„Pulverfaß“ Syrien

DER DURCH UND DURCH VERLOGENE IMPERIALISTISCHE AUFMARSCH GEGEN DEN IS

Wenn es denn wirklich so wäre, daß der IS „unsere Werte“ gefährdet, „unsere Sicherheit“ bedroht und überhaupt alles repräsentiert, was die westliche Wertegemeinschaft als verwerflich brandmarkt, so wäre die Sache ja einfach: alle Staaten, die den IS in irgendeiner Form unterstützen, mit Sanktionen belegen und gegenbenenfalls militärisch bekämpfen. Also einen „regime change“ in Saudi Arabien, Katar, der Türkei und möglicherweise andere Golfstaaten in die Wegen leiten und diese Länder zu Parias der internationalen Staatengemeinde erklären.

Ob das effizient wäre und das Ende des IS bedeuten würde, sei dahingestellt. Es ist zumindest dasjenige Instrumentarium, das „der Westen“ bisher gegen Staaten und Regierungen in Anschlag gebracht hat, die ihnen aus irgendeinem Grund nicht in den Kram gepaßt haben.

Daß dergleichen nicht einmal angedacht wurde, weist darauf hin, daß es mit der Ablehnung des IS nicht gar so ernst gemeint sein kann, daß diese ungemütlichen Halsabschneider zwar manchen Regierungen und Interessen störend auffallen, aber daß es andere Interessen gibt, die keineswegs eine negative Stellung zu dieser Kriegspartei einnehmen, und daß diese Interessen weltweit anerkannt sind.

An der Stellung verschiedener Staaten zum IS kann man erkennen, daß sich hier sehr deutliche Interessensgegensätze zwischen den Staaten auftun, die aber nicht in eine offene Konfrontation münden sollen – zumindest vorerst einmal.

1. Die EU unter sich

Frankreich hat nach den letzten Pariser Attentaten behauptet, angegriffen worden zu sein, einen EU-internen Bündnisfall ausrufen zu können und gemeint, sich ab jetzt im Krieg gegen den IS zu befinden. Damit hat es der Halsabschneider-Truppe mehr oder weniger bescheinigt, was diese schon länger über sich selbst verkündet, nämlich ein Staat zu sein.
Hollande hat also mit seiner Kriegserklärung den IS enorm aufgewertet. Es ist wichtig, sich das vor Augen zu halten, weil es vermutlich das weltweite Lager der IS-Anhänger verstärken wird, die sich jetzt einer wirklich machtvollen und als solche anerkannten Organisation zugehörig fühlen können. Es sind also nicht nur die Attentate selbst, sondern auch die Reaktion darauf, die die Attraktivität des IS erhöht.
Das war zwar nicht Absicht des französischen Präsidenten, es war aber nötig, um den Bündnisfall auszurufen, der irgendwo in den Konvoluten des EU-Schrifttums festgelegt ist: wird ein Mitglied angegriffen, so müssen ihm die anderen beistehen. Die französische Führung wollte so eine Art Kreuzzug gegen den IS zustandebringen und anführen.
Das ging gründlich in die Hose. Einige Staaten reagierten nicht, Finnland sagte „nein, danke“, und die einzigen, die bereit waren, diesem Schlachtruf überhaupt zu folgen – GB und Deutschland – stellten von Anfang an klar, daß sie aus eigenem Gutdünken tätig werden wollen, aber keineswegs unter französischer Führung oder nach Vorgaben Frankreichs.

Frankreich steht also ziemlich allein da, weder von den USA noch von seinen eigenen vermeintlichen Verbündeten erhält es Unterstützung für seinen eigenen Dschihad für die europäischen Werte. Aufgrund seines Engagements in Westafrika und im Inland – die Militärpräsenz in Frankreich selbst wurde erhöht, sowohl wegen der Terroranschläge als auch wegen der Flüchtlinge – hat es jedoch kaum mehr personelle Kapazitäten, um den Einsatz in Syrien auszuweiten.

Es präsentiert sich also nicht nur politisch recht ohnmächtig, sondern auch noch dazu militärisch relativ bescheiden. Der Versuch, sich durch sein Schicksal als Terrorziel in der imperialistischen Hierarchie als Führungsmacht ins Spiel zu bringen, ist kläglich gescheitert.

Großbritannien und Deutschland hingegen wissen zwar gar nicht so genau, was sie dort in Syrien jetzt eigentlich erreichen bzw. machen wollen, aber ihnen ist klar, daß man da als halbwegs ernst zu nehmende politische Macht unbedingt mitmischen muß.

Das alles gibt reichlich Stoff für politische und militärische Konfrontationen – erstere weltweit, letztere in und über Syrien. Da sich die EU-Mächte so gar nicht von ihren Kollegen führen lassen wollen, ist eine Kollision oder ein Abschuß eines Flugzeugs keineswegs ausgeschlossen.

Dadurch definiert sich auch das Verhältnis zu Rußland neu.

2. Die EU, die USA und Rußland

Während Frankreich, um seine Schlappe irgendwie wieder auszugleichen und seinen Terrorismus-Rechtstitel doch noch irgendwie zu verwerten, sehr unernsthaft mit Rußland verhandelt – nie könnte es sich Frankreich leisten, aus EU und NATO derartig auszuscheren – vollführen Deutschland und Großbritannien Säbelgerassel, das zwar von ihrem unverbrüchlichen Entschluß Zeugnis ablegt, ebenfalls mit Militär vor Ort zu sein, aber keinerlei Kriegsziele ins Auge faßt. Die Absichtserklärung „Bekämpfung des IS“ bleibt ebenso vage wie die Definition irgendwelcher Bündnisse und Bündnispartner. Es ist nur klar, daß Rußland und Assad Feinde sind und bleiben, – IS-Schreckgespenst hin und her –, auf die man aber doch notgedrungen irgendwie Rücksicht nehmen muß, wenn man nicht den Abschuß eines eigenen Flugzeugs riskieren will.
Nach Studium der Medien erscheint es dem unbefangenen Beobachter so, als ob das russische Waffenarsenal und die immer noch halbwegs intakte syrische Armee die wirklichen Hindernisse sind, an denen sich die kriegsgeile EU-Führungsmannschaft abarbeitet, während IS, Al Kaida, die Terroristen und Halsabschneider und der schreckliche islamische Fanatismus, der unsere Werte bedroht, nur unter ferner liefen figurieren.

Rußland, das wegen seines Engagements in Syrien in letzter Zeit zwei Flugzeuge verloren hat, steht auf dem Standpunkt, daß die syrische Regierung legitim ist – diesen Standpunkt teilt es mit der UNO – und deshalb gestärkt gehört, um die Souveränität über ihr Territorium wiederzuerlangen. Dabei steht es der syrischen Regierung bei.
Mit diesem Anliegen und dem dafür eingesetzten Gewaltapparat gerät es in Gegensatz zu den Vertretern von Freiheit und Demokratie. Deren Interessen sind zwar unterschiedlich, die Einheit und Befriedung Syriens steht jedoch nirgends auf der Agenda. Es ist auch nicht Freiheit und Demokratie, die die Häuptlinge der USA und der dickeren EU-Brummer in erster Linie beseelt, was man daran sieht, daß sie sich problemlos mit einem Staat gemein machen, ihn sogar hofieren, in dem regelmäßig Ehebrecherinnen gesteinigt, Hände abgehackt und Leute ausgepeitscht werden, und in dem weder Frauenrechte noch freie Wahlen existieren.

3. Die feinen Verbündeten des Freien Westens

An der unverbrüchlichen Freundschaft der USA und der EU mit Saudi-Arabien zeigen die Obermacher des Freien Westens sehr deutlich, daß die ganze „Wertegemeinschaft“ und das Getue um Fortschritt, Menschenrechte usw. nur ein ideologischer Zirkus ist, mit dem die eigenen politischen und ökonomischen Interessen verbrämt werden und somit eine höhere Weihe erhalten. Während den Flüchtlingen dauernd um die Ohren geschlagen wird, sich doch gefälligst zu integrieren und die Demokratie als höchstes Gut anzuerkennen, muß Saudi-Arabien sich bei Staatsbesuchen nicht einmal Menschenrechtsgesäusel anhorchen, womit z.B. chinesische Politiker regelmäßig genervt werden. Es ist offensichtlich, daß dieser Staat sich alles erlauben kann, auch das durch keinerlei UNO-Resolutionen gedeckte, seit Monaten stattfindende Bombardement des Jemen.

Ähnlich verhält es sich mit der Türkei. Während die Medien in den letzten Jahren in den letzten Jahren voll waren mit Berichten über gewaltsam niedergeschlagene Demonstrationen, verfolgte, verhaftete und ermordete Oppositionelle und Journalisten, und dem zumindest mit EU-Standards nicht kompatiblen Umgang mit Minderheiten, wird der Türkei gegenüber inzwischen von offizieller Seite kein kritisches Wort mehr laut – ihre Regierung wird hofiert, ihr wird Geld versprochen, bei allen möglichen Gipfeln werden Hände geschüttelt, ideell wird den türkischen Kollegen auf die Schulter geklopft, und der Hoffnung Ausdruck verliehen, daß die Türkei erstens die Flüchtlinge nicht mehr nach Europa durchlassen und zweitens Rußland in seine Schranken weisen wird.

Die Türkei soll sich also als Vorposten der EU und USA bewähren, und dafür hat sie alle Freiheiten.

Fazit

Was in nächster Zeit in Syrien, Irak und Umgebung passieren wird, steht in den Sternen. Es gibt dort die syrische Regierung und ihre Armee, kurdische Organisationen bzw. Milizen, die untereinander gespalten sind (syrische Kurden & PKK versus irakische Kurden unter der Führung des Barzani-Clans), den IS, die Al-Nusra-Front, – beide ziemlich aufgefettet durch internationale Unterstützung – und andere „moderate“ Rebellen, die entweder bedeutungslos oder untereinander zerstritten sind, dem Ganzen übergeordnet die Rivalität zwischen Iran und Saudi-Arabien um die Führung in der islamischen Welt; ferner die USA, Rußland und einige europäische Mächte, schließlich die Anrainerstaaten Syriens und des Irak, die teilweise von Flüchtlingen überrannt sind und wo sich ebenso ambitiöse wie verrückte Kalküle auftun über die Möglichkeit, ihr Territorium oder ihren Einfluß zu erweitern. Zu all diesen politisch-strategischen Interessen gesellen sich noch energiepolitische Überlegungen und das Interesse, einmal die eigenen Waffen auszuprobieren.

