Ami-Carrier, zum anderen aber auch ganz einfach um eine drastische Steigerung des russischen Fliegerkontingents.

  105. 105 Tibulski 04. Juli 2016 um 20:01 Uhr

    Apropos Verhandlungen:

    Entschuldigungsbrief auch an Assad? HDP-Politiker wirft Erdogan Geheimgespräche vor

    Die türkischen Kurden vermuten, dass Ankara heimlich mit Syriens Regierung von Präsident Baschar al-Assad verhandelt. İdris Baluken von der Partei HDP hält es sogar für möglich, dass Präsident Recep Tayyip Erdoğan bereits ein „Entschuldigungsschreiben“ nach Damaskus geschickt habe – wie bereits zuvor nach Moskau.

    4 Dead as Twin Terror Attacks Strike Prophet’s Mosque in Medina, Qatif City

  106. 106 Tibulski 06. Juli 2016 um 14:02 Uhr

    Neue Chance für Dialog

    Politischer Übergangsprozess in Syrien könnte im August beginnen, wenn der Westen Blockadehaltung beendet

    Syrien schlagen, um Iran zu treffen

    Endlich belegt: Hillary Clinton befeuerte als Außenministerin den Bürgerkrieg in Syrien

    Washingtons Terroristen

    Amnesty International legt Bericht über Verbrechen der »Rebellen« in Syrien vor

    Die Kriegsverbrechen der „gemäßigten“ Opposition

    Geht es um Kriegsverbrechen im syrischen Aleppo, ist meist von den Fassbomben des Regimes oder russischen Luftangriffen die Rede. Ein Bericht von Amnesty International erhebt nun Anklage gegen Oppositionsgruppen

    Erdogan wählt sich ein anderes Volk

    Syrische Flüchtlinge sollen türkische Staatsbürgerschaft erhalten

  107. 107 Tibulski 13. Juli 2016 um 12:51 Uhr

    Ankara Should Normalize Ties With Damascus to Fight Terrorism – Turkish PM

    Prime Minister said that Turkey needs to normalize its relations with Syria in order to effectively combat terrorism.

    Daesh Palmyra Assaults: Syrian Tactical Blunder or American ‚Plan B‘?

    In its analysis of the recently-intensified Daesh assaults to the east of Palmyra, Russian media have noted that they might be due to government forces having redeployed from this area to Aleppo, intentionally weakening the area; however, it say, their tactical blunders should not be safeguarded with the lives of Russian servicemen.

  108. 108 Tibulski 14. Juli 2016 um 13:52 Uhr

    US suggests joint operation against Syria terrorists with Russia — WSJ

    The US Administration has handed the draft document to the Russian authorities

    Moscow ready for coordinated anti-terrorist efforts with US — Kremlin

    Kremlin spokesman Dmitry Peskov has reminded of Vladimir Putin’s repeated calls for joint action in Syria

    Kerry’s Visit Underscores Gradual Shift in US Syria Policy Towards Russia’s

    As US Secretary of State John Kerry is set to land in Moscow on Thursday for two days of talks with Russia’s Foreign Minister and possibly the President on the situation in Syria as well as other matters, Russian political analysts note that there has been a slight shift in the US position on the Syrian conflict towards Russia’s.

    Frankreich geht auf Distanz zu al-Nusra in Syrien

    Frankreich distanziert sich mittlerweile von der Al-Nusra-Front. Präsident Francois Hollande befürchtet, dass nach dem Rückzug von ISIS die radikale Al-Nusra-Front das entstehende Machtvakuum nutzen könnte. Er fordert von den USA ein hartes Vorgehen gegen die Islamisten-Truppe.

    Aleppo: Befreiungs-Schlag der Islamisten und Söldner gescheitert

    Eine Befreiungs-Offensive der Islamisten-Söldner in Aleppo ist gescheitert. Die Söldner mussten große Verluste hinnehmen. Zudem wurden schwere Geräte der Söldner zerstört. Die syrische Armee hat die Söldner seit Tagen eingekesselt. Entscheidend könnte sein, dass die Türkei plötzlich mit Russland kooperiert – und die Söldner damit keine Unterstützung mehr im Kampf in Syrien erhalten.

  109. 109 Jacko 16. Juli 2016 um 9:26 Uhr

    In den Medien ist von einer „Einigung“ zwischen den USA und Russland in Bezug auf Syrien die Rede.
    Zumindestens „über die Fortdauer des Waffenstillstandes“.

    (???)

    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8837874/usa-und-russland-wollen-waffenruhe-in-syrien-retten.html

  110. 110 Jacko 16. Juli 2016 um 12:24 Uhr

    https://www.tagesschau.de/ausland/syrien-usa-russland-105.html

    Von den bisher in den Vordergrund gestellten Differenzen zu
    a) Figur/Entourage/Clan des Herrschers „Assad“
    b) „Oppositionskräfte“

    scheint man dann wohl ein Stückerl abgerückt zu sein.

    (Hässlichere Töne gab es ja bereits aus Frankreich über das gesamte islamis(ti)sche Oppositionsfeld…
    Und dass Assad die Fäden in der Hand behalten solle, war bereits die implizite – russisch inspirierte – Agenda der bisherigen Genf-Gespräche.)

  111. 111 Tibulski 17. Juli 2016 um 12:41 Uhr

    USA weisen Beteiligung am Putsch gegen Erdogan zurück

    US-Außenminister Kerry weist den Vorwurf, die USA könnten hinter dem Putsch gegen Erdogan stecken, kategorisch zurück. Erdogan verdächtigt den in Pennsylvania lebenden Gelehrten Gülen, der Drahtzieher des Putsches gegen ihn gewesen zu sein. Russland hat die Gülen-Bewegung schon vor Jahren verboten, weil der russische Inlandsgeheimdienst vermutet, die Bewegung sei von der CIA unterwandert.

    Turkey’s Failed Military Coup: ‚Spur-of-the-Moment Event‘ Vs Planned Action

    An unsuccessful attempt to overthrow Turkish President Recep Tayyip Erdogan has caught the country and the world by surprise. Questions remain as to who was truly behind the coup carried out by a group of middle-rank military and law enforcement officers and whether it was a well-planned operation, considering how quickly it failed.

  112. 112 Tibulski 17. Juli 2016 um 13:55 Uhr
  113. 113 Nestor 17. Juli 2016 um 16:43 Uhr

    Ich glaube nicht, daß die Gülen-Begwegung dahinter steht.

    Gülen und seine Anhänger wurden von Erdogan dazu benützt, die Kemalisten aus dem Staatsapparat hinauszudrängen. Sie bemächtigten sich des Unterrichtswesens und der Judikatur. Im Militär wurde das entweder nicht versucht oder es gelang nicht.

    Der Putschversuch scheint mir von Kemalisten getragen zu sein. Und da ist meine Vermutung, daß schon Erdogans überraschender Schwenk hin zu Russland und Assad und gegen den IS darauf zurückzuführen ist, daß der Widerstand gegen diese Politik in den eigenen Reihen und vor allem beim Militär zu stark wurde.

    Daß sich die Putschisten in den USA eine Erlaubnis geholt haben, glaube ich schon, aber so richtig inszeniert von den USA wird er nicht gewesen sein. Das redet die Motive der Putschisten klein, über die man ja hoffentlich noch etwas erfahren wird, und erklärt sie zu bloßen Agenten einer fremden Macht. Begreiflich, daß Erdogan diese Karte spielt – er weiß ja, daß der Putsch auch viele Sympathisanten im eigenen Land hat.

  114. 114 Tibulski 17. Juli 2016 um 22:23 Uhr

    Aktenordner voller Vorschläge

    US-Außenminister Kerry unterbreitet Russland Angebot für Kooperation in Syrien und holt sich einen Korb

    „Schon bevor US-Außenminister John Kerry vergangene Woche zu zweitägigen Gesprächen nach Moskau startete, »sickerte durch«, was der Amerikaner Russland vorschlagen wollte: ein gemeinsames Oberkommando im Kampf gegen den »Islamischen Staat« (IS), mehr Informationsaustausch über militärische Flugbewegungen, sogar die amerikanische Zustimmung zu Angriffen gegen die mit Al-Qaida liierte Al-Nusra-Front. Amerikanische Reporter beschrieben, wie die Delegation von Kerry dicke Aktenordner mit Vorschlägen für mehr Kooperation auf den Tisch gelegt habe, während die russische Seite ein paar Blatt Papier vor sich liegen gehabt habe. Erwünschte Schlussfolgerung: Die USA seien gekommen, um zu verhandeln, die Russen hätten erst einmal schauen wollen, was sie vorschlagen wollten. Das muss man sich leisten können.

    Wenn es stimmt, was die Washington Post vergangene Woche über Kerrys Initiative berichtete, hatten die Amerikaner den Russen letztlich nicht viel anzubieten. Eine gemeinsame Kommission von Geheimdienstlern, die Informationen über Standorte des IS austauschen, wäre gewiss gut und schön gewesen – aber vor einem Jahr, als entsprechende russische Vorschläge von den USA nicht einmal beantwortet wurden.

    Jetzt scheint es nach einem ziemlich zielgerichteten russischen Vorgehen gegen diese und andere Islamistenfraktionen nicht so, als ob Russland von US-Geheimdienstinformationen abhängig wäre. Es hat nicht nur seine eigenen Leute am Boden, sondern kann auch auf die Ressourcen des syrischen Geheimdienstes zurückgreifen. Die USA dürften in dieser Hinsicht im Zweifelsfall sogar schlechter positioniert sein.

    Weiter schlug Kerry offenbar operative Absprachen zwischen den Luftwaffen beider Seiten vor, um zu verhindern, dass sie sich bei Angriffen auf den IS ins Gehege kommen. Das ist tatsächlich ein potentielles Problem, allerdings eines, das mehr die USA betrifft, weil Russland – durch die Präsenz seiner Maschinen in der Luft und durch die Installation moderner Radar- und Luftabwehrsysteme im Lande – über Syrien die faktische Luftherrschaft innehat. Die Türkei hat sich nach dem aus türkischem Luftraum heraus erfolgten Abschuss einer SU-24 im Grenzgebiet nicht mehr in den syrischen Luftraum getraut, seit dabei einmal zwei ihrer Jäger vom russischen Radar angepeilt worden waren.

    Ob die USA bereit wären, hier höhere Risiken für eigene Soldaten einzugehen, muss sich zeigen. Einstweilen verstärken sie auf der symbolischen Ebene den Druck auf Russ­lands Syrien-Engagement, indem sie inzwischen den zweiten Flugzeugträger im östlichen Mittelmeer stationiert haben. Ein französischer wird in den nächsten Tagen hinzustoßen. Russland hat seinerseits von einem im Mittelmeer getauchten U-Boot aus Marschflugkörper auf IS-Ziele in Syrien abgefeuert – keine technische Notwendigkeit angesichts der russischen Luftwaffenpräsenz, sondern eine Demonstration militärischer Fähigkeiten an die Adresse der NATO.

    Freilich wollten die USA für ihre »Konzessionen« Zugeständnisse auf russischer Seite. Erstens, dass Russland die US-Führungsrolle im Kampf gegen den IS anerkenne – was die faktischen Verhältnisse umdrehen würde. Zweitens ein Flugverbot für die syrische Luftwaffe und drittens, dass Russland die Angriffe auf die von den USA finanzierten sogenannten gemäßigten Rebellen einstellt und dem Rücktritt des syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad zustimmt. Mit anderen Worten: dass Russland sein weitgehend erreichtes Kriegsziel, Assads Herrschaft zu stabilisieren, für das Linsengericht eines Platzes am Katzentisch der »Antiterrorkoalition« aufgebe.

    Ob Kerrys Warnung, der von der UNO betreute Friedensprozess in Syrien stehe »kurz vor dem Zusammenbruch« (und die USA behielten sich folglich ihrerseits eine Eskalation vor), gewirkt hat, bleibt offen. Russland muss im Gegenzug amerikanische Zugeständnisse im Ukraine-Konflikt gefordert haben. Die Ukraine-Beauftragten beider Seiten, Victoria Nuland und Wladislaw Surkow, nahmen an den Gesprächen teil.

    Diese scheinen in der Sache nicht viel erbracht zu haben. Lawrow erklärte, man habe eine »Roadmap« für weitere Fortschritte erarbeitet – das heißt, der Weg steht noch bevor. Kerry beschrieb die Treffen als »außerordentlich freimütig«. Das heißt, aus dem Diplomatenjargon zurückübersetzt, dass sich beide Seiten ordentlich die Meinung gesagt haben müssen.“

    Erdogans Putsch

    Gescheiterter Staatsstreich in der Türkei

    Das Geschenk Allahs

    Der gescheiterte Staatsstreich einiger Militärs in der Türkei beschleunigt den Putsch der AKP-Regierung

    Terror in der Türkei

    Auf den gescheiterten Putsch in dem Land am Bosporus folgen Massenverhaftungen, »Säuberungen« und Rufe nach der Todesstrafe

    Erdogans Röhm-Putsch

    Verschwörungstheorien schießen nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei ins Kraut – und sie sind ausnahmsweise vollauf berechtigt

    Operationsstützpunkt Türkei (II)

    Ungeachtet des Putschversuchs und der anhaltenden Unruhen in der Türkei setzt die Bundeswehr ihre Kooperation mit den türkischen Streitkräften zur Flüchtlingsabwehr und ihren Luftwaffeneinsatz von der türkischen Air Base Incirlik aus fort. Wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen ankündigt, sollen die deutschen Einsatzflüge am heutigen Montag wieder aufgenommen werden. Die Luftwaffenbasis Incirlik war laut Berichten in erheblichem Maß in den Putschversuch involviert. Dabei hat die Bundeswehr in jüngster Zeit auch ihre Kooperation mit den türkischen Streitkräften jenseits der Einsätze gegen Flüchtlinge und den „Islamischen Staat“ (IS/Daesh) intensiviert. Das türkische Militär kann sich ohnehin in größerem Umfang auf deutsche Rüstungslieferungen stützen; zudem haben deutsche Rüstungskonzerne begonnen, ihre industrielle Kooperation mit türkischen Waffenschmieden auszuweiten. Deutsche Experten warnen, es sei nicht nur mit deutlich verstärkter Repression der türkischen Regierung zu rechnen; auch „ein weiterer Putschversuch“ aus den Reihen der aus Deutschland hochgerüsteten sowie in gemeinsamen Übungen mit der Bundeswehr trainierten türkischen Streitkräfte sei „nicht ausgeschlossen“.

  115. 115 Tibulski 18. Juli 2016 um 17:15 Uhr

    Turkey May Review Relations With US if Washington Fails to Extradite Gulen

    Türkische Polizei durchsucht Nato-Stützpunkt Incirlik

    Die türkische Polizei hat nach Angaben der staatlichen Agentur Anadolu mit Durchsuchungen auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik begonnen. Auf diesem Stützpunkt sind auch Bundeswehrsoldaten stationiert. Die US-geführte Koalition nutzt Incirlik für ihre Angriffe gegen die Terrormiliz Daesh („Islamischer Staat“).

    Türkische Putschisten zielten auch auf Russland

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die US-Lobby in der Armee kaltgestellt, wie die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag zu den Folgen des versuchten Militärputsches gegen den türkischen Staatschef schreibt.

    Türkei-Experte: Der Militärputsch war inszeniert

    Verworren, schrecklich und erschreckend – so beschreibt Dr. Bernd Liedtke die aktuelle Lage in der Türkei. Nach seiner Ansicht handelt es sich um einen inszenierten Putschversuch. „Präsident Erdogan hat diesen Weg genutzt, um die Verfassung zu ändern. Wir können von keiner Demokratie mehr sprechen“, so der Türkei-Experte im Gespräch mit Sputnik.

    Kampfansage an Ankara: WikiLeaks will 100.000 Regierungs-Dokumente veröffentlichen

    WikiLeaks hat der türkischen Regierung offenbar den Kampf angesagt: Am Montag drohte die Enthüllungs-Plattform mit der Veröffentlichung von über 100.000 Dokumenten, welche die türkische Führung bloßstellen könnten.

  116. 116 Tibulski 19. Juli 2016 um 16:14 Uhr

    Erdogan: Turkey ready to restore regional peace together with Iran and Russia

    Turkish President Recep Tayyip Erdogan on Monday held a telephone conversation with Iranian President Hassan Rouhani

    Su-24-Abschuss: Türkischer Justizminister bestätigt Festnahme beteiligter Piloten

    Der türkische Justizminister Bekir Bozdag hat die Inhaftierung der beiden Piloten bestätigt, die im November an der Grenze zu Syrien einen russischen Su-24-Bomber abgeschossen hatten. Der Abschuss hatte die Beziehungen Ankaras mit Moskau schwer belastet.

    „Demokratie wahren!“ – Kerry droht Ankara mit möglichem Nato-Ausschluss

    US-Außenminister John Kerry hat die Türkei vor einem möglichen Ausschluss aus der Nato gewarnt, sollte Ankara die demokratischen Normen und Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit nicht einhalten, wie The Washington Post nach Gesprächen zwischen Kerry und der EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini in Brüssel schreibt.

    Putschversuch gegen Erdogan löst in USA Atom-Panik aus

    Die Sperrung des Luftwaffenstützpunktes Incirlik während des Putschversuches gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat in den USA große Sorge um die dort gelagerten Atomwaffen ausgelöst, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    Ankara fordert Auslieferung von Oppositions-Prediger Gülen aus USA

    Ankara hat laut dem türkischen Premierminister Binali Yildirim offiziell in Washington um Auslieferung des in den USA lebenden Predigers Fethullah Gülen angefragt, wie die Agentur Anadolu meldet. Die türkischen Behörden betrachten ihn als einen Drahtzieher des gescheiterten Putschversuchs im Land.

    Türkischer Premier droht USA mit Revision der Beziehungen

    Die Freundschaftsbeziehungen mit den USA können laut dem türkischen Premierminister Binali Yildirim in Frage gestellt werden, sollte sich Washington weigern, den Prediger Fethullah Gülen, den Ankara für den Putschversuch verantwortlich macht, auszuliefern. Dies berichtet die Agentur Reuters.

    Streit nach Putschversuch: „Erdogan wird nicht die Geduld der USA strapazieren

    Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei kommt es zu Reibungen zwischen Ankara und Washington. Die türkische Führung fordert, einen Exil-Prediger auszuliefern, die USA mahnen indes zur Einhaltung der demokratischen Normen bei den Ermittlungen. Erwähnt wurde sogar ein eventueller Nato-Ausschluss der Türkei. Russische Experten kommentieren.

    Türkei: Erdogan rechnet offenbar mit einem zweiten Putsch-Versuch

    Der türkische Präsident Erdogan fürchtet offenbar einen zweiten Putsch-Versuch. Am Montag ordnete Erdogan an, dass alle F-16-Jets der türkischen Luftwaffe bis auf weiteres den türkischen Luftraum überwachen sollen. In Ankara sind 1.800 Spezialkräfte ausgerückt, um die strategischen Punkte der Stadt zu bewachen. Erdogan hat offenbar nur die Liste der untergeordneten Putschisten – die berüchtigte A-Liste der Anführer konnte die Regierung nicht sicherstellen.

    Türkische Marine vermisst nach Putschversuch 14 Kriegsschiffe

    Nach dem gescheiterten Militärputsch hat die türkische Marine die Verbindung zu 14 Kriegsschiffen verloren, wie The Times berichtet. Auch von Marinechef Veysel Kösele fehlt seit dem 16. Juli jede Spur. Es ist nicht bekannt, ob Admiral Kösele etwas mit den Putschisten zu tun hatte oder von ihnen als Geisel genommen wurde.

    Versuchter Staatsstreich: Türkischer Geheimdienst wusste Bescheid – Medien

    Der türkische Geheimdienst MIT soll von dem bevorstehenden Putschversuch in der Türkei gewusst und die Armee wenige Stunden vor seinem Beginn gewarnt haben, wie das türkische Magazin „Nokta“ am Dienstag schreibt.

    Das überhastete Regiment: Warum der Militärputsch in der Türkei gescheitert ist

    Die Fehler der Putschisten in der Türkei können damit zusammenhängen, dass die Rebellion fünf Stunden früher als geplant gestartet wurde. Nach dem gescheiterten Putschversuch erwartet die Türkei einen Wechsel an der Spitze der Militärelite und eine mögliche Verschlechterung der Beziehungen zu den USA, schreibt die Zeitung „RBC“ am Dienstag.

    Rating-Agenturen erwägen Herabstufung der Türkei

    Die beiden amerikanischen Ratingagenturen Moody’s und Fitch werden die Kreditwürdigkeit der Türkei überprüfen. Diese befindet sich bei beiden Institutionen bereits nur noch eine Stufe über Ramschniveau. Eine Herabstufung könnte die bestehende Unsicherheit bei Investoren zusätzlich verstärken.

    Five Minutes of Common Sense: Post-coup Turkey will compromise with Russia

    Failed coup in Turkey – a few initial thoughts

    Hell Hath No Fury Like a Teflon Sultan (Pepe Escpbar on Turkey coup)

    The New Middle East: Exit America Enter Russia

    Türkei: Über 13.000 Personen von „Säuberungen“ betroffen

    Scheiterte der Putsch auch an Medieninkompetenz der Militärs?

    Türkei gewährte hochrangigem Al-Qaida-Mitglied Asyl

    Doppeltes Spiel mit Terroristen und islamistischen Gruppen

  117. 117 Nestor 20. Juli 2016 um 13:14 Uhr

    Die Spekulationen über die Beteiligung der USA an dem Putschversuch erhalten dadurch Nahrung, daß die USA sich seltsam benehmen. Ein demokratisch gewähltes Oberhaupt eines NATO-Mitgliedsstaats wird von Putschisten bedroht, und anstatt den Putsch zu verurteilen und dem Staatsoberhaupt zu seiner Niederschlagung zu gratulieren, wird er angewiesen, die demokratischen Spielregeln einzuhalten und mit dem Ausschluß aus der NATO gedroht.
    Man dadurch an den Putsch von 1980 erinnert, der von den USA unterstützt wurde.

    Es mag auch sein, daß der Putsch mit Erdogans Schwenk in der Außenpolitik, weg von IS und hin zu Rußland, zusammenhängt, erklärt aber nicht, warum dieser Schwenk überhaut stattgefunden hat. Das bleibt nach wie vor ein Rätsel. Sodaß es zu der Absurdität kommt, daß diese Piloten, die den russischen Flieger abgeschossen haben, jetzt dafür zur Verantwortung gezogen werden, daß sie gemäß der damaligen Staatsräson tätig geworden sind.

    Als Ergebnis dieser Säuberungen wird herauskommen, daß die Militärführung für Erdogans frühere Politik verantwortlich gemacht wird. Ich vermute, Erdogan wird diesen Putschversuch so instrumentalisieren, daß er seine Außenpolitik damit rechtfertigt. Also den Bruch mit Rußland als eine Eigenmächtigkeit des Militärs hinstellt, zu der seine Regierung quasi genötigt worden sei – obwohl es vermutlich genau umgekehrt war. Am Ende wird auch die Ausräucherung verschiedener Kurden-Städte als „Spleen“ der Armeeführung hingestellt werden.
    Damit die Justiz dabei mitspielt, wird die jetzt auch kräftig gesäubert.
    Zumindest scheint das das derzeitige Drehbuch zu sein. Ob die Aufführung glückt, wird sich erst weisen.

  118. 118 Tibulski 20. Juli 2016 um 14:30 Uhr

    Erstmals nach Bomber-Abschuss: Erdogan reist zu Putin

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kommt Anfang August nach Russland, um sich mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zu beraten. Beide Politiker werden sich erstmals nach dem Abschuss des russischen Su-24-Bombers durch die Türkei persönlich treffen.

    Türkischer Prediger Gülen bittet Washington: Keine Auslieferung an Ankara

    Der in den USA lebende oppositionelle muslimische Prediger Fethullah Gülen hat die Behörden des Landes aufgerufen, seine Auslieferung an Ankara zu verweigern.

    Türkei sammelt Hinweise auf US-Verbindungen zum Putsch

    In der Türkei werden Hinweise ausgewertet, die auf US-Verwicklungen in den Putsch hindeuten sollen. So hatte die US-Botschaft ihre Bürger zunächst von einer „Erhebung“ informiert – ein eindeutig wohlwollender Begriff für einen Militärputsch. Präsident Erdogan hat für Mittwoch eine Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats mit wichtigen Entscheidungen angekündigt.

    Neubestimmung außenpolitischer Prioritäten – Türkei zieht Russland den USA vor

    Die jüngsten Schritte der türkischen Führung könnten von Ankaras Absicht zu einer Neuausrichtung seiner außenpolitischen Prioritäten zeugen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

    Turkish Authorities ‚Using the Coup to Purge the Army, Build Up New Forces‘

    Commenting on the aftermath of the coup attempt in Turkey, one Turkish academician and journalist told Sputnik Turkiye that the country’s leadership is using the overthrow attempt to purge the Army ranks and create new Armed Forces as part of a broader buildup of a new regime in the country.

    Erdogan Taking Turkey Down Extreme Islamist Path – US Tactician

    The wide-ranging purge launched by President Recep Tayyip Erdogan after last week’s failed military coup is part of his masterplan to turn Turkey into a radical Islamist state, retired US Army Colonel and historian Douglas Macgregor told Sputnik.

    Turkey’s New Islamist Leanings Seen as Too Risky for NATO

    Turkey was too risky to be a member of the NATO alliance even before the failed military coup because Ankara’s loyalties lay in the Islamic world and not Europe, Lawrence Wilkerson, former chief-of-staff to US Secretary of State Colin Powell, told Sputnik.

    ‚No Doubt’ CIA Director Played His Part in Failed Military Coup in Turkey

    Central Intelligence Agency (CIA) Director John Brennan undoubtedly played some role in the July 15th coup attempt to oust Turkey’s President Recep Tayyip Erdogan, former chief-of-staff to US Secretary of State Colin Powell Lawrence Wilkerson told Sputnik.

    Türkei: Putschversuch und Gefahr des Bürgerkriegs?

    Wie steht es um Demokratie und Rechtsstaat – und was würde ein Bürgerkrieg für die EU bedeuten?

    USA und Russland: „Konkrete Schritte“ gegen al-Nusra vereinbart

    Die Nachricht vom Deal der beiden Außenminister Lawrow und Kerry versetzt die bewaffneten Oppositions-Milizen in Syrien in Unruhe

  119. 119 Nestor 20. Juli 2016 um 17:57 Uhr

    Was diese Pläne zum Säubern der Armee betrifft, so läuft dieses Programm ja praktisch bereits, seit die AKP an der Macht ist. Mit dem Erfolg, daß die Türkei inzwischen weder über eine schlagkräftige noch über eine der Regierung gegenüber loyale Armee verfügt.
    Woher wohl die Leute kommen werden, die jetzt diesen Mangel überwinden sollen? Und vor allem: was wird eigentlich die Aufgabe so einer Armee sein? Besatzungsmacht nach innen oder schnelle Eingreiftruppe für neo-osmanische Ambitionen nach außen? Was weder der NATO noch der EU noch den Amis passen wird.

  120. 120 Tibulski 21. Juli 2016 um 14:33 Uhr

    Russland soll Erdogan in letzter Sekunde vor Putsch gewarnt haben

    Der russische Geheimdienst soll von den Putsch-Plänen gegen die türkische Regierung Wind bekommen haben – und hat möglicherweise Präsident Erdogan in letzter Sekunde gewarnt. Daher soll der Putsch um einige Stunden vorgezogen worden sein – und scheiterte, weil Erdogan auch die Teile der Armeeführung rechtzeitig alarmiert hat. Arabische und iranische Quellen wollen Hinweise haben, dass der Putsch von den Golf-Staaten ausgegangen ist.