Wer immer noch glaubt, hier ginge es um Werte oder auch nur um Demokratie, also die hier übliche Staatsform, ist mit pro-EU-Verblödung geschlagen, die jedoch gerade unter kritischen Menschen fröhliche Urständ feiert, weil sie durch Festhalten an den Rechtstiteln fürs staatliche Zuschlagen ihre inhaltsleere Distanz zu Rassismus und religiös verbrämten Fanatismus zum Ausdruck bringen wollen – also diejenige Gewalttätigkeit ablehnen können, die unmittelbarer vorgeht und über weniger schöne Rechtfertigungsideologien verfügt.

Was ist schon ein von einer Drohne verursachtes Gemetzel in Afghanistan gegen ein paar abgeschnittene Köpfe im Internet!


34 Antworten auf „„Pulverfaß“ Syrien“


  1. 1 Nestor 10. Dezember 2015 um 22:02 Uhr

    Hier einiges zur US-Politik und deren Zielen im Irak:

    http://www.wsws.org/en/articles/2015/12/10/iraq-d10.html

    Da wird irgendwie klar gesagt: Solange ihr euch nicht vom Iran lossagt, könnt ihr jegliche Hilfe bei der Wiederherstellung eurer territorialen Einheit vergessen.
    Irgendwie kommt das schon einer indirekten Unterstützung des IS gleich.

  2. 2 Jacko 11. Dezember 2015 um 9:24 Uhr

    Auffällig war zwar, dass die irakische Regierung es den US-Truppen untersagt haben soll, eigenständig von irakischem Terrotorium aus Richtung Syrien zu agieren – das würde in das Muster passen, dass zwischen USA und Irak ein Konflikt über die Hegemonie Irans besteht – dass man anschließend darüber dann aber auch nichts mehr gehört hat (was entweder bedeuten mag, dass die Amis stattdessen also von Erbil aus operieren, oder sich irgendwie mit den Irakis geeinigt haben. Beim Flug von Steinmeier nach Erbil wurde berichtet, dass Streitigkeiten über Überflugrechte für den Flieger dazu geführt haben, dass der Herr fast gar nicht, dann aber nur mit reichlich Verspätung in Erbil eingetroffen sei. (Lauter Kollissionen und Ansprüche auf Gefolgschaft zwischen diversen Mächten vor Ort.)

    Übrigens: geostrategisch bräuchte es für die Zerschlagung des IS schon auch dessen Abtrennung/Entzweiung mit div. sunnitischen Gebieten/Stämmen in Irak. Meines Wissens ist auch dies einer der Gründe, warum die USA in Kollision mit ihrem eigenen Geschöpf, der irakischen Regierung, geraten sind, der sie dies auch deswegen nicht zutrauen, weil die ja gerade die Sunniten in die Arme (… und Armee …) des IS getrieben habe. (So lautet zumindestens die offizielle Version, die man so in den Journalen findet.)

  3. 3 Lorenzo 11. Dezember 2015 um 16:02 Uhr

    Any Force That Threatens Russia Should Be Destroyed – Putin

    Any force that threatens the Russian military in Syria should be destroyed, Russia President Vladimir Putin said during a meeting with the Russian Defense Ministry.

    „The Russian military operation in Syria wasn’t motivated by geopolitical interests or a desire to test new weapons; it was initiated because Daesh (a terrorist organization known also as ISIL and the Islamic State) directly threatens Russia, President Vladimir Putin said.

    „Our soldiers in Syria are, first and foremost, defending their country. Our actions there aren’t motivated by some obscure and abstract geopolitical interests or a desire to train our forces and test new weapons – which is of course an important goal as well. Our main objective is to avert a threat to the Russian Federation,“ Putin said during a meeting with the Russian Defense Ministry officials.

    Putin added that any force threatening the Russian military in Syria would be destroyed and called on the military to react extremely strong should this happen.

    „I instruct you to act extremely rigid. Any target threatening a Russian grouping or our ground infrastructure needs to be immediately destroyed,“ Putin said.

    Russia’s operation in Syria is not being carried out in its geopolitical interests or because of a desire to test new weapons, but because the Islamic State is directly threatening Russia, President Vladimir Putin said Friday.“

    ‚Utterly Confused‘ US No-Fly Zones Target Syrian Government, Russia

    At a Wednesday meeting of the Senate Armed Services Committee, US General Paul Selva told lawmakers that despite America’s military capacity to establish a no-fly zone in Syria, the country may not really want to do so in order to avoid possible blowback from Russia and the Syrian government.

    „Committee Chairman Senator John McCain criticized General Paul Selva’s explanation, claiming it was “one of the most embarrassing statements he’s ever heard from a uniformed military officer.”

    Former US diplomat and adviser to the US Senate Republican leadership Jim Jatras called the episode “another snapshot of how utterly confused “America’s policy in the Middle East is.

    “We keep hearing ‘Daesh is our main enemy’. But obviously a no-fly zone has no relevance with respect to Daesh.” Jatras told Radio Sputnik. “It can only be relevant with respect to overthrowing the Syrian government and confronting Russia there, and of course they are fighting against Daesh. So what is it that we’re trying to achieve there? They don’t clearly know, it seems, except maybe to fight everybody all the time.”

    According to the former adviser, everything indicates America is only creating the illusion that it is fighting Daesh rather than taking real action that would have a significant impact.

    “Why did we only start hitting the oil tanker trucks after the Russians showed the evidence of them going into Turkey and started hitting them themselves? We could have been doing that months and months ago, but we didn’t do it. Why? Because we really didn’t want to hurt Daesh that badly.”

    The US doesn’t regard Daesh as an existential threat that has to be eliminated but wants to use it as a pressure point, leverage against the Iranian zone on one side and against the Assad government on the other side, Jatras assumed.

    “It just shows there is no coherence between what we are trying to achieve and how we are trying to achieve it,” he said.

    There’s no chance of achieving anything that “makes any sense”, the former diplomat argued, until the US stops taking its lead from so-called regional partners like Turkey or Saudi Arabia, that are clearly “on Daesh’s side, on the side of the jihad terrorists”. He added that since the shoot down of the Russian Su-24 jet, more and more American citizens tend to question why the US is allied with Turkey in the first place. Recently a petition has been launched on the White House website calling on Washington to ask NATO to cut ties with Turkey.

    According to Jatras, America’s default policy in the Middle East has been to serve as an air force for “shady characters”.

    “We’ve been following this kind of shady relationship with Sunni terrorist groups inspired by the Wahhabist ideology and money from Saudi Arabia ever since the Afghan war against the Soviet Union. We did it in Bosnia, we did it in Kosovo, we did it in Libya, and now we are doing it in Syria”, he claimed.

    Regarding the possibility of creating a broader anti-terrorist coalition that would include Russia, the former adviser said Moscow could be Washington’s primary partner if only US realized it is “no longer in the position to dictate the political arrangements of other countries” and stopped extending its sphere of influence “over the entire globe”.“

    Destroying Syria to Create Sunnistan

    What is the connection between the US bombing of a Syrian military base in Ayyash, Syria, and the Turkish invasion of northern Iraq?

    Both of these seemingly isolated events are part of a larger plan to Balkanize the Middle East, to strengthen Washington’s grip on dwindling resources, to draw Russia into a costly and protracted war, and to ensure that ME oil remains denominated in US dollars. (…)

    On Sunday, US warplanes bombed a Syrian military base east of Raqqa killing three Syrian soldiers and wounding thirteen others. The incident took place in the village of Ayyash in Deir Ezzor Province. Coalition spokesman US Colonel Steve Warren denied US involvement in the deadly raid despite the fact that the UK-based Syrian Observatory for Human Rights confirmed ‘that the air strike hit the military camp’. According to the observatory, ‘This is the first time that a strike from the US-led coalition killed Syrian government troops.’ Warren’s denial, which is the reflexive Pentagon response to any claim of culpability, suggests that the attack was a deliberate provocation intended to trigger retaliatory strikes from Russia that would, in turn, justify a larger commitment of US troops and weaponry to the 4 and a half year-long Syrian war. Whether the airstrikes got the greenlight from the White House or from rogue elements acting independently at the Pentagon is unclear. What is clear, however, is that the attack on Syrian troops, a full 30 miles from their designated target, was no mistake. It’s also worth noting, that according to South Front military analysis, the US bombing raid coincided with a “a full-scale ISIS offensive on the villages of Ayyash and Bgelia.” In other words, the US attack provided sufficient air-cover for ISIS terrorists to carry out their ground operations. (…)

    Was that part of the plan or was it merely a coincidence?

    Less than 24 hours after the attack, US warplanes bombed the village of Al-Khan in north-eastern Syria killing 26 Syrian civilians including at least four women and seven children and four women. The message the US military is sending with these lethal attacks is that it wants to control the air-space over east Syria where it plans to remove ISIS and establish a de facto Sunni state consistent with its scheme to break Syria and Iraq into smaller cantons governed by local warlords, Islamic fanatics, and US puppets. A great deal has been written about this topic already, so we won’t spend too much time on it here. A recent op-ed in the New York Times by neocon John Bolton sums up the basic concept which appears to be supported by virtually the entire US political establishment. Here’s an excerpt from the article:

    “Today’s reality is that Iraq and Syria as we have known them are gone. ….. Rather than striving to recreate the post-World War I map, Washington should recognize the new geopolitics. The best alternative to the Islamic State in northeastern Syria and western Iraq is a new, independent Sunni state….

    This Sunni state proposal differs sharply from the vision of the Russian-Iranian axis and its proxies (Hezbollah, Mr. Assad and Tehran-backed Baghdad). Their aim of restoring Iraqi and Syrian governments to their former borders is a goal fundamentally contrary to American, Israeli and friendly Arab state interests….

    The new “Sunni-stan” may not be Switzerland. This is not a democracy initiative, but cold power politics. It is consistent with the strategic objective of obliterating the Islamic State that we share with our allies, and it is achievable.” (“John Bolton: To Defeat ISIS, Create a Sunni State“, New York Times) (…)

    This same rule can be applied Turkey’s invasion of northern Iraq with an estimated 900 troops and 20 tanks. First of all, there is no way that Turkey launched the incursion without first getting the thumbs-up from Washington. (…)

    Once again, the Turkish move fits perfectly with the overall imperial strategy of “deconstructing” Syria and Iraq and breaking them into smaller, innocuous statelets that will remain in “a permanent state of colonial dependency” for the foreseeable future.