    Putschversuch: Russlands Armee soll Erdogan im letzten Moment gerettet haben

    Der Putschversuch in der Türkei ist gescheitert, weil Präsident Tayyip Recep Erdogan laut Medienberichten rechtzeitig eine Warnung erhalten hatte – und zwar aus Russland. Das russische Militär soll Funkverbindungen der Putschisten abgehört und Erdogan wenige Stunden vor Beginn des Putsches gewarnt haben, meldet die iranische Agentur Fars.

    Kremlin has no data that Russia reportedly warned Turkey of imminent military coup

    Iranian Fars News Agency (FNA) reported earlier that Turkish President Recep Tayyip Erdogan had reportedly received from Russia a warning about an imminent military coup hours before it was initiated

    Erdogan vermutet ausländische Spuren in versuchtem Militärputsch

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in einem Interview für den katarischen Fernsehsender Al Jazeera auf eine mögliche Verwicklung anderer Staaten in den versuchten Militärputsch in der Türkei verwiesen.

    Erdogan Declares Three-Month State of Emergency in Turkey

    In the wake of last week’s attempted coup, President Recep Tayyip Erdogan has declared a 3-month state of emergency which will help Ankara swiftly tackle the Gulen movement.

    Turkey Suspends EU Human Rights Convention After Attempted Coup

    The European Human Rights Convention is suspended during the State of Emergency in Turkey after failed coup attempt, according to Turkish Deputy Prime Minister Numan Kurtulmus.

    Erdogans Machtergreifung mit der Ausrufung des Notstands

    Angesichts der schnellen und lange vorbereiteten Säuberungswellen und Machtübernahmestrategien erscheint der missglückte Militärputsch nur noch als Vorspiel eines Staatsstreichs

    Türkei im Ausnahmezustand: „Wir haben Angst“

    Präsident Erdogan hat für drei Monate den Ausnahmezustand ausgerufen. Wie erleben diejenigen, die nicht für die AKP sind, die Lage?

    Türkei: Eine Geheimarmee für Erdogan?

    Ein Sicherheitsunternehmen soll dem Präsidenten dabei helfen, die Entwicklung einer islamischen Supermacht voranzutreiben. Mit Samthandschuhen wird nicht agiert

    Thomas A. Grün: Pünktlich zum „Putsch“

    Massaker in Syrien nicht medienrelevant

    Zivile Todesopfer der Anti-IS-Koalition mit deutscher Beteiligung sind offenbar uninteressant

    Hunderte Zivilisten sterben bei US-Luftangriffen in Syrien

    Es könnte der tödlichste Luftangriff seit Beginn der Anti-IS-Operation sein: Im syrischen Manbij starben am Montag zwischen 100 und 300 Menschen. Bei allen Opfern soll es sich um Zivilisten handeln

  121. 121 Tibulski 21. Juli 2016 um 15:23 Uhr

    Zwei GS-Artikel im PDF-Format:

    Werdegang und Mission des frommen Anatoliers Recep Tayyip Erdoğan (GS 4-15)

    1. Die Stimme, die für das Volk im Staat und gegen ihn spricht
    2. Die Kraft, die dem Volk den Staat erobert und der Nation das Volk erschließt
    3. Der Führer, in dessen schrankenloser Macht sich der Wille des Volkes erfüllt

    und

    Der Staat des Islamischen Kalifats (IS) (GS 1-16)
    Ein Störfall für die imperialistische Weltordnung und seine ordnungsgemäße Verarbeitung

    I. Der IS: Heilige Staatsgründung gegen den Rest der Welt – eine einzige Abweichung vom Modell ordentlicher Staatsgründung
    1. Sein Programm: ein echt islamischer Staat
    2. Die Praxis: Krieg als Existenzbeweis der rechtgläubigen Gemeinde
    II. Die Haltung der Staatenwelt zum IS: abgestufte Störfalldiagnosen
    III. Der ‚gemeinsame Kampf gegen den IS‘: eine imperialistische Konkurrenzaffäre, wie gehabt
    IV. Der Kampf gegen den IS an den Heimatfronten: Die anti-terroristische Praxis des staatlichen Souveränitätsanspruchs über Leben und Gesinnung aller Volksteile
    1. Flagge zeigen: Amtliche Klarstellungen zum Verhältnis zwischen der Freiheit des zivilen Alltags und der Unantastbarkeit staatlicher Souveränität
    2. Den nationalen Sumpf austrocknen

  122. 122 Nestor 21. Juli 2016 um 20:10 Uhr

    Links funktionieren nicht.

  123. 123 Neoprene 21. Juli 2016 um 21:18 Uhr

    Nur der Link zum Erdogan-Artikel geht nicht. (Und der Artikel wurde vom GSP bisher wohl auch nicht online gestellt.)
    Der Link zum IS liefert ein PDF-File des Artikels.

  124. 124 Tibulski 21. Juli 2016 um 23:14 Uhr

    Beide Artikel sind beim GS online nicht verfügbar, sondern stammen (als PDF-Dateien) vom GdhV-FB-Account:

    Werdegang und Mission des frommen Anatoliers Recep Tayyip Erdoğan (GS 4-15)

  125. 125 Nestor 22. Juli 2016 um 8:16 Uhr

    Jetzt geht beides, aber gestern war auch beim ersten was nicht in Ordnung. ;-)

  126. 126 Tibulski 24. Juli 2016 um 21:39 Uhr

    Hinweis aus Moskau

    Geheimdienste aus Russland und Iran sollen Erdogan vor Putsch gewarnt haben

    „Ein hartes Dementi hört sich anders an. »Mir ist darüber nichts bekannt«, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, als ihn Ende der Woche ein Journalist fragte, was es mit Meldungen auf sich habe, wonach Russland den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan vor dem drohenden Putsch gewarnt habe. An diese Linie hält sich das offizielle Moskau auch weiter. Man schweigt und genießt.

    Denn wenn eine Meldung der iranischen Nachrichtenagentur Fars vom vergangenen Mittwoch stimmt, dann verdankt Erdogan sein politisches und womöglich auch physisches Überleben Hinweisen des russischen und des iranischen Geheimdienstes. Die Fars-Meldung – sie beruft sich ihrerseits auf »diplomatische Quellen in Ankara« – besagt im Kern, dass dem russischen Militär, das auf seinem Stützpunkt in Syrien den Funkverkehr der türkischen Armee abgehört habe, eine verdächtige Intensivierung der verschlüsselten Kommunikation aufgefallen sei. Man habe den türkischen Geheimdienst MIT am Nachmittag des Putschtages informiert. Die Nachricht über den Verrat des Komplotts sei andererseits aber auch an die Umstürzler durchgesickert und habe sie veranlasst, überstürzt sechs Stunden früher als geplant loszuschlagen. Und damit zu einer Tageszeit, als es noch leicht gewesen sei, die Bevölkerung auf die Straßen zu schicken, um die Panzer der Putschisten zu stoppen. Den Rat, genau so auf den beginnenden Staatsstreich zu reagieren, sei im übrigen aus Teheran an Erdogan ergangen.

    Anfang der Woche, noch vor der Meldung aus dem Iran, hatte die seriöse Moskauer Zeitung Nesawissimaja Gaseta eine Analyse veröffentlicht, die darauf hinauslief, aus russischer Sicht sei mit der Niederlage des Aufstandes das Schlimmste verhindert worden. Die Erfahrung zeige, dass hinter Militärputschen in der Türkei in der Regel die USA gestanden hätten. Wäre er erfolgreich gewesen, gäbe es aller Wahrscheinlichkeit nach ein Regime in Ankara, das noch stärker von Washington abhängig gewesen wäre. Das könnte das Motiv für Moskau gewesen sein, Erdogan zu warnen.

    Andere russische Zeitungen spekulierten vordergründiger: Der Putsch sei der Versuch gewesen, Erdogan zu stürzen, nachdem dieser zuletzt die Beziehungen zu Russland normalisieren und auch in der Syrien-Politik einen weniger konfrontativen Kurs verfolgen wollte. Es wurde in den Medien Russlands registriert, dass die beiden türkischen Luftwaffenoffiziere, die für den Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges im vergangenen November verantwortlich waren, im Zuge der »Säuberung« als angebliche Putschisten verhaftet worden sind.

    Selbst wenn man solche Spekulationen nicht für bare Münze nimmt, ist offensichtlich, dass Russland das Scheitern des Staatsstreiches gelegen kommt. Denn Erdogan hat mit seiner großosmanischen Agenda ein Programm verfolgt, das sich mit den US-Plänen für den Nahen Osten nur teilweise deckte. Das zeigt sich aktuell vor allem in der Kurdenfrage. Ein Erdogan, der in den nächsten Monaten damit beschäftigt sein dürfte, seine Herrschaft im Innern abzusichern, ist Moskau in jedem Fall lieber als einer, der seine Ressourcen in eine ambitionierte Außenpolitik investiert. Wenn sich über die Repressionen das Verhältnis der Türkei zur EU und zu den USA verschlechtert, kann es Russland nur recht sein. Denn eine isolierte Türkei könnte eher geneigt sein, aus der westlichen Front gegen die Russische Föderation auszuscheren oder sich zumindest an deren Rand zu halten.

    Moskau seinerseits ist aus vielen Gründen an einem halbwegs entspannten Verhältnis zur Türkei gelegen: Von der Durchfahrt seiner Kriegsschiffe durch den Bosporus angefangen, über die mehr oder minder aktive Rolle, die Ankara bei der Unterstützung der Krimtataren spielen kann, bis dahin, dass auf Eis gelegte Pipelinepläne wie »Turkish Stream« unter günstigeren Rahmenbedingungen reaktiviert werden könnten. Wenn sich Wladimir Putin und Erdogan im August treffen, wird es ihnen an Gesprächsstoff nicht fehlen. Die Indiskretion über den russischen Beitrag zu Erdogans Rettung dient auch dazu, ihn an seine Dankesschuld zu erinnern.“

    Erdogan lässt foltern

    Vorgehen gegen vermeintliche Gülen-Anhänger verschärft. Verdächtige misshandelt

    IS: Massenmord an Schiiten in Afghanistan

    80 Tote bei einem Anschlag in der Hauptstadt Kabul. Taliban nennen Attacke „Angriff von Feinden“

  127. 127 Nestor 25. Juli 2016 um 18:17 Uhr

    Die Änderung der Konstellationen im Syrienkonflikt läßt einen schwindlig werden.
    Was mich immer noch als ungelöstes Rätsel beschäftigt, ist, warum die türkische Führung ursprünglich, also vor dem Putsch, diesen Schwenk hin zu Rußland unternommen hat.

  128. 128 Tibulski 26. Juli 2016 um 13:30 Uhr

    @ Nestor

    Zum „ungelösten Rätsel“ eine Spekulation ins Unreine: :-)

    Zunächst die Vorbemerkung: Auf der einen Seite dürfte auch dem wannabe Sultan Erdogan klar geworden sein, dass er mit seinen Plänen für ein neues osmanisches Reich komplett gescheitert ist. Die Bilanz ist ja nicht weniger als desatrös: Beziehungen zur NATO nach dem Abschuss des russischen Fliegers eher kühl-distanziert; in Syrien auf den Status eines nahezu ohnmächtigen Zuschauers degradiert; eine EU-Mitgliedschaft mittlerweile völlig unrealistisch; die türkische Ökonomie nach den russischen Sanktionen und den diversen Anschlägen der letzten Monate im Sturzflug; vor allem aber der ausgewachsenen Bürgerkrieg mit der PKK im Südosten – eine hochbrisante Gemengelage, vor deren Hintergrund ein Militärputsch nicht so abwegig war.

    Deshalb gehe ich davon aus, dass Erdogan auf jeden Fall mit einem solchen gerechnet und sich darauf vorbereitet hat. Anders wäre wohl nicht zu erklären, dass die Listen mit den Oppositionellen (Gulen-Anhänger und Kemalisten) offenkundig bereits vorlagen und dann nur noch abgearbeitet werden mussten (von einigen Ungereimtheiten des Putsch-Verlaufs mal ganz abgesehen). Offen war dann nur noch der Zeitpunkt des Putsches und da sind dann offenbar russische und iranische Dienste rechtzeitig (6 Stunden vor Putschbeginn) tätig geworden und haben eine entsprechende Warnung lanciert – mit dem bekannten Fortgang.

    Jetzt zum Rätsel: Mir scheint, dass das „Entschuldigungschreiben“ Erdogans an Putin/Russland und damit der Versuch einer Wiederannäherung vor dem oben geschilderten Hintergrund nichts anderes als einen weitreichenden Strategiewechsel der Türkei markiert. Der zentrale Punkt ist m.E. die „Kurdenfrage“. Den Türken dürfte klar geworden sein, dass nicht nur ihre Expansionspläne auf syrisches (und irakisches) Territorium mit ziemlicher Sicherheit zum Scheitern verurteilt sind, sondern dass vielmehr auch der Bestand der Türkei in den bisherigen Grenzen zumindest gefährdet ist. Und da drängt sich dann ja die Überlegung geradezu auf, dass es einigen ihrer Nachbarn durchaus ähnlich geht: Syrien, Irak und der Iran.

    Die Spekulation geht also darauf, dass es eine Annäherung/Kooperation/Bündnis der Türkei mit Syrien, dem Irak, Iran und Russland gibt bzw. geben wird, die Herausbildung eines kurdischen Staates zu verhindern. Man sollte deshalb in der nächsten Zeit m.E. ganz genau auf Hinweise achten, dass Syrien gegen die kurdischen SDF militärisch vorgeht (z.B. bei Raqqa) und/oder es „Irritationen“ der Russen mit dieser Fraktion bei den Genfer Verhandlungen gibt.

    Dass und wie all das auch noch in den viel größeren Zusammenhang der seit etlichen Jahren betriebenen Neuordnung des Nahen/Mittleren Ostens eingebettet ist, kann einem sehr erhellnden Artikel entnommen werden:

    The US-Saudi Plan to Prompt an Iranian Pullback from Syria

    „President Assad would obviously have the full and final say over whether and when the SAA takes on the YPG, but Iranian encouragement and possibly even a Russian-promoted secret deal with Turkey in the context of Ankara’s reported re-engagement with Damascus might press it to do so sooner than many people might expect, especially if a significant KDPI (and PKK) connection can be undeniably proven.“

    und

    Guerilla auf dem Vormarsch

    Im kurdischen Teil des Iran wachsen Spannungen zwischen Befreiungsbewegung und Regierungstruppen

    Interessant daher, dass Putins Sprecher vor wenigen Tagen angemerkt hat, dass das russische Kontigent an Fliegern im Handumdrehn wieder vergrößert werden kann und dass heute der Nationale Sicherheitsrat Russlands tagt.

    Ansonsten geht die russisch-türkische Wiederannäherung munter voran:

    Türkei warnt Putin vor Putsch-Versuch in seiner Nachbarschaft

    Die türkische Regierung hat Russland gewarnt, dass die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen als nächstes in Kirgisien einen Putschversuch gegen die dortige Regierung unternehmen könnte. Kirgisien ist für Russland strategisch wichtig. Die aktuelle Regierung kooperiert mit der Regierung in Russland.

    Putin, Erdogan ‚Turn the Page‘ Ahead of August 9 Meeting in St. Petersburg

    The leaders of Russia and Turkey „have managed to turn the page“ in relations and have a plenty of topics to discuss, the Kremlin spokesman said.

    Moscow Seeks to Restore Ties With Ankara to Level Before Su-24 Incident

    Moscow aims to restore all the best that was in economic relations with Ankara before the incident with Russia’s downed Su-24 in November last year, Russian Economic Development Minister Alexei Ulyukayev said Tuesday.

    Russia, Turkey Discuss Retaliatory Measures, Most Sensitive Areas of Relations

    Russia and Turkey discussed all areas of bilateral relations where restrictions have been introduced, Russian Deputy Prime Minister Arkady Dvorkovich said Tuesday.

    Russia, Turkey Discuss Akkuyu Nuclear Power Plant Project

    Moscow and Ankara have discussed the implementation of the Akkuyu nuclear power plant project in Turkey.

  129. 129 Tibulski 26. Juli 2016 um 14:17 Uhr

    Ergänzung:

    Erdogan’s New Turkey Has Country’s Foreign Policy Course Up in the Air

    Turkey will cultivate its friendship with Russia and could even restore ties with Armenia following a botched attempt to overthrow President Recep Tayyip Erdogan, political analyst Ivan Preobrazhensky told Deutsche Welle, adding that Ankara’s relations with the US and Europe will likely deteriorate.

    „Washington has long viewed Turkey as its key ally among Muslim nations, but this status is now in question.

    Indeed, „how beneficial is a military alliance with the decapitated Turkish military that has lost a major part of its high and midlevel officers and more importantly the respect of the Turks?“ the analyst asked.

    President Erdogan has delivered on his promise to cleanse the armed forces following the coup that took place on July 15. Approximately 60,000 military personnel, politicians, judges, prosecutors, lawyers, journalists, teachers, law enforcement officers, etc. have been fired, suspended or detained in the massive purges so far.

    „Secondly, Turkish authorities seem to be intent on damaging relations with the US. They demand that Washington extradite Islamic preacher Fethullah Gülen. They have also voiced their discontent that the US is working with the Kurds in Syria,“ the analyst added.

    Ankara has insisted that Gülen, who has lived in the US since 1999, is behind the coup. The influential scholar has denied these allegations.

    Relations between Turkey and the US will not be the same, but it is nothing compared to Turkey’s ties with Europe, the expert observed. It has long been a rocky relationship that now risks sliding into a deep freeze, particularly if Ankara reinstates death penalty.

    It is against this backdrop that Turkey and Russia will continue their rapprochement. But there could be more to it. If unconfirmed reports in the media are to be trusted, Russian intelligence services were the ones who warned the Turkish strongman about the looming coup, the analyst said.

    Ankara and Moscow were deeply divided over Syria, but now „one cannot rule out that both countries could join efforts to decide the fate of Syrian leader Bashar al-Assad,“ he added.

    Preobrazhensky also pointed to the „most unexpected“ implication of Turkey’s Islamization – a potential thaw with Armenia.

    „Regardless of how angry Erdogan was when the German parliament voted to recognize the Armenian genocide, the fight against this assessment of events that had taken place a century ago was to a large extent a project pursued by the followers of President Kemal Ataturk, primarily the military,“ he explained.

    For his part, Erdogan has already tried to restore ties with Armenia once, so „a second attempt is not out of question,“ the analyst suggested.

    Azerbaijan „should keep this in mind,“ the analyst observed, adding that Baku risks losing its position among Ankara’s closest friends. „In fact, no one should forget that it will be a completely different Turkey that pursues new and often unexpected foreign policy.“

  130. 130 Tibulski 26. Juli 2016 um 22:35 Uhr

    Ankara Can Now ‚Only Dream of Long-Term Strategic Relations With the West‘

    In an interview with Sputnik, director of the Tehran Research Center of International Relations Abdoulmajid Zavari discussed Turkey’s politics and the country’s prospects for the future.

    Kapitalflucht: Türkei fürchtet Wirtschaftskrieg gegen Erdogan

    In der Türkei erwarten verschiedene Medien einen Wirtschaftskrieg des Westens gegen die Türkei. Öl ins Feuer goß der Vorsitzende der Grünen, Özdemir: Er fordert EU-Sanktionen. Die Vertreter der US-Handelskammer in der Türkei sind dagegen nicht so pessimistisch.

    Erdogan unter Druck: Kapitalflucht aus der Türkei

    Die Türkei gerät auf den Finanzmärkten unter Druck. Internationale Investoren verlassen das Land auf breiter Front. Dem Land droht der finanzielle Kollaps. Spekulanten dürften es genau darauf abgesehen haben.

    Moscow, Ankara Reach Political Decision on Turkish Stream, Akkuyu NPP – Minister

    Turkey’s economy minister said Moscow and Ankara reached a political solution on the Turkish Stream gas pipeline and the Akkuyu nuclear power plant projects.

    Ankara Again Eager to Build Turkish Stream Gas Pipeline With Moscow

    Turkey is ready for dialogue with Russia on energy and is open toward the construction the first leg of the proposed Turkish Stream gas pipeline project, Turkish Deputy Prime Minister Mehmet Simsek said Tuesday.

    Moskau an Wiederbelebung von Gasprojekt Turkish Stream interessiert

    Moskau und Ankara haben ihre Verhandlungen über das Gaspipelineprojekt Turkish Stream wiederaufgenommen. Das teilte Russlands Vizeregierungschef Arkadi Dworkowitsch am Dienstag nach Abschluss der Gespräche mit seinem türkischen Amtskollegen Mehmet Simsek mit.

    Washington Has ‚No Plan‘ to Move Warplanes Out of Incirlik Base in Turkey

    Washington has no plans to relocate its warplanes from the Turkish Incirlik airbase despite the recent coup attempt, the US Air Force secretary said.

    Turkey Allowed Pilots to Shoot Down Planes Prior to Russian Su-24 Downing

    According to Turkey’s deputy prime minister, Ankara had devolved the right to decide on whether or not to shoot down planes to pilots before the incident with the Russian Su-24 bomber in November.

    How NATO ‚Ceded Control of the Black Sea to Moscow‘

    Russia has strengthened its southern periphery in the Black Sea region and resumed relations with Turkey thus far upsetting NATO’s plans to bolster its military control over the region.

    Zum „Setting“ im Vorfeld des Putsches:

    Erdogans Kniefall und die Kriegserklärung des Westens (29.06.2016)

    „Zwischenfazit. Erdogan standen zwei strategische Ausrichtungen offen. Zentraler Eurasischer Brückenkopf oder Neoosmanisches Imperium. Erdogan entschied sich für letzteres und verlor. Er wurde von den USA ausgenutzt und verraten, hat sich die EU, Russland, Israel und Iran zu Feinden gemacht. Erdogan hat damit alle angrenzenden Regional- und Weltmächte gegen sich aufgebracht. Im Austausch hat er bessere Beziehungen zur Ukraine und zu Saudi-Arabien bekommen und sich mit dem IS verbrüdert. In die Lehrbücher für Geopolitik wird das als „Epic Fail“ eingehen. Zu allem Genannten kommt hinzu, dass die USA ihr längst angekündigtes Projekt vom unabhängigen Kurdistan ungeniert vorantreiben und damit offen die nationale Souveränität der Türkei angreifen. Erdogan hat sich und sein Land in eine furchtbare Sackgasse manövriert.

    Das alles ist Erdogan natürlich nicht entgangen. Er suchte schon sehr bald nach dem verhängnisvollen Abschuss der Su 24 die Annäherung an Russland, sendete Signale, belauerte Putin beim Klimagipfel in Paris vor einer Toilette, ließ seine Diplomaten beschwichtigende Worte sprechen. Es hat alles nichts genützt. Russland wiederholte gebetsmühlenartig die drei Bedingungen für die Wiederherstellung partnerschaftlicher Beziehungen. Erdogan nutzte die Zeit, um die Wende vorzubereiten. Davutoglu ist gegangen worden und wurde durch eine gefügige Marionette ersetzt. Davutoglu hat keine schmutzige Wäsche gewaschen und hat bei seinem Abgang Erdogan den Rücken gestärkt. Auch er war sich der Sackgasse bewusst und er war sich bewusst, dass mit ihm als ideologischem Vater des Neoosmanischen Reiches der zwingend notwendige Rückweg aus der Sackgasse nicht möglich ist.

    Jetzt ist Erdogans Entschuldigung da. Daneben bietet er eine Entschädigung an und verspricht, dass gegen die Person, die mit dem Tod des russischen Piloten assoziiert ist, bereits ein Verfahren läuft. Auf alle drei Forderungen Russlands ist Erdogan damit eingegangen. Aber das ist nicht einfach die Unterwerfung eines Alpha-Männchens unter einen anderen, wie dieser launige Artikel suggeriert. Das ist die Absage an das Neoosmanische Reich. Die geopolitische Großwetterlage ändert sich damit mal wieder dramatisch, von einem Tag auf den anderen. (…)

    Als er vom Osmanischen Reich phantasierte und dafür eine strategische Dummheit nach der anderen beging, war Erdogan „unser Hurensohn“. Man hat ihn gewähren lassen, hat über alle seine Schandtaten hinweggesehen, selbst wenn sie der Öffentlichkeit nicht mehr verborgen werden konnten. Die Absage an das Osmanische Reich kann in strategischer Hinsicht nur die Hinwendung zu den Seidenstraßen bedeuten. Das macht Erdogan zum Hurensohn, der auf der falschen Seite steht. Der Krieg gegen ihn ist eröffnet, kaum dass er die Wende verkündet. Den diplomatischen Kniefall vor Putin wird Erdogan noch häufiger machen müssen in seinem neuen politischen Überlebenskampf. Einen besseren Weg hat er nicht mehr. Zurück kann er nicht, da ist die Sackgasse. Es gilt zu retten, was noch zu retten ist. Es gilt, den türkischen Staatszerfall zu verhindern.

    In strategischer Hinsicht zeichnet sich folgender Deal ab: Die Türkei legt ihre Expansionspläne zu den Akten und konzentriert sich auf das eigene Staatsgebiet. Sie hilft bei der Beseitigung des IS und anderer Terrorgruppen in Syrien. Im Gegenzug helfen Russland und Israel, einen kurdischen Staat zu verhindern. Genau solche Deals werden in diplomatischen Hinterzimmern ausgehandelt und genau dafür hat sich Putin in den letzten beiden Jahren so häufig mit zahlreichen Staatsführern aus dem Nahen Osten getroffen, darunter auch mehrmals mit Israels Premier Netanjahu. Die USA werden diesen Deal torpedieren. Der Türkei stehen heiße Zeiten bevor.“

    US Commander Campbell: The man behind the failed coup in Turkey

    The organizer and financial distributor of the coup attempt turns out to be an ISAF ex- US commander

    Fethullah Gülen: Der Schulmeister

    Die AKP macht Fethullah Gülen für den Putschversuch in der Türkei verantwortlich. Wer ist der Mann, der lange Erdogans Wegbegleiter war?

  131. 131 Tibulski 28. Juli 2016 um 14:41 Uhr

    Russia and Syrian government start large-scale humanitarian operation in Aleppo

    Civilians will be able to leave Aleppo via three corridors, while one more corridor may be used by militants who wish to lay down arms, Russian Defense Minister Sergey Shoigu said

    Syrien: Präsident Assad verkündet Amnestie

    Syriens Präsident Baschar al-Assad hat per Erlass eine Amnestie für diejenigen Rebellen verfügt, die ihre Waffen abgeben.

    Syriens Schicksal in die Hände von Lawrow und Kerry gelegt

    Die USA wollen Anfang August die Details der geplanten Kooperation mit Russland in Syrien veröffentlichen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Kritik an Syrien-Vorschlag der USA: „Sie spielen Schlagdame oder werden genasführt“

    Die USA schlagen Russland einem Zeitungsbericht zufolge vor, die Luftangriffe in Syrien zeitgleich für eine Woche auszusetzen. Russische Kommentatoren warnen jedoch, dass die Dschihadisten davon sofort profitieren könnten.

    ‚Battle of Aleppo Would Have Been Long Over if Not for the US‘

    As the military commanders of the Syrian Arab Army (SAA) issue an ultimatum to the jihadist groups located in Syria’s largest city of Aleppo to lay down arms and leave the city, Russian media points out that the operation on the liberation of the settlement would have been long over if not for the US.