    As for Turkey’s Islamist zealots in Ankara; they feel entirely justified in reclaiming territory they think was stolen from them following WW1. (…)

    Turkey’s invasion of Iraq signals the beginning of a long-term occupation that will likely expand to Mosul. This will establish a critical beachhead for controlling resources and pipeline corridors that will keep the oil flowing through Turkey and on to the southern port of Ceyhan. Here’s more on what’s going on from Turkish columnist Yavuz Baydar:

    “Taking back Mosul in full is on the top of the agenda. For this there is an apparent convergence of interests between Turkey, the Kurdish Regional Government (KRG) and the Western allies….The key figure in the big picture is Khaled Hodja, leader of the Syrian National Coalition (SNC), in close cooperation with KRG leader Masoud Barzani. It was he who declared that there would be a joint combat force built in the canton of Rojava.

    A colonel, speaking anonymously to Tunca Öğreten with the Diken news site in İstanbul, confirmed the plans, adding that it was a formation initiated by the US and Turkey and that it would consist of around 5,000 men.

    “…. These forces are supported by the US and Turkey, both against the [Syrian President Bashar al-] Assad regime and to cut out the Kurds in northern Syria.”

    Idris Nassan, the deputy foreign minister of Kobani, claims that this new force would consist mainly of members of the groups Ahrar al-Sham and al-Nusra, and Turkmens.

    Nassan connects the latest moves to an imminent meeting in Riyadh, where Saudis are organizing new alliance-building for the Syrian opposition forces.“Behind the term ‘moderate forces’ are Saudi Arabia and Turkey,’ Nassan told the Diken website.” (“What lies beneath Turkey’s ’Mosul move’?“, Today’s Zaman)

    So it looks like an agreement has been struck between Turkey, the KRG and the United States to seize parts of northern Iraq and eastern Syria to create a de facto Sunni state that will be jointly-controlled by Ankara and Washington. It also looks like Obama has agreed to use dodgy jihadi-proxies (aka–Terrorists) to work alongside US Special Forces to carry out future military operations. So while the effort to remove Assad has been temporarily put on the backburner, the determination to destroy Syria is as strong as ever.“

    F-16 Designer: Turkey ‚Set up an Ambush‘ for Unsuspecting Russian Su-24

    Pierre Sprey, a highly respected US defense analyst who was on the team that developed the F-16, says that he has no doubt whatsoever that the Turkish Air Force attack on the Russian Su-24M bomber over Syria last month was the result of a well-planned ambush.

    Ultimately, the analyst suggested, „between the fuel-guzzling low altitude of the holding pattern of the F-16s, which miraculously coincided with the flight times of the Russian airplanes, and the fact that they didn‘t even chase the airplane immediately upon its alleged border incursion, all that smells very much like a pre-planned operation.“ (…)

    „Such an ambush,“ Sprey noted, „wouldn‘t have been hard to pull off, because the Russians, in their detailed account of this, state very clearly that they had coordinated with NATO, with the Americans, announcing this attack well in advance, and had followed the protocol of listening on the NATO-agreed frequency for any warnings or alerts from NATO or from the Turks.“

    As for the Turks‘ supposed radio warnings, the analyst noted that they may have of the kind that were not intended to be received: „Now it so happens that Su-24s have no radios onboard for receiving UHF-frequency signals, a fact which is well known to American, NATO and Turkish intelligence.“ Thus, while „it’s likely true that the Turks radioed warnings…those warnings may have been deliberately transmitted only on the international civilian frequency so that the Su-24s would never hear them.“

    Commenting on Russia’s deployment of the S-400 surface-to-air missile system in response to the Turkish attack, the analyst suggested that while it will not completely preclude the Turks from interfering in Russian strikes in the area, „it’s a hell of a threat“ Russia „may or may not be able to prevent a hidden Turkish fighter from firing at another Russian aircraft in the border area, but they certainly have the possibility of catching him or his friends on the way home.“

    Kreml: Partner antworten nicht auf Einladung zu Su-24-Blackbox-Auswertung

    Russland hat bislang keine Antwort von den Partnern auf seine Anfragen zu deren Teilnahme an der Auswertung des Flugdatenschreibers des durch ein türkisches Jagdflugzeug abgeschossenen russischen Jagdbombers Su-24 erhalten. Das teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit.

    „Soweit ich weiß, gab es noch keine Antwort. Derzeit warten wir noch auf Antworten, ob Bereitschaft oder eben keine Bereitschaft dieser oder jener Länder, sich (an der Auswertung – d. Red.) zu beteiligen, besteht“, sagte Peskow.

    Wie lange Russland noch bereit ist, auf die Antwort seiner Partner zu warten, wollte Peskow vorerst nicht kommentieren.“

    Washington bestätigt: IS-Öl fließt in Türkei

    Die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) kann mit dem Ölhandel bis zu 40 Millionen US-Dollar monatlich erwirtschaften, wie der für den Kampf gegen Terrorfinanzierung zuständige Staatssekretär im US-Finanzministerium, Adam Szubin, im Königlichen Institut für internationalen Beziehungen in London mitteilte.

    „Ein Teil des Öls fließt über die türkische Grenze“, so Szubin.

    Washington ruft Ankara Szubin zufolge auf, den Geldstrom der Terror-Kämpfer Syriens und des Irak zu blockieren.

    „Wir erwarten, dass die Türken mehr für die Sperrung des Geldstroms aus dem Ölschmuggel tun werden. Die Festigung der Sicherheit dieser Grenze (der Türkei zu Syrien und dem Irak – Anm.d. R.) würde große Dividende mitbringen“, betonte er.

    Nach Angaben des russischen Generalstabs besitzen die Daesh-Terroristen jetzt mindestens 8 500 Tankwagen, die täglich bis zu 200.000 Barrel transportieren. Das sei „deutlich weniger“ als zu Beginn des russischen Luftwaffeneinsatzes.“

    USA wissen schon lange: Ankara kauft Öl von IS

    Die USA wissen schon lange, dass die Türkei das Erdöl exportiert, das sie von der Terrormiliz Islamischer Staat (Daesh) kauft, wollen aber die Türkei weiter in ihrem Freundeskreis sehen, wie der Ex-CIA-Mitarbeiter und Experte für Terrorbekämpfung Philip Giraldi am Donnerstag dem TV-Sender Russia Today sagte.

    „Wir wissen schon lange, dass die Türken es sind, die sich mit dem Export von Erdöl des Islamischen Staates beschäftigen und Geld daran verdienen. Deshalb haben wir auch keine Schläge gegen IS-Autokolonnen geführt“, so Giraldi.

    „Die USA haben jetzt mehrere mit Öl beladene Autokolonnen mit Bomben zerstört. Zuvor hatten sie so etwas nicht getan, weil sie wussten, dass diese Autokolonnen unter türkischem Schutz standen. Die Beteiligung der Türkei, die ihr Territorium für die Nutzung von Luftwaffenbasen gewährt, ist für Amerika ein wichtiges und kompliziertes Moment“, ergänzte der Experte.

    Giraldi wandte sich gegen die unkritische Haltung der USA gegenüber den türkischen Behörden hinsichtlich ihrer Verbindungen mit dem IS. „Nach allem zu urteilen, hat das Weiße Haus beschlossen, dass es besser ist, die Türkei in ihrem Freundeslager beizubehalten, als sie als Feind zu betrachten. Daher sind Offizielle bei ihren Äußerungen sehr vorsichtig – niemand beschuldigt die Türkei“, so Giraldi.

    Ihm zufolge verhalten sich die USA gegenüber Saudi-Arabien in ähnlicher Weise.

    Giraldi merkte zugleich an, dass viele Mitglieder der Regierung und der Militärführung der USA immer mehr dazu neigen, eine Zusammenarbeit mit Russland in Sachen Syrien aufzunehmen.“

    Syriens Opposition: zerstritten und abhängig

    Die drei Oppositionskonferenzen in Riad, in Rumeilan und in Damaskus bieten wenig Aussichten auf eine Einigung

    Erdogan: Türkei beabsichtigt keinen Truppenabzug aus Irak

    Die Türkei beabsichtigt nicht, ihr Militärkontingent aus dem Irak abzuziehen, wie der türkische Präsident Tayyip Erdogan am Donnerstag in Ankara in einer Pressekonferenz sagte.

    „(Der irakische Premier) Haider al-Abadi hat uns 2014 besucht und darum gebeten, Soldaten und Polizisten auszubilden. Unsere Soldaten haben sich als Instrukteure in den Irak begeben und ihre Funktion ist auf Kampfausbildung beschränkt. Die Zahl der Instrukteure kann sich je nach der Zahl der Auszubildenden verändern. Jetzt geht es nicht darum, unsere Soldaten aus dem Irak abzuziehen“, so Erdogan.

    Der türkische Präsident fügte hinzu, dass die Türkei, die Kurdische Autonomie des Irak und die USA am 21. Dezember in einer Beratung die Situation im Irak besprechen sollen.

    Laut den irakischen Behörden war ein türkisches Panzerbataillon am 4. Dezember in die irakische Provinz Nainawa unter dem Vorwand eingedrungen, die kurdischen Selbstverteidigungskräfte ausbilden zu wollen, die gegen den IS (Daesh) kämpfen. Das irakische Außenministerium bezeichnete den Einmarsch als „feindliche Handlung“.

    Daraufhin begründete die Türkei die Entsendung ihrer Truppen in den Irak mit der Notwendigkeit, die Sicherheit der türkischen Instrukteure zu gewährleisten, die die kurdischen Kämpfer in den Trainingslagern in der Provinz Nainawa ausbilden.“

    Iraqis Fear US Backs Turkish Land Grab in Mosul Region

    Iraqi parliamentarians worry the US government has given Turkey a free hand to grab territory in the country’s oil-rich Mosul region, experts told Sputnik.

    WASHINGTON (Sputnik) — The Iraqi Parliament’s Security and Defense Committee recently called on Prime Minister Haider Abadi to reassess and, if necessary, cancel the country’s security treaty with the United States following Turkish occupation of Iraqi territory near Mosul.

    „My impression is that the Iraqi government has observed that the Russians are more effective in combatting ISIS [Islamic State] than the United States,“ University of Louvain Professor Jean Bricmont in Belgium, author of „Humanitarian Imperialism,“ told Sputnik.

    Iraqi politicians recognize that Turkey continues to be favored by Washington as a major military ally in the Middle East, and Ankara also remains a member in good standing of the US-led NATO alliance despite its aggression toward Iraq, Bricmont pointed out.

    „The Iraqis can see that NATO is supporting Turkey, and the latter is invading part of Iraq. Certainly this cannot happen without US approval.“

    Genuine concern about Washington’s long-term policies toward Iraq was growing among policymakers in Baghdad and the parliamentary committee’s statement was an expression of this, Bricmont explained.

    „I don‘t know what is going on in the minds of the members of the Iraqi government, but I don‘t see why that would only be pure posturing.“

    However, the United States would allow Iraqi Prime Minister Abadi to escape from his security obligations to Washington, University of Illinois Professor of International Law Francis Boyle told Sputnik.