    Over Kerry’s Head: Why Russia is Delivering Its Upgraded Su-24M2s to Syria

    The Syrian Air Force has received its first two upgraded Sukhoi Su-24M2 all-weather attack aircraft from Russian armories. According to media reports, they are expected to improve the combat capabilities of Syrian air power in the fight against the terrorists. However, according to experts, Moscow and Damascus may also have a hidden motive.

    Russia to Send Aircraft Carrier to Mediterranean Before 2017 for Up to 4 Months

    Russia will deploy its aircraft carrier in the Mediterranean Sea before the end of 2016 for a period of up to four months.

    Jabat al-Nusra heißt jetzt Jabat Fatah al-Sham

    Die Dschihadisten wollen sich aus taktischen Gründen von al-Qaida abspalten, der ideologische Riegel bleibt allerdings derselbe. Die Kampfrhetorik richtet sich nun gegen den Westen und Russland

    Moscow, Ankara to Take Steps in Joint Anti-Daesh, Nusra Fight in August

    Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu said that Turkey and Russia are ready to make concrete decisions on bilateral relations, political, economic, regional issues, on the fight against the Daesh and the Nusra Front.

    Moral of the Story: Turkey Learned Its Lesson From Recent Tussle With Russia

    While in Russia for talks, Turkish Deputy Prime Minister Simsek said that his country wants to take relations with Russia to a whole new level; Suleyman Sensoy, the Chairman of the Turkish Asian Center for Strategic Studies, has told Sputnik Türkiye that it means that Ankara has drawn all the necessary lessons from its crisis with Moscow.

  132. 132 Nestor 29. Juli 2016 um 0:19 Uhr

    Der Schwenk der Türkei wird weitreichende Folgen haben, auch für die Ukraine oder Armenien. Für den Syrien-Konflikt sowieso. Dessen Entscheidung zugunsten Assads ist nur mehr eine Frage der Zeit.

    Ich glaube nicht, daß die Syrische Armee gegen die Kurden vorgehen wird. Die YPG ist ständig in Kontakt mit der syrischen Führung. Alles, was sie erreichen wollen, ist eine weitgehende Autonomie innerhalb Syriens, und es ist nur auszustreiten, auf welches Territorium sie sich beziehen wird und welches Ausmaß an Selbstverwaltung ihnen zugestanden wird.
    Weder Rußland noch der Iran wollen einen eigenen Kurdenstaat, auch die USA nicht, und das wissen die syrischen Kurden sehr genau. Dazu kommen Streitereien innerhalb der kurdischen Parteien und Gruppierungen, wie mit dem Barzani-Clan im Irak, die einem solchen Unterfangen ebenfalls zuwiderlaufen.

    Die Sache mit Gülen kommt mir nach wie vor als Politlüge vor. Ich halte den Einfluß der Gülenisten im türkischen Militär für zu gering, um einen Putsch in die Wege zu leiten. Hier wird von der türkischen Regierung die Lage ausgenützt, um sie zum Buhmann zu machen und zu entmachten. Die Frage ist, ob und wie der türkische Staatsapparat die Säuberungen, die derzeit vorangetrieben werden, verkraften kann.

  133. 133 Tibulski 29. Juli 2016 um 14:37 Uhr

    Four Reasons Why Liberation of Aleppo Would Mean an End to the Syrian War

    As the Syrian army advances in the jihadist-ravaged city of Aleppo, Russian political analysts explain why the once-vibrant metropolis, formerly home to 2.3 million people, is of prime importance to all the parties of the conflict and can play a key role in settlement of the ongoing crisis.

    Osteuropa nährt Kriege in Syrien und Jemen

    Die Regierungen der mittel- und osteuropäischen Länder haben in den letzten vier Jahren Waffen im Wert von 1,2 Milliarden Euro nach Syrien und in den Jemen geliefert, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Türkei schneidet US-Geheimdienste nach Putsch von Informationen ab

    Mit den Entlassungen in der Türkei verlieren die US-Geheimdienste wichtige Informanten. Den Diensten fehlen plötzlich die „Gesprächspartner“, wie Direktor Clapper sagte. Präsident Obama hatte dagegen betont, die Dienste hätten nicht die geringsten Informationen über den Putsch gehabt. Man fragt sich: Warum hat keiner der CIA-„Gesprächspartner“ etwas von den Ereignissen mitbekommen?

    US ‘Closely’ Monitoring Russia-Turkey Growing Relationship

    Supreme Allied Commander Europe and US European Command chief US Gen. Curtis Scaparrotti said that the United States is closely watching the growing ties between Turkey and Russia, but considers the recent thaw in relations positive.

    US National Intelligence Chief: Russia Could ‘Drive Wedge’ Between Turkey, NATO

    US Director of National Intelligence James Clapper claims that Russia may use the aftermath of the failed coup attempt in Turkey to come between Turkey and its NATO allies.

    Willy Wimmer: Nato-Awacs in Abschuss von russischem Kampfjet in Türkei involviert

    Der anstehende Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan in Russland wäre noch vor wenigen Wochen undenkbar gewesen. Der Abschuss eines russischer Kampfjets durch die Türkei führte zu einer diplomatischen Eiszeit. Willy Wimmer, Ex-Vizepräsident der OSZE, äußert nun den Verdacht, dass der russische Jet unter Mithilfe der Nato abgeschossen wurde.

    Russia, Turkey in Talks on Two Turkish Stream Pipeline Legs

    Turkish Stream natural gas pipeline’s construction is under way.

    Construction of Akkuyu Nuclear Plant to Speed Up Thanks to Faster Licensing

    Russian Energy Minister Alexander Novak said that the legislative changes that Turkey has adopted, allowing for faster licensing procedures, will speed up the construction of the Akkuyu Nuclear Power Plant.

  134. 134 Tibulski 29. Juli 2016 um 15:49 Uhr

    @ Nestor

    „Die YPG ist ständig in Kontakt mit der syrischen Führung. Alles, was sie erreichen wollen, ist eine weitgehende Autonomie innerhalb Syriens, und es ist nur auszustreiten, auf welches Territorium sie sich beziehen wird und welches Ausmaß an Selbstverwaltung ihnen zugestanden wird.“

    und

    „Weder Rußland noch der Iran wollen einen eigenen Kurdenstaat, auch die USA nicht, und das wissen die syrischen Kurden sehr genau.“

    Na ja, ein eigener Staat wird von der YPG (aktuell) wohl nicht gefordert. Die haben allerdings vor einigen Monaten eine eigene autonome Region proklamiert (deren Name mir entfallen ist) und sich umgehend eine scharfe Warnung/Drohung durch Assad eingefangen; des Inhalts, dass er darin eine Bedrohung der territorialen Integrität Syriens sieht. (Interessant, dass Russland sich m.W. öffentlich zu dieser Frage bisher nicht geäussert hat)

    Entscheidender erscheint mir aber die Behauptung, ‚die USA wollten keinen eigenen Kurdenstaat‘. Soweit mir bekannt, gibt es in den US-Szenarien zur Neuordnung des Nahen/Mittleren Ostens neben den Regionen „Sunnistan“ und „Schiistan“ u.a. auch ein „Kurdistan“. Und das auf dem Gebiet der heutigen Türkei, des Iraks, des Iran und Syriens. Das dürfte der türkischen Führung wie auch allen anderen natürlich nicht unbekannt sein. Deshalb sind die wohl auch angesichts der Ami-Strategie im Nordosten Syriens auch nicht grundlos darauf gekommen bei Obama nachzufragen, mit wem er und die NATO denn eigentlich verbündet seien. Die ausbleibende Antwort dürfte dann spätestens dafür gesorgt haben, dass die türkische Führung ihre bisherige geopolitische Strategie überdacht hat.

    Und auch im Irak ist es ja kein Geheimnis, dass die Kurden im Norden schon seit längerem eine Sezession anpeilen. Und dieses Projekt wurde/wird m.W. durchaus nicht nur von der Türkei, sondern auch der NATO unterstützt. Dass die Aktivitäten iranischer Kurden mittlerweile dermaßen zugenommen haben, dass die iranische Führung mit dem Gedanken spielt, eigene Einheiten aus Syrien abzuziehen, wird in einem der verlinkten Artikel ja sehr ausführlich geschildert.

    Fazit: Ich halte die Frage eines Kurdenstaates und die jeweilige Stellung der betroffenen und interessierten Mächte nachwievor für (mit)entscheidend im Hinblick auf künftigen Entwicklungen in dieser Region.

    PS: Die Auswirkungen einer möglichen Wiederannäherung der Türkei und Russlands sind der Tat kaum zu unterschätzen. Man denke da an zwischenzeitlich angedachte gemeinsame Rüstungsprojekte der Türkei mit der Ukraine, die politische, personelle und waffentechnische Unterstütung der krimtatarischen Freikorps und nicht zuletzt die Bedeutung des Bosporus als Nadelöhr des Schwarzen Meeres und der Rolle der Türkei im Rahmen einer ins Auge gefassten ständigen NATO-Flotte dort. In der Ukraine und ebenso in Brüssel dürfte da wenig Freude aufkommen.

  135. 135 Tibulski 29. Juli 2016 um 22:33 Uhr

    Zu den Ami-Plänen für ein „Free Kurdistan“:

    Der Neue Nahe Osten

    „2006 veröffentlichte der ehemalige stellvertretende Stabschef für Geheimdienstfragen im US-Verteidigungministerium Ralph Peters ein Buch mit dem Titel „Never Quit the Fight“ (Gib den Kampf nie auf). Dieser Peters war auch einer der führenden Autoren im Pentagon und schrieb zahllose Aufsätze über Strategie und US-Außenpolitik, womit er also für das geopolitische Denken von Militär und Politik seines Landes eine wichtige Rolle spielte. In „Never Quit the Fight“ ist auch eine Karte abgebildet, die verblüffende Ähnlichkeit mit den während der Jahre 2014/15 geschaffenen Realitäten im Irak und in Syrien hat.

    The Project For The New Midle East (jpg)

    Drei staatliche Gebilde fallen nämlich auf; ein „Freies Kurdistan„, ein „Sunnitischer Irak“ und ein „Arabisch Schiitischer Staat“ – und alle auf Kosten der staatlichen Souveränität des Iraks und Syriens! Damit ist genau das, was für Syrien geplant ist, in ein Bild gefasst; die Zerschlagung des bisherigen Staatsgebildes, um das Gebiet zukünftig durch willfährige Vasallen unter Kontrolle zu halten und dafür zu sorgen, dass ein Spannungsfeld fortwährend bestehend bleibt, über das man bei Bedarf mittels entfachter Konflikte „gestalten“ kann.

    Auf ein Detail dieser Karte möchte ich unbedingt hinweisen: Der Flächenstaat Saudi-Arabien muss nach den Planungen der Geostrategen aus Übersee auch Gebietsverluste hinnehmen. Doppelt so groß wie das heutige Syrien erstreckt sich nämlich zwischen der saudischen Grenze und dem Roten Meer das Gebiet eines Islamischen Staates (!). Wie gesagt wurde die Karte im Jahre 2006 vorgestellt.

    Die Karte wurde in einem Trainingsprogramm im Defense College der Nato für ranghohe Offiziere verwendet. Der inzwischen pensionierte Peters meinte, dass mit der dort kreierten Grenzziehung gegenwärtige Konflikte im Nahen Osten gelöst werden könnten. Verstörend ist der Denkansatz einer von außen gewaltsam eingebrachten neuen Zeichnung fremder Staaten. Sie entspricht dem, was Brzezinski mit seinem „Great Chessboard“ neun Jahre zuvor an Gedanken auf Papier gebracht hatte.

    Sofort nach ihrer Veröffentlichung begann die Karte in Strategie-, Regierungs- und Militärkreisen des Westens zu zirkulieren. Und umgehend manifestierte sie sich im Sprachgebrauch der US-Politik. Als (ebenfalls) im Juni 2006 die Außenministerin der USA Condoleeza Rice Israel besuchte, nahm auch sie den Begriff „Neuer Naher Osten“ in den Mund. (..)

    Aber zurück zu dieser Strategiekarte. Der Militärstratege Ralph Peters hat als Begründung für ihre Ausarbeitung folgendes aufgeführt:

    „Internationale Grenzen sind nie perfekt. Doch das Maß an Ungerechtigkeit, das jenen zugefügt wird, die durch Grenzen gezwungen sind, miteinander oder getrennt zu leben, macht einen enormen Unterschied aus – oft den Unterschied zwischen Freiheit und Unterdrückung, Toleranz und Schrecken, Gesetz und Terrorismus oder gar Frieden und Krieg. […] Die ungerechten Grenzen im Mittleren Osten – in Anlehnung an Churchill – produzieren mehr Probleme als die Region selbst verkraften kann.“

    Wie sein Vorbild(?) Brzezinski konstruiert Peters ein Problem! Denken wir an eine der Grundprinzipien von Propaganda die da lautet:
    Schaffe ein Problem, was zuvor nicht existiert und biete dann eine fertige Lösung an.

    Liest man weiter in Peters Aufsatz, glaubt man tatsächlich „The Great Chessboard“ vor sich zu haben!:

    „Obwohl der Nahe Osten viel mehr Probleme als nur nicht funktionierende Grenzen hat — von kultureller Stagnation über skandalöse Ungleichheit bis hin zu tödlichem religiösem Extremismus — ist das grösste Tabu bei allen Versuchen, das umfassende Versagen der Region zu verstehen, nicht der Islam, sondern die schrecklichen, aber unantastbaren internationalen Grenzen, denen von unseren eigenen Diplomaten gehuldigt wird.“ (…)

    „Dennoch, trotz all der Ungerechtigkeiten, die die hier imaginierten Grenzen unberücksichtigt lassen: Ohne solche grösseren Grenzrevisionen werden wir nie einen friedlicheren Nahen Osten erleben.“

    _____________

    Aleppo’s Liberation is Close, But It‘ll Be a Tough Slog

    The Syrian Army has surrounded the jihadist-held portions of the city of Aleppo. Offering fighters a chance to lay down their weapons and leave the city, the government is hoping to liberate the area and help put an end to Syria’s long war. However, analysts are warning against too much optimism. Encirclement, they note, does not mean victory.

    Top US General Rushes to Turkey Amid Accusations US Plotted Coup

    top American general, Joint Chief of Staff chairman Joseph Dunford, is rushing to Turkey on an unexpected visit, after President Erdogan’s allies directly accused the US of being behind the failed coup attempt in the country and have begun purging members of the Turkish military with ties to the United States.

    US Central Command Chief Denies Any Role in Turkey Coup Attempt

    The Commander of US Central Command (CENTCOM) General Joseph Votel denied claims on involvement in the recent unsuccessful coup attempt in Turkey.

    Erdogan wirft Chef des US-Zentralkommandos „Unterstützung der Putschisten“ vor

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die jüngste Erklärung des Chefs des US-Zentralkommandos, General Joseph Votel, zu Festnahmen türkischer Militärs nach dem gescheiterten Putschversuch heftig kritisiert.

    Erdogan’s Choice: Turkey is Shifting its Focus From the West to Russia

    The failed coup attempt „turbo-charged“ Turkey’s efforts to restore its political and economic relations with Moscow. Regardless of NATO and Washington’s displeasure, Ankara is shifting from the West to Russia.

    Die gerufenen Geister

    US-Reaktion auf Säuberung in Türkei

  136. 136 Jacko 02. August 2016 um 21:11 Uhr

    „Der Schwenk der Türkei wird weitreichende Folgen haben“ (Nestor)

    Die USA polemisieren derzeit ziemlich öffentlich darüber, dass sie als ihre Einflussmacht in der Region sich auch andere Staaten vorstellen könnten als die Türkei, angeblich meinen sie Jordanien und Iran.

    Und ist die Annäherung der Türkei an Russland nachhaltig? (Ich meine mich zu erinnern, dass Russland z.B. Armenien geradezu als Frontstaat gegen die Türkei und zur Unterstützung Assads hochgerüstet hatte.)
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/russland-schickt-kampfhubschrauber-zu-militaerbasis-in-armenien-a-1066639.html
    Auch die Haltung zu div. Kurdenfraktionen passt schwer ins Bild, ist ja oben auch Thema.
    (Allerdings schaffe ich es zeitlich leider nicht, alle Quellen zu studieren – und auch noch zu überprüfen. Bin also etwas ratlos.)

  137. 137 Tibulski 03. August 2016 um 0:28 Uhr

    Kurden wechseln Fronten und kämpfen für Assad

    Die Kurden-Milizen kämpfen bei Aleppo und in anderen Teilen Syriens auf Seiten der Regierungstruppen aktiv gegen die internationalen Söldner. Eine führende US-Denkfabrik fordert von den USA mehr Unterstützung für die Söldner.

    „Die Kurden-Milizen der YPG haben sich in der Schlacht um Aleppo auf die Seite der Regierung in Damaskus geschlagen. Die Kurden operieren von ihrer Hochburg Scheik Maksud aus. Doch auch in anderen Teilen (Azaz-Marea, Manbidsch und Hassaka) Syriens gibt es eine enge Kooperation zwischen der syrischen Armee (SAA) und der YPG, berichtet das Washington Institute for Near East Policy (WINEP).

    Die Unterstützung der YPG-Milizen für die syrische Regierung sei tief besorgniserregend, weil die YPG von den USA unterstützt werde. Dies zeigt, dass die Agenda der YPG sich von den Interessen der USA fundamental unterscheide. Die YPG würde auch gegen die „moderate Opposition“ kämpfen, um die kurdische Expansion auszuweiten. Deshalb sollten die USA auch andere Gruppen – wie die sunnitisch-arabischen Rebellen – unterstützen, um ein Gegengewicht zur YPG zu schaffen, so das WINEP.“

    The Syrian conflict: An Iranian perspective on the Russian involvement and a potential Turkish cooperation

    „As for Turkey, an eventual policy shift would not necessarily mean a moderation in Turkey’s fierce objections to Kurdish autonomy in northern Syria, on the contrary, it could move Erdogan closer to Assad as he might see the Syrian state as the only thing that could stop the Kurds from achieving a federal autonomous state, a prospect which the Syrian government has rejected.“

    Shadows of UAE, Riyadh Emerge Behind Failed Coup in Turkey

    Voices continue to emerge claiming that the United Arab Emirates and Saudi Arabia could have supported the failed coup attempt in Turkey, citing Riyadh and Abu Dhabi’s discontent with Ankara resuming ties with Tehran and Moscow.

    Putsch-Vorwurf: Erdogan will NATO-Geheimarmee zerschlagen

    Nach türkischen Medienberichten ist die NATO-Geheimarmee Gladio der strukturelle Urheber des Putschversuchs vom 15. Juli. Erdogan und die türkische Regierung seien entschlossen, diese Parallelstruktur vollständig zu zerschlagen.

    Leaders of Russia, Iran, Azerbaijan to discuss North-South transport project on August 8

    The project will be a great contribution to developing inter-regional cooperation, says the Azerbaijani Foreign Ministry

  138. 138 Nestor 03. August 2016 um 0:43 Uhr

    @Tibulski

    Also was die Sache mit dem Kurdenstaat betrifft, so mag es den USA oder irgendwelchen Fraktionen im Pentagon ja vorschweben, die Kurden für die Umsetzung ihrer Szenarien zu instrumentalisieren. Daß das einen eigenen Kurdenstaat bedeuten und wie der aussehen würde, halte ich für Spekulation. Die denken eher an eine Waffenbasis mit viel Chaos rundherum, so meine Vermutung.
    Dazu kommt, daß die irakischen Kurden und die von Rojava/Syrien überhaupt nicht miteinander können. Feudale Eigentumsverhältnisse im Agrarsektor und kapitalistische Interessen am Ölhandel stehen gegen eine Mischung aus Genossenschaftswesen in der LW und Ausbau des Sozialstaats.
    Es ist mir nicht bekannt, wie es mit den iranischen ausschaut, aber ich warne davor, auf den normalen Staatsidealismus hereinzufallen und zu glauben, Leute der gleichen ethnischen Herkunft werden sich schon zusammenraufen, wenn sie von außen entsprechend ermuntert werden. Das haut bei den Kurden dieser ganzen Region nicht hin.
    Was Assads scharfe Reaktion auf die Autonomie betrifft, so erinnere ich zurück, daß damals die USA die Kurden für den Angriff auf Rakka mit Zusicherungen für eine Unabhängigkeit der Region motivieren wollten. Gegen solche Spielchen richtete sich die Warnung, Syrien hat als Ganzes bestehen zu bleiben.

    Was Erdogan und den Abschuß des Flugzeugs betrifft, so darf man nicht übersehen, daß die Türkei ursprünglich sehr eindeutige Interessen in Syrien hatte, verschiedene Aufständische unterstützt hat, vermutlich abgesprochen mit Saudi Arabien und Katar. Das Eingreifen der Russen in den syrischen Konflikt hat die türkische Führung zur Weißglut gebracht, sie sahen ihre Felle davonschwimmen. Die Türkei hatte damals eindeutig selbst das Interesse, das russische Flugzeug abzuschießen. Es mag sein, daß die dabei ermuntert und unterstützt wurde. Jetzt versuchen sie das so zu drehen, daß „Wir? – Niemals!“

  139. 139 Hinweis 03. August 2016 um 10:05 Uhr
  140. 140 Hinweis 03. August 2016 um 16:36 Uhr

    Dem ARD-Bericht zufolge sei die Ideologie der Gülen-Islamisten eher auf Infiltration der Elite und der Oberschicht gerichtet, dadurch also eher so was wie das Streben nach einer Nachfolgeorganisation der laizistischen Atatürk-Mannschaften: aber eben auf Gülen-islamisch, auch strikt als Ideologie einer gelehrten Oberschicht und ihrer Rituale vermittelt. (Daher stammt der Sekten-Vorwurf bzw. der Vorwurf der Parallelstrukturen zur türkischen Herrschaft.)

    Die AKP hingegen habe ihre Massenbasis eher in den Normalos und kleinen Leuten, die islamgemäß leben sollen und ihren ökonomischen Fortschritt nicht ihren eigenen Bemühungen zuschreiben sollen, sondern eben der AKP, die für sie sorgen wolle.

    Dass man nun die Führungsstrukturen und Eliten gegen AKP-Kader austauscht, verschafft denen Zugriff auch auf diejenigen höheren Posten, die bisher von Laizisten oder Gülenisten besetzt waren.

  141. 141 Nestor 03. August 2016 um 19:31 Uhr

    Ja danke, alles sehr interessant. Die Gülenisten gehen also so vor wie Freimaurer oder die Derwisch-Orden, aus denen sich die Eliten des Osmanischen Reiches rekrutierten.
    Die AKP wiederum hält eher die Massenmobilisierung für eine geeignete Form, Staat zu machen.

    Ob das gehen wird, wenn man den halben Staatsapparat entläßt? Lassen sich die Beamten, Offiziere, Lehrer so schnell ersetzen?

    Die Jungtürken hatten Ähnliches vor und Atatürk & Co. haben es nach 1923 auch durchgezogen und die ganze Elite erneuert. Aber das ist schon etwas länger her. Ein Vorbild der jüngeren Zeit wäre der Iran … Dem hat das allerdings jahrzehntelange Feindschaft der westlichen Mächte eingebracht. Bei einem NATO-Staat wie der Türkei herrschen andere Bedingungen.

  142. 142 Tibulski 03. August 2016 um 23:51 Uhr

    Russischer General: „Gemäßigte“ Rebellen griffen Aleppo mit Giftgas an

    Syrische Rebellen haben nach Angaben des russischen Militärs Wohnviertel von Aleppo mit Giftgas angegriffen und mindestens sieben Menschen getötet. Hinter dem Angriff steckt vermutlich die islamistische Rebellengruppe Harakat Nour al-Din al-Zenki, die die USA der „gemäßigten Opposition“ zurechnen.

    Kampf um Aleppo

    Aufständische und Regierungstruppen beschuldigen sich gegenseitig, Giftgas eingesetzt zu haben

    Berichterstattung: Die „Wahrheit über Aleppo“

    Die hierzulande ansonsten gefürchtete IS- und al-Qaida-Propaganda darf sich, wenn es um Syrien geht, verbreiten: „Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung“

    Belagerte Stadt in Syrien: Die Islamisten sind Aleppos letzte Hoffnung

    Während die USA und Europa zusehen, wie Hunderttausende Menschen in Aleppo ausgehungert werden, kommen Islamisten den Eingeschlossenen zu Hilfe. Angeführt werden sie von einer Terrormiliz.

    Die Lage am Dienstag

  143. 143 Nestor 04. August 2016 um 12:47 Uhr

    Der Spiegel ist offenbar die letzte Bastion der Anti-Assad-Fraktion in der EU, nachdem die Türkei und die USA sowohl militärisch als auch propagandistisch deutlich zurückgesteckt haben. Vielleicht stehen die Redakteure auf der Payroll von Katar oder gewisser Falken des Pentagon?
    Es ist schon beachtlich, wo dieses Blatt heute gelandet ist und wie wenig das in den öffiziellen Medien thematisiert wird.

  144. 144 Jacko 04. August 2016 um 15:51 Uhr

    „Ob das gehen wird, wenn man den halben Staatsapparat entläßt? Lassen sich die Beamten, Offiziere, Lehrer so schnell ersetzen?“

    Erdogan selber vergleicht sein Vorgehen mit dem Ersetzen der ehemaligen DDR-Kader durch importierte West-Führerfiguren. Damals konnte fast jeder arbeitslose Lehrer im Westen Schulleiter im Osten werden, und arbeitslose Sozialpädagogen mutierten ratzfatz zu Institutsleitern von Arbeitsamtsnahen Institutionen. Dieser Vergleich scheint mir passender als Nestors Hinweis auf den Iran, wo gewaltmäßig zunächst die gesamte prowestliche Elite mitsamt ihrer Sittlichkeitsvorstellungen gewaltsam abgeräumt werden musste, weswegen der Konflikt mit den USA auch von Seiten der schiitischen Geistlichkeit und der Studenten im Iran damals ganz anders auch von vornherein primär gegnerisch nach außen gerichtet war.

    (Und vermutlich hatte die AKP schon seit Jahren Listen mit den Namen derjenigen Führungsfiguren, die unbedingt weggesäubert gehören, plus auch die entsprechenden Listen, wer stattdessen als fähiger AKP-Funktionär eigentlich dorthin gehöre und ungerechterweise immerzu nicht diese Position gekriegt hatte…)

    Ein größerer Gegensatz zu den USA würde dann eintreten, wenn die türkische Hinwendung Richtung Russland beschleunigt werden würde.
    D a s würde den Amis vermutlich ganz andere Probleme bereiten,
    als nur die Abschaltung dieses oder jenes CIA-Agenten in der türkischen Armee.

    Die innertürkische Legitimation für die Säuberung, die vorher schon dargelegt wurde, heißt: Der Türkei gebührt eine viel größere Position in der Welt.
    Daran hindert sie immerzu a) das feindliche Ausland, und b) das [nicht_akapistische…] feindliche Inland…

  145. 145 Jacko 05. August 2016 um 7:46 Uhr

    Leider war ich bis vorgestern zu faul, den GSP-Artikel zur Türkei aus 4/15 zu lesen – lohnt sich!

    (Und vielleicht stellt contradictio ihn online???

    Oder rät zumindestens zur Leküre???)

  146. 146 Nestor 05. August 2016 um 10:18 Uhr

    Aber bei der Übernahme der DDR gab es die ganzen Beamten, Lehrer usw. schon, die dann hinübergeschickt wurden, und auch mit der richtigen politischen Einstellung zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
    In der Türkei müssen die erst aus dem Boden gestampft werden.

    Also ich bleibe dabei, daß der Iran eher paßt, obwohl Erdogans Hinweis irgendwie frech und dadurch treffend ist. Was wollt ihr, ihr habt es doch genauso gemacht und alle haben Beifall geklatscht!