    „Abadi is a US puppet. Obama put him in power and keeps him in power. Nothing more than the Mayor of Baghdad,“ Boyle said.

    Bricmont added that Turkey’s and Saudi Arabia’s support for the Islamic State, also known as Daesh, and the continued US support for Ankara and Riyadh was driving all forces in the Middle East to look to Russia for protection.

    „Turkey’s support for the Islamic State and the recent events in the region are a game changer, since all the forces that are opposed to ISIS — Iran, Iraq, Syria and Lebanon — see that their only real ally is Russia.“

    The Iraq-US Strategic Framework Agreement of 2008 contains a provision that allows either party to terminate it at one year’s notice.“

    Is Washington Trying to Push 100,000 Foreign Troops on Iraq?

    A prominent Iraqi opposition MP has warned that Washington lawmakers have proposed sending 100,000 troops from the US, Saudi Arabia, Jordan and the Gulf States to Iraq to fight the jihadists, whether Baghdad approves or not; however, analysts suggest that such a deployment would spark an all-out sectarian war between Sunnis and Shiites.

    „On Thursday, the Iraq Press Agency reported, citing Iraqi Irada Movement opposition party MP Hanan Fatlawi, that Washington has plans to introduce up to 100,000 foreign troops to Iraq, ostensibly in the aim of pursuing its war against Daesh (the terrorist group otherwise known as ISIL).

    Writing on her Facebook page, Fatlawi said that she had learned from reliable sources that US Senator John McCain recently told Iraqi Prime Minister Haider Abadi and a number of senior cabinet and military officials that the US had made a decision to deploy „a hundred thousand foreign troops, including 90,000 from Saudi Arabia, the UAE, Qatar and Jordan, and 10,000 troops from America…in western regions of Iraq.“

    Fatlawi noted further that during the course of the meeting, held in Baghdad on November 27, Prime Minister Abadi had attempted to protest the plan, but was told that „the decision has already been taken.“

    McCain and fellow Republican hawk Senator Lindsey Graham have been calling for a tripling of the number of US troops in Iraq (presently estimated at about 3,600) to 10,000. During their joint visit to Baghdad in November, Graham said that American forces could provide logistical support to contingents from other Sunni countries in the region, including Egypt, Saudi Arabia and Turkey.

    „The region is ready to fight,“ Graham said. „The region hates ISIL –they are coming for Sunni Arab nations. Turkey hates ISIL. [Furthermore] the entire region wants Assad gone. So there is an opportunity here with some American leadership to do two things: to hit ISIL before we get hit at home and push Assad out.“

    The 2016 Republican presidential candidate emphasized that „Saudi Arabia, Egypt, Turkey –they have regional armies and they would go into the fight if we put [the removal of] Assad on the table. Most of the fight will be done by the region. They will pay for this war.“

    Commenting on the Iraqi lawmaker’s announcement, and the Republican lawmakers‘ comments, Elena Suponina, Middle East expert and Director of the Russian Institute of Strategic Studies, told the Russian newspaper Svobodnaya Pressa that the information may be hearsay, but could also be a cue, „probing the [response to] prospects of a ground operation in Syria and Iraq.“

    „Proposals to send in ground troops are heard more and more often from among experts in Europe and the US, including among military leaders in the US,“ the expert noted.

    For now, she added, proposals focus „on carrying out such an operation in Syria. But we cannot exclude the possibility that it will affect neighboring Iraq as well. I think that in the end, the Western countries‘ strategy will depend not on the Kurds, who cause severe irritation to countries like Turkey, but on their own troops. This seems especially likely once Obama is out of office. The US have already sent special forces and advisors to Syria, and in Iraq, they already have several thousand troops.“

    „As far as the participation of troops from the Persian Gulf,“ Suponina noted, „I have serious doubts. They do not even have enough strength to fight the Huthis in Yemen. Saudi Arabia began a war in Yemen, but does not know how to finish it, or to convince anyone that it has been at least a qualified success.“

    For his part, Semyen Bagdasarov, the Director of the Russian Center for the Study of the Middle East and Central Asia, is convinced that the deployment of tens of thousands of foreign Sunni troops to Iraq would result in a sectarian war „eclipsing all the previous ones.“ If deployment goes ahead, the analyst suggests, „the Arabs will try to fill the vacuum formed after removing the so-called caliphate in Iraq –that is, to attempt to create a Sunni state in northern Iraq. If the Americans really want to plunge the entire Middle East into chaos, they can do this, but I do not believe it will come to that.“

    In any case, military expert Anatoly Nesmiyan notes that „moving in a 100,000-strong force without serious preparation is impossible. With current technology, such transfers cannot be hidden. If a serious preparation of infrastructure occurs, it will be noticeable for one to one-and-a-half months before the actual intervention takes place. So for now, the words of the Iraqi parliamentarian remain just that –words.“

    Ägypten, Griechenland und Zypern besiegeln Dreierbündnis

    Die gegen die Türkei gerichtete Allianz will die Erdöl- und Erdgasvorkommen in der Ägäis gemeinsam nutzen

  4. 4 Nestor 11. Dezember 2015 um 19:04 Uhr

    @Jacko

    Die USA sind mit ihrem „eigenem Geschöpf“ im Irak ja schon seit geraumer Zeit unzufrieden. Jemanden anderen als die schiitische Partie, die mit dem Iran kooperiert, haben sie nicht gefunden, nachdem sie unter Bremer die Baath-Partei und ihre ganzen Abteilungen in Militär, Verwaltung und Ausbildungswesen in die Wüste (im wahresten Sinne des Wortes) geschickt hatten.

    Die Unterstützung des IS durch die Golfstaaten war daher den USA seinerzeit recht, weil sie hoffzen, dadurch eine Regierung hinkriegen zu können, die mit Saudi-Ariabien und den IS-Interessen kompatibel war.

    Die inzwischen eingetretene Fragmentierung des Irak in Regierungs-kontrollierte, IS-kontrollierte und Kurden-kontrollierte Gebiete ist offenbar den USA nicht unangenehm, solange sich diese Gebiete möglichst dem Einfluß des Iran entziehen.

    Man könnte also die Sache so betrachten, daß den USA die Regierung in Bagdad völlig wurscht ist, und sogar ein Ärgernis, solange sie mit dem Iran kooperiert.

    Das ist natürlich nur ein kleines Detail in dem Power-Play in dieser Region, aber es zeigt klar, daß manche Kräfte innerhalb der USA-Führung den IS gegen die schiitische irakische Regierung stützen, bzw. durch ihre Freunde am Golf stützen lassen.

  5. 5 Nestor 11. Dezember 2015 um 19:17 Uhr

    Mir erscheint inzwischen, daß Rußland versucht, die bestehenden Staaten im Nahen Osten wiederherzustellen und die USA bzw. ihre verschiedenen Fraktionen es für opportun halten, sie zu zerstören und neue Mini-Einheiten zu etablieren, die leichter manövrierbar sind.
    Insofern könnten sie sich sicher die Etablierung verschiedener kleiner Kurden-Staaten, darüber hinaus eines sunnitischen und eines alawitisch-christlich-drusisch-schiitischen Syrien, und ebenso kleiner Einheiten im Irak vorstellen. Alles unter dem Schlachtruf „Selbstbestimmungsrecht“!
    Dagegen hat Rußland etwas, und das ist höchst konfliktträchtig.

    As for Turkey’s Islamist zealots in Ankara; they feel entirely justified in reclaiming territory they think was stolen from them following WW1

    Das öffnet auch Tore nach Europa … Ein von der EU zum Hungern freigegebenes Griechenland, ein völlig verelendetes Bulgarien sind mögliche Einflußzonen einer ehrgeizigen türkischen Führung. Vielleicht nicht heute, aber morgen …

  6. 6 Jacko 12. Dezember 2015 um 10:02 Uhr

    Dass Grichenland und die Türkei in einer großtürkischen Perspektive näher zusammenrücken könnten, das wäre zumindestens ungewöhnlich, schließlich legitimiert Griechenland seine Militärausgaben m.W. weitgehend unter Hinweis auf die gepflegte Feindschaft zu den Türken, die sich immer wieder an Passierrechten und Einflusszonen auf diesem oder jenem Inselchen zuspitzen. Etwas größer ist da der Konflikt um Zypern, den beide Seiten (vor allem innerhalb der EU die Griechen) zu Vetos und Strafandrohungen gegen die andere Seite genutzt haben, so dass Griechenland der bombenfeste Fels war gegen alle weiteren „Versprechungen“ der EU an die Türkei…

    (Und was Bulgarien und die Balkan-EU-Beitrittskandidaten-Staaten betrifft, so scheint mir als Konkurrent zur EU eher Russland dieses Feld beackern zu wollen.)

    Dass Russland eher dem Zerfall Einhalt gebieten will, ist ja übrigens auch die Staatsräson von Putins Aufstieg in Russland selber gewesen. (Sieht so aus, dass sie eher auf Benutzung starker Zentralstaaten deswegen sich fokussieren, weil ihr Interesse militärisch-geostrategischer Natur ist.)

  7. 7 Nestor 12. Dezember 2015 um 16:25 Uhr

    Es geht gar nicht ums „näher Zusammenrücken“ – Griechenland kann sich vielleicht einmal seine Militärausgaben, vor allem fürs Personal nicht mehr leisten und die Türkei könnte dann in griechisches Hoheitsgebiet eindringen, oder das eigene ausweiten, sowohl zu Wasser als auch zur Luft – womöglich unter Duldung der NATO, falls Griechenland mit Rußland liebäugeln sollte.

  8. 8 Lorenzo 13. Dezember 2015 um 15:17 Uhr

    Noch einmal zur Ausgangslage und den ersten Jahren des Kriegs in Syrien:

    Syrien, ein Krieg um Gas und Öl

    Der «Bürgerkrieg» in Syrien ist vor allem ein Rohstoffkrieg. Es geht um die Vormacht im globalen Energiemarkt. Die Hintergründe.

    Der Titel ist unglücklich gewählt, weil irreführend:

    „Doch zu diesem Zeitpunkt hatte der sogenannte arabische Frühling die Verhältnisse im Nahen Osten bereits ins Schleudern gebracht. Fest steht, dass Katar bereits 2011 begonnen hatte, einen bewaffneten Aufstand zu finanzieren, um Assad zu stürzen, und dass mindestens Grossbritannien, USA, Frankreich und die Türkei in diese Pläne eingeweiht waren und sie unterstützten.