    Weil gewaltmäßig ist da noch einiges durchzusetzen und ob die neue Ausrichtung der Türkei eher nach Westen oder nach Osten stattfinden wird, wird sich erst weisen.

  147. 147 Felix 05. August 2016 um 11:05 Uhr

    „Oder rät zumindestens zur Leküre???“

    Längst passiert: hier

  148. 148 Neoprene 05. August 2016 um 11:23 Uhr

    Da kriegt man aber nur das Inhaltsverzeichnis, *nicht* die Artikeltexte!

  149. 149 Tibulski 05. August 2016 um 17:12 Uhr

    Türkei-Politik der USA treibt Erdogan in Richtung Russlands – Medien

    Anfang August findet in Sankt Petersburg ein Treffen des Präsidenten der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin statt, das die Wende Ankaras in Richtung Moskau einläuten wird, schreibt das US-Magazin „Foreign Policy“.

    Putsch in Türkei, Westen und Tweets – Medienspekulationen

    Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei und der Verbreitung einer Falschmeldung über Erdogans angeblichen Asylantrag in Deutschland ist der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan – und ebenso die türkische Bevölkerung – der Meinung, dass die Putschisten von ausländischen Staaten unterstützt worden sind, wie Die Welt berichtet.

    Putin, Erdogan to Discuss Turkey Compensating Russia for Downed Jet on Aug. 9

    Russian and Turkish presidents will discuss the compensation of the Su-24 jet downing at the upcoming meeting.

    Russia, Turkey May Agree to Hold Next High-Level Cooperation Council in 2017

    The next meeting of the High-Level Russian-Turkish Cooperation Council may by scheduled at 2017, Kremlin aide Yuri Ushakov said Friday.

    PYD-Chef: Keine Syrien-Regelung ohne Kurden

    Salih Muslim, Chef der Kurden-Partei PYD, hält eine Beendigung des Syrien-Krieges für unmöglich, solange die Kurden von den Verhandlungen ausgeschlossen sind. Dass die Kurden bei den Syrien-Gesprächen in Genf außen vor bleiben, sei ein „Problem“, sagte Muslim in einem Gespräch mit Sputnik.

    PYD-Chef: Erdogan geht wegen Kurden auf Assad zu

    Nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei sinniert Salih Muslim, Chef der Kurden-Partei PYD, in einem Gespräch mit Sputnik über die Beweggründe der Putschisten und über die Ursachen für Erdogans überraschenden Kurswechsel gegenüber Syrien.

    Turkey Urged to Mend Ties With Assad After Making Peace With Israel, Russia

    Co-chairman of the Kurdish Democratic Union Party said that Ankara should make amends with Syrian President Bashar Assad especially since it has made concessions to normalize relations with Moscow and Tel Aviv.

    Kurds Discussing Proposal of Autonomous Region in Federalized Syria

    The proposal to establish a Kurdish region in the north of a federalized Syria is currently being discussed as this topic concerns the entire country, Salih Muslim, co-chairman of the Kurdish Democratic Union Party (PYD), told Sputnik.

    Turkey, Kurds Should Be United as Strategic Friends

    PYD co-chairman considers Ankara and the Kurds to be neighbors and, so should be strategic friends.

  150. 150 Nestor 05. August 2016 um 17:23 Uhr

    Ach Leute, wenn ihr unbedingt den GSP-Artikel haben wollt, so googelt ihn doch!
    https://t.co/w9pBFmseg9

  151. 151 Nestor 05. August 2016 um 17:53 Uhr

    Dieser von Sputnik zitierte Foreign Policy-Artikel ist ziemlich dumm und zeigt, wie so US-Think-Tanks alle Regierungen der Welt als Marionetten der USA betrachten, ohne sich um deren Stellung und Beweggründe zu kümmern.

    „Laut „Foreign Policy“ ist in Sankt Petersburg ein Deal möglich – Russland enthält sich der Unterstützung der Parteien, die ein zunehmend größeres Problem für Ankara vor dem Hintergrund der sinkenden Kampfbereitschaft der Armee darstellen. Im Austausch dafür wird die Türkei in Bezug auf die Handlungen Assads ein Auge zudrücken.“

    Die Russen haben die Kurden bisher militärisch nicht unterstützt, und wenn ja, so nur durch Luftangriffe in Zusammenarbeit mit den syrischen Streitkräften. Das wäre also kein „Zugeständnis“, das Rußland an die Türkei machen müsste, weil eine Unterstützung der Kurden gar nicht auf seiner Agenda steht, da Rußland an der territorialen Einheit Syriens festhält.
    Die „Handlungen Assads“ zur Wiederherrstellung der Souveränität Syriens nach innen und außen gehen die Türkei gar nichts an – es wäre also auch kein „Zugeständnis“, da „ein Auge zuzudrücken“, sondern eine ziemliche Frechtheit, und das wird ihnen Rußland auch zu verstehen geben.

    Erdogan müßte sich entscheiden: will er die Türkei zusammenhalten und die nationale Einheit wiederherstellen, oder weiter neo-osmanische Expansionspolitik treiben? Letzteres würde Rußland nicht unterstützen, selbst wenn er noch so artig seinen Kratzfuß macht.
    Eines der Prinzipien der russischen Außenpolitik ist, daß Grenzen zu respektieren und Regierungen anzuerkennen sind.

  152. 152 Jacko 05. August 2016 um 20:24 Uhr

    Dass Russland an der territorialen Integrität seiner Bündnispartner festhält, sei unbestritten.

    „Eines der Prinzipien der russischen Außenpolitik ist, daß Grenzen zu respektieren und Regierungen anzuerkennen sind.“

    Das stimmt also dann, wenn diese Länder Bündnispartner sind.
    Es wird wohl auch dann stimmen, wenn es keine weiteren wichtigen russischen Interessen an diesen Ländern gibt.

    Dass Russland, getrennt von seinen Interessen, einem Nichteinmischungs-Idealismus huldige, glaube ich nicht. [Allerdings sind seine Interessen teilweise noch nicht derart global ausgerichtet, wie z.B. die der Weltmacht Nr. 1. Auch die BRD brüstet sich ihrer hehren UNO-Grundsätze. Sind BRD-Interessen berührt, pfeift sie darauf, sobald sie die UNO also nicht dafür einspannen kann.]

    Hier ging es ja um die Kurden, und um Syrien, und um die Türkei.
    Dass Russland einen antisyrischen kurdischen Nationalismus unterstützen würde, glaube ich auch nicht. Wegen Syrien und des russischen Interesses daran. (Putins Aufstieg anfangs verdankte sich ja übrigens seinem Eintreten gegen ant-russische separatistische Bestrebungen, die nicht nur in Tschetschenien zugange waren.)

  153. 153 Nestor 05. August 2016 um 22:46 Uhr

    Es geht ja auch nicht um einen „Nichteinmischungs“-„Idealismus“! Schon wieder so eine blöde Erfindung von dir und eine Ablehnung einer Position, die niemand vertritt. Dieses Getue nervt, laß das doch bleiben! Ich will diese miese Debattier-Kultur nicht haben hier.

    Man kann im Gegenteil sagen, daß die Wiederherstellung von Grenzen und Regierungen gerade der Einmischungstitel Russlands ist.

    Aber diese Politik ist entgegengesetzt der Politik der USA und ihrem Schlepptau der EU, die Regierungen stürzen und Grenzen neu ziehen wollen, um überall ihre Geschöpfe zu etablieren.

    Das Verhältnis Rußlands zu den Kurden Syriens ist geklärt: solange sie als Bürger Syriens dem Terrorismus entgegentreten, so sind sie militärisch – und auch diplomatisch – zu unterstützen, aber für eine eigene Staatsgründung nicht. Und das wissen die Kurden auch.

  154. 154 Tibulski 06. August 2016 um 22:50 Uhr

    Kampf um Aleppo: Rebellen verkünden Durchbruch der Belagerung

    Bis zu 300.000 Menschen sind in der syrischen Stadt Aleppo eingeschlossen. Mehrere Rebellengruppen wollen jetzt den Belagerungsring durchbrochen haben. Staatliche Medien bestreiten dies.

    Battle for Aleppo: Al-Nusra Rebels Storm Artillery Base, Claim to Break Siege

    The battle for Aleppo appears to have taken a turn for the worst with ‚moderate‘ rebel groups including al-Nusra Front and Ahrar al-Sham seizing an artillery base and reportedly cracking a passageway to the city of Aleppo although the Islamist terrorists continue to suffer heavy casualties.

    Aleppo: Dschihadisten auf dem Vormarsch

    Mit spektakulären militärischen Erfolgen der Dschihadisten geht die Schlacht um Aleppo geht in die entscheidende Phase

    Waffen für Islamisten

    Armee Syriens hebt Depot von Al-Nusra-Front aus. Waffen aus USA, Deutschland und Tschechien ­gefunden

  155. 155 Nestor 07. August 2016 um 12:00 Uhr

    Die hektische Tätigkeit der pro-Islamisten-Propagandaabteilung läßt darauf schließen, daß die syrisch-russisch-iranische Allianz auf der Gewinnerspur ist.

  156. 156 Tibulski 08. August 2016 um 14:05 Uhr

    LATEST: Total Overview – Aleppo Battle now favors SAA

    Six Russian Tu-22M3 Bombers Destroy Daesh Command Posts, Militants Near Palmyra

    Six Russian Tu-22M3 long-range bombers attacked Daesh targets near Palmyra on Monday, the Russian Defense Ministry said in a statement.

    Afghanistan: IS und Taliban verbünden sich gegen USA

    In Afghanistan haben die Terrororganisationen IS („Islamischer Staat“, auch Daesh) und die Taliban eine „regionale Waffenruhe“ geschlossen, um gemeinsam gegen die US- und Regierungstruppen vorzugehen, berichtet die Zeitung „The Wall Street Journal“ (WSJ).

  157. 157 Tibulski 09. August 2016 um 12:10 Uhr

    Putin sends deal with Syria on deploying Russian aviation to State Duma

    The agreement was signed by the Russian and Syrian defense ministries in Damascus on August 26, 2015

    Russia counts on Chinese, Serbian help to carry out humanitarian operation in Aleppo

    Russia’s defense ministry says receives proposals from military of other countries on providing assistance to Aleppo citizens

  158. 158 Tibulski 09. August 2016 um 22:05 Uhr

    Diesem Artikel zufolge kann von einer Schließung der türkisch-syrischen Grenze und damit einer Kappung des jihadistischen Nachschubs überhaupt keine Rede sein. Die Aussagen zu diesem Thema sind schon reichlich widersprüchlich :-(

    Aleppo: Lastwagen voller Waffen für die syrische al-Qaida-Allianz

    Kein Ende der Kämpfe in Sicht. Die Anti-Assad-Koalition versorgt die Dschihadisten

    „Wie die Financial Times ◥berichtet, ist die Türkei nach wie vor entscheidend für die Versorgung. Gestützt auf Aussagen von „Aktivisten und Rebellen“, die ebenso ungenannt bleiben wie der westliche Diplomat, der ebenfalls interessante Aussagen beisteuert, legt die Finanzzeitung offen, dass die Milizen in Aleppo „mehr ausländische Hilfe bekommen, als es scheint“. Vor und während der Kämpfe sei dies geschehen.

    Berichtet wird von zig Lastwagen, die aus der Türkei kommen, und Waffen, Geld und anderen Nachschub in erheblichen Mengen bringen. Die Versorgung bedeutet, wenn man sich die ◥Zusammensetzung der bewaffneten Milizen in Aleppo genau anschaut, eine direkte Hilfe von al-Qaida. Vor einiger Zeit wäre das noch Irrsinn genannt worden. Selbst ausgesprochene Anhänger der Gegner Assads ◥räumen ein, dass es die al-Nusra-Front geschafft hat, die Milizen unter ihrer Führung zu vereinen.

    Die Lastwagen aus der Türkei würden seit Wochen Nachschub bringen, so die FT, die Offensive der Dschihad-Milizen, die seit Wochen geplant war, wurde damit willentlich unterstützt. Der Nachschub bestehe nicht aus bloßen Gewehren und Munition, sondern aus großkalibrigen Geschützen, „Artillerie“, wie ein „Aktivist/Rebell“ der Zeitung gegenüber aussagt. Der ungenannte westliche Diplomat gibt dazu das politische und strategische Kalkül wieder.

    Die Amerikaner wüssten seiner Aussage zufolge selbstverständlich, was hier am Laufen war. Sie würden die Beteiligung der al-Nusra-Front aber ignorieren, um Druck auf Russland und Iran auszuüben.

    Ob die CIA bei der Nachschubversorgung möglicherweise eine aktive Rolle gespielt hat, das wird im Bericht nicht angedeutet. Dort wird lediglich wiedergegeben, die Gesprächspartner seien davon überzeugt, dass die Lieferungen von regionalen Unterstützern, darunter Saudi-Arabien und Katar käme und über die Türkei nach Syrien geschickt werde. Saudi-Arabien hatte eine derartige Hilfe offen angekündigt. Katar ist zurückhaltender.

    Die USA würden wegschauen, behaupten die Aktivisten/Rebellen gleichermaßen wie der westliche Diplomat. Ihnen dürfte sehr wohl bewusst sein, dass die Macht und die Kontrolle der Milizen bei der Nusra-Front und Ahrar al-Sham liegen. Sie hätten die größte militärische Durchschlagskraft, die sogenannten „moderaten Gruppen“ seien wie Lehrlinge, die sich von ihnen militärisch ausbilden lassen und sich ihnen unterordnen (im Übrigen auch ideologisch).

    Dass sich die von Dschihadisten dominierten Milizen über ausreichend Unterstützung freuen, wird auch an anderer Stelle berichtet. Auch dabei wird der Türkei eine große Rolle zugewiesen. So würden Ahrar al-Sham-Mitglieder auf Twitter von einer geradezu überbordenden Hilfe aus der Türkei für die Schlacht um Aleppo ◥Auskunft geben.“

    Aleppo: Diese Länder wollen Russlands humanitäre Operation unterstützen

    Verteidigungsbehörden mehrerer Länder haben Russland und der Bevölkerung der durch Terroristen belagerten Viertel Unterstützung bei der humanitären Operation in der syrischen Stadt Aleppo angeboten, wie es aus dem russischen Verteidigungsministerium heißt.

    ‚Terrifying‘ Friendship: Why Daesh-Taliban Alliance Would Be a ‚Nightmare‘

    In an interview with Sputnik, Senior Associate for South and Southeast Asia at the Woodrow Wilson International Center for Scholars, Michael Kugelman, commented on the recent reports about a possible alliance between the two terrorist groups – the Taliban and Daesh.

    Zwecks Stabilitätsförderung: Kabul verlangt von Moskau neue Kampfhubschrauber

    Afghanistan verlangt von Russland eine unentgeltliche Militärhilfe für den Kampf gegen den so genannten „Islamischen Staat“, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Dienstag.

  159. 159 Nestor 10. August 2016 um 10:50 Uhr

    Ich kann mir das mit der Unterstützung der Al Nusra durch die Türkei nur so erklären, daß die türkische Regierung sich noch ein paar Trümpfe im Ärmel halten will: erst wenn sie von Rußland kriegt, das sie will – Aufhebung der Sanktionen, Versprechen bezüglich der Kurden, eventuell eine Nachkriegsordnung für Syrien – dann erwägt sie eine Einstellung der Unterstützung für die Assad-Gegner.

    Einmal sehen, wie die Russen mit diesem Poker umgehen.

    Für den Fall haben die Islamisten anscheinend schon vorgesorgt, also wohin sie sich zurückziehen würden …

  160. 160 Tibulski 10. August 2016 um 15:10 Uhr

    Clinton-Backing Ex-CIA Chief Also Backs Killing Russians and Iranians in Syria

    While a former CIA director thinks that Hillary Clinton is the safer choice in the upcoming US presidential election, he has some frightening policy proposals of his own.

    Ex-CIA Chief’s Comments Reflect ‚What US is Secretly Doing in Syria‘

    Former CIA Deputy Director Michael Morell, who has recently endorsed Hillary Clinton, has caused a firestorm when he said that the United States should covertly kill Russians and Iranians in Syria, with Russian lawmakers denouncing the remarks as „monstrous“ and experts saying that he merely confirmed what Washington has secretly been doing.

    Hillary’s CIA goon Morell promises war crimes

    Ex-Deputy CIA Director calls to Kill Russians [Video]

    „Söldner“ entpuppt sich als Mime: Sky-News-Doku über Russen in Syrien manipuliert?

    Der britische Sender Sky News soll seine „Enthüllungs-Dokumentation“ über den Syrien-Krieg manipuliert haben. Der „russische Söldner Dmitri“, der vom Kämpfen auf der Seite des syrischen Präsidenten Baschar al-Assads erzählt, hat sich als Moskauer Schauspieler entpuppt, wie das russische Fernsehen berichtet.

  161. 161 Tibulski 10. August 2016 um 21:32 Uhr

    NATO-Krieg gegen Aleppo

    Westliche Staaten unterstützen Islamisten bei Angriff auf syrische Stadt. Bundesrepublik hilft vermutlich mit Aufklärungsdaten

    Russia’s General Staff: About 7,000 militants amassed on Aleppo approaches

    According to the Russian general, militants are pulling in additional forces from their controlled areas in the provinces of Idlib, Homs and Hama

    Syrian Air Force Destroys Militant Convoys Moving to Aleppo – Source

    The Syrian Air Force on Wednesday destroyed several militant convoys trying to deliver reinforcements and supplies to the terrorists in the Ramuse district of Aleppo, a local militia source told RIA Novosti.

    Syrian Army, Russian Jets Prevent Terrorist Forces From Reaching Aleppo

    The Syrian ground forces backed by Russian aircraft are attempting to prevent additional terrorist forces from gaining access to the outskirts of the Syrian city of Aleppo, the Russian General Staff said Wednesday.

    Manbidsch kurz vor Befreiung: „Demokratische Kräfte Syriens“ umzingeln Daesh-Leute

    Die seit 70 Tagen andauernde Operation zur Befreiung des syrischen Manbidsch (Provinz Aleppo) von der Terrormiliz Daesh (IS) hat ihr Endstadium erreicht. Wie der Sprecher der „Demokratischen Kräfte Syriens“, Abdulaziz Yunus, in einem Interview für Sputnik Türkiye sagte, soll die Stadt in nächster Zeit von der Terrormiliz vollständig befreit werden.

    Why US Needs Russia and Iran to Deal With Syrian Crisis Settlement

    US proponents of a bombing campaign against Bashar al-Assad in Syria forget that the settlement will require the positive cooperation of Russia and Iran, CIA veteran Paul Pillar writes, warning against increasing US airstrikes in the region.

    Mordaufruf von Ex-CIA-Vize: Moskau und Teheran drängen Washington zu Antwort

    Der frühere CIA-Vizechef Michael Morell hat durch seinen Aufruf, in Syrien heimlich Russen und Iraner zu töten, die Doppelbödigkeit der US-amerikanischen Politik im Anti-Terror-Kampf bewiesen, wie russische und iranische Parlamentarier nun äußerten.

  162. 162 Tibulski 10. August 2016 um 22:03 Uhr

    Die Jihadisten werfen offenbar aus den angrenzenden Provinzen so einiges an Reserven in die Schlacht um Aleppo um ihre sich abzeichnende endgültige Niederlage im Norden und Westen Syriens doch noch zu verhindern – und sind damit offenbar durchaus erfolgreich. Es scheint, dass die syrische Armee und ihre Verbündeten am Boden (incl. Hezbollah) personell so ziemlich am Ende sind. In den letzten Tagen sollen 2000 schiitische Milizionäre aus dem Irak in Aleppo eingetroffen sein.

    Es wäre keine Überraschung, wenn in den nächsten Tagen auch der Iran massiv in diese „Mutter aller syrischen Schlachten“ eingreifen würde.

  163. 163 Nestor 10. August 2016 um 23:17 Uhr

    Es wundert mich, daß die Jihadisten noch solche Reserven haben. Da muß auch etwas aufgefüllt worden sein über die letzten Monate, von wo?

  164. 164 Tibulski 11. August 2016 um 1:36 Uhr

    Ich geh davon aus, dass zumindest bisher tatsächlich keine Rede davon sein kann, dass die türkische Grenze auch nur einigermaßen dicht gemacht wurde. Der schon mal verlinkte Artkel ist diesbezüglich ja sehr unmissverständlich:

    Aleppo: Lastwagen voller Waffen für die syrische al-Qaida-Allianz

    Kein Ende der Kämpfe in Sicht. Die Anti-Assad-Koalition versorgt die Dschihadisten

    „Beim zweiten heutigen Treffen, zwischen dem russischen Präsidenten Putin und seinem türkischen Amtskollegen Erdogan liegen die Dinge ein bisschen anders. Die türkische Regierung hat größeren Einfluss auf die Miliz Ahrar al-Sham, die das Verbindungsglied zwischen den beiden genannten Allianzen (Jaish-al Fatah und Halab al-Fatah) ist.

    Sollten die beiden Staatsführer eine Abstimmung ihrer Syrienpolitik beraten, was nicht feststeht, worüber aber spekuliert wird, so dürfte das Thema Ahrar al-Sham ein wichtiges Thema sein.

    „Sie bekommen mehr ausländische Hilfe, als es scheint“

    Wie die Financial Times ◥berichtet, ist die Türkei nach wie vor entscheidend für die Versorgung. Gestützt auf Aussagen von „Aktivisten und Rebellen“, die ebenso ungenannt bleiben wie der westliche Diplomat, der ebenfalls interessante Aussagen beisteuert, legt die Finanzzeitung offen, dass die Milizen in Aleppo „mehr ausländische Hilfe bekommen, als es scheint“. Vor und während der Kämpfe sei dies geschehen.

    Berichtet wird von zig Lastwagen, die aus der Türkei kommen, und Waffen, Geld und anderen Nachschub in erheblichen Mengen bringen. Die Versorgung bedeutet, wenn man sich die ◥Zusammensetzung der bewaffneten Milizen in Aleppo genau anschaut, eine direkte Hilfe von al-Qaida. Vor einiger Zeit wäre das noch Irrsinn genannt worden. Selbst ausgesprochene Anhänger der Gegner Assads ◥räumen ein, dass es die al-Nusra-Front geschafft hat, die Milizen unter ihrer Führung zu vereinen.

    Die Lastwagen aus der Türkei würden seit Wochen Nachschub bringen, so die FT, die Offensive der Dschihad-Milizen, die seit Wochen geplant war, wurde damit willentlich unterstützt. Der Nachschub bestehe nicht aus bloßen Gewehren und Munition, sondern aus großkalibrigen Geschützen, „Artillerie“, wie ein „Aktivist/Rebell“ der Zeitung gegenüber aussagt. Der ungenannte westliche Diplomat gibt dazu das politische und strategische Kalkül wieder.

    Die Amerikaner wüssten seiner Aussage zufolge selbstverständlich, was hier am Laufen war. Sie würden die Beteiligung der al-Nusra-Front aber ignorieren, um Druck auf Russland und Iran auszuüben.

    Saudi-Arabien, Katar und die Türkei

    Ob die CIA bei der Nachschubversorgung möglicherweise eine aktive Rolle gespielt hat, das wird im Bericht nicht angedeutet. Dort wird lediglich wiedergegeben, die Gesprächspartner seien davon überzeugt, dass die Lieferungen von regionalen Unterstützern, darunter Saudi-Arabien und Katar käme und über die Türkei nach Syrien geschickt werde. Saudi-Arabien hatte eine derartige Hilfe offen angekündigt. Katar ist zurückhaltender.

    Die USA würden wegschauen, behaupten die Aktivisten/Rebellen gleichermaßen wie der westliche Diplomat. Ihnen dürfte sehr wohl bewusst sein, dass die Macht und die Kontrolle der Milizen bei der Nusra-Front und Ahrar al-Sham liegen. Sie hätten die größte militärische Durchschlagskraft, die sogenannten „moderaten Gruppen“ seien wie Lehrlinge, die sich von ihnen militärisch ausbilden lassen und sich ihnen unterordnen (im Übrigen auch ideologisch).

    Dass sich die von Dschihadisten dominierten Milizen über ausreichend Unterstützung freuen, wird auch an anderer Stelle berichtet. Auch dabei wird der Türkei eine große Rolle zugewiesen. So würden Ahrar al-Sham-Mitglieder auf Twitter von einer geradezu überbordenden Hilfe aus der Türkei für die Schlacht um Aleppo ◥Auskunft geben.“

    Die Schlacht um Aleppo wurde also offenkundig schon seit längerem vorbereitet und koordiniert und zwar von den o.a. üblichen Verdächtigen:

    The Battle for Aleppo: Syria Analyst on the Fight for the Middle East

    „According to Almassian, the current fight for Aleppo is not only part of the fight against Daesh, but is also a continuation of a years-long struggle by regional powers seeking to impose their influence over a strategically important city. Almassian pointed out that Aleppo has been a „gate“ to the Ottoman Empire, to which Turkey is today’s inheritor, to impose its influence over the Middle East.

    Another major power seeking to impose control over the city, according to Almassian, is Saudi Arabia. The Saudis act through a cleric named Abdullah Muhaisini, who recently addressed insurgents, promising 72 virgins in the afterlife if they die in the service of the battle for Aleppo.

    According to Almassian, the Saudis called for militants located in other parts of Syria, primary in Idlib (png) , to join the fight and break the siege imposed by Syrian government forces.

    „If we check the names of the dead militants we will realize that more than half of [them] are coming from Idlib and not from Aleppo. There are many multinational fighters… coming from other countries,“ he said.

    A 1.5 kilometer gap in the siege that the militants opened was swiftly closed by a joint operation of Syrian forces, Hezbollah and Russian Air Force support. This is a strategic victory, Almassian says, as the militants had to pay a great price, with over 2,000 dead, to open this gap, which is the only possible way to deliver supplies and ammunition to the besieged extremists inside the city.

    However there has been a change of rhetoric coming from Turkey recently. The new Prime Minister, Binali Yildirim, said that Turkey needs to revive its relations with its neighbors, as former Prime Minister Ahmet Davutoglu’s policy of „zero problems with the neighbors“ turned out, by Yildirim’s definition, to be „zero relationships with the neighbors.“ (…)

    Almassian notes that current predictions regarding Turkey’s possible shifts in foreign policy are speculation. It is important to check how changes in Turkish rhetoric, following a meeting between Russian President Vladimir Putin and Turkish President Recep Tayyip Erdogan, will work out on the battlefield, as there are some 8,000 militants whose presence would not be possible without Turkish assistance, Almassian says.

    „If the Syrian government succeeds in retaking Aleppo again, then [Erdogan’s] neo-Ottoman dreams will fade away,“ Almassian said, noting that Russian support to Kurdish forces, which has led to Kurdish military and political rise, has effectively created a common ground between Turkey and Syria. The possibility of independence for Kurds can soften tensions between Ankara and Damascus.

    Qatar, another power involved in the fight, is, according to Almassian, the main supporter of the so-called Al-Nusra Front terrorist group, which recently underwent a „rebranding“ following pressure from both Doha and Washington, as the two desperately seek an alliance with a „moderate opposition“ in Syria. (…)

    The US still fails to find a consensus with Russia over the fate of the Syrian government, which means that war will likely continue after the US presidential elections in November.

    If Hillary Clinton becomes president, Almassian believes the war will significantly intensify, as a Clinton-led US will increase support to Qatar and Saudi Arabia. If Donald Trump comes to power, there is a possibility that he will cooperate with other actors on an international level, despite his controversial internal policy rhetoric.