    Selbstverständlich kann dies nicht monokausal auf den Konflikt um Pipelines und Erdgasvermarktung zurückgeführt werden. Der Pipeline-Streit war wohl nicht mehr als ein gewichtiger Faktor unter vielen, die Syrien in den Krieg trieben. Auch aus Saudiarabien flossen hohe Summen in den Aufbau von bewaffneten Einheiten. Die Strategie war, Syrien durch Terror zu destabilisieren, um einen Regimewechsel zu erreichen. Die Saudis schmiedeten seit langem Pläne zum Sturz Assads, weil sie den iranisch-schiitischen Einfluss in der Region eindämmen und die Achse Teheran-Damaskus-Hisbollah demontieren wollten.“

  9. 9 Lorenzo 14. Dezember 2015 um 18:43 Uhr

    Anti-IS-Kampf: Großoffensive mit 100 000 Soldaten?

    In den Irak und nach Syrien könnten im Kampf gegen den “Islamischen Staat” (IS) 100 000 arabische und türkische Soldaten unter US-Schirmherrschaft entsandt werden. Die Türkei hat bereits Truppen entsandt, was zur Abkühlung der Beziehungen mit dem Irak führte, und den Iran dazu provozierte, seinen eigenen Bodeneinsatz anzukündigen.

    Russland unterstützt Freie Syrische Armee mit 40 Luftschlägen täglich

    Die russische Luftwaffe fliegt täglich 30 bis 40 Luftschläge zur Unterstützung der Freien Syrischen Armee (FSA) gegen die Terroristen in Syrien, teilte der Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Armeegeneral Valeri Gerassimow, bei einem Treffen mit ausländischen Diplomaten und Militärs.

    General: Freie Syrische Armee will Russen Daten von IS-Objekten zuspielen

    Die Freie Syrische Armee (FSA) will der russischen Luftwaffe Daten von Objekten der Terrormiliz Daesch (Islamischer Staat) zuspielen, wie FSA-General Hussam al-Awak am Montag der Agentur Sputniknews mitteilte.

    Russia Not Supplying Free Syrian Army With Weapons

    According to Russia’s presidential aide, Moscow is not sending any arms to the Free Syrian Army.

    Some Riyadh-Talks Parties ‚Cannot Take Part‘ in Syrian Crisis Negotiations

    Moscow believes that it is impossible for some of the Syrian opposition forces that recently gathered for a conference in the Saudi Arabian capital of Riyadh to take part in the Syria crisis negotiations, Russia’s envoy to the United Nations, Vitaly Churkin, said.

    Aegean Sea Incident ‚Aims to Disrupt Russia’s Arms Supplies to Syria‘

    On Sunday the crew of a Russian frigate was forced to use firearms to prevent a collision with a Turkish fishing boat in the northern part of the Aegean Sea in what many in Russia believe was a provocation by Turkey.

    FSB dementiert Zwischenfall mit türkischem Schiff

    Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat die Berichte über einen Zwischenfall wegen der Behinderung eines russischen Schleppverbandes mit Ölplattformen durch ein türkisches Schiff dementiert.

    Su-24 Incident Should Not Spoil Turkey-Russia Relations – Erdogan

    Relations between Russia and Turkey should not suffer because of the incident involving the Russian Su-24, downed by a Turkish jet, Turkish President Recep Tayyip Erdogan said Monday.

    Is McCain Behind Washington’s Failed Anti-Daesh Strategy?

    Senator John McCain has allegedly „derailed“ Washington’s campaign to tackle Daesh, also known as ISIL, Gordon Duff, a Vietnam War combat veteran, wrote for New Eastern Outlook.

    Türkischer Abgeordneter: IS-Kämpfer bekamen Giftgas aus der Türkei

    Der Abgeordnete von der republikanischen Volkspartei Eren Erdem hat am 10. Dezember dem türkischen Parlament Beweise für die Lieferung des chemischen Kampfstoffes Sarin aus der Türkei nach Syrien vorgelegt.

    Israel ‚Openly‘ Helping Syrian Rebels Trying to Overthrow Assad

    Israel has provided medical assistance to Syrian militants, including members of al-Qaeda, the terrorist group behind countless atrocities, including the 9/11 attacks in the United States, the executive director of the Ron Paul Institute asserted.

    Ankara Sends Reinforcements to Its Military in Iraq, Decides to Stay

    Turkey’s prime minister said that Ankara had taken measures „against attacks“ on the Bashik camp in Iraq and said that the legitimacy of Turkish military presence there was „not under discussion“.

    Daesh Extends Influence in Libya – French Defense Minister

    According to French Defense Minister, Daesh militant group has increased its influence in Libya.

    Libyen: Militärintervention gegen den IS bahnt sich an

    Die Konferenz in Rom zeigt die Ungeduld mit dem politischen Verhandlungsprozess in Libyen. Eine neue Regierung soll anscheinend möglichst bald eine Einladung für ein internationales Vorgehen gegen den IS ausstellen

  10. 10 Nestor 15. Dezember 2015 um 0:13 Uhr

    Also noch einmal etwas zu dieser Pipeline-Debatte:

    Doch zu diesem Zeitpunkt hatte der sogenannte arabische Frühling die Verhältnisse im Nahen Osten bereits ins Schleudern gebracht.

    Diese Revolutionen, die teilweise offen von westlichen Regierungen und völlig offen von westlichen Medien und in sozialen Netzen unterstützt wurden, werden hier als etwas präsentiert, was mit dem Syrien-Konflikt gar nichts zu tun hat, eine Art Deus Ex Machina, die sich dann auf die Pipeline-Pläne und daraus folgenden Umsturz-Pläne für Syrien mehr oder weniger dazugesellt: „Verhältnisse“ wurden „ins Schleudern gebracht“ – sapperlot, das ist echt analytisch. Da gibts auf einmal keine Interessen mehr.
    ____

    Heute waren die Medien voll damit, wie toll es ist, daß Frauen! in Saudi-Arabien! erstmals! wählen dürfen! Es geht voran! Ausgepeitschte Blogger und Zerstörungen im Jemen sind doch unwichtig. Solange die große zivilisatorische Errungenschaft der freien Wahlen dort Einzug hält, können sich diese Ölscheichs weiterhin jede außen- und innenpolitische Schweinerei leisten.

    Und auch die Türkei mit all ihrer Repression, Agression und Säbelgerassel wird gepäppelt wie ein Schoßhund, während die oppositionelle Front National als der wirkliche Untergang des Abendlandes dargestellt wird, den man gerade noch einmal abwenden konnte.

    Schöne Perspektiven …

  11. 11 Lorenzo 16. Dezember 2015 um 17:44 Uhr

    Saudi Arabia Forms Islamic Anti-Terror Coalition of 34 Countries – Reports

    Saudi Arabia reportedly has set up an Islamic military alliance to fight terrorism.

    Why Russia Cannot Trust Saudi Arabia’s So-Called Anti-Terror Coalition

    Saudi Arabia has announced the creation of a 34-country ‚Islamic coalition against terrorism‘. Officially, Moscow says that it will need more detailed information on the coalition’s composition and aims. Unofficially, experts are already suggesting that Russia must stay as far away as possible from Riyadh’s ‚dangerous and disingenuous‘ endeavor.

    Line in the Sand: New Saudi Arabian Coalition Won‘t Just Fight Daesh

    Saudi Arabia’s new, so-called anti-terrorist coalition was endorsed by Washington; it aims not only to fight Daesh but also curb Shiite groups and reduce Iran’s regional clout, according to Ignacio Alvarez-Ossorio, an expert on the Middle East from Spain’s University of Alicante.

    All About Russia? Saudi Arabia Striving to Regain Initiative in Middle East

    Saudi Arabia views Russia’s military activities in Syria as a threat to its leading position in the region. Riyadh seeks to regain its key role by forming an anti-terrorism coalition, which may further divide the Muslim community and worsen the situation in the Middle East, an Iraqi MP told Sputnik.

    Analysts: Saudi Arabia’s anti-IS coalition of Muslim states remains on paper

    Kriegs-Gefahr: Saudi-Arabien verkündet massive islamische Militär-Allianz

    Saudi-Arabien hat die Führung einer breiten islamischen Militär-Allianz übernommen. Damit wollen die Saudis die Neuordnung im Nahen Osten in die eigenen Hände nehmen. Besonders pikant: Auch das Nato-Mitglied Türkei soll Teil des Bündnisses sein. Kommt die Allianz wirklich zustande, droht ein Flächenbrand im Nahen Osten.

    Saudi-Arabien ruft neue islamische Anti-Terror-Koalition aus

    Die Allianz aus 34 Ländern soll gegen den IS und andere terroristische Organisationen kämpfen

    Al-Qaeda a Joint Product of US-Saudi Geopolitical Ambitions in Middle East?

    Al-Qaeda’s inception was a ‚joint product‘ of Washington and Riyadh’s power games in the MENA region and Central Asia, Tony Cartalucci emphasizes; the terror group has been engaged in almost every conflict the US has sought to influence.

  12. 12 Nestor 16. Dezember 2015 um 23:51 Uhr

    Ich sehe diese Saudi-Koalition auch eher als Papiertiger – wenn es ihnen bisher nicht gelungen ist, die muslimische Staatenwelt hinter sich zu versammeln, warum sollte es ihnen jetzt auf einmal gelingen?

  13. 13 Nestor 16. Dezember 2015 um 23:59 Uhr

    Ach ja, und ein Nachtrag: Zu der Story mit den 100.000 Soldaten ist zu bemerken, daß McCain nicht die US-Politik macht oder den Pentagon beherrscht, sondern ein Polit-Querulant ist, der sich wichtig macht, wo er nur kann.

  14. 14 Nestor 17. Dezember 2015 um 0:56 Uhr
  15. 15 Lorenzo 17. Dezember 2015 um 1:30 Uhr

    Saudi Anti-Daesh Coalition Sparks Widespread Confusion, Even Among Members

    With the Saudi-led anti-Daesh coalition officially off the ground, several of the 34 member states have some important questions, including, „What is this?,“ „What role do I play?,“ and, „Is it too late to opt out?“

    Biden Urges Turkey to Withdraw From Iraq Any Forces Unauthorized by Baghdad

    Joe Biden called on Ankara to withdraw from Iraq any military personnel unauthorized by Baghdad

    „The Vice President reaffirmed the United States‘ commitment to Iraqi sovereignty and territorial integrity and called on Turkey to do the same by withdrawing any military forces from Iraqi territory that have not been authorized by the Iraqi government,“ the statement said.“

  16. 16 Nestor 17. Dezember 2015 um 13:48 Uhr
  17. 17 Lorenzo 18. Dezember 2015 um 16:01 Uhr

    US Has (NO) Plans for New Airbase in Northeastern Syria – Pentagon

    The US Air Force is not rebuilding an airbase in the Syrian province of Hasakah, according to Pentagon.

    WASHINGTON, December 18 (Sputnik) — The reports claiming that the US Air Force is rebuilding an airbase in the Syrian province of Hasakah in order to land fighter jets there are not true.

    The United States has no plans for the construction, US Defense Department spokesman Maj. Roger Cabiness told Sputnik on Friday.

    “This is not true. We are not tracking anything like this planned or currently going on,” Cabiness said.“

    US Reportedly Constructing Airbase in Northeastern Syria for Airstrikes

    The US is reconstructing a disused airbase in the province of Hasakah in northeastern Syria in order to land fighter jets and supply planes there, according to reports.

    Su-24 Posed No Threat to Turkey – Deputy Head of Russian Aerospace Forces

    Downed Su-24 posed no threat to Turkey, Deputy Head of Russian Aerospace Forces said during a briefing Friday.

    „The Deputy Head of the Russian Aerospace Forces also stated that Russia has proof the downed Su-24 had never crossed the Turkish border.

    „In any case the downed Russian Su-24 bomber jet was of no threat to Turkey and its citizens,“ Sergei Dronov said.

    „At present we can say that we have all the necessary info at our disposal: we do have proof that the Russian Su-24 did not violate the Turkish air space.“

    He also added that Russian bomber jet’s flight data recorder is currently in condition found at crash site.

    „We have not done anything with the black boxes yet. The flight data recorder remains in its initial condition,“ Dronov assured at a briefing in Moscow.“

    Su-24-Abschuss: Blackbox-Öffnung in Anwesenheit von Journalisten begonnen

    Die Öffnung der Blackbox der von der Türkei abgeschossenen Su-24 hat am Freitag im Beisein von Journalisten stattgefunden, die sie per Übertragung mitverfolgten; die ersten Blackbox-Daten werden zum 21. Dezember bekannt sein, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

    „Die Öffnung beobachten aufmerksam ein Vertreter Indiens und zwei Vertreter Chinas.“

    Russia Invites 14 Countries to Participate in Decoding of Su-24 Black Boxes

    Russia has invited 14 countries to participate in decoding of the black boxes of the downed Su-24, the deputy head of the Russian Aerospace Forces told journalists on Friday.

    „We asked 14 foreign experts for help in maximizing the degree of transparency. However, except for experts from China and Great Britain, many specialists have refused to participate. Citizens from the United States will also participate in the process,“ Sergei Dronov, the deputy head of the Russian Aerospace Forces, told journalists.“

    Öl-Handel mit IS: Türkischen Unternehmen drohen UN-Sanktionen

    Türkische Unternehmen, die in den Öl-Schmuggel durch die Terrormiliz Daesh (auch “Islamischer Staat”, IS) verwickelt sind, können laut dem russischen UN-Botschafter Vitali Tschurkin mit UN-Sanktionen belegt werden.

    UNSC Resolution Against Funding Terrorism Lacks Strict Adherence – Churkin

    Obligations stipulated by the UN Security Council resolution on countering financing of terrorism are not being implemented by everyone in a transparent manner, Russian envoy to the United Nations Vitaly Churkin said.

    Blood Crude: Daesh Oil Smuggling Via Turkey ‚Shows No Sign of Abating‘

    Daesh smuggles most of its oil through Turkey, and the flow hasn‘t stopped, according to Russia’s permanent envoy to the UN Vitaly Churkin.

    Tödlicher US-Angriff auf Regierungsarmee: Irak will vor Gericht ziehen

    Nach einem US-Angriff auf eine Armee-Einheit, bei dem mindestens 30 irakische Soldaten getötet wurden, will der Irak die amerikanische Luftwaffe vor Gericht zur Verantwortung ziehen. Laut irakischen Angaben wurde eine Brigade attackiert, die besonders erfolgreich gegen die Terrororganisation Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) kämpft.

    Reports of US Airstrike Killing Iraqi Soldiers ‘Not True’ – Pentagon

    The Pentagon denied claims that Iraqi soldiers were killed as a result of the US airstrikes.

    WASHINGTON (Sputnik) — Claims of a US airstrike killing more than 30 Iraqi soldiers are not accurate, US Defense Department spokesman Maj. Roger Cabiness told Sputnik on Friday.

    “This is not true,” Cabiness said when asked to confirm reports of the incident.

    At least 30 Iraqi soldiers were killed and 20 others injured in US air strike, Hakim al-Zamili, the head of Iraqi parliament’s Security and Defense Committee said earlier.“

    Over 30 Iraqi Soldiers Killed in US Air Force Strike, 20 Others Injured

    At least 30 Iraqi soldiers were killed and 20 others injured in US air strike, Hakim al-Zamili, the head of Iraqi parliament’s Security and Defense Committee said.

    „Thirty soldiers from the Iraqi Army’s 55 brigade were killed and 20 were injured in a US airstrike on the town of al-Naimiya in the al-Fallujah province,“ al-Zamili’s statement obtained by Sputnik reads.

    The politician stated that he demanded „the [Iraqi] prime minister to conduct an investigation into the airstrike against the 55 brigade, which had previously had huge success in the fight against Daesh terrorists.“

  18. 18 Lorenzo 19. Dezember 2015 um 14:30 Uhr

    Obama Urges Turkey’s Erdogan to Withdraw Military Forces from Iraq

    Obama spoke with Turkey’s President Recep Tayyip Erdogan to call on him to retract the deployment of Turkish troops in Iraq.

    Iraq Calls for UN Security Council Resolution Condemning Turkish Invasion

    Iraqi Foreign Minister Ibrahim Jaafari told the UN Security Council that Turkey had invaded Iraqi territory without permission, and asked for a Council resolution condemning the invasion and ordering the withdrawal of Turkish troops.

    Land Grab: ‚Disintegration of Iraq Major Objective of Turkish Invasion‘

    Turkey’s invasion into northern Iraq could well be part of a plan to split Iraq into three separate states, undertaken with the approval of the US, while the recent Daesh attack on the Turkish troops plays right into the hands of Ankara, according to Russian political analyst and Middle East expert Semyon Bagdasarov.

    Pentagon Admits Coalition Strike May Have Killed Iraqi Soldiers

    The Pentagon said a US-led coalition air strike aimed at Islamic State may have killed Iraqi soldiers in a friendly-fire incident on Friday.

    Video Allegedly Shows Deadly US Strike on Iraqi Forces

    An unverified video has emerged allegedly showing US forces carrying out an airstrike that an Iraqi PM says killed at least 30 Iraqi government troops.

    UN-Friedensplan für Syrien: Das Verdienst der viel geschmähten Russen

    Der UN-Friedensplan für Syrien ist keine Garantie für ein Ende des Kriegs. Er ist jedoch der erste vernünftige Ansatz, der ohne die Intervention der viel geschmähten Russen nicht zustande gekommen wäre. Es spricht für die US-Regierung, dass sie Wladimir Putin zugehört hat.

    Syria terrorists list compiled by Jordan is contradictory — Lavrov

    Groups that shelled Russia’s embassy in Damascus should be put on the terrorist list of Syria, he added

    Trotz Friedens-Plan: Nato schickt Kriegsschiffe in das Mittelmeer

    Die Nato hat beschlossen, sich in Syrien verstärkt militärisch zu betätigen. Es ist unklar, ob sich die Mobilisierung gegen Russland richtet.

    General: Europa und Türkei schließen Luftraum für russische Fernfliegerkräfte

    Länder Europas und die Türkei haben ihren Luftraum für die russischen Fernfliegerkräfte geschlossen, die Positionen der Terrormiliz Daesch (Islamischer Staat/IS) in Syrien angreifen. Das teilte der stellvertretende Befehlshaber der russischen Fernfliegerkräfte, Generalmajor Anatoli Konowalow, am Samstag in Moskau mit.

    BND will Zusammenarbeit mit syrischen Geheimdiensten verstärken

    Angeblich soll ein Mitarbeiter in Damaskus installiert werden, der grüne Abgeordnete Konstantin von Notz kritisiert die „Institutionalisierung der geheimdienstlichen Kooperation“

    Libya Seeks Russia’s Help in Battling Terrorism

    The Libyan Armed Forces‘ Commander Brigadier General Khalifa Hafter has voiced his country’s readiness to cooperate with Russia in fighting terrorism, according to the Iranian news agency FARS.

  19. 19 Lorenzo 22. Dezember 2015 um 16:42 Uhr

    Su-24 Black Box Deciphering Requires Time, Aid From Scientific Institutions

    Severe damage to the flight recorder of Russia’s Su-24 aircraft downed by a Turkish jet over Syria in November has rendered decoding efforts unsuccessful, according to investigators in Moscow.

    Decisions, Decisions: France ‚Torn Between NATO and Russia‘

    During his visit to Moscow, French Defense Minister Jean-Yves le Drian discussed with his Russian counterpart Sergei Shoigu the prospects of coordinating bilateral efforts in the fight against Daesh.

    Frankreichs Verteidigungsminister stimmt in Moskau Zusammenwirken ab

    Angesichts gemeinsamer Gefahren und Risiken sollten Moskau und Paris laut dem französischen Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian ihre Bemühungen vereinigen.

    Washington, London ‚Refuse to Share Info on Daesh Targets‘ With Russia

    Although Russia has repeatedly asked the United States and Great Britain to provide information on Daesh targets in Syria, Washington and London still turn down Moscow’s requests, Russia’s envoy to the UK Alexander Yakovenko told RT.

    West Realized Need for Ceasefire in Syria as ‚Rebels Lose Ground‘

    The United Nations Security Council unanimously adopted the resolution aimed at stopping the Syrian civil war. Radio Sputnik discussed the latest UN resolution on Syria with Damascus-based political analyst and journalist Iyad Khuder.

    Battleground Syria: Saudi Arabia and Turkey Seeking to ‚Spark New Oil War‘

    King Salman and Turkish President Erdogan are about to spark a new war for control over Middle Eastern oil but the plan, which was in fact devised by Washington, will ultimately backfire, F. William Engdahl asserted.

    Financial Task Force Will Exclude Countries Involved in Financing Daesh

    Countries found to be involved in financing the Islamic State (IS, or Daesh in Arabic) extremist organization, outlawed in many states including Russia, will be excluded from the Financial Action Task Force (FATF) organization, Russian media reported Tuesday, citing a source in FATF.

    China und Irak wollen strategische Partnerschaft aufbauen

    China und der Irak wollen ihre bilateralen Beziehungen weiter fördern und eine strategische Partnerschaft aufbauen, berichten chinesische Medien am Dienstag, nach einem Treffen des irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abad mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping und dem Premier des Landes Li Keqiang.