    Asked to provide the prognosis for a possible military solution of the five-year Syrian civil war, Almassian said that there are currently over 100,000 anti-government militants. Thus, even if interested parties cut all their support to the militant groups, it will take a couple of years to dismember their organization through the use of military force.“

    Im Hinblick auf diese doch eher unerfreuliche Perspektive eine bemerkenswerte Ankündigung:

    Russia Could Turn Hmeymim Base in Syria Into Fully-Operational Facility

    The first deputy chairman of the Defense and Security Committee of the Federation Council (the upper house of Russia’s parliament), said that Russia plans to turn the Hmeymim base in Syria into a fully operational base.

    „After an agreement on its legal status, Hmeymim will become a base of Russian armed forces, all the appropriate infrastructure will be built there and our servicemen will live in decent conditions,“ Klintsevich said in an interview with the Russian Izvestia newspaper.

    According to the defense official, a permanent contingent of Russian Aerospace Forces (VKS) could be based at the Hmeymim airbase, located in the northwestern Syrian Latakia province.

    „The VKS unit could be increased in accordance with bilateral agreements, but so far, from the perspective of tasks at hand, the forces currently deployed there [at Hmeymim] are enough,“ Klintsevich said.

    He stressed that nuclear weapons and heavy bombers will not be permanently deployed at the Hmeymim base in Syria as it is against international agreements.“

    Noch einmal: „He stressed that nuclear weapons and heavy bombers will not be permanently deployed at the Hmeymim base in Syria“ (!)

    Falls das kein Übermittlungsfehler von Sputnik sein sollte, dann ist das eine Ansage, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt!

  165. 165 Nestor 11. August 2016 um 10:38 Uhr

    Ich meinte die personellen Reserven, nicht das Kriegsmaterial. Entweder der IS und Al Nusra rekrutieren munter und erfolgreich weiter, oder aber er wird mit Söldnern aus befreundeten Staaten unterstützt, oder eine Kombination von beidem.

    Zur Türkei fällt mir nur ein, daß sie seit der Irak-Invasion 2003 Turkomanen aus dem Irak als Flüchtlinge aufgenommen und mit speziellen Pässen in Nordzypern angesiedelt hat. In welchen Dimensionen sich das bewegt hat, weiß ich nicht, da das über persönliche Kontakte zu mir vorgedrungen ist, in den Medien war davon nie etwas.
    Aber denkbar wäre auch eine Luftbrücke aus dem Jemen, von den dortigen Al Kaida-Zellen, via Saudi-Arabien …

  166. 166 Tibulski 11. August 2016 um 12:17 Uhr

    In Sachen Nachschub an Kanonenfutter gibt’s m.W. gegenläufige Tendenzen beim IS und Ex-Nusra. Dem ersteren fällt es wohl zunehmend schwer, ausreichend Menschenmaterial nach Syrien und Irak zu locken, so dass in ihrer Propaganda mittlerweile sogar von einer möglichen Aufgabe bisher kontrollierten Territoriums die Rede ist und eher nach Libyen und Afghanistan mobilisiert wird. In das Aleppo-Gemetzel haben sie m.W. bisher auch nicht entscheidend eingegriffen, sondern warten bei Palmyra die weitere Entwicklung ab.

    Ex-Nusra dagegen hat ja bereits vor dem Namenswechsel die Gründung eines eigenen Kalifats in der seit Jahren von ihnen kontrollierten Provinz Idlib angekündigt und zu diesem Zweck eine Einladung an Jihadisten aus aller Welt ausgesprochen und in Syrien selbst zu einem Bündnis aller Fraktionen im Kampf gegen Assad aufgerufen. Das hat wohl ganz gut funktioniert. Keine Ahnung, wie die jetzt genau ins Land gekommen sind. Ein sehr großer Anteil derjenigen, die schon bisher beteiligt waren und auch jetzt als Nachschub herangeführt werden kommen offenbar aus Idlib, Hama und Homs. Das wird ja von dem syrischen Analysten erwähnt und liegt auch nahe, wenn man sich die verlinkte Karte anschaut. Idlib grenzt westlich und südlich unmittelbar an Aleppo und ist immer noch komplett unter ihrer Kontrolle – deshalb die Idee mit dem zweiten Kalifat.

    _________________

    SPON hat übrigens auch erkannt, dass die Entscheidung naht und deshalb wieder richtig aufgedreht:

    Die Welt und der Syrien-Krieg: Rote Linien, verpasste Chancen, verlorenes Land

    Erst waren es Schüsse auf Demonstranten, dann Bomben auf Krankenhäuser, später Giftgasangriffe auf Zivilisten: Nach jedem Verbrechen hat die Welt Baschar al-Assad davonkommen lassen. Mit den Konsequenzen müssen die Syrer leben.

    Strategie gegen den Bürgerkrieg: „Obamas Nachfolger werden entschiedener in Syrien intervenieren“

    Wie kann der grausame Krieg in Syrien beendet werden? US-Sicherheitsexperte Anthony Cordesman wagt einen Ausblick – und formuliert einen Wunsch an Deutschland.

    Die einstige Rebellenhochburg Homs: „Kaum einer ist noch am Leben“

    Homs war die Hochburg der syrischen Rebellen. Doch die Bomben des Assad-Regimes haben die Stadt ausradiert. SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter berichtet über eine Reise in das damalige Zentrum des Widerstands.

    Turkey, Russia favor speedy settlement in Aleppo — ambassador

    Russia and Turkey agree to intensify contacts on Syria within days

    Russian diplomat calls for practical steps to isolate IS from moderate opposition in Syria

    The diplomat notes the US has a different approach and a different sequence of priorities

  167. 167 Nestor 11. August 2016 um 13:14 Uhr

    Das wirft die Frage auf, wie es mit der Rivalität zwischen Al-Kaida und IS steht, und inwiefern Ex-Al-Nusra überhaupt noch mit Al-Kaida verbunden ist.
    Weil das könnte ein Deal zwischen den Assad-Gegnern sein, die endgültig als „moderat“ einzustufen und als künftige Führungsmannschaft für Syrien aufbauen zu wollen.
    Es ist auch wahrscheinlich, daß jetzt Leute vom IS abhauen und sich der Ex-Al-Nusra (wieder) anschließen, weil da vergleichsweise sichere Verhältnisse winken und der IS bei seinen bisherigen Paten durchgefallen ist.

  168. 168 Tibulski 11. August 2016 um 15:19 Uhr

    Klar, der Grund dieser Umbenennnung von Al-Nusra-Front in Jabhat Fatah Al-Sham (JFS) wird natürlich gewesen sein, aus der Ecke der „bösen Terroristen“ raus zu kommen und künftig zu den „moderaten Rebellen“ gezählt zu werden und damit (buchstäblich) aus der Schusslinie zu kommen. Das hat aber bisher überhaupt nicht geklappt. Selbst von Ami-Seite wurde am nächsten Tag klar gestellt, dass es sich selbstverständlich um ein bloßes „Rebranding“ handelt und sich deshalb – zumindest offiziell! – am Umgang mit ihnen nichts ändert. Was das praktisch (genau wie vorher auch schon) bedeutet, ist natürlich eine ganz andere Frage. Über mangelnden Nachschub an Mensch und Material können die sich ja offenkundig nicht beschweren.

    Die Führung in allen Anti-Assad-Allianzen, egal wie sie heißen und von wem sie gesponsert werden, haben JFS m.W. faktisch auch bisher schon. Dass sie es tatsächlich geschafft haben die sich abzeichnende militärische Niederlage in der strategisch entscheidenden Region Aleppo zumindest vorläufig zu verhindern, dürfte ihrer Anziehungskraft noch einmal mächtig Auftrieb geben – gerade auch vor dem Hintergrund, dass der IS seine Zukunft wohl bereits hinter sich hat.

    ___________

    Mit Hilfe russischer Luftwaffe – syrische Armee weiter auf dem Vormarsch in Aleppo

    Die syrische Armee setzt mit Unterstützung der russischen Luftwaffe die Offensive im Südwesten der Stadt Aleppo fort, berichtete der russische Generalstab am Donnerstag. Es werden Stellungen der Extremisten, ihre Panzertechnik sowie Waffen- und Munitionskolonnen angegriffen.

    Russland und Türkei bilden Syrien-Kommission

    Einen Tag nach dem russisch-türkischen Spitzentreffen der Präsidenten Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdoğan in St. Petersburg haben Moskau und Ankara eine gemeinsame Kommission gebildet, die Wege zur Beilegung der Syrien-Krise suchen soll.

    Generalstäbe Russlands und der Türkei richten „Heißen Draht“ ein

    Die Generalstäbe von Russland und der Türkei haben nach Angaben Ankaras einen eigenen „Heißen Draht“ eingerichtet, um Zwischenfälle im Luftraum zu verhindern.

    Türkei erwägt gemeinsamen Anti-IS-Einsatz mit Russland

    Die Türkei will laut Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu gemeinsam mit Russland gegen die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) vorgehen.

    Türkei will Beteiligung von Assad-Regierung an Syrien-Friedensgesprächen

    Die Türkei will, dass die geltende Staatsleitung Syriens mit Präsident Bashar Assad an der Spitze an der Krisenregelung in der Region teilnimmt.

    Turkey Participates in Operations Against Daesh Using Aircraft

    Ankara will actively participate in the fight against Daesh and use military aircraft for these purposes, Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu said Thursday.

    Trotz Annäherung: Keine Einigkeit in Kurden-Frage zwischen Moskau und Ankara

    Russlands Präsident Wladimir Putin und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan haben bei ihrem Treffen am 9. August die Kurden-Frage besprochen, obwohl weiter Meinungsverschiedenheiten bestehen. Dies erklärte der türkische Botschafter in Moskau, Ümit Yardım.

  169. 169 Tibulski 11. August 2016 um 22:40 Uhr

    Aleppo: Die Inszenierung von al-Qaida

    Die UN bemüht sich um zwei Tage Waffenruhe pro Woche. Der Vorschlag hat derzeit wenig Aussichten. Al-Qaida profitiert von der Darstellung des Konflikts

    „Ein Ende der Kämpfe ist nicht abzusehen

    Die Situation ist verfahren. Es ist unklar, wer eine Waffenruhe durchsetzen kann bzw. überhaupt dazu gewillt ist. Das hängt immer auch davon ab, wer gerade, wichtige Zufahrtswege kontrolliert. Wie der schwedische Journalist Aron Lund in einem Lageüberblick zu Aleppo von Montag ◥schildert, kann sich die Situation binnen kurzer Zeit so verändern, dass einmal die Milizen-Gegner der syrischen Armee und ein anderes Mal die syrische Armee die Kontrolle über wichtige Versorgungswege hat.

    Seinem Bild nach sind beide Kriegsparteien dazu imstande, erhebliche Teile der Stadt von der Versorgung abzuschneiden. Die syrischen Truppen und ihre Verbündeten können die Versorgung der östlichen Viertel der Stadt abschneiden. Ihre Gegner, die aufständischen Milizen des syrischen Dschihad, bedrohen Versorgungslinien der von der syrischen Armee verteidigten Stadtteile im Westen. Die Milizen haben in den letzten Tagen auch schon dazu nötige Positionen erobert. Das betrifft dann die Versorgung wesentlich größerer Teile der Bevölkerung.

    Eine sich festsetzende eindeutige militärische Übermacht lasse sich zurzeit nicht feststellen, so Lund. Seiner Auffassung nach sehe es ganz danach auch, als ob das militärische Patt, mit täglich wechselnden militärischen Vorteilen, noch länger anhalten werde.

    Die Aleppo-Allianzen

    Indessen setzt sich in der Berichterstattung deutscher Medien das Bild fest, dass der für die Bevölkerung katastrophale Krieg um die Vorherrschaft in Aleppo vor allem vom Verhalten der syrischen Regierung und ihrer russischen Verbündeten abhänge. Sie werden, beinahe ohne Einschränkung, als Aggressoren dargestellt, die diese Situation herbeigeführt haben.

    Von russischer Seite wird dagegen vorgebracht, dass die militärischen Aktionen eine Antwort auf den Anstieg „terroristischer Aktivitäten“ sind, wie aus einem ◥Entwurf zu einem UN-Sicherheitsratsbericht zu Aleppo deutlich hervorgeht.

    Der ◥britische Entwurf, der auf Waffenruhe und sofortigen Zugang für humanitäre Hilfe drängt, streift diesen Punkt nur am Ende des Textes. Dort heißt es, dass Milizen des ISIL oder der Al-Nusra-Front sowie Verbündete der al-Qaida oder des ISIL sowie andere terroristische Gruppen, die von Sicherheitsrat als solche bezeichnet werden, von der Waffenruhe ausgenommen sind.

    Streng genommen sind das alle Gruppen, die mit Jaish al-Fatah oder mit Haleb al-Fatah in Verbindung stehen, das sind die beiden großen Miliz-Allianzen, welche die Gegner der syrischen Armee stellen. Wer von den gegnerischen Milizen nicht in der einen oder anderen Weise mit den beiden Koalitionen verbunden ist, ist ein großes Rätsel.

    Wie es derzeit aussieht, sind unabhängige oppositionelle Gruppen ein Ding der Unmöglichkeit, denn die al-Qaida-Dschihadisten haben das Kommando über die Militäraktion der „Aufständischen“ in Aleppo. Freie Gruppen, die nichts mit dem syrischen Dschihad am Hut haben, haben in Aleppo keine Überlebenschancen außerhalb dieser beiden Allianzen.

    So laufen denn auch russische Appelle an „moderate Gruppen“, sich von al-Nusra deutlich abzusondern, regelmäßig ins Leere. Auch dem aktuellen ◥Aufruf dürfte keine Reaktion folgen.

    Der Plan der al-Qaida

    Was im Bild der Geschehnisse in Aleppo in vielen deutsch-sprachigen Medienberichten kaum beleuchtet wird, ist die Dimension und die Absicht der meist noch immer Rebellen genannten Milizen in Aleppo. Es handelt sich um eine Offensive mit dem militärischen Ziel der Eroberung Aleppos und dem politischen Ziel zu zeigen, dass die zukünftige Gestaltung Syriens mit Assad unmöglich ist. Die in Saudi-Arabien zusammengestellte Oppositionsvertretung ist ja aus den Genfer Gesprächen ausgestiegen, weil sie nur weiter verhandeln will, wenn Assad nicht mehr Teil einer künftigen politischen Konzeption Syriens ist.

    Die Darstellung Assad und Russland als Angreifer und die gegnerischen Milizen als einzig verbliebene Retter der angegriffenen Bevölkerung im Osten Aleppos, wie dies in der breiten Berichterstattung vermittelt wird, blendet das aktive Moment der Assad-Gegner aus, ihre Absichten: Die Offensive auf Aleppo war schon länger geplant und sie steht unter der Fahne des „syrischen Dschihad“.

    Es ist, um es auf einen kurzen Nenner zu bringen, ein Kampf der al-Qaida darum, sich in Syrien eine feste Basis zu verschaffen. Daher das sofortige Einverständnis der al-Qaida-Führung zur Erklärung des Nusra-Führers al-Julani, der sich mehr Eigenständigkeit verschaffte für ein gemeinsames Ziel. Durch die offizielle Loslösung vom Treueeid an al-Qaida und der Umbenennung war der Weg frei, für die Bildung einer breiten Milizenkoalition unter dem Banner des „syrischen Dschihad“. Es ist ein ◥Legitimierungsprozess zugunsten al-Qaidas.

    Dass nun bekannte al-Qaida-Prediger wie Abdallah al-Muhaysini (vgl. ◢Aleppo: Der parfümierte Tod sich in ◥Videoclips auf den Straßen Aleppos feiern lassen, küssen, umarmen und beknien, ist nur ein illustres Fragment des Bildes, dessen Rahmen al-Qaida vorgibt.

    In diesen Rahmen fügt sich auch die andere große Gruppe, Ahrar al-Sham. Deren ◥Verlautbarungen betonen, dass ihre politische Lösung für Syrien völlig anders aussehen wird als unter Bashar al-Assad: Der Gruppe, die von Saudi-Arabien, der Türkei, Katar direkt unterstützt wird – und zumindest mittelbar von den USA – schwebt ein islamischer Staat vor. Dafür gibt es momentan reichlich Waffen von den Unterstützerstaaten.“

    Umkämpftes Aleppo

    Der Westen liefert Waffen und steuert die Aufständischen. Auch NATO-Spezialeinheiten sollen in Syrien operieren

    Die kurdische Karte

    Strategischer Erfolg von kurdisch-arabischer Allianz in Nordsyrien

    „Nach der Befreiung von Manbidsch, »könnten die YPG-Kräfte mit russischer Luftsicherung und russischen Waffen weiter westwärts vorrücken«, heißt es in einer aktuellen Studie des US-Thinktanks »The Washington Institute for Near East Policy«, der vor unterschiedlichen Interessen der YPG und der auf eine Offensive gegen Rakka drängenden USA warnt. Die YPG »signalisierte durch ihre Aktionen eindeutig ihre Präferenz« und verfolge eine »Gesamtstrategie der Zusammenarbeit mit Russland, um die kurdischen Enklaven Afrin und Kobani zu verbinden«, heißt es in der Studie. Die »Assad-Putin-Allianz« werde den Kurden dabei zur Seite stehen, um den »Rebellenkessel« – gemeint sind die von der Türkei unterstützen dschihadistischen Kampfverbände – in der Stadt Azaz zu zerschlagen.

    Vertreter der Kurden in Syrien reagieren derweil gelassen auf die Aussöhnung zwischen Russland und der Türkei. Am Dienstag waren die Präsidenten beider Länder, Wladimir Putin und Recep Tayyip Erdogan, erstmals seit dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeuges durch die türkische Luftwaffe im November vergangenen Jahres in Sankt Petersburg zusammengekommen. Die russische Tageszeitung Vedomosti meldete zwar am Mittwoch, der Syrien-Konflikt habe zu den wichtigsten Themen des Gipfeltreffens, an dem auch der türkische Geheimdienstchef Hakan Fidan und der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow teilnahmen, gehört. Dagegen erklärte Erdogan auf Nachfrage von Journalisten, die Syri en betreffenden Fragen würden erst in einem späteren Gespräch erörtert werden. Dass es keine öffentliche Erklärung zu Syrien gab, sieht die Beraterin des Direktors des Russischen Instituts für strategische Forschungen, Jelena Suponina, im Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur Sputnik als Beleg dafür an, dass die Kontroversen darüber fortbestehen.

    So unterstützt die Türkei weiterhin die bei Aleppo kämpfenden dschihadistischen Verbände. Umgekehrt wirft Ankara Russland die Unterstützung der syrischen Kurden vor. So hatte die im Norden Syriens ausgerufene Autonomieregion »Rojava« im Februar dieses Jahres auf Einladung der russischen Regierung ein Verbindungsbüro in Moskau eröffnet. »Erdogan hätte gern, dass diese Beziehungen beendet oder zumindest minimiert werden. Diesen Trumpf sollte die russische Seite nutzen«, sagte der Vorsitzende des Russischen Rates für internationale Beziehungen, Andrej Kortunow. Mit dem Spielen der kurdischen Karte könne Erdogan zu einem Kompromiss in der nächsten Runde der Genfer Friedensgespräche bewegt werden. Ankara werde nun die Notwendigkeit verstehen, die Kurden in den Prozess der Versöhnung in Syrien einzubinden, zeigte sich Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin gegenüber Sputnik am Dienstag zuversichtlich. Bislang scheiterte deren Teilnahme an den Genfer Gesprächen am Veto aus Ankara.

    »Unsere Beziehungen zu Russland sind gut. Russland ist unser Freund«, hatte der Kovorsitzende der in »Rojava« führenden kurdischen Partei der Demokratischen Union PYD, Salih Muslim, noch vor dem russisch-türkischen Gipfel am Montag gegenüber Sputnik bekräftigt. Moskau sei im Syrien-Konflikt eine »wirksame und gute Kraft« und müsse sich nun für neue Verhandlungen in Genf einsetzen. Dabei betonte Muslim, dass sich die syrischen Kurden weiterhin auf ihre eigene Stärke stützten. »Wir haben unser Projekt, das Projekt des Föderalismus. Dieses Projekt treiben wir jeden Tag weiter voran.«

    Gemeinsam in den Kampf

    Die türkische Regierung will »IS« wieder bombardieren. Razzien gegen HDP

    Früherer CIA-Chef will Assad Angst einjagen

    Michael Morell bewirbt sich für einen Job in einer Clinton-Regierung, die willens ist, militärische Macht einzusetzen

    Russia is the ‚Only Adult in the Room‘ When it Comes to Syria

    Radio Sputnik discussed Michael Morell’s recent statements with retired CIA intelligence officer and State Department official Larry Johnson.

    „Grausame Rache Putins“: „Welt“ und „Zeit“ im Propagandarausch

    Ausgerechnet die sogenannte Qualitätspresse, die sich stets lauthals für unabhängige und objektive Berichterstattung einsetzt, hat an einem Tag gleich in zwei Artikeln durch Unterstellung, Fehlinterpretation, Verleumdung und falsche Übersetzungen Russland dämonisiert. Eine Spurensuche per Screenshots.

  170. 170 Nestor 12. August 2016 um 13:27 Uhr

    Man fragt sich, worin besteht die Kurden-Frage zwischen der Türkei und Rußland?

    Erstens sind die Kurden die Verbündeten der syrischen Regierung – sie wollen nicht, daß Assad gestürzt wird.
    Zweitens sind die Russen Verbündete der syrischen Regierung.
    Die Türkei kann doch nicht ernstlich erwarten, daß sich Russland gegen die Kurden wenden wird.
    Also geht es um eine Art Poker, die türkische Unterstützung der Jihadisten in Idlib und Aleppo als einen legitimen Akt der Selbstverteidigung darzustellen.

    Einmal sehen, was der russischen Regierung dazu einfällt.

  171. 171 Tibulski 12. August 2016 um 15:14 Uhr

    ALEPPO UPDATE: SAA regains control – prepares for Final Battle


    But as of now, the Al-Nusra, FSA, et al, and their western and backers are clearly aware of the significant set backs since the 6th, and they are panicking.

    This is evident because of the change in the nature of their own reporting on social media. There is now no more talk of a ‚victory‘ at Aleppo. Now, the stories have returned to the ‚human tragedy‘, and calls for western intervention for ‚relief‘.

    Reuters is performing their roll, providing information war cover for the ‚rebel‘ fighters. In this piece, titled, U.N. urges Aleppo ceasefire to repair water system, stem outbreaks, it is clear what is occurring.

    Indeed, such ‚assistance‘ is only possible through the institutions of the UN under Ban Ki Moon, which would only be authorizing movement of medical supplies for fighters and tools and parts for repairing equipment for artillery (etc.) under the guise of infrastructural (electrical, plumbing, etc.) parts.

    That the western backed forces are calling for a ceasefire, with which they may regroup, rearm, and resupply, is very indicative that in this theatre, their awareness of their dire situation is acute.

    Reuters is going into overdrive, reporting on the humanitarian situation, headlining that the „Intensifying fight for Aleppo chokes civilian population“ (…)

    The strategy of the SAA now will be to melt the main power resources of the ‚rebels‘ in one or several large battles. If al-Nusra and FSA, now fully besieged once again in Aleppo, are unable to access resupply of necessaries, they may have no choice but to surrender in some way, or make a final suicide push in desperation.

    The only mitigating factor upon this may be larger geopolitical developments, which make it broadly opportune to engage in another ceasefire. There are a limited number of scenarios in which this would be advantageous, and whether that scenario will actually arise is difficult to project at this time. This may include something involving the increasingly tense situation in Ukraine, in the aftermath of the foiled assault on Crimea and Putin’s decisive ultimatum.

    What is important about the losses of the takfiris over the last week is that disproportionate number of these were from their special forces, about 3000 rendered inoperative as a result of the assault. They are from Saudi Arabia, Qatar, and Turkmen Battalion, all western trained.

    That this vanguard was thrown in first is evident now for a number of reasons, including that they were reinforced with the best armor at the same time. When the takfiris threw their best armor at the SAA and allies, it was also clear that the infantry was special forces.

    Their plan was for their job to do the big pushing, and then go into a reserve roll as to to not sustain loses from air power. This did not go as well as they had hoped.

    At this time the SAA has not started the final counter offensive, and are instead strangling the takfiris and melting them with fire power.

    Meanwhile, SAA reserves are coming including part of 15th Special Forces Division, several battalions, battalion of Hezbollah, and some Shia militias numbering several hundreds each, and some large army units, in particular an additional armored division. (…)

    The SAA continues to hold pressure on the south and there are seemingly two options.

    The first is to hold them in a pocket and melt their resources, and bomb their over stretched columns from Turkey and Idlib, witch the Syrian and Russian army do very well.

    The second option is to counter attack them immediately. For reasons discussed above, at this time, and based on movements observed now, including the ‚cries‘ for help communicated through Reuters, it seems the army will go for the first option.

    The FSA and al-Nusra are now in a strategic corner with no other exit.

    They are leaving other fronts like Lattakia, where they have also sustained big defeats, to go to this battle which they cannot win, because they have sustained larger losses than the SAA several times over. They cannot win it, and at the same time cannot afford to lose it.

    Still, there remains heavy fighting in the countryside of Lattakia.

    It would appear that presently, the takfiris are only buying time and attempting to extend their legitimacy. Any counter offensive they could launch at this time would be would a real perspective of actual victory.

    What happens with Turkey will also figure in greatly. One of the contingent factors is whether or when Turkey will close border. One credible theory is that Erdogan gave them passage for this battle because he knows when they lose Aleppo he will be able to wash his hands of them. He cannot disentangle so quickly, and while he has extricated Gulen members from the military and positions in the judiciary and educational system, there is the matter of the Muslim Brotherhood. He relies on the Muslim Brotherhood, but at the same time they have become both a pillar of support and a liability which operates as a domestic factor, beyond just NATO or the US, which forces him to continue to support ISIS and other formations in the Syrian conflict. This may be reminiscent of Poroshenko sending in vanguard units of Azov and Pravy Sektor groups in order to face certain demise, which relived him of certain political and even security pressure at home, once they were liquidated at the hands of the Donbass militias.

    Iraq and its border will also figure in. The US has started deliver F-16’s again to Iraq, they can extract additional resources from Iraq before Mosul falls, but the Iraqi government is now under good advisement and plays it smart, they see it as buying their independence.

    This, closing the border with Iraq and Turkey are two of the most important factors which remain. The southern front from Jordan is almost totally pacified.

    The outcomes of Eastern Ghouta and Lattakia will figure prominently, but the Syrian government has been carefully transferring the population from Ghouta as to make a more decisive attack possible, that makes use of air superiority.

    The Syrian army was wise to withdraw from operations near Raqa because now it remains simply a fight to the death between the Kurdish YPG and ISIS.“

    Aleppo: The Battle Which Seals the Fate and Fortunes of Syria

    Ahead of the next round of Syrian peace talks in Geneva, the battle being fought for Aleppo by the Syrian government forces and its allies against the rebels is taking on a strategic dimension that will determine the military and political course of the country’s political crisis.

    „However, last week rebel forces conducted a successful counteroffensive: they reportedly pierced the blockade of the government forces by seizing the Ramousseh complex of military bases and surrounding areas in the city’s southwest.

    And ahead of the fourth round of peace talks which are due to be held at the end of August in Geneva, the battle for the city becomes not merely a battle on the sidelines, but a strategic battle in every sense of the term due to the city’s location and its geographic and economic significance.

    Meanwhile the jihadists constituting the US-backed “moderate rebels” complain that “the US and other Western supporters have failed to offer them enough support to turn the tide of the war,” according to Time magazine.

    “The United States did nothing to help break that siege, at least nothing that anyone could point to,” it quotes Robert S. Ford, the former US ambassador to Syria and a senior fellow at the Middle East institute in Washington as lamenting.

    On July 28, after a month of negotiations and immense pressure from Qatari and Turkish representatives, the notorious Al-Qaeda affiliate Al-Nusra Front announced a break with Al-Qaeda and its rebranding into Jabhat Fateh Ash Sham, or JFS.

    Reports suggest that almost immediately, reinforcements for the re-named militant organization began to flow over the border between Turkey and Syria.

    At least 100 new combatants arrived every day, together with numerous convoys carrying arms, ammunition and supplies.

    Several dozen additional convoys were meanwhile reaching Syrian insurgent units including Ahrar Ash Sham, Harakat Noureddin Az Zenghi, Faylaq Ash Sham, Ajnad Ash Sham and the Central Division of the Free Syrian Army –  all of which came under the control of the Jaysh Al Fateh, or JAF.

    According to the prognosis of Lenta.ru, the outcome of the battle for the strategic city depends not only on the military activities of both sides but on Syria’s neighbor Turkey and its ability to cut the supplies to terrorists through the Syrian-Turkish border.

    “The details of the talks between the presidents have not been disclosed to the media, however it is only too evident that the issue of the Syrian-Turkish border might have topped the agenda,” the outlet says.

    It further predicts that it is highly unlikely that the US and NATO will happily accept the shutdown of the border and the halt of supplies to the “moderate rebels” they support.

    Therefore, the “step up of the military activities” within Turkey itself in case of its attempts to block the border could soon be a reality, according to Lenta.ru.“

    Russian-Turkish Thaw: Ankara Ready to Close Its Border With Syria

    Turkey is already mulling the possibility of closing its border with Syria, amid the ongoing diplomatic fence-mending between Moscow and Ankara, according to the Russian newspaper Izvestia.

    Syrien stellt neuerwachte Freundschaft zwischen Moskau und Ankara auf die Probe

    Moskau und Ankara werden im Kontext des Syrien-Konflikts enger kooperieren, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Russian, Iranian Militaries Closely Cooperating on Syria Settlement – Ambassador

    Russian Ambassador to Iran said that Russian and Iranian militaries are closely cooperating on Syria settlement and Moscow hopes that its joint efforts with Tehran will help stabilize situation in the war-torn country.

    Iran Interested in Acquiring Latest Russian Weapons – Ambassador to Tehran

    Russian Ambassador to Iran stated that Iran shows an interest in acquiring the latest types of Russian weapons.

  172. 172 Tibulski 13. August 2016 um 12:51 Uhr

    Iranian Foreign Minister Offers Trilateral Meeting With Russia, Turkey on Syria

    According to media reports, Iran’s Foreign Minister has offered to organize a trilateral meeting between Iran, Russia and Turkey to discuss the settlement of the Syrian crisis.

    Germany Offers to Organize ‚Air Bridge‘ Aid Delivery to Besieged Syrian Cities

    According to local media, German Foreign Minister proposed to organize an „air bridge“ to deliver humanitarian aid to the Syrian cities of Aleppo and Deir ez-Zor.

    Russia-Turkey Summit’s Message: ‘Europe is No Longer the Center of the World’

    In its analysis of the outcome of the talks between Presidents Putin and Erdogan earlier this week in St. Petersburg, Italian news magazine L’Espresso says the meeting has sent two strong messages, telling Europe “it is no longer the center of the universe”, and demonstrating to the US that Turkey has “other strategic options on the table.”

    Stratfor Says Washington Brought Moscow & Ankara Together On Purpose…

    ‚Shadow CIA‘ think tank Stratfor has come out with a new analysis, this time devoted to the recent meeting between the Turkish and Russian presidents. Occasionally known for publishing great analyses, the intelligence firm really stepped in it this time, claiming that the US consciously decided to ‚allow‘ a rapprochement between Ankara and Moscow.

  173. 173 Tibulski 15. August 2016 um 17:23 Uhr

    Russia, US Close to Uniting Forces Against Militants in Aleppo

    Defense Minister said that Russia and the United States are close to starting joint operations against terrorists in Syria’s Aleppo.

    Schoigu zu Lage in Aleppo: „Wir haben alles geöffnet und sagen: Kommt raus!“

    Bei der humanitären Operation, die Russland in der syrischen Stadt Aleppo durchführt, handelt es sich laut dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu keinesfalls um eine vermeintliche Blockade.

    Syrien: Manbij vom IS befreit

    Die nächste Offensive ist schon geplant

    Turkey Needs Political Will to Lockdown Border With Syria

    It a is top priority for Turkey to close off the remaining 98-kilometer (60-mile) stretch of the Turkish-Syrian border used to resupply terrorists in Syria with militants and arms, however there should be the political will to do it and it is concentrated in the hands of the president, according to Turkish ex-diplomat Aydın Selcen.

    ‚Worst Case Scenario‘ Possible if EU Doesn‘t Lift Visa Regime With Turkey

    A visa-free regime for Turkish citizens wishing to travel to the Schengen zone must be implemented in October or the EU refugee deal will be suspended, Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu has warned.

    That’s Awkward: Why is Washington Cheering al-Qaeda Linked ‚Heroes‘ in Aleppo?

    The Obama administration’s policy in Syria of opposing Assad at all costs has led the United States to make strange bedfellows arming non-Jihadist Salafist groups who are unfortunately led by a cadre of fighters from the former al-Qaeda affiliate al-Nusra Front.

    Russia Helped Prevent a ‚Large-Scale NATO Cruise Missile Strike‘ in Syria

    Russia’s actions regarding the destruction of chemical weapons in Syria allowed to prevent a massive NATO strike, Russian Defense Minister said.

  174. 174 Nestor 16. August 2016 um 14:41 Uhr

    „Can Dündar ist als Chefredakteur der „Cumhuriyet“ zurückgetreten. In der Türkei herrsche „Gesetzlosigkeit“, begründete er die Entscheidung. In einem Interview erhebt schwere Vorwürfe an die Kanzlerin.

    »Merkels Sorge galt allein den Flüchtlingen, nicht uns«“

    Der Titel ist irreführend: Der Typ meint, Merkel wollte die Flüchtlinge loswerden und sich nicht für die Demokratie in der Türkei stark machen.
    Surprise, surprise!
    Es ist aber dennoch interessant, wie sich hier die Welt mit diesem Interview auf die Kanzlerin einschießt.

  175. 175 Tibulski 16. August 2016 um 16:10 Uhr

    Syrien: Söldner verhindern Hilfslieferung für Zivil-Bevölkerung

    Am Montag haben die islamistischen Söldner in Aleppo eine neue Offensive gegen die Russen und Syrer gestartet. Damit konnte die von Russland und Syrien geplante Hilfslieferung von Zivilisten nicht durchgeführt werden.

    Schoigu lüftet Taktik „moderater“ syrischer Selbstmordattentäter

    Der Einsatz von Selbstmordattentätern in Schützenpanzerwagen durch die „moderate“ Opposition in Syrien ist nach Ansicht von Russlands Verteidigungsminister Sergej die schlimmste Art von Anschlägen. „Und Pausen in den Kampfhandlungen haben zur Folge, dass die Zahl der Selbstmordattentäter nur zunimmt“, sagte Schoigu dem TV-Sender Rossija 24.

    US ‚Trying to Discredit Russia’s Efforts in Syria‘ and Ruin Aleppo Operation

    The battle for the city of Aleppo is shaping to become a milestone in the Syrian conflict; its outcome will most likely determine the fate of the country, if not the Middle East, philosopher and anthropologist Vladimir Lepekhin, director of EurAsEc (The Eurasian Economic Community) Institute, wrote for RIA Novosti.

    CIA und Pentagon behindern Obama bei Syrien-Lösung

    Die US-Sicherheitsbehörden sind an einem langfristigen Militärkonflikt im Nahen Osten interessiert, wie die „Iswestija“ am Dienstag schreibt. Und damit störten sie gar ihren eigenen Präsidenten.

    Syrien: Ärzte als Kriegspartei verwertet

    Steinmeier „blitzt ab“ in Russland. Die Empörung über die katastrophale humanitäre Situation in Aleppo richtet sich gegen die russischen Regierung. Dabei wird viel ausgelassen

    Ordnungsmacht im Krisengürtel

    Mit neuen diplomatischen Vorstößen zur Beendigung der Schlacht um Aleppo sucht Außenminister Frank-Walter Steinmeier den deutschen Einfluss im Nahen Osten zu stärken. Seine Bemühungen, Russland zu einer Waffenruhe zu drängen und eine Luftbrücke zur Versorgung eingekesselter Stadtteile zu errichten, erfolgen zu einer Zeit, zu der Berlin offiziell ankündigt, „die globale Ordnung aktiv mitzugestalten“. Sie geben sich humanitär, fordern – in einer Phase des Krieges, in der ein Sieg der Regierungstruppen möglich schien – eine Einstellung der Gewalt; ganz im Gegensatz dazu hatte Berlin in früheren Kriegsphasen, als die Aufständischen sich in der Offensive befanden, den Konflikt etwa mit der Entwicklung großer Aufbaupläne für Syrien nach Assads Sturz befeuert. Während Steinmeier offiziell für Waffenruhe wirbt, weiten enge Verbündete der Bundesrepublik die Aufrüstung jihadistischer Milizen für die gegenwärtige Schlacht um Aleppo aus. Ein Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International lässt die Folgen der Unterstützung für Jihadisten, die enge Verbündete Berlins schon seit Jahren mit stillschweigender Zustimmung der Bundesregierung leisten, deutlich erkennen: In den von ihnen kontrollierten Teilen Syriens sichern die Milizen ihre Herrschaft mit Körperstrafen bis hin zu Amputation und Steinigung, mit willkürlichen Verschleppungen, Folter und Mord.

    Kampf gegen den IS: Ankara sieht kurdischen Militärerfolg mit Sorge

    Kurdische Milizen haben die Stadt Manbidsch von der Terrormiliz IS befreit. Ihrem Traum von einem eigenen Staat mit westlichen Werten sind sie damit näher gekommen. Für die Türkei ist das eine Horrorvorstellung.

    Syrian Kurds Promise to ‚Cut Daesh’s Air Supply‘ After Major Victory

    The Syrian Democratic Forces‘ (SDF) want to completely close Syria’s border with Turkey by pushing Daesh out of key Syrian towns that the radical group has used to ferry fighters and supplies into the embattled country, Abd Salam Muhammad Ali, a representative of the Kurdish Democratic Union Party (PYD) in Russia, told Izvestiya.

    Russian bombers first time use Iranian air base for strikes in Syria

    The bombers dealt the strike on facilities of the Islamic State and Jabhat al-Nusra terrorist groups in Aleppo, Deir ez-Zor and Idlib provinces from the Hamadan air base in Iran

    Iran lets Russia use its infrastructure to fight terrorists in Syria

    Iran’s Supreme National Security Council confirms the two countries cooperate and share facilities in Syria

    Russian Air Forces to ‚Minimize Risks‘ of Syrian Operation by Using Iran Airbase

    Using Iran’s Hamadan airbase will minimize the risks posed to Russian Aerospace Forces carrying out counterterrorism missions in Syria, a member of Russia’s Federation Council Defense and Security Committee said Tuesday.

    Russian Lawmakers Ready to Ratify Air Group Deployment in Iran

    Russian upper house lawmakers are ready to ratify an agreement with Iran to deploy the Russian Aerospace Forces’ grouping at the Hamadan airbase, a Russian senator on the security committee said Tuesday.

    Ausschusschef: Russische Luftwaffe kann im Iran dauerhaft stationiert werden

    Wenn die russische Regierung ein Abkommen mit dem Iran über eine dauerhafte Stationierung russischer Luftstreitkräfte auf dem iranischen Stützpunkt Hamadan vorlegt, wird das Oberhaus dieses sicher ratifizieren, wie der Leiter des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrates, Viktor Oserow, sagte.

    Russisches Manöver im Mittelmeer: „Nervöse Aufregung im Westen“

    Russische Kriegsschiffe üben im Kaspischen und im Mittelmeer. Der Westen reagiert nervös und erwartet womöglich einen erneuten Einsatz russischer Marschflugkörper gegen Ziele in Syrien, wie es in einem Zeitungskommentar der „Nesawissimaja Gaseta“ heißt.

    Russische Marschflugkörper: Neue Durchflugsanfrage bei Iran und Irak – Medien

    Russische Militärs haben im Iran und Irak um Erlaubnis zum Durchflug russischer Raketen im Luftraum der beiden Länder gebeten, wie mehrere russische Medien berichten.

  176. 176 Tibulski 16. August 2016 um 18:16 Uhr

    Russland, der Iran (und China?) scheinen sich dazu entschlossen zu haben, die Entscheidung herbeizuführen und Fakten zu schaffen. Dass dabei die kommende US-Wahl mit der mutmaßlichen POTUS Killary Clinton und deren bereits angekündigte Eskalation des Krieges in Syrien der ausschlagggebende Faktor sind dürfte wohl abgemacht sein:

    Russian Tu-22M3 ‚Backfire‘ long-range bombers strike ISIS from Iran’s Hamadan airfield

    China ‘to provide aid, enhance military training’ in Syria – top army official

    „According to the agency, Guam also met with a Russian general during his visit to the Syrian capital.“

    Russian military options in Syria and the Ukraine (UPDATED)

    Russia just tipped the balance of power in the Mediterranean

    The agreement provides Russia with permanent base rights in Syria capable for the first time of challenging US strategic dominance in the eastern Mediterranean.

    Nachschlag: Zynismus des Westens

  177. 177 Tibulski 16. August 2016 um 21:22 Uhr

    Lawrow und Kerry: Anti-Terror-Einsätze in Syrien koordinieren und Waffenruhe sichern

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat mit seinem US-Amtskollegen John Kerry die Koordinierung der Handlungen im Kampf gegen die Terroristen und zur Sicherung der Waffenruhe in Syrien besprochen. Dies teilte Russlands Außenministerium im Anschluss an das Telefongespräch der Politiker mit.

    Russian Use of Iranian Base ‚Unfortunate, Not Surprising’ – US State Department

    The United States considers Russia’s use of the Hamadan airbase in Iran for launching strikes in Syria unfortunate but not unexpected, US State Department deputy spokesperson Mark Toner said in a press briefing on Tuesday.

    US Ensured Safety of Russian Bombers Flying From Iran to Syria – Pentagon

    US forces ensured the safety of Russian bombers en route to Syria from an Iranian airbase as the aircraft traversed areas controlled by the US-led coalition, Operation Inherent Resolve spokesperson Col. Christopher Garver said during a press briefing on Tuesday.

    Russian Bombers in Iran to Make Fight Against Terrorism ‚More Efficient‘

    The decision on the deployment of Russian bombers to Iran in order to fight terrorist groups in Syria is an important event in terms of improving the security situation in the region, experts argue.

    Why Iran Allowing Russia to Use Airbase Has ‘Great Tactical Importance’

    Iranian experts have called the deployment of Russian Aerospace Forces in Iran’s Hamadan a tactically verified step stressing that this move will make the struggle for the liberation of Syria’s Aleppo more effective.

    Tehran Urges Riyadh to Put Up With Iran’s Growing Influence in Region

    Riyadh should put up with Tehran’s growing role in the region as it is „the result of natural developments“, the Iranian Foreign Ministry said.

    Irak öffnet Luftraum für Russlands Luftwaffe – Premier Abadi

    Die Kampfjets der russischen Luftstreitkräfte werden unter bestimmten Bedingungen durch den irakischen Luftraum fliegen dürfen, teilte der Premierminister des Landes, Haider al-Abadi, mit.

    Why Turkey ‚Could Very Likely Make Concessions to Russia, Iran on Syria‘

    Forced by geopolitical circumstances Turkey is very likely to make concessions to Iran and Russia on Syria; at the same time, Ankara has seemingly softened its stance toward the Baathist Syrian government led by Bashar al-Assad.

    Türkische Incirlik-Basis für Sieg über Terror in Syrien förderlich – Parlamentarier

    „Die Türkei wird den russischen Luft- und Weltraumstreitkräften möglicherweise die Luftwaffenbasis Incirlik für die Anti-Terror-Operation (in Syrien) zur Verfügung stellen“, sagte Igor Morosow, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates (russisches Oberhaus), gegenüber Sputnik.

    Pentagon Says US Not Fighting Against al-Nusra Front in Syria

    The US-led coalition is combatting only Daesh terrorist group in Syria, Pentagon spokesman Army Col. Christopher Garver told reporters on Tuesday.

    Formal Al-Nusra Front Split With Al-Qaeda to ‚Complicate‘ US Strategy in Syria

    The formal separation between al-Nusra Front and al-Qaeda may complicate Washington’s antiterrorism strategy of arming opposition in Syria, a report has found.

  178. 178 Nestor 17. August 2016 um 13:23 Uhr

    Möglicherweise hat Rußland nach Absprache mit Assad der Türkei irgendwelche Garantien gegeben bezüglich kurdischer Autonomie oder Abriegelung der Grenze, und die Türkei läßt jetzt ihre Protegees fallen, oder siedelt sie um in die Türkei, in die Kurdengebiete, als Scharfmacher …

    Die USA scheint bezüglich der einzuschlagenden Politik angesichts der jetzigen Konstellation etwas verwirrt zu sein.

  179. 179 Tibulski 17. August 2016 um 16:37 Uhr

    Russia asks US to reread UN resolution on Iran — ministry

    The Russian Defense Ministry advised US Department of State to check their knowledge of international law following the latest statements on the use of an airdrome in Iran by Russian warplanes

    Iranian official says Russia uses air base in Iran only to refuel its aircraft

    Earlier today, Ali Larijani, Chairman of the Iranian parliament, said that Iran did not provide a military base for use to Russia

    After bombers, Russian S-400s for Iranian base

    Russian lawmaker: Washington proves it’s pushing its own agenda in the Middle East

    According to Russian lawmaker Konstantin Kosachev, the US response to Russia’s use of an Iranian air base confirms that Washington still sees the entire Middle East as its sphere of interest

    Diplomat sees nothing unexpected in development of Iran-Russia military ties

    A diplomat stresses the presence of Iran and Russia in Syria is legitimate

    Analysts say Iran’s consent to let Russia use its air base changes Middle East lineup

    Analysts say that Tehran’s consent to let another country use its airdrome is unprecedented and this explains the US response

    Russland bezieht Iran in Anti-Terror-Lufteinsatz in Syrien ein

    Die Tu-22M3-Bomber der russischen Fernfliegerkräfte haben am Dienstag erstmals Angriffe gegen Terrorgruppen in Syrien vom Flugplatz Hamadan im Iran aus geflogen, wie die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch schreibt. Dies demonstriere, welch große Bedeutung beide Länder dem Ausgang der Kämpfe um Aleppo beimessen.

    Three Reasons Why Russia Deployed Tu-22M3 Strategic Bombers to Iran

    Russia deployed Tupolev Tu-22M3 supersonic long-range strategic bombers to the Hamadan airfield in Iran to cut flight times, increase bomb capacity and improve response capabilities of its aircraft taking part in the operation to liberate Aleppo since the outcome of this battle could well determine the future of Syria.

    Russische Bomber-Angriffe vom Iran aus: „Dies ändert völlig die Kräftekonstellation“

    Dass russische Tu-22M3- und Su-34-Bomber nun vom iranischen Stützpunkt Hamadan aus starten, um Dschihadisten in Syrien anzugreifen, beeinflusst laut Experten deutlich den Anti-Terror-Kampf und die geopolitische Situation in der Region.

    Russia Uses Airbase in Iran as a Safeguard Against ‚Satellite Surveillance‘

    Russia decided to use the Hamadan airfield in Iran to prevent terrorists from spying on its strategic aircraft taking part in the Moscow-led counterterrorism operation in Syria, the Vzglyad newspaper asserted.

    Neue Iran-Allianz stärkt Russland im Nahen Osten – westliche Medien

    Die Verwendung des iranischen Luftstützpunktes Hamadan stärkt die Position Russlands im Nahen Osten, wie westliche Medien berichten.

    Erdogan reist nach Teheran – Anti-IS-Koalition mit Iran und Russland anvisiert

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan reist nächste Woche nach Teheran, meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars am Mittwoch.

    Türkei drängt nach der Eroberung von Manbij

    Während die vor allem von Kurden getragene Offensive weitergehen soll, fordert Ankara den von der US-Regierung versprochenen Rückzug der Kurden. Das Stimson Center fordert wegen der instabilen Lage den Abzug der US-Atomwaffen aus Incirlik

    US-Backed Democratic Syrian Forces Agree to Let 200 Daesh Fighters Escape Manbij

    The US-backed, Kurdish-led Syrian Democratic Forces (SDF) made an agreement with the Daesh, letting some 200 of its fighters escape from the town of Manbij in exchange for them laying down weapons, US media reported.

    US-backed forces give hundreds of ISIS fighters safe passage

    Syrische Armee stürmt Terroristen-Stellungen in Aleppo

    Die Angriffsspitzen der syrischen Regierungsarmee haben Militärschul-Gebäude in Aleppo gestürmt, die unter Terroristen-Kontrolle stehen, wie ein RIA Novosti-Korrespondent vor Ort berichtet.

    Die Kämpfe um das syrische Aleppo – in einer Karte

  180. 180 Jacko 17. August 2016 um 19:03 Uhr

    Aus dem Handelsblatt:
    „Jetzt ist für Ankara mit der Präsenz der Kurdenmilizen westlich des Euphrat eine rote Linie überschritten. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Türkei die syrischen Kurdenmilizen gewarnt, den Fluss nicht nach Westen zu überschreiten – und mit Artilleriefeuer geantwortet, als sie es dennoch taten. Zeitweilig erwog man in Ankara sogar eine Invasion Nordsyriens, um die Kurden aus dem Grenzgebiet zu vertreiben. Diese Pläne wurden dann wieder fallengelassen, aus Angst, die Türkei werde in Kämpfe mit dem IS verwickelt, militärisch mit Russland konfrontiert und damit noch tiefer in den Treibsand des Syrienkonflikts hineingezogen.
    Nun setzt man auf Appelle: Die PYD müsse sich nun, nach der Rückeroberung von Manbidsch, schleunigst auf die Ostseite des Euphrat zurückziehen, mahnte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Montag. So war es tatsächlich schon im Mai mit Washington vereinbart. „Die USA müssen ihr Versprechen halten, das erwarten wir“, sagte Cavusoglu.“

    http://www.handelsblatt.com/politik/international/tuerkei-steht-ihr-auf-unserer-seite/14021522-3.html

  181. 181 Tibulski 17. August 2016 um 22:16 Uhr

    Allianz Moskau-Teheran

    Russland nutzt iranische Militärbasis für Angriffe auf Ziele in Syrien. USA schlagen gemeinsames militärisches Vorgehen aus

    Bündnisschmiede

    Kooperation zwischen Russland und Iran

    „Bekanntlich ist der Krieg die Fortsetzung der Politik unter Einmischung anderer Mittel. So auch jetzt im Fall der Stationierung russischer Kampfflugzeuge auf dem iranischen Flughafen Hamadan. Die militärischen Argumente, die Russland für die Stationierung lieferte – kürzere Entfernung, geringere Kosten, höhere Bombenlast – mögen alle stimmen, aber darin erschöpft sich die Sache nicht. Was sich hier anbahnt, ist eine Achse zwischen Moskau und Teheran, an der die aktuelle militärische Zusammenarbeit nur einer von vielen Aspekten ist.

    Russland und Iran haben erstens in Syrien einen gemeinsamen Verbündeten, Präsident Baschar Al-Assad, und einen gemeinsamen Gegner: die sunnitischen Milizen, die den Kern des Widerstands gegen Assad bilden. Russland will den »Islamischen Staat«, in dem sich viele Dschihadisten aus Tsche­tschenien betätigen, fernab seiner Grenzen schlagen, bevor irgendwelche Kämpfer nach Russland zurückkehren können.“ (…)

    Mit China und Indien sagen weitere BRICS-Staaten syrischer Regierung militärische Unterstützung zu

    Peking und Damaskus haben sich darauf geeinigt, dass die chinesische Volksarmee Syrien mit militärischer Ausbildung und Ausrüstung unterstützen wird. Auch der indische Außenminister Mubaschir Dschawad Akbar hat Damaskus Unterstützung zugesagt und wird diese Woche Syrien besuchen. Indien will mit seinem Engagement in Syrien „ein zweites Libyen“ verhindern. Die explizit formulierte Unterstützung beider asiatischer Länder für Assad gilt auch als deutliches Zeichen an Hillary Clinton..

    Warplanes Deployed to Hmeymim Will Protect Russian Ships in the Mediterranean

    Although Russia currently uses the Hmeymim airbase to fight radical groups that are trying to overthrow the Syrian government, this is not the real reason why Moscow needs a military base in the Middle East in the long term, defense analyst Sergei Ishchenko wrote for Svobodnaya Pressa.

    Why Russia Uses Iran’s Hamadan Airfield for Airstrikes in Syria

    The Russian Defense Ministry has deployed Tu-22 strategic bombers to an airbase in Iran. According to experts, the measure would intensify bombings against Daesh militants in Syria to decide the battle for Aleppo.

    Russia Catches West Off Guard Again by Enhancing Military Ties With Iran

    The Russo-Iranian decision to enhance the level of military cooperation between the two countries to combat terrorists in Syria and the deployment of Russia’s Tu-22M3 supersonic long-range strategic bombers at the Hamadan airfield caught the West off guard.

    Obama’s Flawed Foreign Policy Brings Russian Jets to Iranian Airbase – Senator

    Outgoing President Obama’s flawed policies have resulted in Russia using an Iranian airbase for striking terrorists in Syria, a US senator said.

    Why West is Against Russia’s Use of Iran’s Airbase to Crush Terrorists in Syria

    Russian military jets, deployed in ‪‎Iran, have‬ conducted new airstrikes in ‪‎northeastern Syria‬. The bombardments have destroyed two command centers and two training camps. Radio Sputnik asked Dr. Tim Anderson, political activist and writer, why the West criticized Moscow’s decision to use Iran’s airbase for its missions in Syria.‬‬‬‬

    ‚Letting Daesh Escape From Manbij‘ is Part of US Policy of Fueling Conflicts

    The US-backed, Kurdish-led Syrian Democratic Forces’ (SDF) deal with Daesh, guaranteeing safe passage for militants out of the Syrian town of Manbij, proves that Washington continues to rely on its strategy of fueling unresolved ethnic and religious conflicts, Tarek Ahmad, a member of the Hmeymim group of internal Syrian opposition, told Sputnik.

    Kurdischer Vormarsch

    Islamisten ziehen sich aus der eroberten Stadt Manbidsch zurück

    Turkey ‚Will Have to Agree‘ on International Observers at Syrian Border

    Turkey said it would consider establishing international control at two border-crossing points at the Syrian border, Russian Foreign Minister Sergei Lavrov said.

    Flaute am Bosporus

    Deutsche Exportwirtschaft klagt: Die politische Entwicklung in der Türkei gefährdet einen wichtigen Absatzmarkt

  182. 182 Tibulski 18. August 2016 um 13:26 Uhr

    @ Nestor

    „oder siedelt sie um in die Türkei, in die Kurdengebiete, als Scharfmacher …“

    Genau:

    Erdogan holt „Geheimarmee“-Chef in den Beraterstab

    Zur Mission des Sicherheitsunternehmen Sadat A.Ş gehört es, die „Abhängigkeit von westlichen kreuzfahrerimperialistischen Staaten zu verhindern“. Der Besitzer wird nun Chefberater beim türkischen Präsidenten

    „Während die lange schon bekannten Fakten über die Zusammenarbeit der türkischen Regierung mit Dschihadisten an die Öffentlichkeit gelangen, ernennt Präsident Erdoğan eine der mutmaßlichen Schlüsselfiguren dieser Zusammenarbeit, den ehemaligen General Adnan Tanrıverdi, Besitzer der Söldnerfirma Sadat A.Ş. zum Chef seines Beraterstabes. Die Ernennung fällt in den Kontext einer Umbildung und „Säuberung“ des Regierungsapparats nach dem gescheiterten Putschversuch angeblicher Gülenisten am 15. Juli 2016.