    What is Behind Struggle Between Daesh and Taliban?

    The Pakistani Taliban’s rejection of Daesh leader Abu Bakr al-Baghdadi’s claim of being the global leader of Muslims following a similar rejection by the Afghan Taliban added a new twist to their longtime rivalry, which may spill over into a full-blown armed conflict between the rival groups.

    Merkel spielt IS in die Hände – Medien

    Deutschlands Kanzlerin hat die Flüchtlingslage nicht mehr im Griff. Dabei könnte das Chaos der Personenkontrolle der Migranten von Terroristen ausgenutzt werden – dann dürfte Merkels Kanzlerschaft Geschichte werden, schreibt die Welt.

    ________________

    Hinter Obamas Rücken: US-Geheimdienste haben Baschar Assad unterstützt

    Die hartnäckige Beharrlichkeit Obamas, dass Baschar Assad zurücktreten muss und dass es in Syrien eine moderate Opposition gibt, die ihn stürzen könnte, hat in den letzten Jahren unter hochrangigen Pentagon-Offizieren Widerstand hervorgerufen. Das behauptet der US-Enthüllungsjournalist Seymour M. Hersh in seinem Artikel „Military to Military“.

    Sollte diese Hersh-Geschichte stimmen, dann wäre das ein Hammer. Damit wäre wohl der Beweis erbracht, dass an den schon länger kursierenden Gerüchten über einen „Kampf diverser Linien“ innerhalb und zwischen den Parteien und Machtzentren der USA tatsächlich was dran ist. Immerhin sind die „US Joint Chiefs of Staff“ (und die DIA) ja nicht irgendwer, sondern in der Ami-Militärhierarchie nach dem POTUS und dem Kriegsminister ganz weit oben angesiedelt.

  20. 20 Lorenzo 22. Dezember 2015 um 22:52 Uhr

    Generäle gegen Obama?

    US-Publizist: Offiziere der US-Armee lieferten syrischer Regierung Geheimdienstinformationen. Dissens mit ihrem Präsidenten

    Die Geister, die Blair rief

    Stiftung von britischem Expremier stellt fest, dass Dschihadisten nur schwer militärisch besiegt werden können.

    Pro-Kurdish party deputy chairman: Russia, Turkey can resolve crisis by diplomatic means

    Selahattin Demirtas plans to travel to Moscow on December 23 and meet with Lavrov and other Russian officials

    Turkey Descends Into Civil War as Pro-Kurdish Opposition Leader Arrives in Moscow

    Der türkische Krieg gegen kurdische Zivilisten

    „Das Problem ist die Statuslosigkeit Kurdistans“. Die EU schweigt zum Problem, das sie mit Erdogan hat

    Erdogan to help Crimean Tatar radicals oust Russians from Kherson region of Ukraine

    Israel, Russia Develop Coordination Mechanism to Prevent Air Incidents

    Israel and Russia have a coordination mechanism to prevent air incidents, Israeli Ambassador to Russia Zvi Heifetz said Tuesday.

    Afghanistan: Taliban weiter auf Eroberungskurs

    In der Provinz Helmand wurde ein strategisch wichtiger Ort erobert. Durch die Provinz soll künftig eine Erdgas-Pipeline laufen, ein Milliardenprojekt, an das sich große Hoffnungen knüpfen

  21. 21 Nestor 23. Dezember 2015 um 0:40 Uhr

    Halten wir einmal fest, was die Türkei derzeit treibt: sie führt einen Bürgerkrieg gegen die eigene Bevölkerung im Südosten, versucht, sich ein bedeutendes Stück des Irak zu krallen und eröffnet eine neue Front in der Ukraine, um sich auch dort militärisch-politisch festzusetzen.

    Eine Frage ist, wie sehr die militärischen Kräfte für diese Unternehmungen ausreichen, eine andere ist, inwiefern sie dafür die – materielle, politische und militärische – Unterstützung der NATO bzw. der USA hat.

  22. 22 Lorenzo 23. Dezember 2015 um 16:20 Uhr

    Kurdenpartei-Chef: Beziehungen zu Russland sehr wertvoll

    Der Co-Vorsitzende der Kurdenpartei HDP, Selahattin Demirtas, hat beim heutigen Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärt, dass er besonders in diesen schweren Zeiten großen Wert auf die Beziehungen zu Russland legt.

    Kurdenchef in Moskau: Su-24-Abschuss war ein Fehler

    Der türkische Oppositionschef Selahattin Demirtas hat bei seinem Moskau-Besuch den Abschuss des russischen Kampfjets Su-24 scharf kritisiert. Die Entscheidung der Regierung in Ankara sei ein Fehler gewesen, sagte der Chef der Kurdenpartei HDP bei einem Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

    Russia Ready to Cooperate With Ground Forces Fighting Daesh in Syria – FM

    Russia is ready to cooperate with the forces that are fighting against Daesh militant group on the ground in Syria.

    Deutschlands „Patriot“-Einsatz in der Türkei beendet

    Die früher an der Südgrenze der Türkei positionierten deutschen Patriot-Flugabwehrsysteme sind am 22. Dezember auf einem dänischen Schiff in die Heimat abtransportiert worden, meldet die Agentur Anadolu am Mittwoch unter Berufung auf eine Quelle im Hafen Iskenderun.

    Are Israel and Hezbollah Next to Throw Down in the Middle East?

    Hezbollah and Israel might be on the verge of another war following the assassination of senior Hezbollah leader Samir Kantar on December 21. However, the US intelligence company Stratfor thinks the two sides wouldn’t risk an all-out confrontation with each other; instead a more limited hostility is likely.

    Irak und Libyen betrachten Russland als Partner im Kampf gegen Daesh

    Libyens Regierung der nationalen Einheit könnte Russland um Militärhilfe im Kampf gegen die Daesh-Extremisten bitten, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Daesh Spread to Afghanistan, Raising Terror Threat to New Heights

    According to the Russian Defense Ministry, Daesh cells have sprung up in Afghanistan increasing terror risks in the region.

    ‚Objective‘ Russia Facilitates Yemeni Settlement – Foreign Minister

    Moscow’s position in the Yemeni conflict is objective and it backs both a national dialogue and a peace process, the Gulf country’s foreign minister said.

  23. 23 Lorenzo 24. Dezember 2015 um 14:43 Uhr

    UNSC Resolution on Syria Masks Serious Disagreements – Russian Official

    The recently-adopted UN Security Council resolution on Syria is only a general roadmap that masks serious disagreements on the issue of Syrian peace settlement, head of the foreign affairs committee of the lower house of Russia’s parliament (State Duma) Alexei Pushkov said.

    US Reportedly Continues to Supply Weapons to al-Qaeda Through Syria’s FSA

    Syrian al-Qaeda groups have continued to receive weapons including US-made TOW missiles from rebel groups supplied by the US and Gulf states.

    NATO Allies to Shortly Announce New Air Defense Assistance to Turkey

    NATO member states are expected to announce their plans on assistance with defensive anti-missile systems to Turkey in the near future, NATO official told Sputnik on Wednesday.

    Kurdenchef in Russland: Moskau begrüßt Erdogans Erzfeind

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich am Mittwoch mit dem Anführer der prokurdischen Partei HDP, Selahattin Demirtaş, in Moskau getroffen. Die Türkei zeigte sich darüber empört, schreibt der Kommersant am Donnerstag.

    Irak nähert sich Arbeiterpartei Kurdistans zur Zügelung der Türkei an – Medien

    Eine Delegation der Arbeiterpartei Kurdistans (RKK) hält sich seit Montag zu einem Besuch in Bagdad auf, wie die kurdische Agentur BasNews mitteilt.

  24. 24 Lorenzo 26. Dezember 2015 um 15:48 Uhr

    DoD Rejects Russian Proposal to Share Intelligence on Daesh Positions

    The United States does not plan to cooperate with Russia in the fight against Daesh radicals in Syria and will not exchange information on the terrorist targets until Moscow changes its position with regard to Syrian President Bashar Assad, a Pentagon spokesperson told Sputnik.

    Saw it Coming: Daesh Now Has US-Made TOW Missiles

    Online media linked to the terrorist group Daesh released photos showing the use of US-made TOW anti-tank missiles, in another case of arms supplies meant for „moderate“ rebels ending up in the hands of Daesh.

    Daesh Calls for Organ Harvesting – Media

    According to information obtained in Syria, a Daesh (aka Islamic State, ISIL and ISIS) facility in eastern Syria, Daesh has sanctioned organ harvesting of non-Muslims even if it results in death.

    Ausrüstung für Chemiewaffen in Terroristen-Krankenhaus in Syrien entdeckt

    Die syrischen Streitkräfte haben laut Agenturmeldungen in einem von Terroristen organisierten Krankenhaus in der Provinz Latakia Ausrüstungen für den Einsatz von Chemiewaffen entdeckt. Für deren Anwendung wollten die Kämpfer anschließend die syrische Regierung verantwortlich machen.

    Nach Sarin-Einsatz in Syien: Moskau fordert Ermittlungen zu C-Waffenschmuggel

    Moskau rechnet damit, dass die Schuldigen an dem Sarin-Anschlag in Ost-Ghouta, einem Vorort von Damaskus, gebührende Strafen bekommen werden, heißt es in einem auf der Webseite des russischen Außenministeriums veröffentlichten Kommentar der amtlichen Sprecherin des Ministeriums, Maria Sacharowa.

    Russian Welcome for Turkey’s Kurdish Leader Turns Up Heat on Erdogan

    The invitation from Moscow to Turkey’s pro-Kurdish leader Selahattin Demirtas is a demonstration of Russia’s belief in the Kurds as a vital ally in the fight against Daesh, writes the German press.

    Turkish Media Fears Russian-Armenian Air Defense Could ‚Heat Up Caucasus‘

    Turkish media appears to be ill at ease over the creation of a Russian-Armenian system of a regional joint air defense, suggesting that the agreement could mean trouble for Ankara and lead to growing instability in the region.

    Syrien: Dschaisch-al-Islam-Anführer getötet

    IS- und al-Nusra-Anhänger ziehen aus dem Süden von Damaskus ab

    Übereinstimmenden Medienberichten nach ist ◢Zahran Allusch, der Anführer der Dschihadistengruppe Dschaisch al-Islam, bei einem Raketenangriff in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus ums Leben gekommen. Mit ihm sollen mehrere seiner Führungskräfte ausgeschaltet worden sein, die in seinem geheimen Hauptquartier eine Offensive planten. Während es in ersten ◥westlichen Medienberichten dazu hieß, Russland habe den Angriff durchgeführt, spricht die syrische Nachrichtenegentur SANA von einem Schlag der syrischen Armee.