    Das Unternehmen Sadat A.Ş., das als ◢“Geheimarmee für Erdogan“ für Aufsehen, Kontroversen und Beunruhigung gesorgt hat, versteht sich selbst als „islamische Alternative“ von Söldnerfirmen wie Blackwater. Als Ziel seiner Mission gibt Sadat an, „die islamische Welt dabei zu unterstützen, den verdienten Platz ◥unter den Supermächten einzunehmen“. Dazu will man eine Gegenmacht zu den Unternehmen des „westlichen Imperialismus“ aufbauen. (…)

    Wie Telepolis bereits ◢berichtete, ist die Firma Sadat A.Ş. operativ am Kriegsgeschehen in den kurdischen Regionen der Türkei und – mit großer Wahrscheinlichkeit – auch in Syrien beteiligt. Parlamentarische Anfragen der CHP-Fraktion nach der Beteiligung von Sadat A.Ş. am Syrienkonflikt blieben allerdings bis heute unbeantwortet. Mitglieder des Sicherheitsunternehmen, die in den kurdischen Gebieten in der Türkei operierten, wurden von Zeugen wiederholt „als vollbärtige Männer mit dschihadistischem Auftreten“ beschrieben. Eingeräumt hat die Söldnerfirma ◥“Kontakte zur FSA“.

    Allerdings kann „FSA“ im Sprachgebrauch politisch-militärischer Zirkel in der Türkei für vieles stehen, besonders auch für die Umschreibung der Unterstützung dschihadistischer Gruppen und rechtsextremer turkmenischer Milizen. In diesem Kontext ist die Rubrik „Stellenanzeigen“ der Firma interessant. So werden ◥Mitarbeiter gesucht, , die arabisch sprechen und sich sowohl mit russischen Panzern als auch mit der Wartung von Hummer Fahrzeugen auskennen.“

  183. 183 Nestor 18. August 2016 um 16:45 Uhr

    Die „Enthüllungen“ über Soros sind eher matt. Erstens hat er, und nicht erst seit heute, in jeder Menge Medien und PR-Agenturen seine Finger drin, und das ist auch irgendwie bekannt.
    Zweitens aber legt es den Trugschluss nahe, die EU-Politiker und diverse Medien hätten ihren Kurs wegen Soros eingeschlagen, und gar nicht in ihrem Interesse und gemäß ihrer Blattlinie gehandelt, als sie das Assoziationsabkommen unbedingt durchboxen wollten bzw. ihre Rußlandhetze vom Stapel gelassen haben.
    Solche Enthüllungen haben etwas Exkulpatorisches an sich und dienen dazu, am guten Glauben an die hohe Politik festhalten zu können.

    Was die iranische Basis angeht, so sieht das auch nach einem Auftakt für Waffenlieferungen an den Iran aus, weil die Bomben, die in Syrien abgeworfen werden, müssen ja auch irgendwie in den Iran kommen …

  184. 184 Nestor 18. August 2016 um 21:03 Uhr
  185. 185 Tibulski 18. August 2016 um 22:59 Uhr

    Kämpfe zwischen Kurden und Syrern ausgebrochen

    In der syrischen Stadt Hasaka ist es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen syrischen und kurdischen Milizen gekommen. Nach Angaben der Kurden soll die syrische Luftwaffe Kurden-Stellungen bombardieren. Eine Bestätigung aus Damaskus und Moskau liegt noch nicht vor.

    „Die Kurden-Milizen der Partei PYD meldet per Twitter, dass am Donnerstag die syrische Luftwaffe Stellungen der Kurden-Milizen in der nordwestlichen Stadt Hasaka bombardiert habe. Eine Bestätigung aus Damaskus und Moskau gibt es noch nicht.

    Nach Angaben von AFP soll es auch Gefechte zwischen Kurden-Milizen und pro-syrischen Milizen gegeben haben. Dabei sollen elf Personen ums Leben gekommen sein.

    Die Daily Sabah berichtet, dass die Kämpfe bereits am Dienstag ausgebrochen seien. Die PYD und die Kurden-Milizen gelten in Syrien als die Verbündete der USA. Die türkische Regierung hatte zuvor gefordert, die US-Hilfen für die Kurden-Milizen und die PYD einzustellen, da sie den syrischen Ableger der PKK bilden.

    Die staatliche russische Nachrichtenagentur Sputnik bestätigt die Kämpfe, die sich in das Stadtzentrum von Hasaka verlagern. Al-Masdar News berichtet, dass die Kurden-Milizen zuvor einen Checkpoint der pro-syrischen Milizen, die der Regierung nahe stehen, angegriffen hätten. Das soll die Ursache für die aktuellen Gefechte sein.

    Gleichzeitig gibt es offenbar eine Spaltung innerhalb der Kurden-Milizen. Der Chef des Kurdischen Nationalrats (KNC), Ibrahim Biro, sagte der Nachrichtenagentur Anadolu, dass die PYD alle Oppositionellen Kurden in Syrien mundtot mache. Der Kurdische Nationalrat hat ihre eigenen Peschmerga-Kämpfer, die mit den Kurden-Milizen der PYD verfeindet sind.

    Am Mittwoch kam es in Hasaka am Rande von Kundgebungen des KNC gegen die PYD zu Zusammenstößen zwischen oppositionellen Kurden und Kurden-Milizen der PYD. Mehrere Menschen wurden festgenommen, berichtet Syria Direct.“

    Aleppo: Russland bereit für wöchentliche 48-stündige Feuerpause

    Laut Verteidigungsministerium in Moskau unterstützt man ein Pilotprojekt in der nächste Woche

    Aleppo: Russland ist zu 48-stündiger „humanitärer Pause“ bereit

    Russlands Verteidigungsministerium zeigt sich bereit, die Idee zur Einführung einer wöchentlichen 48-stündigen „humanitären Pause“ im syrischen Aleppo zu unterstützen, um die Stadtbewohner mit humanitären Hilfsgütern zu versorgen. Das sagte der Sprecher der Behörde, Igor Konaschenkow, am Donnerstag.

    Alliance Between Russia, Turkey, Iran on Syria Taking Shape

    Turkey is considering a coalition with Russia and Iran against terrorists in Syria. President Recep Tayyip Erdogan will soon visit Tehran to discuss the issue. The visit is also expected to normalize ties between Turkey and Iran, the two powers seeking dominance in the region.

    EXCLUSIVE: Ankara Praises Crucial Roles of Moscow, Tehran in Syria Peace Process

    Moscow and Tehran are playing indispensable roles in resolving the Syrian conflict, the Turkish top diplomat underscored in an exclusive interview with Sputnik.

    Kein Triumvirat aus Russland, Iran und Türkei – Sacharowa

    Die Zusammenarbeit zwischen Russland, dem Iran und der Türkei ändert keine existierenden Vorgangsweisen zur Lösung unterschiedlicher Krisen, teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bei einem Pressegespräch am Donnerstag mit.

    Turkish FM to Sputnik: Ankara to Consider Defense Cooperation With Moscow

    Turkey will consider military-technical cooperation with Russia if Moscow were interested, as its NATO partners seem to be shying away from such cooperation, Turkish Foreign Minister Mevlut Cavusoglu told Sputnik.

    Russian-Iranian Breakthrough: Cruise Missiles and Hamadan Airbase

    The deployment of Russian bombers taking part in the counterterrorism operation in Syria to the Hamadan airfield in Iran has become a milestone in bilateral relations that will pave the way for a „strategic partnership“ between Moscow and Tehran, Vladimir Evseev, the deputy director of the CIS Institute, wrote for RIA Novosti.

    Use of Iran’s Airbase ‚Prevents Moscow From Being Dragged Into Ground Operation‘

    Over the past five years, since the beginning of the so-called Arab Spring, the situation in the Middle East has become even more complicated. Some dramatic changes have happened to the regional balance of power, including Russia’s comeback as one of the key players.

    Why Russia’s Air Force Deployment at Hamadan is More Than Meets the Eye

    The deployment of the Russian Tu-22M3 strategic bombers and Su-34 strike fighters is an important symbolic move which signals a stronger Russian commitment to the defense of Syria against the foreign invaders, The Saker told Sputnik, adding the move also „seals Iran’s status as the most powerful country in the Middle-East.“

    Is China Preparing for Military Involvement in Syrian Crisis?

    Earlier this week, a senior Chinese military officer visited Damascus to discuss closer ties between Syria and China.

  186. 186 Tibulski 19. August 2016 um 15:43 Uhr

    Mittelmeer: Russische Kriegsschiffe feuern auf Al-Nusra-Front in Syrien – VIDEO

    Russische Kriegsschiffe haben aus dem Mittelmeer drei Kalibr-Raketen auf Ziele der Al-Nusra-Front abgefeuert, teilte das russische Verteidigungsministerium am Freitag mit.

    Syrien-Einsatz: Militärkooperation mit Russland macht Iran zum Global Player

    Die Starts der russischen Langstreckenbomber vom iranischen Stützpunkt Hamadan aus, der von größter Bedeutung für den Anti-Terror-Kampf in Syrien ist, verändern das Kräfteverhältnis im Nahen Osten: Ein neues „Schwergewicht“ in der Region überwiegend sunnitischer Länder ist der schiitische Iran, wie die Zeitung „Kommersant“ am Freitag schreibt.

    Russophilus (beim deutschen Saker):

    „Eine erklärende Anmerkung zur Hamedan, Iran:

    Es scheint, die meisten kennen den wirklich entscheidenden und maßgeblichen Punkt der Angelegenheit nicht. Dieser ist der Umstand, dass die (nach-revolutionäre) iranische Verfassung grundsätzlich keine fremden Truppen oder Basen im Land duldet. Diese Bestimmung der iranischen Verfassung ist sehr weitgehend und kompromisslos, was auch zum starken Engagement des Iran bei NAM (militär-bündnisfreie Staaten) passt.

    Einige interpretieren nun hin und her und die dämlichen amis betrachten das Ganze – völlig idiotisch und daneben – unter den Atomvereinbarungen, aber es gibt eigentlich nichts zu deuteln; die Verfassungsbestimmung ist sehr eindeutig und kompromisslos.

    Zugleich ist allerdings Fakt, dass russische Bomber im Iran starten.

    Die (oberflächliche) offizielle Erklärung des Iran ist die, dass die russischen Flieger dort nur auftanken. Aber das ist natürlich nur eine oberflächlichliche Wendung, die im Grunde bedeutet “Was geht euch das an, amis und Komplizen?”.

    Inhaltlich ist die Erklärung nicht glaubwürdig. Bei einer typischen Rottengröße von 6 Maschinen wäre es für Russland billiger und praktischer, eine Luftbetankung über der kaspischen See durchzuführen. Es ist nämlich zu berücksichtigen, dass der Start die spritmäßig heftigste Phase eines Flugprofils ist. Alleine der Aufwand für den Start von 6 Maschinen würde locker eine ersatzweise Luftbetankung rechtfertigen.

    Ganz offensichtlich geht es um etwas anderes. Da kommen als erstes mal praktische Betrachtungen in Frage, die z.B. dass so bequem die für bestimmte Einsatzprofile besser geeigneten Su-34 (die auch tatsächlich in Hamedan starteten) verwendet werden können. Aber es gibt noch andere Überlegungen. So ist z.B. der recht beklagenswerte Zustand der iranischen Luftstreitkräfte bemerkenswert. Zwar hat man im Iran einige Kompetenz und Erfahrung in Sachen Flugzeug- und Hubschrauber erworben, aber ist auch zu sehen, dass die iranischen Eigenprodukte ziemlich durchgängig (bisweilen etwas aufgepeppte) Nachbauten uralter ami Flieger sind (z.B. f-4). Und es ist, was den – ebenfalls stark ausgehungerten – zivilen Luftfahrtbereich angeht, auch kein Geheimnis, dass man da im Iran russische und chinesische Produkte stark bevorzugt.

    Kurz, es steht stark zu vermuten, dass man im Iran plant, reichlich – auch Militär – Fluggerät in Russland einzukaufen. Neben offenkundigen Erfolgen auf dem Schlachtfeld ist eine vor-Ort Operation da natürlich ein exzellenter Verkaufsförderer; dies gilt umso mehr, wenn ohnehin eine militärische Kooperation ansteht.

    Der Iran wiederum zeigt durch die erhebliche interpretative Dehnung in der Interpretation seiner Verfassung klar, deutlich und kraftvoll, wo er steht und dass es bei den (von medwedew seinerzeit ja ami wunschgemäß sehr erheblich beeinträchtigten) Militär Beziehungen zwischen den beiden Ländern um sehr ernstgemeinte und profunde Beziehungen geht.

    Dies ist natürlich zugleich auch eine Versicherungspolice und und ein ermahnender Turbo was ankara betrifft. Spielchen sind da keine mehr drin; ankara wird entweder zumindest sehr solide und anständig “freundlich neutral” bleiben (und einige Vorteile daraus ziehen) oder aber zu den amis zurück gehen (und regional in weitgehende Bedeutungslosigkeit versinken). Zugleich ist das Thema kurden zu bedenken. Immerhin hat die türkei einige 100 km gemeinsame Grenze mit dem Iran und zwar justamente im verletzlichsten Gebiet; anders ausgedrückt: Es ist für ankara äusserst wichtig, ob der Iran in dieser Hinsicht freundlich, neutral oder feindlich gesonnen ist.

    Unterm Strich ist zu erwarten, dass der Iran bald SCO Mitglied wird und einer der engsten Verbündeten der Russen und dass der Iran mindestens reichlich Flieger und Militärtechnik in Russland kauft oder, was ich durchaus vermute, sogar Lizenzen für einiges bekommt. Denkbar wäre da z.B. eine Lizenzfertigung des Suchoi Superjets, einer für den Iran geradezu idealen Passagiermaschine.

    Die Bedeutung des Umstandes, dass der Iran für Russland sehr flexibel mit seiner Verfassung umgeht ist kaum zu überschätzen.

    Aber noch etwas sollte bemerkt werden: Letztlich müssen die Russen über irakisches Gebiet fliegen. Man erinner sich zurück an das anti isis Einsatz-Planungszentrum, das in Bagdad war – und offensichtlich Früchte gebracht hat. Zusammen mit Aserbeidschan, das auch wieder näher an Russland herangerückt ist (wenn auch eher aus Vernunft denn aus Zuneigung) ist damit ein recht stabiler Riegel vom kaspischen Meer bis zum Golf von Oman entstanden.

    Dieser ist übrigens nicht zuletzt, das erwähne ich mit einem Seitenblick Richtung China, von äusserster geostrategischer Bedeutung, weil die amis so gegegebenfalls sehr erheblich behindert sind und ihre beiden Flotten (Atlantik und Pazifik) als völlig getrennte Gruppierung, zumal unter logistisch sehr erschwerten Bedingungen, betrachten und einsetzen müssen, während Russland freien Zugang zu allen eventuellen Fronten hat und China einiges mehr an Bewegungsfreiheit genießen wird als die usppa.“

    Russian MP says China’s upgrading ties with Syria can form non-NATO anti-terror coalition

    An MP says Russia, China, India and Iran have common interests in the region

  187. 187 Nestor 19. August 2016 um 17:30 Uhr

    Die Kurden sind halt keine so homogene Angelegenheit, wie es ihre Fans gern sehen würden – Nationalität oder Muttersprache ist eben keine Gemeinsamkeit, die ein politisches Programm hergeben würde.
    Angesichts der ständig wechselnden Rahmenbedingungen ist es als notwendig anzusehen, daß es unter den verschiedenen kurdischen Fraktionen zu Streit über die künftig einzuschlagende Politik kommt.

  188. 188 Tibulski 19. August 2016 um 23:28 Uhr

    Syrische Luftangriffe auf Kurden

    Kämpfe zwischen Regierungstruppen und kurdischen Milizen in Hasaka

    „In der nordostsyrischen Großstadt Hasaka kommt es seit Dienstag zu schweren Gefechten zwischen kurdischen Milizen und syrischen Regierungstruppen. Die kurdische Milizen kontrollieren den größten Teil der von Kurden, Arabern und christlichen Assyrern bewohnten Stadt, doch einige arabische Stadtteilen werden weiterhin von den regierungsloyalen paramilitärischen Nationalen Verteidigungskräften (NDF) beherrscht.

    Auslöser der Gefechte waren nach kurdischen Angaben Angriffe der NDF auf Kontrollpunkte der kurdischen Polizeitruppe Asayis. Regierungsnahe Quellen werfen den Asayis dagegen vor, die Auseinandersetzungen durch willkürliche Verhaftungen von Arabern provoziert zu haben. Die Kämpfe, bei denen nach Informationen der kurdischen Nachrichtenagentur Firat Dutzende Regierungssoldaten getötet oder in Gefangenschaft geraten sein sollen, lösten eine Massenflucht aus der Stadt aus.

    Am Donnerstag abend hätten syrische Kampfflugzeuge erstmals kurdische Wohngebiete und das Hauptquartier der Asayis bombardiert, heißt es in einer Erklärung des Oberkommandos der inzwischen ebenfalls an den Kämpfen beteiligten kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG. Bei dem Luftangriff auf die Stadtteile Kalasseh und Mahatta seien mindestens sechs Zivilisten getötet und acht verwundet worden. Zudem seien Dutzende Zivilisten durch Artilleriefeuer verwundet oder getötet worden.

    Das der syrischen Regierung nahestehende Nachrichtenportal Almasdarnews bestritt zwar, dass ein Luftangriff auf Hasaka stattgefunden habe. Doch von anderen Quellen wurde der auch auf Filmen im Internet dokumentierte Luftangriff bestätigt.

    Nach der Ausrufung einer Selbstverwaltungszone in Rojava in Nordsyrien im März haben sich die Spannungen zwischen Kurden und den wenigen noch in der Region verbliebenen regierungstreuen Kräften verschärft. So kam es bereits im April zu mehrtägigen Gefechten zwischen Asayis und NDF mit Dutzenden Toten in der Stadt Qamishli. Auch in Hasaka gab es mehrfach solche Auseinandersetzungen, doch bislang hatte sich die syrische Armee herausgehalten. Diesmal seien nach Angaben örtlicher Kräfte auch iranische Einheiten auf Seiten der syrischen Regierungskräfte beteiligt, meldet Firat News unter Berufung auf örtliche Quellen.

    Vertreter der syrischen Kurden beschuldigen die Türkei und den Iran, hinter den Kämpfen in Hasaka zu stehen. Die Selbstverwaltungsorgane von Rojava sehen »Hinweise auf eine Koordination zwischen der Türkei, dem Iran und dem baathistischen Regime in Syrien, mit dem Ziel, die Umsetzung des demokratischen Projektes in Nordsyrien und Rojava zu stoppen«.

    Tatsächlich zeichnet sich eine Wende in der türkischen Syrien-Politik ab. Strategisches Ziel Ankaras ist nicht mehr der sofortige Sturz von Staatspräsident Baschar Al-Assad, sondern die Verhinderung einer kurdischen Autonomieregion in Nordsyrien.

    Weitgehend unbeachtet von der westlichen Presse haben sich die Regierungen der Türkei und des Iran in den letzten Wochen auf Grundlinien für eine Lösung der Syrien-Krise geeinigt. Dies gab der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim am Dienstag in der Fraktionssitzung der Regierungspartei AKP in Ankara bekannt. Yildirim benannte zwei Grundbedingungen: »erstens den Erhalt der territorialen Einheit Syriens und zweitens die Bildung eines Regierungssystems, das alle Ethnien und Glaubensgemeinschaften repräsentiert.« Dies würde erst »auf lange Sicht« den Abtritt von Assad bedeuten.

    Irans Vizeaußenminister Hossein Dschaberi Ansari bestätigte gegenüber der in London erscheinenden arabischen Tageszeitung Al-Hayat eine Einigung mit Ankara über Grundlinien, die »zu einem Umfeld beitragen, das für eine Lösung der Syrien-Krise geeignet ist«.

    Nun drängt die türkische Regierung darauf, dass Moskau und Teheran ihren Einfluss in Syrien nutzen, um den kurdischen Vormarsch aufzuhalten. Im Gegenzug könnte Ankara anbieten, seine logistische Unterstützung für dschihadistische Kampfverbände bei Aleppo zu beenden.“

    Syrian Troops Advance on Al-Hasakah City Center (VIDEO)

    In the Syrian city of al-Hasakah armed conflict between the Syrian Army and militants broke out with a renewed vigor.

    US-Coaliton Scrambles Jets in Response to Syrian Airstrikes

    US-led coalition aircraft responded to Syrian strikes against ground forces in the northern part of the country, but no coalition forces were impacted, US Department of Defense spokesperson Major Adrian Rankine-Galloway told Sputnik on Friday.

    Türkischer Vize-Premier kritisiert erstmals Ankaras Politik gegenüber Syrien

    Der türkische Vize-Premier und Sprecher der Regierung, Numan Kurtulmuş, hat erstmals die „ineffiziente“ Politik seines Landes in der Syrien-Krise kritisiert, berichtet die Zeitung „Hürriyet Daily News“ am Freitag.

    Turkey’s Change of Heart Toward Syria Crucial Step to End War

    At the talks with Turkey over Syria, Russia is insisting on establishing strict border control at the Turkish-Syrian border in order to make the war on terrorism more effective.

    Now is ‚Right Time for China‘ to Play More Active Role in Syrian Crisis

    Earlier in the week, Guan Youfei, director of the Office for International Military Cooperation of China’s Central Military Commission, visited Damascus. He pledged to increase „humanitarian“ support for the Syrian and enhance personnel training.

  189. 189 Nestor 20. August 2016 um 9:37 Uhr

    Man fragt sich, wo die USA in diesem politischen Dickicht steht …
    Jetzt fehlt nur noch, daß sie sagen: wir unterstützen einen Kurdenstaat! – um sich wieder ins Spiel zu bringen.

  190. 190 Tibulski 20. August 2016 um 13:28 Uhr

    Zunächst mal ist es natürlich völlig klar, dass die Amis was dagegen haben, wenn die syrische Luftwaffe in einer Region zuschlägt, in der sich neben der Kurden-Allianz eben auch US-Special-Forces bewegen. Die haben doch in der Region vor Monaten sogar einen Flughafen übernommen und ausgebaut. Was belegt, dass sie es mit der Unterstützung ihrer wichtigsten Verbündeten ernst meinen und länger bleiben wollen.

    Fragt sich warum. Dass es sich dabei lediglich um logistische Maßnahmen im Hinblick auf den Sturm auf Raqqa handelt, halte ich für eher unwahrscheinlich. Mir scheint, dass die Amis ernsthaft auf die „kurdische Karte“ setzen. Es spricht ja auch einiges dafür (vgl. Tibulski am 29. Juli 2016 um 15:49 Uhr). Das muss zunächst nicht unbedingt die Unterstützung eines Kurdenstaates sein, eine weitgehende Autonomie reicht da ja für den Anfang. Immerhin sind die USA ja bereit, es an diesem Punkt auf ein ernsthafteres Zerwürfnis mit einem geostrategisch nicht ganz unwichtigen NATO-Verbündeten ankommen zu lassen. Wenn dann auch noch Syrien, der Irak und vor allem der Iran auf Dauer einen kurdischen Unruheherd im Land bzw. an ihrer Grenze haben, ist das aus Ami-Sicht doch gut und nicht schlecht.

    Bleibt die Frage, wie sich die Russen dazu stellen. Die haben gestern erst mal verlauten lassen, dass sie an der Bombardierung im Nordosten nicht beteilgt waren. Könnte also bedeuten, dass die Syrer auf eigene Faust und evtl. sogar gegen den Willen der Russen gehandelt haben. Bisher war das Verhältnis Russlands zu den syrischen und irakischen Kurden doch eher kooperativ statt konfrontativ.

    Gibt es da etwa eine entscheidende neue Entwicklung? (jW):

    „Tatsächlich zeichnet sich eine Wende in der türkischen Syrien-Politik ab. Strategisches Ziel Ankaras ist nicht mehr der sofortige Sturz von Staatspräsident Baschar Al-Assad, sondern die Verhinderung einer kurdischen Autonomieregion in Nordsyrien.

    Weitgehend unbeachtet von der westlichen Presse haben sich die Regierungen der Türkei und des Iran in den letzten Wochen auf Grundlinien für eine Lösung der Syrien-Krise geeinigt. Dies gab der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim am Dienstag in der Fraktionssitzung der Regierungspartei AKP in Ankara bekannt. Yildirim benannte zwei Grundbedingungen: »erstens den Erhalt der territorialen Einheit Syriens und zweitens die Bildung eines Regierungssystems, das alle Ethnien und Glaubensgemeinschaften repräsentiert.« Dies würde erst »auf lange Sicht« den Abtritt von Assad bedeuten.

    Irans Vizeaußenminister Hossein Dschaberi Ansari bestätigte gegenüber der in London erscheinenden arabischen Tageszeitung Al-Hayat eine Einigung mit Ankara über Grundlinien, die »zu einem Umfeld beitragen, das für eine Lösung der Syrien-Krise geeignet ist«.

    Nun drängt die türkische Regierung darauf, dass Moskau und Teheran ihren Einfluss in Syrien nutzen, um den kurdischen Vormarsch aufzuhalten. Im Gegenzug könnte Ankara anbieten, seine logistische Unterstützung für dschihadistische Kampfverbände bei Aleppo zu beenden.“

    ________________

    Syrien: US-Kampfjets fangen zwei syrische Jagdflugzeuge vor al-Hasaka ab

    Zwei amerikanische Kampfjets F-22 Raptor haben Abwehrjäger der syrischen Luftwaffe im Luftraum über der Stadt al-Hasaka im Nordosten Syriens dazu gezwungen, das Gebiet zu verlassen, meldet Reuters unter Berufung auf einen Sprecher des US-Verteidigungsministeriums.

    US withdraws soldiers from Hasakah amid security concerns

    Kurdish forces attempt to capture all of Al-Hasakah

  191. 191 Tibulski 20. August 2016 um 21:10 Uhr

    Teheran-Ankara-Damaskus: Unheilige Allianz

    Rojava, das basisdemokratische Experiment in Nordsyrien, jagt den Regimes der Region eine Heidenangst ein – und schweißt sie zu einer reaktionären Allianz zusammen

  192. 192 Nestor 21. August 2016 um 12:57 Uhr

    Telepolis ist nicht erreichbar.

    Es wäre aber bemerkenswert, wenn das von den Linken gehypte Rojava sich zu einem Standbein der USA verwandeln würde, in einen Stützpunkt zur Destabilisierung der ganzen Region. Die USA als Retter der kurdischen Selbstverwaltung!

    Erinnert ein wenig an Syriza vor den Euro-Verhandlungen. Tsipras & Co. wurden dann ja auch sehr schnell als Hoffnungsträger fallengelassen.

  193. 193 Tibulski 21. August 2016 um 15:11 Uhr

    Türkei und Syrien wenden sich gegen US-Verbündete

    Russen und Syrer haben offenbar nicht die Absicht, sich von den jüngsten Drohungen aus Washington beeindrucken zu lassen: Sie müssen verhindern, dass mit Hilfe der Kurden-Miliz YPG ein Korridor entsteht, der Syrien spaltet. Auch das Nato-Land Türkei teilt die strategischen Ziele der Russen und Syrer.

    „Währenddessen gibt es in der syrischen Stadt Dscharablus im Nordwesten der Türkei eine rätselhafte Entwicklung. Die Terror-Miliz ISIS soll nach Informationen der Zeitung Yeni Safak die Stadt verlassen. Dscharablus ist eines der wichtigsten Städte zum Aufbau eines kurdischen Korridors im Norden Syriens. Die YPG erhebt seit geraumer Zeit Anspruch auf Dscharablus, die mehrheitlich von Arabern bewohnt ist. Nach dem scheinbar freiwilligen Abzug von ISIS wird die YPG, die der syrische Ableger der PKK ist, in die Stadt marschieren.

    Aufgrund der von den USA unterstützten kurdischen Expansion im Norden Syriens hatte die Türkei den USA mehrmals gedroht, berichtet die türkische Oppositionszeitung Birgün. Allerdings ist die Türkei auf eine enge Kooperation und Abstimmung mit der Regierung in Damaskus, den Iran und Russland angewiesen, wenn sie ihr Grenzgebiet zu Syrien stabil halten möchte.

    Die PKK-nahe Zeitung Özgür Gündem berichtet, dass die YPG nach der Eroberung von Manbidsch auch die Stadt Dscharablus einnehmen werde. Ein Sprecher der YPG sagte dem Blatt, dass die Kurden-Milizen keine Angst vor einer russisch-türkischen Kooperation hätten. Die USA unterstütze die Kurden und die „Autonome Kurden-Region Rojava“ werde alsbald eine diplomatische Vertretung in Washington eröffnen, so der Sprecher.

    Zuvor hatte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu das Tragen der YPG-Abzeichen durch amerikanische Söldner und Militärberater kritisiert. „Dann haben wir folgenden Vorschlag für die Amerikaner. Wenn sie in den anderen Gebieten Syriens tätig sind, sollten sie auch die Abzeichen von ISIS, der Al-Nusra-Front und von Al-Qaida tragen. Und in Afrika sollten sie dann auch die Abzeichen von Boko Haram tragen“, so Cavusoglu.

    Diese Aussage ist bemerkenswert, weil sie zeigt, dass die Türkei jetzt in Syrien offenbar den Kurs Russlands mitträgt. Die Regierung Erdogan ist offenbar zur Erkenntnis gelangt, dass die Russen eher in der Lage sind, der Türkei weitere Unbill, etwa durch Terror im Inland, zu ersparen. Dies bezieht sich aus türkischer Sicht vor allem auf die PKK und deren Ableger YPG.“

    Turkey to Expand Military Role in Syria, Says Assad May Be Part of Transition

    Turkish Prime Minister Binali Yildirim announced on Saturday that Turkey is going to take more active role on Syria in next six months. He also announced Turkey’s position that President Bashar Al-Assad can be part of transition in Syria.

    Clashes restart in Hasakah City after government, Kurdish negotiations fail

    Erdogan sucht die Eskalation in Rojava

    Ankara kündigt eine „aktivere Rolle“ in Syrien an – und macht dem Regime in Damaskus weitreichende Zugeständnisse

    Türkei hält Nutzung von Nato-Stützpunkt Incirlik durch Russland für möglich

    Russland könnte laut dem türkischen Premier Binali Yildirim bei Bedarf die Luftwaffenbasis Incirlik in der Südtürkei nutzen, berichtet die Agentur Anadolu. Allerdings habe Moskau diesen Wunsch noch nie geäußert.

    „Bei Bedarf kann die Basis Incirlik genutzt werden“, sagte Yildirim gegenüber Journalisten. Zugleich betonte der türkische Regierungschef, dass Russland die Luftbasis nicht benötige.

    „Die Türkei hat die Basis Incirlik für den Kampf gegen die Daesh-Terroristen eröffnet. Sie wird von den USA und Katar genutzt“, so Yildirim. Auch andere Länder könnten laut Yildirim die Nutzung des Luftstützpunkts beanspruchen: Dort sei derzeit auch die Bundeswehr stationiert.

    „Was Russland betrifft, so hat es noch keinen Antrag dieser Art gegeben. Ich glaube, dafür gibt es auch keine Notwendigkeit. Denn in Syrien gibt es zwei Luftstützpunkte“, betonte er.“

    Kremlin Presses Turkey for Access to NATO’s Incirlik Air Base, Home to US Nukes

    Russian officials have reached out to Ankara to request access to the American-built base as a convenient launch pad for airstrikes in the Syrian theater, but it remains to be seen whether such cooperation will roil NATO’s feathers.

    What’s Going on? Contradictory Reports Regarding US Nukes on Incirlik Airbase

    Contradictory reports spread across the Web regarding the relocation of US nuclear weapons from Incirlik Airbase. Sputnik provides an overview of recent developments around the base.

    From words to deeds: Tehran-Beijing-Moscow Axis changes everything

  194. 194 Nestor 21. August 2016 um 23:05 Uhr
  195. 195 Tibulski 21. August 2016 um 23:06 Uhr

    Russland vermittelt Waffenruhe in Hassaka

    Zwei Tage lang verhandelten syrische Regierungstruppen und kurdische Rebellen – mit Erfolg: Unter Vermittlung Russlands einigten sich beide Seiten auf die „Einstellung aller Feindseligkeiten“, teilte ein syrischer Armeesprecher mit.

    USA informieren Russland über Standort ihrer Spezialeinheiten in Syrien

    Washington hat Moskau Informationen darüber vorgelegt, in welchen Gebieten in Syrien das US-Sondereinsatzkommando agiert. Dies gab der Befehlshaber des internationalen Einsatzes gegen die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), Generalleutnant Stephen Townsend, in einem CNN-Interview bekannt.

  196. 196 Nestor 22. August 2016 um 8:57 Uhr

    Das ist ja ein übler Hetzartikel von Telepolis, in dem alle demokratischen Glaubensbekenntnisse hergebetet und der mögliche Verlust des gelobten Landes beklagt wird.
    Man merkt, wie beim Demokratieidealisten die Welt am Kopf steht: die ganzen „Regimes“ (lies – böse Herrschaft im Unterschied zu unserer guten) haben eine „Heidenangst“ vor der Basisdemokratie! Als ob die Regierungen – und auch Bewohner! – Syriens, der Türkei und des Irans nicht andere Sorgen hätten!

    Was übrigens ziemlich in den Hintergrund getreten ist in den letzten Wochen, ist die Einnahme von Rakka.
    Ob es da im Hintergrund Verhandlungen gibt, so auf die Art, freies Geleit im Falle von kampfloser Übergabe?

  197. 197 Jacko 22. August 2016 um 9:02 Uhr

    Dass die Türkei ihre Kurden- und Syrienpolitik
    neu ausrichte, – das wird hier behauptet:

    http://alischirasi.blogsport.de/2016/08/21/syrien-kampf-den-kurden/

  198. 198 Nestor 22. August 2016 um 9:13 Uhr

    Die Position der USA ist offenbar derzeit, daß der IS nicht geschlagen werden soll, damit sie ihre Militärpräsenz in Syrien aufrechterhalten können.
    Das wird um so wichtiger werden in nächster Zeit, als die Türkei als NATO-Partner zu kippen droht.

  199. 199 Tibulski 22. August 2016 um 12:51 Uhr

    Mit Sicherheit wird’s hinter den Kulissen ein heftiges Gemauschel der diversen Paten mit ihren jeweiligen Proxies geben. Aktuell von besonderer Brisanz scheint mir allerdings die Ankündigung des Ami-Generals Townsend zu sein:

    „„Wir haben die Russen über unseren Aufstellungsort informiert. Sie haben uns gesagt, sie hätten die Syrer darüber ebenfalls in Kenntnis gesetzt. Ich würde einfach sagen, sollten wir Gefahr verspüren, werden wir uns wehren“, zitiert der TV-Sender den Generalleutnanten.“

    Das ist ja nichts anderes als die in der Vergangenheit durch die USA und die Türkei immer wieder ins Spiel gebrachte Flugverbotszone – nicht explizit, de facto aber sehr wohl. Begründet diesmal nicht als ‚Schutz- und Rückzugsraum für Flüchtlinge gegen den staatlichen und jihadistischen Terror“, sondern als Selbstverteidigung der Ami-Truppen und ihrer kurdischen boots on the ground. Man stelle sich mal kurz die Reaktionen der westlichen Öffentlichkeit für den Fall vor, Russland würde Truppen in den Osten der Ukraine schicken und eine entsprechende Warnung wie der o.a. General aussprechen. Es ist mal wieder zum Kotzen!

    Gefahr für die Welt

    US-Drohungen gegen syrische Luftwaffe

    Russland entschärft Konflikt mit den USA in Syrien

    Russland hat eine Waffenruhe zwischen Kurden und der Syrischen Armee ausgehandelt und damit einen möglichen Konflikt mit den USA verhindert.

    Aber:

    Kurdish militia launches assault to evict Syrian army from key city of Hasaka

    Dazu: „>Thomas A. Grün / TomGard

    SANA und XINHUA meldeten gestern, unter russischer Vermittlung sei es zu einem Waffenstillstand zwischen den Asayish und der syrischen Garnison gekommen, der die Turfs beider Seiten auf den Stand vom Beginn letzter Woche zurück setzen solle.

    Reuters meldet jetzt unter Berufung auf untgenannte kurdische Quellen, daß YPG-Einheiten die Vereinbarung ignoriert und eine Offensive in Hasaka begonnen haben:
    http://www.reuters.com/article/us-mideast-crisis-syria-hasaka-idUSKCN10X09O

    Die Darstellung ist zu detailliert, um erfunden zu sein, und ihr „Spin“ ist andererseits kenntlich: Reuters behauptet, die YPG’s wollten die Armee aus Hasaka „hinaus werfen“, doch die Aktionen, die sie berichtet, richten sich nicht gegen die Garnison, sondern die Milizen, die unter ihrem Schutz stehen.

    und

    Turkey-backed militants set to race US-supported Kurds for ISIS-held Syrian town

    Russia pauses operations from Iranian military base — Iran’s Foreign Ministry

    There is no special arrangement between Tehran and Moscow on using the Shahid Nojeh facility

  200. 200 Tibulski 22. August 2016 um 17:01 Uhr

    USA zwingen Syrien zu Libyen-Szenario

    Das Pentagon will eine Flugsperrzone über den Kampfgebieten zwischen Kurden und syrischen Regierungstruppen verhängen, wie die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag schreibt.

    Dementi aus Al-Hasaka: Keine syrischen Jets von US-Kampfjets abgefangen

    Eine Quelle aus dem Kommando der syrischen Regierungsarmee an der Front in der Provinz Al-Hasaka hat gegenüber der Nachrichtenagentur Sputnik Medienberichte dementiert, wonach die von den USA geführte Koalition die syrische Luftwaffe in der Region behindere.

    Russland räumt Iran-Basis: Moskau nennt den Grund

    Nach nur einer Woche hat die russische Luftwaffe den Flugplatz Hamadan im Iran wieder verlassen. Während westliche Medien einen „Streit“ als Grund angeben, kündigen sowohl Teheran als auch Moskau die weitere Nutzung iranischer Militärinfrastruktur durch Russland an.

    Russia’s Use of Iranian Airfield Prompts Opposition Response in Tehran

    While Tehran recently announced that the Russian Aerospace Forces are no longer using the Hamadan airbase for carrying out sorties in Syria, Russia and Iran remain committed to continue their joint fight against terrorism.

    Iran will russische Su-Kampfjets kaufen

    Nach der Lieferung der Flugabwehr-Raketensysteme S-300 aus Russland zeigt das iranische Verteidigungsministerium Kaufinteresse an Kampfjets aus der Produktion des russischen Herstellers Sukhoi.

    Türkei und Erdogan sind nun Hauptzielscheibe des IS – Çavuşoğlu

    Ankara wird die gemäßigten Kräften im Kampf gegen die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) in Syrien weiterhin unterstützen, wie der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu am Montag in Ankara mitteilte.

    The Death of Daesh Threatens to Revive Old Conflicts and Create New Ones

    In hope that the eradication of Daesh isn’t too far away, French news site Atlantico sat down with well-known geopolitical analyst Alexandre Del Valle to discuss what Iraq and Syria, where the jihadi group is the most active, will face afterwards; and was surprised to learn that its erasure might revive old conflicts and even breed new ones.

  201. 201 Nestor 22. August 2016 um 22:28 Uhr

    Jede Woche was Neues. Der Iran hat kalte Füße bekommen, die Amis versuchen sich in Syrien breit zu machen, die Türkei ist im Aufruhr.
    Was die kurdischen Milizen und ihr Gebiet betrifft (die von Telepolis & Co. so innig umarmt werden), sei an Guantánamo einnert. Erst haben sich die Kubaner von den USA gegen die Spanier helfen lassen, dann war auf einmal Kuba von den USA besetzt, und nur mühsam, so auf die Art: Wir unterschreiben alles, aber geht bitte! – wurde Guantánamo als Basis abgetreten …

  202. 202 Tibulski 23. August 2016 um 1:16 Uhr

    Waffenhandel: Vom Balkan über Saudi-Arabien in die Hände syrischer Dschihadisten

    Vorwürfe gegen Kroatien und andere europäische Länder

    Mit den neuen Allianzen wird der Syrien-Konflikt explosiv

    Erstmals haben syrische Flugzeuge kurdische Ziele angegriffen und haben amerikanische Flugzeuge syrische abgedrängt, während Israel syrische Ziele bombardiert hat

    Deciphering the ‚Russian Withdrawal‘ from Hamadan

    Die hier präsentierte Erklärung für den russischen Rückzug mag ja durchaus einiges für sich haben. Was allerdings stutzig macht, sind die Äüsserungen des iranischen Verteidigungsministers. Falls die nur einigermaßen korrekt zitiert wurden, dann hört sich das schon reichlich verärgert und zugleich arrogant an. Der Typ hat sinngemäß gesagt, dass ‚die öffentliche Bekanntmachung der Nutzung des Stützpunkts Hamadan durch die Russen ein Verstoß gegen getroffene Abmachungen sei. Was wohl daran liege, dass da jemand angeben wolle und sich als große Nummer in Syrien und überhaupt als Großmacht im ME aufspielen. Ausserdem hätten sie jetzt eigene Abwehrraketensyteme entwickelt und bräuchten deswegen keine S-400, obwohl die Russen ihnen die angeboten hätten. Flieger allerdings wollten sie schon kaufen.‘

    Das ist im ersten Teil keine diplomatische Verlautbarung und im zweiten doppelt gelogen: Weder wird Russland dem Iran die Dinger angeboten haben (wurden bisher nur an China verkauft; interessiert sind noch Indien und seit neuestem angeblich auch die Türkei), noch kann es so sein, dass die Iraner die nicht wollen. Dass sie evtl. Probleme mit den Amis und der UN bekommen würden ist eine andere Frage.

    Mir kommt die ganze Geschichte also reichlich mysteriös vor …

  203. 203 Tibulski 23. August 2016 um 16:14 Uhr

    USA drohen Russland mit Abschuss von Kampfjets über Syrien

    Das Pentagon hat Russland ausdrücklich mit dem Abschuss von russischen Flugzeugen gedroht, sollte diese den US-Verbündeten in Syrien zu nahe kommen. Die Situation ist gefährlich, weil die Russen sagen, sie bekämen von den Amerikanern keine Informationen, wo die US-Söldner kämpfen.

    Bereit zum Bomber-Abschuss? Pentagon warnt Moskau und Damaskus

    Das Pentagon hat bestätigt, dass die USA sowohl eigene Spezialeinheiten als auch von ihnen ausgebildete Rebellen vor Luftangriffen der syrischen und der russischen Luftwaffe verteidigen würden. Damit warnte Pentagon-Sprecher Peter Cook Moskau und Damaskus.

    USA wollen Assad-Regime direkt über ihre Special Forces informieren

    Das Pentagon will nun auch die Regierung in Damaskus direkt über Standorte seiner Soldaten in Syrien informieren, um diese vor unbeabsichtigten Luftangriffen zu bewahren. Zuvor hatte Russland angeregt, einen Mechanismus auszuarbeiten, um Zwischenfälle zwischen syrischen und US-amerikanischen Kampfjets zu verhindern.

    Russia Suggests Mechanism to Prevent Incidents Between Syrian, US Air Forces

    The Russian Defense Ministry has proposed to establish a mechanism to prevent incidents between the Syrian and US air forces operating in the Arab republic, media reported Tuesday.

    Syrien: Türkei kommt Russland nach Kurden-Offensive zu Hilfe

    In der Schlacht um Aleppo haben Kurden-Milizen den Russen und Syrern mit einer Offensive um eine wichtige Versorgungsstraße Probleme bereitet. Die Türkei kam den Russen mit einer Attacke gegen die Kurden zu Hilfe. Ohne diese Unterstützung besteht die Gefahr, dass sich die islamistischen und internationalen Söldner neu formieren können.

    Syrien und Türkei rücken in Kurden-Frage näher zusammen

    Der „kurdische Faktor“ verschiebt den Standpunkt der Türkei gegenüber der Syrien-Krise und bringt Ankara und Damaskus einander näher, wie die Zeitung „Iswestija“ am Dienstag schreibt.

    Von Kurden erobertes Manbidsch: Der IS ist geflohen, die Angst bleibt

    Manbidsch ist frei, kurdische Milizionäre haben die Terroristen des IS aus der syrischen Stadt vertrieben. Doch auch die Befreier sind machthungrig – manche Bewohner berichten bereits von Schikane.

    Syrien: Hunderte regierungstreue Soldaten in kurdischer Gefangenschaft – Medien

    Die kurdischen Selbstverteidigungskräfte haben gemeinsam mit der bewaffneten Formation “Asayesh” zehn Kilometer östlich der Stadt Al-Hasake 230 syrische Soldaten und Volkswehrmitglieder gefangen genommen, meldet die kurdische Nachrichtenagentur ANFNews am Dienstag.

    Syrien: Kämpfe zwischen Kurden und IS in Al-Hasaka neu entbrannt

    Die oppositionellen „Demokratischen Kräfte“ Syriens (SDF) führen weiter erbitterte Gefechte gegen Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) im Raum der Stadt Schaddadi im Süden der Provinz Al-Hasaka, wie der Nachrichtensender Al Mayadeen am Dienstag meldet.

    Russland stellt Luftschläge aus dem Iran ein

    Der Iran hat seine Genehmigung zur Nutzung des Luftwaffenstützpunkts Hamadan durch die Russen zurückgezogen. Im iranischen Parlament hatte es zuvor Proteste gegen die Genehmigung gegeben. Es ist denkbar, dass die Maßnahme dazu dienen soll, die USA nicht unnötig in Alarmstimmung zu versetzen.

    Iranischer Parlamentschef: Russische Luftwaffe nutzt Hamadan-Basis weiter

    Die Flüge russischer Kampfjets vom iranischen Militärflughafen Hamadan aus sind nicht ausgesetzt worden, wie der iranische Parlamentschef Ali Laridschani am Dienstag sagte.

    Ready to Compete: Is Iran’s Bavar-373 System an Answer to Russia’s S-300?

    Iran has recently showcased its newest air defense missile system, Bavar-373, which features characteristics similar to Russia’s S-300, immediately prompting speculations that it is an answer to and a substitute to Russia’s systems, which have yet to be delivered to Tehran under an existing contract.

  204. 204 Nestor 23. August 2016 um 19:55 Uhr

    Wenn die Berichte über die YPG nur zur Hälfte stimmen – man traut ja als erfahrener und genervter Zeitungsleser so Blattln wie dem Spiegel nicht so recht – dann pokern sie sehr hoch, was sich nur aus US-Rückendeckung erklären läßt.

    Telepolis entwickelt sich inzwischen auch zu einer üblen Hetz-Website. Auf der Suche nach demokratischen Hoffnungsträgern in der Region werden auf einmal die Kurden und damit auch die Amis umarmt und alle anderen verteufelt.

    Schließlich, die Frage der Benützung vom Stützpunkt bei Hamadan – da scheint es ernste Konflikte innerhalb der iranischen Führung zu geben, die sich in diesem Hin und Her äußern.
    Die einen meinen, das Bündnis mit Rußland bringts, die anderen meinen, man dürfe die iranische Souveränität – die sie ja inzwischen seit Jahrzehnten erfolgreich, wenngleich unter großen Opfern verteidigen – nicht gefährden, indem man sich einem großen Teufel in die Arme wirft.
    Dabei haben die Russen bei ihrer Bekanntgabe der Vereinbarung sicher nicht nur an sich gedacht, sondern wollten auch den Iran damit aufwerten, indem sie ihn als Bündnispartner anerkennen.

  205. 205 Tibulski 24. August 2016 um 11:05 Uhr

    Erdogan nennt Ziele seiner Militäroffensive in Syrien

    Die türkische Militäroffensive in Nordsyrien richtet sich laut Präsident Tayyip Recep Erdogan sowohl gegen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) als auch gegen die Kurden.

    Turkey Notifies Russia About Operation to Free Syria’s Jarablus From Daesh

    Ankara has informed Moscow about launching a campaign to liberate the Syrian city of Jarablus from Daesh, Turkish broadcaster NTV reported.

    US Considers Supporting Turkish-Backed Rebels on Syrian Border to Fight Daesh

    The United States is contemplating providing military support to Turkish-backed rebels fighting near the Syrian border in an attempt to weaken the Daesh jihadist group.

    Mit Panzern und Bombern: Türkei vernichtet Dutzende IS-Stellungen in Nordsyrien

    Türkische Panzer haben im Rahmen einer Befreiungsoperation der nordsyrischen Grenzstadt Dscharabulus bereits 70 IS-Stellungen vernichtet, wie der TV-Sender CNN Türk berichtet.

    Turkish Operation to Free Syria’s Jarablus From Daesh Can Take Two Weeks

    Turkey’s operation to free Syria’s border city of Jarablus from the Daesh jihadist group could last over two weeks, local NTV news channel reported Wednesday.

    ‚Or We‘ll Force Them Out‘: Kurdish PYD Demands Turkey’s Withdrawal From Syria

    The Kurdish Democratic Union Party demanded an immediate withdrawal of Turkish forces from Syria after Ankara had launched an operation to liberate the city of Jarablus from Daesh.

    Russian Foreign Ministry Confirms Lavrov-Kerry Talks on Syria on August 26

    Russian Foreign Minister Sergei Lavrov will meet US State Secretary John Kerry to discuss the Syrian conflict in Geneva on August 26, the Russian Foreign Ministry confirmed Wednesday.

    Unterstützung für Russland: Türkische Panzer rücken in Syrien ein

    Die Türkei hat eine großangelegte Offensive in Syrien gestartet, um gegen den IS und die YPG zu kämpfen. Dutzende Panzer sind in das Land eingedrungen. Taktisch stehen damit Russen, Syrer und Türken auf derselben Seite. Di USA unterstützen dagegen die YPG.

    Syrien: Nato-Partner Türkei und USA könnten aneinander geraten

    Die Gefechtslage in Syrien wird täglich kritischer: Die Türkei hat die kurdische YPG unter Beschuss genommen, die von den USA unterstützt wird. Damit prallen die unterschiedliche Interessen von zwei Nato-Staaten aufeinander. Die Türkei warnt, dass der Stellvertreter-Krieg zu einer Konfrontation zwischen Russland und den USA führen könnte.

    Kurden und syrische Armee kämpfen um al-Hasaka

    Araber beklagen Rückkehrverbote – Annäherung zwischen türkischer und syrischer Regierung

    Konfrontation Nato und Russland in Incirlik

    Die neue Allianz der Türkei mit Russland könnte die Nato spalten

    Washington ‚Galvanized‘ Kurds to Attack Syrian Army in Hasakah

    The US has pitted the Syrian Kurds against Damascus-led forces in the northeastern city of Hasakah in a bid not to lose regional influence should Turkey, Russia and Iran create an alliance to resolve the Syrian conflict, analyst and journalist Hüsnü Mahalli told Sputnik, adding that recent clashes are part of the West’s „geopolitical games.“

  206. 206 Tibulski 24. August 2016 um 14:58 Uhr

    ‚Blatant Violation of Sovereignty‘: Damascus Condemns Turkish Operation in Syria

    Earlier in the day, Ankara’s military crossed into Syria with a stated aim of freeing the city of Jarablus from Daesh and eliminating threat from Kurds.

    Ankara: Befreiung von Dscharabulus bringt Wende im Anti-IS-Kampf

    Die Räumung der Stadt Dscharabulus im Norden Syriens von den Kämpfern der Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) wird zum Wendepunkt im Kampf gegen die Dschihadisten, wie der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Mittwoch äußerte.

    Free Syrian Army Liberates 4 Northern Syria Villages From Daesh – Reports

    The fighters of the Free Syrian Army have liberated four villages in the country’s north near the city of Jarablus from Daesh terrorists.

    Unexpected Effect: How Kurdish Problem is Bringing Ankara, Damascus Closer

    Turkey has agreed that Bashar Assad will remain Syria’s president. In addition, Ankara is ready for direct talks with Damascus. The statement came amid fierce clashes between the Syrian Army and US-backed Kurdish troops.

    Der Syrien-Krieg als Probe für den Dritten Weltkrieg

    Die israelischen Luftstreitkräfte haben Angriffe gegen Stellungen der Assad-Truppen in Syrien geflogen. Zugleich beschossen türkische Truppen Dschihadisten und Kurden in den Grenzgebieten. Vor diesem Hintergrund wurde bekannt, dass sich China in den Konflikt einmischt.

    Turkish Strikes in Syria ‚Massively Complicate‘ Ankara’s Relations With US

    Turkey has shelled border regions in Syria ostensibly in a bid to cleanse the area of Daesh in the wake of a deadly suicide bombing in Gaziantep, but the Turkish military also hit Kurdish forces in the area. This has noticeably complicated Ankara’s relations with Washington, political analyst Bulent Aliriza told Radio Sputnik.

    Saudi Arabia Proposes Financial Aid to Kurds for Fight Against Syrian Army

    Saudi Arabia has proposed financial and military aid to Syrian Kurdish armed groupings for continuation of fight against Syrian governmental forces.

    Erdogans Krieg

    Unter dem Vorwand eines Anti-Terroreinsatzes interveniert das türkische Regime in Nordsyrien. Ziel ist die Zerschlagung der Selbstverwaltung in Rojava

    Iraqi Kurdistan, Turkey Agree Anti-Daesh Strategy – Kurdish Leader

    Iraqi Kurdistan and Turkey have agreed on a strategy to fight Daesh, the head of the autonomous Iraqi region Massoud Barzani said Wednesday.

    Wieder russische Kampfjets im Iran – wenn sich die Wogen geglättet haben

    Russland könnte künftig wieder den iranischen Luftwaffenstützpunkt in Hamadan nutzen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

    Hamadan Only Airbase in Iran Used for Refueling Russian Aircraft – MP

    Russian military aircraft in Iran are only allowed to refuel at the Hamadan airbase in accordance with existing agreements, the chairman of the Iranian parliamentary committee on foreign policy and national security said Wednesday.

    Nutzung der Basis im Iran durch Russland dank Koordinationszentrum vereinbart

    Der Vorsitzende des Sicherheitsausschusses im iranischen Parlament, Alaeddin Borudscherdi, hat am Mittwoch Sputnik mitgeteilt, dass die Nutzung des iranischen Militärflugplatzes Hamadan durch russische Bomber im vierseitigen Koordinationszentrum vereinbart worden sei, das von Russland, dem Iran, dem Irak und Syrien in Bagdad gegründet wurde.

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