    Russland tötet bei Luftangriff radikalen Islamisten-Chef

    Russland hat mit einem Luftangriff offenbar einen besonders radikalen Islamisten-Führer getötet. Sahran Allusch hatte 2013 zum Völkermord an den Schiiten und den Alawiten in der Levante aufgerufen. Allusch nahm erst kürzlich an dem von den Saudis organisierten Oppositions-Gipfel in Riad teil.

    Resettlement of Militants From Syria’s Yarmouk Refugee Camp on Hold

    The evacuation of thousands of militants from a captured Syria’s refugee camp of Yarmouk in southern Damascus has been suspended, media reported on Saturday.

    Erfolg für Putin: Islamisten ziehen aus Vierteln in Damaskus ab

    Die militärische Intervention Russlands in Syrien scheint zu einem ersten Erfolg für die syrische Regierung geführt zu haben. Sie vereinbarte mit tausenden islamistischen Kämpfern deren Abzug aus Vierteln in Damaskus. Zu den Kämpfern gehören Mitglieder des IS und der al-Nusra-Front.

    Kurdish-Arab Coalition Advances Against Daesh on Multiple Fronts in Syria

    Allied Kurdish and Arab anti-Daesh forces claim to be making gains in a fresh offensive launched in the Aleppo province.

    Closer Russia-Iran cooperation to change geopolitical situation in Middle East

    MOSCOW, December 25. /TASS/. Russia is forestalling competition on the Iranian market after the sanctions against Teheran are lifted and is building up its military, trade and economic cooperation with the Islamic Republic as a partner in the anti-terror coalition, experts polled by TASS say.

  25. 25 Lorenzo 28. Dezember 2015 um 17:38 Uhr

    Bagdad meldet Festnahme von IS-Anführer durch US-Einheit – Pentagon dementiert

    Eine US-Spezialeinheit hat in der irakischen Stadt Kirkuk Abu Umar al-Shishani,einen der Anführer der Terrormiliz Daesch („Islamischer Staat“, IS)festgenommen, wie ein Sprecher des irakischen Innenministeriums am Montag Sputnik mitteilte.

    Daesh-Anführer von US-Spezialeinheiten gefasst

    US-Spezialeinheiten haben im Irak einen der Anführer der Terrormiliz Daesh, Abu Omar al-Schischani, gefasst, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Montag.

    Agentur: US-Armee rettet IS-Spitzen aus Irak

    Angesichts der irakischen Offensive auf Ramadi will die US-Armee einem Agenturbericht zufolge die Anführer der Terrororganisation Daesh („Islamischer Staat“, IS) aus der irakischen Stadt in Sicherheit bringen.

    Russian Warplanes Hit 556 Terrorist Targets in Syria Over Past 3 Days

    Russian combat aircraft have conducted 164 sorties and hit 556 terrorist targets in Syria over the past three days, the Russia’s General Staff said Monday.

    Türkei steuert mit IS-Unterstützung auf neues 9/11 zu – US-Historiker

    Die Türkei, die die Terrormiliz Islamischer Staat unterstützt, füttert ein Monster, zeigte sich der amerikanische Historiker Gerald Horn in einem RT-Interview überzeugt.

    Kurden in der Türkei fordern Autonomie-Statut

    In der Türkei haben sich mehrere kurdische Organisationen zur Forderung nach Selbstverwaltung zusammengeschlossen. Es ist unklar, inwieweit Russland diese Pläne unterstützt. Für Präsident Erdogan ergibt sich jedenfalls eine unangenehme Situation.

  26. 26 Lorenzo 03. Januar 2016 um 15:22 Uhr
  27. 27 Nestor 04. Januar 2016 um 15:02 Uhr

    Was soll man zu den ganzen von dir geposteten Links sagen? Manche von ihnen suchen eine Strategie der USA in dem ganzen Chaos, aber man kann genausogut sagen: entweder es gibt keine oder sie hat sich nicht bewährt, ist also Schnee von gestern.

    Die Berechnung, mit den Kurden eine 2. Front aufzubauen und Syrien zu teilen, mag es zwar geben, sie wird aber sowohl an den syrischen Kurden (die Assad gegenüber positiv eingestellt sind,) als auch an der Türkei scheitern.

    Die „Strategie“ der USA im WK II wird im ersten Post nicht richtig dagestellt. Erstens hatten die USA ein größeres Problem mit Japan, haben sich also mehr auf den fernöstlichen Kriegsschauplatz konzentriert.
    Die Eröffnung der 2. Front scheiterte eine Zeitlang an Großbritannien, weniger an den USA. Churchills Regierung hatte die Strategie (darin übrigens ein Parteigänger des Chamberlainschen Weges), daß sich Nazideutschland und die SU aneinander abarbeiten sollten, um in den Trümmern Europas doch noch eine Rolle für das Empire herauszuholen.
    Die nachträgliche Glorifizierung der Normandie-Operation gehört in den Kalten Krieg, der aber zum Zeitpunkt ihres Stattfindens noch nicht ausgerufen war. Roosevelt legte Wert auf die Waffenbrüderschaft mit der SU.

  28. 28 Nestor 01. Februar 2016 um 12:01 Uhr

    Die ukrainische Regierung entdeckt eine neue mögliche Front zu Rußland:

    Ukraine plans to join fight against Isis means troops could come up against Russian forces in Syria

  29. 29 Jacko 12. Februar 2016 um 15:38 Uhr

    Erstaunlich an den Syrien-Verhandlungen finde ich
    a) wie sehr die USA den Russen aufgrund von deren militärischen Erfolgen geradezu das Blaupausen-Machen für Nachsyrien überlassen zu haben scheinen. (Dass die eigenen Hilftruppen der USA grandios gescheitert sind, dass davon einzig noch die Kurden übrig geblieben sind, und der islamische Rest anscheinend sowieso inzwischen als bei den Isamisten befindlich einsortiert ist, stimmt vermutlich. Trotzdem ist merkwürdig, wie relativ offiziell die Russen nunmehr mit dem Segen der USA als regionaler Regelsetzer auftreten.)

    b) die zweite Merkwürdigkeit ist die – so scheint mir – Zurückstufung der Beziehungen zur Türkei und zu Saudi-Arabien, wobei Saudi-Arabien angeblich zur ISIS-Gegnerschaft bekehrt sein soll, was mir noch merkwürdiger, ja geradezu verrückt, vorkommt (vorkäme)…

    Die DKP schreibt dazu:
    „Lange Zeit schien es so, als wäre der Regime-Change in Syrien möglich. Ein Wechsel, wenn er denn gelänge, der fraglos jede Menge islamistischer Finsterlinge an die Macht gebracht hätte. Nun scheint sich das Blatt zu wenden. Jetzt schreit der Westen „haltet den russischen Dieb“. So schreien jene Verbrecher, die auf dem Weg sich Syrien unter den Nagel zu reißen, die Hölle eines internationalen Krieges entfesselt haben.“

    Allerdings „schreien“ die USA dgl. eher leise, jedenfalls nicht so laut, als wollten sie der russischen Ordnungsstiftung in Syrien ernsthaft widersprechen wollen.

  30. 30 Nestor 13. Februar 2016 um 11:55 Uhr

    @Jacko

    Man kann es auch genau umgekehrt sehen: überhaupt nicht erstaunlich, sondern vorhersehbar angesichts der zum Scheitern verurteilten US-Strategie, mit Hilfe ihrer Verbündeten (Saudi-Arabien, Katar) eine radikalislamische Opposition aufbauen zu wollen, derer man sich dann als neuer Verbündeter bedienen kann, und die sich als Bodentruppen der USA bewähren werden.
    Das ging in Afghanistan schief und wurde dennoch wieder versucht.

    So. Jetzt haben die Russen Fakten gesetzt und zusammen mit der syrischen Armee militärische Erfolge eingefahren, was sollen die USA anderes machen, als diesen Umstand zur Kenntnis zu nehmen?
    Die einzige andere Möglichkeit wäre, WK III auszurufen und Rußland anzugreifen, das käme – abgesehn von anderen Risiken, bezüglich China usw. – einer Unterstützung des IS gleich. Abgesehen davon, daß der Ausgang eines solchen Showdowns sehr unsicher wäre, von der militärischen wie von der Bündnisseite her. Das wissen die USA sehr gut.

  31. 31 lektüre vorschlag 13. Februar 2016 um 22:25 Uhr

    Vielleicht gibt es für die USA usw. aktuell noch eine andre Option:
    http://www.moonofalabama.org/2016/02/the-race-to-raqqa-is-intensifying.html

  32. 32 Jacko 15. Februar 2016 um 10:13 Uhr

    Die USA scheinen zu denken, dass die Türkei sich als ihr Kettenhund gegen die gleichzeitig mitgetragene Lösung zuätzlich eignen würde… (Jedenfalls wurde ja gleichzeitig von einem Einvernehmen zwischen USA und Russland berichtet. Gestern.)

    Bis vorgestern galten die Kurden ziemlich offiziell aber doch auch als Kooperationspartner und Quasi-Bodentruppe der USA.
    Die USA scheinen dann wohl auch davon wieder abgerückt zu sein.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-02/syrien-tuerkei-angriffe-kurden-davutoglu-merkel

  33. 33 Nestor 15. Februar 2016 um 10:17 Uhr

    Ja danke, ebenso informativ wie beunruhigend.

    Es ist wirklich beeindruckend, wie die die Feindbildpflege gegen den IS in der Realpolitik in eine Art Unterstützungskampagne für diese Partie umfunktionalisiert wird, was den Freien Westen betrifft.

  34. 34 Jacko 15. Februar 2016 um 11:28 Uhr

    Die USA lassen vermutlich mal wieder die Kurden fallen
    - oder auch nicht?
    http://www.fr-online.de/syrien/syrien--syrische-kurden-entzweien-usa-und-tuerkei,24136514,33786120.html

    Aangeblich soll Assad denen weitgehende Autonomieversprechen zugesagt haben, was ein größeres Kurden-Gebiet ermöglichen würde, was als Zukunftsperspektive evtl. den verschärften Grund für die derzeitigen Türkei-Angriffe abgeben könnte. Und die USA wollen stattdessen aber noch irgendeinen anderen ihnen genehmen Ansprechpartner bei der Nachkriegsordnung mit beteiligt wissen – so würde ich mir das verplausibilisieren…
    (Und wenn das den Russen ein paar Steine in den Weg, und den Euros ein paar Flüchtlinge mehr beschert, das dürfte doch auch gelegen kommen…)
    http://www.n-tv.de/politik/Obama-fordert-Putin-auf-einzulenken-article16996141.html

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.